DE1871808U - Elektrische zuendapparatur. - Google Patents
Elektrische zuendapparatur.Info
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Description
Beschreibung
Elektrische Zündapparatur
zur Zündung von brennbaren Gernischen aus: Luft, gasförmigem Sauerstoff
oder gasförmigen Sauerstof fgeaiischen und gasförmigen, verstäubten flüssigen
und verstäubten festen Brennstoffen und deren Jbergangsvarianten
und Mischungsmöglichkeiten.
Die Zündung von gasförmigen, flüssigen und festen Brennstoffen erfolgt
im allgemeinen über eine schon im Gang befindliche Verbrennung, z. B.
Zündflamme, in Anwesenheit von freiem Sauerstoff. Die Zündflamme ei-wärmt
einen Teil des zu zündenden Brennstoffs über seine Zündtemperatur und leitet damit den Verbrennungsvorgang ein. Im Prinzip gehört zu dieser
Methode auch die Zündung durch den elektrischen Zündfunken, wie sie bei der Zündung von brennbarem Gas sowie von flüssigen und festen Brennstoffen,
die durch Verstäubung in Aerosolform gebracht sind, üblich ist. Der kräftige
Zündfunken ist das Kriterium dieser Zündungsart, und die Zündapparaturen sind auf den Effekt des starken Funkens entwickelt worden.
Die !Teuerung der im Nachfolgenden beschriebenen elektrischen Zündapparatur
besteht darin, daß durch die Zündapparatur nicht nur die Verbrennung
von Luft-Sauerstoff-Brennstoff-Gemischen in Gang gesetzt, sondern auch
der Verbrenxiungsvorgang selbst weitgehend beeinfluß; wird» Erreicht wird
durch die Neuerung eine weitgehende Annäherung an die gewünschte, aber chemisch nicht erreichbare vollkommene Verbrennung des Brennstoffes ohne
Luftüberschuß. Während bei der zündung durch den starken Zündfunken die
in Gang gesetzte Verbrennung sich selbst überlassen wird, verzichtet die neue Apparatur auf den starken elektrischen Entladungsfunken und führt
die elektrische Entladung durch entsprechende Anordnung der beiden Elektroden zu einer weitflächigen Büschelentladung. Der Zweck ist die Ionisation
eines möglichst großen Gasvolumens, als Voraussetzung für die chemische Reaktion, sprich Verbrennung, dieses Gasvolumens»
Bei der neuen Zündapparatur liegt also die Hauptaufgabe der elektrischen
Entladung· nicht in der Zündung, sondern in der Ionisation eines relativ größeren Gasvolumens. Beim starken Zündfunken wird eine Kettenreaktion
eingeleitet, die oft so verzögert wird, daß ζ. B. im Automotor das zu
Recht-- "berüchtigte" Klingeln auftritt und daß erhebliche Vol.% CO oder
sogar noch C-H-Verbindungen mit den Abgasen ausgestoßen werden.
Beide Erscheinungen sind technische Unvollkommenheiten und als solche
erkannt. Das "Klingeln" wurde durch Zusätze bzw. Änderungen des Treibstoffes beseitigt. Die Abgase jedoch sind erst heute als echte Gefahr
im Verkehr erkannt. "Readers Digest", Juni 19Ö2, behandelt in dem Artikel
von Eichard Dunlop "Der unsichtbare Feind des Autofahrers" die Motorgase des Autos als die wahrscheinliche Ursache von sehr viel Unfällen.
Die neue Zündapparatur erfaßt beide technischen Fehler, beseitigt sie
ganz oder setzt z. B. den CO-Gehalt im Abgas - auch im Leerlauf und
beim.Starten - wesentlich herab.
