DE1878330U - Vorrichtung zum entgraden von kanten an metallischen werkstuecken. - Google Patents
Vorrichtung zum entgraden von kanten an metallischen werkstuecken.Info
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Description
Vorrichtung zum Entgraten von Kanten an metallischen Werkstücken
Die Neuerung betrifft eine Torrichtung zum Entgraten oder Brechen von KanÄen oder Anbringen von Fasen an Kanten an Werkstükken
aus Metall mittels eines umlaufenden Werkzeuges.
Es ist bekannt, derartige Arbeitsvorgänge in der Weise auszuführen,
daß zunächst das Werkstück, beispielsweise in einem Schraubstock, eingespannt wird, und dann eine Handschleifrnaschine
an den zu bearbeitenden Kanten entlanggeführt wird. Dieses Verfahren hat nicht nur den Machteil, daß für das Ein- und
Um-Spannen des Werkstückes viel Zeit verloren geht, es hat darüber hinaus den weiteren Machteil, daß das Werkzeug mit ungleichmässiger
Vorschub-Geschwindigkeit, ungleichem Andruck und ungleicher Winkellage an dem Werkstück vorbeigeführt wird,
so daß die bearbeiteten Kanten sehr ungleich ausfallen, insbesondere
örtliche Vertiefungen aufweisen.
Es ist weiterhin bekannt, die Werkstücke von Hand an der rotierenden
Schleifscheibe eines Schleifbockes vorbeizuführen. Auch in diesem Falle ergeben sich ebenso ungleichmäßige Kanten wie
im vorgenannten Falle. Es ist auch bekannt, an Stelle der rotierenden Schleifscheiben an Schleifböcken umlaufende^ Schmirgelbänder
zu benutzen, auf die das-zu bearbeitende Werkstück von
Hand gedruckt wird. Hierbei werden zwar örtliche Vertiefungen
vermieden, aber meist ergibt sich an einem Ende der zu bearbeitenden
Kante eine stärkere Anpressung als am anderen und dadurch
schiefe und im übrigen an den verschiedenen Seiten des Werkstükkes ungleiche bearbeitete Flächen. Im übrigen ist die TJnfallgefahr
groß, insbesondere kann das Werkstück mitgerissen und fortgeschleudert werden.
Im übrigen ist es bekannt, zu entgratende Kleinteile in einer
Trommel mit horizontaler Drehachse zusammen mit Holzstücken zu kollern, so daß die gesamten Oberflächen und insbesondere die
Kanten sich gegenseitig abarbeiten. Das Maß, in dem die Kanten
dabei abgearbeitet werden, ist dabei völlig willkürlich,
*: Gemäß der !Teuerung ist eine Führungsrinne vorgesehen, in der
ι* das Werkstück gegen deren Wände anliegend mit geringer Kraft,'
il beispielsweise von Hand, derart verschiebbar ist, daß es mit
1 der zu bearbeitenden Kante gegen das Werkzeug anläuft, das mit
I t hoher Drehzahl, vorzugsweise mindestens 3£.000 Umdrehungen je
Ϊ Minute, umläuft, wobei die Führungsrinne im Bereich ihrer Keh-
f Ie, d.h. der Winkelpartie zwischen den Wänden, eine Durchbre-
\\ chung aufweist, in die das Werkzeug hineinragt. Dadurch ist
\\ gesichert, daß die bearbeiteten Kanten völlig gleichmäßig be-
·;' arbeitet werden. Das mit hoher Drehzahl umlaufende Werkzeug er-
^ gibt sfehr kleine abzuhebende Späne und dadurch nicht nur eine
I" sehr sauber bearbeitete Fläche, sondern auch nur geringen
j KraftbeeLarf für die Torschubbewegung.
Es ist zwar bei Holzbearbeitungsmaschinen, beispielsweise Kreis- ^ sägen, bekannt, ein mit im Vergleich zu früher üblichen Metall-
bearbeitungsmaschinen hoher Drehzahl umlaufendes Werkzeug aus
f der Tischplatte der Werkzeugmaschine herausragen zu lassen
und daneben auf dem Tisch eine Führungsleiste anzubringen der-"ί
art, daß ein auf der Tischplatte gegen das Werkzeug geführtes
J Werkstück gegen die Führungsleiste anliegt und dadurch geradjt
linig parallel gegen das Werkzeug geführt wird. Diese Aufgabe f ist aber eine andere wie das Brechen oder Entgraten von Kanten
ήι an Werkstücken aus Metall. Daß das Werkstück mit ralativ gerin-
Λ" ' ger Kraft von Hand gegen das Werkzeug geführt wird, ist bei
; · Holzbearbeitungsmaschinen und den dort auftretenden relativ ge-"
»</' ringen Zerspanungskräften üblich.
