DE189903C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K21/00—Synchronous motors having permanent magnets; Synchronous generators having permanent magnets
- H02K21/26—Synchronous motors having permanent magnets; Synchronous generators having permanent magnets with rotating armatures and stationary magnets
- H02K21/28—Synchronous motors having permanent magnets; Synchronous generators having permanent magnets with rotating armatures and stationary magnets with armatures rotating within the magnets
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Linear Motors (AREA)
- Manufacture Of Motors, Generators (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
189903 KLASSE 21 d. GRUPPE 4,
HARTMANN & BRAUN, AKT-GES. in FRANKFURT α. M.-BOCKENHEIM.
Magnetinduktor mit Polanker. Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1906 ab.
Die praktische Forderung nach Magnetinduktoren, die mindestens vier Polwechsel
für jede Umdrehung geben, ist neuerdings durch die Nachfrage nach Generatoren für
Resonanzinstrumente in erhöhtem Maße fühlbar geworden. Die Patentschrift 17641-3 gibt
bereits eine für nicht zu hohe Tourenzahlen und kleine Energieentnahme brauchbare Lösung
der Aufgabe (vergl. dort Fig. 2). Bei
höheren Tourenzahlen, etwa von 10 Touren gleich 40 Wechseln an in der Sekunde, machen
sich jedoch die Kraftlinienschnitte innerhalb der nicht lameliierten, magnetischen Bestandteile
nachteilig bemerkbar; dies gilt sowohl vom massiven Ankerzylinder selbst, als namentlich
auch von den Eisenteilen des Polgehäuses und den Magnetstücken, welche, von.den zwischen
beiden Enden jedes Polstückes hin und her pendelnden Kraftlinien durchquert werden.
Die hierbei erzeugten Wirbelströme verzehren nutzlos Energie und führen zur Erwärmung
des Induktors. Diese Nachteile werden größtenteils gehoben, wenn in diesen Induktor ein mehrpoliger Anker aus kreuzförmigen
Eisenblechen eingesetzt wird. Die Kreuzform ist aus dem Bestreben hervorgegangen,
den bekannten Siemensschen Doppel-T-Anker mehrpolig zu gestalten, ohne dessen wesentliche Vorzüge aufzugeben, als da sind
gedrängte Bauart, großer Eisenquerschnitt, breite Polflächen, großer, bequem zugänglicher
Wicklungsraum usw. Die Anwendung eines vierarmigen Kreuzes ist besonders einfach
und vorteilhaft. Wie Fig. 1 zeigt, bleibt aber für die vier Spulen des Ankers ein sehr
geringer Wicklungsraum, will man nicht zu sehr umständlichen Wicklungsarten seine Zuflucht
nehmen.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diesen Übelstand, indem je zwei Spulen zu einer
einzigen vereinigt werden, während die beiden spulenlosen Kreuzarme nur noch zum Auffangen
der Kraftlinien und Überbrücken der Luftstrecken dienen. Fig. 2 zeigt ohne weiteres,
in welcher Weise dies ermöglicht werden kann, und zwar versinnlicht diese Ausführungsform,
wovon Fig. 3 eine Ansicht gibt, die Vereinigung eines nach Patent 176413
gebauten Induktors mit der vorliegenden Ankerart. Eine besonders glückliche Lösung
wird darin erblickt, daß der Kraftlinienfiuß
in jeder Stellung des Ankers derart geschlosssen vor sich geht, daß die Streuung nach außen
auf ein Mindestmaß zurückgeführt ist. In der gezeichneten Ankerstellung sind folgende
Kraftlinienwege im Eisen möglich: von N1
nach S1 durch das spulenlose Verbindungsstück und durch die beiden spulentragenden
• Arme; durch letztere treten von S2 nach JV2
ebensoviel entgegengesetzte Kraftlinien über. Der magnetische Serienkreislauf N1-S1-N2-
S2-N1 ist ebenfalls durch die Überlaschungen
möglich. Alle diese Kraftlinien sind ohne Wirkung auf die Spuleninduktion. Ein ebenso
vorzüglicher, aber induzierend wirksamer magnetischer Schluß wird in einer um 45 ° verschobenen
Stellung ermöglicht.
