DE183879C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIET
-Ju 183879 KLASSE 42o. GRUPPE
ARCHIBALDTURNERINLEICESTER3EnGl.
bestimmten, gleichen Zeiträumen wieder ausgelöst wird.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. November 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom -
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in England vom 30. November 1904 anerkannt.
die Priorität
Vorliegende Erfindung betrifft eine Geschwindigkeitskontrollvorrichtung
für Kraftfahrzeuge und dergl., bei welcher die Geschwindigkeit periodisch angezeigt und die
Geschwindigkeiten sowie die Zeit, in welcher sie vorhanden waren, gleichzeitig registriert
werden sollen. . :
Die Kontrollvorrichtung beruht auf dem auch von anderer Seite schon benutzten allgemeinen
Prinzip, daß ein Sperrad durch einen beweglichen Teil des Fahrzeuges oder dergl. fortgeschaltet und in bestimmten, sich
gleich bleibenden Zeiträumen wieder ausgelöst und in die Anfangslage zurückgeführt
wird. Der Drehungswinkel des Sperrades ist alsdann proportional der mittleren Geschwindigkeit
und kann auf eine geeignete Anzeige- und Registriervorrichtung übertragen werden.
Bei einer bereits bekannten, nach diesem Prinzip ausgeführten Kontrollvorrichtung
wurde die Drehung des die Geschwindigkeit messenden Sperrades durch einen Zwischenmechanismus
auf einen über einer Geschwindigkeitsskala spielenden Zeiger übertragen,
während die Registrierung der Geschwindigkeit und der Zeit durch von dem Sperrad und
dem Uhrwerk bewegte Schreibstifte auf einem eingeteilten Papierstreifen erfolgt.
Im Gegensatz zu dieser bekannten Einrichtung
wird nach vorliegender Erfindung zur Anzeige und Registrierung der Geschwindigkeit
ein lose auf der Achse des Sperrades sitzendes Ziffernrad angewendet, welches von
dem Sperrad bei seiner Drehimg unmittelbar mitgenommen wird, die der jeweiligen Geschwindigkeit
entsprechende Zahl in einer Schauöffnung sichtbar macht und außerdem an seinem Umfang mit Typen versehen ist,
die in an sich bei Registriervorrichtungen bekannter Weise mit einer Farbrolle zusammenarbeiten
und die jeweilige Geschwindigkeit auf das Registrierband aufdrucken, während gleichzeitig die entsprechende Zeit durch vom
Uhrwerk gedrehte Typenräder aufgedruckt wird.
Während ferner bei der bekannten Einrichtung die Lösung der das Sperrad und die
Anzeigevorrichtung an der Rückwärtsdrehung hindernden Sperrklinken durch Daumenscheiben
erfolgt, die vom Uhrwerk gedreht werden, erfolgt bei der den Gegenstand der vorliegenden
Erfindung bildenden Kontrollvorrichtung die Lösung der Sperrklinken durch
ein besonderes Triebwerk, welches durch das Uhrwerk in bestimmten Zeiträumen ausgelöst
wird. Durch diese Abänderung wird der Vorteil erreicht, daß einerseits die Sperrklinken
mit großer Geschwindigkeit ausgelöst werden können und andererseits eine
Störung des gleichmäßigen Ganges des Uhrwerkes infolge der beim Auslösen der Sperrklinken von demselben zu leistenden Arbeit
ίο verhindert wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der Erfmdungsgegenstand in einer Ausführungsform veranschaulicht worden.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der neuen Kontrollvorrichtung ohne das Gehäuse. Fig. 2
ist ebenfalls-eine Vorderansicht, jedoch ohne das Zifferblatt der Uhr und ohne das Ziffernrad.
Fig. 3 ist eine Hinteransicht und zeigt die Einrichtung zum Lösen der Klinken des
Ziffernrades und des Sperrades. Fig. 4 ist eine Seitenansicht von der linken Seite der
Fig. ι und 2 und von der rechten Seite der Fig. 3 gesehen. Fig. 5 ist eine schaubildliche
Ansicht des Gehäuses. Fig. 6 ist ein Grundriß des Ziffernrades und der damit verbun-'
denen Teile. Fig. 7 ist ein Grundriß der Unruhe des Uhrwerkes.
