-
Langenverseiltes DM-Kabel Bei Nachrichtenkabel, die symmetrische
Leitungskreise enthalten, ist man bestreb, die elektromagnetische Kopplung zwischen
den Leitungskreisen, die das sogenannte Nebensprechen hervorruft, und die Leitungsdämpfung
mögichst niedrig su halten.rl Die elektromagnetische Kopplung der Leitungskreise
kann beispielsweise dadurch beeinfluß werden, daß die Verseilelemente des Kabels,
beispielsweise Stern-Vierer oder DM-Vierer, mit
unterschiedlichen
Drallen verseilt werden. Die Leitungsdämpfung von Nachrichtenkabeln, insbesondere
von niederfrequent betriebenen Nachrichtenkabeln, kann im Ubertragungsbereich durch
Einschaltung von Spulen, sogenannten Pupin-Spulen, herabgesetzt werden. Dieses Einschalten
der Pupin-Spulen bewirkt aber gleichzeitig eine sehr viel stärkere Dämpfung fUr
Frequenzen, d le oberhalb des Ubertragungsbereiches liegen. Der Übertragungsbereich
wird dabei durch die sich infolge der Pupinisierung ergebende Grenzfrequenz festgelegt.
-
Der steigende Bedarf an Übertragungskanälen im Nachrichtenverkehr,
beigielsweise bei der Ubertragung Wr' Nachrichten auf Kabeln, hat dazu geführt,
die ver@@@@enen Übertragungskanäle mehrfach auszunutzen. Zu diesem Zweck sind Verfahren
wie das Trägerfrequenz- und das Zeitmultiplexverfahren entwickelt worden, die eine
Übertragung von beispielsweise 900 Ferngesprächen auf einem einzigen Übertragungskanal
gestatten. Die Anwendung dieser Verfahren bei bisher niederfrequent betriebenen
Nachrichtenkabelstrecken bereitet zunächst Schwierigkeiten, weil das Nebensprechen
und u. a. aus den oben erwähnten Gründen auch die Leitungsdämpfung mit zunehmender
Frequenz ansteigen.
-
Die Leitungsdämpfung oberhalb der Grenzfrequenz kann jedoch dadurch
herabgesetzt werden, daß man die zur die Mehrfach@@@ nutzung vorgesehenen Leitungskreise
nicht bespult.
-
,Zur Beherrschung des Nebensprechens bietet sich neben den bekannten
Nebensprech-Ausgleich4Sethoden die Möglichkeit,. nur solche Leitungskreise zur Mehrfachausnutzung
zu verwenden, die ein günstiges Nebensprechverhalten aufweisen. Es wurde nämlich
anhand von Messungen festgestellt, daß das Nebensprechen zwischen wei beliebigen
Leitungskreisen eines Kabels nicht in allen Fällen die gleichen Werte aufweist und
daß nur eine gewisse Anzahl von Leitungskreisen den gestellten Nebensprechbedingungen
genügt. Diese Leitungskreise sind jedoch nur durch aufwendige Messungen su ermitteln.
-
Auch bei unbespulten niederfrequent betriebenen Nachrichtenkabelstrecken
besteht häufig der Wunsch, einen oder mehrere Leitungskreise mehrfach auszunutzen.
Bei diesen Nachrichtenkabelstrecken ist die Auswahl der entsprechenden Leitungskreise
ebenfalls nur Uber umfangreiche Messungen möglich.
-
Die Erfindung betrifft ein lagenverseiltes DM-Kabel, bei dem innerhalb
jeder Lage mit einem Drall A verseilte Vierer und mit einem Drd 1 B verseilte Vierer
nebeneinander abwechselnd und gegebenenfalls ein weiterer mit einem Drall C verseilter
Vierer angeordnet sind,und bei dem jedes der beiden Aderpaare I und II eines Vierers
abschnittsweise wechselnd mit den Drallen a und b verseilt ist und die Dralle der
Aderpaare eines Vierers abschnittsweise vertauscht sind, und bei dem der
T
Drallwechsel aller Aderpaare abschnittsweise an der gleichen Stelle erfolgt. Gemaß
der. Erfindung erfolgt der Ubergang vom Drall a auf den Drall b bei allen Aderpaaren
I an den gleichen Stellen mie der Ubergang vom Drall b auf den Drall a bei allen
Aderpaaren II.