Die Vorrichtung gemäß der Neuerung ist sehr unfallsicher, da
£ ] das Werkzeug nur so weit in die Kehle der Führungsrinne hinein-'"
ragt, wie die Kante des Werkstückes abgearbeitet werden soll, ι λ im übrigen aber völlig gekapselt sein kann. In diese tiefste
Winkelpartieecke der Führungsrinne kann nöchstens unter Druck das Weiehteil einer Fingerkuppe gelangen, an dem aber keine
μ ' , schwerwiegende Verletzung möglich ist. Die hohe Unfallsieherheit
I1 · ist ein wesentlicher Fortschritt der Vorrichtung.
,,, Um fortlaufend Werkstücke ähnlicher oder gleicher Größe, vorzugs-
L( '. weise kleine Werkstücke, aufeinanderfolgend über das Werkzeug
;t ■ führen zu können, ist vorgesehen, daß in der Führungsrinne ein
*' endlos umlaufendes, angetriebenes, vorzugsweise elastisch gegen
1I, die Werkstücke anliegendes Führungsband angeordnet ist, welches
'K' ■ ■ die Werkstücke kraftschlüssig über das Werkzeug führt. Die Werk-
if stücke brauchen dann nur an der Einlaufstelle des Bandes einge-
I legt zu werden und werden dann von dem Band selbsttätig über
X1 das Werkzeug geführt.
■*( ' Zweckmäßigerweise ist die Führungsrinne bezüglich der Entfernung
ψ<~ und bzw. oder der Winkellage gegenüber der Achse des Werkzeuges
4 ' einstellbar. Durch die Einstellung der Entfernung wird eingestellt,
wie stark bzw. weit die zu bearbeitende Kante abgefast bzw. ge-
|t brochen wird. Durch die Einstellung der Winkellage kann eine be-
\ liebige Neigung der bearbeiteten Fläche an der Kante gewählt wer-
,", ί den.
ο,, Gemäß einem weiteren Schritt der Erfindung ist vorgesehen, daß
Uj)1''' das mit hoher Drehzahl umlaufende Werkzeug Sehneiden, vorzugs-
;. weise mit kleiner Heilung, aufweist und daß zumindest diese aus
« Hartmetall, beispielsweise Wolframkarbid-Sintermaterial, besteig hen.
Zweckmäßigerweise ist die Vorrichtung gemäß der Neuerung mit dem
\\ Antriebsmotor zusammen auf einem gemeinsamen Lagerbock angeord-
I net.
"s h In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungs-
;'· gegenstandes dargestellt.
>** Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung gemäß der Erfindung im Schnitt.
li , Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Vorrichtung τ*ηα Figur 1
\;{ gern der Linie II - II.
- 4 - .■■■■.·
Fig. 3 zeigt eine andere Ausgestaltungsform einer Vorrichtung
gemäß der Erfindung.
Bei der in figuren 1 und 2 dargestellten Torrichtung "besteht
das Lagergehäuse 1 aus einem Werkstück mit der Tischplatte 2, In dem lagergehäuse 1 ist eine Spindel 3 gelagert, die ein Werkzeug
12 trägt, das durch einen in der Zeichnung nicht mehr dargestellten
Motor mit hoher Drehzahl angetrieben wird. Die Wände
4 und 5 bilden zusammen eine Führungsrinne, in der eine Ausnehmung 6 vorgesehen ist, in die das Werkzeug 12 hineinragt. Die
Wand 7 schließt an die Wand 5 an und deckt das Werkzeug 12 nach vorne ab. In der durch die Wände 4 und 5 gebildeten Führungsrinne
kann ein Werkstück an das Werkzeug herangeführt werden. Damit das Werkstück auch dann sauber an den Wänden 4 und 5 anliegt,
wenn es einen über seine Seiten überstehenden Gra|t aufweist,
ist in der in Figur 1 durch das Werkzeug 12 verdeckten Kehle zwischen den Wänden 4 und 5 eine Hut vorgesehen. Die Wände
4, 5 und 7 schließen an beiden Seiten an Bndscheiben 8 an, die mit kreisbogenförmigen Lagerflachen 13 im Tragbock 9 derart
gelagert sind, daß sie um den Krümmungsmittelpunkt der kreisbogenförmigen
Lagerflachen 13 verschwenkbar sind. Dadurch sind die
Wände 4 und 5 gegenüber dem Werkzeug 12 in einem innerhalb gewisser
Grenzen beliebig wählbaren Winkel einstellbar, so daß die
durch das Werkzeug 12 bearbeitete Fläche gegenüber den an den Wänden 4 und 5 anliegenden Flächen des Werkstückes einen entsprechenden Winkel erhält. Die Krümmungsaehse eines gedachten,
durch die Lagerflächen 13 gehenden Zylinders liegt in der Schnittlinie der Oberflächen der Wände 4 und 5. Der Tragbock 9
ist einerseits um eine Achse 10 schwenkbar auf dem Stützpunkt abgestützt, der fest mit der Tischplatte 2 verbunden ist und ist
andererseits auf einer Exzenterscheibe 11 abgestützt, die um eine Achse 16 schwenkbar und durch eine nicht dargestellte Vorrichtung
feststellbar auf dem Stützbock 15 gelagert ist, der seinerseits fest mit der Tischplatte 2 verbunden ist. Durch Verschwenken
der Exzenterscheibe 11 um die Achse 16 Wann die Höhenlage
der durch die Wände 4 und 5 gebildeten Führungsrinne gegenüber
der Achse des Werkzeuges 12 eingestellt werden, so daß einerseits eine Anpassung an verschiedene Werkzeugdurchmesser möglich
ist, andererseits das Maß gewählt werden kann, in dem die zu "bearbeitende Kante abgearbeitet wird. Daß die durch die· Wände
4 und 5 gebildete Führungsrinne dabei eine gewisse neigung erhalten kann, ist belanglos. Sie kann aber vorteilhaft bewirken,
daß das Werkstück unter der Wirkung der Schwerkraft alleine über das Werkzeug gleitet.
