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Schaufelartig Transportpritsche, insbesondere Schneeräumschaufel
In kleineren und mittleren gewerblichen und landwirtschaftlichen Betrieben tritt
häufig das Bedürfnis auf, schaufel-und schüttfähiges Material jeder Art von einer
Stelle an eine andere Stelle zu verbringen Es ist sehr umständlich, das genannte
Material von Hand in Transportbehälter zu schaufeln, diese dann an den neuen Lagerort
zu verbringen und dort leerzuschaufeln. Ganz besonders lästig und zeitraubend ist
es, im Winter bei starkem Schneefall den Schnee von engen Zufahrtswegen, Höfen und
Plätzen zu beseitigen, da das übliche Fortscnaufeln und - schieben zu viel Zeit
in Anspruch nimmt und dann ebenso wie die Verwendung von Schneepflügen nicht möglich
ist, wenn der Schnee von den engen Höfen, Wegen und Plätzen völlig entfernt werden
muß.
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Die Neuerung zielt darauf ab, eine schaufelartige Transportpritsche,
insbesondere zum Schneeräumen zu schaffen, die den vorstehend geschilderten Mißständen
abhilft.
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Neuerungsgemäß besteht die Pritsche aus einem, eine Bodenplatte, zwei
Seitenwände und eine Stirnwand aufweisenden, kastenförmigen Aufnahmebehälter, der
leicht anbringbar und abnehmbar mit den Lenkern von an Schleppern angebrachten,
vorzugsweise hydraulisch betätigbaren Dreipunktaufhängungen verbunden ist und an
diesen heb-und senkbar sowie kippbar angelenkt ist. Da Schlepper mit Dreipunktaufhängung
praktisch allen infrage kommenden Betrieben zur Verfügung stehen, können das Wegtransportieren
von schaufelfähigen materialien und vor allem das Wegräumen von Schnee nach dem
nur kurze Zeit in Anspruch nehmenden Anbringen der neuen Pritsche am Schlepper sofort
begonnen und raschestens durchgeführt werden.
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Eine sehr stabile und betriebssichere Konstruktion wird erreicht,
wenn die Stirnwand der Pritsche fest an einem Eahmengestell angebracht ist, das
einerseits mit den beiden unteren Lenkern der Dreipunktaufhängung unmittelbar und
andererseits mit dem oberen Lenker mittelbar über eine hinten in der Mitte an das
Gestell angelenkte, vertikale Stützschiene verbunden ist, die eine das Rahmengestell
ver-und entriegelnde, willkürlich betätigbare Klinkenanordnung aufweist. Diese Gestaltung
gestattet es, die Pritsche in die gewünschte Höhenlage zu bringen, sie nach Herunterkippen
auf dem Boden entlang zu schieben, in das zu transportierende Schüttgut bzw. in
den Schnee hineinzuschieben und so zu füllen, um sie nach Hochkippen bis zum Lblageort
zu verbringen und dort durch Herunterkippen zu entleeren.
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Gemäß einer bevorzugten und einfachen konstruktiven Weiterbildung
der Neuerung ist das untere Ende der beispielsweise ein U-Profil aufweisenden Stützschiene
mit dem Rahmengestell mittels eines scharnierartigen Gelenkes verbunden, das aus
einer an der Stützschiene angeschweißten Lagerbuchse, aus zwei an einer unteren
Querschiene des Gestelles angeschweißten und mit Bohrungen versehenen Lappen und
einem Lagerbolzen besteht, während das obere Ende der Stützschiene einerseits fest
aber gelenkig mit dem oberen Lenker der Dreipunktaufhängung verbunden ist und andererseits
verrastbar mit einer oberen Querschiene des Rahmengestelles in Verbindung steht.
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Eine den rauhen Betriebsbedingungen gut angepaßte Verriegelungsanordnung
besteht darin, daß nahe dem oberen Ende der Stützschiene an dieser zwei seitliche,
nach vorn ragende Längslaschen mit einem in ihnen gelagerten Bolzen und nach hinten
gerichtete Lappen mit Bohrungen für einen weiteren Bolzen befestigt, z. B. verschweißt
sind, daß am ersten Bolzen einerseits der obere Lenker der Dreipunktaufhängung und
andererseits eine aus zwei Längslaschen und einem diese fest verbindenden Quersteg
bestehende, unten in Sperrnasen auslaufende Sperrklinge schwenkbar gelagert ist,
während auf dem zweiten Bolzen ein schwenkbarer Auslösehebel sitzt, der, beispielsweise
mittels eines Seiles, vom Fahrersitz aus betätigbar ist und eine unter den Quersteg
der Sperrklinke greifende Nase aufweist.
