DE1941265B2 - Speicherprogrammierte sonderdienst- zusatzeinrichtung fuer eine fernmeldevermittlungsanlage, insbesondere fernsprechvermittlungsanlage - Google Patents
Speicherprogrammierte sonderdienst- zusatzeinrichtung fuer eine fernmeldevermittlungsanlage, insbesondere fernsprechvermittlungsanlageInfo
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Description
Die allgemeine Tendenz in der Entwicklung moderner Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen ist die Verwendung einer zentralen Steuereinrichtung,
mittels der möglichst alle Vermittlungsvorgänge durchgeführt werden und die zur Erreichung einer
hohen Flexibilität meistens in Form einer programmgesteuerten zentralen Einrichtung zur Steuerung aller in
der Anlage anfallenden Vorgänge vorliegt. Einerseits gestattet die hohe Operationsgeschwindigkeit von
Systemen mit elektronischen Bauelementen eine weitgehende Serialisierung der Verarbeitung der auszuführenden
Aufgaben und damit eine Reduzierung der Anzahl der Bauelemente eines Systems; andererseits
macht die durch einschreibbare Programme erreichte Flexibilität es nicht nur möglich, daß eine Anlage
nacheinander nach Eingabe geeigneter Programme verschiedene Aufgaben bearbeitet, sondern hat für den
Anwender auch den Vorteil, daß sich aus Modifikationen der Aufgabenstellung nur Änderungen von
Programmteülen ergeben, ohne daß etwa die Verdrahtung der Anlage geändert werden müßte.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für eine Fernmelde-, insbesondere
Fernsprechvermittlungsanlage, in der Vermittlungsvorgänge mit Hilfe einer programmgesteuerten zentra-
len Steuereinrichtung, welche einen den Ablauf aller
üblicherweise anhand von Regelvermittlungsprogrammen vorkommenden Vermittlungsvorgänge steuernden
Programmspeicher, einen zusätzlichen Programmspeicher für Sonderdienst-Vermittlungsprogramme und
eine den von den Programmspeichern vorgegebenen Programmablauf verarbeitenden Steuerlogik aufweist,
und in der ferner Vermitilungsvorgänge mit Hilfe programmgesteuerter Teilsteuereinrichtungen durchgeführt
werden, wobei in Abhängigkeit eines einer anrufenden und/oder angerufenen Teilnehmerstelle
zugeordneten Sonderdienstkennzeichens sowie aufgrund eines in der Befehlsliste für Regelvermittlungsprogramme
vorhandenen Sprungbefehls ein dem Sonderdienstkennzeichen entsprechendes Sonderdienst-Vermittlungsprogramm
in zusätzlichen Programmspeicher ansteuerbar ist.
Es ist bereits eine Vielzahl zentralgesteuerter Fernsprechvermittlungssysteme unter Verwendung der
aus Datenverarbeitungsanlagen geläufigen Programmspeichertechnik bekannt. So beschreibt z. B. die
deutsche Auslegeschrift 12 49 353 die Steuerung eines Fernsprechvermittlungssystems, in dem eine gemeinsame
Steuerung mehrerer Fernsprechnebenstellenzentralen über eine von diesen entfernt gelegene einzige
Einrichtung erfolgt, wobei der Betrieb derselben durch ein Speicherprogramm gesteuert wird.
Die deutsche Auslegeschrift 12 92 210 beschreibt eine Schaltungsanordnung für Steuerschaltungen mit in
Programmspeichern gespeicherten Steuerprogrammen und Programmbefehle in Steuerbefehle umsetzenden
Kommandowerken in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen,
deren Programmspeicher in zwei Speichergruppen unterteilt ist, die im Normalfall
verschiedene Aufgaben zu lösen haben, während im Störungsfall einer Speichergruppe die ungestörte
Speichergruppe die wichtigsten Programme der gestörten Speichergruppe unter Einschränkung der eigenen
Aufgaben übernimmt.
Aus der Siemenszeitschrift »Informationen Fernsprech-Vermittlungstechnik« 1966, Heft 4, S. t76- 183, ist ein elektronisches, zentralgesteuertes Fernsprechvermittlungssystem bekannt dessen zentrales Steuerorgan für die Durchführung der Vermittlungsaufgaben sich selbst steuernde verdrahtete Programme enthält.
