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DE1810129C - Klemmvorrichtung zum Befestigen von verformbaren Materialbahnen - Google Patents

Klemmvorrichtung zum Befestigen von verformbaren Materialbahnen

Info

Publication number
DE1810129C
DE1810129C DE19681810129 DE1810129A DE1810129C DE 1810129 C DE1810129 C DE 1810129C DE 19681810129 DE19681810129 DE 19681810129 DE 1810129 A DE1810129 A DE 1810129A DE 1810129 C DE1810129 C DE 1810129C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fastening
clamping device
parts
deformable material
opening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19681810129
Other languages
English (en)
Other versions
DE1810129A1 (de
Inventor
Der Anmelder Ist
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Individual
Original Assignee
Individual
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19681810129 priority Critical patent/DE1810129C/de
Publication of DE1810129A1 publication Critical patent/DE1810129A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1810129C publication Critical patent/DE1810129C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

45
Die Erfindung betrifft eine Klemmvorrichtung zum Befestigen von verformbaren Materialbahnen, insbesondere Kunststoffolien, an Befestigungseinrichtungen, wobei diese Vorrichtung kein vorheriges Bearbeiten der zu verfestigenden Materialbahn erfordert.
In der französischen Patentschrift 1 456 013 wird eine Befestigungsvorrichtung für Folien, Bahnen, Planen usw. beschrieben, deren Prinzip darin besteht, daß die zu befestigende Bahn an dem zu befestigenden Rand um ein in seiner Länge dem zu befestigenden Rand entsprechendes längliches Element geschlagen wird, worauf das umgeschlagene Bahnende auf der Bahn befestigt wird, beispielsweise angenäht wird, wodurch eine Schlaufe gebildet wird. Diese Schlaufe wird zusammen mit dem sich in ihr befindlichen länglichen Element anschließend in eine Klemmvorrichtung eingebracht.
Die Verwendung dieser Befestigungsvorrichtung ist mit einem erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand belastet. Außerdem ermöglicht sie nur eine Befestigung längs eines Bahnenrandes.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Klemmvorrichtung zu schaffen, mit derea Hilfe Folien od. dgl. an Befestigungseinrichtungen befestigt werden können, ohne daß dabei die zu befestigenden Folien in irgendeiner Weise verändert, beispielsweise durchlöchert, genäht od. dgl., werden müssen.
Diese Aufgabe wird bei einer Klemmvorrichtung der eingangs" geschilderten Gattung dadurch gelöst, daß sie aus zwei nach Ar*, eines Druckknopfes unter Zwischenfügen der Materialbahn verbindbaren Teilen bes e.5t, wobei eines dieser Teile mit einer Einrichtung versehen ist, die ein Befestigen der V01-richtung an einer Befestigungseinrichtung ermögiicht.
Gegenüber der in der genannten französischen Patentschrift beschriebenen Vorrichtung ist es bei Verwendung der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung möglich, daß die zu befestigenden Bahnen nicht zunächst mit Schlaufen durch Umschlagen des zu befestigenden Bahnendes versehen werden müssen, wodurch eine erhebliche Arbeits- und Zeitersparnis verbunden ist. Ferner ist es erfindungsgemäß möglich, die Bahnen an einzelnen Punkten zu befestigen, während gemäß der genannten französischen Patentschrift im wesentlichen nur eine Befestigung längs eines Sahnrandes in Frage kommt.
Mit besonderem Vorteil läßt sich die erfindungsgemäße Klemmvorrichtung im Gartenbau verwenden, und zwar zum Abdecken von Pflanzenkulturen unter Verwendung von Planen. Dabei ist es erfindungsgemäß von Vorteil, daß die an den Planen auftretende Zugbelastung nicht wie bhher bei der Verwendung von mit ösen versehenen Planen auf die ösenstellen konzentriert ist, sondern auf die gesamte Planenfläche verteilt werden kann.
Die erfindungsgemäße K'emmvorrichtung ist so ausgebildet, daß an beiden T;i'en bekannte Fest haltemittel, wie Schnüre, Nägel, Gummiringe, Schrauben, Haken, Saugnäpfe od. dgl., angebracht werden können. Zum Zwecke des Aufklebens kann die Klemmvorrichtung an beiden Teilen mit Planflächen versehen sein.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Klemmvorrichtung ist vorgesehen, daß das eine Teil aus verformbarem Material, vorzugsweise weich gemachtem thermoplastischen Kunststoff, besteht, die Gestalt einer Pfanne mit innen konischen Seitenwänden hat und in der Ebene der öffnung «.inen nach innen vorstehenden Ringl'ragen und tine Lasche mit öffnungen aufweist, während das andere Teil einen in der öffnung des ersten Teils unter Zwischenfügen der Materialbahn einführbaren und dort hinter dem Ringkragen verrhgelbaren konischen Knopf besitzt sowie ein axiales Bohrlcch aiii weist Der Knopf ist auf der der Pfanne zugewandten Seite zur Aufnahme von Schraubmuttern, Niet- und Nagelköpfen ausgehöhlt.
Bei dieser Ausgestaltung ist durch ein geringfügiges Erwärmen, beispielsweise durch Einlegen in heißes Wasser, des aus thermoplastischem Kunststoff bestehenden Teils eine besonders einfache Montage möglich. Soll die Klemmvorrichtung entfernt werden, dann kann man das aus thermoplastischem Kunststoff bestehende Teil wieder erwärmen und von Hand die beiden Teile voneinander lösen, oder das aus thermoplastischem Material bestehende Material zerschneiden, wobei ebenfalls, vorausgesetzt daß sorgfältig vorgegangen wird, eine Zerstörung der befestigten Plane oder Folie vermieden wird.
