DE1815684A1 - Reflektor fuer Wasserschall - Google Patents
Reflektor fuer WasserschallInfo
- Publication number
- DE1815684A1 DE1815684A1 DE19681815684 DE1815684A DE1815684A1 DE 1815684 A1 DE1815684 A1 DE 1815684A1 DE 19681815684 DE19681815684 DE 19681815684 DE 1815684 A DE1815684 A DE 1815684A DE 1815684 A1 DE1815684 A1 DE 1815684A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- outer layers
- reflector according
- middle layer
- reflector
- layer
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 20
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- 239000002775 capsule Substances 0.000 claims description 7
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000010959 steel Substances 0.000 claims description 6
- 125000006850 spacer group Chemical group 0.000 claims description 5
- 230000001413 cellular effect Effects 0.000 claims description 3
- 229920001971 elastomer Polymers 0.000 claims description 3
- 239000003822 epoxy resin Substances 0.000 claims description 3
- 229920000647 polyepoxide Polymers 0.000 claims description 3
- 229920002635 polyurethane Polymers 0.000 claims description 3
- 239000004814 polyurethane Substances 0.000 claims description 3
- 239000004793 Polystyrene Substances 0.000 claims description 2
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 2
- 229920002223 polystyrene Polymers 0.000 claims description 2
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 claims 1
- 239000013518 molded foam Substances 0.000 claims 1
- 239000006260 foam Substances 0.000 description 7
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 4
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 3
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 2
- 239000004794 expanded polystyrene Substances 0.000 description 2
- 239000008187 granular material Substances 0.000 description 2
- 229910001385 heavy metal Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000011159 matrix material Substances 0.000 description 2
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 2
- 230000001629 suppression Effects 0.000 description 2
- 206010011416 Croup infectious Diseases 0.000 description 1
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 1
- 230000032683 aging Effects 0.000 description 1
- 239000011324 bead Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 229910010293 ceramic material Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000013016 damping Methods 0.000 description 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 description 1
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 1
- 238000004382 potting Methods 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10K—SOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10K11/00—Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound in general; Methods or devices for protecting against, or for damping, noise or other acoustic waves in general
- G10K11/18—Methods or devices for transmitting, conducting or directing sound
- G10K11/20—Reflecting arrangements
- G10K11/205—Reflecting arrangements for underwater use
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Soundproofing, Sound Blocking, And Sound Damping (AREA)
- Laminated Bodies (AREA)
Description
MlIED. KRUPP GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG HTESSEN
Die Erfindung bezieht sich auf einen Reflektor für Wasserschall zum Betrieb auch unter hohen Vasserdrücken,
mit einer Außenschicht aus im Vergleich zum Wasser leichtem, kompressiblem Material.
Bei bekannten Reflektoren dieser Art ist eine leichte und kompressible, z.B. aus Schaumstoff mit Lufteinschlüssen
bestehende Schicht von einer Metallkapsel mit biegeelastischer Membran an der Vorderseite wasserdicht
eingeschlossen. Die Wirksamkeit dieser Reflektoren ist unbefriedigend. Die abdeckende flexible
Membran ist bei hohen Drücken nicht hinreichend steif und ist nicht biegewellenfrei. Deshalb muß die Kapsel
so stark ausgebildet werden, daß sie die akustischen Eigenschaften des Gesamtbildes mit der eingeschlossenen
leichten,kompressiblen Schicht unerwünscht verändert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Reflektor der eingangs gekennzeichneten Art zu schaffen, der
in einem breiten Frequenzband wirksam und biegewellenfrei ist und auch unter hohen Wasserdrücken zu gebrauchen
ist.
Bei der Lösung der Aufgabe geht die Erfindung von der Überlegung aus, akustische Tiefpässe für Wasserschall
009826/1205 .... 2
zu verwenden, die, wie ihr elektrisches Analogon, oberhalb ihrer Grenzfrequenz einfallende Wellen reflektieren.
Das sind im einfachsten Falle dreischichtige Körper, z.B. leichte, kompressible Außenschichten
in Verbindung mit einer schweren Mittelschicht oder schwere Außenschichten in Verbindung mit einer leichten,
kompressiblen Mittelschicht. Für die erste Form ergibt sich eine bessere Unterdrückung von unerwünschten
Biegewellen, weil leichte kompressible Stoffe, wie z.B. Schaumstoffe, die Schallwellen von Natur aus
dämpfen.
