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DE1941691B2 - Ozonschutzmittel für Kautschuk - Google Patents

Ozonschutzmittel für Kautschuk

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DE1941691B2
DE1941691B2 DE19691941691 DE1941691A DE1941691B2 DE 1941691 B2 DE1941691 B2 DE 1941691B2 DE 19691941691 DE19691941691 DE 19691941691 DE 1941691 A DE1941691 A DE 1941691A DE 1941691 B2 DE1941691 B2 DE 1941691B2
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rubber
phenylenediamine
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aminophenol
percent
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DE19691941691
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DE1941691C3 (de
DE1941691A1 (de
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Robert Henry Western Springs Ill. Rosenwald (V.St.A.)
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Universal Oil Products Co
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Universal Oil Products Co
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/17Amines; Quaternary ammonium compounds
    • C08K5/18Amines; Quaternary ammonium compounds with aromatically bound amino groups

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

R' — N — R"
besteht, worin R ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, R' ein Wasserstoff atom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen und R" eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Aus der USA.-Patentschrift 2 960 487 ist es bekannt, N-sek.-Alkyl-p-aminophenole zusammen mit N,N'-Dioctyl-p-phenylendiamin als Ozonschutzmittel für Kautschuk zu verwenden.
Die Erfindung betrifft neue synergistische Ozonschutzmittel für Kautschuk, mit dem sich eine gesteigerte Haltbarkeit in überraschender Weise erzielen läßt, denn es war nicht zu erwarten, daß diese Gemische einen höheren Wirkungsgrad aufweisen, als man ihn mit jedem Bestandteil allein erreicht.
Gegenstand der Erfindung sind Ozonschutzmittel für Kautschuk, bestehend aus einem N,N'-disubstituierten Phenylendiamin und einem N-Alkyl-p-aminophenol, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie zu bis 95 Gewichtsprozent aus einem N,N'-Di-sek.-alkyl-p-phenylendiamin mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen je Alkylgruppe, einem N-Alkyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen je Alkylrest, einem Ν,Ν'-Dicycloalkyl-p-phenylendiamin oder einem Gemisch hiervon und 95 bis 5 Gewichtsprozent einer Verbindung der allgemeinen Formel
O —R
R' — N — R"
bestehen, worin R ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, R' ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 12 Kohlenstoffatomen und R" eine Alkylgruppe mit I bis 20 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 20 Kohlenstoffatomen bedeuten.
Erlmdungssemäß wird das Phenylendiamin im Gemisch mit einem N-Alkyl-p-aminophenol verwendet. Wenn in der oben angegebenen Formel R Wasserstoff ist. ist die N-Alkylgriippe bevorzugt sekundär. Entsprechende Verbindungen sind z. B. N-Isopropylp-aminophenol, N-sek.-Butyl-p-aminophenol. N-sck.-Pentyl-p-aminophenol. N-sek.- H exyl-p-aminophenol. N-sek.-Heptyl-p-amino-phenol. N-sek.-Octyl-p-aminophenol. N-sek.-Nonyl-p-aminophenol und N-sek.-Decyl-p-aminophenol.
Es können jedoch auch p-Aminophenole mit primärer Alk\ . uppe am N-Atom angewandt werden. Wenn R' ei..^- Alkylgruppe ist. besteht iie Verbindung aus einem Ν,Ν-Dialkyl-p-aminophenol. Bevorzugt hat R' 1 bis 4 Kohlenstoffatome und R" 3 bis 20 Kohlenstoffatom^ Zur Erläuterung hierfür seien genannt N-Methyl-N-isopropyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-butyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-pentyi-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-hexyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-heptyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-octyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-nonyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-sek.-decylp-aminophenol und ähnliche Verbindungen, in denen die Methylgruppe durch andere Glieder ihrer homologen Reihe wie Äthyl, Propyl oder Butyl ersetzt ist.
Es versteht sich wiederum, daß die Alkylgruppen primäre oder sekundäre Konfiguration haben können.
Zur Erläuterung von Verbindungen, worin eine oder
beide Substituenten R' und R" aus Cycloalkylresten bestehen, seien genannt N-Cyclohexyl-p-aminophenol.
