DE1800693A1 - Vorrichtung zur elektro-chemischen Herstellung und Bearbeitung von Zahnraedern - Google Patents
Vorrichtung zur elektro-chemischen Herstellung und Bearbeitung von ZahnraedernInfo
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Description
D-ΘΟ23 Sen'. PuIIaA München-Pullach, 1. Oktober 1968
The Oincinnaiii Milling nachine Oo., 4701 Marburg Avenue,
Cincinnati, Ohio, USA
Torrichtung zur elektro-chemischen Herstellung und Bearbeitung
von Zahnrädern.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur elektro-chemischen
Bearbeitung und Herstellung von Zahnrädern aus einem vollen Werkstück vorherbestimmter Stärke in einem einzigen, fortlaufenden
Arbeitsgang, bei dem ein Elektrolyt zwischen das Werkstück und ein Werkzeug zugeführt und ein elektrischer Spannungs
unterschied zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück derart aufrechterhalten wird, daß das Werkstück in bezug auf das Werkzeug
die Anode bildet.
Werkzeugmaschinen zur Durchführung von elektro-chemischen Bearbeitungen
an elektrisch leitenden Werkstücken der unterschiedlichsten Gestalt sind bereits bekannt. Das Material des
Werkstückes kann hierbd eine mehr oder weniger grosse Härte
aufweisen. Bei dieser Art der Bearbeitung von Werkstücken treten
jedoch Probleme in bezug auf die abschliessende Bearbeitung
des Gegenstandes mit sehr genauen Toleranzen auf. Dies hat zur Folge, daß die Einflußgrössen, wie die Spannung, die Torschubgeschwindigkeit,
die Strömungsgeschwindigkeit des Elektrolyten und die (temperatur sowie die Gestalt der Elektrode oder
des Werkzeuges in genauen Toleranzen gehalten werden müssen. Ein Endprodukt mit sehr genauen Toleranzen kann unter bestimmten
Umständen durch vorausgehende Bearbeitung des Werkstückes auf die annähernd en^ültig gewünschte Gestalt und daran anschlieseendes
elektro-chemisches Bearbeiten durchgeführt werden, wie es in den Patentanmeldungen P 16 90 555*6 und
P 16 90 jr54.7>
beide angemeldet am 13. Februar 1968 der gleichen
Anmelderin, beschrieben wurde. Das-Ausmaß der Abtcagung
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(overcut) wird bei derartigen Elektroden auf einem Minimum gehalten
und deshalb ist die durch die Veränderung der Bearbeitungsparameter
bedingte Gesamtwirkung entsprechend gering.
Auf der anderen Seite ist es häufig von Torteil, einen Gegenstand aus einem vollen Rohling ohne vorausgehende Bearbeitung
desselben herzustellen. Bas eine elektro-chemische Bearbeitung
durchführende Werkzeug muß deshalb den Sohling im wesentlichen auf die endgültig gewünschte Gestalt bearbeiten und dann eine
abschliessende Bearbeitung durchführen, bei der die genauen Abmessungen erreicht und eingehalten werden. Diese beiden Arbeitsgänge
sollen auf einmal durchgeführt werden. Bisher war es nicht möglich, Gegenstände komplizierter Gestalt, wie beispielsweise
Zahnräder in einem einzigen Arbeitsgang herzustellen, da die verschiedenen Oberflächen gleichzeitig hergestellt
werden müssen, wobei gleichzeitig sehr genaue Toleranzen eingehalten werden müssen.
Die Schwierigkeiten, die in bezug auf die Anfertigung des Werkstückes
auftreten, liegen in der Einhaltung und Aufrechterhaltung einer genauen, entsprechenden Abmessung, wie die entsprechende
Abmessung &s endgültigen Werkstückes festlegt. Versuche
mit Werkzeugen, die nur eine geneigte, erweiternde Oberfläche
zur Bearbeitung verwickelter Formen, wie beispielsweise innen bzw. aussen verzahnte Zahnräder inne&alb entsprechender von
der Industrie akzeptierter Toleranzen aufweisen, waren nicht erfolgreich, da es nicht möglich war, die kritische radiale
Abmessung des Abschnittes des Werkzeuges -zu steuern, welcher die abschliessende Bearbeitung durchführt» In der Praxis tragen
diese Schwierigkeiten bei der Steuerung de^ewünschten radialen Abmessung einer geneigten Oberfläche mit- den erforderliehen
genauen Toleranzen auf, da g®d© Abweichung des leigungswinkels
in bezug auf die Achse des Werkzeuges oder jede Abweichung
der Lage der Achse, Fehler in bezug auf die radiale Abmessung hervorrufen»
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Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die die vorstehend auf«geführten Probleme und Schwierigkeiten beseitigt.
Das in Verbindung mit der erfindungegemässen Vorrichtung verwendete
Werkzeug ist mit drei bearbeitenden Ober- und Wirkflächen versehen, und zwar mit einer vorderen, bearbeitenden
Wirkfläche zur Ausbildung einer öffnung in dem vollen, elektris leitenden Rohling, einer geneigten, bearbeitenden Wirkfläche,
die zwischen einer weiteren, die abschliessende Bearbeitung durchführenden Wirkfläche und der vorderen, bearbeitenden Wirkfläche
verläuft, um die bereits erzeugte öffnung zwischen der
vorderen Wirkfläche und der die endgültige Bearbeitung durchführenden und die endgültige Abmessung und Gestalt des Werkstückes
festlegenden Wirkfläche zu vergrössern.
Die axiale Abmessung der die endgültige Bearbeitung durc-hführenden
Wirkfläche wird so klein wie möglich gehalten, um die Gesamtabtragung zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück auf
einem Minimum zu halten. Diese bearbeitende Wirkfläche dient ausserdem der Gewährleistung, daß die endgültigen radialen Abmessungen
der geneigten, bearbeitenden Oberfläche in bezug auf die endgültige radiale Abmessung des Werkstückes genau eingehalten
werden. Hieraus geht hervor, daß das Werkzeug eine, eine abschliessende Bearbeitung durchführende Wirkfläche mit sehr
genau gesteuerten radialen Abmessungen aufweist, welche die letzte der bearbeitenden Wirkflächen ist, die zur Wirkung
kommt. Hierdurch wird in Verbindung mit der geneigten Wirkfläche erreicht, daß die endgültige, kritische Abmessung des
Werkstückes eingehalten wird.
