DE1876138U - Koffer. - Google Patents
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-
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- A45C—PURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
- A45C5/00—Rigid or semi-rigid luggage
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- Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
Description
Die bekannten Koffer bestehen aus Sperrholzlagen bzw. aus schalenförmig gepreßten oder im Vakuum-Tiefziehverfahren
hergestellten Deckel- und Bodenteilen gleicher Stärke. Um die Öffnungskanten der Deckel- und Bodenteile
zu verstärken und um die Verschlußsicherung zu verbessern, ist es ferner bekannt, an den Innenseiten der Öffnungsränder Verstärkungsleisten anzubringen oder die üffnungsränder
mit einem umlaufenden profilierten Rahmen zu versehen.
Ziel der Erfindung ist es, einen im Gewicht leichten Koffer mit einer besonders hohe Belastungsfähigkeit zu
schaffen. Hierzu sind - und darin besteht die Erfindung vorteilhaft schalenförmig einstückig gepreßte Blöden- und
Deckelteile als doppelwandige Schalen mit einer zwischen diesen angeordneten Schicht aus Schaumkunststoffen ausgebildet.
Zur Herstellung von Koffern mit dem gebräuchlichen Boden- und Deckelteil sind die etwa formgleichen
Kofferschalen mit der dazu angeordneten Schaumstoffschicht
an den Rändern unmittelbar aufeinander liegend verbunden. Diese miteinander verbundenen Teile bilden dann die Öffnungs-
bzw. Scharnierränder des Koffers.
— 2 —
Die Zwischenschicht aus geschäumten Kunststoffen kann auch auf die Kofferseitenwände erstreckt sein. Die
Zwischenlage aus Schaumkunststoff hat die größte Dicke
an den Stellen des Koffers, die als die stärksten Belastungszonen in Betracht kommen. Die Zwischenschicht aus
geschäumtem Kunststoff ist vorteilhaft unmittelbar mit den sich gegenüberliegenden Wandungen der Kofferschalen
verbunden.
en Die Porosität bzw. die Stärke der Zellwandungen
der geschäumten Kunststoffschicht ist der Größe des Koffers und den zu erwartenden Belastungen angepaßt.
Die Zeichnung veranschaulicht de η Erfindungsgegenstand
schaubildlich und beispielsweise, und zwar zeigt:
Fig. 1 einen geschlossenen Koffer und
Pig. 2 einen senkrechten Schnitt durch die Kofferwandung.
Ein Deckelteil 10 und ein Bodenteil 11 weisen gem. Fig. 2 zwei der Kofferform entsprechend ausgebildete
Schalen 12, 13 mit einer Mittellage 14 auf. Zur Ausbildung von Öffnungsrändern 15, 16 sind die Schalen 12, 13 an
ihren Handzonen unter Verringerung der Stärke der Mittellage zusammengepreßt, so daß der Rand 15 des Deckelteils
10 den Rand 16 des Bodenteils 11 übergreift.
Die Mitteirllage 14 besteht erfindungs gemäß aus Schaumkunststoffen, die entweder durch Schaumerzeugung
während der Bildung der Kunststoffe oder mit Hilfe von Gasen, Treibmitteln oder Lösungsmitteln aus den fertig
gebildeten, bei hohleren Temperaturen mehr oder weniger
stark verflüssigten Kunststoffmassen durch plötzliche
_, 3 —
Entspannung oder Abkühlung hergestellt sind. Bei den Kunststoffen handelt es sich beispielsweise um Harnstoff-Formaldehyd-
bzw. Phenol-Formaldehyd-Kondensate , Isocyanat-Polystyrol, Polyvenylchlorid u. dgl.
Mit 17) 18 sind gemäß Fig. 1 in an sioh bekannter Weise am Deckel- und Bodenteil 10, 11 angeordnete
Scharniere und Schlösser und mit 19 ein Koffergriff bezeichnet.
Bei der Herstellung von Deckel- und Bodenteil eines Koffers wird vorteilhaft so ausgegangen, daß vor der
Yerformung der beiden Schalen 12, 13, beispielsweise im Vakuum-Tiefziehverfahren, zwischen diese ein Schaumkunst-
wird stoff als Mittellage 14 eingesprizy. flach dem Einspritzen
des Schaumkunststoffes erfolgt die Yerformung der Schalen 12, 13 mit der Mittellage 14. G-leichzeitig mit dem Verformungs-
bzw. Preßvorgang werden die Schalen 12, 13 an ihren Rändern unter Ausbildung von Verjüngungen stark
zusammengepreßt, so daß im geschlossenen Zustand des Koffers Deckel- und Bodenteil bündig ineinander übergehen.
Um eine innige Verbindung der zwischen die Schalen 12, 13 eingespritzten Schaumkunststoffe zu erreichen,
können die Oberflächen der sich gegenüberliegenden Innenwandungen der Schalen 12, 13 aufgerauht sein. Die geschäumten
Kunststoffe liegen den benachbarten Wandungen der Kofferteile unmittelbar an bzw. sind mit diesen
durch Klebung oder beim Schäumprozeß fest verbunden.
