DE189248C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE189248C DE189248C DE1905189248D DE189248DA DE189248C DE 189248 C DE189248 C DE 189248C DE 1905189248 D DE1905189248 D DE 1905189248D DE 189248D A DE189248D A DE 189248DA DE 189248 C DE189248 C DE 189248C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- boiler tubes
- smoke chamber
- plate
- tubes
- gases
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23M—CASINGS, LININGS, WALLS OR DOORS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION CHAMBERS, e.g. FIREBRIDGES; DEVICES FOR DEFLECTING AIR, FLAMES OR COMBUSTION PRODUCTS IN COMBUSTION CHAMBERS; SAFETY ARRANGEMENTS SPECIALLY ADAPTED FOR COMBUSTION APPARATUS; DETAILS OF COMBUSTION CHAMBERS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F23M9/00—Baffles or deflectors for air or combustion products; Flame shields
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Heat-Exchange Devices With Radiators And Conduit Assemblies (AREA)
Description
Gelöscht JT1S; I9litz,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- J\fi 18^248-KLASSE
24 #. GRUPPE
F. W. BORN in CHARLOTTENBURG.
Um bei Röhrenkesseln, wie solche bei Lokomotiven, Schiffen und Lokomobilen Anwendung
finden, die aus den wagerechten Siederöhren in die Rauchkammer strömenden Feuergase gleichmäßig durch alle Siederöhren
zu leiten, ist bereits vorgeschlagen worden, in der Rauchkammer oberhalb der oberen
Siederohrreihe eine sich vor sämtlichen Siederöhren nach unten erstreckende Ablenkplatte
ίο zu befestigen, so daß die aus den oberen
und mittleren Siederöhren strömenden Gase nach unten geführt werden; obschon sie hierbei
eine Zusammenschnürung erfahren, da sie alle gezwungen sind, den einzig ihnen gelassenen
Weg zum Schornstein zu machen, indem sie durch das zwischen dem Boden der Rauchkammer und dem unteren Rand
der Platte verbleibende Loch streichen, so konnte doch eine gleichmäßige Verteilung
der Feuergase auf sämtliche Siederöhren bisher nicht erreicht werden.
Versuche haben nun gezeigt, daß zu diesem Zweck die aus den oberen Siederöhren kommenden
Gase nicht nur nach unten, sondern auch seitlich abgelenkt werden müssen, während
die aus den mittleren Siederöhren kommenden Feuergase nur nach den Seiten geleitet,
die aus den unteren und seitlichen Röhren kommenden Gase aber ganz frei abziehen
müssen. Eine derartige Ablenkung der Gase wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht, daß oberhalb der
oberen Siederöhren eine zunächst wenig nach unten führende, sich dann nach der Tür und
den Seitenwänden der Rauchkammer hin erstreckende Platte angeordnet ist, an die sich
eine nur vor den mittleren Siederohren angeordnete zweite schmalere Platte anschließt,
die die seitlichen Siederöhren ganz frei läßt. Durch die Anordnung derartiger Platten wird
erzielt, daß sämtliche Siederöhren gleichmäßig beheizt und für die Dampfbildung verwertet werden, was durch die Reinheit
der Rohre von Ruß, Asche und Kohlenreste selbst nach monatelangem Gebrauche erwiesen
wurde. Auf diese Weise läßt sich eine erhebliche Kohlenersparnis erzielen, gleichzeitig
aber auch der beachtenswerte Vorteil, daß infolge gleichmäßigen Zuges nicht soviel feste
Bestandteile der Feuerung mitgerissen werden. Die etwa doch mitgerissenen Kohlenteile
werden durch den Einsatz ausgeschleudert und lagern sich unten in der Rauchkammer
ab, so daß der Einsatz gleichzeitig als Funkenfänger dient, ohne daß ein Gitter oder ein Sieb in die Rauchkammer eingelegt
zu werden braucht.
Auf der Zeichnung stellt Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt, Fig. 2 einen senkrechten
Querschnitt, Fig. 3 einen wagerechten Querschnitt nach x-x und Fig. 4 einen wagerechten
Querschnitt nach y-y durch die Rauchkammer einer Lokomotive als Beispiel
dar.