Grundsätzlich wird erfindungsgemäss eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art geschaffen, die ein besonders konstruiertes Werkzeug mit einer Anzahl von bearbeitenden Wirkflächen
aufweist, und diese Wirkflächen setzen sich aus einer, die end-
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gültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche, die parallel
zu der Bewegungsrichtung zwischen dem Werkstück und dem Werkzeug angeordnet ist, um die endgültige Abmessung und Gestalt
des Werkstückes festzulegen, aus einer vorderen, bearbeitenden Wirkfläche, die im wesentlichen normal zu der die endgültige
Bearbeitung durchführenden Wirkfläche verläuft, um die anfängliche, im we seitlichen der endgültigen Gestalt des herzustellenden
Zahnradeβ entsprechende Öffnung in dem Werkstück
auszubilden und aus einer geneigten, bearbeitenden Wirkflache
zusammen, die zwischen der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche und der vorderen Wirkfläche verläuft, um
die bereits hergestellte Öffnung zu erweitern und den bearbeitenden Bereich der die endgültige Bearbeitung durchführenden
Wirkfläche derart zu begrenzen, daß die Abtragung zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück ebenfalls begrenzt wird. Weiterhin
ist die erfindungsgemässe Vorrichtung mit einer Einrichtung
zum Zuführen eines Elektrolyten zwischen das Werkzeug und das Werkstück und mit einer weiteren Einrichtung zur Ausübung
eines Druckes auf den Elektrolyten, nachdem dieser durch den elektro-chemischen Bearbeitungsbereich geströmt ist, versehen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind aus der Zeichnung ersichtlich, in welcher die Erfindung anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert ist.
Es zeigt:
Figur 1 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Bearbeitung
eines vollen Hohlings aus elektrisch leitendem Material zur Herstellung eines Zahnrades in
einem einzigen Arbeitsgang;
Figur 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Vorrichtung
der Figur Ij
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Figur 3 einen Schnitt durch das die elektro-chemische Bearbeitung
durchführende Werkzeug, das bereits teilweise in das Werkstück eingedrungen ist;
Figur 4 eine Seildraufsicht auf das die elektro-chemisehe
Bearbeitung durchführende Werkstück, wobei die vordere und die geneigte, bearbeitende Wirkfläche und
die !Trennung oder Abtragung zwischen dem Werkzeug und dem Wakstück veranschaulicht sind;
Figur 5 einen SBeilschnitt des die elektro-chemische Bearbeitung
durchführenden Werkzeuges gemäss der Linie 5-5 der Figur 4, wobei die Abmessungen das Werkzeuges
im einzelnen veranschaulicht sind}
Figur 6 eine Ansicht eines ein Segment des die elektro-chemische Bearbeitung durchführenden Werkzeuges bildenden
Zahnes und zwar als Schnitt gemäss der Linie 6-6 der Figur 4;
Figur 7 eine Ansicht von unten einer abgewandelten Ausführungsform
des Werkzeuges zur elektrochemischen Bearbeitung, das mit zusätzlichem Material zwischen
den nach innen vorstehenden Abschnitten desselben ausgerüstet ist, um die Strom-führende Kapazität
des Werkzeuges zu verbessern;
Figur 8 einen Schnitt gemäss der Linie 8-8 der Figur 7*
Figur 9 einen Schnitt einer abgewandelten Ausführungsform der Vorrichtung zur elektro-chemischen Bearbeitung
der Figuren 1 und 2, bei der das Werkstück gedreht wird, wenn es in das Werkzeug zur Bildung eines
schräg verzahnten oder Schraubenrades vorgeschoben wird;
Ö09819V0772T
Figur 10 einen vergrösserten Querstcnnitt des elektrochemischen
Werkzeuges zur Herstellung von schräg verzahnten oder Schraubenrädern und zwar in Verbindung
mit dem vollständigen Werkstück, das teilweise geschnitten dargestellt ist, nachdem es
durch das Werkzeug "bearbeitet wurde j
Figur 11 eine Ansicht zweier, Segmente des die elektrochemische
Bearbeitung durchführenden Werkzeuges bildenden Zähne, wobei die Isolierung in Richtung
auf die Relativbewegung des Werkzeuges geneigt ist, um einen Zwischenraum zwischen dem Werkstück
und dem Werkzeug zu bilden, durch den der Elektrolyt strömtj und
Figur 12 eine Ansicht zweier, die Elemente des die elektiochemische
Bearbeitung durchführenden Werkzeuges der Figur 10 bildenden Zähne , wobei beide Seiten der
Isolierung geneigt sind, so daß entweder rechts oder links gerichtete schräg rarζahnte Zahnräder
hergestellt werden können.
Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte, die elektro-chemische
Bearbeitung durchführende Werkzeug 10 ist an einem Basis-teil befestigt, das einen Hohlraum 12 aufweist. Ein Paar Richtbolzen
13 stehen über die obere Oberfläche des Basisteils 11
vor und werden von entsprechenden Richtlöchern 14 (Figuren 2 und 3) des die elektro-chemische Beaiteitüng durchführenden
Werkzeuges 10 aufgenommen, um das Werkzeug an der gewünschten Stelle zu halten und eine Bewegung desselben in bezug auf das
Basisteil bei Beginn des Betriebes der Maschine zu verhindern.
