DE1865664U - Warenkontrolleinrichtung fuer verkaufsstellen und lager, vorzugsweise fuer apotheken. - Google Patents
Warenkontrolleinrichtung fuer verkaufsstellen und lager, vorzugsweise fuer apotheken.Info
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Description
DIPL. ING. HANS WEST
PATE N TANWA LT
zu M 38 174/34 1 Sm toVILLINGEN/SCHW., den'3. Dezember 1962
SEB.-KNEIPP-STR. 14 - TEL. 2194
lolf Π e e s S5 Apotheker
Doiiaueschingen (Baden)
Warenkontrolleinrichtung für Verkaufsstellen und Lager, vorzugsweise für Apotheken.
Infolge der fortschreitenden technischen Entwicklung und der
starken Konkurrens erscheinen auf dem Gfebiet der Yerbrauchsgüterindustrie
ständig neue v/aren auf dem Markt. Das gilt
für die Hahrungs- und Genußmittelindustrie, die kosmetische
Industrie und in ganz besonderem Maße für die pharmazeutische
Industrie. Diese bringt alljährlich oa. 2 000 neue Präparate hervor, so daß ähnliche Präparate überflüssig werden
und ausgemerzt werden müssen.
Im Hinblick hierauf wird es, obgleich die meisten Waren in verkaufsfertigen Packungen geliefert werden, immer schwieriger,
eine Kontrolle über die verschiedenartigen Waren, d.h. ihre lagerstellen, ihre Lagerbestände und ihre Bestelltermine
und -mengen zu behalten und so stets eine zufriedenstellende
Abfertigung der Kunden zu ermöglichen.
In den Apotheken sind außer für die Selbstherstellung von Medikamenten notwendigen Chemikalien, Kosmetiken, Mahrmit-
Bankkonto, Deutsche Bank Vilungen Nr, 21449 - Postscheck; Karlsruhe Nr. 41702
teln jeder Art eine Unzalil von Präparaten auf Lager zu ha3.-ten.
Hinzu kommt, daß fertigpräparate der Allopathie, der
Homöopathie und der Biochemie τorhanden sind und diese in
den verschiedensten Formen, z.B. als Tabletten, iTropfen,
Suppositorien, Ampullen, Pulver u.dgl. und in unterschiedliehen
Mengen je Packung geliefert werden. Die Patienten dürfen zudem in Apotheken nicht oder nicht lange auf die
Auslieferung der Rezepte warten, insbesondere bei solchen Medikamenten, deren sofortige Beschaffung krankheits- und
lebensentscheidend ist.
Die !Teuerung richtet sicii auf eine diese Schwierigkeiten
überwindende 'Jarenkontrolleinrichtung für Yerkaufssxellen
und Lager von verkaufsfertig verpackten Waren, insbesondere von. pharmazeutischen Waren und S'ertigpräpara.ten, sogenannten
Spezialitäten, die in Regalen, Schränken, insbesondere Schiebeschränken, 3chubschranken u. dergl. untergebracht
sind.
Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, hat man bereits die
verschiedenen Präparate nach bestimmten Schemata, z.B. in
alphabetischer Reihenfolge, gelagert und so das Auffinden der ¥aren und die Übersicht über den vorhandenen Lagerbestand
erleichtert. Zur Sicherung rechtzeitiger ITa chb es teilung hat man auch schon auf Preßspanträgern aufgeklebte
Haftetiketten mit den technisch interessierenden Angaben
an Leitpackungen mittels G-urmniringen angebracht. Jedoch
gibt die an der Lei"bpackung lösbar befestigte /Zarte keine
Gewähr dafür, daß die Waren rechtzeitig und in der erforderlichen Menge nachbestellt werden, da ggf. erst bei Entnahme
der letzten Packung, der Leitpackung, eine Bestellung getätigt wird. Außerdem wird die Karte zur Bestellung vom
Standort entfernt, so daß dieser frei erscheint und ggf. mit anderen Waren belegt wird. Bei Eingang der neu bestellten
-fare muß erst wieder Platz geschaffen werden. Bis dahin ist somit nicht erkennbar, ob die betreffende Ware in der
Apotheke überhaupt geführt wird, ob und in welcher Kenge
sie bestellt worden ist.
