DE1892639U - Wasserrohrkessel. - Google Patents
Wasserrohrkessel.Info
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Description
V 14 723/13a Gm Berlin, den 6. April 1964
E 115
Or.-Ing. Heinrich Vorkauf
Berlin
33
(Schmargendorf), Davoser Str. 2b
Wasserrohrkessel
Die Neuerung bezieht sich auf einen Wasserrohrkessel,
mit von unteren Verteilern ausgehenden und in obere Sammler einmündenden beheizten Rohren.
Derartige zur Dampf- oder Heißwassererzeugung dienende Kessel haben im allgemeinen einen viereckigen oder runden
Querschnitt, wobei die Wände der Kessel ganz oder teilweise von Rohren verkleidet sind, an denen in den Gasstrom hineinragende
Heizflächen angeschlossen sein können« Bedingt durch den gewählten Querschnitt und in dem Bestreben, die notwendige
Heizfläche auf einem annehmbaren Raum unterzubringen, ergeben sich für die Rohre der Heizflächen häufig sehr unterschiedliche
Abmessungen und Rohrformen. Beides ist von Nachteil, denn auf diese Weise kann die Erwärmung des Arbeitsmittels
in den einzelnen Rohren stark unterschiedlich sein und die Herstellung der Heizflächen ist sehr schwierig. Auch
läßt die Ausnutzung des in Anspruch genommenen Raumes, selbst bei Inkaufnahme dieser Nachteile, immer noch zu wünschen übrig.
Weiterhin können Forderungen auftreten, bedingt durch den Aufstellungsort des Kessels oder durch seinen Verwendungszweck,
die die Anwendung eines Kessels mit viereckigem Querschnitt erschweren oder unmöglich machen, wobei aber für die
Anwendung eines Kessels mit rundem Querschnitt, der diesen Forderungen besser entspricht, sehr große Nachteile in Kauf
genommen werden müssen.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Wasserrohrkessel zu schaffen, der die vorgenannten Nachteile nicht
aufweist, d.h., es soll die Möglichkeit gegeben werden, auf möglichst kleiner Grundfläche eine möglichst große Heizfläche
unterzubringen, deren Rohre gleiche Abmessungen haben und weitestgehend gleiche Formen, so daß notwendige Rohrbiegungen
mit dem gleichen Werkzeug und die Mehrzahl der notwenigen Rohrverbindungen maschinell gefertigt werden können.
Kl» ν ©lsi Diese Üntenoge (Beschreibung uno Seiiufzonspr.} lsi die üuieizi eingereichte; sie A'eichi /on def tforttossuno
de* ursprünglich eingereichten Unterlegen cb. Die rechtliche Bedeutung der Abweichung isf nicht geprüft.
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eines rechtlichen Interesses gebührenfrei eingesehen werden. \uf Anfrcg werden hiervon ouch Fotokopien oder FHmti
zv der üblichen Preisen geliefert Deutsches Pofentomt, Oebrauchsmusterstelie.
Neuerungsgemäß wird für einen Kessel der eingangs
genannten Gattung vorgeschlagen, daß die unteren Verteiler
und oberen Sammler ein regelmäßiges Sechseck bilden. Durch die weitgehende Annäherung an die Kreisform ergibt sich so auf kleinster Grundfläche ein Raum,
der die Unterbringung einer großen Heizfläche erlaubt. Das Verteiler- und Sammler-Sechseck werden vorzugsweise
deckungsgleich angeordnet.
Die beheizten Rohre können zu Rohrgruppen zusammengefaßt sein, deren untere Kanten oder Enden mit Abstand
über dem Kesselboden liegen» Auf diese Weise kann ein Feuerraum geschaffen werden, der die Verwendung von
Brennern zuläßt. Wird der Kessel als Abgaskessel eingesetzt, wozu die Sechseckform besonders günstig ist, da
diese sich dem meist runden Querschnitt der Abgasleitungen sehr gut anpaßt, so kann dieser Raum entfallen.
Die beheizten Rohre können von Zwischenverteilern ausgehen und in Zwischensammler einmünden, die jeweils mit
dem Verteiler- bzw. Sammler-Sechseck verbunden sind*
Diese Ausführungsform empfiehlt sich dann, wenn die
beheizten Rohre gerade ausgebildet werden sollen. Die beheizten Rohre liegen in dem von den Sechsecken umschlossenen
Raum.
