DE1802109C - Vorrichtung zum Anheben und zum schrittweisen Verschieben von schweren Lasten - Google Patents
Vorrichtung zum Anheben und zum schrittweisen Verschieben von schweren LastenInfo
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Description
i 802 iO9
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Anheben und zum schrittweisen Verschieben
VDIi schweren Lasten, mit einer die Lasten tragenden,
durch mindestens einen beweglichen Träger anhebbaren Platte, die nach der Hubbewegung durch den
beweglichen Träger relativ zum Untergrund um einen Schritt verschiebbar und auf unbewegte Träger absetzbar
ist.
Es sind solche Vorrichtungen bekannt (deutsche Patentschriften 1230362, 1 251228), die mit hydraulischen
Winden bestückt sind. Nach dem hydraulischen Anheben der die Last tragenden Platte kann
diese auf der hydraulischen Vorrichtung verschoben und an der neuen Stelle wieder abgesetzt werden. Die
hydraulische Vorrichtung kann sodann unter der Platte um ein Stück weiter geschoben und erneut angesetzt
werden. Die hierfür verwendete Mechanik ist, um für die Hebuni der schweren Lasten geeignet zu
sein, kompliziert und selbst sehr schwer. Dies macht •ich insbesondere bei Anwendungen bemerkbar, bei
denen das Gewicht eine Rolle spielt, beispielsweise wenn Flugzeug- oder Schiffsladeräume beispielsweise
mit Großbehältern, die im Transportwesen zunehmende Verwendung finden, mit nur mäßigem Aufwand
und kleinen Lagetoieranzen an ihren Platz gestellt werden sollen. Die hydraulischen Vorrichtungen
eignen sich außerdem nur wenig für Verschiebungen schwerer Lasten auf weichem oder unebenem
Untergrund, da sich hierbei Schwierigkeiten bei der Abstützung der Vorrichtung mit H"'.fe von Füßen ergeben.
Es ist zwar bekannt (USA.-PatentSv iirift 3 392 800),
schwere Lasten, die unter vollkommener Vermeidung von Vibrationen gehoben werden sollen, durch zwischen
der schweren Last und dem Untergrund eingefügte aufblasbare Kammern anzuheben. Hierdurch
ist jedoch keine Lehre vermittelt, die Lasten zu verschieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art von verhältnismäßig
einfacher und leichter Ausführung zu schaffen, mit der die schweren Lasten leicht und genau
verschoben und an angegebenen Orten abgestellt werden können.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß der bewegliche Träger mindestens eine
elastische aufblasbare Kammer aufweist, die aus einer ersten, an der Platte angreifenden Wand und einer
zweiten, auf den Untergrund aufsetzbaren Wand besteht, sowie mindestens ein undehnbares Verbindungsglied,
das die erste Wand mit der zweiten Wand an Gelenkpunkten verbindet, und mindestens ein die
zweite Wand mit der Platte verbindendes Zugglied zur Erzeugung einer seitlichen Bewegung der die
Kammer bildenden Hülle im entleerten Zustand enthält. Eine solche Vorrichtung kann durch abwechselndes
Aufblasen und Druckablassen der Kammern schrittweise große Lasten verschieben, ohne räumlich
oder gewichtsmäßig aufwendig zu sein. Öie an sich einfache Konstruktion, die eine billige Herstellung
ermöglicht, läßt sich je nach Verwendungszweck, zu tragender Lasten usw. in vielfältiger Weiss ausgestalten.
Beispielsweise kann sie als unter die Last schiebbare Vorrichtung ausgebildet sein, sie kann jedoch
auch mit dem Boden eines Laderaumes fest verbunden sein, auf dem dann ein an beliebiger Stelle abgestellter
Großbehälter an eine beliebige andere Steil« wandern kann. Das die Platte verschiebende
Zugglied greift dabei vorteilhaft an der ersten Wand der Kammer an, so daß es innerhalb der Kammer
untergebracht werden kann.
Zur Erzielung einer leichten Verschiebbarkeit in der gewünschten Richtung auch ohne Anwendung
einer äußeren Verschiebungskraft ist es zweckmäßig, als Zugglieder hydraulische oder pneumatische
Arbeitszylinder zu verwenden. Durch Anordnung solcher willkürlich betätigbarer Zugglieder in vier
jo aufeinander senkrecht stehenden Richtungen kann die schrittweise Verschiebung in einer beliebigen
resultierenden Richtung durchgeführt werden.
Bei Verwendung durchhangfähiger Kabel als Verbindungsglieder können Schrittweiten zurückgelegt
-verden, die beliebig klein sein können und im allgemeinen dem Sinus des Winkels entsprechen, der sich
zwischen der Anfangsstellung der Verbindungsglieder und deren vertikaler Stellung, die im voll aufgeblasenen
Zustand erzielt wird, einstellt. Eine weitere Verschiebung ergibt sich, wenn die Zugkraft
während der Entleerung der Kammern aufrechterhalten wird. Es ist jedoch auch möglich, starre
Verbindungsglieder zu verwenden, die oben und unten angelenkt sind. Hierbei ergibt sich jedenfalls
beim Ablassen des Druckes in der Kammer eine Fortsetzung der Bewegung der Last, die also insgesamt
eine zur Vertikalstellung des Zuggliedes symmetrische Kreisahschnittbahn beschreibt. Dieser
Schritt ist im allgemeinen weiter als bei einem Kabel oder einem zusammenschiebbaren Zugglied, jedoch
ist keine feinstufige Änderung der Verschiebungsweite möglich.
Günstige Arbeitsbedingungen ergeben sich, wenn die Kammern mit einem mittleren Druck von z. B.
größenordnungsmäßig 7 kg/cm2 aufgeblasen werden,
wenn sie in z. B. mit 5 kg/cm2 aufgeblasene Tragwülste
entleert werden und wenn die in diesen Wülsten gespeicherte Druckluft in z. B. mit 2 kg/cm2
arbeitenden Niederdruckarbeitszylindern ausgenutzt wird, welche die Folge der gegenseitigen Translationsbewegungen der beiden Flächen steuern.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsbeispiele der Ausbildung gemäß der Erfindung dargestellt.
