[go: up one dir, main page]

DE1812442U - Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen. - Google Patents

Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen.

Info

Publication number
DE1812442U
DE1812442U DE1957S0025738 DES0025738U DE1812442U DE 1812442 U DE1812442 U DE 1812442U DE 1957S0025738 DE1957S0025738 DE 1957S0025738 DE S0025738 U DES0025738 U DE S0025738U DE 1812442 U DE1812442 U DE 1812442U
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pendulum
mass
rotation
reference body
arrangement according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1957S0025738
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1957S0025738 priority Critical patent/DE1812442U/de
Publication of DE1812442U publication Critical patent/DE1812442U/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

  • Anordnung auf schlingernden Körpern zur Kompensation von Störbeschleunigungen bei Meßgebern, die auf die Richtung der Erdbeschleunigung ansprechen Zur Dämpfung der Schlingerbewegungen von Schiffen und anderen Fahrzeugen ist es bekannt, als Bezugsebene stabilisierte Plattformen zu verwenden, die von Kreiseln direkt oder indirekt stabilisiert, d. h. waagrecht gehalten werden. Zur Überwachung der richtigen Lage dienen Meßgeber, die auf die Richtung der Erdbeschleunigung ansprechen. Insbesondere werden hierzu Pendel verwendet, die die Lotüberwachung bewirken. Sie sind an der Plattform gelagert und stellen Neigungen der Plattform fest.
  • Sie werden jedoch auch durch Beschleunigungen ausgelenkt, was ihre Funktion stört.
  • Die Fahrt-und Kurvenbeschleunigungen kann man unter Zuhilfenahme anderer Meßwerte verhältnismässig einfach ausgleichen.
  • Bei den Stampf-und Rollbeschleunigungen, die unter dem Ausdruck Schlingerbeschleunigungen zusammengefasst werden können, ist dieses jedoch bisher noch nicht gelungen.
  • Ein an einem schlingernden Körper aufgehängtes Pendel führt Schwingungen aus, die unter Umständen erhebliche Amplituden erreichen können. Die Schwingungen liegen, einzeln betrachtet, nicht einmal symmetrisch zur wahren Lotrichtung. Nur über längere Zeit gesehen kann man davon sprechen, daß das Pendel um die lotrechte Lage schwingt. Um Störbeschleunigungen, die das Pendel auslenken, möglichst unwirksam zu machen, wählt man die Präzessions-oder Lenkgeschwindigkeit, d. h. den Einfluß der Pendel auf die Kreiselstabilisierung, möglichst klein, so daß die Störbeschleunigungen nur ein langsames Neigen der Plattform zur Folge haben. Die Schwingungsamplituden der Plattform erreichen daher nur einen kleinen Bruchteil der Pendelamplituden, sind diesen jedoch proportional.
  • Der Neuerung liegt die Aufgabe zu Grunde, die freien und meist ungedämpften Pendelschwingungen zu verkleinern und möglichst zu beseitigen, so daß der stabilisierte Bezugskörper unabhängig von Störbeschleungigungen des Pendels immer die gewünschte Lage beibehält.
  • Die Aufgabe wird gemäß der Neuerung dadurch gelöst, dass dem Pendel in einem Punkt angreifend, der in Normallage des Pendels in oder in der Nähe der Bezugskörperdrehachse liegt, das Trägheitsmoment einer ausgewobenen Masse mit dergleichen Kraft, die das Pendel auf die Masse ausübt, entgegenwirkt, und dass hierzu die Masse am schlingernden Körper drehbar angeordnet und ihr Drehpunkt so gewählt ist, dass in Bezug auf die Drehachse des Bezugskörpers die Drehachsen für das Pendel und die Masse auf der gleichen Seite parallel zueinander und zur Bezugskörperdrehachse liegen.
  • Als Meßgeber wird meist ein Pendel verwendet. Dieses Pendel kann am Ort der Bezugskörperdrehachse (in der Normallage des schlingernden Körpers) mit einer Führungsrolle versehen sein. Als ausgewogene Masse kann eine Schwungscheibe mit einem radialen Schlitz verwendet werden, in dem die Führungsrolle des Pendels läuft. statt der Schwungscheibe sind jedoch auch andere ausgewogene Massen, beispielsweise ein Massenpaar in Form einer Hantel, verwendbar.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung nach der Neuerung sei im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert.
  • In Figur 1 ist ein schlingerndes Schiff 1 angedeutet, in dem mitschiffs im Punkte Z eine von Kreiseln stabilisierte Plattform 2 oder ein ähnlicher Bezugskörper gelagert ist. Z stellt demnach die Bezugskörperdrehachse dar, die im betrachteten Fall eine Rollachse ist. In der Mittelebene des Schiffes über der Bezugskörperdrehachse ist ein Lagerpunkt L für die ausgewogene Masse angedeutet. Mit M ist der Momentanpol des rollenden Schiffes bezeichnet, der wegen der angenäherten Phasengleichheit der Roll-und Lateralbeschleunigung meist unterhalb des Schwerpunktes in der Umgebung der Mittelebene liegt.