Aus der Siemenszeitschrift »Informationen Fernsprech-Vermittlungstechnik« 1966, Heft 4, S. t76- 183, ist ein elektronisches, zentralgesteuertes Fernsprechvermittlungssystem bekannt dessen zentrales Steuerorgan für die Durchführung der Vermittlungsaufgaben sich selbst steuernde verdrahtete Programme enthält.
In der »Nachrichtentechnischen Zeitschrift« 1966, Seite 122 ist das System ESS Nr. 1 beschrieben, für
dessen Steuerung ein Hochgeschwindigkeitsrechner, der zur Bildung der Steuerbefehle aus einer verdrahteten
Logik besteht, mit gespeichertem Programm verwendet wird. Dieser Rechner erhält die Befehle zur
Ausführung der Rechenoperationen aus einem Programmspeicher, in dem die gesamte »Intelligenz« für die
Steuerung der Vermittlungs- und Prüfvorgänge enthalten ist. Außerdem enthält dieser Rechner noch alle
Informationen, die für Sonderschaltungen vorgesehen sind. Für Nebenstellenanlagen ist das System ESS Nr.
101 entwickelt worden, dessen in doppelter Ausführung vorliegende Steuerzentrale aus einem Rechner und zwei
Speichern, einem Programmspeicher und einem Anrufspeicher
besteht
Für die vorstehend genannte Technik ist es auch bekannt, einen zusätzlichen Speicher für die Abspeicheiung
von Befehlen vorzusehen, die alle die Dienste erhalten, die dem Teilnehmer einer Nebenstellenanlage
zusätzlich geboten werden sollen (z. B. Kurzrufnummer,
Vorrang, Konferenz usw.). Das Herauslesen dieser Befehle aus dem zusätzlichen Speicher erfolgt dabei
unter Zuhilfenahme von sogenannten Sprungbefehlen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, in einer Fernmelde-, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage,
in der Vermittlungsvorgänge mit Hilfe einer programmgesteuerten zentralen Steuereinrichtung
durchgeführt werden, die Sonderdienste flexibel und wirtschaftlich einfügbar zu machen.
Dies wird dadurch erreicht, daß dieser Sonderdienst Vennittlungsprogrammspeicher einen einen Sonderdienst
spezifischen Befehl (z. B. Rufweiterleitung) und die Adresse der beteiligten Teilnehmerstelle über einen
gemeinsamen Datenkanal zu einer besonderen Teilsteuereinrichtung überträgt, in der anhand in einem
entsprechenden Speicher gespeicherter und abgefragter Teilnehmerdaten diese zusammen mit den vorgegebenen
Informationen zu neuen Befehlen erarbeitet werden, die wiederum über den gemeinsamen Datenkanal
zwecks weiterem Verbindungsaufbau dem Programmspeicher für Sonderdienst-Vermittlungsprogramme
der zentralen Steuereinrichtung zugeführt werden.
Der Vorteil der Erfindung liegt darin, daß zur Realisierung speicherorientierter Sonderdienste, die
zukünftigen große Anzahl bereits zu halten sind, eine Zusatzeinrichtung vorgesehen ist, die sich ohne
umfangreiche Vorleistung in der Grundausstattung nachträglich einbauen läßt. Der Nachteil, den eine
Vorleistung von Sonderdienstvermittlungsprogrammen für die Nachrüstung von Diensten mit sich bringen
würde, läßt sich durch eine klare organisatorische Trennung nicht nur beider Programmarten, Regelvermittlungsprogramme
für die Grundausstattung und Sonderdienst-Vermittlungsprogramme, vermeiden, sondern
die Sonderdienstvermittlungsprogramme werden noch getrennt nach Sonderdienst-Vermittlungsprogrammen
schlechthin und Sonderdienst-Informationen, die individuell abgespeichert und zusammen mit
anderen Informationen verarbeitet werden. Wenn die individuell im Zusammenhang mit dem Sonderdienst zu
speichernden Informationen individuell getrennt abgespeichert werden, in einer Teilsteuereinrichtung und die
Verarbeitung dieser Daten zusammen mit aus der zentralen Steuereinrichtung erarbeiteten Informationen
getrennt von der zentralen Steuereinrichtung erfolgt, ist eine jeweilige Anpassung an veränderten Verhältnissen
sowohl je Teilnthmerstelle, als auch je Sonderdienst in einfacher Weise möglich. Diese Änderungsmaßnahmen
können dann leicht von außen über eine Schreibeinrichtung eingegeben werden. Außerdem ist die notwendige
Datenverarbeitungseinrichtung dann mehrfach sowohl für die Informationsverarbeitung, als auch für die
Steuerung der Änderung des genannten Speichers verwendbar. Überdies kann durch die Verwendung
eines gemeinsamen Datenkanals auch für den Austausch von Informationen und Befehlen für Sonderdienste
der erforderliche Aufwand gering gehalten werden.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit den für das Verständnis erforderlichen
Einzelheiten dargestellt, wobei die Erfindung nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt ist.
