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| Für diese Anmeldung wird die Priorität aus der britischen |
| Patentanmeldung Nr. 8341/61 vom 7. März 1961 in Anspruch genommen. |
| Fliehkraftkupplung |
| Xliehkraf tkupplun ; |
| Die Neuerung bezieht sich auf Fliehkraftkupplungen und |
bezweckt die Schaffung einer Fliehkraftkupplung mit einem einfachen und kompakten
Aufbau, die wirtschaftlich herzustellen ist und sich insbesondere zur Antriebsübertragung
bei kleinen Motorfahrzeugen bzw. Kleinwagen derjenigen Gattung eignet, die in steigendem
Masse populär wird.
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Weiterhin bezweckt die Neuerung die Schaffung einer Fliehkraftkupplung
mit einer Einrichtung, die es ermöglicht, dass die Kupplung von Fahrer durch Betätigung
eines Pedals oder eines ähnlichen Steuerbauteils ausgerückt werden kann.
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Bei einer neuerungsgemässen Fliehkraftkupplung wird die Auswärtsverlagerung
von Rollengewichten unter der Einwirkung der Fliehkraft dazu verwendet, die Axialverschiebung
einer Druckplatte in Richtung auf einen Antriebsbauteil zu bewirken, um dadurch
eine angetriebene Platte zwischen diesen festzuklemmen, wobei die Druckplatte normalerweise
durch Federwirkung in Richtung auf die Eupplungsausrückstellung gedrückt wird, und
wobei die Rollengewichte zwischen der Druckplatte und einer Reaktor-bzw. Reaktionsplatte
/reactor plate angeordnet ist, die über federnd nachgiebige Mittel an einer mit
dem Antriebsbauteil der Kupplung verbundenen Deckplatte gehalten wird.
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Die Reaktorplatte steht vorzugsweise unter dem Druck von Federn,
die ihre federnd nachgiebige Halterung gegen Anschläge bilden, welche einen minimalen
Abstand dieser Reaktorplatte von Antriebsbauteil bestimmen, und die Federeinwirkung
auf die Druckplatte wird durch Federn bewirkt, die zwischen ihr und der Reaktionsplatte
wirksam sind.
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Eine vom Fahrer zu betätigende Ausrückeinrichtung kann vorgesehen
werden, wobei diese Ausrückeinrichtung radial angeordnete Ausrückhebel, die an der
Deckplatte drehbar gelagert sind und mit der Druckplatte an ihren Aussenenden in
Wirkverbindung
stehen, sowie einen Druck-bzw. Schubring aufweist,
der auf die Innenenden der Ausrückhebel einwirkt und durch ein Ausrücklager axial
verschiebbar ist.
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Die Neuerung wird nunmehr anhand der sie beispielsweise wiedergebenden
Zeichnung ausführlicher beschrieben, und zwar zeigt Fig. 1 die Hinteransicht einer
Ausführungsform der neuerungsgemässen Fliehkraftkupplung, wobei Teile des Ausrückmechanismus'weggelassen
sind, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 2-2 der Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach
der Linie 3-3 der Fig. 1, während Fig. 4 einen Schnitt wiedergibt, der einem Teil
der Fig. 2 entspricht und eine Abänderung zeigt.
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Wie aus der Zeichnung hervorgeht, weist die Kupplung einen Antriebsbauteil
10 auf, der an der Kurbelwelle 11 einer Verbrennungsmaschine zu befestigen ist und
eine flache ringförmige Antriebsfläche 12 hat, die von einem zylindrischen Rand
13 umgeben ist. Eine Deckplatte 14 in Form eines gepressten Stahlbleches oder einer
Platte ist am Rand 13 durch Schrauben 15 befestigt, wobei die Deckplatte drei Radialarme
16 aufweist, die durch Aussparungen voneinander getrennt sind, um deren Kanten herum
die Deckplatte geflanscht ist, wie bei 17 dargestellt, um ihre Steifigkeit zu erhöhen.