■ Der Mechanismus ist, wie Fig. 5 zeigt, in einem Gehäuse 1 eingeschlossen, dessen Vorderseite
mit einer Schauöffnung 2 versehen ist, hinter welcher sich das Ziffernrad bewegt.
Durch eine größere öffnung 3 der Vorderseite ist das Zifferblatt der Uhr sichtbar.
Um den Registrierstreifen entfernen zu können, ist eine Tür 4 vorgesehen. Das Uhrwerk
und das andere Triebwerk, die Antriebstrommel und die Zahnrädersätze sind zwischen
den Gestellplatten 5 und 6 angeordnet (Fig. ι bis 4). An der Außenseite dieser
Platten ist der Mechanismus zum Anzeigen und Registrieren der Geschwindigkeit und
zum Lösen der Sperrklinken angeordnet. An der Platte 5 ist eine Brücke 7 befestigt, in
deren Mitte eine feste Spindel 8 befestigt ist, auf welcher lose das Sperrad 9 und das
Ziffernrad 10 angeordnet sind. Die Brücke 7 hat einen vorstehenden Ansehlag 11 (Fig. 1),
gegen welchen sich ein Stift 12 an dem Sperrrad 9 anlegt. Gegen den Stift 12 kann sich
ein Stift 13 an dem Ziffernrad iö anlegen, so daß durch den Anschlag 11 die Rückwärtsbewegung
sowohl des Sperr- als auch des Ziffernrades angehalten wird. Bei der in
Fig. .1 dargestellten Lage befinden sich Ziffernrad und'Sperrad in ihrer Nullage oder in der
Anfangsstellung, und nicht dargestellte Federn in den Trommeln 14, die an der Spindel 8 befestigt
sind, dienen dazu, das Ziffernrad und das Sperrad stets in diese Nullage wieder zurückzuführen,
nachdem sie aus derselben vorgerückt worden sind.
Das Ziffernrad 10 trägt in regelmäßigen Abständen und in der natürlichen Reihenfolge
auf seiner Vorderseite die Zahlen, welche, wenn sie hinter die Schauöffnung 2 gelangen,
die Geschwindigkeit angeben.
Die Fortschaltung des Sperrades 9 erfolgt durch einen Kolben 15, der in einem Block 16
an der Platte 5 geführt ist. Der Kolben wird mittels einer Daumenscheibe 17 bewegt, die
von dem Rade oder Achse des Fahrzeuges aus vermittels eines Zwischengetriebes angetrieben
wird. Bei jeder Umdrehung der Daumenscheibe wird der Kolben 15 vorwärts gestoßen
und trifft mit einer Klinke 18 an seinem Ende gegen einen der Zähne des Sperrrades
9, wobei die Länge der Bewegung des Kolbens 15 so bemessen ist, daß das Sperrad
um'einen Zahn vorgerückt wird. Unter'dem
Einfluß einer Feder 19 wird- der Kolben nach jedem Vorwärtsschub wieder zurückbewegt.
Bei der Vorwärtsbewegung des Sperrades wird infolge der Berührung des Stiftes 12
mit dem Stift 13 an dem Ziffernrad das letztere ebenfalls absatzweise vorgerückt. Um
zu verhindern, daß Sperrad und Ziffernrad in die Nullage zurückkehren, sind Sperrklinke
20 und 21 vorgesehen, die mit dem Sperrad bezw. dem Ziffernrad in Eingriff stehen, wie
in Fig. ι und 6 gezeigt ist. Das Ziffernrad hat am Umfang Zähne, die den Zähnen des
Sperrades entsprechen. Die Klinken 20 und 21 sitzen auf Spindeln 22 an dem Rahmengestell
und werden durch nicht gezeichnete Federn mit den Zähnen des Sperrades und Ziffernrades
in Eingriff gehalten.
Wenn sich das Fahrzeug in Bewegung befindet, wird das Sperrad 9 durch den Kolben
15 offenbar beständig vorgerückt. Um die veränderliche Geschwindigkeit, mit welcher
das Fahrzeug fährt, anzuzeigen, müssen Sperrad und Ziffernrad in bestimmten,
gleichen Zwischenräumen, z. B. von 20 Sekunden, welcher Zeitraum sich in der Praxis
als am günstigsten gezeigt hat, immer wieder in die Nullstellung zurückbewegt werden.