Ausgehend von diesen Überlegungen läßt sich die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch lösen, daß beiderseits
einer Mittelschicht aus spezifisch schwerem, vorzugsweise inkompressiblem Material je eine Außenschicht
aus spezifisch leichtem und kompressiblem Material angeordnet ist. Dadurch erhält man einen
akustischen Tiefpaß für Wasserschall, der im Bereich oberhalb seiner Grenzfrequenz ausgezeichnete Eeflektionseigenschaften
auch unter hohen Wasserdrücken gewährleistet und insbesondere weitgehend biegewellenfrei
ist. Selbst wenn bei hohen Wasserdrücken die kompressiblen Schichten auf einen Bruchteil ihrer
ursprünglichen Dicke zusammengedrückt werden, weist der Reflektor noch vielfach bessere Reflektions-
009826/1206
eigenschaften auf als der bekannte druckfeste gekapselte Reflektor.
Die Hittelschicht kann aus einem schwerem Metall, z.B.
Stahl bestehen und kann aus mehreren Platten zusammengesetzt sein, so daß es leicht möglich ist, durch Wahl
der Plattenzahl und/oder Plattendicke eine Anpassung an gewünschte Eigenschaften zu erzielen.
Zur Bildung der Außenschichten können alle spezifisch
leichten Stoffe oder Stoffkombinationen Verwendung finden, die elastisch kompressibel sind, z.B. Zellgummi,
ge schäumt es. Pol jure than, in weichgemachtem Epoxydharz vergossene^ Schaumpolystyrolgranulat und
ähnliche - Schaumstoffe.
Au—f der Außenseite der AmßeiiseMelä'öes IsaaneB, Beckplatten
angebracht sein, die man zwecks Eriialtung
einer im wesentlichen unveränderlichen Dicke der Außenschichten gegeneinander oder gegen die schwere Mittelschicht
durch Distanzstücke aus festerem Stoff abstützen kann« Es ist auch möglich, ähnlich wie bei den
bekannten gekapselten Reflektoren die weichen Schichten wasserdicht su kapseln, um so einen Reflektor aus zwei
außen liegenden gekapselten leichten kompressiblen
Belichten und einer schweren Mittelschicht zu bilden.
Ia 'der Zeichnung ist di© Erfindung an einigen Ausführungs-
©eispielen TeranseJaaulicht. Es zeigen
009826/1205
• · · · φφ '
Pig. 1 "bis 4 verschiedene Ausführungsformen von Reflektoren
nach der Erfindung in schematischer Darstellung und
Fig. 5 ein Diagramm zur Funktion der Reflek-Böftjfn.
nach Fig. 1 bis 4.
Bei den dargestellten Reflektoren sind sowohl vor als auch hinter einer Mittelschicht 2 aus spezifisch schwerem
Material, z.B. Stahl, je eine Außenschicht 1 bzw. 3 aus
spezifisch leichtem und kompressiblem Material, z.B. Schaumstoff, angeordnet. Ih allen drei Ausführungsbeispielen
grenzen diese drei Schichten lückenlos aneinander. Sie können beispielsweise miteinander verklebt
sein.
Die Mittelschicht 2 besteht vorzugsweise aus schwerem Metall wie Stahl, sie kann aber beispielsweise auch aus
anderen schweren Stoffen, wie Glas oder keramischen Stoffen, bestehen.
Die Schichten sind im Beispiel planparallel. Anstelle von ebenen können auch gewölbte Schichten vorgesehen
sein. Auch können die Schichten ^e nach vorliegenden
Verhältnissen durch nicht planparallele Flächen begrenzt werden.
Die Mittelschicht 2 kann auch, wie in Fig. 4 dargestellt
ist, aus mehreren gleichen oder verschiedenen Schichten, insbesondere Platten 2a, 2b und 2c bestehen.
009826/1205
ice« g?
^
J)Ie Außenschleifen 1 und 3 "bestehen aus spezifisch
leichtem und kompressiblem Stoff oder aus Stoffgemischen,
a.B. Zellgummi, geschäumtem Polyurethan, weichem Stoff,
wie weichgemachtem Sposqydharz mit durch Vergießen eingeschlossenem
Schaumpolystyrolgranulat, oder eingekapselten größeren Lufträumen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform grenzen die Außenschichten 1 md 3 unmittQlbar an das den Schall
übertragendem ¥asser 0. Fig. 2 zeigt eine Ausführungs- .
form, in der di© Außenschichten 1 und 3 auf der Außenseite
mit Deckplatten 4 und 5 versehen sind, die gegen
die zwischen den Außenschichten Λ und 3 liegende Mittelschicht
2 durch Distanzstücke 6 und 7 abgestützt sind.
