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DE189256C - - Google Patents

Info

Publication number
DE189256C
DE189256C DENDAT189256D DE189256DA DE189256C DE 189256 C DE189256 C DE 189256C DE NDAT189256 D DENDAT189256 D DE NDAT189256D DE 189256D A DE189256D A DE 189256DA DE 189256 C DE189256 C DE 189256C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
moisture
water
gill
oxygen
regeneration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT189256D
Other languages
English (en)
Publication of DE189256C publication Critical patent/DE189256C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K63/00Receptacles for live fish, e.g. aquaria; Terraria
    • A01K63/02Receptacles specially adapted for transporting live fish

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Marine Sciences & Fisheries (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Farming Of Fish And Shellfish (AREA)

Description

KAISERLICHES
■'As PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189256 KLASSE 45 h. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. November 1905 ab.
Bekanntlich kann man Wassertiere, insbesondere Fische und Krebse, auf kurze Strecken ohne Wasser verschicken, indem man sie in feuchtes Moos, Gras oder ähnliches Material einpackt. Dieses Verfahren wird durch die vorliegende Erfindung auch für den Transport auf weitere Strecken verwendbar gemacht.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis
ίο der Bedingungen, unter welchen die Atmung der Wassertiere auch außerhalb ihres natürlichen Lebenselementes aufrecht erhalten werden kann, und besteht in der Anwendung von Maßnahmen, durch welche diesen Bedingungen dauernd entsprochen wird.
Die Atmung der Kiemenatmer vollzieht sich dadurch, daß an den Kiemen Sauerstoff aus dem umgebenden Wasser aufgenommen und Kohlensäure an dasselbe abgegeben wird.
Zur Aufrechterhaltung dieses Vorganges ist es erforderlich, daß das "Wasser entweder ständig erneuert wird oder einem der bekannten technischen Regenerierungsverfahren unterworfen wird, welche darauf beruhen, daß dem Wasser Kohlensäure entzogen und neuer Sauerstoff zugeführt wird.
Bei der vorliegenden Art des Transportes ohne Wasser wird nach vorliegender Erfindung gleichfalls eine derartige Regenerierung vorgenommen. Diese erstreckt sich jedoch hier nur auf die nach dem Herausnehmen der Tiere aus dem Wasser an den Kiemen haftende Feuchtigkeit. Die Regenerierung 40
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muß aber, wenn anders sie ihren Zweck erfüllen soll, in besonderer Weise durchgeführt werden.
Auch schon bei der bisherigen Ausführung des Transportes der Tiere ohne Wasser findet eine Art von Regenerierung statt, indem hier die Kiemenfeuchtigkeit mit der zwischen dem Packmaterial vorhandenen Luft in Berührung steht und von dieser Sauerstoff aufnimmt und Kohlensäure an sie abgibt. Aber der Gaswechsel ist hier notwendigerweise unvollkommen Und nur für kurze Zeit wirksam. Denn wegen des geringen Sauerstoffgehaltes der Luft ist diese bald zur Regenerierung ungeeignet und, damit der Gaswechsel aufrechterhalten bleibt, muß neue Luft an die Kiemenfeuchtigkeit herantreten. Durch den Luftwechsel wird aber die Kiemenfeuchtigkeit schnell verdunstet, und hierdurch werden wiederum die Kiemen außestand gesetzt, den Gaswechsel zu unterhalten. Daher fehlt es bald entweder an geeignetem Regenerierungsgas oder an Kiemenfeuchtigkeit, die regeneriert werden kann, und die Tiere verfallen daher schnell aus dem einen oder dem anderen Grunde dem Erstickungstode.
Hieraus ergibt sich als notwendige Bedingung für die nach vorliegender Erfindung durchzuführende Regenerierung, daß die Kiemenfeuchtigkeit vor dem Verdunsten bewahrt bleiben muß, und dieses wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die Regene-
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rierungsgase, bevor sie mit der Kiemenfeuchtigkeit in Berührung treten, mit Wasser gesättigt werden.
Die Verwendung von Packmaterial, wie feuchtes Moos, Gras oder dergl. ist bei dem vorliegenden Verfahren im allgemeinen zweckmäßig, da sie Verletzungen der Tiere verhindert, sie ist aber für die Erfindung nicht wesentlich. Notwendige Voraussetzung ist
ίο nur, daß den mit Wasser gesättigten Regenerierungsgasen in der Umgebung der Tiere keine Feuchtigkeit entzogen werden kann.
Zur Regenerierung ist irgendeines der für die Aufbewahrung der Tiere im Wasser bekannten Verfahren zu verwenden. Sie kann also so geschehen, daß atmosphärische Luft, Ozonluft, Sauerstoff oder ein sauerstoffreiches Gasgemisch über die Tiere hinweggeleitet wird. Es ist aber, wenn vergleichsweise kurze' Entfernungen in Frage stehen, auch das Verfahren anwendbar, in den Aufbewahrungsbehälter Sauerstoff oder ein sauerstoffreiches Gasgemisch ' hineinzuleiten, welches dann während des Transportes nicht , ersetzt wird. In jedem Falle ist es aber notwendig, daß die Gase zunächst mit Feuchtigkeit gesättigt werden, so daß die Kiemenfeuchtigkeit vor dem Austrocknen bewahrt bleibt.
In der Zeichnung ist ein zur Durchführung des neuen Verfahrens geeigneter Fischbehälter in Fig. ι im Schnitt und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt. Der Fischbehälter selbst ist mit α bezeichnet. Er ist mit einer Anzahl durchbrochener Zwischenwände b versehen, auf denen die Fische in Moos oder Gras eingebettet oder in anderer geeigneter Weise untergebracht werden. Der Behälter a ist in einen größeren, mit Blech ausgeschlagenen Holzbehälter c eingesetzt. An dem letzteren ist ein Bügel d befestigt und in diesem eine Druckschraube e angeordnet, mittels deren der Deckel f fest auf dem Behälter α aufgepreßt wird. Der Raum zwischen der äußeren und inneren Gefäßwandung wird mit Eis oder Eiswasser ausgefüllt.
Die Regenerierung der Kiemenfeuchtigkeit kann bei der dargestellten Vorrichtung entweder durch einen Gasstrom erfolgen, der, nachdem er einen Wasserbehälter oder noch besser eine Rieselvorrichtung durchstrichen hat, durch einen der beiden Hähne g und h ein- und durch den anderen wieder austritt, oder auch, wenn es sich um den Transport auf kürzere Strecken handelt, durch einen nach vollzogener Verpackung eingeleiteten Vorrat von reinem Sauerstoff oder einem sauerstoffreichen Gasgemisch.

Claims (1)

  1. Pate nt-An SPRU c η :
    Verfahren, Kiemenatmer, insbesondere Fische und Krebse, in einer Feuchtigkeit haltenden Verpackung lebend zu transportieren, dadurch gekennzeichnet, daß die Kiemenfeuchtigkeit ' durch sauerstoffreiche Gase, die zuvor mit Wasser gesättigt sind, regeneriert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT189256D Active DE189256C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE189256C true DE189256C (de)

Family

ID=452824

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT189256D Active DE189256C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE189256C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1999055148A1 (en) * 1998-04-29 1999-11-04 Pietro Montis High pressure container to aquaculture and cultivation

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1999055148A1 (en) * 1998-04-29 1999-11-04 Pietro Montis High pressure container to aquaculture and cultivation

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