DE1813747B - Bandfilter mit doppeltem Filterband - Google Patents
Bandfilter mit doppeltem FilterbandInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bandfilter für Flüssigkeiten mit einer oberen, die Trübe aufnehmenden
Einlaßkammer, einer unteren, das Filtrat aufnehmenden Ablaßkammer und einem zwischen beiden
Kammern angeordneten, abschnittweise aus dem Behälter herausbewegbaren, temporären Filterband.
Bei derartigen Bandfiltern muß das temporäre Filterband,
das beispielsweise aus Faservlies, Baumwollnei(„:'
oder einem ähnlichen Material besteht, nach Erreichen eines bestimmten Filterwiderstandes gereinigt
werden, d. h. der sich mit der Zeit auf dem Filterband
bildende Filterkuchen muß aus dem Behalter ausgetragen werden, da sonst die Filterleistung unzulässig
absinkt. Da das temporäre Filterband zum Erreichen eines großen Sauberkeitsgrades des filtrates
verhältnismäßig enge Durchlässe besitzt (10 bis 50 μ), steigt nach einer gewissen Filtrationszeit der
Druckverlust se hoch an, daß das Filter regeneriert
ίο werden muß.
Der Ablauf dieses Reinigungsvorganges geschie.it in der Regel in folgender Weise: Nach Abschalten
der Zufuhr weiterer zu filternder Flüssigkeit wird durch Einleiten von Preßluft in die obere Filterkammer
das Flüssigkeitsvolumen aus der oberen Kammer durch den Filterkuchen in die untere Ablaßkammer
gedrückt, wobei die Preßluft anschließend den Filterkuchen trocknet. Danach wird das Filterband mit
dem daraufliegenden Filterkuchen über sich seitlich öffnende Klappen aus dem Behälter ausgetragen. Dabei
streift ein Kritzerblech den Filterkuchen vom Filterband in einen Auffangbehälter ab. Nach dem Einsetzen
eines neuen Filterbandes und Schließen der Klappen kann eine neue Filtrationsphase beginnen.
»5 Es ist weiterhin bekannt, das temporäre Filterband
entweder gemäß dem deutschen Gebrauchsmuster 1 966 230 auf einer festen perforierten Unterlage
bzw. einem Sieb oder auf einem Förderband aufliegen zu lassen. Liegt das Filterband auf einer festen,
perforierten Unterrage, so muß es eine ausreichende
Naßreißfestigkeit besitzen, um den oft schweren Filterkuchen bei der Regenerierung austragen zu können.
Aus diesem Grunde muß in solchen Fällen das gegenüber dem Faservlies wesentlich teurere Baumwollnessel
benutzt werden, um ein Reißen des Filte;
bandes zu vermeiden. Außerdem ist mit dieser Anordnung keine optimale Ausnutzung des temporären
Filterbandes gegeben, da bei der bekannten Vorrichtung die Feinfiltration am obenliegenden temporären
Filterband stattfindet, wodurch die Regeneration zu einem Zeitpunkt vorgenommen werden muß, an dem
noch keine vollständige Ausnutzung des temporären Filterbandes gegeben ist.
Bei Verwendung eines unterhalb des Filterbandes angeordneten Förderbandes trägt das Förderband
während des Regenerierungsvorganges das daraufliegende temporäre Filterband und den Filterkuchen
aus. Dabei befinden sich Förderband und Filterband relativ zueinander in Ruhe, wodurch zwar die Gefahr
des Reißens des Filterbandes in gewissem Umfang beseitigt werden kann, jedoch Beschädigungen des in
diesem Falle billigeren, jedoch empfindlicheren Faservlieses nicht völlig zu vermeiden sind.
Man ist daher auch bei Benutzung eines Fördcrbandes dazu übergegangen, an Stelle eines Faservlieses
Ncsselband zu verwenden, welches zwar größeren Belastungen standzuhalten vermag, mit dem jedoch
auf Grund seines hohen Preises die Filtration dadurch unwirtschaftlich wird, daß nach jedem Reinigungsvorgang
ein neuer Abschnitt des Nessclbandcs zum Filtern benutzt werden muß.