Die Abdeckplatte!! wusL Bist ans stücke körnen aus beliebigen
Materialien genügender Festigkeit bestehen, welche die Druckkräfte des Wassers bei größeren Massertiefen
aufnehmen und damit ein Zusammendrücken der weichen
Schichten irerhindern oder auf ein geringeres Maß herabsetzen» Vorzugsweise bestehen die Abdeckplatten und
Distanz stück® ebenfalls aus elastischem, aber festem
Kunststoff, z.B. aus Polyurethan.
Bei der la Fig. 3 dargestellten Ausführungsform sind die
Deckplatten 4 und 5 durch Seitenwandungen 8 zu einem geschlossenen
öehäuse verbunden, das die drei Schichten
1, 2 "dsd 3 &©s Heflektors wasserdicht einhüllt. Auch
hierbei können zusätzlich zu den Seitenwandungen Distanzstücke 6 und 7» wie bei der Ausführung nach
Fig. 2, vorgesehen sein. Durch den wasserdichten Abschluß ist die Möglichkeit gegeben, die Außenschichten
1 und 3 aus gasförmigen Stoffen, z.B. aus Luft zu bilden,
ggf. aus unter Überdruck stehender Luft.
lig. 4 schließlich zeigt eine Ausführungsform, in welcher
zwei im wesentlichen druckfeste und wasserdichte Kapseln 9 und 10 vorgesehen sind, um die be Men Außenschichten
1 und 3 wasserdicht zu umhüllen. Die Mittelschicht besteht aus den einander zugewandtes. Wandungen der Kapseln
9» 10 und lose zwischen die Kapseln 9 und 10 eingefügten
oder untereinander und mit den Kapseln verklebten Platten 2a, 2b und 2c, Fig. 5 zeigt den an einem
Dreischichtexirefleicfcor nach Pig. 1 gemessenen Reflexionsfaktor
R.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise möge die folgende Betrachtung
dienen, welche an die einfache Dreischichtenanordnung nach Fig. 1 anknüpft.
Dort siad die zwei Außenschichten gleich aufgebaut. Di©
beiden Außenschichten 1 und 3 haben gleiche Dicke cL,
den gleichen Elastizitätsmodul E^, die gleiche Dichte ψ ^
und somit auch die gleiche Schallgeschwindigkeit c^
Die entsprechenden Werte für die Mittelschicht werden mit dg, Eg, Q 2 m^L C2 tesseiclme*i ^e Dicht· dee um-
003826/1205
7
7
• · · · Jt
gehenden Wassers mit © Q und die Schallgeschwindigkeit
im Wasser mit Cq.
Schallgeschwindigkeit c, Elastizitätsmodul E und spezifisch© Dichte ο sind "bekanntlich durch die Be
ziehung
ff
f CD
verknüpft. Die beim Schalldurchgang auftretende Winkeldrehung
der Phase in Jeder Schicht ist
Λ,
mit Ϋ » 1 für die Außenschieht und
(2)
K- 2 für die Hitt©Ischieht|
ferner ist A^ die Wellenlänge bei der betrachteten
Frequenz f in der Schicht P
Man kann die akustischen Verhältnisse an ebenen Schichten
bei senkrechten Schalleinfall durch Vierpolgleichungen beschreiben. Hehrschichtige Systeme lassen sich
dann z.B. mit Hilfe der Matrizenrechnung aus den Eigenschaften der einzelnen Schichten berechnen.
Mir Viörpolgleichungen akustischer Systeme gilt
wobei die Werte W****i unä r^
Werte des Schalldruckes und ^Kt**« bzw. t/a*r$e die
*« bzw. t/a*r$e
komplexen Werte der Schallschnelle an der Eingangsbzw· Ausgangsseite des akustischen Vierpolen sind.
00982S/1205
fett-)
Die Matrix I £$-/ kennzeichnet in bekannter Weise
den akustischen Vierpol.
