DE1829209U - Raumbildvorsatz fuer fernsehgeraete u. dgl. - Google Patents
Raumbildvorsatz fuer fernsehgeraete u. dgl.Info
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Description
- Anmelder : Julius Neubauer Hamburg-Lemsahl
Die bisherigen Fernsehgeräte gestatten nur eine Betrachtung eines elektronisch erzeugten Bildes auf der Fläche eines Bildschirmes, also nicht plastisch. Plastische Bildbetrachtungen hat man beispielsweise im Film durch das sogenannte Drei-Wand-Verfahren erreicht, das aber sehr teuer und auf die Fernsehvorrichtung nicht anwendbar ist. Eine andere Möglichkeit des plastischen Sehens wäre die Herstellung zweier gleicher Bilder in entsprechendem Aufnahmeabstand und die Ausrüstung jedes Fernsehbetrachters mit einem Stereoskop mit zwei nebeneinanderliegenden Linsen, was aber auch umständlich ist, erhebliche Kosten beim Fernsehapparat macht und für jeden Zuschauer das Stereoskop erfordert. Dieser Weg ist ebenso wenig gangbar wie man für Filme bei Farbfilmen die Verteilung entsprechender Brillen an die Zuschauer versucht hat.Raumbildvorsatz für Fernsehgeräte u. dergl. w - Hier setzt die Erfindung ein, welche darauf beruht, daß nicht etwa ein plastisches Bild erzeugt wird, sondern nur im menschlichen Auge ein räumlihher Beildeindruck erweckt wird, worauf es allein ankommt. Der Erfindungsgedanke besteht daher darin, vor einem Fernsehapparat eine Linse entsprechender Größe anzuordnen, und zwar entweder Konkavlinse oder Konvexlinse, welche die Bildschirmfläche abdeckt und nun in dem Betrachter, d. h.,
bildschirmes angepaßt sein und zweckmäßig rechteckige Form haben, sie können auch im Ganzen sphärisch gekrümmt sein, um sich dem Bildschirm anzupassen. Auch ist es möglich, durch die Form der Linse in bekannter Weise Bildverzerrungen des Fernsehbildes, die sonst nicht korrigiert werden können, auszugleichen, also elektronische Verzerrungen zu korrigieren.J im menschlichen Auge den Eindruck eines plastischen Fernseh- bildes vermittelt. Diese Linsen müssen der Größe des Fernseh- - Da die üblichen Glaslinsen in der erforderlichen Größe eines Bildschirmes sehr teuer würden und die Herstellung rechteckiger Formen unter Material-und Zeitaufwand sehr große Schwierigkeiten machen würde, hat die Anmelderin ebenfalls eine entsprechende Linsenkonstruktion erfurden, welche darin besteht, daß man eine in entsprechenden Formen herstellbare Hohllinse aus Kunststoffen, wie z. B. Acrylsäureestern oder Methylacrylsäureestern (unter dem geschützten Namen Plexiglas bekannt) herstellt, die mit geeigneter Flüssigkeit gefüllt werden kann. Diese Hohllinsen haben insbesondere rechteckige Form und sind dem Bildschirm angepaßt, entweder konkav oder konvex und in ihrer jesamten Fläche außerdem noch sphärisch, wenn erforderlich, gekrümmt.
- Diese Linsen können in jeder erforderlichen Größe hergestellt werden, also nicht nur entsprechend den größten Bildschirmen der üblichen Fernsehgeräte, sondern auch großer (einige Quadratmeter und mehr). Letzteres ist nämlich erforderlich, wenn man diesen Raumb-ildvorsatz nicht für Fernsehgeräte, sondern, wie es auch der Erfindung entspricht, für die Betrachtung von Diapositiven benutzen will. Außerdem kann man selbstverständlich aunh bei allen anderen Betrachtungsgegenständen, wie Radarschirmen, diesen Vorsatz mit Erfolg benutzen, wobei bei Benutzung einer
/ Konvexlinse noch gleichzeitig eine Vergrößerung außer dem plastischen Bildeindruck erreicht wird. - Erfindungsgemäß wird das Fernsehbild also nicht plastisch übertragen, sondern es ist nur ein planes Bild wie ein Fotobild auf dem Schirm ; die plastische Wirkung der Betrachtung entsteht aber durch die subjektive Augenempfindung, hervorgerufen durch ein in dem Auge entstehendes viertuelles Bild, das aber demzufolge nicht auffangbar ist.
- Das virtuelle Bild entsteht stets bei Konkavlir. sen, bei Konvexlinsen nur dann, wenn sich das Schirmbild, also das Fernsehbild innerhalb der Brennweite, also des Abstandes zwischen Linsenmittelebene und Brennebene befindet. Würde das Bild außerhalb der Brennebene zur Entstehung kommen, so gibt es nur ein reelles Bild ohne plastische Wirkung. Man kann die Wirkung natürlich durch Glaslinsen erzielen, wobei aber der Aufwand für die industrielle Verwertung zu groß wäre, wie z. B. das bei astronomischen Geräten bekannt ist, Daher ist ein wesentlicher Erfindunjsgedanke die Verwendung von Kunststoffhohllinsen. Bei der Verwendung der Sammellinse (Konvexlinse) tritt außerdem noch neben der
räumlichen Wirkung des virtuellen Bildes eine Vergrößerung ein. - Man kann also bei der Verwendung von Konvexlinsen kleinere Bildschirme benutzen, aber trotzdem ein größeres Lild gewinnen. Außerdem gestattet die Verwendung von Kunststofflinsen ohne großen Kostenaufwand die Korrektur etwa auftretender Bild Verzeichnungen.
