-
Aufstellbares Plakat od. dgl.
-
Die Neuerung betrifft ein aufstellbares Plakat od. dgl., das aus
einem unmittelbar bedruckten Pappzuschnitt gebildet ist und durch entsprechende
Ausbildung eines aus der Rückwand desselben herausschwenkbaren Aufstellers und Verriegelungsmittels
die notwendige Standsicherheit aufweist.
-
Die Neuerung geht von einem Plakat aus, bei dem die Frontseite nach
hinten umlegbare Randstreifen trägt, von denen vorzugsweise einer zur Bildung der
Rückwand verbreitert ist und zur Erzielung eines Wölbungseffektes der Frontseite
mit den übrigen Randstreifen fest, z. B.
durch Kleben od. dgl. verbunden
ist. Bei Plakaten dieser Art ist bekanntlich durch die nur mittelbare Verbindung
von Rückwand und Frontseite über die Randstreifen die Frontseite von Verspannungen
frei gehalten, die vielfach zu Deformierungen derselben führen.
-
Nach der Neuerung ist vorgesehen, daß bei einem dieserart gebildeten
Plakat od. dgl. mindestens ein Aufsteller und das Verriegelungsmittel an zwei einander
gegenüberliegenden Seiten der Frontplatte angeordneten Randstreifen angeschnitten
sind. Bei einer bevorzugten Ausführungsform, kann hierzu der Aufsteller jeweils
an dem die Rückwand bildenden Randstreifen und das Verriegelungsmittel an dem diesen
gegenüberliegenden Randstreifen angeordnet sein. Der Aufsteller ist vorzugsweise
durch einen ebenen Streifenteil gebildet, der um eine vorbereitete Faltkante frei
abbiegbar am Randstreifen angeschnitten ist, dessen zu beiden Seiten des Aufstellers
sich erstreckenden weiteren Streifenteile mit den übrigen Randstreifen, z. B. durch
Kleben od. dgl. fest verbunden sind. Durch diese Ausbildung der Plakatrückseite
werden einmal große Verbindungsflächen und dadurch große Festigkeiten des Plakats
erzielt und zum anderen die Möglichkeit geschaffen, den Aufsteller und das Verriegelungsmittel
mit ausreichender Größe auszubilden, ohne hierzu durch eine Vielzahl von Schnittkanten
in einem Randstreifen eine nachteilige Unterteilung desselben vorzunehmen.
-
Der weiteren Neuerung gemäß wird vorgeschlagen, den Aufsteller parallel
im Abstand seiner vorgefertigten Faltkante mit einem Schlitz od. dgl. zur Aufnahme
des Verriegelungsmittels, insbesondere eines an diesem angeformten Ansatzes zu versehen.
Das Verriegelungsmittel kann durch einen ebenen Randstreifenteil gebildet sein,
der über eine Faltkante am Randstreifen angreift und dessen freies Ende zur Bildung
eines Ansatzes bzw. eines Stützlagers für den Aufsteller mindestens eine Absetzung
aufweist. Als vorteilhaft hat sich hierzu die Anordnung von zwei, vorzugsweise symmetrischen
Absetzungen erwiesen.
-
Durch Eingreifen des am Verriegelungsglied angeordneten Ansatzes in
den Aufnahmeschlitz des Aufstellers ist eine sichere Arretierung desselben in der
Schwenkstellung erreichbar.
-
Der weiteren Neuerung gemäß ist vorgesehen, den Aufsteller an einem
sich annähernd über die ganze Länge des Plakates erstreckenden Randstreifen, d.
h. an einem die gesamte Rückwand bildenden Teil des Pappzuschnittes anzuordnen.
Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, bei entsprechender Ausbildung
der übrigen Randstreifen, den den Aufsteller bzw. das Verriegelungsmittel tragenden
Streifen nur mit einer Teillänge des Plakates auszubilden, wenn darauf geachtet
ist, daß eine ausreichende Überbrückung der übrigen Randstreifen gewährleistet ist.
-
Während bei Plakaten mit kleineren Abmessungen die
Anordnung
eines einzigen Aufstellers bereits eine ausreichende Standfestigkeit des Plakates
ergibt, ist bei größeren Plakaten der Neuerung gemäß die Anordnung von mindestens
zwei Aufstellern an einem Randstreifen vorgesehen, denen eine entsprechende Anzahl
Verriegelungsmittel am gegenüberliegenden Randstreifen zugeordnet sind.
-
Es entspricht dem Wesen der Neuerung, daß diese nicht auf Ausführungsformen
beschränkt bleibt, bei denen die Aufsteller und die Verriegelungsmittel an Randstreifen
angeordnet sind, die an gegenüberliegenden Seiten des Frontteils angeordnet sind.
Es ist durchaus denkbar, daß eine sichere Standfestigkeit des Plakates auch dann
erreichbar ist, wenn der Aufsteller etwa an einem seitlich an der Frontseite des
Plakats angreifenden Randstreifen angeschnitten ist, während das Verriegelungsmittel
an einem quer zu diesen sich erstreckenden Randstreifen vorgesehen ist.