(3) K-S is* der Wellenwiderstand des Systemes.
fä ist beim symmetrischen Vierpol gleich fr""" ' und
stellt das Verhältnis j|L/iiL*1111 Leerlauf fall dar,
d.h. am Ausgang ist dabei die Schnelle 4*4*m gleich
Null. Bei einem guten Reflektor ist <*. groß. In vorliegendem Fall wird
Μ 0C * fin ty -
Üblicherweise setzt man an:
Bei verlustlosen Materialien, und als solche seien zunächst die Materialien der Außenschichten und der
Mittelschicht angenommen, ist
(6) <£»**' /€t · «4**» ^ -es. O und damit wird
Im Sperrbereich zwischen der unteren Grenzfrequena
und der oberen Grenzfrequenz £Q besitzt das System Reflexionseigenschaf
ten j hier ist a Sr ο und sin b - o.
Da cos b niemals einen größeren Betrag als 1, &47 *Z/
niemals einen kleineren Betrag als 1 haben kann, ist bekanntlich im Sperrbereich { ^ifyr\ ** ^ und im Durch laßbereich
/ J/tfOtj C4
Diese allgemeinen Kriterien für den Sperr- und Durchlaßbereich werden im folgenden zur Diskussion von Gleichung
009826/1205
(4) "benutzt.
TIi einen möglichst großen Sperrbereich für die gewünschte
Breitbandigkeit des Heflektors zu erhalten, muß die untere Grenzfrequenz £ bei einem möglichst Heinen ψ *
und ^2 liegen, weil bei Ψ^ - -zj— oder Ψ 2 ■ -^-
wieder ein Durchlaßbereich vorliegt.
Es ergibt sich somit qualitativ ein frequenzabhängiges
Sperrverhalten.
üir die untere Grenzfrequenz gilt
Da ψ^ und Φ^ klein sind, kann näherungsweise<>C&Ifa ****&
gesetzt werden, und es wird
und % werden JS&* ~~ >
$«. hz*.
und, α&ψ^ und ψ^ ^ei ^·®Γ unteren Grenzfrequenz klein
sind, ist der Sinus praktisch gleich seinem Bogen.
Fach .linsgtzen dieser Werte in (9) nad Auflösung nach der
Grenzfrequenz wird
(10) gilt allgemein bei symmetrischem Aufbau
des Droiseüiclitreflektors9 wobei, wie eingangs fostge-
10
009828/1205
legt, der Index 1 für die beiden Außenschichten, und der Index 2 für die Mittelschicht gilt.
Bei Reflektoren werden Materialien genommen, bei denen .$4 ^*
A: 1 oder ;£>
1 ist.
Im ersten lall liegt ein Reflektor vor, dessen Außenschichten
leicht, kompressibel und schallweich und dessen Mittelschicht schwer und schallhart sindj im zweiten
Fall ist es umgekehrt. Praktisch nimmt man Materialien, die auch gegenüber dem Wasser schallweich bzw« schallhart
sind.
und für * ..A » 1 wird L· <& t/^-^^S-SL-— (12)
Der erste Fall entspricht bis zu einer Frequenz, bei der
sind, etoem elektrischen Tiefpaß in
(f ^ und ψ 2
' T* -Schaltung, weil eingangs- und ausgangsseitig je ein
schallweiches Element analog einer Kapazität liegt, die über eine Masse analog einer Induktivität verbunden sind.
Der zweite Fall entspricht dem elektrischen Analogon eines !Tiefpasses in T-Schaltung im unteren Frequenzbereich,
weil der Wasserschall zuerst auf die Masse trifft. Beide Tersionen sind theoretisch gleichwertig. Allerdings
ist die IMterdrückung unerwünschter Biegewellen im ersten
Fall besser, da Schaumstoffe und sonstige kompressible Stoffe von Natur aus dämpfen, und die dämpfenden Schichten
wegen der besseren Wirksamkeit außen liegen müssen.
009828/120S .... 11
Das deckt eich zwar nicht mit der Voraussetzung zum Ansatz der Gleichung (6). Für die praktische Bestimmung der Grenzfrequenz fu "bedeutet die Vereinfachung
in Gleichung (6) aber keinen großen Fehler.
Nachfolgend wird die obere Sperrgrenze des Reflektors näherungsweise abgeschätzt. Dabei kann'in Gleichung
(4) 4& Z(P4'<** Φι nicht mehr durch 1 ersetzt werden,
da dieser Ausdruck alle Werte zwischen -1 und +1 annehmen kann. Setst man
ft «*
so muß zur Erfüllung der GleicHung (8), da K groß ist,
entweder sin £ (JL oder sin Qi klein werden. Nun ist
aber bei schallharter Mittelschicht die Sicke aus Gewichtsgründen begrenzt{ es kann daher Χψ ^ 0? gesetzt
werden.