Eine angetriebene Platte 18 der herkömmlichen Ausführungsform sitzt mittels Keilnuten
auf einer angetriebenen Welle 19, von der ein Ende in der Kurbelwelle 11 gelagert
ist, und wobei die angetriebene Platte zwischen der Antriebsfläche 12 der Schwungscheibe
und
einer entsprechenden Antriebsfläche an einer ringförmigen Druckplatte
21 angeordnet ist. Eine Reaktorplatte 22, ebenfalls in Form eines gepressten Stahlbleches,
die zwischen der Druckplatte 21 und der Deckplatte 14 angeordnet ist, weist ebenfalls
drei Radialarme 23 auf, deren Aussenenden sich über den Rand 13 in den Zwischenräumen
zwischen den Armen 16 der Deckplatte erstrecken. Schraubendruckfedern 24 (Fig. 3),
die an Zwingen 25 befestigt sind, welche in Löchern der Deckplatte 14 sitzen, drücken
die Reaktorplatte 22 in Richtung auf die Schwungscheibe, und Schraubendruckfedern
26, ebenfalls in Fig. 3 dargestellt, stehen am einen Ende mit abgesetzten Buchsen
27, die in Löchern in der Reaktorplatte sitzen, und am anderen Ende mit Muttern
28 in Wirkverbindung, die auf Bolzen 29 sitzen, welche von der Druckplatte gehalten
werden und sich durch Löcher in der Reaktorplatte hindurcherstrecken, so dass diese
Federn die Druckplatte in Richtung auf die Reaktorplatte drücken, Mit Schraubengewinde
versehene Bolzen 31 (Fig. 2), die in der Reaktorplatte sitzen, gehen durch Löcher
in der Deckplatte 14 hindurch und nehmen Muttern 32 auf, welche es bewegung der
Reaktorplatte in Richtung auf die Schwungscheibe begrenzen.
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Jeder Arm 23 der Reaktorplatte ist so ausgebildet, dass er einen
allgemein rechtwinkligen Hohlraum an derjenigen Seite derselben bildet, die der
Druckplatte zugewandt ist, wobei die Innenwand jedes Hohlraumes eine flache Oberfläche
33 bildet, die radial nach aussen in Richtung auf die Druckplatte geneigt ist. Diese
Wand ist in der Mitte bei 34 geschlitzt.
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Entgegengesetzt zu jeder Fläche 33 ist die Druckplatte 21 mit einer
flachen Fläche 35 ausgebildet, und zwar in einer Ebene senkrecht zur Achse der Kupplung.
Zwischen jedem Satz von Flächen 33 und 35 ist ein Rollengewicht 36 angeordnet, welches
ein Mittelteilstück 37 von grösserem Durchmesser und zwei Endteilstücke 38 von kleinerem
Durchmesser aufweist, wobei die Teilstücke 37 und 38 so angeordnet sind, dass sie
sich auf einer Spindel 39 relativ zueinander drehen können. Das Mittelteilstück
37 steht mit der Druckplattenoberfläche 35 in Wirkverbindung und erstreckt sich
in den Schlitz 34 hinein, während die Endteilstücke 38 mit der Oberfläche 33 an
den entgegengesetzten Seiten des Schlitzes in Wirkverbindung stehen. Die radiale
Einwärtsbewegung der Rollengewichte wird durch Vorsprünge 41 auf der Druckplatte
begrenzt, und die Federn 26 haben das Bestreben, die Rollengewichte gegen diese
Vorsprünge zu drücken. Es ergibt sich daraus, dass durch die Auswärtsbewegung der
Rollengewichte die Druckplatte 21 von der heaktorplatte 22 weggedrückt wird.
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Die Druckplatte 21 ist mit Erhebungen 42 (Fig. 2) versehen, die sich
durch Löcher sowohl in der Reaktorplatte 22 als auch in der Deckplatte 14 hindurcherstrecken,
wobei Bolzen 43, die in Bohrungen dieser Erhebungen eingeschraubt sind, Backen 44
tragen, die an ihrer Unterseite mit konvex gerundeten Flächen in Wirkverbindung
stehen, welche sich quer über radiale Ausrückhebel 45 erstrecken, wobei die Hebel
auf der Deckplatte 14 drehbar gelagert und an ihren Innenenden mit einer Schubplatte
46 mittels Federn 47 in Wirkverbindung gehalten werden. Die Hebeldrehzapfen werden
durch L-förmige Konsolen 48 gebildet, die
an der Deckplatte befestigt
sind, wobei ein Schenkel jeder Konsole in eine abgerundete Quernut 49 in einem Hebel
eingreift.