Weiterhin ist es aus dem deutschen Patent 1 270 005 bekannt, die Standzeit temporärer Filterbänder
dadurch zu verlängern, daß bei der Rcgcnerierung ein auf dem Filterband aufliegendes, mit
Qiicrstäben versehenes Kratzerband den Filterkuchen
wegschiebt. Das temporäre Filterband soll dabei in seiner schon bei der Filtration eingenommenen Lage
1 8lS 747
verharren, wodurch eine bessere Ausnutzung des Filterbandes angestrebt wird. Dabei haben üic Querstäbe
die Aufgabe, einerseits das Filterband zur Abdichtung niederzudrücken und andererseits die sich
auf dem Filterband ansammelnden Fremdstoffe aus dem Behälter über eine schräge, nach oben gerichtete
Rampe auszutragen und gegebenenfalls das Filterband zu ergreifen und weiterzubewegen, wenn das
Kratzerband zum Ersatz eines verschmutzten Teils vorgeschoben wird.
Bei diesen bekannten Bandfiltern können die Querstäbe des Kratzerbandes ihrer doppelten Aufgabe
als Abkratzer und Niederhalter des Filterbandes an die Dichtflächen in der gewünschten Weise nicht
gerecht werden. Vielmehr führt eine zu starke oder zu schwache Anlage der Querstäbe an der Oberseite des
Filterbandes entweder zu einer mehr oder weniger starken Beschädigung des Filterbandes während der
Vorschubbewegung oder aber zu einer zu geringen Abdichtung und somit geringeren Filterwi.kung bzw.
ungenügenden Abtragung der Filterrückstände.
Auch in baulicher Hinsicht weist die bekannte Filtervorrichtung erhebliche Nachteile auf, denn die sich
zwischen den Förderketten erstreckenden Querstäbe beeinträchtigen nicht nur die Zugänglichkeit zum Behalterinnern,
sondern auch eine gute und gleichmäßige Verteilung und Zuführung der Schmutzflüssigkeit
von oben her in den Behälter. Im Hinblick auf die angestrebte, kompakte Bauweise ist die Unter
bringung eines Kratzerförderers in einer engen Oberkamnier
des Bandfilter« zudem äußerst schwierig und das temporäre Filterband ständig der Gefahr einer
Verletzung durch den Kratzerförderer ausgesetzt. Schließlich muß hierbei die Regeneration der Filterflache schon bei geringen Filterkuchendicken erfolgen,
da die Kratzerleisten beim Zusammenschieben des Kuchen., wesentlich dickere, der eigentlichen Beaufschlagung
nicht entsprechende Schichten bewirken.
Da der bei der Filtration auftretende Druckverlust primär eine Funktion der Kuchendickc und nicht der
Porenverstopfung des Filterbandcs isl, und daher bei
Erreichen einer bestimmten Größe zur Austragung des Filterkuchens zwingt, muß bei den bekannten
Vorrichtungen das Filterband bei der Regeneration dem Abtransport des Filterkuchens dienen, obwohl
es im filtertechnischen Sinne noch nicht verbraucht ist. Bei großen Schmutzkonzentrationen in der zu filternden
Flüssigkeit, d. Ii. bei kurzen Taktzeiten des Bandfilters, werden somit nicht unbeträchtliche FiI-tcrbandlängen
ohne vollkommene Ausnutzung verbraucht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es. die mit bekannlcn Bandfiltern verbundenen Nachteile zu vermeiden
und ein Bandfilter zu schaffen, das bei einfachem Aufbau und mit geringem Aufwand eine optimale
Ausnutzung des temporären Filterbandcs unter gleichzeitiger Vorabscheidung grober Feststoffe erlaubt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein sich oberhalb des und parallel zum temporären
Filterband erstreckendes permanentes Filterband, das abschnittweise aus dem Behälter herausbewegbar
ist. vorgesehen ist, und daß das permanente Filterband unabhängig von dem temporären Filterband
angetrieben ist.
