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Temperaturkompensierte Referenzdiode und Verfahren zur Herstellung
derselben Die Erfindung bezieht sich auf eine temperaturkompensierte Referenzdiode,
bei der in einem Halbleiterstück in Durch lassrichtung und in Sperrichtung wirksame
PN-2bergänge vorhanden sind, wobei der in Durchlassrichtung wirksame über gang eine
Temperaturkompensation für den in Sperrichtung wirksamen Übergang (Zener-Grenzschicht)
und umgekehrt bewirkt. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung
einer derartigen temperaturkompensierten Referenzdiode.
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Es sind die verschiedensten Typen von temperaturkompensierten Referenzdioden
in Benutzung, und es ist bekannt, die charakteristische Abhängigkeit der Spannung
von der Temperatur eines in Sperrichtung betriebenen PN-tYbergangs (Zener-Grenzschicht)
durch das entsprechende charakteristische Verhalten
halten eines
in Durchlassrichtung betriebenen PN-Überganges zu kompensieren0 Unter den bekannten
Spannungsreferenzdioden gibt es solche, die aus zwei oder mehr diskreten Dioden
aufgebaut sind. Bei diesen Referenzdioden wird der in Durchlassrichtung vorgespannte
PN-Übergang der einen diskreten Diode durch den in Sperrichtung vorgespannten PN-Übergang
einer anderen diskreten Diode kompensiert und diese beiden diskreten Dioden in einer
einzigen Baueinheit untergebracht. Diese Technik für die Herstellung einer temperaturkompensierten
Referenzdiode ist verhältnismässig teuer auf Grund der Herstellungskosten, die mit
dem Aufbau zweier oder mehrerer diskreter Dioden in einer einzigen Baueinheit entstehen.
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Um diese Montagekosten zu verringern, wurden auch bereits Referenzdioden
in planarer Bauweise unter Verwendung von individuellen, in der Halbleitertechnik
bekannten Verfahrensschritten hergestellt. Die Herstellungsverfahren derartiger
Anordnungen beruhen auf der Verwendung des epitak tischen Aufbaus von einem oder
mehreren PN-Übergängen und einer nachfolgenden Passivierung aller PN-Übergänge mit
Siliciumdioxyd oder einem anderen geeigneten Materials Das Herstellen von PN-Übergängen
für planare Halbleiteranordnungen mit Hilfe epitaktisch gewachsener Schichten besitzt
einen mit diesem Verfahren untrennbar verbundenen Nachteil, da verschiedene kritische
Bedingungen eingehalten werden müssen, um das epitaktische Wachsen einer Halbleiterschicht
aus einem Material vom einen Leitfähigkeitstyp auf einer ans deren Halbleiterschicht
mit entgegengesetzter Leitfähigkeit sicherzustellen. Ausserdem ist die Verwendung
epitaktischer Herstellungsverfahren im Vergleich mit anderen Verfahren zur Bearbeitung
von Halbleitermaterialien wesentlich teurer Die
Sie bekannten Planardioden
besitzen weitere Nachteile wie z.B. das Auftreten von Materialleckströmen und einer
Oberflächenkanalbildung, , d.h. es entstehen Kurzschlüsse an den Übergängen auf
Grund der häufig auftretenden Leckströme an der Oberfläche und ii Eernazterial der
Dioden. Die Material leckströme werden von Verunreinigungen im Kernmaterial und
auf Grund dieser Verunreinigungen erzeugten vergrösserten Rekombinationszentren
verursacht. Die Oberflächenanalbildung wird durch die zur Passivierung auf Dioden
vorgesehenen Überzüge verursacht, welche die leitfähigkeit eines Teils des Oberflächenbereiches
der Dioden uikehren.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine temperaturkompensierte
planardiffundierte Referenzdiode zu schaffen, bei der die Oberflächenkanalbildung
und der Materialleckstrom ja zufriedenstellenden Grenzen gehalten werden können.
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Zur Herstellung derartiger Dioden soll ein Verfahren geschaffen werden,
bei den epitaktische Verfahrensschritte nicht erforderlich, jedoch für den Aufbau
einer Referenzdiode nit legierter Grentschicht verwendbar sind. Dabei soll die temperaturkonpensierte
Referenzdiode vollkommen passiviert und nit einen Minimum an Kosten herstellbar
sein.