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Hierbei kann die Bodenplatte auf fest mit dem Rahmengestell verbundenen,
nach hinten keilförmig abgeschrägten Tragschienen sitzen und am hinteren Ende untere
Gleitkufen aufweisen.
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Um das Aufnehmen der schaufelfähigen Materialien, insbesondere des
u. U. vereisten und Steine, Holzteile usw. enthaltenden Schnees auch von unebenem
Boden zu erleichtern, ist die Bodenplatte zweckmäßig derart ausgebildet, daß sie
auf fest mit dem Rahmengestell verbundenen, nach hinten keilförmig abgeschrägten
Tragschienen sitzt und am hinteren Ende untere Gleitkufen aufweist.
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Es ist wünschenswert, die neuerungsgemäße Pritsche auch zum Verladen
und Transportieren anderer Materialien und Güter zu verwenden. Zu diesem Zweck sind
die Seitenwände der Pritsche nahe den rückwärtigen Kanten mit Bohrungen versehen,
die zum Einsetzen von Bolzen, Stiften u. dgl. für die Befestigung einer mit Haltelappen
versehenen Rückwand dienen.
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Nachstehend wird eine Ausführungsform der Neuerung anhand der Zeichnung
beschrieben. In dieser zeigen Abb. 1 die Seitenansicht einer neuerungsgemäßen Pritsche
in Verbindung mit einem Schlepper und in verriegelter Stellung, Abb. 2 die gleiche
Ansicht in entriegelter Stellung der Pritsche, Abb. 3 eine Ansicht auf die Stirnwand
der Pritsche,
Abb. 4 eine Seitenansicht der Pritsche mit einer Rückwand,
Abb. 5 eine Seitenansicht der Verriegelung und Abb. 6 eine Draufsicht auf die Verriegelung
in vergrößertem Maßstab.
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Wie Abb. 1 zeigt, ist an einem Schlepper 1 eine schaufelartige Pritsche
angehängt, die aus einer Bodenplatte 2, zwei Seitenwänden 3 und einer Stirnwand
4 besteht. Diese ist fest mit einem rückwärtigen Rahmengestell verbunden, beispielsweise
verschweißt, das aus einer oberen Winkelprofilschiene 5 mit oberem, zur Pritsche
gerichteten Schenkel 6, einer unteren Winkelprofilschiene 7 und zwei seitlichen
Winkelprofilschienen 8 mit außen liegenden, zum Schlepper 1 gerichteten Schenkeln
9 besteht. Die Schienen 5, 7 und 8 sind vorzugsweise durch Schweißen fest miteinander
verbunden.
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Am unteren Ende des Rahmengestelles 5, 7, 8 sind zwei ebenfalls aus
Winkelprofilen bestehende, schräg nach unten gerichtete und am Ende abgeschrägte
Tragschienen 10 angeschweißt, an denen die Bodenplatte 2 starr befestigt ist. An
den hinteren Kanten der Seitenwände 3, die hier übereinander mehrere Bohrungen 11
aufweisen, kann dann, wenn die Pritsche als allseitig geschlossener Transportkasten
verwendet werden soll, eine rückwärtige Abschlußwand 12 angebracht-werden, die zu
diesem Zweck nach vorn - abgewinkelte, mit Bohrungen versehene und beispielsweise
angeschweißte
Haltelappen 13 erhält, so daß durch die einander entsprechenden Bohrungen der Lappen
13 und der Seitenwände 3 Schraubbolzen, Stecker o. dgl. geführt werden können.
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Am hinteren Ende der Bodenplatte 2 sind unten beiderseits je eine
bogenförmige Gleitkufe 14 angebracht, die ein Hängenbleiben des Pritschenbodens
an irgendwelchen festen Gegenständen, wie Steinen, Wurzeln, Eisstücken u. dgl. verhindern
sollen.