Bei hoher Umdrehungszahl und starker Beanspruchung auf Leistung müssen auch die
Wirbelströme in den Polschuhen und den Stahlmagneten selbst tunlichst vermieden und
daher lameliierte Polschuhe vorgesehen werden. Fig. 2 zeigt eine für die Bauart des
neuen Induktors besonders glückliche Lösung. Denn es wirkt erstens das permanente System
in einer großen Fläche auf den Anker, und die Kraftlinien werden nicht bei jedem Polwechsel
innerhalb der festen Stahlmassen hin und her gerissen. Solche langgestreckten Polschuhe und schwachen Bleche müssen aber
eine sichere Versteifung erhalten, die durch das Anschrauben der Stirnflächen an die üblichen
Polgehäuse nicht genügend gewährleistet wird; denn beim Anziehen der Stahlmagnete
können immerhin Verbiegungen um 0,1 bis 0,2 mm stattfinden, wodurch der mit
der neuen Bauart gewonnene Vorteil in Frage gestellt wird. Eine wesentliche Vervollkommnung
läßt sich durch Metallschienen erreichen, welche durch eingestanzte Löcher hindurchgeschoben
werden und die Bleche mittels Schrauben und dergl. fest an die Polflächen
der Stahlmagnete pressen, ohne Anlaß zu neuer Deformation zu geben. Aus Fig. 2 ist
zudem eine günstige Lage für die Eisenschiene zu ersehen; denn auch diese wird kaum oder nur langsam von den beim Polwechsel
zurückschnellenden Kraftlinien durchschnitten.
Die beiden freien Arme des Kreuzes können, wie gezeichnet, mit Aussparungen zur
Aufnahme von Spulenwänden versehen werden; nötigenfalls, nämlich zur Vergrößerung
des Wicklungsraumes, kann der Eisenquerschnitt der spulenlosen Arme dünner gehalten
und die Pollaschen können getrennt aufgesetzt werden.
Die Fig. 4, 5 und 6 geben noch schematisch zwei Anwendungen des neuen Ankers in anderen,
für manche Zwecke wegen der gedrängten Bauart vorzuziehenden Ausführungsformen an, und zwar Fig. 4 und 6 unter Bei-
behaltung, Fig. 5 unter Weglassung besonderer Polansätze.
Wie Fig. 6 lehrt, eignet sich der neue Anker noch sehr gut für kleine sechspolige
Induktoren. Allerdings muß man auf das direkte Aufwickeln der Windungen auf den Anker verzichten und die gewickelten Spulen
nachträglich aufsetzen. Der Vorteil der größeren Eisenquerschnitte und der Verminderung
der Spulenzahl auf die Hälfte bleibt bestehen, gleichgültig wie groß die Anzahl der Pole gewählt werden mag.
Fig. 7 und 8 veranschaulichen eine gedrängte und zugleich billige Ausführung eines
Magnetinduktors mit dem vorliegenden Anker, welche auf Polansätze verzichtet. Die aus
Stahlblech gestanzten Magnete sind magazinartig zusammengesetzt und kommen den Vorzügen
einer Lamellierung der festen Massen sehr nahe; der Zusammenhalt wird durch Zwischenlegen von Preßspan und Schellack
gefestigt.
Claims (2)
1. Magnetinduktor mit Polanker, dadurch gekennzeichnet, daß die Polarme
des Ankers in abwechselnder Folge bewickelt und unbewickelt sind.
2. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Anwendung von Polschuhlamellen diese durch eine sie durchsetzende Metallschiene
gefaßt und durch Befestigungsmittel, die an dieser und dem Schenkel des Feldmagneten angreifen, fest an letzteren
angedrückt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189903C true DE189903C (de) |
Family
ID=453410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT189903D Active DE189903C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189903C (de) |
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