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DE1807115A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Bewirkung eines Blendschutzes,insbesondere fuer Kraftfahrzeugfahrer - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Bewirkung eines Blendschutzes,insbesondere fuer Kraftfahrzeugfahrer

Info

Publication number
DE1807115A1
DE1807115A1 DE19681807115 DE1807115A DE1807115A1 DE 1807115 A1 DE1807115 A1 DE 1807115A1 DE 19681807115 DE19681807115 DE 19681807115 DE 1807115 A DE1807115 A DE 1807115A DE 1807115 A1 DE1807115 A1 DE 1807115A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glasses
lamellae
light
glare
slats
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681807115
Other languages
English (en)
Inventor
Hubertus Von Inhoffen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19681807115 priority Critical patent/DE1807115A1/de
Publication of DE1807115A1 publication Critical patent/DE1807115A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F9/00Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
    • A61F9/02Goggles
    • A61F9/022Use of special optical filters, e.g. multiple layers, filters for protection against laser light or light from nuclear explosions, screens with different filter properties on different parts of the screen; Rotating slit-discs
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02CSPECTACLES; SUNGLASSES OR GOGGLES INSOFAR AS THEY HAVE THE SAME FEATURES AS SPECTACLES; CONTACT LENSES
    • G02C7/00Optical parts
    • G02C7/16Shades; shields; Obturators, e.g. with pinhole, with slot

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Polarising Elements (AREA)

Description

Hubertus ν. Inhoffen, 8 München 25, liuckenstr. 23
Verfahren und Vorrichtung zur Bewirkung eines Blendschutzec, " . ·· ■. ■"'· K···-;'ü ■■··■■■-·■
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bewirkung eines Blendschutnes, der insbesondere für Kraftfahrzeug.faL.rer Verwendung finden kann.
Eine bekannte Blendschutzvorrichtung bestellt aus einem Polarisator, der ü.B. bei Kraftfahrzeugen an der Windschutzscheibe angebracht werden kann, und aua einem Analysator, der an einer Brille vorgesehen ist. Wenn die Fläche des Polarisators durch Kopfbewegung zur Deckung mit den Feldern des Analysators an der Brille gebracht werden, so ergibt sich ein abgedunkeltes Feld," das einen ausreichenden Blendschutz bietet, \7ird der Polarisatoi an der Windschutzscheibe in geeigneter Weise und an der richtigen Stelle angebracht,' so bleibt ein relativ großer Bereich dennoch sichtbar, so daß eine bestimmte Verkehrssicherheit geboten ist. Der Nachteil dieser bekannten Blendschutzvorrichtung besteht jedoch darin, daß das reflektierte Licht vom eigenen Fahrzeug durch den Polarisator bzw. den Analysator, auch wenn diese nicht durch Kopfdrehung zur Deckung gebracht sind, in erheblichem Maße absorbiert wird und die Sichtverhältnisse zu wünschen übrig lassen. Eine derartige Blendschutzvorrichtung bietet auch keinen Blendschutz für Licht aus den Rückspiegeln eines Kraftfahrzeugs, so daß also eine Blendung aus den Rückspiegeln dadurch nicht beseitigt wird. (Deutsche Patentschrift 1 168 786).
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Es ist auch eine weitere Blendschutzvorrichtung bekannt geworden, die aus einem in streifenförmige Elementarzonen von dunkler Färbung unterteilten Schirm besteht, wobei die Elemental zonen entlang der Fluchtlinie angeordnet sind, längs derer die entgegenkommenden Scheinwerfer auf der Windschutzscheibe erscheinen. Um ein Erkennen des entgegenkommenden Fahrzeugs zu ermöglichen, sind die streifenförmigen Elementarzonen voneinander durch schmale Streifen heller Färbung getrennt. Ein derartiger Schirm lässt sicii auch an einer Brille vorsehen, so daß der Schirm an der Brille der Fluchtlinie entspricht, längs derer die entgegenkommenden Scheinwerfer auf der Brille erscheinen. Auch bei dieser bekannten Vorrichtung besteht der Nachteil, daß nicht nur das Blickfeld erheblich beeinträchtigt wird, sondern diese bekannte Blendschutzvorrichtung bietet auch keinen Blendschutz gegen Rückspiegel eines Kraftfahrzeugs. (Deutsche Patentschrift 1 215 015).