Es zeigen
Fig. 1 und 2 eine erste vereinfachte Ausführungsform der Erfindung in einer gescnnittenen Seitenansicht
und in einer Draufsicht unter Wegbrechung von Teilen,
F i g. 3 bis 6 schematisch die Arbeitsweise des Gerätes
nach den F i g. 1 und 2,
F i g. 7 die von einem Punkt der Last beschriebene Bahn.
F1 g. 8 und 9 eine Ausführungsabwandlung im
Schnitt längt, der Linie VIII-VIII der Fig. 9 und in
Draufsicht unicr Wegbrechuisg von Teilen,
Fig. IU und U eine Ausführungsabwandlung in Draufsicht und im Schnitt längs der Linie XI-XI der
Fig. 10,
Fig. 12 eine aus den Fig. H) und 11 abgeleitete
Ausführungsabwandlung,
Fig. 13 bis 16 schematisch die Arbeitsweise einer
anderen Ausführungsform,
Fig. 17 eine Draufsicht einer anderen Ausführungsabwandlung,
Fig. 18 eine Einzelheit der Tragvorrichtung des Gerätes,
Fig. 19 eine Einzelheit eines die Bewegung des
Gerätes in einer Richtung steuernden Zuggliedes,
Fig. 20 bis 24 Schemata zur Darstellung des Arbeitsprinzips des in den Fig. 17 bis l'i dargestellten
Gerätes und
F i g. 25 ein Schema der Steuerung des Gerätes.
Bei der in den Fig. 1 und 2 dargestellten vereinfachten
Ausführungsform weist das Gerät eine verformbare Kammer 1 auf, welche durch eine dichte
biegsame Hülle 2 begrenzt wird und durch einen Schlauch 3 an ein durch einen Hebel 5 betätigtes
Dreiwegeventil 4 angeschlossen ist. Das Ventil 4 verbindet den Schlauch 3 entweder mit einer Auslaß-Öffnung
7 oder mit einem an eine nicht dargestellte Druckmittelquelle angeschlossenen Zufuhrstutzen 8.
Die Unterseite lü der Hülle 2 kann sich auf den Boden 11 legen, während die Oberseite 12 der Hülle
über eine auf Füßen 14, 15 ruhende Tragplatte 6 die zu transportierende Last 13 aufnehmen kann. Wie in
Fig. 1 dargestellt, ist die untere linke Kante der Hülle 2 über Federn 16 mit dem FuP 14 verbunden.
Dabei versuchen die Federn 16 die Kammer 1 in der zusammengesunkenen oder abgeplatteten, in F i g. 1
dargestellten Stellung zu halten, in weicher der Querschnitt der Kammer die Form eines Parallelogramms
hat. Undehnbare Kabel 17 verbinden die Fläche 10 und die Fläche 12 gelenkig miteinander.
Wenn zu Beginn des Arbeitsspiels die Ka-nmer 1
entleert ist, sin'et sie zusammen und nimmt unter der
Wirkung der Federn 16 die in F i g. 3 sichtbare Form ein Bei Zufuhr des Druckmittels (in dem Sinn des
Pfeils 18) wird die Kammer 1 aufgeblasen, und die Unterseite 10 der Hülle 2 kommt mit dem Boden in
Berührung. Das Aufblasen hebt dann die Oberseite 12 und mit ihr die Platte 6 und die Last an, und das
Gerät nimmt die in Fig. 4 dargestellte Stellung ein. Dieses Anheben ist ν ~n einer Relativbewegung der
Obersc'.e 12 gegenüber der Unterseite 10 begleitet,
da infolge der Undehnbarkeit der Kabel 17 und ihren Anlenkungen an den Flächen 10 und 12 bei 17a bzw.
YIb nach Maßgabe der Auseinanderspreizung der
Flächen 10 und 12 das Gelenk 17a nur einen Kreisbogen beschreiben kann, welcher in einer lotrechten
Ebene liegt und seinen Mittelpunkt auf dem Gelenk VIb hat. Wenn die in der Figur dargestellte obere
Stellung erreicht isv, läßt man das Druckmittel aus d-T Kammer 1 (in der Richtung des Pfeils 19) entweichen.
Die Hülle 2 wird durch die Last abgeplattet, und die Füße 14 und 15 stützen sich wieder am
Boden ab, wobei die Kabel 17 lose werden. Dies ist in Fig. 5 dargestellt. Bei der Fortsetzung der Entleerung
der Kammer wird die Unterseite 10 am Boden durch die Federn 16 verschoben und nimmt
am Ende des Arbeitsspiels die in Fig. 6 dargestellte
Stellung ein, welche bis auf die Translationsbewcgung J (Fig. 3) der Anfangsstellung des ersten Arbeitsspiels
entspricht. Wiederholen sich die Arbeitsspiele, dann beschreibt :in Punkt des Gerätes, z. B.
das Gelenk 17 α des undehnbaren Gliedes .17, gegenüber de,n Boden eine zyklische Translationsbewegung
in der Richtung des Pfeils 20, welche in der lotrechten Ebene liegt, in welcher das Kabel 17 seine
Schräglage ände-n kann, wobei diese Translationsbewegung, wie sjhematisch in Fig. 7 dargestellt, in
jedem Arbeitsspiel von einer »schrägen« Aufwärtsbewegung 21 begießet wird (welche in Wirklichkeit
längs eines Kreisbogens erfolgt, dessen Halbmesser gleich der Länge des Kabels 17 ist), auf welche eine
lotrechte Abwärtsbewegung 22 folgt. Das Gerät kann also die Last längs einer Bahn transportieren, welche
in der libene liegt, in welcher das Kabel seine
Schräglage ändert, wohei sich un jede Translation:.-hewegung
χ ein Abheben ; der Last anschließt.
