DE1803033C3 - Lochmasken-Farbbildröhre - Google Patents
Lochmasken-FarbbildröhreInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lochmaskon-Farbbildröhre,
wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt ist.
Eine Dreistrahl-Farbbildröhre mit einem Strahlerzeuger- und Fokussiersystem entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 ist aus der US-PS 32 94 999 bekannt.
Im Betrieb solcher Röhren mit Einzelfokussierlinsen zeigt sich oft im Röhrenhals eine Lumineszenz des
Röhrenhaisglases, die durch mit hoher Geschwindigkeit auf das Glas auftreffende Elektronen hervorgerufen
wird. Infolge des Beschüsses des Glases durch die Elektronen werden Gase aus dem Glas freigesetzt,
wodurch dieses zersetzt und erodiert wird. In manchen Fällen entwickelt sich sogar ein Lichtbogen, durch den
häufig die Kathode und/oder der Heizer beschädigt werden. Man nimmt an, daß diese Lumineszenz die
Folge einer Aufladung des Röhrenhalsglases und der Halterungs-Glasstäbe für die Elektronenstrahlsysteme
auf hohe Beschleunigungsspannungen ist. In welcher Weise diese Aufladung geschieht, ist noch nicht völlig
klar. Wahrscheinlich wird die Aufladung durch das starke elektrische Feld der Hochspannung an der ersten
(dem Schirmgitter zunächst befindlichen) Einzellinsenelektrode unter Erzeugung von Feldemissionselektronen
aus dem an relativ niedriger Spannung (z. B. 400 V) liegenden Schirmgitter und Beschleunigung dieser
Elektronen gegen die Glasteile eingeleitet. Da das Glas
ein Sekundaremissionsverhältnis von größer als 1 hat,
lädt sich das Glas bei Beschüß mit Elektronen positiv auf, und durch diese Ladung werden weitere Elektronen
in Richtung auf das Glas beschleunigt Außerdem wird der Elektronenbeschuß des Glases vermutlich bei
ansteigendem Glaspotential durch thermische Elektronen von der Kathode und Feldemission vom Steuergitter
sowie der metallischen Elektrode gefördert Diese Effekte erfolgen mitunter lawinenartig, bis ein Lichtbogenüberschlag
auftritt, durch den das Glas entladen wird, woraufhin sich der ganze Vorgangsablauf
wiederholt.
Man hat versucht, unerwünschte Entladungen im Röhrenhals als Folge einer Aufladung der Wandung
dadurch zu verhindern, daß man auf dem das Strahlerzeugersystem umgebenden Teil der Kolbenhalswand
einen an niedrige Spannung gelegten Widerstands- oder Halbleiterbelag anbrachte. Diese
Versuche verliefen jedoch nicht zufriedenstellend, weil derartige Beläge durch Beschüß mit Elektronen, die in
ähnlicher Weise wie bei der Wandaufladung beschleunigt sind, /um Erodieren neigen.
Es ist ferner aus der FR-PS 15 02 410 oder der DE-AS
10 32 4> 7 bekannt, becher- oder zylinderförmige Abschirmelektroden
in Elektronenstrahlröhren vorzusehen, um unerwünschte Entladungsvorgänge zwischen
Bauteilen mit stark unterschiedlichen Potentialien sowie uncrwüiisrhtc Ionisierungen zu unterbinden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, bei
Lochmasken-Farbbildröhren der eingangs genannten Art Ijitladungserscheinungen infolge starker Potentialdifferen/.en
/wischen der ersten Fokussierelektrode und der Schirmgitterelektrode mit möglichst einfachen
Mitteln zu verhindern.
Diese Aufgabe wird bei einer Lochmasken-Farbbildröhre nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die
im Kenn/eichenteil des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Durch diese Ausgestaltung der Lochmasken-Farbbildröhre
werden die unerwünschten Entladungserscheinnngen beseitigt.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher
erläutert, in den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 einen teilweise weggebrochenen Längsschnitt
durch eine Kathodenstrahlröhre und
Fig. 2 einen Schnitt durch das Elektronenstrahlsystemder
Röhre gemäß der Linie 2-2 in Fig. 1.