N^-Dicyclohexyl-p-aminophenol, N-Methyl-N-cyclohexyl-p-aminophenol, N-Äthyl-N-cyclohexyl-p-aminophenol, N - Propyl - N - cyclohexyl - ρ - aminophenol, N-Butyl-N-cyclohexyl-p-aminophenol usw. Obgleich der Cyclohexylrest bevorzugt ist, versteht es sich, daß die Cycloalkylgruppe 3 bis 12 oder mehr Kohlenstoffatome enthalten und somit ein Cyclopropyl-, Cyclobutyl-. Cyclopentyl-, Cycloheptyl-, Cyclooctyl-, Cycloncnyl-. Cyclodecyl-, Cycloundecyl-, Cyclododecylrest sein kann.
Bei einer anderen Ausführungsform kann R in obiger Formel ein Alkylrest sein. Eine solche Verbindung ist ein N-substituiertes Alkoxyanilin, vorin die Alkoxygruppe 1 bis 20 Kohlenstoffatome enthält und insbesindere aus C1 bis C12-sek.-alkoxyresten besteht.
Ferner kommen N-Mcthyl-N-sek.-C, bis Cs-alkylp-anisidine bevorzugt in Frage. Auch gehören hierzu entsprechende Verbindungen, in denen die sekundäre Alkylgruppe durch eine n-Alkylgruppe ersetzt ist, solche, in denen die Methylgruppe durch Äthyl-, Propyl- oder Butylreste ersetzt ist, entsprechende Verbindungen, in denen die Methoxygruppe durch Äthoxy-, Propoxy-, Butoxy-, Pentoxy-, Hexoxy-, Heptoxy-, Octoxy-, Nonoxy- oder Decoxyreste ersetzt ist.
Wenn R' oder R" aus Cycloalkyl-, insbesondere Cyclohexylgruppen besteht, so gehören hierzu beispielsweise N-Cyclohexyl-p-anisidin, N,N-Dicyclohexyl-p-anisidin, N-Alkyl-N-cyclohexyl-p-anisidin und entsprechende Verbindungen, in denen die Alkyl- und Alkoxygruppen entsprechend den vorstehenden Angaben gewählt sind. Es versteht sich, daß auch Gemische von N-substiluierten p-Aminophenolen und/ oder N-substituierten p-Alkoxyanilinen verwendet werden können.
Die ρ-Phenylendiamine sowie die substituierten p-Aminophenole oder substituierten Alkoxyaniline können nach bekannten bzw. geeigneten Methoden hergestellt werden.
Die synergistischen Ozonschutzmittelgemische verwendet man vorzugsweise in Konzentrationen von etwa 25 bis 75° „ des einen Bestandteiles und etwa 75 bis 25" n des anderen Bestandteiles. Besonders zweckmäßig ist es. wenn das p-Phenylendiamin 50 bis 90" „ und das N-substituierte Aminophenol oder N-substi- ι tuierte Alkoxyanilin etwa 50 bis 10 Gewichtsprozent des synergistischen Gemisches ausmacht.
Die Ozonschutzmittel nach der Erfindung werden in Kautschuk üblicherweise in einer Konzentration im Bereich von etwa 0.5 bis 5%. insbesondere etwa 1.5 bis 4 Gewichtsprozent des Kautschuks angewendet, obgleich in einigen Fällen höhere oder niedrigere Konzentrationen erforderlich sind. Diese Konzentrationen beziehen sich iuf Kautschuk, ausschließlich der anderen Bestandteile der Kautschukmasse. Gevvünschtenfalls kann das synergistische Gemisch zusammen mit einem zusätzlichen Antioxydationsmittel oder sonstigen Zusatzstoffen gebraucht werden. Hierzu gehören Beschleuniger, Weichmacher. Streckmittel, Wachsund Verstärkungsmittel. Als zusätzliche Antioxydationsmittel kommen z. B. 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol, Phenyl-/3-naphthylamin, 6-Phenyl-2,2, 4 - trimethyl -1,2 - dihydroxychinolin, Bis - (4 - methyl-6-tert.-butyl-phenyl)-methan, 2,6-Di-tert.-butyl-p-cresol und das Reaktionsprodukt von Aceton und Diphenylamin in Frage. Diese Ai .ioxydantien werden im allgemeinen in einer Koi.zentration von etwa 0,5 bis 3 Gewichtsprozent des Kautschi xs gebraucht.
Gewünschtenfalls kann das synergistische Gemisch der Erfindung auch zusammen mit Paraffin und/oder mikrokristallinem Wachs gebraucht werden. Das Wachs wird allgemein in einer Konzentration von etwa 0,5 bis 3 Gewichtsprozent des Kautschuks zur Anwendung gebracht.