F i g. 1 zeigt schematisch eine Fernsprechvermiitlungsanlage
gemäß der Erfindung,
Fig.2 eine Aufteilung des Kernspeichers der Teilsteuereinrichtung.
In Fig. 1 sind als wesentliche Baugruppen die
zentrale Steuereinrichtung ZSt mit ihrer Steuerlogik 5/ und mit ihren beiden Programmspeichern, der eine für
Regel-Vermittlungsprogramme (RSP), der andere für
Sonderdienst-Vermittlungsprogramrje (SSP) darstellt
sowie die Teilsteuereinrichtung TSt mit ihrem Teilnehmer-Daten-Speicher SP (z. B. Kernspeicher) und ihrer
Dätenverarbeitungseinrichtung DVE Die Teilnehmer-, schaltungen TS der einzelnen Teilnehmerstellen TIn
haben über eine gemeinsame Adressenschiene AS(z. B. unter Verwendung einer Abtasteinrichtung (Scanner),
Zugang zur zentralen Steuereinrichtung ZSt und zur Teilsteuereinrichtung TiSf. Der Programmspeicher RSP
führt die üblicherweise vorkommenden Vermittlungsvorgänge (z. B. Rückfrage und Umlegung) durch; das
sind Vorgänge, die in allen Anlagen benötigt werden. Der Programmspeicher 5SP erledigt allein oder in
Zusammenarbeit mit der Teilsteuereinrichtung TSt die Sonderdienste. Die Teilsteuereinrichtung TSt führt
solche Sonderdienstbefehle aus, für die entsprechend ihrer Individualität Bedarf an variablen Speichern
oder/und zusätzlicher »hardware« besteht.
Sowohl die Regelvermittlungsprogramme als auch die Sonderdienstvermittlungsprogramme enthalten eine
Re'he Befehle, die dauernd im System in festverdrahteter
Form gespeichert sind, wobei die Befehle entsprechend den in Adressenform vorliegenden Instruktionen
an das Programm ausgeführt werden und jede bestimmte Adresse eine bestimmte Befehlsreihe einleitet.
Durch einen derartigen Befehl wird auch die Teilsteuereinrichtung TSt aktiviert, die die Beendigung
ihrer Arbeitsphase durch ein Quittungssignal der zentralen Steuereinrichtung ZSt meldet Die Verarbeitungsergebnisse
werden der zentralen Steuereinrichtung ZSt über einen gemeinsamen Datenkanal (Adressenschiene
AS), von dem auch die zur Verarbeitung benötigten Daten entnommen werden (z. B. Anschlußnummer),
zugeliefert. Die Adressenschiene hat eine Sende- und Empfangsseite.