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Jedoch soll es möglich sein, auch nur teilweise passivierte Dioden
für derartige Anwendungsfälle zu schaffen, bei denen eine Passivierung der in Durchlassrichtung
wirksamen über ginge nicht erforderlich ist.
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Ausgehend von der eingangs erwähnten Referenzdiode wird diese Aufgabe
erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass auf einer ersten Uauptfläche des Halbleiterstückes
für den in Durchlassrichtung wirksamen Übergang ein erster diffundierter Bereich
des einen Ieitfähigkeitstyps vorgesehen ist, dass das Halbleiterstück einen zweiten
Bereich des einen Leitfähigkeitstyps umfasst, der durch das Einlegieren eines Metalls
Metalls
durch eine zweite Hauptfläche des Halbleiterstückes hergestellt wird und einen in
Sperrichtung wirksamen über gang bildet, und dass zwischen dem diffundierten Übergang
und dem legierten Übergang das Halbleiterstück eine bestimmte Dicke aufweist und
eine wechselseitige Temperaturkompensation für die in den leitenden Zustand vorgespannte
Diode bewirkt.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Nullpunkt des Temperaturkoefizienten
durch eine Änderung der Kristallorientierung oder des Widerstands des Trägermaterials
einstellbar.
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Die nach den Merkmalen der Erfindung aufgebaute scheibenförmige Referenzdiode
kann schichtweise in einem einzigen Bauelement übereinander gestapelt werden, wodurch
Dioden mit verhältnismässig hochliegender Durchbruchspannung für bestimmte Anwendungsbereiche
herstellbar sind. Die Dioden gemäss der Erfindung können auch als Plättchenelemente
in den Handel gebracht werden, ohne dass sie zuvor in.einem Gehäuse montiert werden
müssen. Dies ist von besonderem Vorteil, da derartige Plättchenelemente für den
Einbau in Hybridschaltkreise zunehmend benötigt werden.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, dass ein dritter
Bereich in das Halbleiterstück und durch die zweite Hauptfläche hindurch diffundiert
ist, der den zweiten legierten Bereich umgibt und Teile der Zener-Grenzschicht abgrenzt,
und dass der zweite Bereich durch den dritten Bereich legiert wird, nachdem der
dritte Bereich hergestellt ist, um eine kontinuierliche PN-Zener-Grenzschicht zu
schaffen, die teilweise diffundiert und teilweise legiert ist.
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Nach
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung umgibt
ein diffundierter Ringbsreich den zweiten und dritten Bereich, um eine Getterwirkung
auf die Fremdatome in dem Halbleiterstück zu bewirken und um dadurch die Trägerlebensdauer
in der Umgebung der Zener-Grenzschicht zu vergrössern.
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Ferner ist gemäss der Erfindung eine Metallisierung der Diode zur
Schaffung ohmischer Kontakte vorgesehen, die den Effekt der Oberflächenkanalbildung
innerhalb der Diode beim Betrieb als Zener-Diode veringert.
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Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
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Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 ein scheibenförmiges Halbleiterstück als Ausgangsmaterial
für die Halbleiteranordnung gemäss der Erfindung.
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Fig. 2 eine auf eine erste Hauptfläche des Halbleiterstücks gemäss
Fig. 1 aufgebrachte erste Oxydschicht.
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Fig. 3 die Entstehung von in Durchlassrichtung und in Sperrrichtung
wirksamen PN-2bergängen in dem Halbleiterstück, welche nach dem Anbringen einer
Öffnung in der Oxydschicht gemäss Fig. 2 erzeugt werden.
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Fig. 4 eine über einem Aufbau gemäss Fig. 3 erneut angebrachte Oxydschicht.
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Fig. 5 einen Aufbau, bei dem ein Teil der auf der Oberfläche befindlichen
Oxydschichten gemäss Fig. 4 entfernt sind.
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Fig. 6
Fig. 6 einen in den Aufbau gemäss Fig. 5 eindiffundierten
Ring mit einer nachfolgend wiederhergestellten Oxydschicht auf der Oberfläche des
Aufbaus.