Die Rohrgruppen werden vorzugsweise an Abschnitten des Verteiler- und Sammler-Sechsecks angeschlossen, die
nicht unmittelbar aneinander anschließen. Die dazwischen liegenden Verteiler- und Sammlerabschnitte können untereinander
durch gerade durchlaufende Rohre verbunden sein. Die Ebenen der Rohrgruppen selbst werden in einem
Winkel von 6o° zur Längsachse ihres zugehörigen Verteilerabschnitts
angeordnet. Sie erstrecken sich in waagerechter Richtung bis zu einer Parallelen zum zugehörigen Verteiler
abschnitt durch den Mittelpunkt des Sechsecks. Auf diese Weise haben sämtliche Rohrgruppen vollkommen gleiche
Abmessungen einerseits und füllen andererseits den gesamten Sechseckquerschnitt aus. Das aus den einzelnen
Rohrgruppen in die oberen Sammler eintretende Arbeitsmittel ist weitgehend gleichmäßig erwärmt bzw. ist der
Dampfanteil weitgehend gleich. Es werden Toträume, die
von den Gasen nicht oder nur geringer berührt werden,
vermieden. Ebenso erfolgt keine Strähnenbildung.
Es kann von Vorteil sein, im Zentrum des Sechsecks
einen von Rohren freien Raum vorzusehen, der für Inspektionsoder Reparaturzwecke dienen kann. XJm eine Gasströmung in
diesem freien Raum zu behindern oder zu unterbinden, können
Gasablenkbleche oder Wandbleche vorgesehen sein. Andererseits
kann dieser Raum als Umgehungsleitung für die Gase dienen» Dieser freie Raum kann bei Wahrung der Vorteile der gleichen
Abmessungen aller Rohrgruppen dadurch gebildet werden, daß die Rohrgruppen in ihrer waagerechten Erstreckung
etwas kürzer gehalten werden, als vorher geschildert, d.h., sie erstrecken sich nicht mehr bis zu einer Parallelen zu
ihrem zugehörigen Verteilerabschnitt durch den Mittelpunkt des Sechsecks. Werden nun von einem mit diesem Verteilerabschnitt
unmittelbar verbundenen Verteilerabschnitt einige
Rohrgruppen parallel zu den erstgenannten angeordnet, so entsteht ein freier, ebenfalls sechseckiger Raum im Zentrum
des Verteiler« bzw. Sammlersechsecks.
Die Neuerung ist -a. Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnung erläutert. In dieser zeigt
Fig. 1 einen lotrechten Schnitt nach Linie I-I der
Fig* 2.
Fig. 2 ist ein Horizontalschnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Kessel.
Fig. 3 zeigt eine Abwandlung der Heizflächen gegenüber
der Ausführung nach Fig* I und
Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt durch einen Kessel mit im Zentrum angeordnetem freien Raum.
Das Verteiler-Sechseck wird gebildet von den Rohren la - If, das Sammler-Sechseck von deckungsgleich angeordneten
Rohren 2, -von welchen in der Zeichnung nur die Rohre 2a, 2b und 2f zu sehen sind.
Von den Verteilern Ib, ld, If (Fig. 1 und 2) führen
Rohre 3 zu Zwischenverteilern 4, die mit Abstand vom
Kesselboden angeordnet sind, um hier einen Feuerraum zu schaffen (Brennerachse 5). Von den Zwischenverteilern 4
gehen die Heizflächenrohre 6 aus, die in Zwischensammler
einmünden, welche über Rohre 8 mit den Sammlern 2 verbunden
sind. Die aus den Zwischenverteilern 4, Rohren 6 und Zwischensaramlern 7 gebildeten Rohrgruppen haben alle
vollkommen gleiche Abmessungen und füllen den sechseckigen Raum vollkommen aus. Unterschiedlich sind nur die Längen
der Rohre 3 und 8, da benachbarte Rohrgruppen in ihrer Höhe
etwas versetzt zueinander angeordnet werden müssen, um den Gasen Ein- und Austritt zu ermöglichen.
An den Verteilerabschnitten la, lc, Ie sind Rohrgruppen
nicht angeschlossen. Hier sind von den Verteilern 1 zu den Sammlern 2 gerade durchlaufende Rohre 9 vorgesehen.
Die Rohrgruppen sind mit ihren Ebenen unter einem Winkel von 60° zur Längsachse ihres zugehörigen Verteilerabschnittes
angeordnet und erstrecken sich bis zu einer zu. ihrem Verteilerabschnitt Ib, ld, If Parallelen durch den
Mittelpunkt des Sechseckes.
In Fig. 3 ist eine aus Rohrschlangen 10 gebildete
Heizfläche dargestellt, wie sie in Zwanglaufkessein Verwendung
finden kann. Im übrigen ist der Aufbau im wesentlichen der gleiche, wie zu Fig. 1 und 2 erläutert. Es
können hierbei die Zwischenverteiler und -sammler wegfallen.
