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Betrifft : Beschreibung zur Gebrauchsmusteranmeldung Aktenzeichen
: A 14 667/57a Gm.
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Anmeldetag : 13. Februar 196o.
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Gegenstand : Antriebskurbel für Lichtbildgeräte.
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Die Erfindung betrifft eine auf/umklappbare Antriebskurbel für Lichtbildgeräte,
die speziell für die Rückspulung verwendet wird und vorzugsweise auf der Welle der
Rückspulereinrichtung angeordnet ist.
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Umklappbare Antriebskurbeln, die auf der oben tellerartig vergrösserten
Rückspulerwelle angeordnet sind, sind bekannt.
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Nach der vorliegenden Erfindung ist die tellerartige Vergrößerung
der Rückspulerwelle in der Kameraoberkappe derart vertieft gelagert dass nur ein
oben angeordneter Rand der tellerartigen Vergrösserung über die Kameraoberkappe
herausragt.
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Die Antriebskurbel ist auf dem tellerartigen Teil der Rückspulerwelle
umklappbar gelagert und zwar derart, dass eine den Griff der Antriebskurbel in der
umgeklappten Stellung gegen Aufklappung blockierende, abgewinkelte haarnadelartige
Feder bei Freigabe durch einen Taster, die Antriebskurbel automatisch in die Arbeitsstellung
aufzuspringen veranlasst. Nach der Erfindung ist ausserdem der oben erwähnte über
die Kameraoberkappe überstehende Rand als Widerlager für die Antriebskurbel in der
Arbeitsstellung wirkend ausgebildet, wobei dieser Rand als Teilstück zugleich das
Scharniergegenlager für die Antriebskurbel bildet und durch die Anbringung auf den
tellerartigen Teil der Rückspulerwelle zugleich den mit einem Kragen versehenen
Taster zur Freigabe in seiner Ruhestellung unverlierbar hält.
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Eine weitere erfindungsgemässe Ausbildung ist ausserdem noch in der
Gestaltung der Rastfeder für den Antriebskurbel-Griff zu sehen, weil dieselbe einerseits
in der Draufsicht eine abgewinkelte Haarnadelfeder darstellt, wobei auf die Abwinkelung
der Konus des Tasters 'wirkend die Entblockung vornimmt und zugleich dieselbe Feder
mit ihrem einen Schenkel infolge Wölbung desselben einen Dauerdruck gegen die in
Ruhestellung befindliche Antriebskurbel ausübt, sodaß dieselbe bei dem oben erwähnten
Druck auf den Auslöseknopf in die Arbeitsstellung gelangt.
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Erfindungsgemäß ist die erwähnte Haarnadelfeder mit ihrem, dem Rastschenkel
gegenüberliegenden Schenkel durch seine daran befindliche Umbiegung selbsthaltend
in dem tellerartigen Teil der Rückspulerwelle gegen Verlagerung gesichert und in
einer Nut des tellerartigen Teils derart gelagert, dass nur der Rastschenkel gegenüber
dem zweiten Schenkel federn kann, wobei aber der zweite Schenkel mit seiner nach
oben gebogenen Wölbung eine Federung senkrecht zur Federrichtung des Rastschenkels
erzeugt.
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Um eine leichte Montage zu ermöglichen und die Einzelteile preisgünstig
auszubilden, wird der mit dem oben erwähnten Rand versehene und als Gegenlager für
die Antriebskurbel ausgebildete Deckel mittels Laschen und durch Umbiegung derselben
ändern tellerartigen Teil der Rückspulerwelle befestigt. Dieser Deckel hat eine
der Antriebskurbel entsprechende Öffnung, in die die Antriebskurbel in der Ruhestellung
versenkt gelagert ist.
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Die Erfindung ist in einem möglichen Ausführungsbeispiel in den Zeichnungen
dargestellt und nachfolgend beschrieben.
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Die Figur 1 zeigt einen Schnitt durch die Rückspulerwelle mit der
umgeklappten Rückspulerkurbel.
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Die Figur 2 zeigt einen Schnitt A-B nach der Figur 1.
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Die Figur 3 zeigt einen Schnitt durch einen Geräteteil mit der teilweise
geschnittenen Rückspulerwelle und aufgeklappter Rückspulerkurbel.
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Die Figur 4 zeigt den Taster zur Ausrastung der Rückspulerkurbel-Haltefeder
in Ruhestellung.
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Die Figur 5 zeigt den Taster nach Figur 4 in der Ausrastestellung.
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Die Figur 6 zeigt den Rückspulerknopf mit der umgeklappten Kurbel
von oben gesehen.
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Die Rückspulerkurbel 1 hat einen Griff 2, der im umgeklappten Zustand
in einer Öffnung 3 des Rückspulerknopfes 4 versenkt werden kann. Der Rückspulerknopf
4 ist mit der Rückspulerwelle 5 aus einem Stück gefertigt. Über den Rückspulerknopf
4 ist eine Kappe 6 gesetzt, die durch vorzugsweise drei umgelegte Lappen 7 an dem
Rückspulerknopf 4 gehalten wird. In der Kappe 6 ist ein der Form der Rückspulerkurbel
1 angepasster Ausbruch 8 vorhanden, in welchem die Rückspulerkurbel 1 im umgeklappten
Zustand eingelegt lagert.