Die Bestandteile des Ozonschutzmittelgemisdies können dem Kautschukansatz getrennt oder vorher vereinigt zugegeben werden. Das synergistische Gemisch kann auch vorher mit zusätzlichen Antioxidantien. Wachs und/oder sonstigen Zusatzstoffen vermischt und diese Mischung dann mit ein oder mehreren anderen Bestandteilen des Kautschukansatzes vereinigt werden. Vorzugsweise wird das synergistische Gemisch schon in den Kautschuklatex eingearbeitet. Man kann jedoch auch vulkanisierten Kautschuk in eine Lösung oder Dispersion des Ozonschut/mittels eintauchen, um einen Oberflächenüberzug auf dem Kautschuk anzubringen, oder das synergistische Gemisch kann aufgesprüht., aufgegossen oder in sonstiger Weise mit dem vorher vulkanisierten Kautschuk in Kontakt gebracht werden.
Das synergistische Gemisch nach der Erfindung kann in jedem Kautschukansatz verwendet werden, der Ozonrißbildungen ausgesetzt ist, insbesondere solchen Ansätzen, wie sie für Fahrzeug- und Lastwagenreifen und Schläuche, Bänder, Kautschukplatten, Kautschukfäden, gummierte Gewebe, Formgegenstände, Stiefel und Schuhe gebraucht werden. Die Ansätze können in einer Form, in offenem Dampf, in heißer Luft oder in der Kälte durch das sogenannte saure Verfahren vulkanisiert werden. Die Erfindung kann auch für die Stabilisierung von Klebstoffen oder Elastomeren gebraucht werden, die unter Ozoneinwirkung reifen.
synergistische Gemisch kann als solches oder al, Lösung oder Dispersion bzw. auch als [1LiKer oder Paste verwendet werden.
Als Kautschuk kommen vuikanisierbare Kohlen-Wasserstoffe auf der Basis von konjugierten 1.3-Dienen entweder als Homo- oder Mischpolymere mit anderen poKrneribierbaren Verbindungen in Frage.
Der Kautschuk kann ein Kunstkautschuk, z. B. ein Butadien-Styrol-Mischpolymerisat oder Butadien-Aerylniiril-Mischpolymerisai-Butylkautschuk oder Polychloropren sein. Zu den Naturkautschuken gehören die Hevea-Arten. Belate und Guttapercha.
Die folgenden Bespiele dienen zur Erläuterung der Erfindung.
Beispiel L (zum Vergleich) Tabelle I
Bestandteile
Butadien-Styrol-Kautschuk .
Ofenruß
Zinkoxyd
Stearinsäure
Schwefel
N-Cyclohexyl-2-benzthiazylsulfenamid
Gewichtsteiie
100
40
Eine Probe des Kautschuks nach diesem Ansatz wurde als Kontrollprobe verwendet. In andere Probe.i wurden während des Vermahlens verschiedene Zusatzstoffe eingearbeitet, wie nachstenend näher angegeben ist. Alle Proben wurden zu Streifen von 15,2 cm Länge, 19 mm Breite und 2 mm Dicke geformt und einzeln bei 140° C vulkanisiert. Dann wurden die Proben 1 Tag bzw. 2 Tage bei 990C vorgealtert, worauf verschiedene Proben um 10 oder 20°/0
gedehnt und in einer Ozonkammer bei 38°C einer Atmosphäre ausgesetzt wurden, die 50 Teile Ozon je 100 Million Teile Luft enthielt. Die Proben wurden periodisch untersucht, und der Zeitpunkt der ersten sichtbaren Risse wurde festgestellt und in folgender Tabelle angegeben.
Die Werte der Tabelle II ergeben einen Vergleich der Empfindlichkeit für Ozonangriff bei unstibilisiertem und mit einem Phenylendiamin stabilisiertem Kautschuk. Obgleich der Zusatzstoff A eine merkliche
5« Verbesserung in der Haltbarkeit bei Dehnungen von 10°/0 liefert, reicht weder eine Konzentration von 2 noch von 4 Gewichtsprozent aus, um Kautschuk zu stabilisieren, der 1 oder 2 Tage vorgealtert und um 20"/o seiner Länge gestreckt wurde.