Die !Teuerung besteht darin, daß für jede Ware ein Satz aus
mindestens zwei nach GJröße und li'orm und/oder i'arbe unterschiedlichen,
als Standortkarte bzw. 1/anderbesteilkarte
dienenden, die Warenbezeichnungen und sonstige Terkaufs—,
Lager- und 3es"celldaten, Angaben über Sezeptpflicht u. dgl.
enthaltenden Karten vorgesehen ist, und daß an den Standorten Haltevorrichtungen vorhanden sind, mit d ere 33, Hilfe die Standort-
und Wanderkarten neben- oder hintereinander leicht anbring- und entnehnbar befestigt sind. Die Haltevorrichtungen
können an den vorderen Jigchkanten der legale und Schranke, an Längs- oder Querkanten der Schiebescnränke, an
den Torderwänden der Schubladen usw. befestigt werden.
Die Standortkarten sollen die Standorte der dazugehörigen
Waren kennzeichnen und deshalb ständig qm Standort verbleiben,
während die Wanderkarten, insbesondere bei Unterschreiten eines vorgeschriebenen liindestbestandes, zur ITachbestel-
lung, entnonuaen und zweckmäßig einem in gleicher Weise wie
die Standorte, z.B. alphabetisch unterteilten Bestellkasten zugeführt v/erden sollen.
Auf den Standortkarten und den Wanderkarten, die z.3. hinsichtlich
Größe und i'orm miteinander übereinstimmen, sich
aber durch ihre !Färbung voneinander unterscheiden,können.,
außer der Warenbezeichnung, der Warenform und der 'lewichtsmenge
je Packung Angaben Über den vorgeschriebenen Mindestbestand
und die bei Erreichen des Eindestbestandes zu bestellende
Warenmenge eintragbar sein.
Die neuerungsgemäße Hinrichtung bietet eine selbst für
wenig geschulte Kräfte völlig klare und übersichtliche Anordnung «Äfee-s? die waren, die vorhandenen und die zu bestellenden
Warenmengen. Die Standortkarten halten durch ihr Verbleiben am. Standort bei zufälliger ISntnaaine des gesamten
Bestandes der jeweiligen Ware den Platz für diese frei, sie lassen erkennen, welche Waren geführt werden, und das
i'ehlen der Wanderkarte zeigt an, daß eine Nachbestellung
eingeleitet ist.
!lach einer sinnvollen Weiterbildung der !Teuerung sind für
alle oder einige Waren zusätzlich zur Standortkarte und zur Wanderkarte weitere, von diesen Karten, insbesondere hinsichtlich
ihrer ß-röße, wesentlich abweichende, neben oder hinter
dies97Karten, mit der Haltevorrichtung zu befestigende Karten
vorgesehen, die der Aufnahme von Angaben über einen tiberbestand, andere lagerorte und sonstige Besonderheiten dienen.
Zur Befestigung der Standort- und T/anderkarten sowie der
weiteren Karten dienen vorzugsweise Schienen, insbesondere Kleuiisehienen, die an den Standorten anschraubbar, anleinibar3
oder anklebbar oder y.uf andere Weise leicht anbringbar sind.
Die Eieminschienen Wimen metallische Schienen sein, die
an der Vorderseite eine zum teilweisen Abdecken der Karten ausreichende Höhe und ggf. Fenster aufweisen.
Zweckmäßig sind die iClem;:.scIiienen Kunststoff schienen,
die ganz oder derart teilweise durchsichtig sind, daß sie die Sinkaufspreise oder andere Angaben verdecken,
die nicht für das Publikum bestimmt sind.