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Ein Ausrücklager 51, welches an einer Auswerfergabel 52 befestigt
ist, ist so eingerichtet, dass es mit der Schubplatte 46 in Wirkverbindung zu bringen
ist, um die Innenenden der Ausrückhebel in Richtung auf die Schwungscheibe zu pressen
und dadurch die Druckplatte von der Schwungscheibe wegzubringen. Die Auswer-
| fergabel ist so eingerichtet, dass sie mechanisch oder hydrat- |
lisch von einem vom Fahrer des Fahrzeuges betätigten Pedal aus oder durch andere
geeignete Mittel betätigt werden kann. zinn sich die Kupplung nicht dreht, dann
wird die Druckplatte 21 in Richtung auf die Reaktionsplatte 22 durch die Federn
26 zurückgezogen, wobei die Rollen 36 radial nach innen gegen die Vorsprünge 41
gedrückt werden, und die Lage der Druckplatte 21 relativ zur Reaktionsplatte 22
bestimmt. Die Lage der Reaktionsplatte 22 wird durch die Stellung der Muttern 32
an den Bolzen 31 bestimmt, und wird eingestellt, wenn die Kupplung zusammengebaut
wird, so dass ohne Fliehkrafteinwirkung die Druckplatte 21 genügend weit von der
Schwungscheibenfläche 12 entfernt ist, um der angetriebenen Platte 18 eine freie
Drehung zu ermöglichen.
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Wenn die Schwungscheibe 10 in Drehung versetzt wird, und wenn eine
solche Drehzahl erreicht wird, bei welcher die Fliehkraft an den Rollengevichten
36 die Kraft der Federn 26 überwindet, dann bewegt sich die Druckplatte in Richtung
auf die Schwungscheibe, und es wird bei zunehmender Drehzahl ein gesteigerter Klemmdruck
auf die getriebene Platte 18 ausgeübt.
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Die Wirkung dieses Klemmdruck wird durch die auf die Reaktionsplatte
einwirkenden Federn 24 aufgenommen, wobei diese Federn progressiv zusammengedrückt
werden, wenn die Fliehkraft mit der Drehzahl zunimmt.
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Die Kupplung wird somit ausgerückt, wenn die Maschine nicht oder
mit geringer Drehzahl läuft, und rückt sich bei zunehmender Drehzahl selbsttätig
ein. Die Kupplung kann jedoch auch von einem Fahrer ausgerückt werden, und zwar
unter Bedingungen, unter denen sie normalerweise eingerückt wäre, wobei der Fahrer
das Pedal betätigt, um das Ausrücklager in Richtung auf die Schwungscheibe zu bewegen
und somit die Ausrückhebel 45 zu kippen, um die Druckplatte 21 von der Schwungscheibe
wegzuziehen und die Klemmkraft von der angetriebenen Platte wegzunehmen.
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Eine Fliehkraftkupplung, die bei niedriger Maschinendrehzahl selbsttätig
ausgerückt wird, gestattet es nicht, dass die Maschine eines Fahrzeuges irgendeine
Bremswirkung bei geringen Geschwindigkeiten ausübt, und die Maschine eines Fahrzeuges,
das mit einer solchen Kupplung ausgerüstet ist, kann nicht durch Anschleppen bzw.
Anschieben des Fahrzeuges gestartet werden, da die Kupplung ausser durch Drehen
der Maschinen-Kurbelwelle nicht ausgerückt werden kann. Fig. 4 zeigt eine Anordnung,
die es ermöglicht, ein Bremsen der Maschine und Starten durch Abschleppen bei einer
neuerungsgemässen Kupplung zu bewirken, wobei eine Einrichtungs-Kupplungsvorriohtung
53 zwischen der angetriebenen Welle 19 und der Kurbelwelle 11 vorgesehen ist, die
es ermöglicht, die Kurbelwelle unabhängig von der angetriebenen Welle in der normalen
Drehrichtung zu drehen, jedoch ein Drehmoment von der angetriebenen Welle
auf
die Kurbelwelle überträgt, wenn die erstere in der normalen Richtung gedreht wird.
Die Kupplungsvorrichtung 53 weist Rollen 54 auf, die eine Einweg-Verkeilwirkung
zwischen in geeigneter Weise ausgebildeten Flächen an einer Buchse 55, die mit der
angetriebenen Welle 19 verkeilt ist, und an einer Umfangswand einer Aussparung 56
am Ende der Kurbelwelle haben.
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Schutzansprüche