Bei der neuen Apparatur befindet sich die ionisierte Gasmenge in einem
zylindrischen Raum, der nach vorn frei und seitlich beschränkt durch Schlitze oder Löcher offen ist, so daß ein sogenannter verdammter Explosionsraum
gebildet wird. Die räumliche Anordnung ist so getroffen, daß neben dem ionisierten Gasvolumen noch ein demgegenüber mehrfaches
Brennstoff-Luft-Gemisch. Platz findet. Das durch die elektrische Entladung
ionisierte Gasvolumen geht sofort in chemische Reaktion, nämlich zwischen den 0-, C- und Η-Ionen, d. h., es wird gezündet und reißt unmittelbar
das in dem kleinen zylindrischen Raum der Zündapparatur befindliche
Brennstoff-Luft-Gemisch in diesen Explosionsvorgang mit. Hierdurch
wird zweierlei, erreicht; 1. die elektrische Zündung wird energiemäßig
vervielfacht 2. die sehr heißen Explosionsgase werden aus dem verdämmten
Explosionsraum in den eigentlichen Verbrennungsraum, beim Motor z.B. in den Zylinderraum, durch die düsenförmige Anordnung gerichtet ausgestoßen*
" . "
Dieser Düsenausstoß von sehr heißen Explosionsgasen erfüllt wiederum zwei
für die Verbrennung entscheidend wichtige Aufgaben:
1. Die außerordentlich hohe Geschwindigkeit der gerichtet ausgestoßenen
Gase führt beim Motor z. "B. zu einer intensiven Gasumwälzung, in anderen
Verbrennungsräumen, ζ. B. bei der Gas-, Öl- oder Kohlenstaubfeuerung,
zu einer Verwirbelung.
2. Die sehr heißen Explosionsgase bringen das in Bewegung gesetzte
Brennstoff-Luft-Gemisch nicht nur zur sofortigen, sondern- auch zur
intensivsten Verbrennung.
Es ist heute eine anerkannte Tatsache, daß eine durch Umwälzung erzielte
Verbrennung von Brennstoff-Luft-Gemischen nicht nur schneller, sondern
in chemischer Hinsicht auch wesentlich intensiver verläuft. Durch die neue Apparatur kann man beim Automotor mit "magerem" Gemisch arbeiten»
Die übliche Gemischeinstellung führt, wie in dem erwähnten Artikel von
Dunlop im "Headers Digest" dargelegt wird, immer zu 5 bis 15 % CO im
Abgas.- Die neue Apparatur führt daher zu einem CO-freien bzw. C0-armen Abgas und erzielt damit einen höheren Leistungseffekt.
Jedoch wichtiger als die Tatsache des hierbei erzielten höheren Wirkungsgrades
ist bei den Automotoren die erhebliche Verbesserung der Abgase. Diese enthalten keine C-H-Verbindüngen mehr und sind bei normalem Lauf
frei von giftigem CO. Auch beim Anlassen und Anfahren wird sofort gezündet, dadurch werden die Abgase wesentlich verbessert.
Die neue Zündapparatur faßt
a) die Ionisation durch elektrische Entladung
b) die Zündung einer Teilmenge in einem verdämmten Raum
c) die Umwälzung durch gerichtet ausströmende Explosionsgase zu einem neuen Effekt zusammen.
An Hand der Abbildungen 1, 2 und 3 soll der Ablauf des neuen Zündver-fahrens
erläutert werden. Die Abbildungen 1- und 2 zeigen als Zündapparatur eine Zündkerze für Benzin-Motoren und Abbildung 3 als Zündapparatur
eine Zündkerze für Ölbrenner, wie sie auch für Gas- und Kohlenstaubbrenner
benutzt, werden. Wenn der Zündstromkreis geschlossen wird, findet eine elektrische Entladung zwischen Innenelektrode (b) und der Außenelektrode
(o) in der Ringscheibe (d) statt. Gleichzeitig geht das ionisierte
Gas-Luft-Gemisch in Reaktion, d. h., es verbrennt und zündet sofort
das innerhalb des Hohlteils des Zylinders (a) befindliche Gas-Luft-Gemisch. Die Explosionsgase können nur durch den ringförmigen Schlitz
zwischen Innenelektrode (b) und Außenelektrode (c) frei austreten. Die beiden Seitenfenster in dem Hohlzylinder bieten auch einen Ausweg, der
jedoch durch die in geringem Abstand befindliche Wand des Motorblocks
teilweise verdämmt ist. Die frei nach vorn austretenden Explosionsgase
werden durch den ringförmigen Schlitz zwischen Innen- und Außenelektrode
gerichtet und haben eine sehr hohe Geschwindigkeit und dadurch eine
Bl V
hohe Bewegungs-Energie = ■—^—-.- Diese.Gase treffen auf das im Motorzylinder
befindliche Luft-Gas-Gemisch, das mit den feinverteilten Flüssigkeitstropfen
des flüssigen.Brennstoffs versetzt ist. Deaf neuen Zünd-
liegt der Tatbestand zugrunde, daß der sogenannte "Vergaser" nur sehr beschränkt vergast, vielmehr im wesentlichen fein verstäubt.
Die gerichteten heißen Explosionsgase setzen durch ihre Bewegungs-Energie die im Motorzylinder befindliche Gemischmenge in eine schnelle Umwälzbewegung.