  • In Figur 2 ist ersichtlich, wie das Überwachungspendel 3 mit der wirksamen Masse m1 in der Drehachse A an der Plattform gelagert ist. Der Momentanpol hat von der Rollachse Z der Plattform einen Abstand, der in Figur 2 mit R bezeichnet ist. Der Hebelarm des Pendels ist mit 11 und der Abstand zwischen der Pendeldrehachse und der Bezugskörperdrehachse mit 1 bezeichnet. olist der Krängungswinkel. Beim Rollen tritt sowohl im Punkt A als auch im Punkt Z die Beschleunigung auf. Die Rolle 4 die am Ort der Bezugskörperdrehachse Z am Pendel befestigt ist, übt daher auf eine feste Führungsfläche 5 (in Figur 2 schraffiert) eine Kraft aus. Kann die Masse der Pendelstange nicht vernachlässigt werden, so tritt an Stelle des Hebelarmes 11 der Trägheitsradius des Pendels.
  • In Figur 2 ist das Element, das den Bezugskörper trägt, mit 7 angedeutet. An diesem Element ist, wie Figur 3 zeigt, eine ausgewogene Masse im Punkt L gelagert, der von der Bezugskörperdrehachse den Abstand r besitzt. Die ausgewogene Masse ist eine Schwungscheibe, die einen radialen Schlitz aufweist. Der radiale Schlitz besitzt Führungsflächen 5 für die Führungsrolle 4 des Pendels..
  • Denkt man sich die Rolle festgehalten, so übt die Scheibe auf sie eine Kraft aus, die sich zu errechnet. Darin bedeutet J das Trägheitsmoment der Schwungscheibe, Um die Störbeschleunigung zu kompensieren, ist es nur erforderlich, die beiden entgegengesetzt gerichteten Kräfte Pl und P2 gleich gross zu machen. Es ergibt sich das Kräfteverhältnis Durch geeignete Wahl von ml und J unter Berücksichtigung der Abstände ist es ohne weiteres möglich, das Kräfteverhältnis gleich eins zu machen und damit das Gleichgewicht herzustellen.
  • Bei der Dimensionierung der neuen Anordnung ist zu berücksichtigen, daß die Lage des Momentanpoles M nicht genau festliegt. Um den Einfluß von Änderungen des Abstandes R möglichst klein zu halten, kann man diesen Abstand ausreichend gross wählen, beispielsweise in der Größenordnung von mehreren Metern. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, daß neben der Winkelbeschleunigung ob auf das Pendel auch noch die Fliehkraft wirkt, die eine kleine Fehlweisung zur Folge hat. Nach Figur 4 ergibt sich dieser Einfluß mit und die Fehlweisung des Lotes beträgt, weil sie klein gegen den Krängungswinkel dwist, etwa worin g die Erdbeschleunigung bedeutet. Um die Fehlweisung klein zu halten, darf daher der Abstand R nicht zu groß gewählt werden.
  • Der Fehler ist doppelt periodisch, da er sowohl mit d-= 0 und Ol= 0 verschwindet. Für einen Abstand R = 10 m und eine Rollschwingungsdauer von 10 sec bleibt der Fehler unter + lOt, ist also praktisch vernachlässigbar.
  • Die Beschreibung der Wirkungsweise des Gegenstandes der Neuerung bezog sich auf die Verhältnisse beim Rollen des Schiffes, gilt jedoch offensichtlich analog auch für Stampfbewegungen. Auch bei diesen Störbeschleunigungen ist mit den gleichen Mitteln eine Kompensation zu erreichen.
  • Bei Abwesenheit von Störbeschleunigungen kehrt das Pendel ohne weiteres in die lotrechte Lage zurück, wobei die ausgewogene Schwungscheibe ohne Gegenkraft mitgeht. Allerdings vergrössert die Trägheit der Schwungscheibe wegen der Kopplung mit dem Pendel die Schwingungszeit des vereinigten Systems.
  • Wesentlich ist beim Gegenstand der Neuerung, daß das Gleichgewicht nicht nur unabhängig vom KrängungswinkeldList, sondern auch jederzeit stabil bleibt. Letzteres ist unmittelbar aus den Figuren 2 und 3 zu ersehen. Steht beispielsweise das Pendel links von der Lotlage, so wird der Abstand r wachsen und die Kraft Po abnehmen so daß das Pendel unter dem Einfluß von Pn in die Lotlage zurückkehrt. Umgekehrte Verhältnisse liegen bei Pendelauslenkungen rechts von der Lotlage vor.
  • Während bei dem betrachteten Fall das Kräftegleichgewicht in einem eng begrenzten Raum hergestellt wird, können zur Kompensation auch fernübertragene Kräfte bzw. Momente nach den gleichen Prinzipien dienen, wenn dies bei besonderen Anlagen vorteilhaft oder erforderlich ist.
  • Der Gegenstand der Neuerung ist insbesondere zur Anwendung auf Schiffen geeignete um Bezugsebenen für Schlingerdämpfungs-und Krängungsausgleichsanlagen zu stabilisieren. Ebenso ist aber auch eine Anwendung bei anderen Fahrzeugen möglich. Dabei besteht weitgehende Freizügigkeit in der konstruktiven Ausbildung des Bezugskörpers und der ausgewogenen Masse und auch in der Wahl der Länge der Hebelarme. Der Abstand r kann z. B. auch grösser sein als der Abstand 1, so daß der Punkt L über den Punkt A zu liegen kommt. Schließlich kann die ausgewogene Masse unter der Drehachse des Bezugskörpers (Z) gelagert werden, wenn auch die Lagerung des Pendels auf der gleichen Seite liegt und die Führungsrolle, um in Höhe der Z-Achse zu liegen, an einer nach oben gerichteten Verlängerung des Pendels angebracht ist.
  • Figur 5, die ohne nähere Erläuterung verständlich ist, zeigt schematisch eine solche Anordnung. 6 Schutzansprüche 5 Figuren