Zur eindeutigen Trennung der verschiedenen Eartenarten
weisen die Zlemmschienen vorzugsweise hintereinander mehrere
getrennte Fächer für die Standortkarten, die "v/anäerkarten
und die weiteren Karten, z.B. die Warnkarten auf.
Der bevorzugten Ysrwendung der Neuerung für Apotheken dienen
die nachstehend geschilderten weiteren Ausgestaltungen der !Teuerung. Danach weisen die Standortkarten und die
Wanderkarten übereinander zwei G-ruppen von Rubriken auf, von denen die obere G-ruppe der Eintragung der Bezeichnung
:;er Medikamente, ihrer I'orn, der Menge je Packung sowie der
ggf. durch die Schienen verdeckten Sin- und Verkaufspreise
dient, während in der unteren G-ruppe, zweckmäßig nebeneinander,
der vorgeschriebene Mindest bestand und die bei Erreichen des Mindestbestandes nachzubestellende Menge sowie
weitere für die Bestellung wichtige Ingaben, wie Sezugs-
-ο- K^
konditionen,, eintragbar sind.
Ebenfalls im Hinblick auf die Bedürfnisse der Apotheken tragen die Standort- und Wanderkarten zweckmäßig besondere
Harkierungen in Gestalt von auffälligen schwarzen oder farbigen
'Randstrieilen, Querstrichen, iCreuzstrieben u.dgl., die
der Kennzeichnung der verschiedenen Arten der Rezeptpflicht, des Terabreichungsmodus, der Terxalldaten (Yerbrauchsfristen
der iäedikamente) u. dgl. dienen.
Zwecks beschleunigter und irrturnsfreier Bestellung werden
die !Janderkarten zur Kennzeichnung der unterschiedlichen
Lieferfirmen vorzugsweise unterschiedlich gefärbt.
Dem gleichen Zweck dient es, wenn an der Bestellstelle ein Bestellkasten in gestalt eines Sabletts vorgesehen ist, das
im hinteren Seil der .Aufnahme der 'Wanderbesteilkarten dienende
.U'äeher nit erhöhten Rück-, Seiten- und/oder Zwischenwänden
zur Anbringung von Beschriftungen und ggf. von Hei
tern und im vorderen Seil nebeneinander durch Zwischenwände abgetrennte Pächer zur unterbringung von Schreibutensilien,
Schreibblöcken u. dgl. aufweist.
Das Tablett wird man zweckmäßig auf einem Pult im Verkaufsraum
absetzen, so daß man bei Entnahme von Waren,
wenn der vorgeschriebene Ilindestbestand erreicht oder unterschritten
wird, die betreffende Wanderkarte mitnehmen und in das entsprechende Jach des Bestellkastens einlegen kann.
7 -
Zur meist fernmündlichen Durchsage der .Bestellungen kann
die bestellende Person aus dem tablett die Wanderkarten
nacheinander herausnehmen, rasch die Bestellung durchsagen und hierbei Bezeichnung, i'orm und Art der Packung sowie
die zu bestellenden Mengen von den 'Wanderkarten mühelos
ablesen, so daß hierfür speziell, insbesondere pharmazeutisch vorgebildete Personen nicht notwendig sind.
Hinzu kommt, daß die pharmazeutischen Gesetzte einen Gfeneralkatalog
für Chemikalien und Drogen sowie einen laufend zu ergänzenden G-eneralkatalog der jeweils vorhandenen Spezialitäten
für jede Apotheke bindend vorschreiben. 'Die !Teuerung ermöglicht es, peinlich genau darauf zu achten, wann die
verschiedenen Medikamente, z.B. penicilline;, Sera, verfallen,
d. h. unwirksam werden und nicht mehr ausgehändigt werden dürften. Sie verhütet daher durch Hichtbeachtung der
Terf'alldaten hervorgerufene gesundheitliche Schäden der
Patienten sowie wirtschaftliche Schäden für den Apothekenbesitzer,
infolge Hiclitmehrverkäuflichkeit der Präparate.,
nicht zuletzt werden wirtschaftliche Verluste vermieden, die dadurch entstehen, daß bisherige Medikamente und Präparate durch
andere ersetzt werden und bei mangelnder Eontrolle in größeren, nicht mehr absetzbaren und auch nicht zurückgebbaren
Restmengen vorhanden sind.