Diese Rückwärtsbewegung wird durch Anheben der Sperrklinken 20 und 21 am Schlüsse
von je 20 Sekunden erzielt. Da dann Sperrrad und Ziffernrad frei sind, bewegen sie sich no
.unter dem Einfluß der Federn zurück.
Es ist ferner notwendig, daß Sperrad und Ziffernrad abwechselnd ausgelöst und zurückbewegt
werden, damit das Zifferblatt hinter der Schauöffnung 2 eine bestimmte Zeitlang,
beispielsweise 18V2 Sekunden, stillstehen
bleibt. Das abwechselnde Heben der Sperrklinke 20 und 21 _ zu dem erwähnten Zweck
wird mittels einer auf einer Drehspindel 24 befestigten Trommel 23 hervorgebracht,
welche vorstehende Stifte 25 trägt, die bei der Drehung der Spindel 24 abwechselnd auf die
Enden der Sperrklinke treffen und letztere ausrücken. Das abwechselnde Auslösen des
Sperrades und des Ziffernrades ergibt nun folgende Wirkung: Das Ziffernrad io wird
absatzweise durch das Sperrad 9 yorbewegt, bis letzteres ausgelöst wird und in die Nullstellung
zurückkehrt, während das Ziffernrad einstweilen in seiner vorgerückten Stellung durch die Klinke 21 festgehalten wird. In
der Zeit, während welcher das Ziffernrad auf diese Weise stillsteht, wird das Sperrad 9
wieder mittels des Kolbens 15 vorgerückt.
Wenn nun das Ziffernrad ausgelöst wird,
■ dreht es sich unverzüglich zurück, bis sein Stift 13 mit dem Stift 12 an dem Sperrad in
Berührung kommt. Alsdann wird das Ziffernrad 10 wieder mitgenommen und vorgerückt,
bis das Sperrad ausgelöst wird, worauf das Ziffernrad wiederum stehen bleibt und die
Geschwindigkeit des Fahrzeuges während der unmittelbar vorauf gehenden 20 Sekunden in
der Schauöffnung anzeigt.
In Fig. ι gehen die Zahlen auf dem Ziffernrad nur bis zu 20. Damit nun das Sperrad
und das Ziffernrad außer Eingriff mit dem Kolben 15 stehen und daher durch diese nicht
mehr weiter vorgerückt werden können, wenn die Geschwindigkeit des Fahrzeuges die
Grenze von 20 Meilen pro Stunde überschreitet, ist der letzte Zahn an dem Sperrad 9, wie
bei 26 zu sehen, weggelassen, so daß, wenn das Sperrad eine vollständige Umdrehung gemacht
hat, der Kolben leer läuft und das Sperrad und das Ziffernrad nicht bewegt.
Um eine Rückwärtsbewegung des Sperrades 9 zu verhindern, wenn die zahnlose Stelle 26 zu
der Klinke herumkommt, legt sich ein Lappen 27 an der Seite der Sperrklinke 20 gegen einen
Stift 28 an der Rückseite des Sperrades, wie aus Fig. ι und 4 ersichtlich. Damit den
Sperrklinken 20 und 21 eine schnelle Heb- und Senkbewegung mitgeteilt werden kann,
werden Trommel 23 und Spindel 24 absatzweise gedreht. Jede Bewegung ist gleich 1Z6 einer Umdrehung, und pro Minute erfolgen
sechs Bewegungen, so daß jede Sperrklinke abwechselnd in Zwischenräumen von 20 Sekunden gehoben wird. Die absatzweise
Drehbewegung der Trommel 23 wird durch den folgenden in Fig. 3 und 4 dargestellten
Mechanismus hervorgebracht.
Die Spindel 24 erhält ihren Antrieb unmittelbar von einer besonderen Antriebstrommel
29 mit einer (in der Zeichnung nicht dargestellten) in der gewöhnlichen Weise aufgewundenen
Triebfeder und ist mittels eines Rädersatzes 30 mit einem Windfang. 31 verbunden,
welcher dazu dient, die Geschwindigkeit der Spindel 24 gleichmäßig zu machen.