Der Hohlraum 12 in dem Basisteil 11 ist geringfügig grosser
als die innere Öffnung in dem Werkzeug 10, aber kleiner als
der aussere Durohmesser des Werkzeuges. Das Basistdl 11, wel-
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ehes aus elektrisch, leitendem Material, wie "beispielsweise
Stahl hergestellt ist, ist gegen Korrosion durch eine Auskleidung aus Kunststoff geschützt, die darüberhinaus eine
Streuung des elektrischen Stromes und damit eine unerwünschte Bearbeitung des Werkstückes verhindert. Die Kunststoffauskleidung
ist in zwei Abschnitte 15 und 16 aufgeteilt, wobei eine
Strömungsplatte 17 diese beiden Abschnitte voneinander trennt. Die Strömungsplatte dient unter anderem der Verteilung des
Elektrolyten, so daß dieser gleichmässig zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück strömt. Die Strömungsplatte 17 kann
ausserdem als Filter dienen, um die innere Fläche zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück vor Fremdteilen zu schützen,
und dadurch das Auftreten einer unerwünschten elektrischen Leitung, die die endgültig gewünschte Oberfläche des Werkstükkes
zerstören würde, zu verhindern.
Eine Öffnung18 im Inneren des Basisteiles 11 gestattet die Strömung des Elektrolyten in den unteren Hohlraum, durch die
Strömungsplatte 17 und einen eventuell vorgesehenen Filter 17 in den oberen Hohlraum, von dem aus die Strömung in den Spalt
zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück erfolgt. Das Einlaßrohr 20 für den Elektrolyten steht mit der öffnung 18 in Verbindung
und ist ausserdem mit einer Auskleidung 21 aus Kunststoff versehen, um eine elektro-chemische Bearbeitung in diesem
Bereich zu verhindern. Das Basisteil 11 ist weiterhin mit einer Klemmnut 19 versehen, die volbtändig um den Umfang desselben
verläuft und die der Befestigung an der Maschine dient, die die Bewegung des Werkstückes relativ zu dem Werkzeug 10
durchführt.
Eine JDiut 25, die einen O-Eing 26 enthält, umgibt den Hohlraum
12 an der oberen Oberfläche des Basisteils 11. Dieser O-Ring
bildet einen dichten Eingriff mit der unteren oberfläche des
die tlektro-chemische bearbeitung durchführenden Werkzeuges
10, um zu verhindern,-daß der Elektrolyt zwischen dem Werk-
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zeug und dem Basisteil 11 nach, dem Zusammenbau der Vorrichtung
auftritt.
Oberhalb des Werkzeuges 10 ist ein jxiederdruckkopf 30 angeordnet,
der einen Hohlraum 31 iai"b einem Durchmesser aufweist,
der grosser ist aLs der maximale Durchmesser des nicht fertiggestellten
Werkstückes und des maximalen Durchmessers der öffnung in dem Werkzeug 10, aber kleiner ist als der gesamte maxi
male Durchmesser des Werkzeuges. Der Niederdruckkopf 30 ist ausserdem mit einer Isolierung 34 aus Kunststoff versehen,
um eine elektro-chemische Bearbeitung desselben zu verhindern. Auch kann der Niedärdruckkopf aus einem isolierenden Kunststoffmaterial
hergestellt sein, da der Druck des in ihm vorhandenen Elektrolyten nicht sehr hoch ist. Ein Austrittsrdbc
32 für den Elektrolyten verläuft von einer öffnung 33 in dem oberen Abschnitt des Hohlraumes 31 durch die Wand des Niederdruckkopfes
30.
An 'der unteren Oberfläche des Hiederdruckkopfes 30 ist eine
Ringnut 35 mit einem 0-Ring 36 angeordnet, der im dichten
Eingriff mit der oberen Oberfläche des die elektro-chemische
Bearbeitung durchführenden Werkzeuges 10 steht, um den Elektro· lyten an einem Austritt zwischen diesen beiden Oberfläche zu
hindern, wenn die Torrichtung zusammengebaut und in Betrieb ist.
Der Niederdruckkopf 30 ist mit zwei Niederhalteansätssen 40
versehen, die mit Bolzen 41 zusammenwirken, die wiederum in das Basisteil 11 eingeschraubt werden. Hie in Figur 1 dargestellt,
sind die Ansätze 40 geschlitzt> so daß der Niederdruckkopf
im Uhrzeigeasinn derart gedreht werden, daß die Ansätze
unter die Köpfe der Bolzen 41 gelangen, woraufhin eine Befestigung durch Pestschrauben der Bolzen an diesem Platz'
erfolgen kann. Wenn der Niederdruokkopf 30 an seinem Platz angeordnet
und befestigt ist, ist das Werkzeug 10 an einer Be-
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wegung gehindert, und die beiden O-Ringe 26 und 36 verhindern
einen Austritt des Elektrolyten im Bereich des Werkzeuges.
Ein Werkstückhalter 45 ragt in den Hohlraum 31 des Uiederdruckkopfes
30 hinein und trägt das Werkstück 50 &£· dem anderen Ende.
Dieser Werkstückhalter 45 ist auch mit einer isolierenden
Auskleidung 46 versehen, um eine elektro-chemische Beaiteitung
seiner Teile während des Betriebes zu verhindern. Eine Dichtung 5^ ist zwischen dem Werkstück 50 und dem Niederdruckkopf
30 vorgesehen. Diese Dichtung 51 ist von herkömmlicher Konstruktion
und besteht aus einem iEingförmigen Gummiteil 62 mit einer Lippe, die im Eingriff mit dem Werkstückhalter 45 gehalten
wird und zwar mit Hilfe von Metallfingern oder -federn.
Dieser Gummi ring 51 ist derart konstruiert, daß der Druck in
dem Hohlraum y\ die Lippe in einen festeren Eingriff mit dem
Werkstückhalter 45 drückt.
In den Figuren 4, 5 und 6 ist das die elektro-chemische Bearbeitung
durchführende Werkzeug 10 nach der Erfindung im einzelnen
dargestellt. Dieses Werkzeug 10 weist drei bearbeitende Wirkflächen auf. Die die endgültige elektro-chemische Bearbeitung
durchführende Wirkfläche -5 verläuft parallel zu der Bewegungsrichtung zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück und
legt die am weitesten innen liegende Ausdehnung der geneigten bearbeitenden Wirkfläche fest. Die axiale Abmessung A der die
endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche ^ ist so klein wie möglich gehalten, um eine Zunahme der Abtragung zwischen
dem Werkzeug und dem Werkstück zu verhindern und über die Ausdehnung des Werkzeuges konstant zu halten, so daß die
Abtragung über diese Ausdehnung des Werkzeuges gleich ist.