Mit der erfindiingsgemäßen Anordnung eines permanenten
Filterbandes oberhalb des temporären Filterbandes sind erhebliche Vorteile verbunden, die
insbesondere in der zweifachen Funktion des permanenten Filterbandes liegen. Einerseits dient dieses als
Vorsieb, indem es zu Beginn der Filtration nur die entsprechend seiner Maschenweite gröberen
Schmutzpartikeln rvrü-rUhält, und andererseits fällt
ihm die weitere Aufgabe zu, den Filterkuchen bei Erreichen einer bestimmten Dicke aus dem Behälter
auszutragen.
ίο Dadurch, daß das permanente Filterband unabhängig
von dem temporären Filterband angetrieben ist, kann es nach Beendigung der mechanischen Reinigung
wieder in die zuvor eingenommene Lage zurückgeführt werden.
Mit zunehmender Filtrationsdauer verdichtet sich dabei der auf dem als Vorsieb dienenden permanenten
Filterband entstehende Filterkuchen, so daß auch hier schon eine Filterfeinheit erreicht wird, die normalerweise
mit einem Vorsieb licht erzielt werden kann. Das unter dem permanenten rilterband befindliche
temporäre Filterband dient lediglich der Nach- und Feinfiltration. Dadurch tritt eine Verstopfung
der Filterporen des temporären Filterbandes und ein damit verbundener unzulässig hoher Anstieg des
Druckverlustes erst nach einem wesentlich größeren Durchsatz an zu filtrierender Flüssigkeit ein. was neben
einer größeren Durchsatzleirtung zu einer wesentlich verlängerten Filterstandzeit führt. Versuche
haben gezeigt, daß bei dem erfindungsgemäßen Bandfilter das temporäre Filterband, das vorzugsweise
aus Baumwollnessel besteht, im Vergleich zu bekannten Bandfiltern ?.rst nach einer demgegenüber
sechsfachen Durchsatzmenge verbraucht war.
Sobald der sich auf dem permanenten Filterband ansammelnde Filterkuchen die höchstzulässige Dicke
erreicht hat, wird das vorzugsweise aus ein,;m Kunststoff-
oder Metallgewebc bestehende permanente Filterband um die beaufschlagte Länge aus dem Behälter
bewegt und gleichzeitig mechanisch gereinigt,
während das darunterliegende temporäre Filterband unabhängig von dieser Bewegung in seiner Stellung
verharrt, und zwar bis zu seiner völligen filtertechnischen Ausnutzung.
Da das mit einer gröberen Maschenweite versehene
permanente Filterband aus Kunststoff- oder Metallgewebe besteht, ist es bis zu seiner mechanischen Abnutzung
unbeschränkt häufig verwendbar, so daß die mit dem Einbau eines zusätzlichen permanenten Filterbandes
verbundenen Investitionskosten durch die dauurch ermöglichte, bessere Ausnutzung des teuren,
temporären Filterbandes mehr als aufgehoben werden.
Sobald das der Feinfiltration dienende temporäre Filterband durch Porenverstopfung filtertechnisch erschöpft
ist. wi;d es. vorzugsweise im Gleichlauf mit dem obcnliegenden permanenten Filterband aus dem
Behälter herausbewegt. Damit ist der Vorteil verbunden, daß das unter Umständen gegenüber Kräfteübertragungen
empfindliche temporäre Filterband b's zu
seiner völligen Ausnutzung nicht bewegt wird. Ein weiterer Vorteil besteht in dem Schutz, den das permanente
Filterband dem temporären Filterband vor mechanischen Beschädigungen gewährt. So weisen
beispielsweise zu filtrierende Kühlschmiermittel von
Transferstraßen meistens kurzbrüchige, scharfkantige und spitze Metallspäne auf, die ein temporäres Filterband
sehr leicht beschädigen können. Die daraus resultierende Störung des Filterbetriebes kann sich bis
zum Betrieb der Transferstraße nachteilig auswirken.
