DE1940028U - Gefuetterter lederstiefel, insbesondere skistiefel. - Google Patents
Gefuetterter lederstiefel, insbesondere skistiefel.Info
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Description
Die Neuerung bezieht sich auf einen gefütterten Lederstiefel, insbesondere Skistiefel, mit angegossener Laufsohle, die min-·
destens im Spitzenbereich mit einem über den Schaft vorstehenden
Rand und mit einem in sich geschlossenen, mit dem Schaft durch Angießen verbundenen Laufsohlenansatz versehen ist,
wobei die Laufsohle von Skistiefeln als Keilsohle ausgebildet und im Spitzenbereich in der Verlängerung der seitrliehen
Sohlenkanten zum Ansetzen der Skibindungsbacken eine plattformartige Absetzung gegenüber dem Laufsohlenansatz
mit nur leicht gekrümmter, vorderer Begrenzungslinie und
im Fersenbereich zwischen dem dort kappenartig gestalteten Laufsohlenansatz und der Laufsohlenunterseite eine während
des Angießens eingeformte Rille aufweist, die sich um den Persenteil herum bis mindestens in die Nähe der Laufsohlen-Unterseite
erstreckt. Leder-, insbesondere Skistiefel dieser Art werden bisher mit einer Brandsohle versehen, sie müssen
gezwickt werden. Man muß also zunächst den Schaftteil mit
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der Brandsohle auf einem Holzleisten zwicken, den Holzleisten nach dem Zwicken entfernen, durch einen Vulkanisierleisten ersetzen
und kann dann die mit einem geschlossenen Laufsohlenansatz
versehene Laufsohle mit einer Vulkanisiervorrichtung angießen.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses reichlich umständliche
Herstellungsverfahren durch ein einfacheres zu ersetzen, also einen gefutterten Leders tiefe J., wie Schnürstiefel
od. dgl., insbesondere Skistiefel, zur Verfügung zu stellen, der - wie an sich bekannt - nicht nur eine Fußbettung
aufweist, sondern auch so gestaltet sein kann, daß
der mit einem solchen Stiefel beschuhte Fuß In der mittleren
Geh-Stellung Im Schuh ruht. Mit Vorstehendem soll zum Ausdruck gebracht werden, daß der Innenraum des Stiefels der
Fußstellung entspricht, die der Fuß im Regelfall einnimmt.
Bei Skistiefeln, die vorzugsweise für den Abfahrtslauf Verwendung finden, soll also der Innenraum des Schuhes derart
gestaltet sein, daß der Fuß die während eines Abfahrtslaufes notwendige Stellung einnimmtt Schien- und Wadenbein sind
leicht nach vorn geneigt und die Zehenglieder krallenartig abgewinkelt, ohne daß das Ausstrecken der Zehenglieder dann '*-**
behindert ist, wenn eine Streckung derselben gehbedingt ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Neuerung vorgeschlagen, dafür zu sorgen, daß ein als Futter dienender, nach Art der
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Mokassin- bzw. Cosy-Wende-Schuhe hergestellter Sack von
außen her mit allen erforderlichen Verstärkungen, wie Vorderkappe,
Hinterkappe, Schaftleder od*. dgl., und allen dem Schuh zuzuordnenden Einlagen, wie Gelenkbarrrieren-, Fersen-,
Persenbett-, Großzehenbett-, Knöchel-Polster, der Versteifung der Laufsohle dienende Holzeinlagen od. dgl. versehen
bzw. verbunden, danach auf einender Fußform im Stand bzw.
der mittleren Gehstellung entsprechend gestalteten Vulkanisierleisten
aufgezogen und nunmehr die Laufsohle mit dem hochgezogenen Laufsohlenansatz anvulkanisiert wird.
