DE1803332C - Etikettiermaschine mit Leistungsver stelleinrichtung - Google Patents
Etikettiermaschine mit Leistungsver stelleinrichtungInfo
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Description
- Etikettiermaschine zum Etikettieren von aufreoht- tiermaschine befinden, kann das Antrocknen des
stehend geförderten Gegenständen, insbesondeie Leimes und der Etiketten an den Zubringegliedern
in den Etikettierbereich vorschiebenden Förder- hindert werden, was zu erheblichen Störungen führen
schnecke, mit einem Hauptantriebsrnotor mit Ge- kann,
schwindigkeitsregelgetriebe und mit einer diesem Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Etiket-
zugeordneten Steuereinrichtung, weiche längs des tiermaschine mit Leistungsverstelleinrichtung zu
genstandsflihler am Einlauf der Gegenstände auf- Flaschen, Dosen u. dgl., bei Über- oder Unterangebot
weist, der bei Beaufschlagung durch Gegenstände das an geförderten Gegenständen die Arbeltsgeschwindig-
lufthilfssystems im Sinne einer Geschwindigkeits- werden kann und Flaschenbruch vermieden wird,
erhöhung bzw. bei fehlenden Gegenständen im Sinne »5 Bei Etikettiermaschinen mit Leistungsverstellein-
einer Geschwindigkeitsdrosselung verstellt. richtung zum Etikettieren von aufrechtstehend ge-
mehreren anderen vor- und nachgeschalteten Ma- Dosen u. dgl., mit einer die Gegenstände in den
schinen in einer Linie zusammen. Dabei kann es vor- Etikeittierbereich vorschiebenden Förderschnecke,
kommen, daß die vorgeschaltete Maschine nicht ao mit einem Hauptantriebsrnotor mit Geschwindigkeits-
genügend zu etikettierende Gegenstände nachliefert, regelgetriebe und mit einer diesem zugeordneten
so daß in der Beschickung der Etikettiermaschine Steuereinrichtung, welche längs des Förderweges der
eine Lücke entsteht und ihre Kapazität nicht voll Gegenstände mindestens einen Gegenstandsfühler am
ausgenutzt wird. , Einlauf der Gegenstände aufweist, der bei Beauf-
Es sind auch Maschinen bekannt, bei denen am as srhlagung durch Gegenstände das Geschwindigkeits-Förderband Überwachungseinheiten angeordnet sind, regelgetriebe mittels eines Drucklufthilfssystems im
die beim Auftreffen von Gegenständen die Maschine Sinne einer Geschwindigkeitserhöhung bzw. bei fehdurch Betätigen eines Gegenstandsfühlers in Betrieb lenden Gegenständen im Sinne einer Geschwindigsetzen und bei Gegenstandsanhäufung am Ausgang keitsdrosselung verstellt, wird diese Aufgabe erfinüber einen Stauschalter und ein Zeitrelais stillsetzen. 30 dungsgemäß dadurch gelöst, daß eine am Gegen ■
Diese Maschinen werden jeweils auf ihre volle Ge- Standseinlauf vorgesehene Sperrvorrichtung und das
schwindigkcit beschleunigt und vollständig abge- Geschwindigkeitsregelgetriebe gemeinsam sowohl
bremst, wodurch ein großer Energieaufwand erfor- von dem als Stauschalter ausgebildeten Gegenstandsderlich ist und auch der Verschleiß beachtlich erhöht fühler am Einlauf als auch von einem Stauschalkr
wird. 35 am Auslauf der Etikettiermaschine derart steuerbar
ist eine Steuerung bekannt, welche entlang des For- dwrh Gegenstände mit der Geschwindigkeitsherauf-
derbande» zwei in einem dichten Abstand zueinander regelung die Sperrvorrichtung öffnet und der Stau-
— einer der beiden bereits im Bereich der Förder- schalter am Auslauf a'leir oder zugleich mit dem
schnecke — angeordnete Fühler aufweisen, die ui <»· gleichfalls betätigter' StauMiinher nm Einlauf die
einem ein genaues VieJfaür.t :.,·*■.>·-..^1-,-.,..»dsdurch- Sperrvoirichtung sperrt unu die Geschwindigkeit
trr-ΐΓ'* v;«:t nehm»!.:·» AUtand angebracht sind und hc. Abregelt, solange er von Gegenstände^ betätigt
oeim Fehlen bzw. geringerer oder ungleichmäßiger wird.