Die axiale Abmessung der die endgültige Bearbeitung durchführenden
Wirkfläche liegt im Basich zwischen 0,075 und 0,13 buh,
wobei die eingehaltene Toleranz ί 0,013 ηωα beträgt. Die in
der Zeichnung dargestellte, die endgültige elektro-chemische
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Bearbeitung durchführende Wirkfläche ist zum Zwecke der besseren
Darstellung zu gross dargestellt. Bei dem wirklichen, ausgeführten Werkzeug ist diese Wirkfläche 55 praktisch nicht
sichtbar.
Bei der Konstruktion und Anfertigung eines eine elekiro-chemische
Bearbeitung durchführenden Werkzeuges dieser Art ist es wichtig, daß die Abmessungen dieses Werkzeuges mit sehr genauen
Toleranzen eingehalten werden, wenn eine entsprechend genaue endgültige Herstellung eines Gegenstandes gewünscht
wird. Die die endgültige Bearbeitung durchführende Wirkfläche 55 legt die endgültigen Abmessungen und die Gestalt des hergestellten
Gegenstandes fest. Die geringe axiale Ausdehnung oder Breite der die endgültige Bearbeitung durchführenden
Wirkfläche 55 vermindert die Gesamtabtragung zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück und daher auch die Gesamtabweichung
der Abtragung, die durch andere Faktoren, wie beispielsweise Schwankungen der Spannung, der Elektrolyttemjeratur und der
Strömungsgeschwindigkeit bedingt sind. Die die endgültige Bearbeitung durchführende Wirkfläche ist zur Bearbeitung des
Werkzeuges nicht unbedingt erforderlich, sie ist aber zur genauen Dimensionierung und Gestaltung des Werkstückes, erforderlich,
da sie in sehr genauer Weise die nach innen gerichtete Ausmaß der geneigten, bearbeitenden Wirkfläche 55 festlegt.
Die vordere, eine elektro-chemische Bearbeitung durchführende
Wirkfläche 60 ist im wesentlichen senkrecht zu der Vorschubrichtung
des Werkzeuges in das Werkstück angeordnet und dient der Ausbildung und Formung eiiEC öffnung in dem vollen Hohling.
Die vordere, eine elektro-chemische Bearbeitung durchführende Wirkfläche 60 weist eine Gestalt auf, de getnetrisch der Gestalt
des en<$jiltig herzustellenden Werkstückes ähnlich ist,
obwohl die Abmessungen und Proportionen nicht unbsLingt identisch
sind.
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Die geneigte, "bearbeitende Wirkfläche 65 verläuft zwischen der
vorderen, bearbeitenden Wirkfläche 60 und der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche 55· Die die endgültige
Bearbeitung durchführende Wirkfläche legt die endgültigen Abmessungen des Werkzeuges und daher die Gestalt und die Abmessung
des fertiggestellten Gegenstandes feit. Theoretisch könnte das Werkzeug nur die vordere, bearbeitende Wirkfläche und eine
die endgültige Bearbeitung durchführende Wirkfläche aufweist, eine derartige Vorrichtung würde aber nicht in der Lage. · sein,
die starken Ströme zu leiten, die zur Durchführung der Baarbeitung
notwendig sind. Die geneigte, bearbeitende Wirkfläche dient zusätzlich der Ausweitung der durch die vordere bearbeitende
Oberfläche bereits gebildeten Öffnung, wodurch sie zur Zunahme der Stärke des Werkzeuges und damit zur zusätzlichen Vastärkung und Zunahme der elektrischen Leitung beiträgt.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
ist der Winkel a, der zwischen der geneigten bearbeitenden Wirkfläche 65 und der Bewegungsrichtung zwischen dem
Werkzeug und dem Werkstück liegt ca. 45°, da ein Winkel in
diesem Bereich eine gute Strömungscharakteristik des Elektrolyten
bedingt und keine übermässige Abtragung zwischen der geneigten Wirkfläche und dem Werkstück erzeugt.
Wie in Figur 5 dargestellt geht von der die endgültige Bearbeitung
durchführenden Wirkfiäche ^ ohne Unterbrechung eine Isolierung 70 aus, die eine weiche und nicht gestörte Strömung
des Elektrolyten im Bereich dieser bearbeitenden Wirkflächen zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück unterstützt.
Diese Isolierung verläuft von der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche zu dem rückwärtigen Abschnitt des
Werkzeuges, um einen elektrischen Strom in diesem Bereich und dadurch eine weitere elektro-chemische Bearbeitung des Werkstückes
zu verhindern. Die Isolierung, die mit der geneigten bearbeitenden Wirkfläche 65- ausgerüstet ist, legt die Breite A
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der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche fest.
Sie Isolierung an dem nach innen gerichteten Abschnitt der die Zähne bildenden Mittel verläuft von der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche 55» beispielsweise über eine
Länge B und ist daran anschliessend auf den hinteren Abschnitt des Werkzeuges mit einem Winkel b geneigt. Dieses erleichtert
die Strömung des Elektrolyten über die Isolation und zwischen den bearbeitenden Wirkflächen des Werkstückes und des Werkzeuges.
Bei der Herstellung des Werkzeuges sind die anfangs vorliegenden Abmessungen etwas grosser als die endgültigen Abmessungen
des Werkzeuges. Eine flache Oberfläche 71 wird im wesentlichen
parallel zu der vorderen bearbeitenden Wirkfläche 60 ausgebildet, woraufhin die Isolierung 70 durch Giessen eines entsprechenden
Kunstharzes hergestellt wird, so daß diese Isolierung in die flache Oberfläche 71 Vergeht. Die endgültige
Bearbeitung durchführende Wirkfläche ^ wird dann auf das gewünschte
Maß geschliffen, wobei nicht nur ein Teil des Metalls, welches schliesslich die die endgültige Bearbeitung durchführende
Wirkfläche bildet, sondern auch ein entsprechender Teil* der Isolierung 70 entfernt wird, so daß diese ohne Absatz in
die die endgültige Bearbeitung durchführende Wirkfläche übergeht.