-
Durch die Erfindung wird ein Kabel geschaffen, bei dem von vornherein
ohne jegliche Messung diejenigen Leitungskreise festgelegt werden können, die sich
aufgrund ihres günstigen Nebensprechverhaltens zur Mehrfachausnutzung eignen. Die
Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß bei einem Kabel, wie es der Erfindung
zugrunde liegt, die Lage der Drallabschnitte, von Paaren gleichdralliger Vierer
zueinander das Nebensprechverhalten dieser Paare beeinflußt und daß die Nebensprechwerte
bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten Kabel besonders günstig liegen.
-
Die Erfindung gewinnt eine besondere Bedeutung bei Kabelstrecken.
Diese sind in der Regel aus mehreren DM-Kabeln zusammengesetzt. In Weiterbildung
des Erfindungsgedankens eisen bei einer solchen Nachrichtenkabelstrecke am Anfang
aller DM-Kabel die kderpaare I bzw. die Aderpaare II den gleichen Drall auf. Dadurch
wird gewährleistet, daß bei der Hintereinanderschaltung mehrerer gemäß der Erfindung
ausgebildeter SM-Katel jeweils solche Leitungskreise miteinander verbunden
werden,
die ein günstiges Nebensprechyerhalten aufweisen.
-
Bs wird erreicht, daß die gesamte, aus mehreren DR-Kabeln aufgebaute
Kabel strecke das gleiche Nebensprechverhalten zeigt wie ein einzelnes DM-Kabel.
-
Für die ein günstiges Nebensprechverhalten zeigenden Leitungskreise
braucht außerdem kein Nahnebensprechausgleich durchgeführt zu werden, der bekanntlich
immer besondere Sehwierigkeiten bereitet. Der Aufwand für den Fernnebensprechausgleich
wird erheblich herabgesetzt.
-
Y;ie bereits oben erwähnt, können bei einem gemäß der Erfindung ausgebildeten
Kabel von vornherein diejenigen Leitungskreise bezeichnet werden, die ein günstiges
Nebensprechverhalten zeigen. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens sind daher
bei einer zur Ubertragung niederfrequenter sowie träger- -frequenter oder pulscodemodulierter
Signale vorgesehenen, mehreren in gleicher Weise ausgebauten DM-Kabeln bestehenden
Nachrichtenkabeistrecke innerhalb einer Lage systematisch abwechselnd das eine Aderpaar
eines Vierers und da andere Aderpaar des überbenachbarten Vierers nicht bespult.
Diese nichtbespulten Aderpaare dienen systematisch abwechselnd al.
-
Hin- und Rückleitung zur Ubertragung trägerfrequenter oder pulscodemodulierter
Signale.
-
In Durchführung des Erfindungsgedankes ist es auch möglich, bei einer
aus mehreren gleichartigen W-Kabeln bestehenden Nachrichtenkabelstrecke zur Übertragung
niederfrequenter und pulscodemodulierter Signale, bei der die Vierer jeder Lage
zu zwei halbschalenförmigen, an ihren Enden durch je einen Vierer getrennten Bereichen
zusammengefaßt sind, innerhalb einer Lage die einen Aderpaare der Vierer eines halbschalenförmigen
Bereiches und die anderen Alerpaare der Vierer des anderen halbachalenförmigen Bereiches
nicht zu bespulen. Die nichtbespulten Aderpaare des einen halbschalenförmigen Bereiches
dienen dann als Hinleitung und die nichtbespulten Aderpaare des auderen halbschalenförmig
Bereiches als Rückung puls@@@ @@@ @@@ @@ kanale.
-
Eine weitere Möglichkeit, bei ei@@ @hroren DM-Kabeln bestehenden Nachrichtenkabeintrocke
zur Übertragung niederfrequenter und pulscodemodulierter Signale, bei der die Vierer
jeder Lage zu zwei halbschalenförmigen, an ihren Enden durch je zwei Vierer getrennten
Bereichen zusammengefaßt sind, bestimmte Leitungskreise zur Übertragung pulscodemodulierter
Signale vorzusehen, besteht darin, daß innerhalb einer L@@ Aderpaare der beiden
halbschalenförmigen Bereiche nicht bespul sind und daß die nichtbespulten Aderpaare
des einen Serei@@@@ als umleitung und die nichtbespulten Aderpaare 'b-Bereiches
als Rückleitung dienen.
-
Bei einer aus mehreren Kabeln bestehenden Nachrichtenkabelstrecke
zur Übertragung niederfrequenter und pulscodemodulierter Signale. bei der die Lagen
zu einen inneren Bereich und einem bezüglich der Anzahl der Vierer etwa gleich großen
äußeren Bereich zusammengefaßt sind, ist es auch zweckmäßig, daß Aderpaare des inneren
und des äußeren Bereiches nicht bespult sind und daß die nichtbespulten Aderpaare
des inneren Bereiches als Hinleitung und die nichtbespulten Anderpaare des äußeren
Bereiches als Rückleitung dienen.