Bei Verwendung in dem in Tabelle I angegebenen Grundkautschuk besaßen das N-substituierte p-Aminophcnol und N-substituiertes p-Alkoxyanilin praktisch keine Wirkung gegen Ozoneinfluß. Wenn aber diese Verbindungen mit einem Phenylendiamin kombiniert
wurden, ergab sich eine synergistische Wirkung. Dies geht aus den folgenden Beispielen hervor, in denen verschiedene Proben des Grundkautschuks nach Tabelle I mit einem Gehalt von 2 Gewichtsprozent jeweils der verschiedenen nachstehend angegebenen Verbindüngen zubereitet wurden. Die verschiedenen Kautschukproben wurden vorgealtert, um 10 oder 20% gestreckt und in derselben Weise wie im vorstehenden Beispiel bewertet.
Tabelle II
( )/tlIlsChlII 7ΠΙ it lc\ keines Menge V'Tallerung Deliming Stunde,ι OU /uv
^_S i, t M I. Ϊ ^* I I X^ ΙΛΙ I Ilk L \_ ί keines in Gewichtsprozent Rillhiklung
keines (Tage) (" „ der Länge ι
keines 1 JO 2
N,N'-Di-2-ociyl-p-phenyleniJiamin 10 2
N.N'-Di-2-octyl-p-phenylendiamin I 20
N,'N'-Di-2-octyl-p-phenylendiamin 20 Ί
N,N'-Di-2-ociyl-p-phenylendiamin 2 1 10 168
N.N'-Di-2-oetyl-p-phenylendiamin T 2 10 24
N.N'-Di-2-octyl-p-phenylendi;'. iin 1 1 20 S
N,N'-Di-2-octvl-p-pheny!endiamin 1 20
N.V-Di-2-oet;. 1-p-phenylendiamin 4 0 LO 16S
N,N'-Di-2-oetyl-p-phenylendiamin 4 I 10 168
N,N'-Di-2-octyI-p-phenylendiamin 4 -> 10 168
4 0 20 168
4 L 20 168
4 2 20 4
Beispiel 2
Die geprüfte Verbindung bestand aus N-sek.-Butylp-anisidin. Bei Einarbeitung in eine Kautschukprobe in einer Konzentration von 2 Gewichtsprozent und Aussetzung in der Ozonkammer unterlagen alle Proben bei einer Streckung von 10 oder 20°/n einer Rißbildung innerhalb 6 Stunden in der Ozonkammer. Dies beweist, daß diese Verbindung selbst im Grundkautschuk keine Ozonschutzwirkung besitzt.
Eine andere Probe desselben Kautschuks, jedoch mit 2 Gewichtsprozent N-sek.-Butyl-p-anisidin und 2 Gewichtsprozent N,N'-Di-2-octyi-p-phenylendiamin, ergab keine Rißbildung während mehr als 168 Stunden bei den um 10 und um 20% gedehnten und nicht oder 1 Tag vorgealterten Proben. Es ist überraschend, daß dieses Gemisch verbesserte Ergebnisse gegenüber der Verwendung von 2 Gewichtsprozent des obigen p-Phenylendiamins allein lieferte.
Beispiel 4
Die geprüfte Verbindung bestand aus N-2-Äthylhcxyl-p-aminophenol. Wenn 2 Gewichtsprozent dieser Verbindung in eine andere Probe des obengenannten Kautschuks eingearbeitet, in derselben Weise gestreckt und bewertet wurden, unterlagen alle 1 oder 2 Tage vot-gealterten Proben einer Rißbildung innerhalb 4 Stunden. Andererseits unterlagen andere Proben des Grundkautschuks aus Tabelle I mit 2 Gewichtsprozent von jeweils N,N'-Di-2-octyl-p-phenylendiamin
und N-2-Äthylhexyl-p-aminophenol keiner Rißbildung bei allen Proben, die um 10% gestreckt und nicht bzw. 1 oder 2 Tage vorgealtert wurden, sowie bei Proben, die um 20% gestreckt und nicht Othr 1 Tag vorgealtert wurden, wenn sie länger als 168 Stunden in die Ozonkammer eingesetzt wurden. Hier ist wiederum ein synergistischer Effekt zu beobachten.