Hierbei wird gezündet, verdampft und gemischt, so daß eine vollkommene
Verbrennung erreicht wird. Voraussetzung ist selbstverständlich,
daß im "Vergaser" das Verhältnis Luft zu Brennstoffmenge richtig eingestellt
ist.
Es liegt in den technischen Effekten de^~neuen '-, daß mit sogenanntem
mageren Gemisch gefahren werden kann. Das bedeutet für den Fahrer Treibstoffersparnis und, was fast noch wichtiger ist, für die anderen
Verkehrsteilnehmer zumindest eine erhebliche Minderung der Belästigung durch die Auspuffgase.
In dem zylindrischen Hohlkörper (a) Abb. 2 der Zündapparatur sind zweckmäßigerweise 2 Fenster gegenüberliegend angeordnet, um bei der Füllung
des Motorzylinders mit Luft-Brennstoff-Gemisch eine gute Durchspülung und
Füllung des Hohlraums zu erzielen.
Bei der Abbildung 5 einer Zündapparatur für Gas-, Öl- und Kohlenstaubbrenner
wird zweckmäßigerweise nur mit einem Langschlitz zum Brenner hin
gearbeitet, um eine gute Verdammung bei der Initial-Explosion zu erhalten.
Claims (1)
- S chut ζ ansprüche
Zündapparatur dadurch gekennzeichnet,dassl.die Aussenelektrode c) die Innenelektrode "b) in einem festgelegtem Abstand ringförmig umgibt,so dass zwischen Aussen- und Innenelektrode/ein ringförmiger Schlitz d) gebildet wird,2· die Aussenelektrode c) den vorderen Teil des Hohlzylinders a) darstellt,3. der .Hohlzylinder a) je nach Aufg-.abenstellung für die- Zündkerze einen oder mehrere Sei^tenschlitze erhält und damit zusätzlich zum ringförmigen Schlitz &.)" eine Gommunic-ation zwisch-en dem inneren Hohlraum der Zündkerze und dem grosem Verbrennungsraum im Motorzylinder oder der Feuerung hergestellt wirds4. der Hohlzylinder a) mit seinen Verbindungsschlitzen zu einem verdämmten Ixplosionsraum und damit zu einer Zündvorkammer ausgebildet ist,- !=>-«--&-ea?- - Kopf - der, Jnneja.aleictD„de -b_)__4e_ na_ch_JLuf gabenste.llung_ in seiner Endstellung so variiert werden kann,dass der Kopf der Innenelektrode aus der Aussenelektrode c) heraustritt oder mit der Aussenelektrode bündig abschliesst oder in* die Aussenelektrode hineingezogen ist,6. der Ringschlitz d) durch eingearbeitete Fasen und zwar sowohli an der Innen- wie Aussenelektrode wie auch an beiden gleichzeitig und dazu noch mit verschiedenen Fasenwinkeln der Aufgabe entsprechend variiert werden kann,7. der Eingschlitz d) je nach Aufgabe in seiner Hohlform zu einem zweckgestaltigen Düse ausgebildet wird.fess Unterlage^iawe-iss Cfess Untg fassung dsr ursprünglich eine*--'Hv- > ■ Pi« ursprünglich, eingereichten LV ihftohaii Inteissses geb-.«- ·de« üWiohen Preisen cw.-".»t.&M vwl . - .- p'mjetetehW! s■ . . A;!lfsaWen. Si, kfinn» i«»W»> u' Anrrag warden Μβνβη auch fototot*»ft ■""■"" S Patentom». Qtori**
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| DEG26735U DE1871808U (de) | 1962-10-16 | 1962-10-16 | Elektrische zuendapparatur. |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DEG26735U DE1871808U (de) | 1962-10-16 | 1962-10-16 | Elektrische zuendapparatur. |
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|---|---|
| DE1871808U true DE1871808U (de) | 1963-05-09 |
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| DEG26735U Expired DE1871808U (de) | 1962-10-16 | 1962-10-16 | Elektrische zuendapparatur. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1871808U (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3937215A1 (de) * | 1988-11-24 | 1990-05-31 | Ryohei Kashiwara | Zuendkerze mit hohler, zylindrischer masseelektrode und zuendverfahren bei ihrer verwendung |
-
1962
- 1962-10-16 DE DEG26735U patent/DE1871808U/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE3937215A1 (de) * | 1988-11-24 | 1990-05-31 | Ryohei Kashiwara | Zuendkerze mit hohler, zylindrischer masseelektrode und zuendverfahren bei ihrer verwendung |
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