DE1811631A1 - Verfahren zum Aufbau eines Kernreaktors und Kernreaktor,der nach dem Verfahren hergestellt ist - Google Patents
Verfahren zum Aufbau eines Kernreaktors und Kernreaktor,der nach dem Verfahren hergestellt istInfo
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Description
Beschreibung zum Patentgesuch
der Firma Atomic Power Constructions Limited3 Vigilant House,
6/14 Sutton Court Road;, Sutton, Surrey /ENGLAND
betreffend:
"Verfahren zum Aufbau eines Kernreaktors und Kernreaktor,
der nach dem Verfahren hergestellt ist.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kernreaktor, insbesondere auf ein Verfahren zum Aufbau und die Konstruktion
von Kernreaktoren, bei welchen das Core des Reaktors mit der Seitenabschirmung innerhalb einer metallischen
Druckglocke untergebracht ist, die sich in dem Druckkessel befindet. Die Seitenabschirmung besteht aus einer
ringförmig angeordneten Gruppe von Säulen aus einem Iföu-
tronen-I"Oderiermaterialj z.3. Kalziumhydroxyd, die sich
über die gesamte Höhe des Cores erstrecken und so angeordnet
sind, dass es keinen geraden Strahlungspfad durch die Seitenabschirmung gibt der nicht durch das "loutronen _
iloderiermaterial führt.
909 829/1107
OBiGSMAL
1811831
_ ο —
Bei Reaktoren mit einer Druckglocke ( siehe z« B. die
britische Patentschrift 1 123 972) ist es sehr bequem, die Glocke als eine Begrenzung für ein " sauberes Gebiet"
während des Aufbaus des Reaktorcores zu benutzen, das innerhalb der Glocke errichtet wird. Es hat sich jedoch gezeigt,
dass Schwierigkeiten bein Aufbau der Seitenabschirmung entstehen, wegen der Länge der Säulen, aus denen die Seitenabschirmung
aufgebaut ist und wegen des sehr geringen, innerhalb der Druckglocke vorhandenen Platzes. Es wäre denkbar, die
Säulen durch eine Zugangsöffnung im domförmigen Dach der Druckglocke
zu führen, doch hat es sich gezeigt, dass eine solche Zugangsöffnung in einem solchen Teil des Daches vorgesehen
werden müsste, wo die Krümmung am größten ist, und dies führt zu ernsthaften Zugbelastungen des.Daches in der Umgebung der
Zugangsöffnung.
Gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zum Aufbau eines Kernreaktors den folgenden Schritt: Errichten
der Seitenabschirmung des Reaktors,indem durch eine im dom-'
förmigen Dach einer Druckglocke angeordnete Zugangsöffnung in einem Gebiet entfernt., von demjenigen Teil des Daches, wo die
Krümmung desselben am größten ist. Rohre aus Neutronen- Moderiermaterial
eingeführt werden, deren Länge und Querschnitts abmessungen es ermöglichen, dass sie durch die Zugangsöffnung
eingeführt werden und in die Betriebslage innerhalb der Druckglocke gebracht werden.
Ein Kernreaktor gemäß der Erfindung umfasst eine Druckglocke mit einer Zugangsöffnung, die so in dem domförmigen
Dach der Druckglocke angeordnet ist, dass sie entfernt von demjenigen Teil des Daches ist,wo die Krümmung desselben am
größten ist und eine Seitenabschirmung . bestehend aus Rohren aus Neutronen absorbierendem Material, welche so angeordnet
sind, dass sich kein geradliniger Strahlungspfad ergibt,der
nicht durch einiges Material führt, Vielehe Rohre eine solche
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Größe besitzen, dass sie durch die Zugangsöffnung eingeführt werden können und in die Betriebslage verbracht werden
können innerhalb der Druckglocke.
Die Rohre können Abschirmrohre aus Stahl umfassen, welche das Neutronen absorbierende Material enthalten,
z. B. komprimiertes Kalziumhydroxyd. Jedes Rohr kann senkrecht zu seiner Länge eine Qserschnittsform besitzen 3 die
rund ist, rechteckig, dreieckig oder sechseckig. Rohre mit runder Querschnittsform sind weniger befriedigend wegen
der unvermeidlichen Zwischenräume zxvischen benachbarten Rohren, was jedoch andererseits auch vorteilhaft sein kann,
wie später noch erläutert wird.