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Die Kappe 6 hat oben einen hochgezogenen Rand 9, der als Auflager
für die Rückspulerkurbel 1 im aufgeklappten Zustand dient und welcher derart angeordnet
ist, dass eine Behinderung für die
Kurbeldrehung durch das Kameraobergehäuse
10 nicht eintreten kann.
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Die Kurbel 1 hat an ihrem Ende eine umgewinkelte Verbreiterung 11,
die seitlich zwei Zapfen 12 und 13 trägt. Diese beiden Zapfen 12 und 13 ragen unter
entsprechende Ausnehmungen der Kappe 6, so dass im zusammengebauten Zustand eine
Scharnierkonstruktion gebildet ist.
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Der Griff 2 der Kurbel 1 ist an ihrem Befestigungsende im Durchmesser
derart verkleinert, dass sich mit der Kurbel 1 zusammen, eine Rille bildet. Beim
Umklappen der Kurbel 1 in die Ruhestellung legt sich der eine Schenkel 15 der Feder
16 wie aus der Figur 1 ersichtlich, in diese Rille 14, so dass die Kurbel 1 in dieser
Stellung blockiert wird. Die Feder 16 ist von dem Schenkel 15 ausgehend abgewinkelt
und mit ihrem anderen Schenkel 17 in einer Nut 18 des Rückspulerknopfes 4 unverrückbar
gelagert. Der in der Nut 18 festgelegte Schenkel 17 ist nach oben derart gebogen,
dass diese Biegung 19, wie aus der Figur 2 ersichtlich, gegen die Kurbel 1 drückt,
wodurch zugleich der Federschenkel 17 in die Nut 18 gedrückt und damit die ganze
Feder 16 in ihrer Lage unter der Kappe 6 und auch durch dieselbe gehalten wird.
In dem Rückspulerknopf 4 ist ausser der Nut 18 noch die Nut 20 vorhanden, die so
breit ist, dass der Schenkel 15 darinnen schwingen kann. Ein Taster 21 hat unten
einen Kragen 22, an den sich ein Konus 23 und ein zylindrischer Stift 24 anschließt.
Der Stift 24 ist in dem Rückspulerknopf 4 gelagert. Er liegt mit seinem Konus 23
an dem Schenkelteil 25 der Feder 16 derart an, dass er bestrebt ist, sich mit seinem
Kragen 22 nach oben gegen die Unterseite der Kappe 6 zu legen. Durch eine entsprechende
Bohrung in der Kappe 6 ragt der Taster 21 oben heraus. Diese Stellung ist in der
Figur 4 dargestellt.
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Zum Wesen der Erfindung gehört es auch, dass zwischen dem Lagerkörper
26 und dem oberen Kameragehäuse 10 ein beispielsweise aus Kunststoff gefertigtes
Teil 27 für den umgeklappten Kurbelgriff 2 genügend Raum während der Rotation der
Rückspulerwelle 5 zulässt.
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Die Rückspulerwelle 5 ist in an sich bekannter Weise mittels einer
Haarnadelfeder 28 infolge der Rillen 29 und 3o hochziehbar aber unverlierbar und
drehbar, sowie leicht montierbar, in dem Lagerkörper 26 gelagert. Die aufgeklappte
Antriebskurbel 1 lagert auf dem Rand 9 der Kappe 6. In dieser Stellung kann mittels
dieser Antriebskurbel 1 durch den Griff 2 die Welle 5 gedreht werden.
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Wenn die Kurbel 1 umgeklappt wird, legt sie sich in die Nut 8 der
Kappe 6, wobei der Griff 2 neben der Welle 5 gemäß der Figur 1 lagert. Hierbei wird
wie aus der Figur 2 ersichtlich, die Biegung 19 der Feder 16 gegen den Rückspulerknopf
4 zusammengedrückt und dadurch gespannt. Der Feder-Schenkel 15 legt sich in die
Rille 14, wodurch ein Hochklappen der Antriebskurbel 1 infolge der oben erwähnten
Federspannung verhindert wird.
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Wenn es erwünscht ist, dass die Antriebskurbel 1 in die gemäß der
Figur 3 dargestellte Arbeitsstellung gebracht werden soll, wird die Rastung des
Feder-Schenkels 15 durch einen Druck auf den Taster 21 aufgehoben. Man vergleiche
bitte die Figuren 4 und 5. Die Aufhebung der Rastung ist in der Figur 5 dargestellt.
Der Pfeil zeigt die Richtung an, in welcher sich der Feder-Schenkel 15 bei niedergedrücktem
Taster 21 bewegt hat.
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Die Montage erfolgt ebenfalls sehr einfach.
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Es sei angenommen, dass die Welle 5 noch nicht im Gerät 26 gelagert
und die Kurbel 1 noch nicht an der Welle 5 angebracht ist.
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So wird die Feder 16 in die Nut 18 eingelegt und auf die Feder 16
der Taster 21 in die dafür im Knopf 4 vorgesehene Bohrung gemäß der Figur 6 gelegt.
In die Kappe 6 wird der Kurbelarm 1 eingehängt, so dass er in der Stellung gemäß
Figur 3 liegt. Dann wird die Kappe 6 über diese Teile gesetzt und durch Umbiegung
der Lappen 7 befestigt. Die komplette Welle 5 wird sodann in deren Lager 26 gesteckt,
wobei sich die Haarnadelfeder 28 spreizt und die Welle 5 unverlierbar aber drehbar
festhält.