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Fig. 7 den Aufbau gemäss Fig. 6, von dem ein Teil der aufgebrachten
Oxydschicht in bestimmten Bereichen entfernt ist.
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Fig. 8 eine auf die Oberfläche des Aufbaus gemäss Fig. 7 aufgedampfte
Metallschicht.
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Fig. 9 den Aufbau gemäss Fig. 8 nach dem Einlegieren der Metallschicht
zur Bildung eines legierten PN-2bergangs.
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Fig. 10 eine auf dem Aufbau gemäss Fig. 9 angebrachte metallische
Kontaktschicht, über welche das elektrische Anschliessen des Diodenaufbaus erleichtert
wird.
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Fig. 11 ein scheibenförmiges Halbleiterstück, das nach Einem anderen
Verfahren gemäss der Erfindung bearbeitet wird und auf der einen Hauptfläche eine
epitaktische Schicht und eine darüber angebrachte Oxydschicht besitzt.
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Fig. 12 in die Bodenfläche des Aufbaus gemäss Fig. 11 eindiffundierte
Störstellen zur Bildung eines in 1)urchlassrichtung wirksamen PN-8bergangs für die
Diode.
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Fig. 13 den Aufbau gemäss Fig. 12, bei dem ein bestimmter Teil der
oberen Oxydschicht entfernt ist.
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Fig. 14 einen in oder durch die epitaktische Schicht des Aufbaus gemäss
Fig. 13 eindiffundierten Ring und die sich bei der Diffusion ausbildende Oberflächenoxydschicht.
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Fig. 15 den Aufbau gemäss Fig. 14, bei dem in bestimmten Bereichen
die Oxydschicht entfernt ist.
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Fig. 16
Fig. 16 eine auf die gemäss Fig. 15 freiliegende
Oberfläche der epitaktischen Schicht aufgedampfte Metallschicht Fig. 17 die Entstehung
eines in Sperrichtung wirksamen PN-Übergangs (Zener-Grenzschicbt), wobei die Metallschicht
nach dem Aufbau gemäss Fig. 16 durch die epitaktische Schicht legiert wird, Fig.
18 einen Aufbau gemäss Fig. 17, bei dem die Metall- und Oxydschicht der oberen Hauptfläche
und die untere Hauptfläche mit einer Netallschicht zur ohmischen Kontaktgabe versehen
ist.
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Fig. 19 und 20 zwei weitere Ausführungsformen der Erfindung, wobei
die Zener-Grenzschicht auf einer mesafdrmigen Struktur aufgebaut ist, iii das Zusamaenlöten
eines in Serie geschalteten Stapels unter Vermeidung eines Kurzschliessens der Zener-Grenzschicht
zu erleichtern.
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Fig. 21 und 22 weitere Ausführungsformen der Erfindung, wobei der
Aufbau gemäß den Fig. 14 und 18 vollkommen passiviert ist.
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Fig. 23 eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei dem alle PN-Übergänge
der Diode passiviert und alle legierten Bereiche sowie elektrischen Kontaktbereiche
in völlig syuetrischer Form aufgebaut sind.
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Fig. 24 eine Ausführungsfori der Erfindung, wobei als Kompensation
für den in Durchlassrichtung wirksamen PN-Übergang eine Shottky-Barriere Verwendung
findet.
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In Fig 1 ist ein scheibenförmiges Halbleiterstück 30 vorgesehen, das
als Ausgangsmaterial für das nachfolgend beschriebene Verfahren dient und z.B. aus
einem monokristallinen Silicium
Silicium besteht. Zum Zwecke der
Beschreibung sei angenommen, dass das Halbleiterstück 30 ein monokristallines Silicium
mit N-Leitung ist.