Die in Fig. I dargestellte Lochmasken-Farbbildröhre 10 hat in üblicher Weise einen Glaskolben mit einem
zylindrischen Hals J2, an den sich ein von einer Schirmträgerplatie 14 abgeschlossener Konusteil 13
anschließt. Ferner sind innerhalb der Schirmträgerplatte eine Lochmaske 20 und außerhalb des Konusteils
Ablenkwicklungen 25 angedeutet. Im Innern des Röhrenhalses 12 befinden sich drei Elektronenstrahlsysteme,
die insgesamt mit 22 bezeichnet sind und jeweils eine Kathode 26, ein Steuergitter 27, ein Schirmgitter 28
sowie drei hintereinander angeordnete Fokussierelektroden 29, 30 und 31 umfassen, die sämtlich in axialer
Ausrichtung mit Abstand voneinander an drei Glasstäbe 32 gehaltert sind, welche gemäß Fig.2 jeweils längs
zweier der drei Strahlsysteme auswärts derselben angeordnet sind. Auf den letzten Fokussierelektroden
31 ist ein magnetischer Strahlkonvergenzkäfig 44 angeordnet. Einer der Sockelstifte 16 ist über einen
Verbindungsdraht 84 an die mittleren Fokussierelektroden 30, die sämtlich elektrisch miteinander verbunden
sind, angeschlossen und führt ihnen Massepotential oder
ein anderes niedriges Potential zu. Ein auf der Innenwand des Konusteils 13 angebrachter elektrisch
leitender Belag 86 reicht vom Leuchtschirm 18 in den Halsteil 12 hinein, wo er mit einer Anzrhl von auf dem
Konvergenzkäfig 44 angebrachten Metallfeder-Abstandshaltern 87 Kontakt gibt Die beiden äußeren
Fokussierelektroden 29 und 31 sind durch einen leitenden Drahtbügel 88 direkt untereinander verbunden.
Auf diese Weise werden die äußeren Fokussierelektroden 29 und 31, der Konvergenzkäfig 44 und der
Schirm 18 auf der Endanodenhochspannung (z. B. 20 kV) gehalten, die dem Belag 86 über eine
angedeutete Durchführungsklemme 89 in der Wandung des Konusteils 13 zugeleitet wird.
Im Betrieb liegen die Kathoden 26 und die Steuergitter 27 etwa auf Nullpotential, die Schirmgitter
28 auf ungefähr 400 V. Die Potentialdifferenz zwischen der ersten Fokussierelektrode 29 und den drei
vorausgehenden Elektroden (Kathode, S'euergitter und Schirmgitter) ist daher sehr hoch. Nahezu die volle
Potentialdifferenz liegt über den Beschleunigungsspalten zwischen den benachbarten Teilen der Schirmgitter
28 und der ersten Fokussierelektrode 29, wodurch in jedem Spalt ein beschleunigendes Elektronenlinsenfeld
gebildet wird. Viele Röhren mit derartigem Strahlerzeugersystem neigen dazu, eine blaue Glimmentladung
oder sogar einen Lichtbogenüberschlag im Röhrenhals 12 im Bereich um das Strahlsystem zu erzeugen. Die
Glimmentladung setzt gewöhnlich im Gebiet hinter dem Schirmgitter 28 ein und breitet sich nach rückwärts
längs des Halses 12 und/oder der Glasstäbe 32 zum Kathodengebiet aus.