Das vorzugsweise aus einem Nesselband bestehende Filterband ist nach einem weiteren Merkmal
der Erfindung über Umlenkrollen geführt und auf beidseitig des Behälters liegende Wickelrollen wickelbar,
so daß ein einfacher Ersatz eines verbrauchten Bandes durch ein neues ermöglicht wird.
Entsprechend den Gegebenheiten kann es vorteil* haft sein, das permanente Filterband entweder end- ίο
lieh auszubilden und auf zwei Vorratsrollen aufzuwickeln und reversierbar anzutreiben oder aber ein
endlos ausgebildetes permanentes Filterband zu verwenden, das über Umlenkrollen geführt ist und nur in
Richtung zur Filteraustragseite hin bewegt wird.
Der Vorteil einer reversierenden Bandführung bei endlich ausgeführtem Pilterband besteht in der raumsparenden Bauweise, da hierbei nur ein Trum durch
den Behälter geführt werden muß. Der Nachteil einer solchen Anordnung liegt jedoch in der Verlängerung ao
der Regenerierungsdauer, da der zu reinigende Abschnitt des permanenten Filterbandes wieder in den
Behälter zurückgeführt werden muß. Es ist daher von Fall zu Fall zu entscheiden, ob eine kompakte Bauweise oder eine kürzere Regenerierungsdauer vorge- »5
zogen wird.
Bei der Anordnung des permanenten Filterbandes als endloses Band kann dessen nicht beaufschlagtes
Trum auch oberhalb der Einlaßkammer geführt werden, was sich dann empfiehlt, wenn die Einlaßkam-
mer mit den zugehörigen Armaturen zusammen mit der Ablaßkammer, die zum Zwecke der Pufferung als
Filtratbehälter gegebenenfalls überdimensioniert sein kann, ah Baueinheit in einem Gehäuse untergebracht
ist. Der hierbei etwas erhöhte bauliche Aufwand wird 3$ durch die kürzere Regenerierungszeit bei endlosen
permanenten Filterbändern aufgehoben.
Eine sehr kompakte Bauweise ergibt sich dann, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung
das temporäre Filterband zusammen mit seinen Wik· kelrollen innerhalb des endlos ausgeführten permanenten Filterbandes liegt. Weiterhin wird zweckmäßigerweise die abschnittweise Bewegung des temporären Filterbandes mit Hilfe von Luftmotoren vorgenommen, da diese sich derartig an die Drehzahl des
das permanente Filterband bewegenden Antriebs anpassen, daß ohne Übertragung nennenswerter Kräfte
auf das temporäre Filterband dieses straff gehalten wird. Eine Kraftübertragung ist deshalb unerwünscht,
da sie zur Zerstörung des temporären Filterbandes führen kann. An Stelle der Luftmotoren können auch
Rutschkupplungen Verwendung finden.
Die in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung werden zur weiteren
Erläuterung der Erfindung im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Ausfühningsform des erfindungsgemäßen
Bandfilters mit endlichem permanentem Filterband.
F i g. 2 eine zweite Ausführungsform des Bandfilters mit endlosem permanentem Filterband,
F i g. 3 das erfindungsgemäße Bandfilter in einer dritten Ausführungsfonn. bei der das obere Trum des
permanenten, endlos ausgebildeten Filterbandes oberhalb der Einlaßkammer geführt ist.