Yor allem vermeidet die ηeuerungsgemäße linriehtung eine übergroße
Belastung des Personals durch zeitraubendes Suchen, überhastetes lachbestellen von dringend benötigten Speziali-
täten, schwieriges Einordnen ankommender Sendungen, und durch die vorgeschriebenen Inventuren.
Hinzu kommt, daß bei den bisherigen Anordnungen praktisch
alle Arbeiten von hochqualifizierten Arbeitskräften, im speziell betrachteten I^alle approbierten Apothekern, durchgeführt
werden müssen, die so ihren eigentlichen Aufgaben, der verantwortlichen Überwachung der Rezepte, insbesondere hinsichtlich
bestimmter Präparate, der Beratung der Patienten und der Aufsicht über die untergeordneten Arbeitskräfte und
den vorschriftsmäßigen Apothekenbetrieb entzogen v/erden.
Vor allem stehen für die Durchführung der eben geschilderten.
Arbeiten nicht genügend akademisch vorgebildete Pharmazeuten zur Verfügung«
nachstehend wird die Heuerung anhand der "chematischen
Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen
!■•ig. 1 eine Klemnischiene aus durchsichtigem Kunststoff
in Vorderansicht,
3?ig. 2 die gleiche Schiene im Querschnitt, 3?ig. 3 eine K^einmschiene aus Metall in Vorderansicht,
]?igg.4 Sl und b eine Wanderkarte und eine Standortkarte,
Figg.5 a und b eine Wanderkarte und eine Standortkarte
etwas anderer Ausführungsform,
3?igg.6a, b u.c drei beispielsweise Ausführungen einer
Warnkarte,
Pig. 7 einen Bestellkasten in Draufsicht, i'ig. 8 den gleichen !lasten in Torderansicht und
Pig. 9 den gleichen Bestellkasten in Seitenansicht.
Die in den £;ligg. 1 und 2 dargestellten Haltevorrichtungen
weisen hintereinander drei Haltescliienen 1,2,3 verschiedener Höhe auf, die zwischen sich ein vorderes Jrach 4 geringer
Weite und ein hinteres I'ach 5 stärkerer Weite bilden. Das
vordere Each ist für die Wanderkarten 6, das hintere lach
für die Standortkarten 7 und ggf* für weitere Karten 8
bestimmt. In Hg. 1 ist angedeutet, daß dann, wenn seitlich genügend Platz vorhanden ist, diese drei Kartenarten 6,7,8
nebeneinander eingesteckt werden können, so daß es dann nur einer Klemmseiiiene mit einem einzigen 3?ach bedarf.
Die 3?ig. 3 zeigt eine metallische Schiene 9, die links
mehrere Fenster 10 und rechts ein durchgehendes Fenster 11 aufweist.
Die in 3?ig 4a gezeigte Wanderkarte 6 soll eine andere
5'ärbung als die in "Hg 4b gezeigte Standortkarte 7 besitzen.
Je nach den Lieferfirmen können die Wanderkarten untereinander ebenfalls unterschiedlich gefärbt sein.
Auf beiden Karten sind im oberen Seil die Bezeichnung des Medikamentes, darunter die I'orm des Medikamentes sowie die
Menge pro Packung und hierunter der Yerkauxspreis eingetragen.
Im unteren Seil ist links oben auf einem zweckmäßig auffallend,
z.B. rot gefärbten Seid 12 die 1/iindestbestandzahl
angegeben, während in dem daneben liegenden ield 13 d.ie
bei "Erreichen des Llindestbestandes zu bestellende Menge
aufgeführt ist. Im unteren Eandfeld 14 endlich ist der Terkaufspreis vermerkt.