Die absatzweise Bewegung der Spindel 24 mit der Trommel 23 wird durch einen vom
Uhrwerk aus periodisch, auf und nieder geschwungenen, doppelarmigen Hebel 33, der
auf eine kurze Spindel 32 auf der Platte 6 aufgesetzt ist, ausgelöst. Der obere Arm 34
des Hebels 33 ist so geformt, daß er mit einem auf dem Ende der Spindel 24 befestigten
Sternrad 35 in Eingriff kommen kann. Der untere Arm 36 ist mit einem vorstehenden
Finger 37 versehen, der durch eine Öffnung 38 in der Platte 6 des Gestelles, hindurchtritt
und mit Stiften 40 und 41 an der äußeren Fläche einer auf der Spindel des Windfanges
31 befestigten Scheibe 39' zusammenwirkt. Bei der normalen, in Fig. 3 dargestellten
Stellung' wird der Windfang 31 an einer Drehung dadurch gehindert, daß der Stift 40
mit dem Finger 37 in Berührung kommt. Wird nun der Hebel 33 gehoben, so geht der
Finger 37 mit in die Höhe und gibt den Stift 40 frei, so daß der Windfang eine halbe Umdrehung
ausführen kann, worauf der Stift 41 mit dem gehobenen Finger 37 in Berührung
kommt und die Bewegung wieder anhält. Diese halbe Umdrehung des Windfanges hat indessen genügt, um den Zahn 42 des Sternrades
35 unter dem Ende 43 des Armes 34 vorbeigelangen zu lassen; wenn daher der Hebel
33 wiederum gesenkt wird, so wird der Finger 37 tiefer fallen und aus dem Bereich
der Stifte 40 und 41 kommen, so daß sich der Mechanismus drehen kann, bis der nächste
Zahn 44 an dem Sternrad 35 auf das Ende 43 trifft Und dasselbe veranlaßt, an ihm emporzusteigen,
wodurch der Finger 37 in die Bahn des Stiftes 40 gelangt und die Bewegung anhält,
bis der Hebel 33 wiederum gehoben wird. Das Sternrad 35 ist mit sechs Zähnen
versehen, so daß sechs absatzweise Bewegungen der Spindel 24 mit der Trommel 23 pro
Umdrehung erhalten werden:
Um den Hebel 33 in regelmäßigen Zwischenräumen zu heben und zu senken, ist ein
Hebel 43 auf einer Spindel 46 an der Platte 6 mit dem unteren Arm 36 des Hebels 33 durch
eine Reihe von Doppelhebeln 47 und ein Glied ; 48 verbunden. Ein Zahn .49 an der Unterfläclie
des Hebels 45 kommt in Eingriff mit einem Sperrad 50 auf einer Welle 51, welche
von der Hauptminutenspindel der Uhr durch Kegelräder 53 und eine senkrechte Spindel 54
angetrieben wird. W7enn sich die Zähne des Sperrades 50 vorwärts bewegen, wird der Hebel
45 zunächst allmählich gehoben und gestattet die halbe Umdrehung des Windfänger
31. Wenn der Zahn 49 von den Zähnen des . Sperrades abfällt, wird die Spindel 24 teilweise
gedreht, wie vorhin beschrieben. Die Spindel 51 wird mit derselben Geschwindigkeit
umgetrieben, wie die Hauptminutenspindel der Uhr, und das Sperrad 50, das 180
Zähne hat, erteilt dem Hebel 33 pro Minute
dreimal eine Bewegung. Um den Hebel 33 sechsmal pro Minute abwechselnd zu heben,
ist noch ein zweites Sperrad 55 und ein Hebel 56 vorgesehen (Fig. 4). Das Sperrad 55
ist auf derselben Spindel 51 befestigt wie das . Sperrad 50, und der Hebel 56 wird von derselben
Spindel φ getragen wie der Hebel 45, Ein zweites, nicht dargestelltes Glied verbindet
den Hebel 56 mit den Doppelhebeln 47.
Das Sperrad 55 ist auf seiner Spindel so befestigt, daß seine Zähne in der Mitte zwischen
den Zähnen des Sperrades 5° liegen. Durch diese Anordnung ist ein abwechselndes Heben des Hebels 33 erreicht, so daß die
Welle 24 sechsmal während einer Minute gelöst wird. Das Rad 55 und der Hebel 56 sind
in Fig. 3 weggelassen, um die Zeichnung nicht zu verwirren.