Das in F i g. 1 dargestellte Bandfilter besteht im wesentlichen aus einem auf Füßen 5 ruhenden Behälter
6. der in eine obere Einlaßkammer 7 und eine untere Ablaßkammer 8 unterteilt ist. Die beiden Kammern
7 und 8 sind durch eine ortsfeste, perforierte Auflage 9 voneinander getrennt. Über der Auflage 9
ist ein beispielsweise aus Nesselband bestehendes temporäres Filterband 11 angeordnet, das über
außerhalb des Behälters liegende Umlenkrollen 12. 13 geführt und mit seinen Enden auf zwei Wickelroi
len 14, 15 aufgewickelt ist. Die beiden Wickelrolle 14, 15 sind in beidseitig des Behälters 6 gelegenen
Gehäusen 16. 17 drihbeweglich gelagert. Parallel zum temporären Filterband 11 erstreckt sich ober
halb desselben ein purmanentes Filterband 18, das
auf der einen Seite der Vorrichtung über eine mit Abstand achsparallel zur Umlenkrolle 12 angeordnete
Umlenkrolle 19 und auf der anderen Seite zusammen mit dem temporären Filterband über die Umlenkrolle
13 geführt ist. Die freien Enden des permanenten Filterbandes 18 sind auf Vorratsrollen 21 aufgewickelt.
von denen die eine über eine Kette 22 mit einem Reversierantrieb 23 verbunden ist, während der an
deren sowie den Wickelrollen 14 und 15 je ein Luftmotor 24 zugeordnet ist. der für eine straffe, jedoch
spannungsfreie Führung der Filterbänder sorgt.
Oberhalb der Einlaßkammer 7 erstreckt sich über den R .!falter 6 ein Verteilerrohr 25, in welches in der
angegebenen Pfeilrichtung 26 von einem Verbraucher stammende Schmutzflüssigkeit einströmen kann. Das
Verteilerrohr 25 besitzt an seiner Unterseite im Be reich eines Rostes 27 Vertetleröffnungen 28, durch
die das Schmutzwasser in die obere Einlaßkammer 7 gelangt. Oberhalb der perforierten Auflage 9 liegen
in den beiden senkrechten Stirnwänden der Einlaß kammer? zwei Klappenverschlüsse 29 und 31. die
zwei zum Hindurchführen der Filterbänder 11 und Ii
dienende Schlitze während der Filtration abdichten Die Klappenverschlüsse 29 und 31 werden über κ
weils ein Lenkergestänge 32, 33 gegen die Dichtfla
chen der Führungsschlitze der Filterbänder einge
schwenkt. Dabei spannen sie diese und klemmen si< in die Schlitze dichtend ein. An der Oberseite de
Verteilerrohres 25 ist eine mit einem Absperrventi 34 versehene Zufuhrleitung 35 angeschlossen, durcl
die in der angegebenen Pfeilrichtung 36 Preßluft zu Einleitung des Regenerierungsvorganges eingeblasei
werden kann.
Das permanente Filterband 18 muß nach einer ge wissen Zeit von dem sich auf ihm ansammelnden Fit
terkuchen befreit werden. Dies geschieht dadurch daß der Flüssigkeitszulauf nach Erreichen eines vor
gewählten Filterwiderstandes unterbrochen uni
Preßluft über die Leitung 35 durch das Verteilen':c 25 in die obere Filterkammer 7 eingeleitet wird. D:
Preßluft drückt dabei das Flüssigkeitsvolumen de Einlaßkammer 7 durch den Filterkuchen in die Aus
laßkammer 8 und trocknet anschließend den Filter kuchen. Nach dem Abschalten der Druckluft entiüf
ten sich die Filterkammern 7 und 8. während sich di beiden Klappenverschlüsse 29 und 31 öffnen und de
Weg für das den Filterkuchen tragende permanent Filterband freigeben. Dazu wird ein der Behälter
länge entsprechender Abschnitt des Filterbandes 1 von der linken Vorratsrolle 21 durch die beide
Schlitze und über die Umlenkrolle 13 zu der rechter als Antriebsrolle ausgebildeten Vorratsrolle 21 g'
führt und dort aufgewickelt. Während dieser 3ewi
gung bleibt das unter dem permanenten Filfjrban 18 hegende temporäre Filterband 11 unverändert i
seiner Lage. Eine Reinigungsvorrichtung 37 strei
wahrend der Bewegung den Filterkuchen vom Filterband
18 in einen nicht dargestellten Auffangbehälter ab. Um eine wirkungsvolle Reinigung des Filterbandes
zu erzielen, besteht die Reinigungsvorrichtung 37 aus einem Abstreifer 38, einer Bürstenwalze 39 sowie
einem mit Druckluft beaufschlagten Blasrohr 41, die während des Austragvorganges nacheinander auf das
permanente Filterband über dessen gesamte Breite einwirken. Dabei entfernt der Abstreifer den Hauptanteil des Schmutzkuehens, während die Bürstenwalze die Oberfläche des Filterbandes säubert, und
das Blasrohr schließlich den Restschmutz aus dem vorzugsweise aus Kunststoff oder Metall hergestellten
Oewebe bläst.