Danach wird die geneigte Bearbeitende Oberfläche 65 durch eine entsprechende Bearbeitung der die endgültige Bearbeitung
durchführenden Wirkfläche unter einem bestimmten Winkel ausgebildet-
. . ; .
Bei dem zur Herstellung der Isolation 70 verwendeten Material
handelt es sich um ein Material, das den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist wie das Material des Werkzeuges
Ausserdem ist das Material der Isolation nicht porös8 widerstandsfähig
gegen die Aufnahme von Feuchtigkeit, um auf diese Weise eine Leitung des elektrischen Stromea durch di® Isolierung
zu dem Wei(Btück zu verhindern £ind in bezug auf d©a Elektroly-
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ten, der durch, den Baum zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück
strömt ι verhältnismässig chemisch neutral. Ein Material,
welches zur Isolierung verwendet wurde, ist ein Gießharz mit der Bezeichnung "5^-326O" der Firma Renn Plastics,Jnc., Lansing,
Michigan oder ein Gießharz unter der Bezeichnung "SiDY-CASOJ",
2651 MM der Firma Emerson und Ouming, Canton, Massachusetts.
Im Betrieb wird ein Werkstück 50» dessen entsprechende Abmessung
grosser ist als die ausseren Abmessungender geneigten
bearbeitenden Wirkfläche 65 Kit einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit
zur Durchführung der Bearbeitung in Zusammenarbeit mit dem die elektrochemische Bearbeitung durchführenden
Werkzeug 10 nach unten bewegt. In Figur 4 ist mit Hilfe der
strichpunktierten Linie 50a das Ausmaß des nicht bearbeiteten Werkstückes 50 angezeigt. Sie Grössenverhältnisse zwischen
dem Werkzeug und dem Werkstück sind ausserdem aus Figur 3 zu erkennen.
Bei einer besondere vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden Zahnräder mit Aussenversahnung aus
einem Rohling aus Stahl oder einem anderen elektrisch leitenden Material hergestellt. Hierbei wird die Form des ZaTmrades
im wesentlichen durch die vordere bearbeitende Wirkfläohe 60 des Werkzeugs 10 hergestellt. Diese vordere bearbeitende
Wirkflache besteht aus einer Anzahl nach innen verlaufender
Abschnitte 75 (Figur 4), die die zwischen den Zähnen liegenden Abschnitte des Zahnrades in dem Werkstück 50 ausbilden.
Da die vordere bearbeitende Wirkfläche 50 senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Werkstückes in bezug auf das
Werkstück verläuft und da verschiedene bearbeitende Bereiche vorgesehen sind, durch die eine unterschiedliche Mengenströmung
des Elektrolyten über die verschiedenen vorderen Wirkf lachen bedingt ist, ist die Vorschubgesohwindigkeit des Werkzeuges
in das Werkstück zwangsläufig begrenzt. Weiterhin ist die
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Vorsohubgeschwindigkeit geringer als die mögliche Vorschubgeschwindigkeit
bei Werkzeugan, die Gegenstände der beiden vorstehend erwähnten Patentanmeldungen sind und bei denen das
Werkstück bereits vorausgehend bearbeitet wurde und daher nur noch durch die geneigte, eine elektro-chemische Bearbeitung
durchführende Wirkfläche bearbeitet wird«, Die vordere bearbeitende
Wirkfläche 60 bildet jedoch die Öffnung oder ©ine Anzahl von Öffnungen in dem vollen Rohling 50 aus«
Da-nach vergrößert, die geneigte bearbeitende Wirkfläche 65
die Öffnung auf die gewünschte, endgültige Form und Gestalt.
Wie bereits vorstehend erwähnt, wird die geneigte bearbeitende Wirkfläche so kurz wie möglich gehalten, um eine angemessene und gleichmässige Strömung des Elektrolyten zwischen dem
Werkzeug und dem Werkstück sicherzustellen. Die die endgültige Bearbeitung durchführende Wirkfläche 55 legt die endgültige
Gestalt und Abmessung des Werkstückes fest.
In den Figuren 7 und 8 ist eine andere Ausführunfesform der
Erfindung veranschaulicht. Figur 7 zeigt eine Ansicht eines eine elektro-chemische Bearbeitung durchführenden Werkzeuges
von unten, wobei die Isolierung zur Darstellung der verbesserten Konstruktionsmerkmale des Werkzeuges teilweise weggelassen
wurde. Figur δ zeigt einen Querschnitt einer einzelnen, nach innen verlaufenden Hippe. Jede der nach innen verlaufenden
oder vorstehenden Bippen 75 ist mit einem Steg 76 versehen,
der eine Verlängerung des Körpers das Werkzeuges bildete Hierdurch wird ein grösserer Bereich zur.Verfügung gestellt,
durch dencbr elektrische Strom fliessen kann, damit das Werkzeug
bedingt durch den verminderten IB Abfallkühler bleibt,
da der Widerstand des Werkzeuges geringer wird» Die Stege 76
verbessern ausserdem die mechanische Stabilität des Werkzeuges,
Der Elektrolyt wird dem Hohlraum 12 in dem Basisteil 11 durch,
eine Einlaßleitung 20 unter Druck im Bereich von 17,5 kg/cm
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zugeführt. Dieser Druck stellt sicher, daß ein entsprechendes
Volumen des Elektrolyten zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück hindurchströmt und daß eine einheitliche Bearbeitung
des Werkstückes erfolgt. Diese hohe Strömungsgeschwindigkeit wird vorgezogen, da die anodischen Produkte der elektro-chemischen
Bearbeitung entfernt und das Werkzeug und das Werkstück auf einer entsprechenden, angemessenen ^temperatur gehalten
werdea Hierdurch wird das Verwerfen und Verziehen des Werkstückes und des Werkzeuges während der Bearbeitung so
niedrig wie möglich gehalten, wodurch wiederum eine grosse Maßgenauigkeit erreicht wird. Obwohl die unterschfedlichsten
Elektrolyten verwendet werden können, hat sich besonders eine Lösung von 1,8 kg Natronsalpeter und 0,34· kg Natriumchlorid
in 30 1 Wasser als vorteilhaft herausgestellt. Während der
elektrochemischen Bearbeitung neigt die Temperatur des Elektrolyten
bedingt durch die Energieübertragung mit Hilfe des elektrischen Stromes von dem Werkstück auf das Äerkzeug dazu
anzusteigen. Deshalb ist ein Wärmetauscher vorgesehen, durch den der Elektrolyt beispielsweise mit einer ^temperatur im Bereich
von 50 0 vor dem Wiedereintreten in dem Raum zwischen
dem Werkzeug und dem Werkstück strömt. Im allgemeinen wird der Elektrolyt auch vor Beginn der elektrochemischen Bearbeitung erwärmt und dann auf dieser einmal eingestellten !Temperatur
gehalten.
