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Rahmen für eine Magnetkernmatrix Die Neuerung betrifft einen Rahmen
für eine Magnetkernmatrjx.
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Es ist bekannt, Magnetringkerne aus Material mit annähernd rechteckförmiger
Hystereseschleife nach Art einer Matrix anzuordnen.
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Derartige Anordnungen werden zum Beispiel zum Speichern von Informationen
oder zum Erzeugen von Schaltimpulsen verwendet. Jeder Magnetkern ist dabei mit zwei
Ansteuerdrähten und einem Lesedraht verknüpft. Bei sogenannten dreidimensionalen
Matrixanordnungen
ist es bekannt, jeden Magnetkern außerdem noch
mit einem vierten Draht, nämlich dem Inhibitdraht zu verbinden.
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Der Lesedraht, bei dreidimensionalen Anordnungen auch der Inhibitdraht,
kann ohne irgendwelche Haltepunkte durch die Magnetkerne der Matrixanordnung geführt
werden. Für diese Drähte ist es lediglich erforderlich, am Rande der Matrix auf
einem Rahmen für den Anfang und das Ende des Drahtes je einen Lötstützpunkt vorzusehen.
Anders ist dies jedoch mit den Ansteuerdrähten (Zeilen-und Spaltendrähten beziehungsweise
X-und Y-Drähten) für die Magnetkerne. Diese Drähte übernehmen nicht nur die Zuführung
der zur Ansteuerung der Magnetkerne notigen Ansteuerimpulse, sondern auch noch die
mechanische Halterung der nach Art einer Matrix angeordneten Magnetringkerne. Es
ist deshalb bereits bekannt geworden, die Enden dieser Ansteuerdrähte an am Rande
der Matrix auf einem Rahmen angebrachten Lötstützpunkten zu befestigen. Die bisher
bekannt gewordenen Lotstützpunkte für Matrixrahmen haben jedoch den Nachteil, daß
sie sowohl in der Breite als auch in der Höhe einen verhältnismäßig großen Raum
einnehmen.
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Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, einen mit Lötstützpunkten
versehenen Matrixrahmen zu schaffen, bei dem die Lötstützpunkte in ihrer Breite
und Höhe sehr geringe Abmessungen aufweisen, so daß einerseits die Lötstützpunkte
auf dem Rahmen in sehr kleiner Teilung angebracht werden können und andererseits
der gesamte Matrixrahmen eine kleine Bauhöhe erhält. Dies wird dadurch erreicht,
daß ein Isolierstoffrahmen vorgesehen ist,
durch den nach Art einer
Heftklammer gebogene Lötstützpunkte in versetzter Lage gesteckt sind, deren nach
dem Inneren des Rahmens weisende Enden senkrecht zum Rahmen nach oben gebogen sind,
so daß daran die zu verspannenden Ansteuerdrähte befestigt werden können. Dabei
sind sowohl die nach dem Inneren des Rahmens als auch die nach außen weisenden Enden
der Lötstützpunkte gegeneinander versetzt. An die nach außen weisenden Enden der
Lötstützpunkte werden die Drähte der äußeren Verdrahtung senkrecht zur Rahmenebene
angelötet. Die Versetzung sowohl der inneren als auch der äußeren Enden der Lötstützpunkte
bietet gegenüber einer nicht gestaffelten Anordnung den Vorteil der besseren Zugänglichkeit.
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Um die nach oben gebogenen Enden der Lötstützpunkte gegeneinander
zu versetzen und zu haltern, ist der Isolierstoffrahmen an seinem inneren Rand mit
Nuten versehen, in denen diese Enden der Löst-5 stützpunkte geführt werden.
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Die Lötstützpunkte bestehen zweckmäßigerweise aus entsprechend gebogenen
Drähten und stecken derart in je zwei Bohrungen des Isolierstoffrahmens, daß ihre
an der Unterseite des Isolierstoffrahmens herausragenden Enden rechtwinkelig zur
Achse der Bohrungen abgewinkelt sind und an dem Rahmen anliegen. Besonders einfach
ist eine Staffelung der inneren Enden der Lötstützpunkte zu erreichen, wenn man
die am äußeren Rande des Isolierstoffrahmens liegenden Bohrungen in einer Linie
anordnet, während die am inneren Rande des Rahmens liegenden Bohrungen für die Lötstützpunkte
gegeneinander versetzt sind.