Fig. 4 zeigt eine Möglichkeit für die Schaffung eines
im Zentrum des Kessels gelegenen freien Raumes unter Verwendung ebenfalls vollkommen gleicher Rohrgruppen. In diesem
Fall werden die Rohrgruppen in ihrer waagerechten Erstrekkung etwas vermindert, so daß sie nicht mehr bis zu einer
zu ihrem Verteilerabschnitt Parallelen durch den Sechseck-Mittelpunkt reichen. Um dabei dann von Heizflächen nicht
ausgenutzte Räume zu vermeiden, werden z.B. von dem unmittelbar mit dem Verteiler Id verbundenen Verteilerabschnitt
Ic ausgehend parallel zu den von Abschnitt Id versorgten
Rohrgruppen einige weitere Rohrgruppen angeordnet, so daß auf diese Weise im Zentrum des Kessels ein regelmäßiges,
von Heizflächen freies Sechseck 11 entsteht.
Der Kessel kann von einem zylindrischen Blechmantel umgeben sein. Auch ist es möglich, einige der Heizflächen
als Überhitzerflächen auszubilden. Zur Verstärkung des Umlaufes können zwischen den oberen Sammlern und unteren i
Verteilern bei Naturumlaufkesseln Rücklaufrohre vorgesehen
sein, öie Lage einer Dampfabscheidetrommel kann beliebig
gewählt werden, stehend oder liegend, vorzugsweise jedoch außerhalb des Sechsteckquerschnittes» Es kann vorteilhaft
sein, eine solche Dampftrommel noch durch Dampfüberstrennröhre
mit den oberen Sammlern asu verbinden. Isolierung und Ausmauerung erfolgt in der im Kesselbau üblichen
Weise.
ßcrlu
Davoser Str.
Claims (12)
1. Wasserrohrkessel mit von unteren Verteilern ausgehenden und in obere Sammler einmündenden beheizten Rohren, dadurch
gekennzeichnet, daß die unteren Verteiler (1) und
oberen Sammler (2) ein regelmäßiges Sechseck bilden.
2. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Verteiler-Sechseck (la - If) und Sammler-Sechseck
(2a - 2f) deckungsgleich angeordnet sind*
3. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die beheizten Rohre (6, 10) zu Rohrgruppen zusammengefaßt sind, deren untere Kanten oder Enden (4)
in Abstand über dem Boden des Dampferzeugers liegen,
4. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die beheizten Rohre (6) in an sich bekannter Weise von Zwischenverteilern (4) ausgehen und in Zwischensammler
(7) einmünden, die jeweils mit den unteren Verteilern (1) und oberen Sammlern (2) verbunden sind.
5. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die beheizten Rohre (6, 10) in dem von den Verteilern und Sammlern umschlossenen sechseckigen Raum
angeordnet sind.
6. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 5» dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrgruppen (6, 10) an drei nicht unmittelbar aneinander anschließenden Verteilerabschnitten
(Ib, ld, If) angeschlossen sind.
7· Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ebenen der Rohrgruppen (6, 10) in einem Winkel von 6o° zur Längsachse des zugehörigen Verteilerabschnittes
(Ib, ld, If) angeordnet sind.
8. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 7» dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrgruppen (6, 10) insgesamt sich bis zu einer zu ihrem zugehörigen Verteilerabschnitt (Ib, Id,
If) Parallelen durch den Mittelpunkt des Sechseckes erstrecken.
9» Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 7* dadurch gekennzeichnet,
daß im Zentrum des Sechseckes ein von Rohren freier Raum (Il)
vorgesehen ist.
10· Wasserrohrkessel nach Anspruch 9« dadurch gekennzeichnet, daß
dieser freie Raum (11) mit Gasablenkblechen versehen ist.
11. Wasserrohrkessel nach Anspruch 9« dadurch gekennzeichnet, daß
der freie Raum (11) als Umgehungsleitung für die Gase ausgebildet ist.
12. Wasserrohrkessel nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verteiler (la, lc, Ie) und Sammler (2a, 2c, 2e),
an denen in den Gasstrom hineinragende Rohrgruppen nicht angeschlossen sind, mittels gerade durchlaufender Rohre (9) verbunden
sind.
Or.-Ing. Holnrish Vorkauf
Bsriio-Schoargandorf
Davoser Sir. 2 l·
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963V0014723 DE1892639U (de) | 1963-01-11 | 1963-01-11 | Wasserrohrkessel. |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1963V0014723 DE1892639U (de) | 1963-01-11 | 1963-01-11 | Wasserrohrkessel. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1892639U true DE1892639U (de) | 1964-05-14 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1963V0014723 Expired DE1892639U (de) | 1963-01-11 | 1963-01-11 | Wasserrohrkessel. |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE1892639U (de) |
-
1963
- 1963-01-11 DE DE1963V0014723 patent/DE1892639U/de not_active Expired
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