DE1800018C3 - Hydraulische Membranpumpe - Google Patents
Hydraulische MembranpumpeInfo
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Description
3 s
Die Erfindung betrifft eine Membranpumpe mit
einem hydraulischen Verdrängerantrieb und einer einen Förderraum und einen Hydraulikraum trennenden
Membran, die aus drei aneinander anliegenden Einlelniembranen
besteht, von denen die mittlere mit einem oder mit mehreren Schlitzen versehen ist, wobei
eine Anzeigevorrichtung für einen Bruch der beiden äußeren Membranen vorgesehen ist, die von außen mit 4s
mindestens einem der Schlitze in Verbindung steht.
Membranpumpen der genannten Art haben insbesondere auf dem Gebiet der chemischen Industrie weite
Verbreitung gefunden. Speziell zu Dosierungszwekken haben sich hydraulische Membranpumpen durch- ^o
gesetzt, bei denen eine Membran den eigentlichen Förderraum von einem mit Hydraulikmedium gefüllten Arbeitsraum
trennt und durch das von einem mechanischen Kolben verdrängte Hydraulikmedium betätigt
wird. Allerdings ist hierbei die Überwachung der Brü- ss ehe oder Beschädigungen schwierig, da bei Verletzungen
der Membran Förder- und Hydraulikmedium ineinander übergehen können, was einerseits nicht ohne
weiteres sofoit bemerkt werden kann und andererseits
auf Grund größerer übertretender Mengen an Hydrau- t\o
lik- oder Fördermedium eine merkliche Verschmutzung des Förder- oder Hydraulikraumes mit sich bringt. Insbesondere
bei giftigen Fördermedien muß also der Überwachung und Absicherung große Aufmerksamkeit
geschenkt werden. <>s
Aus diesem Grund sind daher bei einer bekannten Membranpumpe (USA.-Patentschrift 31 31 638) mehrere,
z. B. drei Membranen, aufeinanderliegend angeordnet, wobei die mittlere Membran perforiert und mit radial
nach außen leitenden Schlitzen versehen ist. Einer oder mehrere der Schlitze stehen mit der Umgebung in
Verbindung. Bei einem Bruch einer der beiden außenliegenden, mit dem Fördermedium bzw. dem Hydraulikmedium
in Berührung stehenden Membranen wird das durch die Bruchstelle hindurchtretende Medium
längs den radialen Schlitzen der mittleren Membran nach außen geleitet und kann dort einer geeigneten
Überwachungseinrichtung zugeführt werden. Die übereinanderliegenden Membranen müssen, um in ihrer
Gesamtheit als eine einzige Membran zu wirken, durch Kleben miteinander verbunden werden. Di.se Klebeverbindung
unterliegt aber im Betrieb, insbesondere bei höheren Drücken, beträchtlichen Scherkräften, belastet
beim Saughub die Membranen sehr ungünstig und beeinträchtigt deshalb die Betriebssicherheit der Anlage
merklich. Außerdem hat sich herausgestellt, daß bei den erfahrungsgemäß anfangs sehr feinen Rissen in den
Membranen nur sehr wenig durchtretendes Medium in die Schlitze der mittleren Membran gelai.^t, die mechanische
Wirkungsweise der Gesamtanordnung jedoch auch durch diese feinen Risse so beeinträchtigt wird,
daß eine weitere Membran brechen kann, bevor noch eine Anzeige nach außen erfolgt.
Aus diesem Grund ist bereits vorgeschlagen worden (deutsche Auslegeschrift 12 26 740), den Raum zwischen
mindestens zwei Membranen an ein Vakuumgefäß mit einem Vakuummeter anzuschließen. Diese Ausführung
erfordert jedoch zur Vermeidung des Abhebens der Membranen beim Saughub eine stete Aufrechterhaltung
eines möglichst hohen Vakuums in dem Vakuumgefäß mittels einer Vakuumpumpe und ist daher
relativ aufwendig. Da bei Nachlassen des Vakuums auf Grund von Störungen der Vakuumpumpe oder von
Undicht iten sofort die Funktion der Membranpumpe leidet, ist diese Anlage auch nicht sehr betriebssicher.
