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"Platte zur Herstellung eines leicht demontierbaren Fußbodens" Insbesondere
in Industrieräumen ist es immer wieder nötig, den Fußboden an bestimmten Stellen
zu offenen, um an die unter dem Fußboden verlegten Kabel und sonstigen Leitungen
zu gelangen.
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Zu diesem Zweck wurden bisher an verschiedenen Stellen des Fußbodens
abnehmbare Platten vorgesehen, die einen Zugang zu Kabelkanälen u. dgl. freigeben.
Run kommt es jedoch häufig vor, daß an jeder Stelle des Fußbodens im Bedarfsfalle
eine Öffnung hergestellt werden muß. Diese Forderung tritt beispielsweise in Räumen
auf, in denen elektronische Rechengeräte bestimmter Art aufgestellt sind. Diese
Rechengeräte werden je nach Bedarf an verschiedenen Stellen innerhalb des Raums
gebraucht und müssen daher an den betreffenden Stellen mit den unterhalb des fußbodens
verlegten Kabeln verbindbar sein. Solche Spezialfußboden sind meistens auf einem
Unterbau verlegt, der aus einem Gestell beispielsweise aus Rohren und Profileisen
besteht. Der Fußboden selbst ist aus einer Mehrzahl rechteckiger oder quadratischer
Platten zusammengesetzt, die je nach Bedarf vom Unterbau abgehoben werden können.
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Bisher wurden die Platten mit Holzschrauben auf den Unterbau verschraubt.
Zwischen Unterbau und den Platten sind bei diesen Böden Holzleisten vorgesehen,
in die die Holzschrauben eingreifen. Außer daß das Losen von Holzschrauben längere
Zeit in Anspruch nimmt, ist es auch nach mehrmaliger Demontage und Montage einer
Platte nicht mehr möglich, die Platte mittels Holzschrauben einwandfrei zu befestigen.
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Eine bestimmte Art von elektronischen Rechengeräten muß bei ihrem
Transport weitgehend erschütterungsfrei bleiben, da sonst Störungen innerhalb des
Gerätes auftreten, beispielsweise eingegebene Daten geändert werden. Andererseits
verlangen eine bestimmte Art von elektronischen Rechengeräten, daß sie in einem
regelmäßigen Turnus beispielsweise wöchentlich untersucht werden.
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Damit verbunden ist aber ein Transport des Rechengerätes vom Arbeitsraum
in den Werkstattraum. Um während des Transports Erschütterungen der Rechengeräte
weitgehend zu unterbinden, ist es nötigt daß die einzelnen Platten sehr genau gearbeitet
sind und dicht anschließen. Bei den Platten, die meistens aus Holz oder Kunststoff
oder beidem bestehen, kann wegen der Natur der verwendeten Materialien bei der Herstellung
oder auch später nach dem Verlegen die Maßhaltigkeit nicht immer gewährleistet werden.
Etwaige Fehler mehrerer Platten summieren sich und führen schließlich dazu, daß
bei einigen Platten die Holzschrauben nicht mehr ordnungsgemäß angebracht werden
können.
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Die vorliegende Neuerung macht sich zur Aufgabe, die aufgezählten
Mängel zu beseitigen. Sie ist im wesentlichen gekennzeichnet durch eine Verriegelungsvorrichtung
mit der die Platte an den den Fußboden tragenden Unterbau leicht lösbar befestigt
werden kann.
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Die Verriegelungsvorrichtung besteht vorzugsweise aus einem senkrecht
in die Platte eingelassenen drehbaren Bolzen, der an seinem unteren Ende fest mit
einem Hebel verbunden ist, welcher
Teile des tragenden Unterbaus
gegen die Unterseite der Platte verklemmt, beispielsweise den Schenkel eines T-Trägers
unter
| greift oder in eine Ausnehmung einer UnterlegJeiste eingreift. |
| Ein Verschrauben ist also bei der neuen Platte nicht mehr nötig |
und bei eventuell auftretenden Ungenauigkeiten einer oder mehrerer Platten kann
die neue Platte trotzdem verriegelt werden, da die Verriegelung unabhängig davon,
ob die Platte genau geschnitten und verlegt ist, einwandfrei funktioniert.
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In weiterer Ausgestaltung der Neuerung ist vorgesehen, daß der obere
Teil des Bolzens als Vierkant ausgebildet ist, der mit einem entsprechenden Schlüssel
verdreht werden kann, wodurch die Platte infolge der Verdrehung von Bolzen und Hebel
entriegelt wird. Weiterhin kann der Vierkant des Bolzens zusätzlich mit einem Gewinde
versehen sein, auf welches Abhebevorrichtungen aufgeschraubt werden können, mit
denen die Platte vom Unterbau des Fußbodens abgehoben werden kann.
