DE1941202C - Wendelrutsche, insbesondere zum Be laden von Schiffen mit KunststofTsacken - Google Patents
Wendelrutsche, insbesondere zum Be laden von Schiffen mit KunststofTsackenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Wendelrutsche, insbesondere zum Beladen von Schiffen mit Kunststoffsäkken,
bestehend aus an einem mittigen, feststehenden zylindrischen Rohr gehaltenen zu einer Wendel aneinandergereihten,
segmentartigen EinzelbJechen, die mit ihren dem unteren Ende der Rutsche zugekehrten
Kanten die jeweils nachfolgenden Einzelbleche in ihren oberen Abschnitten stufenförmig übergreifen.
Wendelrutschen zur schnellen kontinuierlichen Materialbeförderung sind in den verschiedensten Ausführungsformen
bekannt. Neben Wendelrutschen mit einer geschlossenen Führungs- und Transportbahn ist
es auch bekannt, eine aus aneinandergereihten, segmentartigen Einzelblechen bestehende Führungs- und
Transportbahn zu verwenden, bei der die segmentartigen Einzelbleche mit ihren dem unteren Ende der
Rutsche zugekehrten Kanten die jeweils nachfolgenden Einzelbleche in ihren oberen Abschnitten stufenförmig
übergreifen. Bei einer bekannten Wendelrutsche weisen die Einzelbleche Biegungen auf, die innenseitig
einen sehr steilen und außenseitig einen sehr flachen Rutschwinkel aufweisen. Derartige Wendelrutschen
haben jedoch schlechte Laufeigenschaften des Transportgutes zur Folge.
Ferner ist eine Wendelrutsche für Schüttgut, insbesondere Kohle, bekannt geworden, bei der die aus keramischem
Werkstoff bestehenden Teile der eigentlichen Rutschenbahn derart gestaltet und angeordnet
sind, daß bei zusammengesetzter Rutsche im ganzen Verlauf der Rutschfläche unter Vermeidung von
Längsfugen nur Querfugen vorhanden sind, bei denen das herabschießende Schüttgut die jeweils unterhalb
anschließende Rutschfläche nur tangential beaufschlagt. Diese ausgebildeten Querfugen bilden offene
Spalten, während die Ablaufkante der Rutschfläche des jeweils oberen Wendelstückes höher liegt als die
nachgeschaltete obere Kante der nachgeschalteten Rutschfläche des tiefer liegenden Wendelstückes. Die
Steingutauskleidung der Betonringe ist lediglich auf geringen Verschleiß abgestellt. Der an der Übergangsstelle
von einem Betonring zum anderen ausgebildete Absatz ist ebenfalls lediglich vorgesehen, um einen
tangentialen Materialaufschlag zur Verschleißminderung zu erzielen.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß die bekannten Wendelrutschen nicht geeignet sind, Kunststoffsäcke
bei den verschiedensten Witterungsverhältnissen ohne Beschädigung mit nahezu gleicher Geschwindigkeit
und ohne daß eine elektrostatische Aufladung des Sackmaterials erfolgt und ohne daß der kontinuierliche
Fluß an Säcken auf der Wendelrutsche durch Abbremsen einzelner Säcke unterbrochen wird, zu
fördern. Sowohl bei Wendelrutschen mit überlappend angeordneten segmentartigen Einzelblechen als
auch bei Wendelrutschen mit schuppenartig aneinandergesetzten Einzelblecheri, dk rückseitig an mehreren
Stellen mittels Schweißpunkten zusammengehalten sind, so daß beim Herunterrutschen der Säcke der
dadurch entstehende Wind nach außen abweichen
kann, laufen Kunststoff säcke; sie werden jedoch beschädigt. Auch bei Wendelrutschen mit stumpf aneinander
geschweißten Einzelblechen konnte ein guter Transport von Papier- und Jutesäcken festgestelli
werden, jedoch Kunststoffsäcke bleiben in derartigen Wendelrutschen hängen.
Demgegenüber ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Wendelrutsche zur Förderung von Kunststoffsäcken
zu schaffen, die auf dem Rutschenblech nicht kleben bleiben und sich nach Stauungen von selbst in
Bewegung setzen. Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Wendelrutsche der eingangs beschriebenen Art
vorgeschlagen, die gemäß der Erfindung in der Weise ausgebildet ist, daß in den Überlappungsbereichen der
Cinzeibleche Spalte ausgebildet sind, deren Höhe mindestens der Materialstärke der Einzelbleche entspricht
und die an ihren oberen Kanten verschlossen ausgebildet sind.