Die Rohre können in Serien konzentrischer Kreise rund um das Core angeordnet sein, wobei jeder Kreis Säulen
verschiedener Lagen von übereinandergestapelten Rohren umfasst. Die Verbindungsstellen zivischen den Rohren entsprechender
Lagen in verschiedenen Reihen können gegeneinander versetzt sein, zur Vermeidung jeder Möglichkeiteines geradlinigen
Strahlungspfades, der nicht durch Neutronen absorbierendes Material führt. Zusätzlich oder alternativ können
die aneinanderstoßenden Enden der Rohre abgeschrägt oder anders geformt sein, um jede Möglichkeit eines solchen
geraden Strahlungspfades auszuschließen.
Mindestens einige der Rohre der innersten Reihe' können mit Abstandshaltern ausgestattet sein, um sie im
Abstand vom Haltezylinder des Reaktors zu halten. Andere benachbarte Reihen können ebenfalls im Abstand angeordnet
werden, damit ein Kühlmittel zirkulieren kann.
Die unteren Enden der Rohre in der untersten Lage von Rohren weisen Positioniereinrichtungen auf, um
_ H -909829/1107
Stellung der Rohre korrigieren zu können. ■
Unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen soll nachstehend die Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 ist ein Vertikalschnitt durch einen Teil eines erfindungsgemäßen Reaktors,
Fig. 2 a - 2 d sind Seitenansichten von Teilen verschiedener Anordnungen von Säulen in einer
Seitenabschirmung,
Fig. 3 ist ein Horizontalschnitt durch ein Teil des Reaktors,
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie IV-IV in Fig.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie V-V in Fä>g. 11
Fig. 6 ist ein Vertikalschnitt durch eine einzige . Komponente der Seitenabschirmung,
Fig7,8 und 9 zeigen Einzelheiten, teilweise im Schnitt ,
an Punkten die in Flg. H angedeutet sind,
Fig. Io ist eine Ansicht von oben auf die Seitenabschirmung
nach Fig. 11, und
Fig. 11 zeigt schematisch eine Draufsicht auf einen
Teil der Seitenabschirmung.
Fig. 1 zeigt einen Teil einer Druckglocke 1, die sich im Zwischenraum 2 innerhalb eines Betondruckkessels befindet,
von dem ein Teil bei 3 erkennbar ist. Das domförmige Dach
des Druckkessels weist eine Zugangsöffnung 5 auf, die ze^mllch
" 909829/110? - _ * .
weit vom Teil 6 des Daches entfernt ist, wo die Krümmung desselben am größten ist. Die Zugangsöffnung 5 ist etwa
elliptisch geformt, mit parallelen längeren Seiten und halbkreisförmigen kurzen Seiten.in der Draufsicht, wobei
die kürzere Achse sich längs einer Sehne eines Kreisbogens erstreckt,der um die Vertikalachse des Druckkessels 3 geschlagen
zu denken ist.
Innerhalb der Druckglocke 1 befindet sich ein Reaktor-•core
7/ umgeben von einem Corehaltezylinder 8, außerhalb
dessen sich die Seitenabschirmung 9 befindet. Die Abschirmung 9 besteht aus einer Mehrzahl von Rohren Io, die so
angeordnet sind, dass sichergestellt ist, dass sich kein geradliniger Strahlungspfad ergibt, der nicht durch mindestens
einen Teil der Abschirmung führt.
Die Rohre Io bestehen jeweils aus stahlümhüllteni komprimiert^ien
Kalziumhydroxyd . und weisen in dem zur Achse senkrechten Grundriß eine quadratische Quersehnittsform auf.
Wie man Fig. 1 entnimmt, sind mehrere Reihen von Rohren vorgesehen, die in konzentrischen Kreisen rund um die vertikale
Achse des Cores angeordnet sind, und jede Reihe weist Säulen aus verschiedenen Lagen von Rohren auf, die übereinander angeordnet sind. Die Verbindungsstellen zwischen benachbarten
Lagen in den verschiedenen Reihen sind gegeneinander versetzt, wie in Pig. 1 angedeutet,und zusätzlich sind die
Rohre in einer Reihe,bezüglich der Rohre in der nächstfolgenden Reihe, gegeneinander versetzt. Auf diese Weise
wird ein "Strömen" von Neutronen verhindert,, denn es ergibt
sich kein geradliniger Pfad;der nicht durch einiges Neutrdnenmoderiermaterial
führt.