Die Vorrichtung zur Registrierung der Veränderung in der Geschwindigkeit und der
Zeit, zu welcher diese Geschwindigkeit vorhanden war, ist hauptsächlich in Fig. 2 und 4
dargestellt und wird von der Platte 5 des Rahmens getragen. Die vorhin erwähnte Minutenspindel 51 ist am vorderen Ende mit
Typenrädern 57 und 58 versehen. Das Rad 57 hat an seinem Umfang Typen, um die Stunden zu drucken, während das Rad 58
Typen zum Drucken der Minuten hat. Das Rad 58 ist auf der Spindel 51 befestigt, wäh-.
rend das Rad 57 lose darauf angebracht ist. Die Umdrehungszahl des Rades 57 ist durch
Getriebe mit Übersetzung nach unten verlangsamt, so daß das Rad sich in Einklang
mit der Uhr dreht und dieselbe Stunde an-. gibt wie die Uhr. Ein Flansch .59 an der
Rückseite des Ziffernrades 10 ist ebenfalls mit Typen versehen, die nach ihrer Lage und
ihrem Wert mit den Zahlen an der Vorderfläche des Ziffernrades übereinstimmen. Alle
drei Typenräder drehen sich in Berührung mit einer Farbrolle 60. Über die Typenräder
hinweg geht ein,Registrierstreif en 61, der von einer Rolle 62 auf einer Spindel 63 an der
Platte 5 abgezogen wird. ■ Der Registrierstreifen
wird, nachdem er den Aufdruck erhalten hat, auf eine zweite Rolle 64 geleitet.
Die Rolle 64 ist auf einer Spindel 65 befestigt und wird von der besonderen Antriebstrommel
29 mittels der konischen Räder 66 und der Spindel 67 angetrieben. Eine Rolle 68,
die beständig in Berührung mit dem Registrierstreifen 61 gehalten wird, preßt denselben
gegen die Roile 64, so daß der Registrierstreifen vorbewegt wird, wenn sich
die Rolle 64 dreht. Um den Registrierstreifen gegen die Typen zu drücken, ist die Hauptminutenwelle
der Uhr mit einem Sperrad 69 versehen, das jedesmal, wenn es sich um einen Zahn vorwärtsbewegt, einen Hebel 70 beeinflußt.
Dieser Hebel 70 ist auf einem Zapfen 71 an dem Gestell drehbar gelagert und hebt
mittels der Doppelhebel 72 ein Kissen 73, das auf einer festen Spindel 74 drehbar ist. Wenn
der Hebel 70 niederfällt, wird das Kissen "]},
plötzlich entweder durch sein Eigengewicht oder durch eine Feder niedergezogen und
drückt beim Niederfallen das Papierband 61 auf die Typen, so daß es bedruckt wird. Wie
vorhin beschrieben; wird die Antriebstrommel 29 absatzweise gedreht, und folglich tritt
auch eine absatzweise Bewegung der Rolle 64 und des Bandes 61 ein. Die Bewegung des
Kissens 73 ist derart mit der Bewegung der anderen Teile in Einklang gebracht, daß der
Druck des Bandes gegen die Typen nur dann stattfindet, wenn das Band stillsteht. Weiterhin
ist die vorhin beschriebene Registriervorrichtung so angeordnet und derart mit der
Bewegung des Ziffernrades 10 in Einklang gesetzt, daß die Bewegung der Registriervorrichtung
nur dann stattfindet, wenn 'das Ziffernrad feststeht, d. h. dann, wenn das Ziffernrad die Geschwindigkeit anzeigt. Das
Rad 69 hat 60 Zähne, so daß eine Registrierung oder ein Aufdruck einmal pro Minute
erfolgt, doch ist es klar, daß durch Ändern der Anzahl der Zähne jedes Rades eine
häufigere oder seltenere Registrierung bewirkt werden kann.
Der für die Erfindung am meisten geeignete Uhrentyp ist der mit der bekannten Unruhehemmung.