Bei einer weiteren bekannten Membranpumpe (deutsche Patentschrift 7 10 320) sind die vorgesehenen Einzelmembranen
lediglich lose aufeinandergelegt, was in bezug auf die gewünschte Betriebssicherheit noch ungünstiger
ist als bei den vorerwähnten bekannten Membianpumpen.
Es ist weiterhin eine Membranpumpe bekannt (deutsche Patentschrift 9 43 739), bei der zwei Einzelmembranen
vorgesehen sind, die eine Zwischenlage in Form einer Scheibe kleineren Durchmessers einschließen.
Die beiden äußeren Membranen und die Zwischenlage sind lose aufeinandergelegt. Hieibei ist die Überwachungseinrichtung
dieser Membranpumpe derart ausgestaltet, daß eine nach außen führende Rohrleitung, an
welche die in der Membran gebildeten Hohlräume mit einem oder mehreren Durchlässen angeschlossen sind,
über ein Rückschlagventil die Flüssigkeit zu einem entsprechenden Steuerorgan leitet. Jedoch läßt auch hier
die Betriebssicherheit zu wünschen übrig.
\usgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Membranpumpe der eingangs genannten
Art derart auszugestalten, daß bei geringem konstruktivem Aufwand eine sehr betriebssichere Membranpum
pe geschaffen wird, die bei geringem konstruktivem Aufwand eine sichere gleichmäßige Übertragung der
Pumpkräfte auf die Einzelmembranen gewährleistet und gleichzeitig ein sofortiges Anzeigen eines etwaigen
Membranbruches gestattet.
Die Merkmale der zur Lösung dieser Aufgabe geschaffenen Membranpumpe ergeben sich aus den Ansprüchen.
18 OO 018
Bei der erfindungsgemäßen Membranpumpe sind die Membranen einwandfrei hydraulisch gekoppelt und dadurch
sowohl beim Saughub als auch beim Druckhub optimal belastet. Da zur sicheren Aufrechterhaltung
dieser hydraulischen Kopplung lediglich der mit Hydraulikflüssigkeit gefüllte äußere Vorratsbehälter vorgesehen
sein muß, ergibt sich ein minimaler apparativer Aufwand. Die Membranen bilden funktionsmäßig eine
geschlossene Einheit und ermöglichen trotzdem ihre einwandfreie Überwachung auf Membranbrüche. Tritt
ein Membranbruch der mit dem Fördermedium in Berührung stehenden Membran ein, so dringt auf Grund
der geringen Größe des zwischen den Membranen liegenden Raumes auch nur eine geringe Menge an Hydraulikflüssigkeit
in den Förderraum ein.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung naher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 schemalisch einen Querschnitt durch die
Membranpumpe gemäß der Erfindung und
F i g. 2 in Draufsicht eine als Zwischenmembran ausgebildete Einzelmembran der Membranpumpe.
Zwischen einem Zylinderdeckel 1 und einem Hydraulikzylinder 2 ist eine aus mehreren Einzelmembranen
3;}, 3b. 3c bestehende Membran 3 in bekannter
Weise eingespannt. Im Zylinderdeckel 1 befinden sich
Zu- und Abströmventile 4 und 4' für das Fördermedium. Im Hydraulikzylinder 2 arbeitet ein mechanischer
Verdrängerkolben 6 in einem Hydraulikraum 7, in dem in bekannter Weise eine Lochplatte 8 angeordnet ist,
auf der sich beim Saughub die Membran 3 /ur Verhinderung
einer unzulässigen Verformung abstützt.