Die Kammer 1 kann natürlich auf verschiedene Weise ausgebildet sein. So können ihre Unterseite
und Oberseite durch starre Tafeln gebildet werden, an deren Umfang eine nachgiebige Wand dicht befestigt
ist.
Außerdem kann sich in der Kammei eine gewisse
ίο Füllmasse befinden, die erlaubt, daß weniger Druck
luft in die Kammer eingeblasen werden muß.
Bei dt, in den Fig. 8 und l) dargestellten Ausführungsabwandlung
weist das Gerät eine etw;i
quadratische Platte 35 auf, an welcher vier verform-
bare Hüllen 36, 37, 38 und 39 befestigt sind, welche ähnlich wie die Hülle 2 ausgebildet und mit undehn-
barc.n Gliedern 24, 25 (Fig. H) sowie mit Rückholfedern
26, 27 versehen sin '. Die vier Hüllen sind zu zwei Paaren 36-38 und 37-39 zusammengefaßt, bei
so denen die undehnbaren Glieder und die Rückholfedern
so angeordnet sind, daß die Richtungen der parallelen gleichsinnigen Translationsverschiebungen
40, 42, die durch abwechselndes Aufblasen und Entleeren
der Hüllen 36, 38 erreicht werden, den parallelen gleichsinnigen Richtungen der Translationsbewegungen 41, 43 entgegengesetzt sind, die durch
aufeinanderfolgendes Aufblasen und Entleeren der Hüllen 37, 39 erhalten werden. Außerdem liegt jedes
Hüllenpaar 36-38 und 37-39 von der Platte 35 aus betrachtet in einer Diagonalen zueinander, so daß
die Last ohne Kippen der Platte getragen werden kann. Die vier Hüllen sind durch Schläuche 44 bis 47
mit Einbiaseinrichtungen verbunden, welche durch ein Mehrfachventil 48 gebildet werden, welches durch
ein Rohr 49 mit einer Druckmittelq:'.elle 50 verbunden
ist, wobei eine Ausiaßörfnung51 den Austritt
des Druckmittels aus den Kammern gestattet, wenn diese entleert werden sollen. Das Mehrfachventil 48
wird über eine Welle 52 mittels eines Hebels 53 betätigt.
Mit D ist das HüHenpaar 37, 39, welches für eine Translationsbewegung nach rechts (wie in V i g. '>
dargestellt) vorgesehen ist, und mit G ist das Hüllcnpaar 36. 38, welches für eine Translationsbewegung
♦5 nach links vorgesehen ist, bezeichnet. Wird also der
Hebel 53 zum Aufblasen der Hüllen G betätigt, dann wird eine Translationsbewegung χ nach links aufgebaut,
welche von einer schrägen Abwärtsbewegung begleitet ist. Diese Bewegungen liegen auch den be
reits beschriebenen Fig. 1 bis 7 zugrunde. Die Platte 35 des Gerätes und die I ast ruhen dann auf
den Hüllen G, während die Hüllen D in einem zusammengesunkenen Zustand unter der Platte 35
hängen. 'Venn hierauf die Hüllen D aufgeblasen und dann die Hüllen G entleert werden (Fig. 8). ruhen
das Gerät und seine Last auf den Hüllen D, während die Hüllen G unter der Platte 35 zusammensinken.
Wenn dann die Hüllen D verhältnismäßig langsarr entleert werden, fallen sie zusammen, wobei die
Rückholfedern 27 der Hüllen D gleichzeitig eine neue Translaticnbewegung * der Platte 35 nach link;
erzeugen. Nach der Entleerung der Hüllen D win also eine mit der Ausgangsstellung identische Stel
lung erreicht, in welcher alle Hüllen unter der PlatU
zusammengefallen sind. Anders ausgedrückt, wem die einfachen Buchstaben »aufgeblasen« und dit
überstrichenen Buchstaben »entleert« bezeichnen, er
hält t.ian mit einer Folge von Arbeitsspielen
eine Translationsbewegung nach links, welche bei jedem Arbeitsspiel von einer schrägen Aufwärtsbewegung
begleitet ist. Ebenso erzeugt eine Folge von Arbeitsspielen /JGDC? eine Translationsbewegung
nach rechts. Es ist zu bemerken, daß bei der Ausführungsform der F i g. 8 und 9 die Rückholglieder
26, 27 innerhalb der Hüllen untergebracht sind, und nicht außerhalb derselben, wie bei der
vorhergehenden Ausführungsform.
Die Ausführungsform nach den Fig. 8 und 9 ermöglicht
so die Herstellung einer umsteuerbaren, aber nur in einer Richtung gerichteten Translationsbewegung. Das Geriit ist also in einer einzigen Richtung
umsteuerbar, obwohl jede Hülle allein genommen nur in einer Richtung wirkt und nicht umsteuerbar
ist, wie bereits in den Fig. I bis 6 dargestellt ist.
Es sind zahlreiche Ausführungsabwandlungen sowohl hinsichtlich des Aufbaues insbesondere der
Riickholglieder zum Zusammenziehen der Hüllen (Federn, Arbeitszylinder usw.) und der undehnbaren
Gelenkglieder (Kabel, starre Lenker usw.) möglich.
Wenn z. B. als undehnbare Glieder starre Stäbe benutzt werden, sind die Unterseite und die Oberseite
des Geräts aneinander nach Art der einander gegenüberliegenden parallelen Seiten eines Gelenkparallelogramms
angelenkt. Bei einer derartigen Ausführungsabwandlung erfolgt jede Bewegung der Last
gemäß einem Kreisbogen, dessen Halbmesser die Länge der starren Gelenkglieder ist. Hieraus ergibt
sich, daß, wenn die Hülle schnell aufgeblasen wird, sie bei ihrer Schaltung auf Entleerung in einer zu
der Ausgangsstellung symmetrischen Stellung zusammensinkt, so daß die Relativbewegung der Oberseite
gegenüber der Unterseite das Doppelte derjenigen beträgt, welche bei den vorhergehenden Ausführungen
für jedes ein Aufblasen und eine Entleerung umfassendes Arbeitsspiel erhalten wurde. Wenn man
jedoch in der zusammengesunkenen Stellung den starren Stab nicht mehr so unter das Gerät bringen kann,
daß die Unterseite am Boden verschoben wird, kann eine derartige Hülle allein nicht eine Translationsbewegung der Last bewirken und muß hierfür in
einem Gerät mit mehreren Hüllen benutzt werden.