Bei dem beschriebenen Mechanismus hat das gewöhnliche Uhrwerk, verschiedene
andere Teile zu treiben, und da nun die getriebene Last in Zwischenräumen
wechselt, so wird zu Zeiten, da die Last gering ist, die Hemmung rennen, d. h. zu schnell
gehen. Dies hat zur Folge, daß die Zeitangabe der Uhr unregelmäßig ist und leicht
eine Beschädigung der Hemmung eintreten kann. Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist
eine besondere Form von Unruhe vorgesehen, die in Fig. 7 dargestellt ist. Das Rad 75 hat
an entgegengesetzten Punkten seines Umfanges Zapfen .76, auf denen kleine Gewichte
J7 frei gleiten können. Diese Gewichte TJ
werden für gewöhnlich durch Federn 78 nach innen gehalten, die am einen Ende an dem
Rad befestigt sind und am . anderen Ende durch Löcher in den Gewichten hindurchgehen
(Fig. 2, 3 und 7). Wenn- die Geschwindigkeit, mit der sich die Unruhe bewegt,
eine gewisse Grenze überschreitet, werden die Gewichte 77 unter der Wirkung der
Zentrifugalkraft auf den Stiften 76 nach aus-"wärts gleiten, so daß sie in leicht ersichtlicher
Weise die Geschwindigkeit des Unruherades 75 regeln und auf ihrem normalen Wert erhalten.
Bei der beschriebenen Anordnung wird das Ziffernräd 10 dreimal pro Minute herum-
bewegt, um die wechselnde Geschwindigkeit anzuzeigen und dann jedesmal während annähernd
i8y2 Sekunden festgehalten; die
noch übrig bleibenden I1Z2 Sekunden werden
für das Vorrücken des Ziffernrades aufgewendet. Es ist ersichtlich, daß diese Zeiträume
der Veränderung" fähig sind, und daß das Ziffernrad öfter oder weniger oft anzeigen
kann, indem man die Räder 50 und 55
mit einer größeren oder geringeren Zahl von Zähnen ausstattet. Es ist jedoch zu beachten,
daß der Antriebsdaumen 17 dann stets in das richtige Verhältnis mit der Anzahl von Anzeigen
in der Minute gebracht werden muß.
1S Der Daumen 17 kann von dem Rad oder der
Achse des Fahrzeuges in irgendeiner Art und Weise angetrieben werden.
Ein gewöhnliches Cyklometer kann' an der Maschine befestigt werden, um die Gesamtanzahl
von Meilen anzuzeigen,-, die das Fahrzeug durchlief. Dieses Cyklometer kann durch
Getriebe mit einem eigenen Typenrad in Verbindung gesetzt werden, das lose auf der
Spindel 51 angeordnet ist, so daß auch die
a5' durchlaufene Meilenzahl periodisch auf dem
Registrierstreifen registriert wird.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:i. Geschwindigkeits'kontrollvorrichtung,z. B. für Kraftfahrzeuge, bei welcher ein Sperrad durch einen beweglichen Teil entsprechend der Geschwindigkeit fortgeschaltet und in bestimmten, gleichen Zeiträumen wieder ausgelöst und in die Nulllage zurückgeführt wird, so daß die Winkeldrehung des Sperrades der mittleren Geschwindigkeit während dieser Zeiträume proportional ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrad unmittelbar mittels eines Anschlages ein lose auf der gleichen Achse sitzendes Ziffernrad mitbewegt, welches nach Auslösung des Sperrades noch eine bestimmte Zeitlang in bei Zeigern bekannter Weise in seiner Endstellung stehen bleibt, und die der jeweiligen Geschwindigkeit entsprechende Zahl in einer Schauöffnung sichtbar macht, alsdann nach Lösung seiner Sperr-Vorrichtung sich gleichfalls zurückdreht und wieder von dem Anschlag des Sperrrades mit vorbewegt wird. ·
- 2. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung· nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung der Sperrvorrichtungen für das Sperrad und das Ziffernrad durch. ein besonderes Triebwerk erfolgt, welches periodisch von einem Uhrwerk ausgelöst und wieder angehalten wird.