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Auf der oberen Hauptfläche der Siliciumscheibe 30 wird ein dielektrisches
Material 32 gemäss Fig. 2 angebracht, das z.B. aus Siliciumdioxyd bestehen kann
und mit Hilfe eines bekannten Oxydationsverfahrens gebildet wird. Anschliessend
wird eine Öffnung 33 (Fig. 3) in dåe aus dem dielektrischen Material bestehenden
Oxydschicht 32 mit Hilfe bekannter photolithographischer Verfahren eingeschnitten
und~;ein Bereich 34 mit P-Leitung geschaffen, in den eine P-Leitung erzeugende Fremdatome,
z.B. Bor, durch die freiliegende obere Fläche der Halbleiterscheibe 30 diffundiert
werden, wodurch ein planarer PN-Ubergang 40 entsteht. Während demselben oder auch
einem getrennten Diffusionsschritt wird ein weiterer Bereich 36 mit P-Leitung durch
eine Diffusion von eine P-Leitung erzeugenden Fremdatomen in die untere, freiliegende
Oberfläche in der Halbleiterscheibe 30 erzeugt, wodurch ein zweiter PN-2bergang
42 entsteht. Der erstePN-Übergang 40 wird nachfolgend als Zener-Grenzschicht bezeichnet,
da dieser nur in Sperrichtung betrieben wird, wogegen der zweite PN-Ubergang 42
in Durchlassrichtung vorgespannt und zur Temperaturkonipensation verwendet wird.
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Gemäss Fig. 4 wird auf der oberen Hauptfläche der Halbleiterscheibe
30 eine Oxydschicht 44 erneut aufgebracht und dadurch die Dicke der vorhandenen
Teile der ursprünglichen Oxydschicht 32 vergrössert. Gleichzeitig wird eine Oxydschicht
38 auf der freiliegenden Fläche des Bereiches 36 mit P-Leitung aufgebaut. Die Verfahrensschritte
zur Herstellung der Oxydschichten sind allgemein bekannt und werden nicht weiter
erläutert.
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Gemäss
Gemäss Fig. 5 wird die Oxydschicht 44 in ausgewählten
Bereichen, vorzugsweise in einem ringförmigen Bereich, entfernt, um eine Phosphordiffusion
in die Halbleiterscheibe 30 möglich zu machen, durch die ein ringförmiger, diffundierter
Bereich 46 mit der Leitfähigkeit N+ gemäss Fig. 6 gebildet wird. Für ein nicht dargestelltes
NPN-Gebilde kann Bor als Dotierungssubstanz verwendet werden, um in einer Halbleiterscheibe
mit P-Leitung einen ringförmigen Bereich mit der Beitfähigkeit P+ zu schaffen. Sowohl
während als auch nach der Diffusion zur Herstellung des Bereiches N+ nimmt die Oxydschicht
45 kontinuierlich in der Dicke zu. Es ist allgemein bekannt, dass die Reoxydation
der Halbleiterscheibe, nachdem Teile der ursprünglichen Oxydschicht entfernt wurden,
eine Oxydation der Siliciumoberfläche bewirkt und daher das Aufbringen einer diskreten
zusätzlichen Oxydschicht auf die vorhandene entfallen kann.
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Gemäss Fig. 7 wird eine weitere Öffnung 47 in der Oxydschicht 45 vorgesehen
und ein Metall 38, wie z.B. Aluminium, auf die freigelegte Oberfläche des diffundierten
Bereiches 34 mit P-Leitung aufgedampft, um den nachfolgenden Legierungsvorgang vorzubereiten.
Der Aufbau gemäss Fig. 8 wird auf eine erhöhte Legierungstemperatur erwärmt, sodass
das Metall 48 und die Siliciumscheibe bis zu einem solchen Umfang legiert werden,
dass der erste PN-8bergang oder die Zener-Grenzschicht 50 gemäss Fig. 9 entsteht.
Dieser liegierungsvorgang kann bei einer Temperatur in einem Bereich von 577°C (eutektische
Temperatur) bis zu 13000C ausgeführt werden. Bei einem typischen Legierungsvorgang
wird zunächst das Metall bis zu einer Dicke von etwa 60,000-100,000 i aufgedampft.
Danach wird der Aufbau für weniger als eine Minute auf einer Temperatur zwischen
800°-1100°C gehalten. Anschliessend lässt man den Gesamtaufbau langsam abkühlen,
um alle Spannungen zu beseitigen, die während der Erwärmung im Gitteraufbau der
Diode entstehen.
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Als Legierungsmetall kann Silber Verwendung finden, das mit einer
einer
nicht dargestellten Goldschicht zum Schutz gegen Oxydation überzogen ist.