einen Druckluftmotor auf eine Mindestgeschwindig- 45 gekennzeichnet, daß ein Umschalter zum Ausschal-
keit einstellen, und nur bei einer vorgegebenen Folge ten der selbsttätigen Steuereinrichtung und eine
der Gegenstände läuft die Maschine mit Höchstgc- Betätigung des Geschwindigkeitsregelgetriebes mit-
schwindigkeit. tels eines Handhebels vorgesehen ist.
Bei diesen Maschinen besteht nur die Möglichkeit, Die weitere Ausbildung der Erfindung ist ferner
daß bei vorgegebener Folge der Gegenstünde die 50 dadurch gekennzeichnet, daß dem Antrieb für die
Höchstgeschwindigkeit und damit die Höchstleistung Verstelleinrichtung einerseits ein von den Gegenerreicht wird. Ebenso ist die Umstellung auf andere Standsfühlern am Einlauf und am Auslauf automa-Gegenstandsdurchmesser nur unter Schwierigkeiten tisch betätigter Druckzylinder und andererseits ein
möglich, da die Fühler in einem Abstand, der von Handhebel mit einer an seinem Gestänge zur Erzeueinem Vielfachen der Gegenstandsdurchmesser ab- 55 gung der Selbsthemmung befindlichen Bremse zugehängig ist, angebracht sein müssen. Einzeln ankom- ordnet sind.
mende Flaschen gelangen bei der genannten Ma- Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfinschine in die Etikettiereinrichtungen, und da einzelne dung ist dadurch gekennzeichnet, daß an der Etiket-Flaschcn leicht umfallen, kann es zu erheblichen tiermaschine zu den Stauschaltern am Einlauf und
Störungen in der Anlage führen. Die Bedienungs- 60 Auslauf zusätzlich ein manuell betätigbarer Gegenperson hat auch keine Möglichkeit, bei eventuell Standssperrschalter angebracht ist, der unabhängig
auftretenden Störungen in den Produktionsablauf der von der selbsttätigen Steuerung ein jederzeitiges Aus-Etikettiermaschine einzugreifen, ausgenommen das lösen der Gegenstandssperrvorrichtung ermöglicht.
Stillsetzen der gesamten Maschine; dadurch kann Durch die Erfindung hat die Etikettiermaschine
aber die Maschine nicht leergefahren werden. Ein 6-i mit Leistungsvcrstelleinrichtung viele wesentliche
weiterer Nachteil ist, daß es bei einem Flaschenrück- Vorteile erhalten. Die Fühler bzw. Stauschalter sind
stau Bruch gibt oder die gesamte Maschinenanlage unabhängig vom Durchmesser der Gegenstände vor
stillgesetzt werden muß. Dadurch, daß die Maschine dem Einlauf und nach dem Auslauf der Etikettier-
maschine angeordnet. Dadurch kann die Maschine ohne jede Veränderung der Stauschalter auf andere
Gegenstandsdurchmesser umgestellt werden, außerdem gelangen bei der Stellung Gegenstandssperrt/
»zu« keine einzeln ankommenden Gegenstunde in die Maschine, wodurch vielfache Störungen von Anfang an vermieden werden. Bei einem auftretenden
GegenstandsrUckstau wird durch den Stauschalter am Auslauf die Gegenstandssperre ausgelöst, wobei
die Maschine gleichzeitig selbsttätig auf ihre Mindestleistung
heruntergeregelt wird; es kommt also nicht zu Bruch, und außerdem wird die Maschine
nicht vollkommen stillgesetzt, wodurch ein Antrocknen des Leimes und der Etiketten an den Beleimungselementen
vermieden wird. Außerdem wird auch beim manuellen Auslösen der Gegenstandssperre die Maschine nicht vollkommen stillgesetzt;
dadurch werden die sich gerade im Arbeitsbereich der F.tikettiereinrichtungen befindlichen Gegenstände
mit der Mindestleistung fertig etikettiert. Zusätzlich ao kann die Bedienungsperson außer dem vorher aufgezeigten
Auslösen der Gegenstandssperre auch jederzeit durch Ausschalten des Automatikbetriebes in
den Betriebsablauf eingreifen. Sowie jedoch die Gegenstandssperre den Einlauf freigibt, wird auch der as
Motor selbsttätig auf Höchstleistung eingestellt.