IAn die Haftung zwischen d em Schaftleder und der Laufsohle bzw.
dem Laufsohlenansatz zu erhöhen, wird nach einem weiteren Merkmal vorgeschlagen, das Schaftleder vor dem Aufbringen
auf den Futtersack in dem Bereich, in dem es durch den an·^
zugießenden LaufSohlenansatz abgedeckt ist. bzw. vonäiesem
umfaßt wird, mit die Haftung zwischen Schaftleder und Gumma
erhöhenden Mitteln, wie Durchtrittsöffnungen, zu versehen.
Ein nach diesem Verfahren hergestellter Stiefel, und zwar
ein Skistiefel, wird an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles nachstehend erläutert.
Es zeigern
Fig. 1 eine Ansicht einer durch zwei im Großzehenballenbereich
eines erftndungßgetn&ß gestalteten Schuhes gelegter,
paralleler* lotrechter Schnitt« entstandenen Seheibe»
Flg. 2 eine Ansicht auf eine entsprechende Seheibe, die durch
zwei im Fersenbereich daß erfindungsgeaäS gestalteten
Schuhes gelegte, parallele, lotrechte Schnitte entstanden
ist,
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Skiechuhes
gemää 4er £rfladung.
Zunächst wird ein Futtersaek 1 hergestellt* beispielsweise
nach Art der Mokasslnsehuhe gefertigt. Mit diese« Futter«
sack ««erden das Sohaftleder 2, ein im Großaehenballenbereloh
liegendes Polster 3, ein Fersenbettpolster 4« Knöchelpoleter f>
und 6 sowie gegebenenfalls - und swar mittelbar - eine dem
Versteifen der Laufsohle 7 dienende Holzeinlage 3 verbunden, welch letztere gestrichelt angedeutet ist, sowie weitere, nicht
dargestellte Verstärkungen, wie Vorderkappe, Hinterkappe od. dgl. und Einlagen, wie Qelenkbarrieren«, Pereen-Poleter usw. Htm·
mehr werden* diese miteinander verbundenen Teile dee Schuhes
über einen Vulkanisier Ie ist en aufgezogen, der einem Fuß fast
genau nachgebildet 1st. Setzt man nun die den Vulkanisier* leisten umfassenden, vorerwähnten, zweekiaäQigerweifie miteinander
verbundenen Schuhteile in eine Vulkanlsierpresee ein, denn
kann man die Laufsohle mit Laufsohlenansatz und mit eingefortnter
Rille $ angießen bzw. anvulkanisieren und dann den fertigen
Schuh entnehmen.
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Zweotaäßig ist es, das Schaftleder im Untertrittbereieh mit
Öffnungen IO zu versehen, uns die Haftung 2wieohen des Schaftleder
2 undfser Laufsohle 7 bzw. dem Laufsohlenansats 11 zu
erhöhen. Ee empfiehlt sich, dafür zu sorgen.« daß das Schaftleder
2 la Qntertrlttbereich am Futtersack 1 bzw. an vorgesehenen
Polstern od. dgl. nicht anliegt« so daß der Gummi
der Laufsohle das Sehaftleder Im Untertrittbereich von
beiden Seiten her umfaßt. Durch die vorgesehenen öffnungen
10 wird dann das Schaftleder gegenüber der Laufsohle 7 einwandfrei
festgelegt.
Aus dem in Fig. 3 dargestellten Schuh ist ersichtlich, welch
Gesicht ein solcher Schuh haben kann« wenn er ale Skistiefel
gestaltet ist. Iia Spitzenbereich weist die Laufsohle eine
plattforoartige Absetzung 12 auf» über die die Sfcibindungsfeaoken
greifen. Im Fersenbereich ist die Rille 9 sichtbar, in die der Bindungsstratnraer eingreift. Der Laufsohlenansatz
11 1st düber die Unter tr itticanfc© 13 hoohgeaogen, das Sohlenmaterial
durchdringt die Öffnungen 10. Das Scaaftleder iaann
aus zwei oder mehr als zwei Teilen durch Nähen zusammengesetzt
sein, wie dureh die üühte 14 angedeutet« ob es sieh um eisen
Schnürschuh, der dann mit Haken 15 versehen 1st« oder um einen
Schnallenschuh handelt« ist gleichgültig. Desgleichen "Ist aucfc
fileichgUltig, ob die Lasche 16 das Schaftleder 2 von außen abdeckt
oder zwischen dem Futter und dem SchafUleder festgelegt
beispielsweise durch eine Habt 17.