Um eine Kavitation des Elektrolyten in dem Bereich zwischen
dem Werkzeug und dem Werkstück zu verhindern, kann ein Gegendruck
in der Auetrittsleitung 32 eingestellt werden, und bei
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung beträgt dieser Gegendruck 3,5 kg/cm2. Bedingt durch diesen verhältnismässig
geringen Druck kann der Druckkopf 30 aus leichterem Material
hergestellt sein als das Basisteil 11. Bei diesem Material kann es sich beispielsweise um Kunststoff oder dergleichen,
aber auch um Stahl oder anderes Metall handeln.
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Die in den Figuren 7 uncL 8 dargestellte Ausführungsform weist
weiterhin eine Anzahl von Öffnungen in der vorderen bearbeitenden Wirkfläche des Werkzeuges auf, und jede dieser öffnungen
steht mit dem äusseren Bereich des Werkzeuges in Verbindung, um einen Weg für den Elektrolyten zu bilden, so daß dieser
Abschnitt.der vorderen bearbeitenden Wirkfläch© den grössten
Bearbeitungsbereich aufweist. Hierdurch ist bedingt, daß grössere Vorschubgeschwindigkeiten möglich sind, da die Strömungscharakteristiken
des Elektrolyten verbessert und die Möglichkeit von Kavitation vermindert sind. In Figur 8 sind
diese Öffnungen durch Bohren einer Anzahl verhältnisrteaäs&g
kleiner Löcher 77 gö^ildet, die serisrecht zu der vorderen bearbeitenden
Wirkfläche verlaufen, wobei ein Loch in jedem radial verlaufenden, einen Zahn bildenden Mittel ausgebildet ist.
Eine entsprechende Anzahl von Löchern 78, die radial durch den Körper des Werkzeuges zu dem aussen gelegenen Umfangsbereich
verlaufen, stehen mit den Löchern 77 in dem Inneren des Werkzeuges
in Verbindung. Es ist auch möglich, die Löcher derart diagonal verlaufend anzuordnen, daß sie von der vorderen bearbeitenden
Wirkfläche zu dem Aussenbereich des Körpers des Werkzeuges verlaufen.
Wann ein derartiges Werkzeug in Verbindung mit der Vorrichtung der Figur 1 verwendet wird, strö.mt ein Teil des Elektrolyten
durch die Löcher 78 nach aussen und nicht in den Hohlraum 31. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß das Volumen des Elektrolyten, das durch diese Löcher strömt, nicht gross .genug ist,
die Verengung in dem Rohr 32 zur Bildung des Gegendruckes merklich hez&zus-bzen. Die Verwendung derartiger Löcher bringt
den Vorteil mit sich, daß die Anforderungen in bezug auf die Höhe des Gegendruckes herabgesetzt werden, da der Elektrolyt
leichter über die bearbeitenden Oberflächen mit einer höheren und gleichmässigeren Geschwindigkeit strömen kann.
Bei einer bestimmten Ausführuoggform wurde eine verhältnismäs-
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sig geringe Potentialdifferenz zwischen dem Werkzeug und dem
Werkstück, beispielsweise 8 "bis 15 Volt aufrechterhalten und dementsprechend mit einer Tor Schubgeschwindigkeit von 3,8 mm
/min. gearbeitet. Dies hatte eine Abtragung im Bereich von
0,15 mm und eine Oberfläche hoher Güte des fertiggestellten Gegenstandes (Zahnrades) zurFolge. Die Oberflächengüte lag im
Bereich von 20 Mikrozoll arithmetischen Durchschnitts.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung, die in den Figuren 9 bis 12 dargestellt ist und bei der die gleichen Bezugszeichen
für die gleichen Teile wie in den Figuren 1 und 2 verwendet wurden handelt es sich um eine Maschine zur Herstellung
schräg verzahnter oder schraubenförmiger Zahnräder mit Hilfe der elektro-chemischen Bearbeitung ausgehend von einem
vollen Rohling in einem einzigen Arbeitsgang, wobei das Werkstück während des Vorschubes in das Werkzeug gedreht wird.
Aus Figur 9 ist zu entnehmen, daß der Werkstückhalter 45 an
einer Abstützung 80 drefcar befestigt ist, die das Werkstück
50 im wesentlichen mit konstafcer Geschwindigkeit in und durch
das die elektro-chemische Bearbeitung durchführende Werkzeug
10 vorschiebt. Der Werkstückhalter 45 ist an einer Lagereinheit
85 mit Hilfe von Schrauben 86 über einen Flansch 87 befestigt. Die Einzelheiten dieser Lagereinheit 85 bilden nicht
Teil der vorliegenden Erfindung, die Lagereinheit ist aber derart konstruiert, daß der Werkstückhalter 45 nur um seine Achse
drehbar und nicht axial oder seitlich mit dem Werkstückhalter 45 relativ zu derÄSärtützung 80 während des Betrieb» drehbar ist.