Nach Beendigung des Reinigungsvorganges wirt das permanente Filterband um den Betrag des vorher
herausbewegten Abschnitts wieder zurück in den Behälter 6 bewegt. Danach werden die Schlitze geschlossen und der Flüssigkeitszulauf geöffnet, so daß
eine neue Filtrationsphase beginnen kann. Das temporäre Filterband 11 bleibt während der folgenden
Filtrations- und Regenerierungsphasen unverändert in seiner Lage und wird so lange zur Filtration benutzt, bis der betreffende Abschnitt optimal ausgenutzt ist. Erst dann wird während eines Reinigungsvorganges uch das temporäre Filterband um den Betrag eines Filterbandabschnittes aus dem Behälter
herausbewegt und auf die Wickelrolle 15 aufgewikkelt. so daß ein neuer Filterbandabschnitt des temporären Filterbandes 11 zwischen die Kammern 7
und 8 gelangt und dort bis zu seiner völligen filtertechnischen Ausnutzung verbleibt, während sich der
zuvor beschriebene Reinigungsvorgang des reversierend bewegten, permanenten Filterbandes 18 wiederholt.
Das in F i g. 2 dargestellte Bandfilter besitzt grundsätzlich den gleichen Aufbau wie die Vorrichtung gemäß Fig. 1. Der Unterschied besteht lediglich darin,
daß bei dieser Ausführungsform das permanente Filterband 42 endlos ausgebildet und über zwei obere
Umlenkrollen 43 und 44 und zwei untere Umlenkrollen 45 und 46 geführt ist, von denen die Rolle 46
über eine Kette 47 mit einem Motor 48 verbunden ist Auch die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist
grundsätzlich die gleiche, wie die der Vorrichtung ge mäß Fig. 1. Allerdings wird hierbei das endlose, permanente
Filterband 42 nicht reversierend angetrieben, sondern seine Bewegung erfolgt immer in der
gleichen Richtung, so daß nach Beendigung des Reinigungsvorganges eine Rückführung des gereinigten
Bandabschnitts in den Behälter 6 nicht erfolgt, sondern der nachfolgende Teil nunmehr beaufschlagt
wird.
Die für die verbrauchten Bandabschnitte des temporären Filterbandes 11 vorgesehene Wickelrolle 15
ist hierbei mit einem Luftmotor 49 verbunden, der dann betätigt wird, wenn ein Bandabschnitt filter technisch ausgenutzt und ein neuer nachgeführt wer
den soll. Da auf Grund der flächigen Anlage zwischen den beiden Bändern ein gewisser Reibungsschluß besteht, ist für die Vorwärtsbewegung des
temporären Filterbandes das vom Luftmotor 49 er zeugte Drehmoment ausreichend.
Bei dem in F \ g. 3 dargestellten Ausführungsbei
spiel handelt es sich um ein Bandfilter, bei dem die obere und untere Filterkammer gemeinsam innerhalb
eines geschlossenen Gehäuses 51 untergebracht sind.