Claims (2)
1. Gefütterter Lederstiefel, insbesondere Skistiefel, mit angegossener Laufsohle, die mindestens im Spitzenbereich
mit einem über den Schaft vorstehenden Rand und mit einem in sich geschlossenen, mit dem Schaft durch Angießen verbundenen Laufsohlenansatz versehen ist, wobei die Laufsohle
von Skistiefeln als Keilsohle ausgebildet ist und im Spitzenbereich in der Verlängerung der seitlichen Sohlenkanten
zum Ansetzen der Skibindungsbacken eine plattformartige Absetzung gegenüber dem Laufsohlenansatz mit nur
leicht gekrümmter, vorderer Begrenzungslinie und im Fersenbereich zwischen dem dort kappenartig gestalteten Laufsohlenansatz und der LaufSohlenunterseite eine während des
Angießens eingeformte Kille aufweist, die sich um den Fersenteil herum bis mindestens in die Nähe der Laufsohlenunterstelfce
erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft aus einem als Putter dienenden, nach Art der
Mokassin- bzw. Cosy-Wende-Schuhe hergestellten Sack (l) besteht,
auf den von außen her alle erforderlichen Verstärkungen,
wie Vorderkappe, Hinterkappe, Schaftleder (2) «od.dgl.,
und alle dem Schuh zuzuordnenden Einlagen, wie Gelenkbar rier en-, Fersen-, Fersenbett- (4), Großzehanbett-Knöchel-Polster
(5,6) od.dgl., aufgebracht sind.
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rf
2. Lederstiefel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaftleder (2) in dem Bereich» in dem es durch den anzugießenden Laufsohlenansatz abgedeckt
bzw. von diesem umfaßt ist, mit die Haftung zwischen Schaftleder und Laufsohlengummi erhöhenden Mitteln, wie Durchtrittsöffnungen
(1O)4 versehen ist.
3· Lederstiefel nach Anspruch 1 oder 2, dad urch
gekennzeichnet, daß die Teile des Schaftes (2) und die dem Schuh zuzuordnenden Einlagen (3,^,5,6,8) mit dem
Futtersack (1) vernäht, verklebt od. dgl. sind und daß zwischen denon der Laufsohle (7) nächstgelegenen Band des
Schaftes (2) und dem Futtersack (1) ein vom ■>
Lauf sohlengummi ausgefüllter Zwischenraum vorhanden 1st.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964B0057278 DE1940028U (de) | 1964-04-29 | 1964-04-29 | Gefuetterter lederstiefel, insbesondere skistiefel. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1964B0057278 DE1940028U (de) | 1964-04-29 | 1964-04-29 | Gefuetterter lederstiefel, insbesondere skistiefel. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1940028U true DE1940028U (de) | 1966-06-02 |
Family
ID=33320145
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1964B0057278 Expired DE1940028U (de) | 1964-04-29 | 1964-04-29 | Gefuetterter lederstiefel, insbesondere skistiefel. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1940028U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3170417A1 (de) * | 2015-11-23 | 2017-05-24 | Salomon S.A.S. | Schale für skischuh, und skischuh, der eine solche schale umfasst |
-
1964
- 1964-04-29 DE DE1964B0057278 patent/DE1940028U/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3170417A1 (de) * | 2015-11-23 | 2017-05-24 | Salomon S.A.S. | Schale für skischuh, und skischuh, der eine solche schale umfasst |
| FR3043893A1 (fr) * | 2015-11-23 | 2017-05-26 | Salomon Sas | Bas de coque pour chaussure de ski et chaussure de ski incluant un tel bas de coque |
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