DE194049C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE194049C DE194049C DE1906194049D DE194049DA DE194049C DE 194049 C DE194049 C DE 194049C DE 1906194049 D DE1906194049 D DE 1906194049D DE 194049D A DE194049D A DE 194049DA DE 194049 C DE194049 C DE 194049C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- waste
- salts
- mass
- substances
- fuel
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/40—Solid fuels essentially based on materials of non-mineral origin
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E50/00—Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
- Y02E50/30—Fuel from waste, e.g. synthetic alcohol or diesel
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 194049 KLASSE 106. GRUPPE
JAGOB A. LEMBERG in BERLIN. ·
anderen brennbaren Abfallstoffen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Brennstoffes in Form von
Briketts aus Futterabfällen; Stallabgängen, Pferde-, Kuh-:, Schaf- u. dgl. Mist, Straßenabfällen,
den organischen Substanzen des Hausmülles usw. Es sind bereits zahlreiche Vorschläge vorhanden, derartige Abfallstoffe
für die Erzeugung eines Brennstoffes zu verwenden, jedoch richten sich diese Vorschläge
ίο gewöhnlich nur auf Teile dieser Abfallstoffe,
d. h. der eine verwendet Fäkalien und Pflanzenstoffe gemeinsam, um sie aufeinander
einwirken zu lassen und durch natürliche Zersetzung die Masse für die Erzeugung
eines Brennstoffes geeigneter zu machen, der andere benutzt nur tierische Abfallstoffe, um
ebenfalls durch monatelanges Liegen eine Zersetzung und damit eine bessere Eigenung
der Masse als Brennstoff zu erreichen, der andere schließlich verwendet nur die Abfallstoffe
des Hausmülles oder nur Straßenabfälle und versucht durch Beifügung geeigneter
Stoffe die Brennbarkeit und Heizkraft der Masse zu erhöhen. Alle diese Vorschläge
sind gewissermaßen nur Teilerfolge, suchen aber nicht die durch solche Abfallstoffe entstehenden
Ubelstände an der Wurzel zu fassen.
Die Erfindung sucht einerseits einen besonders günstig erscheinenden Brennstoff dadurch
zu erzielen und gleichzeitig die mit solchen Abfallstoffen, namentlich in größeren
Städten, verbundenen Übelstände dadurch zu vermeiden, daß alle möglichen Abfallstoffe,
wie Futterabfälle, Stallabgänge, Pferde-, Kuh-, Schaf- u. dgl. Mist, Straßenabfälle, organische
Stoffe des Hausmülles usw. in beliebigen, sich aus den jeweiligen Verhältnissen ergebenden
Mengen gemischt und vor oder nach der Zerkleinerung, aber vor dem Pressen, mit Dampf bei geeignet hoher Temperatur behandelt
werden, um neben der an sich bekannten Desinfektion auch eine Auflösung
der im Urin der Fäkalien, insbesondere der Stallabgärige usw., vorhandenen Salze herbeizuführen,
so daß hierdurch einerseits die üblen Eigenschaften dieser Salze, die bei dem fertigen Brennstoff sehr leicht unter dem
Einfluß der Hitze ein Zerplatzen der Briketts, unter Umständen sogar eine Beschädigung
der öfen hervorrufen können, vermieden werden, andererseits die nach der Auflösung
frei werdenden Salze zu einer Verseifung der namentlich im Hausmüll vorhandenen fettigen und öligen Stoffe benutzt werden.