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Anschliessend wird auf das Metall 48 und auf die Oxydschicht 45 gemäss
Fig. 10 eine für die ohmische Kontaktgabe verwendete Metallisierung 52 aufgebracht
und damit die erste Elektrode der Diode gebildet. Die Metallisierung 52 kann durch
Aufdampfen einer Zusammensetzung aus Chrom, Silber und/oder Gold gebildet werden,
wobei die relativen Anteile der einzelnen Komponenten unkritisch sind. Es kann hierfür
auch reines Gold oder reines Silber verwendet werden. Eine weitere, für die ohmische
Kontaktgabe wirksame Metallisierung 54 wird auf der Oberfläche des Bereiches 36
mit P-Leitung angebracht, wodurch gleichzeitig die zweite Elektrode der Diode entsteht.
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Der ringförmige Bereich 46 mit der Leitfähigkeit N+, der entsprechend
der zuvor gegebenen Be-schreibung in einem Diffusionsvorgang hergestellt werden
kann, wirkt als Getter für die Fremdatome mit P-Leitung in der Halbleiterscheibe
30, die sich in der Umgebung des PN-Ubergangs 40 befinden. Durch diese Getterwirkung
wird der Materialleckstrom in der Halbleiterscheibe 30 verringert und die Trägerlebensdauer
in der Umgebung des PN-Ubergangs 40 vergrössert. Der Temperaturkoeffizient der Diode
ist eine Funktion der Trägerlebensdauer, die in einigen Temperaturbereichen, z.B.
1000C bis 1500C, für die Einstellung des :3perrleckstroms, des Ohm'schen Widerstandes
(IR) und damit des Temperaturkoeffizienten der Dioden kritisch ist.
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Bei Dioden mit einem NPN-Aufbau wird durch den mit Hilfe einer Bor-Diffusion
in einer Halbleiterscheibe mit P-Leitung gebildeten ringförmigen Bereich mit der
Leitfähigkeit P+ nicht nur eine Getterwirkung für die Fremdatome in der Nähe der
Zener-Grenzschicht bewirkt, sondern auch jegliche Oberflächen-Kanalbildung verhindert,
die sich auf Grund der Siliciumdioxydschicht
schicht auf der Oberfläche
des Diodenaufbaus auszubilden trachtet.
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Die die eine Elektrode der Diode bildende Metallisierung 52 für die
ohmische Kontaktgabe, welche sich über die Siliciumdioxydschicht 45 erstreckt, wird
negativ vorgespannt und zieht die positiven Ionen der oberen Fläche der Siliciumdioxydschicht
45 an. Diese Anziehung der Ionen bewirkt in der Praxis eine Verarmung an positiven
Ionen in den unteren Bereichen der Siliciumdioxydschicht 45, wodurch die Kanalbildung
im Bereich 30 unterdrückt wird.
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Im Betrieb besitzt der zweite, in Durchlassrichtung vorgespannte PN-Ubergang
42 einen positiven Temperaturkoeffizienten für die Spannung, wogegen der erste PN-8bergang
oder die Zener-Grenzschicht 50 einen negativen Temperaturoeffizienten für die Spannung
besitzt. Der PN-8bergang 42 kompensiert das Temperaturverhalten der Zener-Grenzschicht
50 über einen Temperaturbereich von z.B. -55oC bis +15000. Die Spannung zwischen
der oberen Elektrode 52 und der unteren Elektrode 54 kann über den beispielsweise
gegebenen Temperaturbereich im wesentlichen konstant gehalten werden, da nämlich
die Temperaturkoeffizienten der beiden Übergänge gleich gross und entgegengesetzt
verlaufend sind. Der Temperaturkoeffizient des Gesamtaufbaus gemäss Fig. 10, d.
h. der Xemperaturkoeffizient, der sich aus dem Zusammenwirken des Temperaturkoeffizienten
des jeweils in Durchlassrichtung oder in Sperrichtung wirksamen PN-Uberganges zusammensetzt,
kann entweder durch die änderung der Eristallorientierung oder des Widerstands der
Siliciumscheibe 30 eingestellt werden. Es.ist auch wichtig, zunächst die Fremdatomkonzentration
und dann die Trägerlebensdauer einzustellen, indem ein wesentlicher Anteil der Fremdatome
in der Umgebung der Zener-Grenzschicht durch eine vorausgehend beschriebene Getterwirkung
gebunden und anschliessend der Diodenaufbau mit einer Dotierungssubstanz wie
wie
z.B. Gold zur Erzielung einer geeigneten Lebensdauer selektiv dotiert wird.