Eine an dem Niederdruckkopf 50 befestigte Büchse 90 umgibt
den Werkstückhalter 45 und ist mit einem schraubenförmigen Schlitz 91 versehen, in dem ein Bolzen 92 verschiebbar angeordnet
ist, der wiederum über den Werkstückhalter 45 nach aussen vorsteht. Bei Bewegung des Werkstückhalters 45 nach unten
wirkt der Bolzen 92 zusammen mit dem Schlitz 91 derart, daß
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-leWerkstückhalter und damit das Merkstück 50 in bezug auf
das Werkzeug 10 gedrsht
Das Werkzeug 10 ist im Querschnitt in Figur 10 dargestellt"
und entspricht im wesentlichen dem Werkzeug der JPigur 3«, Das
fertiggestellte Zahnrad weist eine Schrägverzahnung auf, deren
Winkel durch den Winkel des Schlitzes 91 in der Büchse 90 fest
gel@gt ist» Die bearbeitenden Wirkflachen des Werkzeuges 10
entsprechen denjenigen9 di© bereits "beschrieben wurden« Um
jedoch die relative Drehbewegung zwischen den bearbeitenden Zähnen an dem Werkstück und dem Werkzeug zu berücksichtigen,
ist die Isolierung 70 von der Brehrichtung unter einem Winkel
t weggeneigt, der wenig geringer ist als der SchrägverzahnuiigS'
winkel des hergestellten Saüxnrades νωά. zwar um eine Strömung
des Elektrolyten zwischen dem Merkstück und dem Werkzeug, über sämtliche bearbeitenden WiÄfläehen su erlauben
Wie in Uigur 11 veranschaulicht ist die Isolierung 70 nur an
der Seite des innen verlauf ©sielen Zahn bildenden Abschnittes
des Werkzeuges 9 die sonst das Merkzsug beim Drehen abfangen
würde. Di® !©igung der isolierten Oberfläche beginnt nicht
unmittelbar angrenzend an die die endgültige Bearbeitung durchführende Wirkfläche 55, dgdie Isolierung 70 dazu dient,
die axiale Abmessung der di© endgültige Bearbeitung durchführenden
Wirkfläche 55 festzulegen. Bern zu Folge geht ein
kleiner axialer Abschnitt J) der Isolierung von der die endgültige
Bearbeitung durchfahrenden Wirkfläche 55 aus und zwar
bevor die Isolierung 70 zur Anpassung an -das Werkstück zurückgesebzt
ist» Die Isolierung ist dann auf eine Tiefe W weggeschnitten
und daran anschliessend unter dem Winkel t geneigt, der wie gesagt grosser ist als der die Sehrägverzahnnng bedingende
Winkel. In ligur 12 sind zwei Zähne herstellen* Elemente
eines eine elektro-dmisehe Bearbeitung durchführenden
Werkzeuges dargestellt, das grundsätzlich demjenigen der Figur 11 entspricht, bei dem aber beide Seiten der Isolierung
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an dem nach innen -verlaufenden Abschnitt des zahnformenden
Mittels des Werkzeuges 10 geneigt sind, so daß entweder nach links oder nach rechts schräg verzahnte. Zahnräder mit ein und
demselben Werkzeug hergestellt werden können. Wiederum sind
die bearbeitenden Oberflächen den vorausgehend beschriebenen identisch, wobei aber der Winkel unter dem die Isolierung geneigt
ist, eingeschränkt ist, da Isolierung in dem hintersten Bereich des Werkzeuges verbleiben muss. Wenn also eine Schrägverzahnung
mit grossem Neigungswinkel hergestellt wecLen muss, ist die Ausführungsform nach Figur 11 vorzuziehen.
Sämtliche in der Beschreibung erkennbaren und in der Zeichnung dargestellten technischen Einzelheiten sind für die Erfindung
von Bedeutung.
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Claims (1)
- Patentansprüche1. Vorrichtung zur elektro-chemischen Herstellung und Bearbeitung von Zahnrädern aus einem einzigen Werkstück vorherbestimmter Stärke -in einem einsigen, fortlaufenden Arbeitsgang) bei dem ein Elektrolyt .zwischen dem Werkstück und dem Werkzeug hindurchgeleitet und eine Spannung zwischen diesen (Beilen derart angelegt wird, daß das Werkstück die Anode in bezug auf das Werkzeug bildet, gekennzeichnet durchein Werkzeug (10) mit einer Anzahl vorstehender, zahnformender Mittel, die folgende Wirkflächen aufweisenseine, eine endgültige elektro-clsaische Bearbeitung durchführenden Wirkfläche (55)» die im wesentlichen parallel zu der Längsrichtung der Relativbewegung zwischen dem Werkzeug (10) und dem Werkstück (50) verläuft und eine Abmessung und Gestalt aufweist, die die endgültige Abmessung und Gestalt des fertiggestellten Werkstückes festlegt\eine vorderen eine elektro-chemische Bearbeitung durchführende Wirkfläche (60), die im wesentlichen senkrecht zu der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche (33) verläuft, um Anfangsöffnungen in dem Werkstück (50) auszubilden, die bereits grundätzlich der Gestalt der herzustellenden Zähne entsprechen} undeine geneigten, eine elektro-chemische Bearbeitung durchführenden Wirkfläche (65), die zwischen der die endgültige Bearbeitung durchführenden Wirkfläche {33) und der vorderen Wirkfläche (6ö) verläuft,wobei das Werkzeug (10) WQ& aas Werkstück (50) in bezug aufeinander mit einer im wesentlichen konstanten ■Vorschubgeschwindigkeit bewegbar sind, so daß die vordere die elektrochemische Bearbeitung durchführende Wirkfläche (60) die Öffnungen in dem Werkstück (50) bilden, die grundsätzlich der Gestalt des endgültigen gewünschten Zahnrades entsprachen» woran anschliessend die geneigte, eine elektro-chemische Bearbeitung durchführendeWirkfläche (65) die Öffnungen erweitert, und schliesslich die endgültige Abmessung und Gestalt des Zahnrades wie festgelegt durch die die endgültige elektro-chemische Bearbeitung durchführende Wirkfläche (55? ausgebildet werden.2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch'gekennzeichnet, daß an dem Werkzeug (10) eine Isolierung (70) angeordnet ist, die sich glatt und ohne Unterbrechung an die die endgültige elektro-chemische Bearbeitung durchführende Wirkfläche (55) anschliesst, um mit der geneigten Wirkfläche (65) die Breite der die endgültige elektro-chemische Bearbeitung durchführenden Wirkflache i33) festzulegen, wobei die Isolierung )70) von dem hintersten Bereich des Werkzeuges (10) ausgeht, um für eine glatte und nicht unterbrochene Strömung des Elektrolyten über jede Wirkfläche zu sorgeai und gleichzeitig eine weitere elektro-chemische Bearbeitung des Werkstückes durch Unterbrechung der elektrischen Leitung in dem Bereich zu verhindern, in dem sie angeodnet ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die endgültige Bearbeitung durchführende elektro-chemische Wirkfläche (^3) eine Breite im Bereich Zwischen 0,075 und 0,13 mm aufweist. -90 9 819/07724k Vorrichtung nach .Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet „ daß der zwischen dem Werkzeug (10) und dem Werkstück (50) strömende Elektrolyt unter Gegendruck steht9 um die Strömung desselben zwischen sämtlichen einander gegenüberliegenden wirksamen Abschnitten des Werkzeuges und des Merkstückes zn unterstützen.5ο Vorrichtung naeii inspruch 18 dadurch gekennzeichnet daß das Werkzeug (10) an seiner äusseren Peripherie Elemente zur Herstellung von Zähnen aufweist.6O Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch getemzeichnet^ daS das Werkzeug (10) an seiner inneren Peripherie Elemente zur Herstellung Ton Zürnen aufweist,7 - Vorrichtung nach Anspruch 69 dadurch gekennzeichnet % daß die endgültige Abmessung cfer Zähne durch die die endgültige Bearbeitisng durchführend® Wirkfläche (55) steuerbar ist, deren axiale Abmessung im Bereich von O9075 inid 0s13 mm liegt»8. Vorrichtung nach Anspruch 1,. zur Herstellung schräg" verzahnter oder Schraubenräder aus einem vollen, lohling mit Hilfe einer relativen Drehbewegung zwischen dem Werkstück (50) und dem Werkzeug (10) während der Vorschubbewegung des Werkstückes in das Werkzeug^ gekennzeichnet durch drehbar befestigte Mittel (4-5) zum Halten 'des in das Merkzeug ζ,1Ο) vorzuschiebenden Werkstückes (50) und durchMittel φ f 91 s 92) zum Drehen des Werkstückhalt ers (45) und damit des Werkstückes (50) beim Vorschieben desselben in das Werkzeug (10).9» Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,, daß das Werkstück (50) im Uhrzeigersinn dreSoar ist«909819/077210. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sieh eine Isolierung Cö) ohne Unterbrechung glatt an die die endgültige elektrochemische Bearbeitung durchführende Wirkfäche (55) anschliesst, um mit der geneigten Wirkfläche (65) die Breite der die endgültige elektro-chemische Bearbeitung durchführenden ¥irkfläche (55) festzulegen, wobei die Isolierung (70) ausgehend von der die endgültige Bearbeitung durchführenden ¥irkflache (55) mit einem Neigungswinkel zu dem hintersten Bereich des Werkzeuges (10) verläuft, der grosser ist als der Sohrägverzahnungs- oder Schraubenwinkel, um eine relative Drehbewegung zwischen dem Werkzeug (10) und dem WerksSick (50) zu gewährleisten und gleichzeitig einen Eaum zwischen diesen !eilen aufrechtzuerhalten, damit eine gleichmässige und nicht unterbrochene Strömung des Elektrolyten zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück über sämtlichen eine elektrochemische Bearbeitung durchführenden Oberflächen sichergestellt ist·11. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Körper, der einstückig mit dem radial vorstehenden, zahnformenden Mittel ausgebildet ist unddurch einen Steg (76), der ebenfalls einstückig mit dem Körper und dem zahnformenden Mittel ausgebildet ist und ausgehend von ^eder vorderen bearbeitenden Wirkfläche (60) nach hinten und in bezug auf den Körper radial verläuft, um einen vergrösserten Bereich zu schaffen, durch den der elektrische Strom strömt, damit der elektrische Widerstand des Werkzeuges (10) herabgesetzt wird.12. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Körper, der einstückig mit dem zähne formenden Mittel ausgebildet ist,durch Öffnungen (77) in der vorderen bearbeitenden Wirk- ~~ 9 0 9819/0772 ~~fläche (60) in jedem radial vorstehenden zahnformenden Mittel unddurch entsprechende öffnungen (78), die radial durch den Körper verlaufen und mit den öffnungen (77) in der vorderen "bearbeitenden Wirkfläche (60) verbunden sind, um einen zusätzlichen Weg für die Elektrolytenströmung zu schaffen, damit die Strömungscharakteristiken des Elektrolyten zwischen dem Werkzeug (10) und dem Werkstück (50) verbessert und der Kavitation engegengewirkt werden.1$. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Körper, der einstückig mit dem die Zähne formenden Mittel ausgebildet ist und durch eine Anzahl von öffnungen in der vorderen bearbeitenden Wirkfläche (60), wobei jede öffnung mit dem äusseren Bereich des Werkzeuges (10) in Verbindung steht, um einen zusätzlichen Weg für die Elektrolytenströmung zu schaffen, damit die Strömungscharakteristiken des Elektj©· lyten zwischen dem Werkzeug (10) und dem Werkstück (50) ver-■», besser t werden.
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