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Der Bolzen soll so ausgestaltet sein, daß er die Plattenoberfläche
nicht überragt. Die den Bolzen aufnehmende Bohrung, die eine Vertiefung innerhalb
der Platte bildet, soll im Rahmen der vorgeschlagenen Neuerung mit einem Eunststoffdubel
oder Kunststoffstopfen ausgefüllt werden.
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Bei der vorgeschlagenen Verriegelungsvorrichtung ist also lediglich
eine Drehung um 90 Grad nötigt um die Platte an einer Stelle vom tragenden Unterbau
zu lösen. Dies ist bedeutend einfacher und schneller zu bewerkstelligen, als das
bisher übliche Losen von Hlzschrauben. Weitere Einzelheiten der Neuerung sind den
Figuren 1-3 zu entnehmen, die ein Ao-sfuhrungsbeispiel der Neuerung darstellen.
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Figur 1 zeigt eine verlegte Platte, Figur 2 zeigt einen Schnitt entsprechend
II-II der Figur 1 Figur 3 zeigt eine Ansicht in Richtung des Pfeils in schematischer
Darstellung.
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Die Platte 10 in Figur 1 ist an vier Stellen am Unterbau des Fußbodens
befestigt. Vom Unterbau ist in den Figuren 1 und 2 ein T-Stück 11 dargestellt. Die
Platte 10 nach Figur 1 besitzt vier Terriegelungsvorrichtungen, von denen eine geschnitten
und vergrößert in Figur 2 dargestellt ist.
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Gemäß Figur 2 stoßen zwei Platten 10 und 12 aneinander, die beide
auf dem T-Stück 11 aufliegen. Die Platte 10 besitzt eine Bohrung mit einer Abstufung*
Der obere Teil der Bohrung, der einen größeren Durchmesser aufweist, ist mit 13,
der untere Teil mit 14 bezeichnet. In dieser Bohrung ist ein Bolzen 15 eingesetzt,
der im Bereich 16 seines unteren Endes zylinderförmig ausgebildet ist, im Bereich
seines oberen Endes jedoch einen Vierkant 17 darstellt. Der Bolzen 15 ist an seinem
unteren Ende mit einem Hebel 18 starr verbunden, beispielsweise vernietet, verschweißt
oder verschraubt. Die Gesamtheit, bestehend aus Bolzen 15 und Hebel 18 ist um die
Achse des Bolzens innerhalb der Platte 10 verdrehbar.
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In den Figuren 2 und 3 ist die Platte 10 mit dem T-Stück 11 verriegelt
dargestellt* Dreht man den Bolzen 15 mittels Schlüssel 19"-der Schlüssel 19 besitzt
eine dem Vierkant 17 entsprechende Ausnehmung 20 - in Richtung des pfeils 21, Figur
3, so ist die Platte an dieser Stelle entriegelt. Entriegelt man die Platte an den
drei übrigen Stellen, siehe Figur 1, so ist sie abnehmbar. Zum Abnehmen benutzte
man bisher Saugnäpfe und dergleichent die von oben auf die Platte gesetzt wurden.
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Die Abnahme der Platte ist bei der vorliegenden Neuerung bedeutend
vereinfacht. Wie aus Figur 3 hervorgeht, ist der dort gestrichelt dargestellte Vierkant
17 mit einem Gewinde 22 versehen.
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Auf dieses Gewinde 22 kann eine Abhebevorrichtung aufgeschraubt werden.
Diese Abhebevorrichtung besteht in möglichst einfacher Weise aus einem Handgriff,
Haken oder dergleichen mit einem Innengewinde. Das Innengewinde entspricht dem Außengewinde
22 des Vierkante 17. Eine solche Abhebevorrichtung kann beispielsweise die Form
des in Figur 2 dargestellten Schlüssels 19 aufweisen. Statt der Vierkantausnehmung
20 müßte der Schlüssel 19 dann ein Innengewinde aufweisen. Wie in Figur 1 durch
Schraffierung dargestellt, ist die Bohrung 13 mit einem Eunststoffstopfen 23 ausgefüllt,
so daß die Oberfläche 24 der Platte nach der Verlegung völlig eben ist.
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Im Rahmen des offenbarten neuen Gedankens sind weitere Aus : führungsbeispiele
denkbar, so braucht der Bolzen 15 nicht die in Figur 2 angegebene Form aufzuweisen,
er kann beispielsweise auch als Dreikant oder nach Art einer Inbusschraube ausgebildet
sein. Weiterhin kann die neue Platte nicht nur auf Fußboden sondern auch an Wänden,
an Decken und ganz allgemein an ebenen Flächen verlegt werden.