Um diese Erscheinung zu vermeiden, sind die äußeren Teile der Schirmgitter 28, der Steuergitter 27, der
Kathode 26 sowie ihre metallischen Halterungen und Zuleitungen gegen das starke elektrische Feld der in der
Nähe befindlichen Hochspannungs-Fokussierelektrode
29 isoliert und abgeschirmt, indem zwischen diesen Niederspannungs- und Hochspannungselektroden eine
Drahtring-Elektrode mit niedrigem Potential, dem Potential der zweiten Fokussierelektrode im Bereich
zwischen den Strahlsystemelektroden und der umgebenden Röhrenhals-Glaswand entsprechend dem Kennzeichenteil
des Anspruchs 1 angeordnet ist, ohne daß dadurch die Elektronenstrahlen oder die Beschleunigungslinsenfelder
im Spali zwischen den Elektroden 28 und 29 nennenswert beeinträchtigt werden. Bei der in
der Zeichnung gezeigten speziellen Ausführungsform wird um das Strahlsystem 22 herum außerhalb und dicht
bei den drei Glasstäben 32 in der Ebene der Beschleunigungsspalte zwischen den Schirmgittern 28
und den Fokussierelektroden 29 ein an niedriger Spannung liegender Ring 90 angeordnet ist, dessen
Ebene im wesentlichen senkrecht zur Achse des Elektronenstrahlsystems verläuft
Dieser Ring 90 kann zweckmäSigerweise durch ein
Mittelteil des Drahtes 84 gebildet werden, über den die mittleren Fokussierelektroden 30 mit der Niederspannung
gespeist werden. Der Ring 90 sollte frei von scharfen Spitzen oder Kanten sein, die Feldemissionsquellen
bilden würden. Der Ring 90 kann entweder geschlossen, gespalten oder geteilt (als Segmentring)
sein. Ein Spaltring, wie in der Zeichnung gezeigt, ist jedoch vorzuziehen, um eine Kopplung mit dem
HF-FeId, das normalerweise zum Erhitzen und Entgasen der Elektronenstrahlerelemente beim Evakuieren
der Röhre verwendet wird, zu verhindern. Ein weiterer Vorteil des gezeigten Spaltringes besteht darin, daß er
als flexible Verbindung zwischen dem Sockelstift 16 und der Fokussierelektrode 30 dient. Bei Verwendung eines
Segmentringes sollten die einzelnen Segmente einen verhältnismäßig dichten Abstand haben.
Durch den Drahtring 90 wird das Spannungsgefälle an den Außenflächen der Niederspannungselemente des
Strahlerzeugersystems mit Ausnahme der mittleren Fokussierelektroden 30 stark verringert und die
Feldemission von diesen Elementen praktisch verhindert, ebenso wie auch der Beschüß des Glashalses 12
und der Glasstäbe 32 durch thermionisch von den Seiten der Kathoden 26 nach außen emittierte Elektronen
verhindert wird. Ferner werden etwaige durch Feldemission von den Außenflächen der mittleren
Fokussierelektroden 30 emittierte Elektronen von dem durch den Ring 90 gebildeten Feld abgebremst oder
abgelenkt, so daß die Aufladung des Röhrenhahes oder der Glasstäbe auf die Bereiche hinter dem Ring
beschränkt wird. In der Praxis führt diese Aufladung nicht zu den unerwünschten Bildungen von blauem
Glimmlicht oder Lichtbogen, die manchmal bei Röhren ohne einen solchen Ring auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Lochmasken-Farbbildröhre mit drei innerhalb des Röhrenhalses zwischen Giasstäben angeordneten
und an diesen befestigten Elektronenstrahlsystemen, die jeweils eine Kathode sowie je eine eine mit
einer öffnung versehene Steuergitter- und Schirmgitterelektrode umfassende Gruppe mit relativ
niedriger Spannung betriebener Elektroden und ferner eine im Abstand in Richtung des Elektronenstrahls
angeordnete, drei aufeinanderfolgende, ebenfalls mit einer öffnung versehene Fokussierelektroden
umfassende Gruppe von Elektroden aufweisen, wobei die erste, der Schirmgitterelektrode benachbarte
Fokussierelektrode, mit der dritten elektrisch verbunden ist und mit einer so hohen Spannung
beirieben wird, daß durch Feldemission Elektronen aus den benachbarten Elektroden ausgelöst werden
und auf die Glasstäbe und die Innenwand des Röhrenhalses auftreffen können, dadurch gekennzeichnet,
daß ein mit der zweiten Fokussierelektrode (30) verbundener, an niedriger Spannung liegender Ring (90) aus Draht um die
Glasstäbe (32) und die Zwischenräume zwischen den Schirmgitierelektroden (28) und den ersten Fokussierelektroden
(29) herum angebracht ist.
2. Farbbildröhre nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand des Ringes (90)
von den Zwischenräumen im Vergleich zu deren Breite ausreichend groß ist, um keine störende
Verzerrung des durch die Elektroden gebildeten Feldes zu verursachen.
3. Farbbildröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (90) einen Teil der
Zuleitung (84) der Spar>nungszuführung für die zweite Fokussierelektrode (30) bildet.
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