■^er Abstand zwischen den Kofferschalen bzw.
-wandungen 12, 13 wird bei einer bevorzugten Ausführungsform so gewählt, daß die Stärke der Zwischenlage aus
Schaumkunststoff an den Stellen am größten ist, die als
Zonen höchster Belastung in Betracht kommen. Durch die gestrichelte Linie 20 in Fig. 2 ist angedeutet, daß der
Abstand zwischen den Kofferschalen 12, 13 nach dem Mittelteil
des Koffers zu größer wird, weil sich hier "bei einem Koffer im Gebrauch hohe Druckbelastungen ergeben können.
Die Ausdehung der Zwischenschicht 14 kann die gesamten Kofferschalen umfassen, und auch auf die Kofferseitenwandungen
erstreckt sein. Dieses richtet sich nach der Kofferform und Koffergröße. Es können auch zusammengesetzte
Kofferschalen oder Kofferteile mit Zwischenlagen 14 aus Schaumkunststoffen versehen sein. In fig. 2 ist
ein Koffer mit unterschiedlicher Höhe des Deckels und des Bodenteiles angegeben. Das Verhältnis von Koffer und
Deckelteil kann ebenso wie die Koffergröße als solche beliebig gewählt werden.
Srfindungsgemäß wird der Torteil erreicht, daß
die Kofferschalen verhältnismäßig dünnwandig ausgeführt sein können und daß trotzdem durch die doppellagige
Ausbildung und die Zwischenschicht aus Kunststoffen eine erhöhte festigkeit erzielt wird.
Die Schaumkunststoffe bewirken eine bisher bei Koffern nicht erreichte Stabilität und eine besonders
hohe Beulsteifigkeit, wobei gleichzeitig durch die verwendeten Schaumkunststoffe keine Erhöhung des Koffergewichtes
eintritt. Die zusammengepreßten und verjüngten Sandzonen 15, 16 des Deckel- und Bodenteils 10, 11
erhöhen die Steifigkeit, der Öffnungsränder, so daß zusätzliche, auf die Öffnungsränder aufzusetzende
Verstärkungsleisten od. dgl. entfallen können.
Die Kofferschalen können eine gefällige Wölbung nach außen erhalten, ohne daß die festigkeit leidet. Die
Herstellung der Kofferschalen wird durch die Zwischen-
schicht 14 nicht beeinträchtigt. Durch die die Druckbelastungen verteilende bzw. übertragende Zwischenschicht
14 besteht die Möglichkeit, die Kofferaußenwandung bzw.
die Kofferinnenwandung von geringerer Wandstärke herzustellen,
was ebenfalls eine Verminderung des Koffergewichts erbringt. Die an den Öffnungsrändern unmittelbar
aufeinander liegenden Ränder der Kofferschalen 12, 13 vereinfachen die Anbringung der Beschlagteile bzw. die
Anbringung bzw. Montage eines zusätzlichen Koffer- bzw. Zierrahmens.
Brfindungsgetäß können Handkoffer und sonstige
G-ebrauchskoffer wie auch Schutzkoffer für Apparate
und Maschinen wie auch Muster und Kabinenkoffer hergestellt sein.
Schutzansprüche:
Claims (6)
1. Koffer, dadurch, gekennzeichnet, daß die vorteilhaf/schalenförmig
einstückig gepreßten Boden- und Deckenteile als doppelwandige Schalen mit einer zwischen
diesen angeordneten Schicht aus Schaumkunststoffen ausgebildet
sind.
2. Koffer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die etwa formgleichen Koffer schalen mit einer zwischen
diesen angeordneten Schicht aus Schaumkunststoffen an den
Rändern unmittelbar aufeinanderliegend verbunden sind und diese Teile die Öffnungs- bzw. Scharnierränder des
Koffers bilden.
3. Koffer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zwischenschicht (14) aus geschäumten Kunststoffen auch auf die Kofferseitenwände erstreckt ist.
4. Koffer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der mit geschäumten Kunststoffen ausgefüllte Zwischenraum zwischen den Kofferschalen (12, 13) in den
hauptsächlichen Belastungszonen am größten ist.
5. Koffer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Kunststoffen geschäumte Zwischenlage
(14) der Kofferschalen unmittelbar mit deren gegenüberliegenden
Wandungen verbunden ist.
6. Koffer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Porosität bzw. die Stärke der Zellenwandungen
der geschäumten Kunststoffzwischenschicht den
Belastungen der Kofferschalen bzw. deren Abmessungen angepaßt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM44863U DE1876138U (de) | 1963-05-29 | 1963-05-29 | Koffer. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM44863U DE1876138U (de) | 1963-05-29 | 1963-05-29 | Koffer. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1876138U true DE1876138U (de) | 1963-07-25 |
Family
ID=33147149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM44863U Expired DE1876138U (de) | 1963-05-29 | 1963-05-29 | Koffer. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1876138U (de) |
-
1963
- 1963-05-29 DE DEM44863U patent/DE1876138U/de not_active Expired
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