DE1801956C - Vorrichtung zum Messen der Ungleichförmigkeit von Getrieben - Google Patents
Vorrichtung zum Messen der Ungleichförmigkeit von GetriebenInfo
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Description
Genauigkeit zu verwenden.
Die Erfindung besteht darin, daß der Antrieb des
zu vermessenden Getriebes über ein Hilfsgetriebe
30 mit großem Übersetzungsverhältnis vorgesehen ist und daß das Hilfsgetriebe mit gleichen Übersetzungsver-
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung hältnis wie das zu vermessenden Getriebe an den
zum Messen der Ungleichförmigkeit von Getrieben Eingang des Hilfsgetriebes mit großem Übersetzungsmit kleinem Übersetzungsverhältnis mit Hilfe eines verhältnis gekoppelt ist.
Hilfsgetriebes mit gleichem Übersetzungsverhältnis 35 Nach der vorliegenden Erfindung ist zwischen dem
wie das zu vermessende Getriebe, wobei an jedem der Hilfsglied und dem zu messenden Glied ein großes
Getriebe- und Hilfsgetriebeteile Meßgeräte für die Übersetzungsverhältnis eingeschaltet, z. B. 1: 1000.
Auswertung deren Bewegung und die Subtraktion Daraus ergibt sich, daß die Ungenauigkeiten des
deren Angaben vorgesehen sind. Hilfsgetriebes sich in stark verringertem Maße in
Das Messen der Ungleichförmigkeit bzw. der 40 den Meßergebnissen zeigen. Die Fehler sind beim
Ungenauigkeit von kleinen Übersetzungsverhältnissen Übersetzungsverhältnis 1: 1000 im Maßstab 1: 1000
von Getrieben mit Übersetzungsverhältnissen im verringert, so daß sie bei der gewöhnlichen Genauig-Bereich von 1: 8 bis 8 : 1 unter Anwendung von Stirn- keit des Hilfsgetriebes vernachlässigt werden können,
oder Kegelzahnrädern ist ein schwieriges Problem der Das Wesen der Erfindung sowie nähere Einzel-
Der Verlauf der Ungleichförmigkeit des Über- der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungssetzungsverhältnisses ist durch den Verlauf des beispiel einer Anordnung zum Messen dT Ungleichsogenannten kinematischen Fehlers gegeben. Zur förmigkeit des Übersetzungsverhältnisses bei einseitiger
Messung des Fehlers sind Abweichungen des bestehen- Abwälzung von Stirnzahnrädern näher erläutert,
den Übersetzungsverhältnisses von einem idealen 50 Es zeigt
gleicher Größe festzustellen. Diese Abweichungen F i g. 1 eine Anordnung zum Messen der Ungleichwerden in Winkelsekunden oder in Mikrometern förmigkeit bei Stirnzahnrädern,
gemessen. F i g. 2 die Ausführung der Meßgeräte am lang-
Bestehende Meßmethoden der Ungleichförmigkeit samen und schnellen Getriebeteil,
kleiner Übersetzungsverhältnisse beruhen auf dem 55 F i g. 3 ein Blockschaltbild einer Meßvorrichtung
seismischen, mechanischen oder optischen Prinzip. gemäß Fig. 1,
muß die Meßanordnung ein ideales Ubersetzungs- 60 Rahmen 1 die Zahnräder 2 und 3 des zu vermessenden
verhältnis von gleicher Mittelgröße wie das zu ver- Getriebes gelagert. Das Zahnrad 2 ,wird durch den
messende Übersetzungsverhältnis bilden und die Elektromotor S über ein Hilfsgetriebe 4 angetrieben,
Abweichungen des zu vermessenden von dem idealen welches ein Schneckengetriebe ist. Auf den Wellen
Übersetzungsverhältnis messen. Das Hauptproblem der Zahnräder 2, 3 des zu vermessenden Getriebes
ist die Realisierung dieses idealen Ubersetzungs- 63 sind an sich bekannte Meßgeräte 6, 7 zum Messen
vcrKiltniises. des langsamen Getriebeteiles vorgesehen. Auf der
Bisher wird dieses ideale Übersetzungsverhältnis Welle des Hilfsgetriebes 4 und am Hilfsgetriebe mit
mit Hilfe von hochgenauen Zahnrädern, Reibrollen den Zahnrädern 10, U sind zwei an sich bekannte
Meßgeräte 8, 9 für den schnellen Getriebeteil vorgesehen.
