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Vogelkäfig Es ist schon immer das Bestreben gewesen, die Käfige von
im Haus gehaltenen Vögeln möglichst schnell und gründlich reinigen, insbesondere
den auf dem Käfigbouen liegenden Schmutz und Abfall leicht entfernen zu können,
ohne dass sich irgendwo in Fugen oder Ecken des Käfigs Reste absetzen.
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Eine Lösung auf diesem Wege sind die Käfige, bei denen der vergitterte
Oberteil, der sogenannte Drahtkorpus, in einen besonderen Unterteil aus Glas oder
Kunststoff gesetzt ist, der meist aus einem Stück hergestellt ist und nach Abheben
des Oberteils leicht gesäubert werden kann. Bei diesen Käfigen mit Kunststoffunterteil
sind die Wände dieses Unterteils in der Regel so hoch ausgebildet, dass sie die
üblichen einschiebbaren Glasscheiben der konventionellen Käfige ersetzen.
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Diese Scheiben haben bekanntlich den Zweck, dass sie von dem im Käfig
befindlichen Vogel etwa weggeschleudertes Futter oder Nasser im Käfig zurückhalten.
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Viele Vogelbesitzer bevorzugen jedoch Käfige, bei denen die schon
lange Zeit bekannten Scheiben wahlweise hochgezogen werden können, damit man durch
eine dahinter befindliche Öffnung in den Käfig hineinlangen kann. Bei diesen Käfigen
ist in der Regel in dem Sockel eine herausziehbar Schublade vorgesehen, die ein
schnelles Säubern gestattet.
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In dem Bestreben, die beschriebenen Eigenschaften beider Käfigarten
zu erhalten, schafft die vorliegende Neuerung einen aus Sockel und Drahtkorpus zusammensetzbaren
Vogelkäfig, bei dem der etwas vertieft in den Sockel hineingesetzt Korpus unmittelbar
oder mittels eines Zwischenstückes auf Vorsprüngen in der inneren Sockelwand ruht,
unterhalb denen eine herausziehbare Schublade angeordnet ist. Diese Vorsprünge können
als durchgehender Absatz ausgebildet sein, es kann aber auch genügen, dass lediglich
z. B. an jeder Ecke oder an anderen zweckmässig verteilten Stellen, eine Auflage
für den Drahtkorpus vorhanden ist.
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Der Korpus trägt an zwei gegenüberliegenden Seiten Klammern, mit denen
er an Vorsprüngen des Sockels schnell und wirksam befestigt und ebenso schnell auch
wieder gelöst werden kann.
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Der Sockel kann sowohl aus Kunststoff als auch aus Metall bestehen.
Eine Besonderheit der Neuerung liegt darin, dass der Boden unterhalb der herausziehbaren
Lade ebenfalls noch
| herausziehbar angebracht sein kann, was zur gründlichere |
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Reinigung des Sockels stets von Vorteil ist.
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Durch 5 Figuren wird die Neuerung an einigen Ausführungbeispielen
eingehend erläutert. So zeigt die Fig. 1 einen Käfigsockel aus Metall mit der etwas
herausgezogenen Schublade, Fig. 2 denselben Sockel, in welchem der unten durchsichtige
Scheiben aus Glas oder Kunststoff tragende Drahtkorpus eingesetzt ist,
Fig.
3 einen aus Kunststoff hergestellten Sockel, in dessen ausgesparter rechter Seitenwand
eine Schublade eingeführt werden kann, Fig. 4 ein Einsatz-oder Auflegestück, ebenfalls
aus Kunststoff, das in den Sockel gemäss Fig. 3 hineingesetzt werden kann, auf dem
später der Korpus ruht, Fig. 5 eine Abänderung des Sockels gemäss Fig. l, bei dem
der Absatz an den Seitenwänden durch einfache, rechtwinklig gebogene Metallstücke
an den vier Ecken ersetzt ist.