-
Ausführungsbeispiele eines gemäß der Erfindung ausgebildeten Kabels
sind in den Figuren 1 bis 5 dargestellt.
-
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung den Querschnitt durch ein
lagenverseiltes DM-Kabel 1. Um die einzelnen Lagen 2, 3 und 4 besser herstrruheben,
ist dabei jede Lage mit einer kreisförmigen Linie 5 umgeben. Innerhalb jeder Lage
sind mehrere DM-Vierer angeordnet, von denen die mit den Bezugazeichen 6 beseichneten"lediglich
durch einen Kreis angedeuteten Vierer mit einem Drall A verseilt sind und die mit
des Bezugszeichen 7 versehenen Vierer mit einem Drall B verseilt sind. Jeder Vierer
6 und 7 besteht aus den beiden Aderpaaren 8 und 9, wobei jedes Aderpaar abschnittsweise
wechselnd mit den Drallen a und b verseilt ist. Die Dralle der Aderpaare eines Vierers
sind abschnittsweise vertauscht und der Drallwechsel aller Aderpaare erfolgt abschnittsweise
an der gleichen Stelle.
-
Die erfindungsgemäße Ausbildung des Kebels 1 besteht darin, daß der
Übertragung vom Drall a auf den Drall b bzw. vom Drall b auf den Drall a bei allen
Anderpaaren 8 an den gleichen Stellen erfolgt wie der Übergang vom Drall b auf den
Drall a bzw. vom Drall a auf den Drall b bei allen Aderpaaren 9. Um diese Gemeinsamkeit
aleer Aderpaare 8 und aller Aderpaare 9 hervorzuheben, sind in Fig. 1 alle Aderpaare
8 mit Punkten verseen und alle Aderpaare 9 gestrichelt dargestellt.
-
Die erfindungsgemäß Ausbildung des Kabels 1 bezüglich der Aderpaare
der Vieer 7 trifft in gleicher Weise für die nicht dargestellten Aderpaare der Vierer
6 zu.
-
Zur Verdeutlichung des Drallverlaufes dient die schematische Darstellung
in Fig. 2. Sie zeigt die Zuordnung der Drallabschnitte der Aderpaare I und II der
mit den Drallen A und B verseilten, sich innerhalb einer Lage einander abwechselnden
Vierer 6 und 7 innerhalb einer Fabrikationslänge eines DM-Kabels. Bei jedem Aderpaar
wechseln ein Abschnitt mit dem Drall @ und ein Abschnitt mit dem Drahl b einander
ab. Innerhalb jedes Vierers sind die Dralle der beiden Aderpaare abschnittsweise
vertauscht. Der Übergang vom Drall a auf den Drall b aller Aderpaare I erfolgt an
den gleichen Stellen wie der @bergang vom Drall b auf den Drall a aller Aderpaare
II.
-
Die @@@e@te daß bei jedem gemäß der Erfindung ausgebildeten DM-K@@
die Anfangspaardralle aller Aderpaare I und aller Aderpaare II gleich sind.
-
Zur Übertragung niederfrequenter Signale auf dem O{-Kabel 1 in Fig.
1 wird in der Regel ein einziges Aderpaar, beispielsweise ein nicht näher dargestelltes
Aderpaar eines Vierers 6, sowohl als Hinleitung als auch als Rückleitung verwendet.
Zur Nachrichtenübertragung über größere Entfernungen wird ein solcher Leitungskreis
in der Regel in bestimmten AbstUnden mit spulen, sogenannten Pupin-Spulen, versehen,
wodurch man eine geringere Leitungsdämpfung im Ubertragungsbereich erhält.
-
Für die Ubertragung trägerfrequenter und pulscodemodulierter Signale
werden in der Regel zwei Aderpaare benötigt, wobei das eine Aderpaar als Ifinleitung
und das andere Aderpaar als RUakleitung dient. Diese Aderpaare dürfen nicht bespult
werden, weil bei bespulten Leitungskreisen die Leitungsdämpfung bei Frequenzen oberhalb
der Grenzfrequenz sehr stark ansteigt.
-
Für die Übertragung trägerfrequenter und pulscodemodulierter Signale
kommen jedoch nur solche nicht bespulten Leitungskreise infrage, die ein günstiges
Nebensprechverhalten zeigen.