Da bei Sonderdienstvermittlungsvorgängen die Re gel- und Sonderdienst-Vermittlungsprogramme gewöhnlich
mehrfach wechselnd ablaufen, ist in dieser Anordnung in vorteilhafter Weise ein normierter
Absprung zu den Sonderdienst-Vermittlungsprogrammen vorgesehen, was eine klare Trennung von Regel-
und Sonderdienst-Vermittlungsprogrammen ermöglicht. Diesen Absprung besorgt ein in die Befehlsliste für
Regelvermittlungsprogramme aufgenommener Sprungbefehl, der prüft, ob zwecks Durchführung dieses
speziellen, speicherorientierten Sonderdienstes die Teilsteuereinrichtung TSt mit ihrem variable Informationen
enthaltenden Kernspeicher SP angeschlossen und betriebsbereit ist. Ist das der Fall, so wird der
Speicher für Sonderdienstvermittlungsprogramme (SSP) angesteuert, die in vorteilhafter Weise auf einer
gesonderten Speicherplatte (z. B. eines Fädelspeichers) untergebracht sind. Auf dieser gesonderten Speicherplatte
können z. B. Sonderdienstvermittlungsprogramme für sämtliche möglichen Dienste von vornherein
verdrahtet vorliegen, obwohl nur eine anlagenindividuelle Auswahl von Diensten benötigt wird. Die speziell
gewünschten Sonderdienste werden nachträglich dadurch realisiert, daß man neue Programme in den
Kernspeicher SP der Teilsteuereinrichtung TSt einschreibt. Die Speicherplatte für Sonderdienstvermittlungsprogramme
wird aber nur dann benötigt, wenn überhaupt die Verarbeitung irgendeines speziellen
Sonderdienstes mittels der Teilsteuereinrichtung TSt vorgesehen ist. Die Durchführung des Sprungbefehls ist
also durch die Anwesenheit einer besonderen Sonderdienstspeicherplatte bedingt; die Sprungbedingung
kann aber auch manuell durch einen Kontakt gesetzt werden. : ι ο
Mittels der beschriebenen Maßnahme können Sonderdienste nachgerüstet werden, indem man eine
Sonderdienst-Fädelspeicherplatte SSP einschiebt, die Teilsteuereinrichtung TSt anschließt und in den
Programmbereich ihres internen Speichers (Kernspeieher SP) anlagenindividuelle Verarbeitungsprogramme
mittels einer externen Schreibeinrichtung S einschreibt. Die im Programmbereich des Speichers SP als
Befehlsfolgen abgespeicherten individuellen Angaben können durch einfaches Umschreiben beliebig ausgewechselt
werden. Die Nachrüstung von Sonderdiensten erfordert also keine Lötarbeit und außerdem ist
während der Nachrüstzeit keine Betriebsunterbrechung nötig.
Zur Dateneingabe in den Kernspeicher SPfordert die Schreibeinrichtung 5 bei der zentralen Steuereinrichtung
ZSt die Teilsteuereinrichtung TST an, um zu vermeiden, daß eventuell ablaufende Sonderdienst-Vorgänge
durch Einschreib-Vorgänge gestört werden. Zu Kontrollzwecken kann der Kernspeicher-lnhalt über
die Schreibeinrichtung S ausgelesen werden. Adresse und Inhalt der gelesenen Zelle werden angezeigt Zur
Überwachung des Schreibvorganges wird nach jedem Schreibzyklus automatisch ein Lesezyklus durchgeführt.
Die Schreibeinrichtung S vergleicht die einzuschreibenden Daten mit dem anschließend ausgelesenen Zelleninhalt.
Ein nachfolgender Schreibvorgang wird nur dann freigegeben, wenn beide Informationen übereinstimmen.