Hiernach wird also die gesamte, sich aus den jeweiligen Verhältnissen ergebende Masse
gemeinsam benutzt und nunmehr diese Masse in einer Weise vorbereitet, daß die bei solchen
Stoffen bestehenden unangenehmen Eigenschäften vermieden werden, indem die Stoffe,
soweit notwendig, in andere umgewandelt
werden, die einen günstigen Einfluß auf die Haltbarkeit im Feuer erwarten lassen. Bei
vorstehendem ist zu beachten, daß insbesondere die Behandlung, z. B. des Hausmülles,
mit Dampf zwecks Desinfektion schon lange bekannt ist. Diese Desinfektion ist aber bei
der vorliegenden Erfindung eine nebensächliche Erscheinung, da hauptsächlich eine Beeinflussung
der Urinsalze hiermit beabsichtigt
ίο ist. Des weiteren ist zu beachten, daß auch
die Dampfbehandlung von Stallabgängen zwecks Erlangung der Urinsalze bekannt ist,
in der ausgesprochenen Absicht, diese Urinsalze abzuscheiden und beispielsweise als
Düngemittel zur Anwendung zu bringen, den verbleibenden Rest der Stallabgänge aber
allein für die Brikettherstellung zu verwenden. Dadurch werden aber aus letzteren gerade
diejenigen Salze, die, wenn sie in die geeignete Form übergeführt werden, für die
Heizkraft von hohem Werte sind, ausgeschieden, was bei der vorliegenden Erfindung
nicht der Fall ist. Vielmehr sollen hier nur die Salze in eine andere Form überführt
werden, um auf andere Teile der Masse, insbesondere auf die öligen und fettigen Stoffe
des Hausmülles, einen günstigen Einfluß auszuüben.
Die Durchführung des Verfahrens geschieht in folgender Weise:
Die aus dem Stadtbetriebe sich ergebenden zahlreichen Abfälle, wie Futterabfälle, Stallabgänge,
Pferde-, Kuh-, Schaf- u. dgl. Mist, Straßenabfälle, organische Stoffe des Hausmülles
usw. werden in beliebigen, sich aus den jeweiligen Verhältnissen ergebenden Mengen
gemischt und in an sich bekannter Weise fein gemahlen, zerrissen oder zerfasert. Entweder
vor oder nach dieser Zerkleinerung werden diese Stoffe mit Dampf behandelt. Infolge
dieser Dampfbehandlung wird einerseits, wie bekannt, eine Desinfektion der Masse herbeigeführt,
gleichzeitig werden aber die namentlich in den Stallabgängen und Fäkalien vorhandenen
Urinsalze, besonders die ammoniakhaltigen Salze, aufgelöst und auf die übrigen
Stoffe, insbesondere auf die öligen und fettigen Stoffe des Hausmülles, zur Einwirkung
gebracht, so daß diese einer Verseifung unterliegen. Vor oder nach der· Dampfbehandlung
kann die Masse nötigenfalls noch mit gebrannten oder pulverisierten Knochen
vermischt werden, um den Abfallstoffen eine gleichmäßige Farbe zu erteilen. Jedoch können
an deren Stelle auch andere Färbemittel zur Anwendung kommen. Des weiteren erscheint es möglich, in den Fällen, wo Stallabgänge
und demzufolge Urinsalze, die auf die Entzündbarkeit des Brennstoffes von großem Einfluß sind, verhältnismäßig schwach
vertreten sind, der Masse pulverisiertes salpetersaures Kali KNO3 im Verhältnis von
I : 4000 zuzumischen, um eine leichtere Entzündung und Entflammung der Briketts herbeizuführen.