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Die Oxydschicht 45 gemäss Fig. 10 bewirkt eine Passivierung des ersten
PN-Ubergangs oder der Zener-Grenzschicht in den Bereichen, in welchen diese an der
Oberfläche enden, und bewirkt dadurch die gewünschte Stabilisierung der elektrischen
Charakteristik des Diodenaufbaus.
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Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist auf einer monokristallinen
Siliciumscheibe 54 eine epitaktische Schicht 56 gemäss Fig. 11 angebracht, die dieselbe
Leitfähigkeit wie die Trägerschicht 54, jedoch einen höheren Widerstand aufweist.
Der höhere Widerstand der epitaktischen Schicht 56 erzwingt den Zenerdurchbruch
in dem Materialkörper der Diode und nicht an dessen Oberfläche, wodurch ein plötzlicher,
nicht von den Oberflächeneigenschaften der Anordnung beeinflusster Durchbruch der
Grenzschicht sichergestellt wird. Gewünschtenfalls kann eine weitere, nicht dargestellte
epitaktische Schicht zwischen den beiden Schichten 54 und 56 zur Erzielung einer
besseren Einstellbarkeit des Widerstands des Diodenaufbaus vorgesehen sein. Auf
der epitaktischen Schicht 56 wird eine Oxydschicht 58 aus Siliciumdioxid angebracht.
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Gemäss Fig. 12 wird eine Schicht 60 entgegengesetzter Leitfähigkeit
durch eine Diffusion der unteren Hauptfläche der Halbleiterscheibe 54 gebildet,
wodurch ein PN-Übergang 61 entsteht. Auf der freiliegenden Oberfläche der Schicht
60 wird eine dielektrische Schicht 62 aus Siliciumdioxyd angebracht. Ferner wird
die Oxydschicht 58, wie aus Fig. 13 erkennbar, an den Randbereichen 59 entfernt
und durch eine nachfolgende Diffusion ein ringförmiger Bereich 64 gemäss Fig. 14
geschaffen. Der durch Diffusion gebildete Ring 64 erstreckt sich in oder durch die
epitaktische Schicht 56 und in
in die Halbielterscheibe 54.
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Gemäss Fig. 15 wird die Oxydschicht 66 an ausgewählten Bereichen weggeätzt,
um den Aufbau für den nachfolgenden Legierungsvorgang vorzubereiten. Ein Metall
68, z.B. Aluminium, wird auf die freigelegte Oberfläche der epitaktischen Schicht
56 mit N-Leitung gemäss Fig. 16 aufgedampft und der derart hergestellte Aufbau anschliessend
auf eine erhöhte Legierungstemperatur erhitzt, um ein Legieren des Metalles 68 durch
die epitaktische Schicht 56 in das Material der Halbleiterscheibe 54 zu bewirken,
wedurch der legierte PN-2bergang 70 gemäss Fig. 17 entsteht.
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Auf die untere und obere Hauptfläche des Aufbaus gemäss Fig.
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17 wird in der anhand der Fig. 10 beschriebenen Weise eine Metallisierung
71 für die ohmische Kontaktgabe aufgebracht. Dadurch wird ein Aufbau gemäss Fig.
18 geschaffen.
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Die in den Fig. 11 bis 18 dargestellte Ausführungsform der Erfindung
lässt sich mit weniger Verfahrensschritten als die Ausführungsform gemäss den Fig.
1 bis 10 herstellen. Bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 11 bis 18 ist keine
Diffusion für die Zener-Grenzschicht vorgesehen, und da auf dem Halbleiterträger
mit P-Leitung eine Schicht mit der Leitfähigkeit N+ epitaktisch aufgebaut wird,
ist das Verfahren zum Aufbau einer Diode nach den Fig. 11 bis 18 das weniger teure
der beiden Verfahren. Jedoch ist auch der ohne einen epitaktischen Verfahrensschritt
nach dem den Fig. 1 bis 10 entsprechenden Verfahren hergestellte Halbleiteraufbau
gemäss Fig. 10 dem Halbleiteraufbau gemäss Fig. 18 elektrisch equivalent.