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Die vorstehend beschriebene Pritsche ist auf folgende Weise mit dem
oberen Lenker 15 und den unteren Lenkern 16 der am Schlepper 1 befestigten Dreipunktlagerung
verbunden : An der Vorderseite der Stirnwand 4 ist mittig eine etwa vertikale Stützschiene
17 mit U-Profil vorgesehen, an deren unterem Ende in Höhe der unteren Winkelprofilschiene
7 des Ralmengestelles eine Lagerbuchse 18 angeschweißt ist.
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Beiderseits dieser Buchse 18 sind an die eben erwähnte Schiene 7 mit
Bohrungen versehene Lappen 19 angeschweißt.
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Ein durch die Buchse 18 und die Bohrungen der Lappen 19 hindurchgesteckter
Bolzen 20 verbindet die Pritsche scharnierartig mit der Stützschiene 17. Am oberen
Ende dieser Stützschiene ist eine erheblich über die Profilbreite hinausragende
Querlasche 21 angeschweißt, während in bestimmtem Abstand darunter an den Schenkeln
des U-Profils der Stützschiene 17 zum Trecker 1 gerichtete, eine Gabel bildende
Längslaschen 22 angeschweißt sind, die Bohrungen zur
Aufnahme eines
Bolzens 23 aufweisen. An diesen ist der obere Lenker 15 der Dreipunktlagerung des
Schleppers 1 angelenkt, während die unteren Lenker 16 der genannten Lagerung mittels
Bolzen 24 der Höhe nach einstellbar in übereinander liegende Bohrungen 25 der seitlichen
Schenkel 9 der Profilschienen 8 einhängbar sind.
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Auf dem Bolzen 23 sind nach außen neben den starr an der Stützschiene
17 befestigten Längslaschen 22 zwei weitere, durch einen oberen, eingeschweißten
Quersteg 26 fest miteinander verbundene Längslaschen 27 schwenkbar gelagert, die
nach hinten über die Breite des Schenkels 6 der oberen Profilschiene 5 hinausreichen.
An ihren freien Enden sind sie abgeschrägt und abgerundet, und ihre unteren Kanten
laufen in Sperrnasen 28 aus, die hinter den rückwärtigen Rand des Schenkels 6 der
oberen Profilschiene 5 greifen' und so das Rahmengestell 5-9 und damit die mit diesem
verbundene Pritsche 2-4 in der dargestellten Stellung verriegeln können. Die Teile
26-28 bilden somit eine Sperrklinke.
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Zum Entriegeln dieser Sperrklinke 26-28 dient ein Auslösehebel 29.
Dieser ist um einen Bolzen 30 schwenkbar, der in Bohrungen von gabelartig nach hinten
gerichteten, an der rückwärtigen Fläche der Stützschiene 17 angeschweißten Lappen
31 gelagert ist. Der Auslösehebel 29, der eine unter den Quersteg 26 der Sperrklinke
26-28 greifende Nase 32 aufweist, kann mittels eines an seinem oberen freien Ende
befestigten,
bis zum Schlepperfahrer reichenden Seiles 33 im Uhrzeigersinn geschwenkt werden.
Er verschwenkt hierbei die Sperrklinke 26-28 im Uhrzeigersinn maximal bis zu der
als Anschlag wirkenden Querlasche 21 und entriegelt so die Pritsche. Werden hierbei
die hydraulisch betätigbaren Schwenkarme 34 im Uhrzeigersinne verschwenkt, dann
wird, vgl. Abb. 6, mittels der kniegelenkartig mit ihnen verbundenen und an die
unteren Lenker 16 der Dreipunktaufhängung angelenkten Hubstangen 35 die Pritsche
an den Bolzen 24 angehoben und gleichzeitig nach hinten geführt.
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Sie wird auf diese Weise gekippt und kann ihren Inhalt nach hinten
entleeren. Um sie weder aufnahmebereit zu machen, braucht das Gestänge 34, 35,36
nur im entgegengesetzten Sinne gesteuert zu werden. Die Teile dieses Gestänges werden
dann in die in Abb. 1 dargestellte Lage zurückgeführt, und die inzwischen freigegebene
Sperrklinke 26-28 wird beim Rückschwenken von der oberen Profilschiene 5 kurz angehoben,
um dann mit ihrer Nase 28 vor den oberen Schenkel 6 der Profilschiene 5 zu greifen
und die Pritsche in der Ladestellung zu verriegeln.