Die Teilsteuereinrichtung TSt besteht aus Kernspeieher
SP und Datenverarbeitungseinrichtung DVE wobei letztere ein Steuerwerk, ein Addierwerk und
Register für die Ein- und Ausgabe aufweist Im in der F i g. 2 dargestellten Kernspeicher SP sind sowohl
Programmdaten als auch Teilnehmerdaten sequentiell abgespeichert. Am Anfang des Speichers SP liegt der
Programmbereich 1, dem sich für die einzelnen Sonderdienste (z. B. Berechtigung 2, Umwertung 3,
Teiladressen 4, Rufweiterleitung 5, Anrufumleitung 6 Bereiche anschließen, in denen die Teilnehmerdaten
stehen. Die Bereiche, die wiederum in einzelne Speicherzellen unterteilt sind, sind durch »Bereichsadressen« (0000 0500 1000 ....) abgegrenzt
(Adresse der ersten Speicherzelle des zugehörigen Bereichs). Eine Arbeitsphase der Teilsteuereinrichtung
TSt beginnt mit einer Anforderung seitens der zentralen Steuereinrichtung ZSt, die gleichzeitig eine Ansprungadresse
liefert, welche das durchzuführende Programm bezeichnet (Abspring aus den Sonderdienst-Vermittlungsprogrammen
in den Programmbereich der Teilsteuereinrichtung TSfJl Die Ansprungadressen sind in
der Sonderdienst-Fädelspeicherplatte des Programmspeichers
SSP fest verdrahtet und werden im Steuerwerk der Datenverarbeitungseinrichtung DVE der
Teilsteuereinrichtung TSf, das in aus Datenverarbeitungsanlagen bekannter Weise aus Befehlsregister,
Befehlszähler, Dekoder und Ablaufsteuerung besteht, zur vollen Speicheradresse ergänzt. Mit dieser Anfangsadresse wird das erste Befehlswort im Programmbereich
1 des Kernspeichers SP gelesen, das wiederum einen Sprungbefehl enthält, mit dessen Hilfe der Sprung
an den Beginn des speziellen Programms erfolgt. Die Benutzung eines Sprungsbefehls am Programmanfang
ermöglicht es, die Lage eines speziellen Programms im Programmbereich 1 beliebig zu wählen, ohne daß bei
einem Lagewechsel die in der Sonderdienst-Fädelspeicherplatte des Programmspeichers SSP verdrahteten
Ansprungadressen geändert werden müssen. Bei Änderungen ist lediglich eine neue Sprungadresse in
den allgemeinen Teil des aus letzterem und dem Operationsteil bestehenden Sprungbefehls einzuschreiben.
Das gleiche gilt, wenn einer Ansprungadresse ein anderes Programm zugeordnet werden soll.
Der prinzipielle Ablauf der Programme wird nun am Beispiel des Sonderdienstes »Rufweiterleitung« erläutert
Während eines Rufzustandes seitens der Teilnehmerstelle TInA wird nach Ablauf eines diesen Zustand
überwachenden Zeitgliedes die zentrale Steuereinrichtung ZSf angefordert deren Regelvermittlungsprogramm
im Programmspeicher RSPnun untersucht, ob in dieser Anlage ein Sonderdienst-Vermittlungsspeicher
SSP in Form einer gesonderten Fädelplatte vorgesehen und eine Teilsteuereinrichtung TSt angeschlossen ist. Ist
das nicht der Fall, so erfolgt Weiterruf. Ist aber ein Speicher SSP für Sonderdienste vorhanden, so wird
dieser mittels eines in der Befehlsliste für Regel-Vermittlungsprogramme enthaltenen Sprungbefehls angesteuert.
Das Sonderdienst-Vermittlungsprogramm leitet die Adresse der angerufenen Teilnehmerste'le TInB
zusammen mit dem Sonderdienst-Kennzeichen »Rufweiterleitung« an das Steuerwerk der Datenverarbeitungseinrichtung
DVE der Teilsteuereinrichtung TSt weiter, wo festgestellt wird, ob für die angewählte
Teilnehmerstelle TInB der Sonderdienst »Rufweiterleitung« vorgesehen ist. 1st das nicht der Fall, so wird in das
Regel-Vermittlungsprogramm der zentralen Steuereinrichtung ZSf zurückgesprungen und weitergerufen. Im
Falle des Vorhandenseins dieses Sonderdienstes wird durch das interne Programm im Kernspeicher SP der
Bereich »Rufweiterleitung« aufgesucht und zwar anhand der von der zentralen Steuereinrichtung ZSf
übermittelten Bereichsadresse (z. B. 2250), die ausgelesen
wird und vom Addierwerk der Datenverarbeitungseinrichtung D VE zur Adresse der angerufenen Teilnehmerstelle
TInB addiert wird. Das Additionsergebnis ist die Adresse der Speicherzelle im Bereich »Rafweiterieitung«,