- 10 -
Bei Änderungen der Preise werden diese auf den Karten
vermerkt, so daß auf den Sackungen keine Preise angegeben und ggf. geändert zu werden brauchen. Die Ziffern
für den Ilindestbestand und die nachzubestellenden idengen
können jederzeit geändert werden, wenn sich, herausstellt,
daß ein größerer oder kleinerer Lagerbestand und größere
oder geringere Uachbesteilungen notwendig sind.
Die in den i'igg. 5a und 5^ dargestellten Karten unterscheiden
sich von denen nach J?igg. 4 im wesentlichen nur
dadurch, da:; die rechte Karte, die Wanderkarte 6', nur
den Verkaufspreis trägt, danit nicht zufällig unbefugte den nur auf den Standortkarten eingetragenen Verkaufspreis
e rk ennen könn en.
In den 'JPigg. 6a bis 6c ist angedeutet, welchen Zwecken
weitere Karten 8 dienen können, nämlich Karte 8' zur Angabe, wo sich weitere Packungen befinden, Karte S'' zum
Hinweis darauf, wann ein Medikament ausläuft und Karte 8''·
zur Angabe eines etwaigen 'überVorrates.
Der in den I'igg. 7 "bis 9 dargestellte Bestellkasten 15
ist als !Tablett ausgebildet. Im hinteren Seil befinden sich die Pächer 16 für die Unterbringung derneweils anfallenden
T/anderkarten und dahinter ein 3?ach 17 für etwaige
Sonderbestellungen auf Waren, die nicht oder noch nicht
geführt werden. Der vordere Seil ist in drei Fächer unterteilt, von denen das linke il'ach 18 beispielsweise zur Unterbringung
von Schreibmaterial und die beiden nächsten Fächer 19»20 zum Einlegen von Hotizblöcken und anderen Utensilien
dienen kann.
- 11 -
■# *
Die geschilderte Einrichtung bietet, wie bereits erwähnt,
vor allem für Apotheken wesentliche Torteile. Sie Arbeit
der Apotheker kann sich darauf beschränken, die richtige
Ausfüllung der Karten durchzuführen oder durchführen zu
lassen und die Benutzung der -karten, die j e\;v eiligen Entnahmen
der Wanderkarten und die danach erfolgenden Bestellungen
und Lieferungen zu überwachen, 'von Zeit zu Zeit ist leicht
zu überprüfen, in welchem !Turnus die einzelnen Spezialitäten
umgesetzt werden, um danach notfalls die Mindestbestandszahlen
und die Bestellzahlen zu korrigieren und bei fehlendem Umsatz und bei Auslaufen von Medikamenten rechtzeitig
die noch vorhandenen Bestände von Medikamenten, insbesondere
solcher, deren \Ferbrauchszeit überschritten wird, an die
Lieferfirmen zurückzugeben.
Werden so die pharmazeutisch vorgebildeten Personen nahezu
völlig von der untergeordneten Tätigkeit der Entnahme der
Medikamente aus den Standortfächern und der Nachbestellung
entlastet und für die für sie spezifische !Tätigkeit, vor allem für die richtige Auslieferung d&FHeζepte, freigemacht,
so wird auch das Arbeiten des untergeordneten Personals so weitgehend vereinfacht, daß bei geringstmöglichem
Arbeitsaufwand die größtmögliche Sicherheit erzielt wird· Das Hilfspersonal, von dem nur normale Bildung und Auffassungsgabe,
allerdings eine gewisse Sorgfalt vorausgesetzt werden müssen, kann nahezu sofort die jeweils geforderten
V'/aren herausfinden und vorlegen, den jeweiligen Bestand
überprüfen und die Hachbesteilungen vorbereiten und. sogar
durchführen, sowie zuverlässige Auskunft über das Vorhanden—
- 12 -
sein bzw. die wahrscheinliche iij_efermöglichte it von
Spezialitäten geben.
