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DE1814120C - Photographischer Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung - Google Patents

Photographischer Verschluß mit elektronischer Zeitbildungseinrichtung

Info

Publication number
DE1814120C
DE1814120C DE1814120C DE 1814120 C DE1814120 C DE 1814120C DE 1814120 C DE1814120 C DE 1814120C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
armature
drive element
sector
arm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Jörg 7547 Wildbad Sohn
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hittech Prontor GmbH
Original Assignee
Prontor Werk Alfred Gauthier GmbH
Publication date

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Description

Die Erfindung betrifft einen photographiaohen Verijchluß mit einem hin- und hergehenden, die Sektoren Γη Offen- und Schließstellung liegenden Antriebsorgan und einer elektronischem. Zeltbllduhgseinrlchrung, die einen unter der Wirkung einer Feder stehen- den zweiarmigen Ankerhebel steuert, welcher einen das-Antriebsorgan in Offenstellung der Sektoren noch vor der Bewegungsumkehr für die Dauer der Zeitbildung blockierenden Hebelarm aufweist.
Es ist bereits ein photographischer Verschluß vor- » stehender Gattung bekannt, bei dem eine elektromagnetisch betHtigbare Offenzeitsperre Anwendung findet, welche mit einem Riegelhebel versehen ist, der im Augenblick der Bewegungsumkehr des Sektorenrings in die Bewegungsbahn eines an ihm vorgesehe- nen Vorsprungs einfällt, um vom Ankerhebel der elektrischen Zeitbildungseinrichtung nach einem bestimmten Zeitintervall wieder aus der Riegelstellung herausgehoben zu werden. Nachteilig an dieser Riegelmechanik ist, daß ein gewisser Zeitbedarf zum ao In- und Außereingriffbringen des Riegelhebels am Sektorenring unvermeidlich ist, so daß sich mit dieser Verschlußanordnung extrem kurze Belichtungszeiten praktisch nicht erzielen lassen. Außerdem sind beim Außereingriffbringen des Riegelhebels durch den Ankerhebel Reibungskräfte zu überwinden, die eine entsprechend stark bemessene, auf den Ankerhebel einwirkende Feder erfordern.
Man kennt auch schon eine einen Ankerhebel umfassende elektromagnetische OffenzeitspeTe für einen Zweisektorenverschluß, wobei der eine Sektor vor der Bewegungsumkehr an den Ankerhebel anläuft und durch diesen so lange am Überschreiten des Umkehrpunkts gehindert wird, bis der Elektromagnet der elektronischen Zeitbildungseinrichtung den Anker freigibt. Diese Anordnung vermeidet zwar die zusatzliehe Ein- und Ausriegelzeit, doch muß der Ankerhebel nach Freigabe des Ankers entgegen der Wirkung einer Feder durch das Verschlußblatt verdrängt werden. Darüber hinaus setzt diese Anordnung eine entsprechend große Dimensionierung des Elektromagnets voraus, da dieser wegen der am Drehpunkt des Ankerhebels vorbeilaufenden Wirkungslinie der Haltekraft des Magnetankers ein relativ großes Moment aufzunehmen hat. Schließlich ist auch schon bei einem Elektronik-Verschluß mit kurbelgetriebenem Sektorenring die Anwendung einer Magnetsperre vorgeschlagen worden, bei der die Wirkungslinie der vom Ankerhebel aufzunehmenden Stoßkraft durch dessen Drehpunkt geht. Da der elektromagnetisch betätigbare Ankerhebel bereits in Sperrstellung in der Bewegungsbahn eines an dtr Antriebsscheibe des Verschlusses vorgesehenen Vorsprungs hineinragt, entfällt bei dieser Offenzeitsperre die Einriegelzeit, jedoch sind auch hier außer einem gewissen Zeitbedarf zum Ausriegeln erhöhte Kräfte zur Überwindung der Reibungswiderstände beim Außereingriffbringen des Hebels erforderlich.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, die vorerwähnten Mängel der bekanntcn, mit elektromagnetisch betätigbarer Offenzeitsperre ausgestatteten Verschlußanordnungen unter gleichzeitiger Beibehaltung ihrer vorteilhaften Eigenschaften zu vermeiden.