- 3. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,: daß die Sperrklinken für das Sperrad (9) und das Ziffernrad (10) durch Stifte (25) an einer Trommel (23) ausgelöst werden, deren. Spindel (24) von einer besonderen Antriebstrommel (29) getrieben wird und mit einem Windfangregulator verbunden ist, und in bestimmten Zeitabschnitten nach Auslösung einer Arretierung von dem Uhrwerk aus eine absatzweise Drehung um einen bestimmten Teil einer ganzen Umdrehung ausführt.
- 4. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretierung und Auslösung des Triebwerkes für die Stiftentrommel (23) durch einen doppelarmigen Hebel (33) erfolgt, welchem durch das Uhrwerk periodisch eine auf und nieder gehende Bewegung erteilt wird, und dessen unterer Arm (36) mittels einer Nase (37), die mit Stiften (40,41) an einer auf der Windfangspindel des Triebwerkes befestigten Scheibe (39) zusammenarbeitet, im Normalzustand das Triebwerk an einem dieser Stifte arretiert und beim Heben des Hebels (33) zunächst eine halbe Umdrehung des Windfanges zuläßt, bis der .andere Stift gegen die Nase trifft, während gleichzeitig ein auf der Spindel (24) der Stiftentrommel (23) befestigtes Sternrad (35) mit seinem im Normalzustand unter einen Zahn (43) am oberen Arm (34) des Hebels (33) stehenden Zahn (42) an dem Zahn (43) vorbeigelangt, worauf bei der Abwärtsbewegung des Hebels (33) die Nase (37) am unteren Arm aus den Bereich beider Stifte (40,41) gelangt und das Triebwerk sich so lange drehen kann, bis der Zahn (43) am oberen Hebelarm gegen den folgenden Zahn (44) des Sternrades trifft und an diesem hochsteigt, so daß die Nase (37) wieder in den Bereich der Stifte (40,41) gelangt und das Triebwerk arretiert.
- 5. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung ' nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die periodischen Schwingbewegungen des Hebels (33) durch Hebel (45,56) hervorgebracht werden, welche in die Zähne zweier von der Minutenspindel der Uhr getriebenen, gegeneinander um eine halbe Zahnbreite versetzten Zahnräder (5°; 55) eingreifen,, bei der Drehung der Zahnräder auf und nieder bewegt werden und ihre Bewegungen durch die Hebelsysteme (48,47), (48,47) auf den ArreT tierüngshebel (33) übertragen. -
- 6. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß — zwecks gleichzeitiger Registrierung der Zeit und der angezeigten wech-selnden Geschwindigkeiten — auf der Rückseite des Ziffernrades ein Ringflansch (59) mit den Ziffern des Ziffernrades entsprechenden Typen befestigt ist, welches die Registrierung der Geschwindigkeit in an sich bekannter Weise durch Aufdrucken auf einen absatzweise über die Typen hinwegbewegten Papierstreifen bewirkt, während gleichzeitig die entsprechenden Zeiten durch vom Uhrwerk getriebene Typenräder (57, 58) auf den Papierstreifen aufgedruckt werden.
- 7. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Registrierstreifen von einer Rolle (62) auf eine von der Antriebstrommel (29) absatzweise angetriebene Rolle (64) aufgewickelt wird und während des Stillstehens von Ziffernrad und Registrierstreifen mittels eines vom Uhrwerk aus bewegten Kissens (73) gegen die Typenräder gedrückt wird.
- 8. Geschwindigkeitskontrollvorrichtung· nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Kissens (73) durch einen Hebel (70) hervorgebracht wird, welcher mit einem Zahn in ein vom Uhrwerk getriebenes Zahnrad (69) eingreift, beim Aufsteigen auf einen Zahn des Zahnrades (69) mittels eines zwischengeschalteten Hebelsystems das Kissen (73) hebt, und dann beim Einfallen in eine Zahnlücke das Kissen durch sein Eigengewicht oder durch eine Feder auf den Papierstreifen niedergehen und diesen, gegen die Typen andrücken läßt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| GB190426052T | 1904-11-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905183879D Expired DE183879C (de) | 1904-11-30 | 1905-11-30 |
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| Country | Link |
|---|---|
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| GB (1) | GB190426052A (de) |
-
1904
- 1904-11-30 GB GB190426052D patent/GB190426052A/en not_active Expired
-
1905
- 1905-11-30 DE DE1905183879D patent/DE183879C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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