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Anhand der Figuren 1 bis 3 wird der Matrixrahmen gemäß der Neuerung
weiter erläutert.
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In Figur 1 ist ein Rahmen mit einem Teil der nach Art einer Matrix
angeordneten Magnetkerne dargestellt. Der Lesedrahtund der Inhibitdraht werden der
besseren Übersicht halber weggelassen. Es sind nur die Ansteuerdrähte, das heißt
die X-Drähte und die Y-Drähte zu erkennen. Jeweils an dem Kreuzungspunkt eines X-und
eines Y-Drahtes ist ein Magnetkern M angeordnet. Außerhalb der nach Art einer Matrix
angeordneten Magnetkerne M befindet sich ein aus vier Schenkeln bestehender rechteckförmiger
Matrixrahmen R, auf dem die Lötstützpunkte L befestigt sind.
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Die besondere Ausführungsform der Lötstützpunkte L ist aus der Darstellung
in Figur 1 nicht zu erkennen. Es wurde dort nur angedeutet, daß zum Zwecke der besseren
Zugänglichkeit sowohl die am inneren als auch die am äußeren Rande des Matrixrahmens
liegenden Enden der Lötstützpunkte L gegeneinander versetzt sind.
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Man erkennt, daß die Breitenausdehnung der Lötstützpunkte L möglichst
gering sein muß, um die Magnetkerne M eng beieinander anordnen zu können.
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In Figur 2 ist ein Schnitt durch einen Schenkel des Matrixrahmens
gemäß Figur 1 gezeigt. Der Matrixrahmen R besteht aus einer flachen Isolierstoffplatte,
die in Figur 2 gestrichelt"'dargestellt wurde. Diese Platte ist sowohl in der Nähe
des äußeren als auch in der Nähe des inneren Randes des Rahmens mit Bohrungen
versehen,
durch die die nach Art einer Heftklammer gebogenen aus einem Drahtstück bestehenden
Lötstützpunkte L gesteckt sind. Die nach unten herausragenden Enden der Lötstützpunkte
L sind dabei senkrecht zu den im Isolierstoffrahmen R befindlichen Bohrungen so
abgewinkelt, daß sie an der Unterseite des Rahmens flach anliegen. Das am inneren
Ende des Matrixrahmens R befindliche Ende der Lötstützpunkte L ist senkrecht zu
dem Rahmen freistehend nach oben abgebogen, so daß daran jeweils der zu verspannende
Zeilen-oder Spaltendraht (X-beziehungsweise Y-Draht) befestigt werden kann.
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Figur 3 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt eines Schenkels des Matrixrahmens
nach Figur 1. Zu erkennen ist der Isolieratoffrahmen R mit mehreren Lötstützpunkten
1. Der Isolierstoffrahmen ist gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
am inneren Rande mit Nuten versehen, in denen zumindest teilweise die nach oben
freistehend abgebogenen Enden der Lötstützpunkte L geführt werden. Durch die Anordnung
dieser Nuten am inneren Rande des Rahmens wird auf besonders einfache Weise die
Versetzung der inneren Lötstützpunktsenden erreicht. Die Versetzung der äußeren
Enden der Lötstützpunkte L ist dadurch gegeben, daß diese verschiedene Längen haben.
Die am äußeren Rande des Rahmens R liegenden Bohrungen B1 liegen alle in einer Richtung
parallel zur äußeren Rahmenkante, während die am inneren Rande des Rahmens R liegenden
Bohrungen B2 gegeneinander versetzt sind,
Der Matrixrahmen gemäß
der Neuerung bieterden Vorteil besonders geringer Bauhöhe, was hinsichtlich der
Verwendung in dreidimensionalen, sogenannten kubischen Matrixanordnungen sehr günstig
ist.
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Außerdem ist durch die Verwendung von nach Art einer Heftklammer gebogenen
Drähten als Lötstützpunkte ein sehr geringer Abstand von Lötstützpunkt zu Lötstützpunkt,
das heißt eine sehr kleine Teilung derselben möglich, was andererseits die sehr
enge Anordnung der Magnetringkerne innerhalb des Matrixrahmens und damit die Unterbringung
einer großen Anzahl von Magnetkernen auf verhältnismäßig kleinem Raum gestattet.
6 Schutzansprüche 3 Figuren