Hierzu wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß dcr mit dem Antriebsorgan zusammenwirkende Hebelarm des Ankerhebels ausknickbar ausgebildet und in bezug auf die Bewegungsrichtung des Antriebsorgans so angeordnet 1st, daß ein an diesem vorgeffiner Vorsprung art die Stirnseite des Hebelarms anlauft, und daß ein am Sektorenantriebsorgan angeordneter Stift am Ende des Bewegungsvorgangs den Hebelarm aus der Knick- wieder in die Strecklage überführt. Diese Art der Ausbildung einer Offenzeltsperre vereinigt alle Vorzüge der bekannten AusfUhrungsformen in sich, vermeidet jedoch ihre Nachteile. Einmal ist die Anordnung so getroffen, daß die Wirkungslinie der bei Blockierung auftretenden Stoßkraft durch den Drehpunkt des Ankerhebels Eehf diesbezüglich also keinerlei Drehmomente auf den'Ankerhebel ausgeübt werden, was wiederum den Vorteil hat, daß der Elektromagnet ebenso wie der Anker und der ganze Hebelmechanismus aus Teilen bestehen kann, die relativ kleine Dimensionen aufweisen können. Vorteilhaft wirkt sich zum andern aus, daß nur geringe Kräfte erforderlich sind, um den als Sperre wirksam werdenden Hebelarm des Ankerhebels zur Ausknickung zu bringen, wobei noch m beachten ist, daß die Ausknickfeder in ihrer Wirkung noch durch den vom Sektorenring ausgehenden Druck unterstützt wird. Darüber hinaus erfordert die erfindungsgemäße Riegelmechanik nichts weiter als die Anwendung eines einfachen Stifts od. dgl. am Antriebsorgan, um den Hebelarm von der Knickwieder in die Strecklage zu bringen.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird ferner vorgeschlagen, daß der dem Sektorenantriebsorgan zugeordnete Hebelarm des Ankerhebels als Knickhebel ausgebildet und mittels einer Stift-Schiltz-Führung gehalten ist, während die auf den Ankerhebel einwirkende Feder am Kniegelenk angreift. An Stelle eines Kniegelenks kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der dem Sektorenantriebsorgan zugeordnete Arm des Ankerhebels mit einer fest angeordneten Blattfeder versehen werden, die zwischen zwei ortsfesten Stiften od. dgl. längsbeweglich geführt ist. .
Die Erfindung ist nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben und in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 den Sektorenantriebsmechanismus eines photographischen Verschlusses mit elektronischer, eine elektromagnetische Offenzeitsperre einschließende Zeitsteuerung, wobei der Verschlußantrieb die Gespanntlage einnimmt,
Fig. 2 die Verschlußanordnung nach erfolgter Auslöserbetätigung und blockiertem Sektorenring, der hierbei durch einen Arm des Ankerhebels am Durchschreiten der Umkehrphase gehindert ist,
F i g. 3 den Sektorenring nach Freigabe durch den Ankerhebel,
Fig. 4 eine andere Ausführungsmöglichkeit des den Sektorenring in Offenstellung der Sektoren am Durchschreiten der Umkehrphase hindernden Ankerhebels.