Claims (6)

  1. Schutzansprüche
    1. Anordnung zur Kompensation von Störbeschleunigungen auf Lotüberwachungspendel für stabilisierte, an schlingernden Körpern drehbar angeordnete Bezugskörper, wobei das Pendel am Bezugskörper drehbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Pendel in einem Punkt angreifend, der in Normallage des Pendels in oder in der Nähe der Bezugskörperdrehachse liegt, das Trägheitsmoment einer ausgewogenen Masse mit dergleichen Kräfte die das Pendel auf die Masse ausübt, entgegenwirkt, und dass hierzu die Masse am schlingernden Körper drehbar angeordnet und ihr Drehpunkt so gewählt ist, dass in Bezug auf die Drehachse des Bezugskörpers die Drehachsen für das Pendel und die Masse auf der gleichen Seite parallel zueinander und zur Bezugskörperdrehachse liegen.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pendel am Angriffsort der Masse eine Führungsrolle aufweist, die in einem passenden Führungsschlitz der Masse läuft.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse als Schwungscheibe mit radialem Führungsschlitz ausgebildet ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Bezugskörperdrehachse vom Bereich der Momentanpollagen des schlingernden Körpers gross gegenüber dem änderungbereich der Momentanpollagen gewählt ist und seine Begrenzung nur in Hinsicht auf eine Kleinhaltung der fliehkraftbedingten Fehlweisung erfolgt.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensation fernübertragene Kräfte bzw. Momente dienen.
  6. 6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch die Verwendung auf Schiffen.
DE1957S0025738 1957-12-19 1957-12-19 Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen. Expired DE1812442U (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1957S0025738 DE1812442U (de) 1957-12-19 1957-12-19 Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen.

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1957S0025738 DE1812442U (de) 1957-12-19 1957-12-19 Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1812442U true DE1812442U (de) 1960-06-02

Family

ID=32943287

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1957S0025738 Expired DE1812442U (de) 1957-12-19 1957-12-19 Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen.

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1812442U (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE845399C (de) Kreiselkompass
DE1812442U (de) Anordnung auf schlingernden koerpern zur kompensation von stoerbeschleunigungen bei messgebern die auf die richtung der erdbeschleunigung ansprechen.
DE938935C (de) Kreiselkompass
DE724238C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Anzeigen der metazentrischen Hoehe von Schiffen
DE1448628B1 (de) Kreiselkompass
DE598840C (de) Kreiselpendel zur Ermittlung der Schwerkraftsrichtung oder des Horizontes auf Fahrzeugen oder aehnlich bewegten Koerpern
DE971903C (de) Vorrichtung zur vergroesserten Anzeige kleiner Neigungen und Vorrichtung zur Stabilisierung der Visierlinien von Fernrohren
DE708794C (de) Kompass
DE2946308C2 (de) Wendeanzeiger zur Angabe der Drehrichtung und der Drehgeschwindigkeit bei Kursänderungen eines Schiffes oder Flugzeuges
DE274978C (de)
CH310861A (de) Vorrichtung zur Überwachung kleiner Neigungen eines Gerätes gegenüber einer Bezugslinie.
DE573165C (de) Selbsttaetige Steuerung, insbesondere fuer Luftfahrzeuge
DE709362C (de) Magnetkompass
AT318955B (de) Winkelgeschwindigkeitsmesser
DE328443C (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Lotlinie auf bewegten Koerpern
DE605608C (de) Parallelfuehrung, insbesondere fuer die schwingende Masse eines Beschleunigungsmessers
AT70836B (de) Künstlicher Horizont.
DE729713C (de) Pendelvisier, insbesondere fuer Flugzeuge
DE1262618B (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Horizontierung eines Messinstruments auf schwankendem Fundament
AT81812B (de) Kreiselhorizont. Kreiselhorizont.
DE742365C (de) Verfahren zum Messen der erregenden Momente von Drehschwingungen
DE768095C (de) Kreiselgeraet
DE888477C (de) Drehbeschleunigungsmesser
DE1473981C (de) Lagekreisel mit Stützkreisen
DE2639193C2 (de) Balkenwaage