Beispiel 3
Die geprüfte Verbindung bestand aus N-sek.-Octylp-anisidin, hergestellt durch reduktive Alkylierung von p-Anisidin mit Äthylamylketon. Wenn Proben des Grundkautschuks der Tabelle I mit einem Gehalt von 2 Gewichtsprozent N-sek.-Octyl-p-anisidin hergestellt, um 10 und 20% gedehnt, nicht bzw. 1 und 2 Tage vorgealtert und in der Ozonkammer bewertet wurden, unterlagen alle Proben innerhalb 2 Stunden in der Ozoiikammcr der Rißbildung. Dies beweist wiederum, daß diese Verbindung keine Schutzwirkung gegen Ozon in dem betreffenden Grundkautschuk besaß.
Proben des Grundkautschuks wurden mit einem Gehalt von 2 Gewichtsprozent jeweils von N,N'-Di-2-octyl-p-phenyIendiamin und N-sek.-Octyl-p-anisidin hergestellt und in derselben Weise wie oben beschrieben bewertet. Alle um 10% gedehnten und nicht bzw. 1 oder 2 Tage gealterten Proben ergaben keine Rißbildung während mehr als 160 Stunden in der Ozonkammer. Die um 20% getreckte und 1 Tag gealterte Probe ergab keine Rißbildung während mehr als 168 Stunden in der Ozonkammer. Es ist hier wiederum überraschend, daß die Mischung einen synergistischen Effekt zeigte.
Beispiel 5
Wenn 2 Gewichtsprozent N-Methyl-N'-n-butylp-aminophenol in andere Proben des vorstehend beschriebenen Grundkautschuks eingearbeitet wurden, so unterlagen die 1 und 2 Tage vorgealterten und entweder um 10 oder 20% gestreckten Proben der Rißbildung innerhalb 6 Stunden in der Ozonkammer. Im Gegensatz hierzu unterlagen andere Proben des Kautschuks, der gleichzeitig 2 Gewichtsprozent M,N'-Di-2-octyl-p-pheny!endiamin und 2 Gewichtsprozent N-Methyl-N'-n-butyl- p-amiiiophenol enthielt, keiner Rißbildung während mehr als 168 Stunden in der Ozonkammer bei um 10% gestreckten und nicht oder 1 Tag gealterten Proben und bei der um 20% gestreckten und keinen Tag vorgealterten Probe. Hier ist wiederum der synergistischc Effekt nachgewiesen.
Beispiel 6
Ein Gemisch aus 70 Gewichtsprozent N,N'-Dicyclohexyl-p-phenylendiamin und 35 Gewichtsprozent N-Mcthyl-N-sek.-butyl-p-phenetidin wurde in einer Konzentration von 4 Gewichtsprozent in Proben des oben beschriebenen Kautschuks eingearbeitet. Bei um
10% gestreckten und nicht oder 1 Tag gealterten Proben und bei einer um 20°/„ gestreckten und keinen Tag vorgealterten Probe traten während mehr als 168 Stunden in der Ozonkammer keine Risse auf, was den synergistischen Effekt des Gemisches zeigt.
Beispiel 7
Ein weiteres Ozonschutzmittel wurde aus 65 Gewichtsprozent N-Phenyl-N'-(l,3-dimethylbutal)-p-phcnylendiamin und 35 Gewichtsprozent N-sek.-Hexylp-anisidin gewonnen. Das Gemisch dieser beiden Verbindungen wurde in einer Konzentration von 4 Gewichtsprozent in Naturkautschukproben eingearbeitet. Bei um 100/o gestreckten und nicht oder 1 Tag gealterten Proben und bei einer um 20% gestreckten und
keinen Tag vorgealterten Probe erhielt man während mehr als 168 Stunden keine Rißbildung.
Beispiel 8
Ein synergistisches Gemisch aus 60 Gewichtsprozent N-Phcnyl-N'-isopropyl-p-phenylendiamin und 40 Gewichtsprozent N-Methyl-N-sek.-octyl-p-aminophenol wurde durch Vermählen in Proben des im Beispiel 1 beschriebenen Grundkautschuks in einer Menge von
ίο 4 Gewichtsprozent eingearbeitet. Bei allen Proben, die um 10% gestreckt und nicht oder 1 Tag vorgealtert wurden, sowie bei Proben, die um 20% gestreckt und nicht vorgealtert wurden, unterblieb die Rißbildung, wenn sie länger als 168 Stunden in die Ozonkammer eingesetzt wurden.