In der Zeichnung ist der Sektorenantriebsmechanismus eines mit elektronischer Zeitsteuerschaltung ausgerüsteten photographischen Verschlusses veranschaulicht. Wie an sich bekannt, dient als Antriebsmechanismus eine federgetriebene Antriebsscheibe 1 sowie eine gelenkig an dieser angeschlossene Treibklinke 2, die ihrerseits mit einem Sektorenring 3 in formschlüssigem Eingriff steht. Der Ring 3 seinerseits wirkt in an sich bekannter Weise auf die Sektoren 4, von denen der übersichtlicheren Darstellung wegen nur einer gezeigt ist. In der in F i g. 1 veran-
haulichton Gospa^ntlage ist dor SeMorenantriebs
flBfoerrstellung herausbewegbar, Wird die Auslöse SPJfochBnlk 5, 6 betätigt, wird der Sektorenring 3 in an lllliich bekannter Weise durch den Kurbeltrieb 1, 2 ^KmUß der in F i g. 1 angedeuteten Pfeilrichtung anePletrieben, wobei ein am Umfang des Sektorenrings 3 SRraraesehener Lappen 3« noch vor der Bewegungs-Bföinkehr an der Stirnseite eines in seiner BewegungswKahn liegenden Ankerhebels 7 anlauft. Dieser kann liillach dem in Fig. 1 bis 3 veranschaulichten Aus-SRllirungsbeispJel als ortsfest gelagerter zweiarmiger HBlißbel ausgebildet sein, dessen einer Arm Ta den W Anker 8 trägt und dessen anderer Arm Ib zusammen W mit einem weiteren gelenkig angeschlossenen StUtz- W hebel 9, der beispielsweise mittels einer Stift-Schlitz- % Führung 10, 11 gehalten ist, einen Kniehebel bildet. fl per zweiarmige Ankerhebel 7 lagert auf einem ortsfesten Zapfen 12 und ist mit Bezug auf den hin- und Pj hergehenden Sektorenring 3 so angeordnet, daß die f Wirkungslinie der an ihm auftretenden Stoßkraft stets durch den vorgenannten Zapfen geht. Dieser wiederum trägt eine Windungsfeder 13, die einenends f ortsfest abgestützt ist und anderenends an einem den Arm Tb mit dem Stützhebel 9 gelenkig verbindenden ^ Stift 14 angreift, wobei die Feder das Bestreben hat, * den als Kniehebel ausgebildeten Teil des Anker- "l hebeis 7 auszuknicken und damit zugleich den ! Anker 8 vom Magnet abzureißen. Verhindert wird dies indessen durch einen am Sektorenring 3 angeordneten Stift 3 b, an dem der Stützhebel 9 anliegt und der den Federdruck aufnehmend den Kniehebel in
Ausgangslage des Antriebsrings 3 in Strecklage hält. Mit dem vom Hebel 7 getragenen Anker 8 arbeitet
ein Elektromagnet 16 zusammen, der im Stromkreis
ein Elektromagnet 16 zusammen, der im Stromkreis einer in der Zeichnung nur schematisch angedeuteten elektronischen Zeitbildungseinrichtung 17 liegt. Ein im Bewegungsbereich des Auslösehebels 6 angeordneter Schalter S1 ist dazu vorgeseher, die als Kippschaltung ausgebildete, ÄC-Glieder einschließende Zeitbildungseinrichtung einschließlich dem Elektromagneten 16 noch vor Freigabe des Verschlußantriebs an die Spannung der Batterie 18 zu legen. Ein weiterer, ebenfalls im Stromkreis der elektronischen Zeitbildungseinrichtung 17 befindlicher Schalter 5 der mit einem auf dem Sektorennng 3 angeordneten Kontaktstift 3 c zusammenwirkt und zwei Kontaktstellungen hat, dient in an sich bekannter Weise dazu, dann, wenn die Sektoren 4 die ObjektivötTnung freigegeben haben, den Beginn der Ze.tbildune einzuleiten bzw. mit Ruckkehr in die Ausgangslage wieder den Kurzschluß im Kondensator der Zeitsteuerschaltung herzustellen.