Bei den oben beschriebenen Ausführungen waren die undehnbaren Glieder in den Hüllen untergebracht.
Es ist jedoch klar, daß sie auch außerhalb derselben liegen oder sogar gegebenenfalls einen Bestandteil der
Hülle bilden können.
Die Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 7 betraf
ein nur in einer Richtung vorrückendes, nicht umsteuerbares Gerät, während die Ausführung nach den
Fig. 8 und 9 ein nur in einer Richtung vorrückendes umsteuerbares Gerät betraf. Es ist klar, daß man bei
Über- oder Nebeneinanderlagerung derartiger Geräte, z. B. von zwei Geräten des Typs der in den F i g. 8
und 9 dargestellten Art, deren Translationsrichtungen senkrecht zueinander liegen, ein in zwei Richtungen
vorrückendes umsteuerbares Gerät erhält.
In den Fig. 10 und 11 ist schematisch ein Gerät
dargestellt, welches eine gewisse Zahl von nur in einer Richtung wirkenden, nicht umsteuerbaren Hüllen
aufweist, deren Bewegungsrichtungen senkrecht zueinander liegen, wie dies die in jede von ihnen
eingezeichneten Pfeile angeben. Das Gerät weist in Wirklichkeit zwei Scheren von nicht umsteuerbaren
Hüllen auf, von denen die eine Schar durch die Hüllen
120, 122, 124, 126. 128 und 130 gebildet wird,
leren Hcwcgungsrichtungcn parallel zu einer Richtung
verlaufen, die in der Zeichnung die Waagerechte darstellt, während die andere Schar durch die
Hüllen 119, 121, 123, 125, 127, 129, 131, 133 gebildet wird, deren Bewegungsrichtungen senkrechl
zu denen der ersten Schar verlaufen, d. h. zu der Lotrechten der Zeichnung. Die Hüllen ein und derselben
Schar sind ihrerseits auf zwei Gruppen aufgeteilt, von denen die eine diejenigen umfaßt, deren Bewegung
in einem gegebenen Sinn gerichtet ist, z. B. in der
ίο ersten Schar nach rechts (die der Gruppe D ~ rechts
angehörenden Hüllen 120, 122, 128) oder bei der zweiten Schar nach oben (die der Gruppe H — nach
oben angehörenden Hüllen 121, 125, 129, 133), während die andere Gruppe die gegensinnigen Hüllen
umfaßt (bei der ersten Schar die der Gruppe G — links angehörenden Hüllen 124, 126, 130 oder bei
der zweiten Schar die der Gruppe B — nach unten angehörenden Hüllen 119, 123, 127, 131). Die Hüllen
der einen und der anderen Gruppe sind etwa in gleicher Zahl vorhanden und praktisch gleichförmig
unter einer gemeinsamen Platte 135 verteilt, an welcher sie mit ihren Oberseiten befestigt sind. Alle
Hüllen ein und derselben Gruppe sind miteinander durch eine Leitung verbunden, so daß sie gleichzeitig
aufgeblasen werden können, und die vier Leitungen führen zu den vier Ausgängen G (links), D (rechts),
H (nach oben), B (nach unten) eines Mehrfachventils 134 mit einem zur Verbindung mit einer nicht dargestellten
Druckmittelquelle bestimmten Eingang E und einer Auslaßöffnung O. Das Ventil ist so ausgebildet,
daß die Hüllen einer jeden Gruppe in einer bestimmten Folge aufgeblasen und entleert werden
können, wobei diese Folge den Sinn der von dem Gerät ausgeführten Translationsbewegung definiert.
Unter Benutzung der Symbole der Fig. 8 und 9 erzeugt
so eine Folge ΒΗΈΉ eine Verschiebung nach
unten (in der Zeichnung), eine Folge ΗΒΉΈ eine
Verschiebung nach oben, eine Folge DGDO eine
Verschiebung nach rechts und eine Folge GDOO eine Verschiebung nach links. Es gibt verschiedene
Arten von Mehrfachventilen, welche je nach der Stellung ihrer Steuerung die eine oder die andere dieser
Folgen wiederholt ausführen können.
Das in den Fig. 10 und 11 dargestellte Gerät ist
so fähig, in aufeinanderfolgenden Schritten vorzurücken, wobei jeder Schritt in der einen oder der
anderen von zwei zueinander senkrechten Richtungen gerichtet ist und von einer Aufwärts- und Abwärtsbewegung
begleitet ist. welche beide schräg verlaufen.