Überraschenderweise hat es sich gezeigt, daß Kunststoffsäcke nur dann mit absoluter Sicherheit gefördert
werden, wenn die Wendelrutsche die erfindungsgemäße Ausgestaltung aufweist. Die Geschwindigkeit
der Kunststoffsäcke auf einer derart ausgebildeten Wendelrutsche bleibt immer gleich, da sich das
Fördergut der Geschwindigkeit entsprechend an die durch die Krümmung unterschiedliche Steigung der
Wendel legt.
Die Auslegung der Wendel erfolgt nach einem weiteren Merkmal der Erfindung in der Weise, daß die
Wendelrutsche im Bereich einer Steigung von 2600 mm vierundzwanzig segmentartige, miteinander verbundene
Einzelbleche aufweist. Durch das Zusammenwirken von Steigung und der Anzahl dar Einzelbleche
ist der Abstand und die Anzahl der Stufen festgelegt. Hierdurch wird eine Aufladung des Sackmaterials
vermieden, so daß immer eine einwandfreie Förderung der Kunststoffsäcke gewährleistet ist. Diese
wird ferner durch die dadurch gegebenen besonderen Windverhältnisse erreicht, die gegeben sind durch die
spezielle Ausbildung der Wendelrutsche und der ebenfalls dadurch hervorgerufenen Pendelbewegung
der Säcke, die laufend ihre Lage von innen nach außen verändern, so daß eine schlangenlinienähnliche
Bewegung erreicht wird, was zur Folge hat, daß eine elektrische Aufladung des Sackmaterials nicht auftritt,
die sich erfahrungsgemäß nachteilig auf eine einwandfreie Förderung der Kunststoffsäcke auswirkt.
Ferner unterstützt der Aufwind die einzelnen Säcke in
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ihrer Gleitfähigkeit sowie auch durch oie Dichtigkeit der Wendelrutschenfläche und der speziellen Ausbildung
der Stufen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine verfahrbare Beladevorrichtung für Schiffe mit einem an einem höhenverschwenkbaren
Auslegerarm befestigten aus einer Wendelrutsche bestehenden Senkrechtförderer in einer Seitenansicht,
F i g. 2 die Wendelrutsche in einer Seitenansicht und
Fig.3 die Wendelrutsche in einer schaubildlichen
Ansicht.
Die in F i g. 1 dargestellte Beladevorrichtung für Schiffe besteht aus einem verfahrbaren ?ortal 10 mit "15
einer Drehsäule II, die mit einem Schwenkgetriebe in Verbindung steht. Benachbart der horizontalen Brükkenplattfonn
ist an der Drehsäule U ein heb- und senkbarer Auslegerarm 12 bei 13 befestigt. Am freien
Ende des Auslegerarmes ist ein als Wendelrutsche 14 ausgebildeter Senkrechtförderer 15 schwenkbar angebracht.
Abgabeseitig trägt die Wendelrutsche 14 ein Austragorgan 16. Um zu erreichen, daß die Wendelrutsche
14 mit dem Austragorgan 16 immer eine senkrechte Stellung einnimmt, ist eine Parallelführung im
Auslegerarm 12 vorgesehen, die aus einem Parallelgestänge
besteht. An dem oberen freien Ende der aus zwei Teilen 11 α und 116 bestehenden Drehsäule 11,
die bei 18 schwenkbar miteinander verbunden sind, ist ein Ausleger 19 mit einem Gegengewicht 20 vorgesehen,
der mit dem Auslegerarm 12 über Halteseile oder angelenkte Haltestangen 21 verbunden ist. Die Heb-
und Senkbewegung des Auslegerarmes 12 erfolgt mittels hydraulischer Arbeitszylinder.
Der Auslegerarm 12 ist gemäü Fig. 1 rohr- oder
kastenförmig ausgebildet und allseitig mit einer Verkleidung versehen. Im Innenraum des Auslegerarmes
12 ist ein Transportband 30 angeordnet, das über Antriebs- und Leitrollen geführt ist. Dem Transportband
30 ist ein Zuführband 31 vorgeschaltet, das \orzugsweise als seitlich flexibles Kurvenförderband ausgebildet
ist, um eine Gutzufuhr in jcxler Schwenkstellung der Drehsäule 11 mit dem Auslegerarm 12 zu gewährleisten.
Das Zuführband 31 ist auf der verschwenkbaren Plattform der Drehsäule 11 angeordnet, jedoch
aufgabeseitig an der Portalplattform befestigt. Dem Zuführband 31, das nicht als flexibles Kuwenförderband
ausgebildet zu sein braucht, kann noch ein weiteres Zuführband vorgeschaltet sein. Häufig werden
jedoch die zu verladenden Säcke direkt von einem landseitig angeordneten Förderband an das Zuführband
30 oder 31 abgegeben.