-
Bei dem in Fig. 1 dargestellten, gemäß der Erfindung ausgebildeten
DM-Kabel 1 kann eine Auswahlregel aufgestellt werden, welche diejenigen Latungakreise
bezeichnet, die sich ur Ubertragung pulscodemodulierter und trägerfrequenter Signale
besonders gut eignen. Diese Auswahlregel lautet: Innerhalb einer Lage bilden das
Aderpaar 8 eines Vierers 7 und das Aderpaar 9 des überbenachbarten Vierers, also
ebenfalls eines Viererç 7,
einen Leitungskreis. Wenn innerhalb
einer Lage mehrere Leitungskreise benotigt werden, so lautet die allgemeine Answahlregel:
Innerhalb einer Lage dienen systematisch abwechselnd das eine Aderpaar eines Vierers
und das andere Aderpaar des überbenachbarten Vierers ebenfalls systematisch abwechselnd
als Hin- und Rückleitung. Innerhalb einer Lage sind also solche Aderpaare zu einem
Leitungskreis zusammengefaßt, die an den gleichen Stellen einen unteschiedlichen
Paardrall aufweisen, aber mit gleichen Viererdrall verseilt sind.
-
In Fig. 3 ist in schematischen Darstellung der Querschnitt eines Kabels
gezeigt das in der gleichen Weise aufgebaut ist wie das in Fig. 1 dargestellt @@@@@
Jedes Adrepaar eines Vierers ist @t @@iti @e@@@ @h@@l@@ mit an Drallen a und b ersselt,
und in Dr er naa@e eines Vierers sind ab-@@hni@@@@@ @ @au@ch@ @@ i@@ Gruppe der
sich entsprechenden Aderpaare @@ Vierer ist gestrichelt, während die andere Gruppe
der sich entsprechenden Aderpaare durck Punkte gekennzeichnet. Bei diesem Kabel
sind die Vierer jeder Lage zu zwei halbschalenförmigen, durch die gestrichelten
Linien 10 angedeuteten Bereichen 11 zusammengefaßt, di an ihren Enden durch je einen
Vierer 12 getrennt sind. Für dieses Kabel gilt bei der Auswahl der Aderpaare zu
Leitungskreisen für die Übertragung pulscodemodulierter Signale folgende Regel:
Innerhalb einer Lage dienen die gestrichelten Aderpaare der Vierer des
einen
halbschalenförmigen Bereiches als Bückleitung. Innerhalb einer Lage werden also
solche Aderpaare als Hinleitung benutzt, die unabhängig vom Viererdrall an den gleichen
Stellen einen gleichen Paardrall aufweisen, und solche Aderpaare als Rückleitung
benutzt, die unabhängig vom Viererdrall an den gleichen Stellen den jeweils anderen
Paardrall aufweisen.
-
In Fig. 4 ist ebenfalls schematisch der Querschnitt eines DM-Kabels
dargestellt, das in der gleichen Weise aufgebaut ist wie das Kabel in Fig. 1. Bei
diesem Kabel sind innerhalb jeder Lage die Vierer zu zwei halbschalenförmigen Bereichen'
13 und 14 zusammengefaßt, dic an ihren Enden durch je zwei Vierer 15 getrennt sind.
Die Hin- und die Rückleitung eines Leitungskreises zur Übertragung pulscodemodulierter
Signale werden dabei innerhalb einer Lage durch tiirt t7eLiebiges Aderpaar des einen
Bereiches und ein beliebiges Aderpaar des anderen Bereiches gebildet.
-
Eine weitere Möglichkeit, bestimmte Aderpaare zu Leitungskreisen für
die Ubertra£ung pulscodemodulierter Signale zusammenzufassen, ist in Fie. 5 dargestellt.
Das im Querschnitt schematisch dargestellte Kabel 16 ist ein 48paariges DM-Kabel,
dessen Adern mit einer Isolierung aus Zellpolyäthylen versehen sind. Die Verseilung
der Aderpaare, der Vierer und der Lagen entspricht der Verseilung des in Fig 1 dargestellten
Kabels.
Bei diesem Kabel sind die beiden inneren Lagen zu einem inneren, durch die. kreisförmige
Linie 17 begrenzten Bereich 18 und die äußere Lage zu einem durch die kreisförmige
Linie 19 begrenzten, bezüglich der Anzahl der Vierer etwa gleich großen äußeren
Bereich 20 zusammengefaßt. Jeder Leitungskreis wird durch ein beliebiges nicht-bespultes
Aderpaar des inneren Bereiches und ein beliebiges ebenfalls nichtbespultes Aderpaar
des äußeren Bereiches gebildet.
-
6, Ansprüche 5 Figuren