Die unteren Enden der Rohre der Bodenlage der Rohre in jeder Reihe 'sind mit Zapfen versehen, um eine Positionierung
in dem Traggerüst der Seitenabschirmung zu ermög-
- 6 909 8 2 9/1107
lichen, das allgemein mit 11 bezeichnet ist. Zwischen —
Positionierung der übereinandergestapelten Rohre·, in den Reihen wird durch Stecker- und - Sockel- Verbindungen
(nicht dargestellt) bewirkt. Die Abstände zwischen den Lagen von Rohren in den Reihen unmittelbar nahe dem Haltezylinder 8
und dem letzteren, wird durch metallische Abstandshalter bewirkt,
die mit den Rohren dieser Lagen verschweißt sind, in der Zeichnung jedoch nicht dargestellt sind.
Die Rohre werden außen durch eine Stahlseitenabschirmung umschlossen, die bei 12 in Fig. 3 angedeutet ist.
Zusätzlich sind Stützplatten 13 über dem Ringraum zwischen dem Haltezylinder 8 und der Abschirmung 12 angeordnet.
Die Stützplatten 13 werden während des Aufbaues der Rohrlagen angebracht, in denen sie angeordnet sind, und können
mit dem Haltezylinder und mit der Abschirmung 12 durch Schweißen, Nieten,Verschrauben oder andere übliche Techniken
verbunden werden.
Die Stützplatten 13 verhindern .,das Herabfallen der
Rohre seitlich in Umfangsrichtung infolge thermischer Effekte und Vibration.
Um die unterschiedliche Expansion des Haltezylinders und der Abschirmung 12 aufzunehmen, kann eine (nicht gezeigte)
federnde Packung zwischen die äußerste Rohrreihe und die Abschirmung
eingebracht werden, oder federnde Blöcke können mit den Rohren der innersten Reihe verbunden werden.
Eine solche Anordnung erleichtert auch die Aufnahme der Rohrvergrößerung infolge Korrosion in radialer Richtung;
es kann notwendig sein, die Rohre in Umfangsrichtung im Abstand
909829/1107 - 7 -
- 7 anzuordnen, um eine solche Zunahme aufnehmen zu können.
Vorzugswelse ist jedes Rohr mit einem pneumatischen Prüfρunkt versehen, um das Rohr vor dem Einbau auf Lecken
zu prüfen.
Die Hehrfachreihenkonstruktion der Seitenabschirmung,
die oben beschreiben wurde, erleichtert das Einfügen von
Üblichen Neutronenflußdetelfctoren in die Seitenabschirmung,
und eine zusätzliche StahlabscÄirmung kann vorgesehen sein
müssen, um eine Kompensation für das Vorhandensein solcher Detektoren zu schaffen.
Der oben beschriebene Reaktor kann vorteilhafterweise
folgendermaßen aufgebaut werden.
Vor der Errichtung der Seitenabschirmung sind die folgenden Arbeiten an einer Werkstätte nahe dem eigentlichen
Reaktorgrundstück vollendet worden: das Aufbauen des Coretraggerüsts und des CorehalteZylinders. Die Druckglocke ist
rings um das Coretraggerüst errichtet worden, und der Haltezylinder
und die Boden-und Seitenmembranen sind am Reaktorort
installiert» qjwrden. Die Baugruppe, die das Core traggerüst
umfasst, den Haltezylinder und die Druckglocke, wird dann in die richtige Stellung auf dem Reaktorboden verschoben. Ein^
Druckausgleich des Druckkessels kann erfolgen, bevor .oder nachdem
die Baugruppe einschließlich der Druckglocke in ihre Endstellung gebracht worden ist.
Der Moderator selbst wird dann zusammengefügt, und zwar
innerhalb der Druckglocke, wobei die Komponenten durch die
Zugangsöffnung geführt werden. Auf diese Weise kann die Glocke als Begrenzung für ein "sauberes Gebiet" benutzt werden.
- 8 909829/1107
Es ist jetzt möglich,die Seitenabschirmung aufzubauen.