Bekannt ist weiterhin eine Blendschutzscheibe, die in die Blend· schutzlage geklappt werden kann und nach Art einer Honigwabenscheibe ausgebildet ist. Diese Blendschutzscheibe wird in Drehung versetzt, und dadurch werden die diffusen Lichtstrahlen absorbiert, so daß eine Blendwirkung weitgehendst ausgeschaltet wird. Es ist jedoch nicht nur sehr aufwendig und entsprechend teuer eine derartige Einrichtung herzustellen und an einem Fahrzeug anzubringen, sondern der Blendschutz erstreckt sich nur auf den Bereich der rotierenden Scheibe, so daß etwas mehr seitlich einfallendes Licht wiederum zu einer Blendung führt. Auch ist bei dieser Blendschutzscheibe keinBlendschutz für die' Rückspiegel gegeben. (Deutsche Patentschrift 1161 160).
Eine weitere Blendschutzvorrichtung verwendet nebeneinander parallel angeordnete Lamellen aus undurchsichtigem Material, die senkrecht angeordnet mit ihrer Schmalseite in Fahrtrichtung stehen und im Fahrzeug in einer beliebigen Art befestigt werden können. Von Nachteil hierbei ist jedoch, daß das Blick-
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feld, insbesondere das seitliche Blickfeld erheblich eingeengt wird, jedoch eine echte Blendschutzwirkung sich damit dennoch nicht erreichen lässt, was auch insbesondere wieder für die Rückspiegel gilt (Gbm 1 940 829).
Schließlich, sind auch Blendschutzbrillen bekannt geworden, die ein gelbliches Lichtfilter aus Pigmentstoffen enthultfn.Diese Blendschutzbrille konnte sich jedoch nicht durchs?-' jn, da sie zwar keine wesentliche Dämpfung des reflektierter ichtes des eigenen Fahrzeugs hervorruft, jedoch auch keinen ausreichenden Blendschutz bietet. Bei dieser Blendschutzbril besteht ein weiterer Nachteil darin, daß sich die Farben gr ι und blau nicht mehr unterscheiden lassen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die oben geschilderten Nachteile zu beseitigen und ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bewirkung eines BlendBchutzes zu schaffen, wobei sowohl bei entgegenkommendem Licht, als auch bei Licht aus den Rückspiegeln eines Kraftfahrzeugs eine volle Blendsohutzwirkung erzielt wird, jedoch trotzdem eine freie ungehinderte und ungedämpfte Sicht in allen Richtungen aufreckterhalten bleibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss die natürliohe Bewegung der Augen zum Erzielen eines Blendschutzes verwendet.
Die Blendschutzvorrichtung nach der Erfindung, die die natürliche Bewegung der Augen ausnützt und aus mehreren nebeneinander angeordneten Lamellen besteht, kennzeichnet eich dadurch, daß teilweise lichtdurchlässige Lamellen an oder in einer Brille angeordnet sind.
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Eine freie Sicht wird erimdungsgemäß dadurch aufrechterhalten, daß die teilweise lichtdurchlässigen Lamellen an oder in einer Brille radial angeordnet sind. Die radiale Anordnung der Lamellen ist dabei so getroffen, daß nach Aufsetzen einer derart ausgebildeten Brille der geometrische Ort aller Lamellen einer Brillenhälfte d.h. eines Brillenglases im wesentlichen im Augendrehmittelpunkt gelegen ist, während die Pupille des Auges vor dem geometrischen Ort, d.h. also in Richtung auf die Lamelle^, zu liegt. In jeder beliebigen Lage des Auges stellt also die Sehachse die Verbindungslinie einer entsprechen den Lamelle zu ihrem geometrischen Ort dar.