Die ständige und erleichterte überwachung verhindert große
wirtschaftliche Schäden durch Vorhandensein zn großer
Lagerbestände und von nicht mehr ausgabefähigen oder nicht
mehr üblichen Präparaten. Das Auszeichnen der einzelnen Packungen entfällt vollständig, so daß auch das Indern der
Preise und bei Geschenkpackungen das Entfernen der Preiszettel
überflüssig werden. Bei Entnahme der einzelnen Waren brauchen auf dem Rezept oder auf einem Laufzettel
nur die Preise von den V/'ander- oder Standortkarten abgeschrieben
zu werden. Eine überaus wesentliche Irleichterung
tritt bei Inventuren ein, da hierzu nur die Standorte durchgegangen und darauf überprüft werden müssen, ob die
jeweils vorgeschriebenen Mindestmengen oder Übervorräte
vorhanden sind. Die InventurIisten können durch Einsetzen
der vorgeschriebenen Mindestmengen praktisch zu 90 Jo bereits
vor Seginn der Inventur vorbereitet werden.
Die neuerungsgemäße Hinrichtung kann vielfach verbessert
und den wechselnden Bedürfnissen angepaßt werden. So kann man auf der Rückseite der Wanderkarten den Umschlag der
vorgeschriebenen Bestellmengen durch Bleistiftvermerke kontrollieren. Man kann durch Bereiterung der Karten jedwede
wichtige Einzelheit kenntlich machen, z.B. die erstmalige Einführung einer Spezialität, eine ausnahm^sweise Bestellung
in größerer Höhe, das Y'orhandensein anderer Li e-
- 15 -
feranten mit ggf. günstigeren Lieferbedingungen, das
Vorhandensein eines bald verfallenden Medikamentes u. a. m.
licht zuletzt wird durch die ηeuerungsgemäße Einrichtung
eine rasche und gewissenhafte Überprüfung so?/ie Einordnung der nach Bestellung eingehenden Waren erreicht. Beispielsweise
können auf einem Sauimelbrett die zur Bestellung von
den Standorten entfernten Wanderkarten alphabetisch ausgelegt werden, und bei Eingang werden die dazugehörigen
Waren unter Vergleich der Stückzahl;der sonstigen Daten und vor allem der Preise dazugelegt. Etwaige fehler und
Änderungen werden auf diese Weise absolut sicher entdeckt, Preisänderungen werden sofort in die Wanderkarte und danach
in die Standortkarte eingetragen, und die Waren können danach in kürzester Zeit in der gleichen Reihenfolge zu
den Standorten verbracht werden.
Claims (10)
- Schutz a η s ρ r ti ο Ii e] . Warenkontrolleinrichtung fir Verkaufsstellen und .Lager von verkaufsfertig verpackten waren, insbesondere von pharmazeutischen Waren und Fertigpräparaten, sogenannten Spezialitäten, die in Eegalen, Schränken, insbesondere Schiebeschränken Schubkästen u. dgl. untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, daß für jede ware ein Satz aus mindestens zwei nach G-röße und Porm und/oder !Farbe unterschiedlichen, als Standortkarte (6) bzw. v/anderbestellkarte (7) dienenden, die ■Warenbezeichnungen und sonstige Verkaufs-, lager- und Bestelldaten, Angaben über Rezeptpflichten u. dgl- enthaltenden Karten vorgesehen ist, und daß an den Standorten Haltevorrichtungen (1-3j 9) vorhanden sind, mit dereiv Hilf e die Standort- und v/anderkarten (6,7) neben- oder hintereinander leicht anbring- und entnehmbar befestigt sind.
- 2. Warenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für alle oder einige Waren zusätzlich zur Standortkarte (6) und zur·- v/anderkarte (7) weitere, von diesen Karten, insbesondere hinsichtlich ihrer G-röße, wesentlich abweichende, neben oder hinter dieseft Karten mit der Haltevorrichtung zu befestigende Karten (8) vorgesehen sind, die der Aufnahme von Angaben über einen Überbestand, andere Lagerorte und sonstige Besonderheiten dienen.