Dles-erfolgt in Stufen. Wie in Fig. 4 gezeigt, gibt es vier
Reihemvon Röhren, die jeweils mehrere überelnandergestapelte
^ßhiChten umfassen. Der unterste Teil der-"Abschirmung 12 wird
errichteti1der die untersten S^hichten umgibt. Rohre für die
Ausbildung der untersten Schichtferr in den Reihen, werden
dann durchIdle-Zugangsöffnung5- geführt und in ihre Stellung
im Ringraum zwischen, dem Haltezyl-incMr 8 und der vertikalen
Wandung des Druckkessels manövriert. Die nächste Lage von
Rohren aller Reihen wird dann aufgebaut, nachdem mehr Rohre durch die Zugangsöffnung 5 geführt worden sind und nachdem
eine weitere Schicht der Abschirmung 12 errichtet worden ist.
Dieses Verfahren wird wiederholt,bis die Seitenabschirmung
und die Abschirmung vollständig aufgebaut sind.
Es versteht sich, dass die Länge der Rohre,aus denen
die Seitenabschirmung besteht, geringer ist als die von Rohren, die in voller Länge für Seltenabschirmungen verwendet
werden, damit die Rohre durch die Zugangsöffnung geführt werden und in ihre Stellung manövriert werden können. Die
Größe der Zugangsffiffnung wird minimal gehalten, entsprechend
der Größe der Komponenten»die hindurehgeführt werden müssen
und gemäß der Notwendigkeit»diese Komponenten in ihre Be triebsstellung
zu manövrieren.
Zusätzlich zu den obengenannten Abstandshaltern können einstückig angebrachte Fortsätze der Stahlumhüllungen
verwendet werden und / oder radiale Fortsätze der Endkappen, mit denen die Stahlumhüllungen versehen sein können.
Falls erforderlich, können Abstandshalter zwischen jede zweite Reihe eingesetzt werden, damit eine Zirkulation
des Kühlmittels zwischen den Reihen möglich ist.
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In der beschriebenen Ausführungsform,wird die Neutronenströmung
durch Versetzen der Lage jeder Verbindungsstelle zwischen den Rohren übereinandergestapelter Schichten
verhindert. Das gleiche Ergebnis lässt sich erreichen, indem die aneinanderstoßenden Reihen von Rohren abgeschrägt
werden, wie in den Fig. 2 a-d gezeigt. Versetzen der Verbindungsstellen
kann auch bei der Abschrägung vorgesehen sein, als eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme.
Figuren 4-bis 11 zeigen mit größerer Genauigkeit eine
andere Seitenabschirmungskonstruktion unter· Verwendung zylindrischer Umhüllungen, die komprimiertes Kalziumhydroxyd
enthalten. Obwohl oben bemerkt wurde, dass die Verwendung zylindrischer Umhüllungen automatisch zu Platzverlusten zwischen
benachbarten Umhüllungen führt, können diese Platzverluste auch Nutzen bringen,und es ist außerdem möglich, zylindrische
Umhüllungen wirtschaftlicher herzustellen als Umhüllungen mit den anderen oben erwähnten QuerSchnittsformen.
Ein typisches vollständiges Rohr ist im Vertikalschnitt
in Fig. 6 gezeigt. Das Rohr umfasst eine zylindrische Stahlumhüllung 1Λ, die an der Ober- bzw. Unterseite mit einem
Deckstopfen 15 bzw. Bodenstopfen 16 verschweißt ist. Beide Stopfen sind ähnlich und weisen Jeweils eine zentrische
Bohrung 17 auf, von denen die des Deckstopfens 15 durch ein Verbindungsstück 18 verschlossen ist, welches den pneumatischen
Prüfpunkt bildet, der oben erwähnt wurde. Die Bohrung
des Bodenstopfens wird durch eine Zapfenbaugruppe 19 einschließlich
eines hexagonalen Sockels bei 2o verschlossen."
Die Soitenabschirmung wird in der oben beschriebenen
Weise zwischen dem Haltezylinder 21 und einer äußeren Stahlabschirmung 22 zusammengebaut und umfasst fünf konzentrische
Reihen von Säulen, die in einem Band aus 3 und einem Band
- Io 909829/1107
-Io -
aus 2 Reihen angeordnet sind.