Beispiel 9 (zum Versuchsbericht)
Vergleich der Ozonschutzwirkung eines synergistischen Gemisches nach der Erfindung mit einem ähnlich zusammengesetzten Gemisch gemäß der USA.-Patentschrift 2 960 487
2 Gewichtsteile 2 Gewichtsteile Statische Ozonschutzmittelaktivität, angegebenen Dehnung in Kontakt
p-Phenylendiaminderivat N-scc-Butylanisidin gemessen in Stunden bis zum ersten Bruch Teilen O, je Million Teile Luft bei
je 100 Gewichtstsilc je 100 Gewichtsteile bei der 38°C
Kautschuk Kautschuk mit 50 J0"/n
2 bis 3
Verbindung 2 keines 10»/,, Obis I
a Verbindung I keines >168 Obisl
b keines 2,00 4 bis 5 >168
Verbindung 2 2,00 Obis I Obis I
d Verbindung 1 2,00 >168 Obis I
e keines keines >168 20°/„ I
f Obis I 6 bis 7
0 bis 1
Obisl
>168
1 bis 2
Obisl
Probe d = Erfindungsgemäß.
Probe e Gemäß USA.-Patentschrift 2 960 487.
Verbindung 1 = N,N'-Di-(2-äthylhexyl)-p-phenylendiarnin.
Verbindung 2 = N.N'-Di-sec-octyl-p-phenylcndiamin.
Beispiel 10 (Vergleichsbeispiel)
Zum Nachweis des synergisiischen Effektes wurde die statische Ozonschutzmittelaktivität gegenüber Butadien-Styrol-Kautschuk für N-2-Heptadecyl-p-aminophenol, N,N'-(l-Methylheptyl)-p-phenylendiamin sowie ein Gemisch beider Verbindungen ermittelt.
Gestreckte Kautschukstreifen wurden 40 Minuten bei 400C vulkanisiert und um 10, 20 und 30% über ihre ursprüngliche Länge gedehnt. Die gedehnten Streifen wurden dann in einer Testvorrichtung bei 37,8°C Ozon ausgesetzt (50 Teile Ozon je 100 Millionen Teile Luft). Die Zeit bis zum ersten Bruch, die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt ist, zeigt, daß das verwendete Aminophenol allein ein etwas schlechteres Ozonschutzmittel als das verwendete Phenylendiamin allein ist (vgl. die Versuche 2 und 4). Andererseits zeigen die Werte, daß die Kombination beider Verbindungen einen überraschenden synergistischen Effekt gegenüber der Verwendung der einzelnen Verbindungen ergibt, und zwar ist die Kombination von jeweils 2 Teilen beider Verbindungen einerseits wirksamer als jeweils zwei Teile jeder der beiden Verbindungen allein, andererseits aber auch wirksamer als jeweils vier Teile beider Verbindungen allein, woraus sich klar ergibt, daß es sich bei der Wirksamkeit der beanspruchten und untersuchten Ozonschutzmittel nicht um einen additiven, sondern um einen synergistischen Effekt handelt.
Statische Ozonschutzmittelaktivität in Butadien-Styrol-Kautschuk
N-2-Heptadecyl-p-amino- N.N'-(l-Methylheptyl)- Zeit bis zum ersten Bruch in Stunden Dehnung 30·/,
versucu
VT—
phenol, (Teile je 100 Teile p-phenylendiamin, (Teile 20·/, Obisl
Nr. Kautschuk) je 100 Teile Kautschuk) 10·/. Obisl 8 bis 24
1 keines keines Obisl 72 72
2 keines 2,0 72 72 8 bis 24
3 keines 4,00 72 8 bis 24 72
4 2,00 keines 24 bis 48 72 78
5 4,00 keines 72 78
6 2,00 2,00 78

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    O/vinscliutzmiitel für Kautschuk, bestehend aus einem N.N'-disubstituierten p-Phenylendiamin und einem N-Alkyl-p-aminophenol. dadurch g ek e η η ζ e i c Ii η e t. daß es zu 5 bis 95 Gewichtsprozent aus einem N.N'-Di-sek.-alkyl-p-phenylendiamin mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen je Alkylgruppe. einem N-Alkyl-N'-phenyl-p-phenylendiamin mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen je Alkylrest. einem N'.N'-Dicyeloalkyl-p-phenylendiamin oder einem Ciemisch hiervon und 95 bis 5 Gewichtsprozent einer Verbindung der allgemeinen Formel
    O— R
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EP0529179A1 (de) * 1991-08-26 1993-03-03 Monsanto Europe S.A./N.V. Kautschuk-Zusammensetzungen mit reduzierter Abfärbung und Verfärbung

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