- 3. Warenkontrolleinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den Standorten der Befestigung der Karten dienende Schienen, insbesondere lilermnschienen (1-3,9)2 -— ά —anschraubbar, anleimbar, anklebbar oder auf anderelmach_ träglich anbringbar sind.
- 4. V/arenkontrolleinricIitung naeli den .Uasprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kletmischienen (1-3) luinststoffschienen sind, die ganz oder teilweise durchsichtig sind.
- 5» -Jarenkontrolleinrichtung nach den iuisprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die lileriiischienen metallisches Schienen (9) sind, die an der Vorderseite eine zum teilweisen Abdecken der Karten ausreichende Höhe und ggf. fenster (10,11) aufweisen.
- 6. ■farenkontrolleinrichtu.ng nach den .Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klenmischienen (1-3) hintereinander zwei oder drei getrennte !Fächer (4,5) zum getrennten Einschieben der Standortkarte (7)? der v/anderkarte (6) und einer weiteren Karte (8) aufweisen.
- 7. warenkontrolleinrichtung nach den Ansprächen 1 bis 6, für Apotheken, dadurch gekennzeichnet, daß die Standortkarten (7) und die Wanderkarten (6) übereinander Z::e± Gfruppen von Eubrikec aufweisen, von denen die obere Gruppe der Eintragung der Bezeichnung der Medikamente, ihrer Forniy der -w-enge je Packung sowie der ggf. durch die Schienen verdeckteen Ein- jund Verkaufspreise dient, wahrend in der unteren G-ruppeszweckmäßig nebeneinander, der vorgeschriebene Lindestbestand und die bei Erreichen des Mindestbestandes nachzubestellende Menge sowie weitere für die Bestellung wichtige Angaben, wie Besugskoncl.itionen, eintragbar sind.
- 8. Varenkontrolleinrichtung nach el en Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dai3 die Standort- und 7/anderkarten (6,7) besondere Markierungen in G-estalt von auffälligen schwarzen oder farbigen Sandstriehen, -Querstrichen, Ereuzstriclieii u.dgl. tragen, die der Kennzeichnung der verschiedenen Arten der Beζeptpflicht, des Ysrabreichuiigsmodus, der Yerfalldaten (Terbrauchsfristen der iiedikamente) u. dgl. dienen.
- 9. v/arenkontrolleinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, äaü die v/anderkarten (6),z.3. zur Kennzeichnung der unterschiedlichen liefe rf innen, -unterschiedlich gefärbt sind.
- 10. Warenkontrolleinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet5 daß sie einen Besteintasten in Gestalt eines ÜOabletts (15) auf?/eist, das im hinteren Seil der Aufnahme der V/ander-Bestellkarten dienende Eäcfoer (16,17) mit erhöhten Rück-, Seiten- und/oder Zwischenwänden zur anbringung von Beschriftungen und/oder Reitern und im vorderen Seil nebeneinander durch Zwischenwände abgeteilte fächer (18,19,20) zur Unterbringung von äclireibutensilien, Schreibblö'cken u. dgl. aufweist.KIηw«fs: Diese Unterloge (Beschreibung und Schutzonspr.) 1st die zuleW eingereichte; sie weicht von der Wöflr> »issung der ursprünglich elngeretehttn Unierlogen ob. Die rechtliche 8sdsutung aer Abweichung Ist nicht gspHift iä ursprünglich einguraiohten Unterlogen bdinden sich in dan Amtsoktsn. Sie kdrsr.en jederzeit ohns Naehwati, iines rechtlichen Interesses gebölirenffei eingesehen werden. Auf Antrag werden hiervon öush fotokopier» öder PIImnectotive ?u den öbliehen Preisen geliefert Deutsches Potentomt, Gbuehsmustefstelle
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