Die Erfindung kann durch eine Steuerung mit hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen
Steuergliedern oder auch deren Kombination ausgeführt werden. In einem Ausführungsbetspiel wird
die Erfindung an Hand der Zeichnung, die eine pneumatische Steuerung vorsieht, beschrieben. Es
zeigt
F i g. 1 den schematischen Aufbau der Maschine mit dem Schallschema und
F i g. 2 die Einzelheit X nach F i g. 1. On<
Oegenstandsfühler 2 r1?". Stauschalters 1,2 betätigt
bei einem auftretenden Gegenstandsstau das Ventil!, so daß über die Steuerleitungen 27 der
Druckzylinder 4 der Gegenstandssperre 6 schnell übw, dk Drossel 13 entlüftet wird und damit die
Oeeci "tandssperre 6, die sich auf dem Förderband S
pngesU»!'?!! ' '«ogenntände zum Einlauf in tfic · i'.rderschneeken
7 und damit auch in den Arbeubbereich
der Etikettiereinrichtungen freigibt. Gleichzeitig wird der Druckzylinder 18 langsam über die
Drossel 8 entlüftet, wodurch über die vom Motor angetriebene Federscheibe 9, den Treibriemen
und die antriebsseitige Regelscheibe 15 die Höchstgeschwindigkeit erreicht wird.
Der am Maschinengestell 19 angeordnete Handhebel 24, der über ein Gestänge 26 und eine Bremse
25 mit einem Zahnrad 17, das auf eine Zahnstange 16 wirkt, verbunden ist, dient zur Begrenzung der
Höchstgeschwindigkeit, indem die Zahnstange 16 durch den Handhebel 24 in die der Höchstgeschwindigkeit
entsprechende Position zur Regelscheibe
gebracht wird.
Durch Betätigen des Gegenstandssperrschalters wird vom Druckluftanschluß 28 über das Ventil 21
Druckluft langsam über die Drossel 13 auf den Druckzylinder 4 gegeben, wodurch die Gegenstandssperre 6 betätigt wird und damit die Stellung Gegenstandssperre
»zu« einnimmt. Ein verstellbares Geländer 3 verhindert das Umfallen der Gegenstände.
Gleichzeitig mit Betätigen des Gegenstandssperrschalters 20 wird die Druckluft über das Ventil
auf die Drossel 8 und damit auf den Druckzylinder 18, der die Regelscheibe 55 derart verstellt, daß eine
Mindestgeschwindigkeit und damit elι Leer*ihren
der Maschine und auch eme Vermeidung des An
trocknen» der Beleimungselemente erreicht wW,
ner Umschalter 22, m t dem das Ventil 23 betätigt
wiS Atm Aiäb&n des A^UIJJJJg;
Mit dem Handhebel 24 kann nach
des Automatikbetriebes jede f*
digkeit und damit Leistung der
uei einem evenuw« auftretenden GegenstandsrUckstau wird der GegenstandsfUhler 12 des S au
schalters 111, 12 am Auslauf von den sich anstauen
den Gegenständen betätigt, wodurch über das VcntU
11, das DoppelrUckschlagventil 14, die Drosselnι β
und 13 und die Druckzylinder 4 und 18 du.Gegenstandssperre 6 die Stellung »zu« e'nn'm r m n\e u r n^rS
die Regelscheibe 15 die Leistung heruntergeregelt WiDie Erfindung bringt einen bedeutend verbesserten
Bedienungskomfort und damit eme .wese"^
Vereinfachung in der Bedienung und eine erhöhte Betriebssicherheit. Nicht zuletzt wegen der besseren
Energieausnut/ung der Einführung dieser von einer
Bedienungsperson weitgehend «abhängigen Automatik,
wlrden Störungen bei unregelmäßigem Be^
trieb an den Etikettiermaschincn verhindert und weiterhin wird die Effektivleistung der jewe.hgen
Gesamtkellereianlagen wesentlich erhöht.