Eine Blendschutzvorrichtung nach der vorliegenden Erfindung kann je nach Wunsch so ausgebildet werden, daß die Lamellen eine Breite von ca. 1 mm bis ca. 3 cm und eine Dicke von 0,5 - ca. 0,01 mm aufweisen.
Um die Blendschutzwirkung möglichst gleichmäßig zu gestalten und an die Entfernung einer Lichtquelle anzupassen werden erfindungsgemäß die Lamellen in unterschiedlichen Abständen zueinander angeordnet und die Abstände der Lamellen nehmen vom Aussenrand der Brille bzw. eines Brillenglases zur Mitte der Brille bzw. des Brillenglases hin ab.
Eine gleichmäßige Blendschutzwirkung kann auch dadurch erreicht werden, daß die Lamellen unterschiedlich lichtdurchlässig sind, so daß z.B. die Lamellen vom äusseren oder inneren Rand eines Brillenglases zur Mitte des Brillenglases hin in ihrer Liohtdurchlässigkeit zunehmen.
Wie bereits oben erwähnt, so sind die Lamellen erfindungsgemäß in oder an einem Brillenglas radial zum Augendrehmittelpunkt angeordnet. Durch diese Anordnung wird nun erreicht, daß die jeweilige Blickrichtung, d.h. also die Richtung, in die die Sehachse zeigt, jeweils vom Blendschutz freigegeben
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wird, so daß z.B. beim Blicken in einen Rückspiegel, sei dies durch Kopfdrehung oder durch Bewegen der Augen, die Blendschutzwirkung in dieser Richtung aufgehoben wird, sich jedoch sofort wieder einstellt, so wie man in eine andere Richtung blickt.
Die Lamellen können entweder aus einer lichtempfindlichen Schicht, einem Polarisator oder aus irgend einem anderen Lichtfilter bestehen.
Eine derartige Brille lässt sich gewichtsmäßig leicht halten, indem man die Lamellen in Kunststoff oder einem anderen lichtdurchlässigen Material ganz oder teilweise einbettet.
Eine erfindungsgemäße Brille muß individuell angepaßt werden, wobei sich als besonders vorteilhaft erweist, die Ohrenbügel und den Nasenbügel an der Brille verstellbar bzw. von der Brille entfernbar auszubilden. Eine derartige Individuelle Einstellung ist jedoch nicht sehr kritisch, da die Pupille des menschlichen Auges bekanntlich eine relativ große Fläche von mehreren Quadratmillimetern darstellt (Durchmesser der Pupille zwischen 3 und 6 mm bei Nachtfahr.t, normalem Scheinwerferlicht und keinem Gegenverkehr). Eine Einstellung der Brille läßt sich auch dadurch vereinfachen, daß die Ohrenbügel in sich verstellbar ausgebildet sind.
Eine derartige Brille nach der Erfindung kann natürlich auch für Kurz-oder Weitsichtigkeit ausgebildet sein.
Wenn en erwünscht ist nur einen Blendschutz für die Rückspiegel eines Kraftfahrzeugs zu bewirken, so kann man die Lamellen nur an den Außen- und InnenränJern der Brillengläser vorsehen, so daß auch eine normale Brille für diesen Zweck so ausgebildet werden kann. Durch eine derart ausgestattete Brille wird es z.B. überflüssig den Rückspiegel verstellbar auszubilden,
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oder diesen bei einer lästigen Blendung aus dem Rückspiegel verdrehen zu müssen.
Die Herstellung einer erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung lässt sich einfach und billig gestalten und das Verfahren zur Herstellung kennzeichnet sich dadurch, daß die Lamellen in Form von langen Streifen in entsprechender Anordnung in einem Ringraum gespannt werden und der Ringraum anschließend mit erhärtendem lichtdurchlässigein Material aufgefüllt wird, so daß die Lamellen in dem lichtdurchlässigen Material eingebettet werden.