die die Adresse der Teilnehmerstene beinhaltet
auf die der Ruf weitergeleitet werden soll Nach Ausspeicherung dieser Rufweiterleitungsadresse ins
Ausgaberegister der Datenverarbeitungseinrichtung DVE wird, falls die angewählte Teünehmerstelle TInB
inzwischen nicht abgehoben hat, ein Quittungssignal an die zentrale Steuereinrichtung ZSt gegeben, von der
daraufhin der weitere Verbindungsaufbau fiberwacht bzw. durchgeführt wird.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung für eine Fernmelde-,
insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage, in der Vermittlungsvorgänge mit Hilfe einer programmgesteuerten
zentralen Steuereinrichtung, welche einen den Ablauf aller üblicherweise anhand von Regelvermittlungsprogrammen
vorkommenden Vermittlungsvorgänge steuernden Programmspeicher, einen zusätzliche Programmspeicher für Sonderdienst-Vermittlungsprogramme
und eine den von den Programmspeichern vorgegebenen Programmablauf verarbeitenden Steuerlogik aufweist, und in
der ferner Vermittlungsvorgänge mit Hilfe programmgesteuerter Teilsteuereinrichtungen durchgeführt
werden, wobei in Abhängigkeit eines einer anrufenden und/oder angerufenen Teilnehmerstelle
zugeordneten Sonderdienstkennzeichens sowie aufgrund eines in der Befehlsliste für Regelvermittlungsprogramme
vorhandenen Sprungbefehls ein dem Sonderdienstkennzeichen entsprechendes Sonderdienst-Vermittlungsprogramm
in zusätzlichen Programmspeicher ansteuerbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß dieser Sonderdienst Vermittlungsprogrammspeicher einen einen Sonderdienst
spezifischen Befehl (z. B. Rufweiterleitung) und die Adresse der beteiligten Teilnehmerstelle
über einen gemeinsamen Datenkanal (AS) zu einer besonderen Teilsteuereinrichtung überträgt, in der
anhand in einem entsprechenden Speicher (Sp) gespeicherter und abgefragter Teilnehmerdaten
diese zusammen mit den vorgegebenen Informationen zu neuen Befehlen erarbeitet werden, die
wiederum über den gemeinsamen Datenkanal zwecks weiterem Verbindungsaufbau dem Programmspeicher
(SSP) für Sonderdienst-Vermittlungsprogramme der zentralen Steuereinrichtung
(ZSt) zugeführt werden.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilsteuerdnrichtung (TSt)
aus einem eigenen Speicher (SP), in dem die einzelnen Sonderdienste bereichsmäßig voneinander
getrennt sind, und einer Datenverarbeitungseinrichtung (DVE), weiche zur Ansteuerung des
betreffenden Speicherplatzes im Speicher und der Verarbeitung aller empfangenen Informationen
dient, besteht
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691941265 DE1941265C3 (de) | 1969-08-13 | 1969-08-13 | Speicherprogrammierte Sonderdienst- Zusatzeinrichtung für eine Fernmeldevermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19691941265 DE1941265C3 (de) | 1969-08-13 | 1969-08-13 | Speicherprogrammierte Sonderdienst- Zusatzeinrichtung für eine Fernmeldevermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1941265A1 DE1941265A1 (de) | 1971-02-25 |
| DE1941265B2 true DE1941265B2 (de) | 1977-02-03 |
| DE1941265C3 DE1941265C3 (de) | 1981-07-02 |
Family
ID=5742715
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19691941265 Expired DE1941265C3 (de) | 1969-08-13 | 1969-08-13 | Speicherprogrammierte Sonderdienst- Zusatzeinrichtung für eine Fernmeldevermittlungsanlage, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1941265C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4015088A1 (de) * | 1990-05-11 | 1991-11-14 | Telefonbau & Normalzeit Gmbh | Verfahren zur rufumleitung oder rufweiterleitung in kommunikations-vermittlungsanlagen |
| DE19814435B4 (de) * | 1998-03-31 | 2007-04-05 | Siemens Ag | Kommunikationssystem mit Baugruppenträgereinheit |
-
1969
- 1969-08-13 DE DE19691941265 patent/DE1941265C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1941265C3 (de) | 1981-07-02 |
| DE1941265A1 (de) | 1971-02-25 |
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