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Der Diodenaufbau gemäss Fig. 19 unterscheidet sich von dem Aufbau
gemäss Fig. 10 durch einen mesaförmig ausgebildeten Teil 51, der durch einen Xtzvorgang
erzeugt wird. Die Geometrie der Atzung wird mit Hilfe bekannter Maskier- und Atzverfahren
verfahren
erzielt, die im einzelnen nicht beschrieben sind.
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Der Aufbau gemäss Fig. 19 ist besonders nützlich, wenn die Dioden
übereinander gestapelt werden sollen und dabei die Metallisierung 52 an eine andere
ähnliche Diodenelektrode angelötet wird. Durch das Wegätzen des Bereiches 51 vor
dem Eindiffundieren des Ringes 46 mit N-Leitung in den Halbleiteraufbau kann dieser
Ring 46 mit N-Leitung weiter von der Metallisierung 52 für den Ohm'schen Kontakt
entfernt angebracht werden, wodurch mit grösserer Sicherheit ein Kurzschluss zwischen
dem Ring 46 und der Metallisierung 52 vermieden wird, wenn letztere in einem Diodenstapel
verlötet wird.
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Der Diodenaufbau gemäss Fig. 20 stellt eine mesaförmig geätzte Variation
des Diodenaufbaus gemäss Fig. 18 dar. Durch das Wegätzen des Bereiches 61 vor der
Diffusion des Ringes mit N-teitung kann dieser diffundierte Ring 64 weiter von der
Metallisierung 71 für die Kontaktgabe entfernt angebracht werden, als dies bei dem
Aufbau gemäss Fig. 18 der Fall ist.
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Wenn somit die Metallisierung 71 der übereinander gestapelten Diode
mit einer anderen Diode verlötet wird, ist die Gefahr eines Kurzschlusses zwischen
der Metallisierung 71 und dem Ring 64 mit N-Leitung wesentlich geringer.
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In Fis 21 ist ein allseitig passivierter Diodenaufbau dargestellt,
der sich von dem Aufbau gemäss Fig. 10 darin unterscheidet, dass der in Durchlassrichtung
betriebene, als Temperaturkompensation wirkende PN-tbergang 81 in planarer Form
mit einem passivierenden Siliciumdioxydüberzug 8 ausgeführt ist. Für die ohmische
Kontaktgabe ist über die Siliciumdioxydschicht 83 auf der Oberfläche des Bereichs
80 mit P-Leitung eine Metallisierung 85 aufgedampft.
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In Fig. 22 ist eine allseitig passivierte Ausführungsform des Aufbaus
gemäss Fig. 18 dargestellt, der einen planarförmigen
förmigen PN-2bergang
87 besitzt, welcher mit einem Siliciumdioxydüberzug 89 passiviert ist. Zur ohmischen
Kontaktgabe ist auf der Siliciumdioxydschicht 89 und auf der Oberfläche des Bereiches
88 mit P-Leitung eine Metallisierung 91 aufgedampft.
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In Fig. 23 ist ein symmetrischer Aufbau der Ausführungsform gemäss
Fig. 10 dargestellt, wobei sowohl die Zener-Grenzschicht 50 als auch der in Durchlassrichtung
wirksameind als Temperaturkompensation wirkende Übergang 93 mit Hilfe einer Legierung
in der anhand der für die Herstellung der Zener-Grenzschicht 50 gemäss Fig. 10 beschriebenen
Weise aufgebaut sind. Der temperaturkompensierende Übergang 93 wird mit Hilfe eines
Siliciumdioxydüberzugs 95 auf der unteren Hauptfläche der Diode passiviert. Eine
Metallisierung 9? für die Ohm'sche Kontaktgabe wird in der vorausgehend beschriebenen
Weise angebracht. Der dem Aufbau gemäss Fig. 18 entsprechende symmetrische Aufbau
ist nicht dargestellt, jedoch entspricht er im wesentlichen dem Aufbau gemäss Fig.
23, wobei dieser epitaktisch gewachsene Schichten 56 enthält, die nach einem entsprechenden
Verfahrensschritt aufgebaut sind, wie er in dem Verfahren anhand der Fig. 11-18
beschrieben ist.