Bei den obigen Beispielen war angenommen, daß die Last auf dem Gerät liegt, im vorliegenden Fall
der Oberseite oder den Oberseiten der verformbaren Hülle oder der verformbaren Hüllen, welche es aufweist,
oder auf der Platte, an welcher diese Ober-Seiten befestigt sind. Hieraus ergibt sich, daß sich
das Gerät selbst bewegt und den Gegenstand begleitet. Das gleiche Arbeitsprinzip kann jedoch auch
benutzt werden, wenn das Gerät umgedreht wird, so daß dann die »oberen« Seiten der Hüllen auf dem
Boden ruhen (wenigstens mittelbar) und die »unteren« Seiten mit der Last in Berührung kommen. Bei
Wahl der Abmessungen des Geräts derart, daß es eine Oberfläche besitz, welche die ganze Zone überdeckt,
in welcher die Last verschoben werden soll. erhält man einen »Vorschubteppich«, welcher ortsfest
bleibt, und auf welchem die Last in der einen oder der anderen Richtung und in dem einen oder
dem anderen Sinn vorrückt, je nach der Folge der
Aufblasung und Entleerung seiner Hüllen. Fig. 12 Kammer 141 erzeugt ein neues Anheben der Last,
zeigt so schematisch eine Vorrichtung, welche der Da die Kabel 161 undehnbar sind, ist diese Hebe-
der Fig. 10 und 11 gleicht, die aber so umgedreht bewegung von einer Ausrichtung der Kabel 161 be-
ist, daß 'hre Platte 135 auf dem Boden 136 ruht und gleitet (welches eine Drehbewegung ist, wie oben
sie eine Last 137 vorwärtsbewegen kann, welche von 5 beschrieben). Das Gerät führt so eine Translations-
den »unteren« Seiten der Hüllen (z. B. der Hüllen bewegung des Wertes χ nach rechts aus. Glejch-
123 und 131) getragen wird. zeitig bringen die Kabel 170,172 die Arbeitszylinder
Bei der im Schnitt in den Fig. 13 bis 16 dargestell- 166,168 in eine symmetrische Stellung zurück. Der
len Ausführungsabwandlung weist die Vorrichtung Arbeitszylinder 16<i wird dann auf Auslaß geschaltet,
als Tragglieder eine verformbare aufblasbare Kam- io während der Arbeitszylinder 168 auf Einlaß geschalmer
141 und seitliche aufblasbare Wülste 142,143 tet wird und versucht, die Kabel 161 unter der Wirauf.
Im Innern der dichten Kammer 141 sind undehn- kung des von ihm auf die Verankerung 165 aüsgebare
Glieder angeordnet, z. B. Kabel 161 und Zug- übten Zuges (gemäß Fig. 16) nach rechts zu neigen,
glieder 166,168, welche die Erzielung der Verschie- Die Kammer 141 wird dann allmählich entleert. Die
bung der Oberseite 140 der Kammer 141 in der einen 15 Last geht abwärts, bis die Wülste 142,143 wieder
oder der anderen Richtung (nach links oder nach mit dem Boden in Berührung kommen, wobei diese
rechts in der Zeichnung) gegenüber der auf dem Abwärtsbewegung eine neue Translationsbewegung ~°x
Boden ruhenden unteren Seite 160 des Gerätes ge- nach recht ergibt,
statten. Es braucht dann nur die Wirkung der Arbeits-
statten. Es braucht dann nur die Wirkung der Arbeits-
Bei der schematisch dargestellten Ausführungs- 20 zylinder 166,. 168 umgekehrt zu werden, um die
form wird die Kammer-141 durch die obere Seite 140 untere Seite 160 des Gerätes von neuem Boden nach
begrenzt, welche durch eine starre Platte gebildet rechts zu verschieben, wodurch die Vorrichtung bis
wird, mit welcher dicht nachgiebige Seitenwände 158, auf die inzwischen vorgenommene Translations-
159 vereinigt sind, welche ihrerseits dicht mit der bewegung 2χ in die in Fig. 14 dargestellte Stellung
nachgiebigen unteren Seite 160 der Kammer verbun- 25 zurückgebracht wird,
den siijd. Zweckmäßig wird ein derartiges Gerät, welches
Die undehnbaren Kabel 161 sind in geeigneter nur in einer Richtung, aber umsteuerbar arbeitet, in
Weise verankert und zwischen die beiden Flächen zwei Richtungen umsteuerbar gemacht, indem die
140 und 160 der Kammer 141 verteilt. Auf der Benutzung von wenigstens vier anderen Arbeitszylin-
unteren Fläche 160 ist außerdem zwischen den Ver- 30 dem der bei 166, 168 dargestellten Art vorgesehen
ankerungspunkten der Kabel 161 eine nachgiebige wird, welche symmetrisch um 90° gegeneinander ver-
Hülle 162 angeordnet, welche zwischen sich und der setzt z. B. um einen gemeinsamen Verankerungspunkt
nachgiebigen Wand 160 dichte Räume 164 abgrenzt. 165 herum angeordnet sind.
Bei der dargestellten Ausführungsform werden die Die Verschiebungsmöglichkeit in zwei Richtungen
Zugglieder 166, 168 durch pneumatische Arbeits- 35 kann auch durch einfache Nebeneinanderlagerung
zylinder gebildet, welche bei 138 bzw. 139 an der oder Übereinanderlagerung von zwei Geräten der
oberen Platte 140 des Gerätes und bei 165 an der obigen Bauart erzielt werden, deren Translationsunteren
Wand 160 verankert sind. richtungen senkrecht aufeinanderstehen.
Die Last 195 ruht auf einer von Füßen 197, 198 In den Fig. 17 bis 25 ist eine weitere Ausfüh-
getragenen Platte 196. 40 rungsform des erfindungsgemäßen Gerätes dar-
Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende: Wenn gestellt.
die Kammer 141 sowie die Wülste 142,143 entleert Bei dieser Ausführungsform weist das Gerät 200
sind (Fig. 13), schiebt man das Gerät unter die die eine obere, die Last tragende Platte mit zwei Einzel-Last
195 tragende Platte 196. platten 201, 202 auf, welche durch Versteifungs-
Hierauf werden die Wülste 142, 143 mit einem 45 träger 203 bis 205 verbunden sind. Unter der die
mittleren Druck von z. B. 2 kg/cm2 aufgeblasen, wo- Last tragenden Platte sind vier mit Rollen versehene
durch die Last angehoben wird und die Füße 197, Füße 206 bis 209 angelenkt, welche in der Antriebs-
198 den Boden verlassen. Gleichzeitig wird, wenn stellung der Vorrichtung automatisch zurückgezogen
man z. B. das Gerät nach rechts verschieben will, werden.
wie in der Zeichnung dargestellt, der Arbeitszylin- 50 Unter der die Last tragenden Platte sind zwei
der 166 eingefahren, wodurch die Verankerung 165 Tragwülste 210, 211 und acht doppelte Tragblasen
nach rechts gezogen und die untere Seite 160 der 212 bis 219 befestigt. Wie weiter unten ausgeführt.