I;: F i ?· 2 ist ein an sich bekanntes Meßgerät 6
bzw. 7 aus F i g. 1 für den langsamen Getriebeteil dargestellt. Auf der Welle dss Schneckenrades 12
des Hilfsgetriebes 4 ist eine Scheibe 14 drehbar gelagert, die durch einen Elektromotor 17 angetrieben
wird. Auf der Scheibe 14 befinden sich zwei gleiche magnetische Aufzeichnungen oder Verzahnungen,
weiche zls = ζ1β magnetische Wellen bzw. Zähne
enthalten. Die Zahl der magnetischen Wellen ist dem Übersetzungsverhältnis gleich —21S = zlt = /4. Mit
einer der Aufzeichnungen bzw. der Verzahnungen arbeitet ein fester Wiedergabekopf (Magnettonkopf) 15
zusammen, der mit dem Getrieberahmen 1 verbunden ist, mit der zweiten Aufzeichnung ein drehbarer mit
dem Schneckenrad 12 verbundener Wiedergabekopf 16. Die Meßvorrichtung am schnellen Getriebeteil
bildei ein bekanntes zweiphasiges, zweipoliges Selsyngerät
8 bzw. 9.
F i g. 3 stellt ein Blockschaltbild des elektronischen Teiles der Meßvorrichtung dar. Sie besteht aus
Phasenmessern 18, 19, einem Empfindlichkeitsausgleicher 20, einem Mischer 21, einem Filter 22 und
einem Registriergerät 23.
Das Übersetzungsverhältnis des Hilfsgetriebes mittels
der Zahnräder 10, 11 ist gleich dem gemessenen Übersetzungsverhältnis
Zj ZlO
Z3 ~
-Il
Das folgt darauf, daß die Anordnung aus zwei Anordnunger 6 bis 8 und 7 bis 9 zum Messen von
zwei konstanten gleich großen Übersetzungsverhältnissen besteht. Die Größe dieses großen Übersetzungsverhältnisses des Hilfsgetriebes 4 gegeben.
Die Anordnung 6 bis 8 mißt Ungleichförmigkeiten des Hilfsgetriebes 4.
Die Anordnung 7 bis 9 mißt Ungleichförmigkeiten des Übersetzungsverhältnisses Z10/Zu des Hilfsgetriebes
mit gleichem Übersetzungsverhältnis wie das zu vermessende Getriebe, die Ungleichförmigkeiten
des Hilfsgetriebes 4 ma großem Übersetzungsverhältnis
und die Ungleichförmigkeit des Übersetzungsverhältnisses Z,/Z3 des gemessenen Getriebes.
Wenn man die Angaben dieser beiden Anordnungen subtiahiert, beseitigt man die Ungleichförmigkeit des
Schneckengetriebes 4. Unter der Voraussetzung, daß das Übersetzungsverhältnis Z1JZn des Hilfsgetriebes
mit gleichem Übersetzungsverhältnis wie das zu vermessende Getriebe ideal ist, was auch mit rjormaleu
Rädern erzielbar ist, da sich ihre Fehler im Übersetzungsverhältnis
des Hilfsgetriebes mit großem Übersetzungsverhältnis verkleinern, gibt die Differenz
beider Resultate beider Anordnungen den Verlauf der Ungleichförmigkeit des Übersetzungsverhältnisses
ία Zj/Z3 des gemessenen Getriebes an.
Zwecks richtiger Beseitigung des Einflusses der Ungenauigkeit des Hilfsgetriebes 4 ist es nötig, die
Empfindlichkeit C, bis und C7 bis · beider Meßwege
im Verhältnis des Übersetzungsverhältnisses einzu-
is stellen:
Cg hin g _ Z-.