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In Fig. 24 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
bei der der in Durchlassrichtung wirksame, die Temperaturkompensation bewirkende
Übergang 96 als Oberflächen-Randschicht oder als Shottky-Randschichtübergang ausgebildet
ist. Der Übergang 96 hat eine gleichrichtende Funktion und wird durch die innige
Kontaktgabe einer Metallschicht, z.B. einer Aluminiumschicht 100, mit der unteren
Hauptfläche der Halbleiterscheibe 30 gebildet. Anstelle des Aluminium kann für die
Metall schicht 100 auch Chrom oder Molybdän Verwendung finden. Auf der unteren Hauptfläche
der Halbleiterscheibe 30 mit N-Leitung kann in bekannter Weise zur Passivierung
des übergangs 96 eine Oxydschicht 99 angebracht werden.
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werden. Vor dem Anbringen der Oxydschicht 99 kann eine epitaktische
Schicht 98 mit N-Leitung und einem höheren Widerstand auf der unteren Oberfläche
der Halbleiterscheibe 30 aufgebaut und darüber die Metallschicht 100, wie zuvor
beschrieben, angebracht werden. Durch das Vorhandensein der epitaktischen Schicht
98 wird eine Anordnung geschaffen, die gegenüber der gleichen Anordnung mit fehlender
epitaktischen Schicht eine höhere Spannung verträgt.
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Zusammenfassend gilt, dass die Verfahren und Vorrichtungen gemäss
der Erfindung keine einen epitaktischen Aufbau bewirkenden und damit teuren bezw.
kritischen Verfahrensschritte benötigen, obwohl diese ohne Beeinträchtigung des
Aufbaus möglich sind. Bei der Ausführungsform nach den Fig. 11-18 wird die Zener-Grenzschicht
vollkommen durch Legieren gebildet, wobei der verwendete epitaktische Verfahrensschritt
relativ unkritisch ist, da die epitaktisch hergestellte Schicht lediglich einen
höheren Widerstand als die ursprüngliche Halbleiterscheibe 30 aufweisen muss.
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Bei der Ausführungsform der Erfindung nach den Fig. 19 und 20 ist
die Zener-Grenzschicht auf einem Mesa geordnet, wodurch das Verlöten eines in Serie
geschalteten Diodenstapels ohne einen Kurzschluss zwischen der oberen Elektrode
und dem kreisförmigen Ring mit N-leitung erleichtert wird.
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Die Ausführungsformen nach den Fig. 22 d 23 stellen Variationen des
Aufbaus nach den Fig. 10 d 18 dar bei denen alle Übergänge im Interesse einer grösseren
Zuverlässigkeit und höheren Stabilität ohne wesentliche Kostenerhöhung passiviert
sind.
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Der symmetrische Aufbau gemäss Fig. 23 gestattet eine bequeme Verwendung
dieser Diode als grenzer, wobei infolge dieses symmetrischen Aufbaus die Orientierung
der Diode beim Fassen
Fassen nicht berücksichtigt zu werden braucht
Schliesslich wird anhand der Fig. 24 eine Diode mit einer Shottky-Randschicht dargestellt
und gezeigt, dass die Diode gemäss der Erfindung ohne die Diffusion eines unteren
Bereiches mit P-Leitung zur Schaffung eines in Durchlassrichtung wirksamen oder
für die Temperaturkompensation wirkenden Übergangs aufgebaut werden kann. Das Weglassen
dieses Diffusionsschrittes kann für bestimmte Anwendungsfälle der Zener-Dioden wünschenswert
sein, insbesondere wenn niedere Zener-Spannungen mit einer guten Kompensation gefordert
werden.
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Es können auch weitere, im einzelnen nicht beschriebene nderungen
des Di odenaufb aus oder des Herstellungsverfahrens vorgesehen sein, wobei z.B.
auf den Hauptflächen des scheibenförmigen Halbleiterstückes 30 eine oder mehrere
epitaktische Schbhten aufgedampft werden, um eine bessere Kontrolle über den Widerstand
des Diodenaufbaus zu erhalten, bevor mit den zuvor beschriebenen Verfahrens schritten
begonnen wird.
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Patentansprüche ,