Bei der in Figur 3 dargestellten Ausgestaltungsform ist das
Werkzeug 12 unmittelbar in der Welle eines hochtourigen Motors
■' 17 gelagert. Dieser ist in einem Ständer 18 eingespannt. Am Gehäuse
des Motors 17 ist eine Schelle 19 befestigt. Der Arm 21
'' ist einerseits durch ein feststellbares Gelenk 20 mit der Schelle
19 und andererseits durch ein feststellbares Gelenk 22 mit
dem Ausleger 23 verbunden. An diesem sind die fest miteinander
verbundenen Wände 24 und 25 befestigt, die zusammen eine Füh- !*- rungsrinne bilden, in der Werkstücke über das Werkzeug 12 geld"
■ - * führt werden können. Durch Verstellen der Gelenke 20 und 22
%
kann die Winkellage und die Höhenlage dieser Führungsrinne gegenüber
dem Werkzeug 12 eingestellt werden. Es wird auch mög-
!' lieh sein, den Motor 17 aus dem Ständer 18 herauszunehmen und
/ι die gesamte Vorrichtung derart an einem großen Werkstück vor-
'f beizuführen, daß die Wände 24 und 25 an dessen Flächen anliefe
Sen·
Claims (6)
- Schutzansprüche1·.) Torriehtung zum Entgraten oder Brechen von Kanten oder Anbringungen von lasen an Kanten an Werkstücken aus Metall mittels eines umlaufenden Werkzeuges dadurch gekennzeichnet, daß eine Führungsrinne vorgesehen ist, in der das Werkstück gegen deren Wände (4,5) anliegend verschiebbar ist, beispielsweise von Hand verschiebbar ist,und die im Bereich ihrer Kehle eine Durchbrechung (6) aufweist, in die das mit hoher Drehzahl umlaufende Werkzeug hineinragt. .- ...
- 2.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Schneiden, vorzugsweise solchen kleiner Teilung, bestückte Werkzeug oder zumindest die Schneiden aus Hartmetall, beispielsweise Wolframkarbid-Sintermaterial, bestehen. . ■ ■
- 3.) Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lührungsrinne (4,5) bezüglich der Entfernung und/oder der Winkellage gegenüber dem Werkzeug (12) einstellbar ist.
- 4.) Torrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die führungsrinne (4,5) um ein Gelenk mit einer zur Achse des Werkzeuges (12), gegenüber dieser aber seitlich versetzter Achse (10) kippbar und andererseits auf einem einstellbaren und feststellbaren Exzenter (11) abgestützt ist.
- 5.) Torrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die lührungsrinne (4,5) an einem Arm mit zwei Gelenken (20, 22), deren Achsen zur Kehle de^lührungsrinne (4,5) parallel und die feststellbar sind, gelagert ist.
- 6.) Torrichtung und Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Terschieben aufeinanderfolgender Werkstücke in der Führungsrinne ein endlos umlaufendes, angetriebenes, vorzugsweise elastisch gegen die Werkstücke anliegendes Band vorgesehenist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA19887U DE1878330U (de) | 1963-04-22 | 1963-04-22 | Vorrichtung zum entgraden von kanten an metallischen werkstuecken. |
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| DEA19887U DE1878330U (de) | 1963-04-22 | 1963-04-22 | Vorrichtung zum entgraden von kanten an metallischen werkstuecken. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1878330U true DE1878330U (de) | 1963-08-22 |
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ID=33137532
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|---|---|---|---|
| DEA19887U Expired DE1878330U (de) | 1963-04-22 | 1963-04-22 | Vorrichtung zum entgraden von kanten an metallischen werkstuecken. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1878330U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9216946U1 (de) * | 1992-12-12 | 1993-02-18 | Merèsz, Peter, 7537 Remchingen | Vorrichtung zum Entgraten von Werkstücken |
-
1963
- 1963-04-22 DE DEA19887U patent/DE1878330U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE9216946U1 (de) * | 1992-12-12 | 1993-02-18 | Merèsz, Peter, 7537 Remchingen | Vorrichtung zum Entgraten von Werkstücken |
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