Die Säulen der innersten Reihe 23 werden durch Portsätze 2k positioniert, die sich von dem Haltezylinder 2i
nach außen erstrecken und durch Streifen 25, die in Vierergruppen
die Oberseiten der Rohre in jeder Schicht irr der Reihe 23 zusammenkuppeln. Diese Anordnung legt die Stellung
der Säulen der innersten Reihe fest,und von dieser werden die Abstände der Säulen der anderen Reihen bestimmt. Der
Abstand ist so gewählt, dass benachbarte Rohre gerade um so viel voneinander entfernt sind, dass genügend Raum für
die Korrosionszunähme bleibt. Die innerste Reihe 23 ist
hinter der Neutronenabschirmung angeordnet, die in Fig, 4
und 5 mit 26 bezeichnet ist, und verhindert damit ein vertikales
Abkippen der Kolonnen der innersten Reihe.
Außerhalb der Reihe 23 befindet sich eine zweite Reihe 27, deren Säulen sich gegenüber den sehr schmalen
Spalten zwischen benachbarten Säulen der Reihe 23 befinden.
Die Abstände werden durch zwischengelegte Stahlstangen 28 bestimmt, welche die Spalten zwischen benachbarten Säulen
fULlen und auch einen Teil der Abschirmfunktion übernehmen.
Ein Vertikales Versetzen der Säulen der Reihe 27 wird verhindert durch Portsätze 29 an den Rohren der obersten Rohrschicht
dieser Reihe,die unter Portsätze 3o der entsprechenden
Rohre der obersten Schicht der Reihe 23 greifen.
Wie man den Figuren H und 5 entnehmen kann, sind
die unteren Enden der untersten Schicht von Rohren der Reihen 23 und 27 mittels ihrer Zapfenbaugruppen auf einer
Stufe 31 positioniert, die einen Teil des Moderatortrag-
gerüsts bildet. -
Ringslum die Reihe 27 befindet sich eine dritte Reihe
33, die von den Säulen der Reihe 27 durch weitere Stahl-
909829/1107 ' " "
Stangen 28 getrennt Ist sowie durch einen umgebenden "Zaun" , bestehend aus stählernen Abschirmstäben 34, die im Abstand
gehalten werden mittels Paaren von Stahlplatten 35· Die PLatteÄ 35 sind flexibel,.damit sie sich bei radialer Zunahme
biegen können. Die Stäbe 34 ruhen auf dem Traggerüst 32
und erstrecken sich praktisch bis -zur Oberseite der Abschirmung, wie man in FIg. 4 und 7 erkennt.
Die Form und Anordnung der Stäbe 34 gestattet eine Reorlentierung der Säulen eine»-Reihe 36, die die Reihe 33
umgibt,wie in FIg. Io zu erkennen. Die Säulen der Reihen 36
sind In Linie mit den Säulen der Reihe 27 positioniert und damit genau In der Linie der Scheinpfade zwischen den benachbarten
Säulen der Reihen 23, 27 und 33,ViOmIt die "opazität11
der Abschirmung für Neutronen für eine gegebene Dicke vergrößert wird. Die "Scheinlinie" ist ein gerader Pfad»der
zwischen benachbarten,jedoch in einem geringen Abstand angeordne
ten Säulen in den Reihen 23, 27 und 33 hindiirchführt.
Außerhalb der Reihe 33 befindet sich die letzte Reihe
37 , deren Säulen radial in einer Linie mit den Abständen
zwischen den benachbarten" Säulen der Reihe 36 liegen. Die Säulen der Reihe 37 liegen außerdem auf der Scheinlinie; die
oben erwähnt wurde.
Die Positionierung der Säulen der Reihe 33 und 37 wird bewirkt durch weitere Stangen 28 und durch Positionierplatten
38, die einen Teil von Seitenklammern 39 bilden, die mit der äußeren Stahlabschirmung 22 versdhraubt sind, wie in
Figjuren Io und 7 erkennbar. Die Stäbe 4ο stehen frei und
bilden zusätzliches Abschirmmaterial. Nach dem Zusammenbau der Seitenabschirmung werden die Schrauben 41 angezogen, um
alle Säulen richtig in ihrer Stellung zu h<en.
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Ein vertikales Ausweichen der Säulen der Reihen J>6 und
wird durch Fortsätze 42 an den Rohren der obersten Schicht der Reihe 37 verhindert, die unter Positionierplatten 38 greifen,
und durch Portsätze 43 an den Rohren der obersten Lage der Reihe
36, die unter weitere Portsätze 44 an der obersten Lage
von Rohren in der Reihe 37 greifen. Weitere Portsätze 45 an der
obersten Schicht der Reihe 36 verhindern jegliche Aufwärtsbewegung
der Stäbe 34.