Die fertige Masse wird in an sich bekannter Weise in den für die Brikettierung üblichen Pressen und Formen unter
hohem Druck gepreßt und geformt und schließlich getrocknet. Vor dem Trocknen können die Briketts auch, was ebenfalls bekannt
ist, durch Zerstäubung mit einer dünnen Schicht heißen Schmieröles bedeckt werden,
was einerseits den Briketts einen gewissen Glanz und glatte Oberfläche verleiht,
andererseits sie vor chemischer Zersetzung durch· Witterungseinflüsse sichert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Brennstoff in Form von Briketts aus Futterabfällen, Stallabgängen, Pferde-, Kuh-, Schaf- u. dgl. Mist, Straßenabfällen, organischen Stoffen des Hausmülles und anderen brennbaren Abfallstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfälle gemischt und vor oder nach einer Zerkleinerung, aber vor dem Pressen, mit Dampf behandelt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT36183D AT36183B (de) | 1906-05-12 | 1908-02-27 | Verfahren zur Herstellung von Brennstoff in Form von Briketts. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE194049C true DE194049C (de) |
Family
ID=457216
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906194049D Expired - Lifetime DE194049C (de) | 1906-05-12 | 1906-05-12 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE194049C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3916597A1 (de) * | 1989-05-22 | 1990-11-29 | Hoelter Heinz | Beseitigung von feststoffresten aus den aufarbeitungsverfahren von rinder- und schweineguelle |
| DE29816168U1 (de) * | 1998-09-09 | 1999-09-23 | Maassen, Michael, 50189 Elsdorf | Festbrennstoff |
| DE19757643C2 (de) * | 1997-12-15 | 2001-07-26 | Jicaro S A | Formkörper und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE10226538A1 (de) * | 2002-06-14 | 2004-01-08 | Schäch, Josef | Heizanlage und Verfahren zum Betreiben einer Heizanlage |
-
1906
- 1906-05-12 DE DE1906194049D patent/DE194049C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3916597A1 (de) * | 1989-05-22 | 1990-11-29 | Hoelter Heinz | Beseitigung von feststoffresten aus den aufarbeitungsverfahren von rinder- und schweineguelle |
| DE19757643C2 (de) * | 1997-12-15 | 2001-07-26 | Jicaro S A | Formkörper und Verfahren zu ihrer Herstellung |
| DE29816168U1 (de) * | 1998-09-09 | 1999-09-23 | Maassen, Michael, 50189 Elsdorf | Festbrennstoff |
| EP0985723A3 (de) * | 1998-09-09 | 2001-11-14 | Manfred Pfeifer | Festbrennstoff |
| DE10226538A1 (de) * | 2002-06-14 | 2004-01-08 | Schäch, Josef | Heizanlage und Verfahren zum Betreiben einer Heizanlage |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3139756C1 (de) | Kompostierungszusammensetzung und ihre Verwendung zur Herstellung von Kompost | |
| DE69608279T2 (de) | Verfahren zur behandlung von abfallschlamm | |
| DE3627986A1 (de) | Verfahren zum herstellen von briketts | |
| DE2454969A1 (de) | Mineralisches traegermaterial fuer fluechtige stoffe | |
| DE194049C (de) | ||
| DE69016065T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Calciumsalzen von Fettsäuren. | |
| DE102014013777A1 (de) | Verfahren zum Betrieb einer Biogasanlage | |
| AT36183B (de) | Verfahren zur Herstellung von Brennstoff in Form von Briketts. | |
| DE10245316B4 (de) | Verfahren zur Verbrennung von Raps zur Gewinnung von Wärme | |
| EP1217075A2 (de) | Verfahren zur Verwertung von Tierkadavern | |
| DE69213888T2 (de) | Brennstoff zur Bekämpfung von Frost und Nebel | |
| DE1908019A1 (de) | Verfahren zur Volumenreduktion von festen und fluessigen radioaktiven Abfallstoffen | |
| DE632631C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Kohlenwasserstoffoelen aus festem, kohlenstoffhaltigem Material | |
| DE4033509A1 (de) | Verfahren zur umwandlung von tierguelle und bruedenwaesser | |
| DE707876C (de) | Verfahren zur Verarbeitung von verschweltem Muell zu Briketts | |
| DE628209C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels aus staedtischem Muell | |
| EP4596506A1 (de) | Verfahren zum recycling von phosphor aus einem phosphor-haltigen aufbereitungsstoff, phosphor-haltiger feststoff und dessen verwendung | |
| AT110556B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Desinfektionsmittels in fester Form. | |
| DE246289C (de) | ||
| DE10062334C1 (de) | Verfahren zur Verbrennung von tierischem Mehl und Brennstoff | |
| DE3226520C2 (de) | Verfahren zur Desodorierung von Fäkalien | |
| DE102019104190A1 (de) | Düngemittel sowie Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels | |
| DE537509C (de) | Herstellung von Ferrisulfat | |
| AT147473B (de) | Verfahren zur Herstellung eines Trockenkompostdüngers. | |
| DE182818C (de) |