C7 b«8 t Z3
Dies wird durch den Empfindlichkeitsausgleicher 20
ao erzielt. Die Phasen der Frequenzen der Meßgeräte 6
bis 8 w irden im Phasenmesser 19 verglichen, die Phasen der Frequenzen der Meßgeräte 7 bis 9 im Phasenmesser
19. Im Empfindlichkeitsausgleicher 20 werden die Angaben des Phasenmessers 18 im Verhältnis des
»5 Übersetzungsverhältnisses Zj/Z3 verkleinert. Im Mischer
21 werden die Angaben beider Phasenmesser 18, 19 subtrahiert, mittels des Filters 22 filtriert und
durch ein Registriergerät 23 registriert.
Das Einstellen des Empfindlichkeiisausgleichers 20 wird nach F i g. 4 vorgenommen.
Die Schneckenwelle wird in der Stelle A abgekoppelt
und den Meßvorricht jngen 8, 9 wird mittels eines besonderen Elektromotors 24 langsame Schwingungsbewegung
erteilt (z. B. mit einer Frequenz I Hz
und Schwingung über 90°).
Während dieses Schwingens stellt man den Empfindlichkeitsausgleicher
20 derart ein, daß die Angabe des Registriergerätes 23 konstant ist. Dadurch ist ein
richtiges Subtrahieren der Angaben beider Messungen gesichert.
Erfindungsgemäß können Messungen der Ungleichförmigkeit kleiner Übersetzungsverhältnisse vorgenommen
werden, die sehr genau, verläßlich und universal anwendbar sind. Sie sind vor allem zum
Messen der Genauigkeit von Zahnrädern bei einseitigem Abwälzen geeignet, welches Verfahren als bestes
Verfahren zur Kontrolle und Klassifikation der Güte angesehen werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Messen der Ungleichförmig- Ein schwieriges Problem bei diesen Vorrichtungen ist
keit von Getrieben mit kleinem Ubersetzungs- 5 aber deren universale Verwendung, weil zut>. Messen
verhältnis mit Hilfe eines Hilfsgetriebes mit . von Übersetzungsverhältnissen verschiedener Größe
gleichem Übersetzungsverhältnis wie das zu ver- jeweils auch die hochgenauen Zahnräder, Reibrollen
.messende Getriebe, wobei an jedem der Getriebe- oder Bandgetriebe zu tauschen sind, so daß für jedes
und Hilfsgetriebeteile Meßgeräte für die Auswer- zu vermessende Getriebe ein entsprechendes hochtung deren Bewegung und die Subtraktion deren io genaues Zahnrad-, Reibrollen- oder Bandgetriebe
Angaben vorgesehen sind, dadurch gekenn- vorhanden sein muß. Diese hochgenauen als Referenzzeichnet, daßder Antrieb deszu vermessenden getriebe dienenden Hilfsgetriebe sind aber außer-Getriebes (2, 3) über ein Hilfsgetriebe (4) mit ordentlich teuer.
großem Übersetzungsverhältnis vorgesehen ist und Bei allen diesen Vorrichtungen ist immer das Glied
das Hilfsgetriebe (10, 11) mit gleichem Über- 15 des Hilfsgetriebes entweder direkt mit der Welle des
setzungsverhält.lis wie das zu vermessende Getriebe zuständigen Gliedes zu vermessenden Getriebes oder
(2, 3) an den Eingang des Hilfsgetriebes (4) mit, mit einer Gelenkspindel verbunden. Die Übersetzung
großem Übersetzungsverhältnis gekoppelt ist. /wischen dem Hilfsglied und dem zu vermessenden
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- Glied ist 1: 1. Daraus ergibt sich, daß die Ungenauigkennzeichnet, daß das Hilfsgetriebe (10, 11) einen ao Keiten des Hilfsgetriebes sich in Ergebnissen de*
besonderen Antrieb (24) aufweist, der diesem Messens im Maßstab 1: 1 zeigen. Das Hilfsgetriebe
Hilfsgetriebe (10, 11) eine unabhängige langsame muß also hochgen 11 sein, was das Hauptproblem
schwingende Bewegung übermittelt und ein Aus- dieser Vorrichtungen ist.
gleichen der Empfindlichkeit beider Angaben der Die Erfindung vermeidet diese Nachteile und
Meßgeräte (6 bis 8 und 7 bis 9) mittels eines Emp- as schafft mit ganz einfachen Mitteln eine Möglichkeit,
findlichkeitsausg^ichers (2) ermöglicht. als Hilfsgetriebe ein Getriebe mit einer gewöhnlichen
Family
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