Die Funktion der vorbeschriebenen Verscnlulianordnung ist im einzelnen wie folgt:
Beim Betätigen der Auslösemechanik 5, 6 w-.rd zunächst, wie vorstehend bereits ausgeführt, der Schalter S1 geschlossen, was im Elektromagnet 16 den Aufbau eines den Anker 8 haltenden Magnetfelds zur Folge hat. Dieses Magnetfeld wirkt der am Oelenkstift 14 angreifenden, zugleich die Funktion einer Abreißfeder ausübenden Feder 13 entgegen»und halt den Ankerhebel 7 in der in F i g. 1 veranschaulichten Laee wobei der mit dem Sektorennng 3 zusammenaSenSe Hebelarm bzw. Kniehebel 76 9 ein starres Svstem bildet. Mit der Betätigung des Auslose-
4M hebeis 6 wird schließlich die AntriebsmechanM, 2 freigesetzt, die den Sektofenring. 3 gemHß dem in FlJl angedeuteten Pfeil in ö/niingsr chtung^e. wogt. Wtthrend hierbei der am Sektorenring 3lange-β ordnete Lappen 3«, und war noch vor Erreichen d,es Umkehrpunktes, an der Stirnseite der Wöto-Fasche9 anlauft, leitet der durch den Soktorenring3 betätigte Schalter^ den Zeitbildungsvorgang Inid« elektronischen Schaltung 17 ein. Steuert dieje.nwh ίο einem mehr oder weniger großen Zeitintervall durch, bricht das Magnetfeld im, Elektromagneten Ii»zusammen, der nun seinerseits den Anker 8,freigibt. Augenblicklich kann nun die am Gelenkstift M an greifende Feder 13 wirksam werden, die unter gleich-S5 zeitigem Abriß des Ankers 8 vom Elektromagneten 16 den Hebel 7 im Uhrzeigerdrehsinn um den Zapfen 12 bewegt. Diese Bewegung hat eine Auskmckung des dem Sektorenring 3 zugeordneten kniehebelarüg .ausgebildeten Arms Ib, 9 des Ankerhebels zur Folge. ao Die den Sektorenring 3 blockierende Stützlasche 9 des Ankerhebels 7 weicht etwas zurück und ermöglicht dem Sektorenring 3 die Bewegungsumkehr worauf der Ring, wie in Fig. 3 mit Pfeil angezeigt, die Schließbewegung ausführt. In der Endphaseidiea5 ses Bewegungsvorgangs läuft der auf dem Sektorenring 3 befestigte Stift 3b schließlich seitlich an der Stützlasche 9 an, wirkt auf diese ein und überfuhrt somit den Ankerhebel 7 bei gleichzeitiger Überwindung der Kraft der Feder 13 wieder in die in Fig 1 veranschaulichte Strecklage Mit Erreichen der Strecklage liegt der Anker 8 wieder am tlektiomagneten 16 an. Der Stift 3b hält den Ankerhebel,7 80 lange in dieser Lage, bis der Sektorennng 3 nach vorheriger Überführung der Antriebsmechanik 1, 2 in Gespanntlage erneut in öffnungsnchtung bewegt W1GemäB der in Fig.4 veranschaulichten Anordnung kann der mit dem Sektorenring 3 zusamrnen-Stende Arm des Ankerhebels 7 aucli,aus eme
Blattfeder 20 gebildet sein, der als Führung zwei beiderseits von ihr ortsfest angeordnete Stifte 21 und 22 dienen. Die Funktion ist die gleiche wie die des Ankerhebels gemäß der in Fig 1 W·?^""^ lichten Ausführungsform, nur daß hierbei an *c
45 Stelle des Kniahebeleffekts die Elastizität der Blatt feder 20 tritt.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Photographischer Verschluß mit einem hin- und hergehenden, die Sektoren in Offen- und Schließstellung bewegenden Antriebsorgan und einer elektronischen Zeitbildungseinrichtung, die einen unter Federwirkung stehenden zweiarmigen Ankerhebel steuert, welcher einen das Antriebsorgan in Offenstellung der Sektoren noch vor der Bewegungsumkehr für die Dauer der Zeitbildung blockierenden Hebelarm aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Antriebsorgan (3) zusammenwirkende Hebelarm {Tb, 9) des Ankerhebels (7) ausknickbar ausgebildet und in bezug auf die Bewegungsrichtung des Antriebsorgans so angeordnet ist, daß ein an diesem vorgesehener Vorsprung (3n) an die Stirnseite des Hebelarms (To, 9) anläuft, und daß ein am Sektorenantriebsorgan angeordneter
Stift (3 b) am Ende des Bewegungsvorgangs den Hebelarm aus der Knick- wieder in die Strecklage überführt. .
2. Photographischer Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Sektorenantriebsorgan (3) zugeordnete Hebelarm (7 b, 9) des Ankerhebels (7) als Kniehebel ausgebildet und mittels einer Stift-Schlitz-Führung (10,11) gehalten ist, während die auf den Ankerhebel (7) einwirkende Feder (13) am Kniegelenk angreift.
3. Photographischer Verschluß nach Anspruch L, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Sektorenantriebsorgan (3) zugeordnete Arm des Ankerhebels (7) eine mit diesem fest verbundene Blattfeder (20) aufweist, die zwischen zwei ortsfesten Stiften (21 und 22) längsbeweglich geführt ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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