Weitere vorteilhafte Einzelheiten ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die Zeichnungen. In diesen zeigt:
Fig. 1 eine Blendschutzbrille nach der vorliegenden Erfindung;
Fig. 2 eine vergrößerte Schnittdarstellung durch ein Brillenglas der Fig. 1 nach der Linie I—I;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung eines Brillenglases nach der Erfindung mit einer Lichtquelle zur Veranschaulichung der Wirkungsweise;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Brillenglases zur weiteren Veranschaulichung der Wirkungsweise; und
Fig. 5 eine Schnittdarstellung eines Brillenglases
nach der Erfindung mit einer paralleles Licht aussendenden Lichtquelle.
In Fig. 1 ist eine Brille allgemein mit 1 bezeichnet und weist relativ dicke Brillengläser 7 auf, die mit Lamellen 2 durchsetzt sind. Die Brille 1 ist relativ sohmal gehalten, um das
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Gewicht möglichst gering zu halten. Die Füllmasse 7 kann vorzugsweise aus lichtdurchlässigem Kunststoff bestehen, so daß das Gewicht dadurch weiterhin klein gehalten wird. An den Außenrändern der Brille sind Ohrenbügel 4 bei 5 verstellbar befestigt, weiterhin ist der Nasenbügel 3 ebenfalls an dem Brillenkörper verstellbar bzw. abnehmbar, so daß durbh Austauschen der Bügel 4 oder 3, oder durch Verstellen der Bügel am Brillenkörper, ein individuelles Einstellen mögll. .A ist. Im Brillenkörper 7 sind Lamellen 2 eingebettet, d ceilweise lichtdurchlässig sind und die Abstände der Lamellen 2 nehmen von 0 nach D hin ab.
In Fig. 2 ist eine Brillenhälfte im Scnnitt dargestellt (Linie I-I in Fig. 1) und der geometrische Ort aller Lamellen, die von C nach D hin in ihrer Häufigkeit zunehmen, ist M, der dem Augendrehmittelpunkt entspricht.
In Fig. 3 bewegt sich eine im wesentlichen punktförmige Lichtquelle I in Richtung des Pfeiles F auf einen Beobachter zu, der eine Blendschutzbrille nach der vorliegenden Erfindung aufgesetzt hat und dessen linkes Auge mit H bezeichnet ist. Der geometrieohe Ort der Lamellen 2 liegt nach vorheriger Einjustierung der Brille im wesentlichen im Augendrehmittelpunkt M7SO daß in jeder Lage des Auges H und damit der Pupille P und der Iris I die betreffenden Lamellen nur an ihrer inneren Kante gesehen werden können. Die von der Lichtquelle L ausgesendeten Lichtstrahlen L1 können nicht in die Pupille P bzw. in diese nur durch die lichtfilternden Lamellen hindurch gelangen. Nur ein sehr geringer Lichtanteil aus der Lichtquelle L gelangt als Lichtstrahl L1' auf die Iris, dies geschieht jedoch nur für einen kurzen Augenblick, da sich die Lichtquelle L in Richtung des Pfeiles F bewegt und schließlich, wenn die Lichtquelle L am Punkt L1 angelangt istjkann nur noch gefiltertes Licht in die Iris bzw. die Pupille gelangen, wenn die Stellung des Auges H in der gezeigten Lage (Gerade-
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aussieht) aufrechterhalten wird. Dreht jedoch der Beobachter sein Auge in Richtung des Punktes L1, wenn die Lichtquelle L dort angekommen ist.so kann er diese ungedämpft seheni wobei er jedoch von dieser in diesem Moment voll geblendet wird. Stellt nun z.B. der Punkt L1 einen Rückspiegel dar, so erhält das Auge H solange einen Blendschutz, als es nicht in Richtung des Rückspiegels (L-) blickt, wie dies bei normaler Geradeausfahrt gegeben ist.'Da jedoch die Lamellen 2 teilweise lichtdurchlässig sind, also ein Lichtfilter darstellen, wird trotzdem eine seitliche Lichtquelle weiterhin gesehen, jedoch entsprechend abgeschwächt.