- Das Auge ist gewohnt, plastisch zu sehen, so daß die längere Betrachtung von Flächenbildern das Auge ermüdet, und schon ein Vorteil dadurch für das Auge eintritt, daß es ein Bild räumlich erfassen kann. Außerdem hat noch das Vorschaltgerät mit dieser Linse den Vorteil, daß man die bisher üblichen Vorsatzscheiben
J Aufgabe nun durch die Vorsatzlinse mitübernommen wird.zum Verkleinern der Flimmerwirkung sparen kann, indem auch diese A - In einer bei spiels weisen Ausführungsform ist die Erfindung in der beigefügten Zeichnung schematisch dargestellt : In Fig. 1 die grundsätzliche Entstehung des virtuellen Bildes bei einer Konvexlinse (Ausschnitt aus dem Gesamtbild) In Fig. 2 die Anordnung von Bildröhre und Linse im Apparat 7 stehend In Fig. 3 die Anordnung von Bildröhre und Linse im Apparat 7 liegend mit Spiegel 8.
- Man sieht bei 2 angedeutet die Bildröhre eins Fernsehgerätes mit dem Bildschirm. Im Abstand dazu (in der Praxis etwa 8 cm) angeordnet die Linse 1, also eine Hohllinse aus Kunststoff gefüllt mit geeigneter Flüssigkeit z. B. aqua destillata und einer Größe, weilche den Fernsehbildschirm abdeckt. Der Betrachter sieht nun aus
Richtung des Auges 6 gegen die Richtung der in ausezogenen Li- nien gezeichneten Pfeile (Lichtstrahlen) durch die Linse 1 dias virtuelle Bild 4 plastisch, wobei in gestrichelten Linien hinter dem Bildschirm das theoretisch entstehende virtuelle Bild ange- deutet ist. 3 ist ein Teilausschnitt des elektronisch erzeugten aufzufassen ist ; 5 sind die beiden Brennpunkte der Linse 1. statt des Fernsehschirmes kann man auch einen Radarschirm oder einen anderen belichteten Bildschirm benutzen, um vergrößerte und kontrastreichere Bilder für den Betrachter zu erzielen. Man kann sogar Diapositive in dieser Weise plastisch betrachten, wenn man in genügender Entfernung von dem Diapositiv und dem Betrachter nähergerückt entsprechend größere Linsen, gewissermaßen Linsenwände, aufstellt. Die genannten Anwendungsfälle sind nur beispielsweise genannt, denn es liegt auf der Hand, daß die Erfindung derartiger Linsen auch für alle gleich gelagerten oder ähnlich gelagerten Fälle benutzt werden kann, um eine räumliche bzw. kontrastreichere Betrachtung zu erreichen. Ebenfalls ist die Linse nicht auf eine Linse aus Acrylsäure oder Polyestern beschränkt, es können auch alle anderen gleichartigen härtbaren durchsichtigen Kunststoffe zur Herstellung der Lise dienen.Bildes, welches in dieser Betrachtung als leuchtenden Gegenstand - Wenn gewünscht, kann man die Linse auch in der üblichen Weise mit Gummisaugnäpfen an dem Bildschirm festhalten, vene. sie nicht von vornherein. bei einem neuen Apparat angebaut ist und so die älteren Apparate für die neue Vorrichtung benutzbar gestalten.
- Bei der Herstellung von Fernsehgeräten kann auf den Einbau, der Implosionsschutzscheibe verzichtet werden, da die Linse gleichzeitig diesen Schutz übernimmt.
Claims (3)
- Schutzansprüche 1.) Optischer Vorsatz für Fernsehgeräte u. dergl. dadurch gekennzeichnet, daß insbesondere vor dem Bildschirm einer Braunschen Röhre eine der Größe des Bildschirmes entsprechende Linse angeorndet ist zu dem Zwecke, bei dem Betrachter ein räumlich empfundenes Bild zu erzeugen.
- 2.) Optischer Vorsatz für Fernsehgeräte u. dergl. nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß eine Konvexlinse angeordnet ist, um gleichzeitig eine Vergrößerung des virtuell, also räumlich erschilnenden Bildes zu erzielen.
- 3.) Optischer Vorsatz für Fernsehgeräte u. dergl. nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsatzlinse größer ist als der Bildschirm, so daß auch bei seitlicher Betrachtung der Linsenrand nicht benutzt wird und so die Randverzeichnungen vermieden werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEN10727U DE1829209U (de) | 1959-12-16 | 1959-12-16 | Raumbildvorsatz fuer fernsehgeraete u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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1959
- 1959-12-16 DE DEN10727U patent/DE1829209U/de not_active Expired
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