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Die etwa 3 bis 6 cm oder noch etwas höhere Wand 1 des Sockels gemäss
Fig. 1 ruht auf den Füßen 2. Der obere Rand der Wand 3 ist rechtwinklig in die Horizontallage
umgebogen, damit er beim Einsetzen des Korpus einen guten Abschluss bildet. Dieser
Rand kann jedoch auch fortgelassen werden. Unterhalb des Randes befindet sich der
Absatz 4 des eigentlichen Sockels, der naturgemäss etwas breiter sein muss als der
Rand und zum Aufsetzen des unteren Korpusrandes dient. Unter diesem Rand befindet
sich die herausziehbare Lade 5, an deren Stirnseite ein inopf oder dergleichen 6
zum Anfassen vorgesehen ist.
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Die Schublade ist ebenso wie die übrigen Teile des Sockels aus verhältnismässig
dünnem Blech gefertigt. Die Höhe der Schublade ist geringer als die Höhe der inneren
Wand der Sockelbleche, welche aus der Seitenwand vorspringt und den einsetzbaren
Korpus trägt. Unterhalb der Schublade ist noch ein weiteres Body-Blech vorgesehen,
welches in geschlitzten Schienen gehalten ist und ebenfalls herausgezogen werden
kann.
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Diese Schienen tragen auf ihrer Oberseite die herausziehbare Schublade.
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Sowohl an der Öffnungsseite als auch auf der gegenüberliegenden Seite
weist der Rand einen Vorsprung 9 auf, der als Haken, Stift o. dgl. ausgebildet ist,
an denen der Korpus mit seinen Bügeln 10 (Abbildung2) durch einen einzigen Handgriff
befestigt werden kann, wie aus Fig. 2 erkennbar ist. (Der Bügel an der linken Seite
ist der Übersichtlichkeit halber nicht gezeichnet).
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Die Seitenwände des Sockels bestehen zweckmässigerweise aus etwas
stärkerem Blech, die Boden-und Seitenflächen der Schublade und des Bodenbleches
können aus dünnerem Blech gefertigt sein.
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Der Sockel gemäss Fig. 3 ist aus Kunststoff in einem Stück gefertigt.
Seine Ränder sind demgemäss etwas stärker ausgebildet, als dies bei Blech der Fall
wäre. Der Sockel ohne die Lade wird aus einem Stück gepresst, in welchem dann auch
gleich der innere Absatz 11 vorgesehen werden kann. Auf diesen Absatz wird nun nicht
der Korpus direkt gestellt. Vielmehr wird zunächst das Zwischenstück gemäss Fig.
3 auf den in der Mitte der Seitenwände vorgesehenen Rand gesetzt, der dann erst
den Drahtkorpus trägt. Auch dieses Einsatzstück gemäss Fig. 4 wird aus einem Stück
aus Kunststoff hergestellt.
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Alsdann kann der Drahtkorpus in gleicher Weise, wie in Fig. 2 dargestellt,
eingesetzt werden. Bs bietet auch keine Schwierigkeiten, die Schublade für diesen
Kunststoffsockel ebenfalls aus Kunststoff zu fertigen.
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Die einfache Gestalt des Kunststoffsockels gestattet eine billigere
Herstellung als die Fertigung aus Blech, und die Reinigung eines solchen Kunststoffsockels
ist ebenfalls ausserordentlich bequem und einfach durchzufuhren.
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Der in Fig. 5 dargestellte Aufbau eines Sockels erspart zum Unterschiede
zu der Ausführung gemäss Fig. 1 den besonderen Absatz 4 an den Sockelwänden, weil
hier der Drahtkorpus lediglich auf in den vier Ecken vorgesehene angelötete oder
angeschweißte Aufsatzstücke 12 gesetzt wird. Die Anbringung der Schublade und des
besonderen Bodenbleches entspricht hier genau der Anordnung gemäss Fig. 1.