In Fig. 4 ist mit A die Sehachse gekennzeichnet, die in geradliniger Fahrtrichtung gerichtet ist. Mit i?C ist der Winkel angegeben, bei dem die erste Lamelle links von der Sehachse A bei einfallendem Licht zu ihrer vollen Wirkung kommt. Die Dicke c des Brillenglases sei in diesem Beispiel mit 2 cm angenommen. Mit b1 ist der Abstand einer entgegenkommenden Lichtquelle zur Sehachse A bezeichnet. Aus der Ähnlichkeit der Dreiecke lässt sich folgende Beziehung aufstellen!
d = a : σ
wählt man b1 = 2 (cm) = 40 m;
a s 1 mm, so ergibt sich d =
υ,
= 4000
Aus dem Ergebnis dieser Betrachtung ergibt sich, daß bei einem Abstand von 40 m die erste Lamelle links von der Sehachse A voll zur Wirkung kommt, wenn man deren Abstand zur Sehachse am äußeren Brillenrand zu 1 mm wählt. Wählt man diesen Abstand kleiner wie z.B. zu 0,5 mm, so erhöht sich der Abstand der gedachten Lichtquelle entsprechend auf 80 m und es wird in dieser Entfernung die Iris und die Pupille soweit geschützt, daß keine Blendwirkung mehr auftritt. Der Blendschutz tritt jedoch bereits bei einer erheblich grösseren Entfernung ein,
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■!■'!!!!!■!!■IIIIIIIHIlHlljillllli!;;!:!:!11! iBi'üiiiiri'iiiii'iiii
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wobei zwar dann weniger Fläohe der Pupille und der Iris gesahützt werden, jedooh ist auf der anderen Seite bei größerer Entfernung der Lichtquelle auoh die Lichtmenge, die ins Auge gelangt, entsprechend geringer. Vorteilhaft wirkt sich hierbei aus, daß das auf die Iris und in die Pupille fallende Lioht, das das Auge streifenförmig trifft, wandert, so daß das Auge quasi gleichmäßig verteilt belastet wird und somit eine Ermüdungserscheinung des.Auges weitgehendst vermieden wird. Ist die Lichtquelle genügend nah an den Beobachter herangekommen, so gelangt schließlich nur noch Licht durch die Lamellen hindurca auf die Iris bzw. in die Pupille, wenn man die Stellung des Auges nicht verändert, d.h. weiterhin geradeaus blickt", wie man dies ja bekanntlich beim Nachtsfahren tuen sollte.
Durch geeignete Wahl der Lichtdurchlässigkeit der Lamellen bleibt jedoch auch das seitliche Gesichtsfeld weiterhin sichtbar, so daß z.B. seitliche Gefahrenquellen dennoch vom Auge erfasst werden können und somit die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin bestehen bleibt.
Da sich jedoch das menschliche Auge insbesondere beim Autofahren dauernd in Bewegung befindet, lässt sich das gesamte Gesichtsfeld, ohne Lichtdämpfung des reflektierten Lichtes vom eigenen Fahrzeug, einsehen. Im Falle eines Gegenverkehrs braucht man nur auf seine eigene Fahrbahn, d.h. alβο in das bekannte "schwarze Loch" zu blicken, um vom Gegenverkehr.nicht geblendet zu werden» und man dadurch bessere Sichtverhältnisse schafft.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Blendschutzvorrichtung besteht darin, daß je nach gewähltem Abstand· der teilweise lichtdurchlässigen Lamellen, in geringem Maße auch die diffusen Strahlen absorbiert werden, so daß Gegenstände im eigenen Schein werferlioht kontrastreicher erscheinen.
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Die Abstände der Lamellen zur Sehachse A hin, dürfen jedoch nicht zu klein werden, um Beugungserscheinungen zu vermeiden. Ein minimaler Abstand der Lamellen von 0,5 bis 1 mm, ist jedoch ohne unangenehme Nebenerscheinung durchaus ausführbar. Zweckmässig werden die Lamellen möglichst dünn vorgesehen, um eine Sehbehinderung auf ein Minimum zu beschränken. Jedoch bereits bei einer Lamellendicke von ca. 0,3 mm v/erden die Lamellen (Kanten) vom Auge nicht mehr wahrgenommen, so daß also eine stöhrende Nebenerscheinung, wie man annehmen könnte, nicht auftritt.