Kammer auf dem Boden (nach rechts) verschoben erfüllen die Wülste 210, 211 praktisch die Aufgabe
wird. Gleichzeitig wird Luft in die zwischen den der Wülste 142,143 der Fig. 13 bis 16, während die
biegsamen Hüllen 160 und 162 abgegrenzten Räume 55 Blasen 212 bis 219 praktisch die Aufgabe der Kam-164
eingelassen, welche das effektive Volumen der mer 141 dieser gleichen Figuren erfüllen.
Kammer Hl begrenzen, welches abwechselnd auf- Jede Blase ist von einem Satz von vier Kabeln geblasen und entleert wird, um die verschiedenen umgeben, von denen zwei Kabel mit den Bezugsaufeinanderfolgenden Vorschübe zu bewirken, wie zeichen 220, 221, insbesondere in den Fig. 22 bis 24 dies aus Fig. 15 und 16 hervorgeht. Die Wülste 142, 60 sichtbar sind. Diese Kabel sind an vier Punkten 143 und die Räume 162 stehen zweckmäßig mitein- ABCD um jede Blase, z.B. 212, herum an einer ander in Verbindung. Platte 252 zur Verbindung mit der die Last tragen-
Kammer Hl begrenzen, welches abwechselnd auf- Jede Blase ist von einem Satz von vier Kabeln geblasen und entleert wird, um die verschiedenen umgeben, von denen zwei Kabel mit den Bezugsaufeinanderfolgenden Vorschübe zu bewirken, wie zeichen 220, 221, insbesondere in den Fig. 22 bis 24 dies aus Fig. 15 und 16 hervorgeht. Die Wülste 142, 60 sichtbar sind. Diese Kabel sind an vier Punkten 143 und die Räume 162 stehen zweckmäßig mitein- ABCD um jede Blase, z.B. 212, herum an einer ander in Verbindung. Platte 252 zur Verbindung mit der die Last tragen-
Die nächste Vorschubphase um einen halben den Platte und an vier entsprechend angeordneten
Schritt ist in Fig. 15 dargestellt. Hierfür wird Luft Punkten A'B'C'D' an einem unteren Halter, z.B.
z. B. unter niedrigem Druck in der Größenordnung 65 223, welcher fest mit der unteren Fläche 224 zur Ab-
von 300 g/cm3 in die Kammer 141 eingelassen (wo- Stützung des Geräts am Boden verbunden ist. vcr-
bci die Räume 164 sowie die Wülste 142,143 auf ankert.
2 kg/cm2 aufgeblasen bleiben). Dieses Aufblasen der Das Gerät enthält noch vier um 90° gegeneinander
ίο
versetzte Zugarbeitszylinder 225 bis 228, wobei die Arbeitszylinder 227, 228 die Aufgabe der Arbeitszylinder
168,166 der F i g. 13 bis 15 erfüllen.
Natürlich haben die Arbeitszylinder 227, 228 ebenso wie die Arbeitszylinder 2','.S, 226 entgegengesetzte
Wirkungen, und die Wirkungsrichtungen dieser Arbeitszylinderpaare sind zueinander senkrecht,
was die Erzielung der obenerwähnten umsteuerbaren Bewegungsmöglichkeiten in zwei Richtungen gestattet.
Jeder Arbeitszylinder weist eine inter der die Last tragenden Platte befestigte Verank ;rungsschiene 229
bis 232 und eine weitere Schiene 233 bis 236, an welcher die entgegengesetzt wirkenc en Zugkabel 237,
wird. Der Zug an den Kabeln 240 verschiebt dann die Bodenhülle 224 des Geräts am Boden in der
Richtung O-x, wie schematisch in F i g. 22 dargestellt. In einer vierten Bewegungsphase werden dann
die Tragblasen 212 bis 219 unter Druck gesetzt. Da der Hub dieser Blasen größer als der der Tragwülste
210, 211 ist, wird die Last noch weiter angehoben, wobei die Wülste vom Boden abgehoben
Wenn sich das Gerät unter der Last an Ort und Stelle befindet, werden zunächst in einer zweiten
Phase die Tragwülste 210, 211 aufgeblasen, wodurch die auf ihren Stützen ruhende Last vom Boden abgehoben
wird. Gleichzeitig werden die mit Rollen versehenen Gelenkfüße eingezogen. Dieser Vorgang
ist schematisch in Fig. 22 dargestellt. Es wird dann
möglich, das Gerät und die von ihm getragene Last in einer der vier Richtungen O-x, O-x', O-y oder O-y'
ίο zu verschieben, wie schematisch in Fig. 21 dargestellt.
Wenn z. B. das Gerät in der Richtung O-x verschoben werden soll, werden die Arbeitszylinder
225 und 226 unter Druck gesetzt. Durch diese wird das Gerät auf der Achse x'-x zentriert. Die jede
238 bzw. 239,240 verankert sind, deren unteres Ende 15 Blase umgebenden Verankerungskabel 220, 221 weran
der auf dem Boden ruhenden unteren Seite 224 den dann in einer lotrechten zu der Richtung x'-x
des Geräts verankert ist, wie dies deutlich aus parallelen Ebene gespannt, wie schematisch in
F i g. 19 hervorgeht. F i g. 22 dargestellt.
