DE1809955B1 - Verfahren zur befestigung von schienen in den schienenkanälen von gleistragplatten - Google Patents
Verfahren zur befestigung von schienen in den schienenkanälen von gleistragplattenInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
- E01B—PERMANENT WAY; PERMANENT-WAY TOOLS; MACHINES FOR MAKING RAILWAYS OF ALL KINDS
- E01B9/00—Fastening rails on sleepers, or the like
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- E01B9/04—Fastening on wooden or concrete sleepers or on masonry without clamp members
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E01B3/00—Transverse or longitudinal sleepers; Other means resting directly on the ballastway for supporting rails
- E01B3/28—Transverse or longitudinal sleepers; Other means resting directly on the ballastway for supporting rails made from concrete or from natural or artificial stone
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Description
- Die Erfindung beschäftigt sich mit der Befestigung von Schienen in den Schienenkanälen von Gleistragplatten aus Stahlbeton. Dazu arbeitet man bisher mit Schienenbefestigungen besonderer Konstruktionen, wie sie grundsätzlich auch sonst im Eisenbahnoberbau eingesetzt werden. Die Schienen werden in den Schienenkanälen zunächst ausgerichtet und danach mit Hilfe der Schienenbefestigungsvorrichtungen festgelegt. Das ist einerseits in montagetechnischer Hinsicht aufwendig, darüber hinaus aber auch aus funktionellen Gründen und in bezug auf die Lebensdauer der Befestigung oft nicht befriedigend. Bekanntlich werden im Eisenbahnoberbau die Schienen meistens an Schwellen befestigt und wegen der zahlreichen Lastwechsel die Schwellen in Schotter (statisch betrachtet) elastisch gebettet. Das bestimmt auch die Beanspruchungen, die die Schienenbefestigungen aufzunehmen haben. In Gleistragplatten fehlt diese elastische Bettung, die zahlreichen Lastwechsel bleiben. Das macht verständlich, daß sonst im Eisenbahnoberbau bewährte Schienenbefestigungsvorrichtungen sich bei Gleistragplatten oft nicht bewähren.
- Holzunterkeilung und Holzverkeilung der Schienen in den Schienenkanälen sowie die Anordnung von Federn reduziert zwar die Nachteile, nichtsdestoweniger ist die Befestigung von Schienen in den Schienenkanälen von Gleistragplatten, insbesondere in bezug auf die Lebensdauer der Befestigung verbesserungsbedürftig.
- Im übrigen sind die Schienenkanäle von Gleistragplatten aus Stahlbeton im Profil häufig so eingerichtet, daß sie nach oben enger werden. Das ist für die Befestigung von Schienen in solchen Schienenkanälen bisher kaum ausgenutzt worden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem Schienen in den Schienenkanälen von Gleistragplatten aus Stahlbeton einfach und sicher für extrem lange Lebensdauer festgelegt werden können.
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung von Schienen, bestehend aus Schienenfuß, Schienensteg und Schienenkopf, in den Schienenkanälen von Gleistragplatten aus Stahlbeton, wobei die Schienen in den Schienenkanälen zunächst ausgerichtet und danach festgelegt werden. Die Erfindung besteht darin, daß die Schienen über ihre gesamte Länge oder abschnittsweise in den Schienenkanälen unter Freilassung des Schienenkopfes mit einem Gießharz umgossen und durch das ausgehärtete Gießharz befestigt werden. Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß in Gleistragplatten eine elastische Bettung, wie Schienen sie im Eisenbahnoberbau regelmäßig erfahren, ebenfalls herbeigeführt werden muß, und lehrt, die Mittel dazu gleichzeitig für die Befestigung der Schienen in den Schienenkanälen einzusetzen. Tatsächlich dient das Gießharz zunächst der elastischen Bettung der Schienen in den Schienenkanälen, darüber hinaus aber auch der Festlegung durch Adhäsion, da Gießharze sich einerseits innig mit Stahl und außerdem innig mit Beton verbinden. Die Befestigung ist dann optimal, wenn im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens vorzugsweise mit solchen Gleistragplatten gearbeitet wird, deren Schienenkanäle im Profil nach oben enger werden. Der Ausdruck »umgossen« sagt, daß sowohl unter dem Schienenfuß als auch diesen mittelbar oder unmittelbar umschließend Gießharz eingebracht ist. Das Gießharz wird so ausgewählt oder eingestellt, daß eine hinreichende elastische Bettung erreicht wird. Zugleich werden die Schienen mittels des Gießharzes gleichsam eingeklebt. Nach Erhärten des Gießharzes sind die Schienen gleichsam elastisch eingekeilt. Man kann grundsätzlich die verschiedensten Gießharze verwenden. Im allgemeinen wird man mit katalytisch härtenden Zweikomponentengießharzen arbeiten, die nach Mischung der beiden Komponenten und Vergießen der Schienen in den Schienenkanälen alsbald aushärten und zugleich die Verbindung zwischen Beton und Schiene herstellen. Grundsätzlich kann jedoch auch mit thermisch härtbaren Zweikomponentengießharzen gearbeitet werden, wenn man im Zuge der Herstellung entsprechende Einrichtungen zur Beheizung einsetzt. Hierzu kann mit Infrarotstrahlern gearbeitet werden. Geeignete Gießharze sind beispielsweise Polyesterharze, Epoxidharze, allgemeiner alle synthetischen Elastomere. Immer empfiehlt es sich, so vorzugehen, daß das Gießharz über die gesamte Länge der Schienenkanäle unter dem Schienenfuß eingegossen wird; im übrigen ist es jedoch ausreichend, den Schienenfuß nur abschnittsweise bis etwa zur halben Höhe oder Zweidrittel der Höhe des Schienensteges in Gießharz einzugießen.
- Für die elastische Bettung ist es im allgemeinen ausreichend, daß die Dicke der Gießharzschicht unter dem Schienenfuß etwa entsprechend der Flanschdicke des Schienenfußes gewählt wird. Verfährt man so, so werden sowohl die horizontalen Beanspruchungen von der Gießharzschicht elastisch aufgenommen, während zugleich auch alle vertikalen Kräfte aufgenommen und ausgeglichen werden, und zwar ohne die adhäsiveVerbindung durch zu große Schubkräfte zu stören. Daher zeichnet sich eine nach der Erfindung verwirklichte Befestigung von Schienen in den Schienenkanälen von Geistragpatten durch extreme Lebensdauer bei extremer Anzahl von Lastwechseln aus. In Strenge handelt es sich wegen der verhältnismäßig dicken Schicht des elastomeren Materials, von dem die eingegossene Schiene umgeben ist und die sich unter dem Schienenfuß befindet, insoweit weniger um eine Klebung als um eine Einbettung in Gießharz. Um mit einer möglichst kleinen Menge an Gießharz auszukommen, kann man an den Schienen zwischen Schienenfuß und Schienenkopf Füllstücke anordnen und gegen diese das Gießharz eingießen. Die Füllstücke werden zweckmäßigerweise mittels Kunstharzklebers am Schienenfuß, Schienensteg und Schienenkopf angeklebt.
- Obwohl im Rahmen der Erfindung mit den verschiedensten Gießharzen und insbesondere mit den verschiedensten elastomeren Gießharzen gearbeitet werden kann, ist Gegenstand der Erfindung auch die die Verwendung eines elastomeren Gießharzes mit Beimischung von gekörntem Kork (Naturkork).
- Durch eine solche Beimischung von Kork kann man dem Vergußmaterial extreme elastische Eigenschaften verleihen, ohne daß die Adhäsion beeinträchtigt wird. Arbeitet man darüber hinaus mit Schienenkanälen, deren Profil sich nach oben verengt, so sind selbst dann, wenn über die Korkmischung das Gießharz sehr elastisch eingestellt ist, die Schienen in den Schienenkanälen absolut sicher festgelegt. Sollen die Schienen gelöst werden, so lassen sich sowohl bei dieser Ausführungsform als auch bei aen vorbeschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens durch Heraustrennen des Gießharzes auf einfache Weise wieder lösen.
- Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind zusammengefaßt darin zu sehen, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren in den Schienenkanälen X on Gleistragplatten Schienen auf einfache Weise und dauerhaft befestigt werden können.
- Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert; es zeigt F i g. 1 in perspektivischer Darstellung eine Gleistragplatte mit in den Schienenkanälen angeordneten Schienen und Fig. 2 in gegenüber der Fig. 1 wesentlich vergrößerter Darstellung einen Schnitt nach der Linie A-A in der Fig. 1.
- Die in den Figuren dargestellte Gleistragplatte 1 besteht aus Stahlbeton und besitzt ausgesparte Schienenkanäle 2, die im Ausführungsbeispiel im Profil nach oben enger werden. In diesen Schienenkanälen 2 sind die Schienen 3 angeordnet. Sie sind zunächst ausgerichtet und danach festgelegt worden, und zwar sind sie unter Freilassung des Schienenkopfes 4 mit einem Gießharz 5 umgossen worden, wobei sie durch dieses Gießharz 5 elastisch gebettet und zugleich in den Schienenkanälen 2 befestigt sind.
- Das Gießharz ist über die gesamte Länge der Schienenkanäle 2 unter dem Schienenfuß 6 und außerdem abschnittsweise bis etwa zur halben Höhe des Schienensteges 7 eingegossen worden. Die Dicke d der Gießharzschicht unter dem Schienenfuß entspricht etwa der Flanschdicke des Schienenfußes 6.
- Im Ausführungsbeispiel ist angedeutet worden, daß man zwischen Schienenfuß 6 und Schienenkopf 4 Füllstücke 8 vorsehen kann, um die erforderliche Gießharzmenge zu reduzieren. Die Füllstücke 8 sind ihrerseits mittels Kunstharzklebers am Schienenfuß 6, Schienensteg 7 und Schienenkopf 4 angeklebt. In der Fig. 2 ist angedeutet worden, daß das Gießharz 5 mit einer Beimischung von gekörntem Kork 9 versehen worden ist.
Claims (6)
1. Verfahren zur Befestigung von Schienen, bestehend aus Schienenfuß,
Schienensteg und Schienenkopf, in den Schienenkanälen, vorzugsweise den im Profil
nach oben enger werdenden Schienenkanälen von Gleistragplatten aus Stahlbeton. wobei
die Schienen in den Schienenkanälen zunächst ausgerichtet und danach festgelegt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienen (3) über die gesamte Länge oder
abschnittsweise in den Schienenkanälen (2) unter Freilassung des Schienenkopfes
(4) mit einem Gießharz (5) umgossen und durch das ausgehärtete Gießharz (5) befestigt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gießharz
(5) über die gesamte Länge der Schienenkanäle (2) unter den Schienenfuß (6) und
außerdem abschnittsweise bis etwa zur halben Höhe des Schienenstegs (7) eingossen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dicke (d) der Gießharzschicht unter dem Schienenfuß (6) etwa entsprechend der
Flanschdicke des Schienenfußes (6) gewählt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Schienen (3) zwischen Schienenfuß (6) und Schienenkopf (4) Füllstücke
(8) angeordnet werden und gegen diese das Gießharz (5) eingegossen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllstücke
(8) mittels Kunstharzklebers am Schienenfuß (6), Schienensteg (7) und Schienenkopf
(4) angeklebt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 gekennzeichnet durch
die Verwendung eines elastomeren Gießharzes (5) mit Beimischung von gekörntem Kork
(9).
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1809955B1 true DE1809955B1 (de) | 1970-03-19 |
Family
ID=5713850
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19681809955 Pending DE1809955B1 (de) | 1968-11-20 | 1968-11-20 | Verfahren zur befestigung von schienen in den schienenkanälen von gleistragplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1809955B1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3439252A1 (de) * | 1984-10-26 | 1986-05-07 | Lothar 8700 Würzburg Eisner | Material zum einbau von schienen |
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-
1968
- 1968-11-20 DE DE19681809955 patent/DE1809955B1/de active Pending
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| BE1015162A5 (fr) * | 2002-10-31 | 2004-10-05 | Vanhonacker Patrick Rotthier D | Systeme de rail enrobe. |
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