Das freie Ende des Auslegerarmes 12 trägt den Senkrechtförderer 15, der aus einem feststehenden,
zylindrischen Rohr 35 besteht, das unter Ausbildung eines Zwischenraumes 36 von einem zylindrischen
Trägergestell 37 umgeben ist, das auch vollwandig ausgebildet sein kann (F i g. 2).
Zwischen dem Rohr 35, das mittels der Plattform 38 zentrisch innerhalb des Trägergestells 37 gehalten
ist, und dem Trägergestell 37 ist um den Außenumfang des Rohres 35 die Rutsche 14 wendelförmig herumgeführt
(Fig.2 und 3). Die Wendelrutsche 14 besteht
aus mehreren aneinandergereihten, segmentartigen Einzelblechen 40, deren Biegungen innenseitig,
also benachbart zum Rohr 35, einen sehr steilen und außenseitig einen sehr flachen Rutschwinkel aufweisen.
Die Einzelbleche 40 sind ähnlich einem Treppenförderer angeordnet und so miteinander verbunden,
daß die Einzelbleche-40 mit ihren, dem unteren Ende
der Wendelrutsche 14 zugekehrten Kanten die jeweil-. nachfolgenden Einzelbleche in ihren oberen Abschnitten
unter Ausbildung von Stufen übergreifu,. Der Abstand der sich überlappenden Abschnitte je
zweier Einzelbleche 40 entspricht mindestens der Materialstärke der Einzelbleche. Die Übergänge in
den überlappenden Abschnitten sind verschlossen. lsi
der Abstand der sich überlappenden Abschnitte geringfügig, so können die ausgebildeten Fugen durch
Schweißen verschlossen werden. Die Schweißnähte bilden dann gleichzeitig die Verbindungsstellen zwischen
den einzelnen Blechsegmenlen 40. Sind die Fugen größer, so kann zusätzlich Material für das Verschließen
der Fugen verwendet werden. Die Verbindungsstellen zwischen den Einzelblechen 40 weiden
jedoch so ausgebildet sein, daß die Säcke ohne Beschädigung über die Einzelbleche und deren Verbindungsnähte
hinweggleiten können. Wesentlich ist jedoch, daß die Überlappungsabschnitte, die in F i g. 2
bei 41 angedeutet sind, verschlossen sind. Die Ausbildung der Wendelrutsche 14 erfolgt derart, daß auf den
Bereich einer Steigung von etwa 2600 mm vierundzwanzig Blechsegmente 40 fallen. Der Bereich einer
Steigung ist in Fig.2 durch die Punkte S-S gekennzeichnet.
Gegenüber den bekannten Wendelrutschen ergibt sich bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Beladevorrichtung
der Vorteil, daß insbesondere Kunststoffsäcke mit gleichbleibender Geschwindigkeit transportiert
werden können. Durch die von den einzelnen Segmenten 40 gebildeten Treppenabsätze und die
dichtgeschweißten Spalten entsteht beim Rutschen der Säcke ein Aufwind, der den einzelnen Sack leicht
anlüftet. Durch den Querwind wird eine elektrische Aufladung der Kunststoff säcke dann gelöscht. Durch
die Biegungen der Einzelbleche 40 legen sich die Säcke je nach Zentrifugalkraft immer wieder in die
richtige Lage.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Wendelrutsche, insbesondere zum Beladen von Schiffen mit Kunststoffsäcken, bestehend aus
an einem mittigen, feststehenden zylindrischen Rohr gehaltenen, zu einer Wendel aneinandergereihten,
segmentartigen Einzelblechen, die mit ihren dem unteren Ende der Rutsche zugekehrten
Kanten die jeweils nachfolgenden Einzelbleche in ihren oberen Abschnitten stufenförmig übergreifen,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Überlappungsbereichen der Einzelbleche (40) Spalte ausgebildet sind, deren Höhe mindestens
der Materialstärke der Einzelbleche (40) entspricht und die an ihren oberen Kanten verschlossen
ausgebildet sind.
2. Wendelrutsche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendelrutsche (i4) im
Bereich einer Steigung von 2600 mm vierundzwanzig segmentartige miteinander verbundene
Einzelbleche (40) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691941202 DE1941202C (de) | 1969-08-13 | Wendelrutsche, insbesondere zum Be laden von Schiffen mit KunststofTsacken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691941202 DE1941202C (de) | 1969-08-13 | Wendelrutsche, insbesondere zum Be laden von Schiffen mit KunststofTsacken |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1941202A1 DE1941202A1 (de) | 1971-02-25 |
| DE1941202C true DE1941202C (de) | 1973-05-10 |
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