In dieser Figur sieht man insbesondere die aufblas- In einer dritten Bewegungsphase wird dann der
bare Kammer 241 des Arbeitszylinders 225 und die ao Arbeitszylinder 228 unter Druck gesetzt, während
Verankerung 242 des Kabels 237 an der unteren der Arbeitszylinder 227 immer noch nicht gespeist
Seite 224; mit welcher das Gerät auf dem Boden —!-J 1^- ------ — 1^
ruht. Die Ausübung eines Zuges auf das Kabel 237 erfolgt durch Aufblasen der Kammer 241 des Arbeitezylinders 225, auf welche sich biegsame Glieder auf-
wickeln, z. B. Riemen 243, deren Enden an den Schienen 229 bzw. 233 befestigt sind. Bei 225' ist die
entleerte Stellung des Arbeitszylinders dargestellt, in welcher sich der untere Verankisrungspunkt des
Kabels 237 bei 242' befindet, während bei 225" die 30 werden. Die Verankerungskabel 220,221 ri"drte'nsich
voll aufgeblasene Stellung des Arbeitszylinders dar- bis zur Lotrechten aus, wobei sie in einer lotrechten
gestellt ist, in welcher sich der untere Verankerungs- zu der Achse x'-x parallelen Ebene bleiben Die am
punkt des Kabels 237 bei 242" befindet. Ein bieg- Boden anliegende untere Stützfläche 224 des Gerätes
sames in dem Träger 205 verlaufendes Verbindung- bewegt sich natürlich nicht. Dagegen gleitet die Zwiglied
244 hält den Arbeitszylinder unter der Trag- 35 schenplatte 252 zwischen der die Last tragenden
platte aufgehängt. Platte und den Stützplatten 251 der Blasen an diesen
Schließlich halten biegsame Verbindungsglieder, Stützplatten und rückt um einen halben Schritt ~
wie z. B. Nylonseile 245, den mittleren Abschnitt der vor. Diese Gleitbewegung der Platte 252 an den Plat*
unteren Hülle 224 unter dem Träger 205. ten 251 erfolgt ohne merkliche Reibung infolge des
Fig. 18 zeigt die Ausbildung und den Einbau der 40 Luftkissens, welches zwischen der Stützplatte 251
Blasen 212 bis 219 genauer. Jede Blase, z. B. 212, und der Platte 252 infolge des Leckaustritts durch
besteht aus zwei übereinanderliegenden Blasenhälften die mit den aufgeblasenen Blasen in Verbindung
246, 247, welche durch eine mittlere Öffnung 248 stehende kalibrierte Öffnung 253 entsteht. Am Ende
miteinander in Verbindung stehen. Bei 249 ist die dieses vierten Vorgangs nimmt das Gerät die schema-Einlaßöffnung
für das Aufblasen der Blasen sichtbar. 45 tisch in Fig. 23 dargestellte Stellung ein. Die Wülste
Die Blasen sind an der unteren biegsamen Fläche 224 210, 211 und die Blasen 212 bis 219 bleiben dann
des Geräts mittels eines Halters 250 angebracht, wel- aufgeblasen, und die Drücke in den Arbeitszylindern
eher eine Verletzung der Hülle 224 durch die Mün- 227, 228 werden umgekehrt, d. h., der Arbeitszylindung
der Öffnung 249 verhindert. Mit ihren oberen der 228 wird auf Auslaß geschaltet, und der Arbeits-Seiten
stützen sich die Blasen über eine Platte 251 50 zylinder 227 wird unter Druck gesetzt. Hierdurch
an einer Zwischenplatte 252 ab, welche sich ihrer- wird die Spannung der Kabel 240 aufgehoben, wähseits
unter der die Last tragenden Platte abstützt. ' " " ' "
Die Stützplatte 251 weist eine vorspringende Randleiste 251 α auf, welche sich dicht gegen die Platte
252 legt. Ferner setzt eine Lecköffnung kleinen Durchmessers 253 die Blasen mit dem zwischen der
Platte 251 und der Platte 252 gebildeten Hohlraum in Verbindung.
Die Arbeitsweise des Geräts ist folgende: Zunächst
wird unter die Last 13, welche auf einem Halter in 60 von einer neuen Translationsbewegung" unTeTnen
der Form einer auf zwei Füßen 14, 15 (Fig. 1) halben Schritt Γ in der Richtung O-x begleitet ww
ruhenden Platte 6 liegt, das Gerät gebracht, indem in F i g. 24 dargestellt. '
es von Hand mittels eines Hebels 255 vorwärts ge- Es bleibt dann nur'noch übrig, in einem siebenten
•choben wird, wobei es auf seinen mit Rollen ver- Schritt die Drücke in den ArbeitszyMndem 227 228
iehenen Gelenkfüßen 206 bis 209 rollt. Hierbei sind 65 umzukehren, um nach einer Verschiebung der untedie
Wülste 210, 211 sowie die Blasen 212 bis 219 ren Fläche 224 des Gerätes am Boden die Stellung
entleet, und das Gerät hat die in Fig. 20 schema- wiederzufinden, welche das Gerät während des drit
tisch dargestellte zusammengesunkene Form. ten Arbeitssehrittes einnahm.
png der Kabel 240 aufgehoben, während die Kabel 239 gespannt werden und sich in d*r
Richtung O-x schräg zu stellen suchen wie hi Fig. 24 dargestellt.
In einem sechsten Arbeitsschritt werden die Blasen allmählich entleert, während der Druck in dem
Arbeitszylinder 227 aufrechterhalten bleibt. Die Last <:inkt sich dann, bis die Tragwülste mit dem Boden
in Berührung kommen, und diese Senkbewegung ist von einer neuen Translatib i
11 u
12
Die obigen Vorgänge sind in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßt:
|
Arbeits
schritt |
Wülste
B |
5 |
Dra
Blasen V |
:k in kg/cm*
Arbeitender 225,22«, 227,228 |
O | O | 2 | 2 | O | Stellung des Gerätes |
| 1 | O | T 0 |
O | O | 2 T O |
T O |
2 V O |
Ruhestellung | ||
| 5 | 2 T O |
2 | O |
O
2 |
||||||
| 2 | 5 | O | ?. | 2 | O | / O |
Abheben vom Boden | |||
| 3 | O 7 |
2 | O | 2 | Die untere Fläche wird am Boden verschoben |
|||||
| 4 | 5 | T O |
2 |
2
\ |
Abheben der Wülste und Translations bewegung der Last um einen halben Schrit |
|||||
| 5 | 2 | 2 | V O |
|||||||
| 5 | 5 | 7 | 2 | 2 | O | Umkehr der Schrägstellung der Kabel | ||||
| 6 | 7 | 2 | 2 / O |
Senken der Last und Translationsbewegunj um einen weiteren halben Schritt |
||||||
| 7 | 5 V O |
Das Gerät befindet sich wieder in den Bedingungen wie bei 3 |
Zweckmäßig werden die Aufblasdrücke der Tragblasen, der Tragwülste und der Arbeitszylinder so
abgestuft, daß dasselbe Druckmittel nacheinander in den Blasen, den Wülsten und den Arbeitszylindern
arbeiten kann. Die Blasen können z. B. auf 7 kg/cm2, die Wülste auf S kg/cm1 und die Arbeitszylinder auf
2 kg/cm2 aufgeblasen werden. Da die Aufblasphasen der Arbeitszylinder nicht automatisch den Entleerungsphasen
der Blasen folgen, werden die Tragwülste als Zwischenspeicher benutzt Auf diese Weise
wird die von einem Verdichter üblicher Bauart gelieferte Druckluft am besten ausgenutzt.