Die Vorrichtung kann auch einteilig mittels eines schlag bildende Teil 12 ist z. B. aus einem härteren
Gebindes, einer Verschraubung, durch Nägel, durch Kunststoff hergestellt und hat an dem auf das erste
Saugen und Kleben usw. befestigt werden. Teil 10 zuweisenden Ende einen Kopf mit konischem
Der Beschlag kann auch einteilig mittels Ge- Ringwulst 15. Dieses knopfähnliche Teil hat eine
binde, Verschrauben, Nägeln, Saugen und Kleben, 5 axiale Durchbohrung,
klemmend und aufhängend verankert werden. Beim Anbringea des Beschlages an einer Ma-
AIs Befestigungsmittel kann z. B. eine einstückig terialbahn 16 werden die beiden Teile in die dar-
mit einem der Teile ausgebildeten Lasche mit öff- gestellte Lage zueinander auf beiden Seiten der
nung dienen, um anzunageln, sowie zur Aufnahme Bahn 16 gebracht. Dann wird unter Verformung der
des Befestigungsgebindes, sowie als schiebebare io Bahn das Teil 12 in das Teil 10 hineingedrückt, wo-
Aufhängung um eine Spannschnur. Es ist auch bei sich das Teil 10 entsprechend verformen kann,
möglich, in einem der Teile ein Gewinde einzu- was insbesondere für den Ringflansch 14 gilt. Der
bringen oder durch selbstschneidende Gewinde- konische Ringwulst 15 am oberen Teil des Teiles 12
schrauben Befestigungsmittel wie Ringschrauben, greift hinter den Ringflansch 14, wobei zwischen
Laufrollen u.a. anzufertigen, irm die tunnelartigen 15 den beiden Teilen die nunmehr entsprechend aus-
sowie horizontalen Planengebilde an Spannseilen gebeulte Materialbahn 16 liegt. Wenn man z. B. den
ohne Unterbau in zusammenfaltbarer beweglicher Beschlag dazu verwenden will, zwei Kunststoff-Fo
Weise aufhängen zu können sowie an einem der Hen von je etwa 1/10 rr ■■-. Dicke und eine zwischen
beiden Beschlagteile einen Saugrapf anzubringen, diesen liegende Schaumstof schicht von etwa 3 mm
damit man mit Hilfe des Beschlages die Material- ao Dicke zu verbinden, macht man das Maß A etwa
bahn am Glas od. dgl. zu Verkleidungszwecken 1/2 mm größer als das Maßß. Selbstverständlich
(z. B. Baugewerbe und Malerhandwerk) anbringen richtet sich die Wahl der Abmessungen von A zu B
kann. danach, wieviel Bahnen man einklemmen will und
Das Anwendungsgebiet ist insbesondere bei ver- welche Dicke diese Bahnen haben,
ankerungserforderlicher Abdeckung im Gartenbau as Ersichtlich wird weder beim Anbringen noch bein:
und Landwirtschaft, Baugewerbe und Malerhand- eventuellen Entfernen des Beschlages die Bahn zer
werk, Holzhandel und Lagereibetriebe, Versand- stört; insbesondere erhält sie keine Löcher, was aus
verpackung u. a., wie Haushaltungen (Balkonüber- den eingangs erwähnten Überlegungen heraus wich-
deckungsschutzfolie). tig sein kann.
Anwendungsgebiete der unterbaufreien — faltbar 30 Zusätzlich zu der Lasche 11 oder an Stelle dieser
zurückschiebbaren Aufhängeüberdachung sind wie- ' Lasche kann man auch z. B. die untere Fläche 17
derum der Gartenbau bei der Verdunkelungsmetho- des Teiles 12 mit einem entsprechenden Klebstoff
de von Kurztagskulturen, die Baumschulen durch versehen, so daß die Bahn 16 mit Hilfe des Be-
Uberdachung von Verdunkelungs- und Einschlage- Schlages an Glas, Kacheln, Metall od. dgl. angeklebt
platze, Lagerplätze, Konserven- und Zuckerfabriken, 35 werden kann.
Parkolatzüberdachungen sowie Abdeckungen gegen Man kann das Teil 12 auch aus einem z. B. mit
Frost; auch für den Gartenbesitzer ist sie verwend- Azeton lösbaren Kunststoff herstellen und ihm eine
bar. etwa axiale Bohrung geben. In diese Bohrung gibt
Als Klemmverschluß kann sie in der Verpak- man einige Tropfen Azeton und nach entsprechen-
kungsindustrie oder bei Polstermöbel, Einmalge- 40 der teilweiser Auflösung des Materials wird eine
brauch von Schalungstafelverkleidung durch Folie Schraube oder ein Bolzer in diese Bohrung ein-
od. dgl. verwendet werden. geführt, wobei das entsprechende Muttergewinde im
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfin- Teil 12 ausgebildet wird. Nach Verflüchtigung des
dung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung Azetons ist die Schraube bzw. der Bolzen dann fest eines Ausführungsbeispiels der nach der Erfindung 45 in dem Teil 12 verankert und kann zu Befestigungs-
ausgebildeten Klemmvorrichtung unter Hinweis auf zwecken verwendet werden.
die einzige Figur der Zeichnung, die etwa im Maß- Die Erfindung schafft also die Möglichkeit, eine
stao 2:1 vergrößert im Axialschnitt die zwei Teile Bahn mit Beschlägen zu versehen, ohne das die Bahn
des Ausführungsbeispieles und schematisch eine dabei zerstört wird, und mehrere Bahnen miteinander
dazwischen einzuklemmende Bahn darstellt. 50 rutschfest zu verbinden, wobei es nicht mehr — wie
Das im wesentlichen pfannenförmige Teil 10 bekannt — notwendig ist, entsprechende Bahnen
weist konische Innenseitenflächen und im Bereich der miteinander zu verschweißen oder zu verkleben.
Öffnung einen nach innen in einer Radialebene vor- Der Deschlag ist von Hand anzubringen und mit
stehenden Ringflansch auf. Das Teil 10 ist aus einfachsten Mitteln wieder zu lösen. Als besonders
thermoplastischem Kunststoff hergestellt und ein- 55 vorteilhaft wird angesehen, daß sich auf Grund der
stückig mit einer Lasehe 11 verbunden, in der eine einfachen körperlichen Merkmale der beiden Teile
Öffnung 13 ausgebildet ist. und bei Verwendung insbesondere entsprechender
Das zweite mit dem ersten den gesamten Be- Kunststoffe der Beschlag billig herstellen läßt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