Die Abstände der Lamellen, die bei der linken Brillenhälfte vom linken äusseren Rand zur Sehachse A, und bei der linken Brillenhälfte (für das rechte Auge) vom linken inneren Rand zur Sehachse A abnehmen, können so gewählt werden, daß sich die Verbindungslinien, die Lichtstrahlen entsprechen Z.. - Z- ', Zp - 2p1' ^3 ~ ^3* usw· alle in einem Punkt schneiden, der auf der äusseren Hornhaut des Auges (H1) gelegen sein kann. Dies kann insofern vorteilhaft sein, als sich beim Geradeausblick im seitlichen Blickfeld keine überlappenden Felder ergeben. In Pig, 3 ist eine andere Aufteilung der Lamellen vorgesehen, so daß sich die entsprechenden Verbindungslinien, die von L1 und Lp ausgehen, nicht in einem Punkt auf der Hornhaut des Auges treffen, sondern an verschiedenen Stellen H« und H auf das Auge auftreffen, so daß also der Schnittpunkt dieser Verbindungslinien bzw, Lichtstrahlen im Inneren des Auges liegt.
In Fig. 5 ist ein linkes Brillenglas im Schnitt gezeigt, und es aind die Lamellen so angeordnet, daß sich eine einwandfreie BlendSchutzwirkung auch auf große Entfernung erzielen lässt. Mit R ist eine Lichtquelle angedeutet, die beliebig weit entfernt sein kann und die parallele Lichtstrahlen r aussendet. Die Lichtstrahlen r gelangen nur teilweise ungeschwächt in das Auge, d.h. in die Pupille und der Anteil des Lichtes, der ungeachwäeht auf das Auge trifft, ist durch einen hellen nichtstrict lierten Streifen S veranschaulicht. Die übrigen Lichtstrahlen
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r können aufgrund der radialen Anordnung der Lamellen nicht ungeeohwächt zum Auge gelangen, sondern sie müssen erst durch die Lamellen hindurchtreten, so daß sie je nach Abeorbtionswirkung der verwendeten Lamellen ausreichend geschwächt werden und keine Blendung mehr verursachen können. Bewegt sich nun die Lioht-• quelle R auf den Beobachter zu, so wandert der helle Streifen S auf der Pupille bzw. der Iris von links nach rechts, bzw. verläset den lichtempfindlichen Bereich des Auges bei einer bestimmten Entfernung der Lichtquelle R vollständig, und es gelangt nur noch Licht durch die Lamellen hindurch al'·0 .ie Iris bzw. die Pupille, wenn das Auge in seiner gezeigte .uage verbleibt.
Zweckmässigerweise sieht man auch noch ein oder . /ei Lamellen rechts von der Sehachse A vor, um bei frontal einfallendem Licht auch noch die rechte Hälfte des Auges zu schützen. Danach kann rechts von der Sehachse A ein bestimmter Ausschnitt unlamelliert bleiben, wobei dieser Abschnitt der rechten Strassenaeite entspricht. Rechte von diesem freien Abschnitt beginnt dann von neuem die Lamellierung, um einen Schutz gegen eine Blendung aus dem Rückspiegel zu gewährleisten. Die rechte Hälfte der Brille ist natürlich ebenso mit Lamellen im gleichen Abstandsverhältnis zur Sehachse A versehen, so daß sich für beide Augen in allen möglichen Lagen gleiche Bedingungen ergeben«
Das in den Zeichnungen gezeigte Ausführungsbeispiel kann natürlich in verschiedener Art variiert werden. So kann man z.B. die Brille je nach Wunsch dünner oder dicker ausführen, wobei natürlich die Abstände der Lamellen an die Dicke des Glases bzw. der Füllmasse angepasst werden müssen. Schließlich kann man auch eine normale Brille erfindungsgemäß an den Außen- und innenrändern mit entsprechenden Lamellen ausstatten, so daß man i.B. nur einen Blendschutz für die Rückepiegel vorsieht, jedoch die Sicht nach vorne ohne Blendschutz verbleibt.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen Brille, wobei es mit Hilfe dieses
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Verfahrens möglich wird, eine billige und einfache Massenproduktion vorzusehen.
