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Bohrstange mit einstellbarem Schneidstahl Die Neuerung bezieht sich
auf eine Bohrstange mit einstellbarem Schneidwerkzeug, dessen federnder Schaft in
eine Längsnute der Bohrstange eingelassen und mit seinem einen Ende in dieser lösbar
befestigt ist, während das andere Ende einen Schneidkörper mit einer seitlich vorstehenden
Schneide trägt und mittels eines am Schaftrücken angreifenden Stellgliedes nach
außen verdrängbar
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Gegenstand des Gebrauchsmusters ist die Weiterbildung der Neuerung
gemäß dem D. B. G. M. 1 849 882 zur spielfreien Feinverstellung der Schneide, zur
Erweiterung des Drehbereiches und im besonderen zur zusätzlichen Grobverstellung
des Werkzeuges.
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Diese Weiterbildung wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß das
Stellglied aus einem Keil besteht, der in der Längsnute der Bohrstange verstellbar
geführt ist und mit einer Keilfläche am Rücken des Werkzeugschaftes angreift.
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Der Keil, dessen Keilflächen in einem spitzen Winkel zueinander stehen,
kann einen Ansatz aufweisen, der in einer entsprechenden Ringnute einer Stellschraube
geführt ist. Dabei ist es zweckmäßig, wenn der Ansatz des Keiles konvergierende
Flanken hat, die mit divergierenden Flanken der Ringnute spielfrei zusammenwirken.
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Um das Gewindespiel der Stellschraube auszuschalten, kann dieselbe
an ihrem gewindeseitigen Ende mit axial verlaufenden Einschnitten versehen sein.
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Da die Verstellbewegung des federnden Werkzeugschaftes eine begrenzte
ist, kann zur Erweiterung des Verstellbereiches der Schaft der Bohrstange an seinem
Ende mit einem im Querschnitt schwalbenschwanzförmigen Querschieber versehen sein,
der in einer entsprechenden Führung eines ebenfalls mit einem Schaft versehenen
Aufnahmekopfes verstellbar ist.
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Diese Querverschiebung der Bohrstange in einer Ebene ihrer Längsachse
dient gleichzeitig zur Grobverstellung der Schneide. Zu diesem Zweck kann der Querschieber
eine durchgehende Gewindebohrung in Verstellrichtung aufweisen und mit einem passenden
Gewindebolzen zusammenwirken, der länger ist als die Gewindebohrung und zwischen
gegenüberliegenden Flanken des Aufnahmekopfes unverschiebbar gelagert isto
Der
Aufnahmekopf kann ferner mit einer Abdeckung, beispielsweise einer Deckplatte versehen
sein, die den Querschieber überdeckt und dessen Verstellweg mittels eines Schlitzes
begrenzt, in dem die Bohrstange geführt ist.
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Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Neuerung in einem Ausführungsbeispiel
veranschaulicht und zwar zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Bohrstange,
Fig. 2 die mit einem Querschieber versehene Bohrstange in einem teilweise geschnitten
dargestellten Aufnahmekopf, Fig. 3 eine Seitenansicht zu Fig. 2 und Fig. 4 eine
Draufsicht zu den Fig. 2 und 3.
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In den dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Bohrstange mit
11 und ihre Längsnute mit 12 bezeichnet. Die Längsnute 12 verläuft in der Regel
parallel zur Mittellängsachse der Bohrstange. In die Längsnute 12 ist in der Art
einer Blattfeder der Schaft 13 eines Schneidstahles 15 eingelassen, der an seinem
einen Ende mittels einer Schraube 14 mit der Bohrstange 11 fest verschraubt ist.
Das andere Ende des Schneidstahlschaftes 13, das den Schneidstahl 15 trägt, liegt
frei in der Längsnute 120 Zum Verdrängen des federnden Schneidstahlschaftes 13 bzw.
dessen Schneidstahl 15 aus der Längsnute 12 nach außen dient im dargestellten Ausführungsbeispiel
ein Keil 30,
der in der Längsnute 12 der Bohrstange 11 verstellbar
geführt ist und mit einer Keilfläche am Rücken des Werkzeugschaftes 13 angreift.
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Der Keil kann sich mit seiner gegenüberliegenden Keilfläche am Grund
der Längsnute 12 abstützen, wobei die Federkraft des Werkzeugschaftes 13 ein sattes
Anliegen des Keiles an seinem Rücken einerseits und an der Sohle der Längsnute 12
andererseits gewährleistet.