Fig. 25 zeigt schematisch einen so zusammengefaßten Leistuhgssteuerkreis des Gerätes.
Druckluft wird nach Durchgang durch einen Druckregler 260, welcher den Druck auf 7 kg/cm2
regelt, in einer Leitung 261 den acht Hebeblasen V des Gerätes zugeführt. Ein Ventilschieber 262
steuert über einen Steuerkreis 263 die Unterdrucksetzung der Arbeitsblasen mit 7 kg/cm2 oder ihre
Entleerung. Die Entleerung der Blasen erfolgt in zwei Schritten, nämlich von 7 kg/cm* auf 5 kg/cm*
über einen Ventilschieber 264, welche durch einen Steuerkreis 265 gesteuert wird, wenn die Leitung 261
mit der Leitung 266 und 267 in Verbindung gesetzt wird, welche zu einer Leitung 268 führt, welche hinter
einem den Druck auf 5 kg/cm2 senkenden Druckregler
269 angeordnet ist, und von 5 kg/cm* auf
0 kg/cm2, wenn der Ventilschieber 264 die Leitung
266 auf den Auslaß 270 schaltet.
Der die Tragwülste B unter 5 kg/cm2 speisende
Druckkreis empfängt Druckluft durch die Leitung 268 und eine hinter dem Druckregler 269 angeschlossene
Leitung 271. Ein den Druck auf 2 kg/cm2 senkende!
Druckregler 272 gestattet, jederze>
aus den Tragwulsten B die vier Zugarbeitszylinder 225 bis 228 zu
speisen, deren jeder durch einen Ventilschieber 273 bis 276 gesteuert wird, welcher seinerseits durch
Steuerkreise 277 bis 280 gesteuert wird.
Die Steuerung der Tragwülste B erfolgt durch den durch den Strömungskreis 282 gesteuerten - entilschieber
281.
Claims (12)
1. Vorrichtung zum Anheben und zum schrittweisen Verschieben von schweren Lasten, mit
einer die Lasten tragenden, durch mindestens einen beweglichen Träger anhebbaren Platte, die
nach der Hubbewegung durch den beweglichen Träger relativ zum Untergrund um einen Schritt
verschiebbar und auf unbewegte Träger absetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
der bewegliche Träger mindestens eine elastische aufblasbare Kammer (1, 36 bis 39, 119 bis 131.
141, 212 bis 219) aufweist, die aus einer ersten, an der Platte (6) angreifenden Wand (12, 140)
und einer zweiten, auf den Untergrund aiifsetzbaren War.d (10, 160) besteht, sowie mindestens
ein undehnbares Verbindungsglied (17, 24, 25.
161, 220, 221), das die erste Wand mit der zweiten
Wand an Gelenkpunkten (17a, 17 b) verbindet, und mindestens ein die zweite Wand (10
160) mit der Platte (6) verbindendes
i 802 iOS
L--14
(16, 27, 166, 168, 225 bis 228) zur Erzeugung Liner seitlichen Bewegung der die Kammer bildenden
Hülle im entleerten Zustand enthält.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (6) mit der oberen
Wand (12) der aufblasbaren Kammer (1) bzw. Kammern und mit den unbewegten, festen Trägem
(14, 15) fest verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die obere und die
untere Wand (10,12) der aufblasbaren Kammern (1) und die undehnbaren Verbindungsglieder (17)
uls Geienkparallelogramme ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die undehnbaren
Verbindungsglieder (17) durchhangfähige Kabel sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugglieder
Arbeitszylinder (166, 168; 225 bis 228) *> sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens vier Zugglieder
(225 bis 228) um 90° gegeneinander versetzt angeordnet sind, von denen jedes eine Relativ- »5
bewegung einer (224) der Wände gegenüber der anderen (252) in einer der vier Richtungen: vorwärts,
rückwärts, nach links oder nach rechts, bewirkt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
zwei aufblasbare Kammern vorgesehen sind, wobei das Aufblasen der einen (142, 143; 210, 211)
das Anheben der Lasl auf eine gewisse Höhe und das Aufblasen der anderen (141; 212 bis 219)
das Anheben der Last auf eine größere Höhe gestattet.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Kammern
aufblasbare Blasen (212 bis 219) angeordnet sind, die sich bei Aufblasung gegen eine
der gegeneinander verschiebbaren, horizontalen Wände der Kammern abstützen und so die
Deckenwand (252) der Kammern reibungsann stützen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß eine der Kammern Wülste (210,211) aufweist, welche mit einem niedrigeren
Druck als die Blasen (212 bis 219) aufgeblasen werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß Leitungen, Druckregler und
andere Steuerglieder die Blasen (212 bis 219) mit den Wülsten (210, 211) und die Wülste mit den
Arbeitszylindern (225 bis 228) verbinden.
11. Vorrichtung nach den Ansprüchen 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die Last tragende
Platte, unter der Wülste (210, 211) und Kammern für unterschiedliche Aufblashöhen angebracht
sind, mit Füßen (206 bis 209) versehen ist, die beim Aufblasen der Wütete für die
niedrigere Höhe vom Untergrund abheben.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß die Füße (206 bis 209) Gelenkrollen aufweisen und nach Aufblasung der
Wülste (210,211) eingezogen werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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