Zum Herstellen einer erfindungsgemässen Brille verwendet man zweckmässig zwei teleskopartig ineinander angeordnete Zylinder, wobei die Aussenwand des inneren Zylinders und die Innenwand des äusseren Zylinders einen Ringraunu begrenzen, der beliebig lang sein kann. Auf das Ende des äusseren Zylinders wird ein Deckel aufgesetzt, der in seiner Kreisfläche mit Schlitzen versehen ist, die entsprechend der radialen Anordnung der Lamellen in der Brille angeordnet sind. In diese Schlitze lassen sich die entsprechenden Lamellen in Form von dünnen Folien einspannen und durch den Ringraum ziehen und werden an der anderen Seite des Ringraumes in einem entsprechenden Gegendeckel in gleicher Weise eingespannt. Dieser Ringraum lässt sich nun von oben mit flüssigem und erhärtendem Kunststoff auffüllen, so daß nach Erhärten des Kunststoffes ein entsprechend langer KunststoffZylinder entsteht, in dessen Wandung die Lamellen bzw Folien in axialer Richtung eingebettet sind. Dieser so herge- · stellte Zylinder lässt sich weiter in Ringe zerschneiden und diese Ringe in entsprechende Sektoren, die einer Brillenhälfte entsprechen. Nach entsprechender Formgebung der Sektoren, erhält man auf diese Weise eine große Zahl von derartigen Brillen· gläsern aus einem einzigen Guß»
Sämtliche in der Beschreibung erkennbaren und in den Zeichnungen dargestellten technischen Einzelheiten sind für die Erfindung von Bedeutung.
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Claims (14)

18Q7115 Pat ent ans prüohe
1. Verfahren zur Bewirkung eines Blendsohutzes, dadurch gekennzeichnet , daß die natürliche Bewegung der Augen zum Erzielen eines Blendsohutzes verwendet wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrene nach Anspruch 1, bestehend aus mehreren nebeneinander angeordneten Lamellen, dadurch gekennzeichnet, daß teilweise lichtdurchlässige Lamelle» (2) an oder in einer Brille (1) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die teilweise lichtdurchlässigen Lamellen (2) an oder in den Brille^ gläsern radial angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, daduroh gekennzeichnet, ~r daß die Lamellen (2) eine Breite von ca. 1 mm bis 3 cm und eine Dicke von 0,5 bis ca. 0,01 mm aufweisen.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (2) in unterschiedlichen Abständen zueinander angeordnet sind und die Abstände der Lamellen (2) vom Aussenrand (C) oder vom Innenrand des Brillenglases zur Mitte (D) des Brillenglases hin abnehmen.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 5» dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (2) unterschiedlich lichtdurchlässig sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, daduroh gekennzeichnet, daß die Lamellen (2) vom äusseren oder inneren Rand (C) des Brillenglases zur Mitte (D) des Brillenglases hin in ihrer Lichtduroh-
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lässigkeit zunehmen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (2) in oder an einem Brillenglas radial zum Augendrehmittelpunkt (M) angeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anepruoh 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dafi die Lamellen (2) eine lichtempfindliche Schicht, einen Polarisator oder ein anderes Lichtfilter enthalten.
10. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dafl die Lamellen (2) in Kunststoff oder einem anderen lichtdurchlässigen Material (7) ganz oder teilweise eingebettet sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ohrenbügel (4) und der Hasenbügel (3) an der Brille (1) verstellbar und von der Brille (1) entfernbar sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Ohrenbügel (4) in sich verstellbar ausgebildet sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brille (1) für Kurz- oder Weitsichtigkeit ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (2) nur an den äuseeren und inneren Randbereichen der Brillengläser vorgesehen sind.
15· Verfahren zur Herstellung einer Blendschutzvorrichtung nach Anspruch 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Lamellen (2) in Form von langen Streifen in entsprechender Anordnung in einem Ringraum gespannt werden und der Ringraum anschließend mit erhärtendem lichtdurchlässigem Material aufgefüllt wird.
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