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Zum Verstellen des Keiles in der Längsnute 12 zum Verdrängen oder
Zurückholen des Schneidstahles 15 dient im dargestellten Ausführungsbeispiel eine
Stellschraube 31, die in einer schräg zur Längsachse der Bohrstange 11 verlaufenden
Gewindebohrung 32 verschraubbar ist. Der Gewindezapfen 33 der Stellschraube 31 geht
in einen zylindrischen Teil über, der in einer zylindrischen Bohrung 34 geführt
ist, von der die Gewindebohrung 32 ausgeht. Die zylindrische Bohrung 34 begrenzt
den Verstellweg der Stellschraube 31 Die Stellschraube 31 hat i Bereich ihres zylindrischen
Teiles eine Ringnute 35 mit nach außen divergierenden Flanken 36. In diese Ringnute
35 greift ein Ansatz 37 des Keiles 30 ein, der in seiner Form der Ringnute 35 angepasst
ist und konvergierende Flanken besitzt, die mit den divergierenden Flanken 36 der
Ringnute 35 in der Weise übereinstimmen, daß der Andruck des federnden Schaftes
13
auf den Flanken liegt. Da der Ansatz 37 des Keiles 30 im Querschnitt
etwas größer bemessen ist als die Ringnute 35, wird der Keil 30 in einem bestimmten
Abstand von der Stellschraube 31 gehalten, so daß die dem Ansatz 37 zugekehrte Keilfläche
nicht an der Sohle der Längsnute 12 anliegt, sondern über dieser frei liegt.
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Auf diese Weise kann der Keil 30 gegenüber der Stellschraube 31 vollkommen
spielfrei in der Längsnute 12 geführt werden.
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Die Stellschraube 31 ist an ihrem gewindeseitigen Ende mit axial verlaufenden
Einschnitten 38 versehen, die eine satte und praktisch spielfreie Führung des Gewindezapfens
33 in der Gewindebohrung 32 ermöglichen.
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Zum Verdrehen der Stellschraube 31 dient ein Innensechskant 39 an
der äußeren Stirnseite ihres zylindrischen Teiles. Ein Stellschlüssel 40 mit einem
stirnseitigen Außensechskant kann mit dem Innensechskant 39 der Stellschraube 31
in Eingriff gebracht werden. Dieser Stellschlüssel 40 hat im Bereich seines Außensechskantes
einen zylindrischen Teil 41 mit Markierungsstrichen 42, die axial verlaufen und
als Skalenmarkierungen gegenüber einem nicht dargestellten Markierungsstrich an
der äußeren Stirnseite der Bohrstange 11 dienen.
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Beim Eindrehen der Stellschraube 31 wird der Keil 30 in der Längsnute
12 spielfrei mitbewegt, wobei der federnde
Schaft 13 des Schneidstahles
15 nach außen verdrängt wird. Beim Zurückdrehen der Stellschraube 31 geht der Schneidstahl
15 unter der Einwirkung der Federkraft des Schaftes 13 soweit zurück, bis der Schaft
13 entspannt ist.
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Die Verstellung des Schneidstahles ist eine Feinverstellung, die innerhalb
eines begrenzten Verstellbereiches eine Verstellbewegung in der Größenordnung von
0,001 Millimetern an gestattet. Zum Erzielen eines größeren Verstellbereiches kann
die Bohrstange 11 an ihrem Schaftende mit einem im Querschnitt schwalbenschwanzförmigen
Querschieber 5C versehen sein, der in einer entsprechenden Führung eines Aufnahmekopfes
51 verstellbar ist.
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Im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 2, 3 und 4 weist
der Querschieber 50 eine durchgehende Gewindebohrung in Verstellrichtung auf und
wirkt mit einem passenden Gewindebolzen 52 zusammen, der im Ausmaß des gewünschten
Verstellbereiches der Bohrstange 11 länger ist als die Gewindebohrung des Querschiebers
50.
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Der Gewindebolzen 52 ist zwischen gegenüberliegenden Flanken 53 des
Aufnahmekopfes 51 drehbar, jedoch unverschiebbar gelagert, wobei dafür Sorge getragen
ist, daß der Gewindebolzen 52 zwischen den Blanken 53 praktisch kein Axialspiel
hato Einer der beiden Lagerzapfen 54 des Gewindebolzens hat einen Innensechskant
55 zum Einsetzen eines Stellschlüssels. Auch zur Betätigung des Gewindebolzens
52
kann der Stellschlüssel 40 Verwendung finden, wobei die Markierungsstriche 42 desselben
eine Ablesung der Verstellbewegung gegenüber einem Markierungsstrich an der Außenseite
der zugeordneten Flanke 53 gestatten.
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Der Aufnahmekopf 51, der einen Schaft 56 besitzt, kann ferner mit
einer Deckplatte 57 versehen sein, die den Querschieber 50 überdeckt und dessen
Verstellweg mittels eines Langloches 58 begrenzt, in dem die Bohrstange 11 geführt
ist. Das Langloch 58 wird von innen her durch den Querschieber 50 abgedeckt, so
daß keine Späne in die Führung des Querschiebers 50 und in das Gewinde des Bolzens
52 gelangen können.
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Die Verstellung der Bohrstange im Aufnahmekopf 51 dient zur Grobverstellung
des Schneidstahles innerhalb eines größeren Verstellbereiches, während die Feinverstellung
innerhalb eines kleineren Verstellbereiches mittels des Schiebekeiles 30 ermöglicht
wird.