  1. I 810
    Patentanrprüche:
    1 Klemmvorrichtung zum Befestigen von verformbaren Materialbahnen, insbesondere Kunststoffolien, an Befestigungseinrichtungen, wobei diese Vorrichtung kein vorheriges Bearbeiten der zu verfestigenden Materialbahn erfordert, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus zwei nach Art eines Druckknopfes unter Zwischenfügen der Materialbahn (16) verbindbaren Teilen (10,12) besteht, wobei eines dieser Teile mit einer Einrichtung (11,13) versehen ist, die ein Befestigen der Vorrichtung an einer Befestigungseinrichtung ermöglicht.
  2. 2. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch geke'.i zeichnet, daß das eine Teil (10) aus verformbarem Material, verzugsweise aus weichgemachtem thermoplastischem Kunststoff, besteht, die Gestalt einer Pfanne mit innen koni- ao sehen Seitenwänden hat und in der Ebene der Öffnung einen nach innen vorstehenden Ringkragen (14Ϊ aufweist, und daß das andere Teil (12) einen in die öffnung des ersten Teiles unter Zwischenfügung der Materialbahn einführbaren und dort hinter dem Ringkragen verriegelbaren konischen Kopf und ein axiales Bohrloch aufweist.
  3. 3. Klemmvorrichtung nrh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel eine einstückig mit einem '.er Teile ausgebildete Lasche (11) mit einer öffnung (13) ist.
  4. 4. Klemmvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Teile eines der Befestigungsmittel aufgenommen werden kann.
  5. 5. Klemmvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mit den Kopf versehene Teil (12) eine Bohrung zur Aufnahme einer Schraube od. dgl. aufweist.
DE19681810129 1968-11-21 Klemmvorrichtung zum Befestigen von verformbaren Materialbahnen Expired DE1810129C (de)

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DE1810129A1 DE1810129A1 (de) 1970-07-23
DE1810129C true DE1810129C (de) 1973-03-15

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