übereinandergestapelte Rohre in der gleichen Rohrsäule
in den Reihen 23 und 37 werden voneinander^'Ab stand gehalten mittels Abstandshaltern 46, die in Fig. 8 erkennbar
sind, während zwischen den Rohren der untersten und zweituntersten Schicht von Säulen der Reihe 37 seitliche Halteschrauben
47 vorgesehen sind, deren Punktion darin besteht,
eine nach innen gerichtete Kompressionskraft auszuüben, ähnlich der; die von den seitlichen Halteschrauben 41 ausgeübt
wird, welche oben erwähnt wurden. Eine gleichmäßigere Kompression der Seitenabschirmung wird demgemäß erreicht.
Wie in Fig. 9 gezeigt, sind die äußersten drei Reihen 33 ·>
36 und 37 positioniert mittels Zapfenanordnungen
der Rohre der untersten Schicht dieser Reihen in Positionierlöchern in einer Niveauplatte 48, die auf dem Traggerüst 32
aufgebaut ist.
Fig. 5 und 11 zeigen außerdem die Positionierung der Neutronenflußmeßkanäle 49, die sich durch den Dom 5o
der Druckglocke 51 in dem hohen gekrümmten Bereich der
letzteren erstreiken. Es ist eine Anzahl solcher Kanäle vorgesehen, die in Umfangsrlchtung im Abstand voneinander in der
Seitenabschirmung angeordnet sind; zwei sind in Fig. 11 gezeigt, zusammen mit den umgebenden Grafitblöcken 52, in denen
derartige Kanäle normalerweise angeordnet sind. Entsprechende
- 13 909829/110 7
Zwischenräume sind natürlich in den Reihen 23, 27, 33,36
und 37 belassen für die Aufnahme der Grafitblöcke. Das Vorhandensein der Kanäle 49 unterstützt auch die Führung
gegen eine ümfangsSrerschiebung der Säulen in der Seitenabschirmung.
Man kann die öffnungen in dem Dom für die Durchführung
der Kanäle 49 nicht verwenden, weil mit dem Dom besondere Passungen verschweißt sein müssen, um die Schwächung
durch die Löcher zu kompensieren,und die Form dieser
Passungen verhindert die Benutzung dieser Löcher als Zugangsöffnungen. Wenn ferner die Seitenabschirmung einmal
vervollständigt worden ist, sind die Kanäle 49 nach oben
mit den Passungen verbunden, und dies verhinder tdie nachfolgenderer
Löcher für das Hindurchführen der Grafitblöcke für den Aufbau des Cores, nachdem der Zusammenbau der
Seitenabschirmung abgeschlossen worden ist.
Es versteht sich, dass die unvermeidlich vorhandenen Zwischenräume wegen der Verwendung von Rohren mit rundem
Querschnitt Raum schafft für die Korrosionszunähme und für
die Strömung von Kühlmittel durch die Seitenabschirmung. Diese Strömung ist ziemlich hoch, erzeugt jedoch kein Anheben
der Rohre infolge der Vorsorgemaßnahmen für die Abstoppung
der Vertikalbewegung, die oben beschrieben wurden.
Es ist oben unter Bezugnahme auf Fig. 1 erläutert worden,wie die einzelnen Rohre durch die Zugangsöffnung 5
eingeführt werden, dann gedereht werden und dann in ihre " Stellung zwischen dem Haltezylinder und der Druckglocke gebracht
werden. Die Bewegung kann vereinfacht werden, indem in dem Haltezylinder ein Vertikalschlitz entsprechend deren
Abmessungen angebracht wird. Jedes Rohr kann d-ann vertikal
χ Ausnutzung
- 14 -
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nach unten durch die Zugangsöffnung abgesenkt werden und
dann seitlich durch den Sc&litz bewegt werden in die
richtige Stellung in der Seitenabschirmung. Die geringere Länge der Rohre setzt de£L Länge des Spalts herab ,die im
Haltezylinder erforderlich ist.
Es versteht sich, dass anstelle von Kaiζiumhydroxyd
auch andere Materialien als Neutronenmoderator verwendet werden können, beispielsweise organische Verbindungen wie
Anthracin und gewisse Kunststoffe, oder anorganische Verbindungen wie Hydride und HydroxydejZ.B. Barium- und
Eisenhydroxyd sowie Zirkoniumhydroxyd.