Also wird sin£<£f mit zunehmender Frequenz eher gegen
Null streben als sin &. Saraus ergibt sich die Bedingungegleichung
und somit die obere Sperrgrenze
J«
** UjJ"- · (15)
Je größer H ist, umso besser ist diese Gleichung erfüllt.
Se sei ein einfaches Beispiel eines Sreischichtreflektors durchgerechnet:
Se sei ein einfaches Beispiel eines Sreischichtreflektors durchgerechnet:
009826/1205
12
Die Außenschichten 1 und 3 seien druckfestes Schaumpolystyrol, eingebettet in welchem Epoxydharz. Die
Stoffkonstanten hierfür sind
Damit wird die Schallgeschwindigkeit in diesem Material
Die Mittelschicht 2 bestehe aus Stahl mit
Ο $4~3 vaA j*^ F'iO r® #*
Der Reflektor soll im Frequenzbereich von f « 1 bis fQ » 10 kHz wirksam sein.
Die äußere Schichtdicke beträgt nach Gleichung (15)
Die Dicke der Stahlplatte ist zu bestimmen aus Gleichung (11)
Abschließend sei noch kurz auf das Verhalten bei schrägem
Schalleinfall hingewiesen. Die durchgehende Welle hat bei einem dreischichtigen Heflektor ungefähr einen
Verlauf, wie er in Hg. 1 eingezeichnet ist. Beim schrägen Schalleinfall wirken die Außenschichten
schallweicher als bei senkrechtem Schalleinfall, weil gegenüber dem Wasser ein breiterer Schallkanal «ur Ter-
009826/1206
fügung steht. Die Mittelschicht wirkt schallhärter, weil
es hier umgekehrt ist, und schon bei einem' relativ kleinen Schalleinfallswinkel KU tritt Totalreflexion
ein.
Der Reflektor reflektiert deshalb bei schrägem Schalleinfall noch besser als bei senkrechtem Schalleinfall.
Im übrigen zeigt die Praxis, daß wegen der inneren Dämpfung der leichten Außenschichten die obere Grenz-
fT%qu.enz kaum noch bemerkbar ist.
Im Rahmen der Erfindung sind noch mancherlei Abänderungen möglich! insbesondere keim der Reflektor noch Analogie
der elektrischen Tiefpässe auch mit mehr als drei Schichten versehen sein oder es können mehrere Dreischichtrefl®ktoEen
der beschriefeeaen Art hintereinander geschaltet
werden. ferner ist die Erfindung sinngemäß
anwendbar für Reflektoren in anderen Flüssigkeiten als Wasser.
Es ist auch nicht erforderlich, die beiden Außenschichten
gleich stark auszuführen.
...14
00982 671205
Claims (12)
1. *Ref lektor für Wasserschall zum Betrieb auch unter
hohen Wasserdrücken, mit einer Außenschicht aus im
Vergleich zum Wasser leichtem, kompressiblem Material,
dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits einer Mittelschicht (2) aus spezifisch schwerem vorzugsweise
inkompressiblem Material je eine Außenschicht (1, 3)
aus spezifisch leichtem und kompressiblem Material angeordnet ist.
2. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelschicht (2) aus Metall besteht.
3. Reflektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelschicht (2) aus Stahl besteht.
4. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelschicht (2) aus mindestens zwei Platten
(2a, 2b s 2c) besteht.
5. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenschichten (1, 3) aus Zellgummi bestehen.
6. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschichten (1, 3) aus geschäumtem Polyurethan
besÄien.
7. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschichten (1, 3) aus in weichgemachtem Epoxydharz
vergossenem Schaumpolystryrol bestehen.
8. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Außenseiten der Außenschichten (1, 3) Beckplatten
(4, 5) angebracht sind.
(J09826/1205
ORIGINAL INSPECTED
9· Heflektor nach Anspruch S, dadurch gekennzeichnet, daß
die Deckplatten (4, 5) gegen die zwischen den Außenschichten liegende Hittelschicht (2) abgestützt sind.
10. Reflektor nach inspruch 9* dadurch gekennzeichnet, daß sun Abstützen der Deckplatten (4, 5) in die Außenschich
ten(1, 5) eingebettete Distanzstücke (6, 7) vorgesehen
Bind.
11. Reflektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die AuSenschichten (1, 3) in an sich bekannter Veise
je von einer wasserdichten Kapsel (9« 10) umschlossen
sind«
12. Reflektor nach einen oder mehreren der Ansprüche 1 bis
11, dadurch gekennzeichnet, daß er für einen Frequenzbereich f„ bis fA eine Dicke der Außenschichten
u ο
und eine Dicke der Mittelschicht
aufweist,
wobei ϋΛ und jfy Schallgeschwindigkeit und Dichte
der Außeaschichten und Λ die Dichte der Mittelschicht sind.
009826/1205
Leerseite
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681815684 DE1815684A1 (de) | 1968-12-19 | 1968-12-19 | Reflektor fuer Wasserschall |
| FR6942733A FR2026525A1 (en) | 1968-12-19 | 1969-12-10 | Reflector for water-borne sound |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681815684 DE1815684A1 (de) | 1968-12-19 | 1968-12-19 | Reflektor fuer Wasserschall |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1815684A1 true DE1815684A1 (de) | 1970-06-25 |
Family
ID=5716730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681815684 Pending DE1815684A1 (de) | 1968-12-19 | 1968-12-19 | Reflektor fuer Wasserschall |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1815684A1 (de) |
| FR (1) | FR2026525A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2825396A1 (de) * | 1977-06-10 | 1978-12-21 | Thomson Csf | Reversible elektroakustusche wandleranordnung |
| EP0288984A3 (en) * | 1987-05-01 | 1989-09-27 | The B.F. Goodrich Company | Low pressure acoustic reflector for conformal arrays |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2536195A1 (fr) * | 1982-11-17 | 1984-05-18 | Sintra Alcatel Sa | Reflecteur acoustique sous-marin |
| FR2539541B1 (fr) * | 1983-01-19 | 1986-09-19 | Thomson Csf | Dispositif a interface reflectrice d'ondes acoustiques |
-
1968
- 1968-12-19 DE DE19681815684 patent/DE1815684A1/de active Pending
-
1969
- 1969-12-10 FR FR6942733A patent/FR2026525A1/fr not_active Withdrawn
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2825396A1 (de) * | 1977-06-10 | 1978-12-21 | Thomson Csf | Reversible elektroakustusche wandleranordnung |
| EP0288984A3 (en) * | 1987-05-01 | 1989-09-27 | The B.F. Goodrich Company | Low pressure acoustic reflector for conformal arrays |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2026525A1 (en) | 1970-09-18 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1802373A1 (de) | Zusammengesetzte Dichtung | |
| DE19804718A1 (de) | Sandwichwand | |
| DE2946392A1 (de) | Schallisolierendes gebaeude- oder konstruktionselement | |
| DE2460807A1 (de) | Flaechenhaftes leichtbauteil aus kohlefaserverstaerktem kunststoff | |
| DE2921050A1 (de) | Schallabsorbierendes bauelement aus kunststoff-folie | |
| DE3013861A1 (de) | Daempfungsbelag | |
| DE9408118U1 (de) | Schallabsorber | |
| EP2655744B1 (de) | Schallschutzbauteil | |
| DE1815684A1 (de) | Reflektor fuer Wasserschall | |
| EP0605784A1 (de) | Akustikplatte | |
| DE60218060T3 (de) | Trennwandelement für trennwände und dergleichen mit einer füllung aus wärmeisolierendem material, insbesondere mineralwolle | |
| EP1597442A1 (de) | Zweischalige trennwand mit einer f llung aus mineralwolle | |
| DE4000132C2 (de) | ||
| DE2607603A1 (de) | Traeger, insbesondere vlies zur schalldaemmung | |
| DE8617998U1 (de) | Plattenförmiges Verbundelement | |
| DE1949657A1 (de) | Leichtes Doppelwandkonstruktionselement fuer schalldaemmende Waende | |
| DE3150116A1 (de) | "verkleidungselement zur sekundaeren laermreduzierung" | |
| DE3119499C2 (de) | Körperschalldämpfer | |
| DE202004010158U1 (de) | Steinkorb zur Erstellung einer Schallschutzwand | |
| DE4117740C1 (en) | Friction face damping lining for thin-wall component - which carries platelets, each with foot protruding transversely to flat side | |
| DE19607934C1 (de) | Reflektor | |
| DE2144621A1 (de) | Schalldaemmendes trennwandelement | |
| DE1616255C (de) | Kegel- oder pyramidenförmiger Absorber für elektromagnetische Wellen großer Frequenzbereiche | |
| DE4343187A1 (de) | Dränplatte aus Kunststoffhartschaum | |
| DE2739748A1 (de) | Schallschluckende platte |