Unmittelbar oberhalb der oberen Siederöhren ist die gebogene Platte ρ angeordnet,
deren unteres Ende p1 etwas oberhalb der
wagerechten Mittelebene y-y der Siederöhren
umgebogen ist und sich an beiden Seiten nach der Rauchkammertür zu erstreckt. An
diese Ablenkplatte ρ schließt sich nach unten hin eine senkrechte oder etwas geneigte, gebotenenfalls
mit der Platte ρ zu einem Stück vereinigte Ablenkplatte b an, die mit ihrer
unteren Kante bis etwas unter die Mittelebene y-y der Siederöhren reicht, und, wie
aus dem Querschnitt Fig. 4 ersichtlich, so
to gebogen . ist, daß sie die aus den mittleren Siederöhren mit den aus den oberen Röhren
strömenden Gasen vereinigten Gase in zwei' Teile teilt, die dann an der Vorderwand a
der Rauchkammer nach oben geführt werden, wie durch Pfeile angedeutet ist. An den
Seiten bei pa ist die Platte ρ wieder etwas
schräg aufwärts gebogen. Dadurch wird die Wirkung für die äußersten seitlichen Röhren
günstiger. Die aus den unteren und den zur Seite gelegenen Siederöhren strömenden Gase
können durch die Öffnung der Ablenkplatte ρ frei nach oben ausströmen. Da die aus der
Feuerung kommenden Gase das Bestreben haben, möglichst durch die oberen Siederöhren
hinzuströmen, so wird der Zug in diesen Röhren am stärksten sein. Die aus diesen Röhren in die Rauchkammer gelangenden
Gase wirken daher saugend auf die aus den übrigen, mehr nach unten und seitlich gelegenen Röhren kommenden Gase. Desgleichen
werden bei dem Abzug der Gase die mittleren Siederöhren mehr als die unten und seitlich gelegenen Siederöhren von den
Gasen durchströmt. Daher wirkt die Platte b, die eine Ablenkung der Gase in seitlicher
Richtung veranlaßt, gleichfalls fördernd auf den Zug in den seitlichen Siederöhren. Durch
die Ablenkplatten ρ und b wird also, im Ganzen genommen, eine gleichmäßige Zugwirkung
in sämtlichen Siederöhren erzielt. Erfahrungsgemäß werden Kohlenteile hauptsächlich
in den oberen Siederöhren von den Feuergasen mitgerissen. Diese Teile werden durch die besondere Form-der Ablenkplatte ρ
nach unten und durch Platte b nach der Seite ausgeschleudert und sammeln sich in
dem unteren Raum der Rauchkammer. Ein Auswerfen von Funken tritt daher, wie Versuche
gezeigt haben, auch ohne Anwendung von Gittern oder Sieben im gewöhnlichen
Betriebe nicht ein. Um bei starkem Zuge, besonders beim Anfachen des Blasrohres mit
Dampf, das Mitreißen von Funken an der Tür α der Rauchkammer zu verhüten, kann
an letzterer eine Fangleiste angeordnet werden.
Die Scheidung deri(Gase in zwei seitliche
Ströme kann durch eine vor der Siederohrwand angebrachte senkrechte Scheidewand d
(Fig. 4) begünstigt werden; ferner kann zwisehen dem Blasrohr und der Tür α der
Rauchkammer eine senkrechte Scheidewand 5 angeordnet werden. Beide Scheidewände sind
aber nicht unbedingt erforderlich.. Ebenso wenig braucht die Platte ρ mit ihren seitliehen
Teilen, wie Fig. 3 zeigt, nicht bis an die Tür α zu reichen, sie kann auch, wie gestrichelt
angedeutet ist, abgegrenzt sein.
Der Rauchkammereinsatz läßt sich nicht nur bei Lokomotiven, sondern auch bei anderen
Röhrenkesseln, wie solche auf Schiffen und in Lokomobilen Anwendung finden, verwenden.
Zweckmäßig wird er derart in der Rauchkammer befestigt, daß er sich behufs Reinigung der Siederöhren leicht entfernen
oder hochheben läßt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: *Rauchkammereinsatz für Röhrenkessel mit einer vor den oberen Siederöhren angebrachten, die Rauchgase nach unten ablenkenden Platte, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenkplatte (ρ) sich an ihrem unteren Ende an beiden Seiten nach der Rauchkammertür zu erstreckt und eine zweite, nur vor den mittleren Siederöhren angebrachte, im steileren Winkel nach vorn sich erstreckende Platte (b) trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT34581D AT34581B (de) | 1905-03-20 | 1906-10-01 | Rauchkammereinsatz für Röhrenkessel. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189248C true DE189248C (de) |
Family
ID=452816
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1905189248D Expired - Lifetime DE189248C (de) | 1905-03-20 | 1905-03-20 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189248C (de) |
-
1905
- 1905-03-20 DE DE1905189248D patent/DE189248C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE189248C (de) | ||
| AT34581B (de) | Rauchkammereinsatz für Röhrenkessel. | |
| DE690100C (de) | ||
| DE61168C (de) | Wasserröhrenkessel mit mehreren über einander liegenden Röhrengruppen | |
| DE98884C (de) | Russfänger | |
| DE640344C (de) | Gliederkessel | |
| DE87546C (de) | ||
| DE2116779A1 (de) | Heizkessel | |
| DE236771C (de) | ||
| DE46221C (de) | Vorichtung zur gleichmässigen vertheilung der feuergase auf alle röhren in liegenden röhrenkesseln | |
| DE150159C (de) | ||
| DE266601C (de) | ||
| AT22430B (de) | Feuerung. | |
| AT151374B (de) | Blasrohreinrichtung, insbesondere für Dampflokomotiven. | |
| DE137510C (de) | ||
| DE164948C (de) | ||
| DE188704C (de) | ||
| DE216566C (de) | ||
| DE236770C (de) | ||
| DE478541C (de) | Wasserrohrkessel mit einem zwischen zwei Rohrgruppen angeordneten Feuerraum fuer Brennerfeuerung | |
| DE505253C (de) | Funkenfaenger fuer Lokomotiven u. dgl. | |
| DE305241C (de) | ||
| DE466198C (de) | Kohlenstaubgefeuerter Dampfkessel mit vom Kesselkreislauf unabhaengigem Fluessigkeitskreislauf in den Brennkammerkuehlrohren | |
| DE76713C (de) | Dampferzeuger mit auswechselbaren Wasserröhren-Elementen | |
| AT43797B (de) | Überhitzer für Feuerbuchsröhrenkessel. |