- Patentansprüche - 15 -
909829/1107
Claims (1)
- Patentansprüche1. Verfahren zum Aufbau eines Kernreaktors, gekennzeichnet durch den Verfahrensschritt, dass die Seitenabschirmung des Reaktors errichtet wird, indem durch eine Zugangsöffnung im domförmigen Dach einer Druckglocke des Reaktors in einem Gebiet entfernt von demjenigen Teil des Daches, dessen Krümmung am größten ist, Rohre aus Neutronen absorbierendem Material eingeführt xierden, deren Länge und Querschnitt es ermöglicht, dass sie durch die Zugangsöffnung und in ihre Betriebsstellung innerhalb der Druckglocke gebracht werden können.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufbau der Seitenabschirmung eine Baugruppe^ umfassend die druckentlastete Druckglocke, welche das Coretraggerüst und den Haitezylinder des Reaktors umfassty in ihre Endstellung auf den Reaktorboden verschoben wird.3« Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Moderatoraufbau innerhalb der Druckglocke zusammengefügt wird.k. Nach dem Verfahren gemäß einem der vorangehenden Ansprüche aufgebauter Kernreaktor, gekennzeichnet durch einen Druckkessel, der eine Druckglocke enthält, in welcher das Reaktorcore untergebracht ist, durch eine Zugangsöffnung/ die so in dem domförmigen Dach der Druckglocke angeordnet ist, dass sie entfernt ist von demjenigen Teil des Daches, dessen Krümmung an größten ist, und durch eine Seitenabschirmung, bestehend aus Rohren aus Neutronen absorbierendem Material, die so angeordnet sind, dass sich kein gerad-- 16 9 09 829/1107llnlger Strahlungspfad von dem Core ergibt, der nicht durch einiges von dem Material verläuft, welche Rohre eine solche Größe besitzen, dass sie durch die Zugangsöffnung hindurchgeführt werden können und in ihre Betriebsstellung innerhalb^ des Druckkessels manövriert werden können. ', -5. Kernreaktor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Rohr senkrecht zu seiner Achse eine Querschnittsform aufweist, die rechteckig, dreieckig, rund oder hexagonal ist.6. Kernreaktor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohre in Reihen angeordnet sind, die auf konzentrishen Kreisen um die Vertikalachse des Cores liegen, , und dass jeder Kreis Säulen aus mehreren übereinander angeordneten Rohren umfasst.7. Kernreaktor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstellen zwischen den Rohren in benachbarten Schichten einer Reihe gegeneinander versetzt sind, relativ zu den entsprechenden Verbindungsstellen in der nähhst benachbarten Reihe.8. Kernreaktor nach Anspruch'7, dadurch gekennzeichnet, dass die Säulen einer Reihe bezüglich der Säulen der nächst benachbarten Reihe gegeneinander versetzt sind.9. Kernreaktor nach einem der Ansprüche 6^7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass Abstandshalter vorgesehen sind für die Festlegung der Abstände zwischen den Rohren der innersten Reihe und dem Haltezylinder des Reaktorcores.Io. Kernreaktor nach einem der Ansprüche 6,7, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass Abstandshalter vorgesehen sind für die Festlegung des Abstandes zwischen benachbarten Reihen und.zur Ermöglichung der Kühlmittelzirkulation.90 9 829/110711.Kernreaktor nach einem der Ansprüche 6 bis Io, dadurch gekennzeichnet, dass Rohre der untersten Schichten mit Positioniereinrichtungen versehen sind, um diese Rohre korrekt positionieren zu können.909829/1107
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19681811631 Pending DE1811631A1 (de) | 1967-11-30 | 1968-11-29 | Verfahren zum Aufbau eines Kernreaktors und Kernreaktor,der nach dem Verfahren hergestellt ist |
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|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0184345A1 (de) * | 1984-11-13 | 1986-06-11 | Westinghouse Electric Corporation | Modularer radialer Neutronenreflektor |
| US4751043A (en) * | 1984-02-03 | 1988-06-14 | Westinghouse Electric Corp. | Radial neutron reflector |
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-
1967
- 1967-11-30 GB GB54508/67A patent/GB1206640A/en not_active Expired
-
1968
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