Die Membranen 3.i, 3b 3c sind übereinundergelegt
und können beispielsweise zur Erleichterung des Einbaues an ihren Außenrändern verklebt odei verschweiß1,
sein. Wie aus F i g. 2 ersichtlich, besitzt die Zwischenmembran 36 eine Anzahl radialer Schliize.
von denen einer in diametral gegenüberliegenden Fahnen 9 ausläuft. Die die Zwischenmembran 3b umschließenden
Membranen 3a und 3c sind dichte Membranen von vollkommen analoger Form. An den seitlichen
Fahnen 9 befinden sich Anschlüsse 10 und 11. Der Anschluß
11 ist verschließoar; d:r AnschluU 10 steht über
ein leicht federbelastetes Rückschlagventil 12 mit einem Vorratsbehälter 13 für das Hydraulikmedium in
Verbindung.
Vor dem Einbau wird der zwischen den Membranen 3a, 3b und 3c und dem Rückschlagventil 12 liegende
Raum 5 über die Anschlüsse 10, 11 mit geeigneter Hydraulikflüssigkeit
gefüllt. Dies erfolgt zweckmäßigerweise durch Einsaugen von Flüssigkeit über eine Vakuumpumpe.
Anschließend wird der Anschluß 11 geschlossen. Der Behälter 13 bleibt teilweise gefüllt, so
da!' die Membranen einwandfrei hydraulisch gekoppelt sind und sich beim Saughub nicht voneinander abheben
können.
Das Saugvermögen dieser so ausgestatteten Membranpumpe ist bei Verwendung eines geeigneten Hydraulikmediums
in keiner Weise eingeschränkt. Das Rückschlagventil 12 verhindert das Einströmen von
Flüssigkeit aus dem Behälter 13. 1st eine der Membranen 3ii, 3b. 3c beschädigt oder gebrochen, so gelangt
entweder Förder- oder Hydraulikmedium über das Rückschlagventil 12 in den Behälter 13. sobald der Förderdruck
höher ist als die Federbelastung. Der Membranbruch kann dann durch bekannte Signaleinrichtungen
(kapazitiv, induktiv, radioaktiv) gemeldet werden.
Die Zwischenmembran 3b kann wegfallen und durch einen den Außenrand der beiden anderen Membranen
3.i und 3c verbindenden Zwischenring ersetzt werden. Ebenso ist es möglich, zum Zweck einer selektiven
Membranbruchsignalisierung in bereits bekannter Weise
eine Fünflagenmembran zu verwenden, bei der jeweils zwischen der äußeren und der mittleren dichten
Membran eine durchlässige Membran, z. B. gemäß F i g. 2, angeordnet ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Membranpumpe mit einem hydraulischen Verdrängerantrieb und einer einen Förderraum und
einen Hydraulikraum trennenden Membran, die aus drei aneinander anliegenden Einzeimembranen besteht,
von denen die mittlere mit einem oder mit mehreren Schlitzen versehen ist, wobei eine Anzeigevorrichtung
für einen Bruch der beiden äußeren Membranen vorgesehen ist, die von außen mit mindestens
einem der Schlitze in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß die drei Einzelmembranen
(3a, 3b. 3c) durch ein den oder die Schlitze der mittleren Membran (36) vollständig
ausfüllendes Hydraulikmedium hydraulisch gekoppelt sind und daß der oder die Schlitze über ein
Rückschlagventil (12) mit einem äußeren Vorratsbehälter (13) für das Hydraulikmedium verbunden
sind, über welches bei einem Membranbruch das Medium aus dem Förderraum oder aus dem Hydraulikraum
in den Vorratsbehälter (13) einströmt und die Anzeigevorrichtung auslöst.
2. Membranpumpe gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Membranen (3a. 3b, 3c)
seitliche Fahnen (9) mit Anschlüssen (10. U) besitzen,
von denen der eine (11) von außen verschließbar ist. während der andere (10) mit dem federbelasteten
Rückschlagventil (12) in Verbindung steht.
3. Membranpumpe gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein/elmembranen
(3a, ib, 3c) an ihren Außenrändern miteinander verklebt oder verschweißt sind.
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