»o Dabei ist das nicht beaufschlagte Trum des endlos
ausgebildeten, permanenten Filterbandes 51 oberhalb der Einlaßkammer 7 geführt, und zwar über die Um
lenkrollen 53 bis 58, wobei die Umlenkrolle 57 über eine Kette 59 mit einem Motor 61 zur Erzeugung der
«5 gewünschten Vorwärtsbewegung des Bandes für den
Reinigungsvorgang verbunden ist. Die Wickelrolle 15 für das temporäre Filterband 11 ist hierbei entsprechend
dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbei spiel mit einem Luftmotor 62 versehen. Diese Bau-
weise hat den Vorteil, daß sämtliche Armaturen und eventuell schmutzempfindliche Teile innerhalb eines
geschlossenen Gehäuses untergebracht sind. DaIx wird die zu filternde Flüssigkeit nicht seitlich in das
Verteilerrohr 25 eingebracht, sondern über eine zen- trische Zuführung 63. Der ausgetragene, bzw. vom
permanenten Filterband abgestreifte Schmutzkuchen fällt in einen ebenfalls innerhalb des geschlossenen
Gehäuses 51 untergebrachten Auffangbehälter 64. Die Wirkungsweise dieses Bandfilters entspricht im
übrigen der des Bandfilters gemäß F i g. 2.
Die Porengrößen der als temporäre Filterbänder verwendeten Materialien liegen gewöhnlich zwischen
10 und 50 μ. In der Wahl der Maschenweite für das permanente Filterband ist man an keinen bestimmten
Größenbereich gebunden, vielmehr ist diese entspre chend der in der zu filternden Flüssigkeit enthaltenden
Schmutzpartikeln unter Berücksichtigung der gewünschten Vorfiltration frei wählbar.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209 520
Claims (9)
1. Bandfilter für Flüssigkeiten mit einer oberen, die Trübe aufnehmenden Emlaßkammer, einer
unteren, das Filtrat aufnehmenden Ablaßkammer und einem zwischen beiden Kammern angeordneten,
abschnittweise aus dem Behälter herausbewegbaren, temporären Filterband, dadurch
gekennzeichnet, daß ein sich oberhalb des und parallel zum temporären Filterband (11) erstreckendes
permanentes Filterband (18, 42, 52), das abschnittweise aus dem Behälter (6) herausbewegbar
ist, vorgesehen ist, und daß das permanente Filterband (18, 42, 52) unabhängig von
dem temporären Filterband (11) angetrieben ist.
2. Bandfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das permanente Filterband
(13, 42, 52) aus einem Kunststoff- ode. Metallgewebe besteht.
3. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß djs temporäre Filterband
(11) über Umlenkrolien (12, 13) geführt und auf beidseitig des Behälters (6) liegende Wikkelrollen
(14, 15) wickelbar ist.
4. Bandfilter nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das permanente Filterband (18) endlich ausgebildet und auf zwei Vorratsrollen
(21) aufgewickelt ist und reversierbar angetrieben ist.
5. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das permanente Filterband
(42, 52) endlos ausgebildet und über Umlenkrollen (43, 44, 45 46 bzw. 53, 54, 55, 56, 57,
58) geführt ist.
fi. Bandfilter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das temporäre Filterband (11) zusammen mit seinen Wickclrollen (14, 15) innerhalb
des um die Umlenkrollen (43, 44, 45, 46) geführten permanenten Filterbandes (42) liegt.
7. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die abschnittweise Bewegung
des temporären Filterbandes (11) mit Hilfe von Luftmotoren (24, 49) geschieht.
8. Bandfilter nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die abschnittweise Bewegung
des temporären Filterbandes (11) mit Hilfe von Rutschkupplungen geschieht.
9. Bandfilter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das nicht beaufschlagte Trum
des endlos ausgebildeten, permanenten Filterbandes (52) oberhalb der Einlaß!:ammer (7) geführt
ist.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2928299A1 (de) * | 1978-08-07 | 1980-02-14 | Amsted Ind Inc | Schliessfiltereinrichtung und verfahren zu ihrem betrieb |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2928299A1 (de) * | 1978-08-07 | 1980-02-14 | Amsted Ind Inc | Schliessfiltereinrichtung und verfahren zu ihrem betrieb |
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