Claims (4)
1. Etikettiermaschine mit Leistungsverstelleinrichtung zum Etikettieren von aufrechtstehend
geförderten Gegenständen, insbesondere Flaschen, Dosen u. dt' r:i .~?ner ri.it Gegenstände
in der. Etlkettierberesch \oischie'oertd2n hoicn-fschnecke,
mit ei λ η Η«mi vrre;. smotos mW Cicscbwin'lig&eUstcgi
igc*T>i"bc und mit einer diesem
zugrorUiieten Steutreiu' ratling, welche längs ies.
Fönierweges der Gegenstand jrii»icr-i?" . ein? t
uegenstandsfühter am Emtaui der Gegenstände
aufweist, der bei Beaufschlagung durch Gegenstände das Geschwindigkeitsregelgetriebe mittels
eines Drucklufthilfssystems im Sinne einer Geschwindigkeitserhöhung bzw. bei fehlenden
Gegenständen im Sinne einer Geschwindigkeitsdrosselung verstellt, dadurch gekennzeichnet,
daß eine an. Gegenstandseinlauf vorgesehene
Sperrvorrichtung (4,6) und das Geschwindigkeitsregelgetriebe (9,15,29) gemeinsam sowohl
von dem als Stauschalter (1, 2) ausgebildeten Gegenstandsfühler am Einlauf als auch von einem
Stauschalter (11,12) am Auslauf der Etikettiermaschine derart steuerbar sind, daß der Stauschalter
(1, 2) am Einlauf bei Betätigung durch Gegenstände mit der Geschwindigkeitsheraufregelung
die Sperrvorrichtung (4,6) öffnet und der Stauschalter (11,12) am Auslauf allein oder zugleich
mit dem gleichfalls betätigten Stauschalter (1, 2) am Einlauf die Sperrvorrichtung (4, 6)
sperrt und die Geschwindigkeit herabregelt, solange er von Gegenständen betätigt wird.
2. Etikettiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Umschalter (22)
zum Ausschalten der selbsttätigen Steuereinrich-
tung und eine Betätigung des Geschwindigkeitsregelgetriebes (9,15,29) mittels eines Handhebels
(24) vorgesehen ist.
3. Etikettiermaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Antrieb S
für die Verstelleinrichtung (16,17,18) einerseits
ein von den Gegenstandsfühlern am Einlauf (2) und am Auslauf (12) automatisch betätigter
Druckzylinder (18) und andererseits ein Handhebel (24) mit einer an seinem Gestänge (26) be- ίο
Endlichen Bremse (25) zur Erzeugung von Selbsthemmung zugeordnet sind.
4 Etikettiermaschine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Etikettiermaschine
zu den Stauschaltern am Einlauf (1,2) und am Auslauf (11,12) zusätzlich ein manuell
betätigbarer Gegenstandssperrschalter (20) angebracht ist, der unabhängig von der selbsttätigen
Steuerung ein jederzeitiges Eingreifen der Gegenstandssperrvorrichtung (4,6) ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3018356A1 (de) * | 1980-05-14 | 1981-11-19 | Jagenberg-Werke AG, 4000 Düsseldorf | Etikettiermaschine fuer gegenstaende, insbesondere flaschen, steuereinrichtung fuer eine etikettiermaschine und verfahren zum reinigen und inbetriebsbereitschaftsstellunghalten einer etikettiermaschine |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3018356A1 (de) * | 1980-05-14 | 1981-11-19 | Jagenberg-Werke AG, 4000 Düsseldorf | Etikettiermaschine fuer gegenstaende, insbesondere flaschen, steuereinrichtung fuer eine etikettiermaschine und verfahren zum reinigen und inbetriebsbereitschaftsstellunghalten einer etikettiermaschine |
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