-
Weiter sind die durch die Neuerung erzielten Vorteile auch dann erreichbar,
wenn die den Aufsteller aufweisende Rückwand durch einen selbständigen Pappzuschnitt
gebildet ist, der an der Frontseite des Plakats angebogenen Randstreifen fest anbringbar
ist. Bei den dieserart ausgebildeten Plakaten kann an dem die Rückwand bildenden
Zuschnitt ein als Aufsteller dienender Streifenteil angeschnitten sein, dem ein
weiterer als Verriegelungsmittel dienender Streifenteil an einem der übrigen Randstreifen,
vorzugsweise
an dem der Aufstellfläche zugewandten Ende sich an der Frontseite anschließenden
Randstreifen, zugeordnet ist. Durch Zusammenstecken von Aufsteller und Verriegelungsmittel
ist der Aufsteller in der geschwenkten Stellung arretierbar und das Plakat sicher
aufstellbar.
-
In Fortführung des neuerungsgemäßen Gedankens können schließlich
der Aufsteller und das Verriegelungsmittel an einem einzigen Randstreifen angeschnitten
sein und über vorbereitete Faltkanten klappbar mit dem Randstreifen verbunden sein.
Bei dem so gebildeten Plakat weist also lediglich einer der Randstreifen die Mittel
zum Abstützen des Plakates und die erforderlichen armetierungsmittel auf und greift
darüber hinaus mit den seitlich des Aufstellers und des Verriegelungsmittels sich
erstreckenden Teilen fest an den übrigen Randstreifen an.
-
Schließlich ist noch vorgesehen, daß an einem, vorzugsweise dem den
Aufsteller aufweisenden Randstreifen oder Rückwandteil eine Öse angeschnitten ist,
die über eine vorbereitete Faltkante umlegbar am Randstreifen oder Rückwandteil
angreift. Das Plakat ist dadurch auch hängend benutzbar, wenn keine oder nur ungenügende
Aufstellflächen zur Verfügung stehen.
-
Das Wesentliche der Neuerung ist also darin zu sehen, daß der Aufsteller
und das Verriegelungsmittel an verschiedenen
Randstreifen angeordnet
sind und daß die beidseitig und/oder oberhalb des Aufstellers sich erstreckenden
Randstreifenteile an den übrigen Randstreifen fest angreifen, während die den Aufsteller
und das Verriegelungsmittel bildenden Randstreifenteile frei um ihre vorgebildete
Faltkante bewegbar sind. Durch diese Ausbildung ist dann noch der Vorteil gegeben,
daß durch entsprechende Bemessung der Länge des Verriegelungsmittels, der Schwenkwinkel
des Aufstellers veränderlich gestaltet sein kann und dadurch die Schräglage des
Plakats zur Aufstellebene variierbar ist.
-
In der Zeichnung ist die Neuerung anhand von Ausführungsbeispielen
dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen Zuschnitt eines Plakates, Fig. 2 eine Rückansicht
eines gefalteten Plakates nach der Fig. 1, Fig. 3 ein gefaltetes Plakat nach der
Fig. 1, in perspektivischer Darstellung, Fig. 4 einen Zuschnitt eines Plakates mit
mehreren Aufstellern, Fig. 5 eine Rückansicht eines Plakates nach Fig. 4, Fig. 6
eine Rückansicht eines gefalteten Plakates entsprechend einem anderen Ausführungsbeispiel,
Fig. 7 einen Zuschnitt einer Frontseite mit umlegbaren Randstreifen eines Plakates
für die Befestigung einer getrennten Rückwand, Fig. 8 eine Rückwand für ein Plakat
der Fig. 7,
Fig. 9 eine Rückansicht eines aus den Zuschnitten der
Fig. 7 und 8 gebildeten Plakates, Fig. 10 einen Zuschnitt einer weiteren Ausführungform
eines Plakates und Fig. 11 eine perspektivische Darstellung eines aufgestellten
Plakates der Fig. 10.
-
Beim Plakat nach den Fig. 1 bis 3 sind an einer Frontseite 1 durch
die Anordnung von Faltkanten 2 Randstreifen 3, 4 und 5 gebildet. Diese Randstreifen
sind um die Faltkante 2 nach hinten umlegbar, wobei durch angeschnittene Ecken 6
ein gegenseitiges Uberdecken derselben vermieden ist. Der Randstreifen 5 ist, wie
die Figuren weiter zeigen, zur Rückwand verbreitert und erstreckt sich damit annähernd
über die Breite der Frontseite.
-
Durch Schneidkanten 7 ist am Randstreifen 5 ein als Aufsteller 8 dienender
Randstreifenteil ausgebildet, der um eine vorbereitete Faltkante 9 aus der Ebene
des Randstreifens 5 herausklappbar ist. Am Randstreifen 4 ist ein Streifenteil 10
angeschnitten, der das Verriegelungsglied für den Aufsteller 8 bildet. Dieses ist
um eine Faltkante 11 schwenkbar. Das freie Rnde des Verriegelunggliedes 7 ist mit
seitlichen Absetzungen 12 versehen, die einen Steckansatz 13 und Stützflächen 14
ergeben.
-
Der Ansatz 13 greift in der Gebrauchslage des Plakates (Fig. 3) in
eine schlitzförmige Ausnehmung 15 des Aufstellers 8 ein, wodurch eine Arretierung
des Aufstellers
in der geschwenkten Stellung erreichbar ist. Beim
gefalteten Plakat sind die Randstreifen 3 und 4 zunächst nach hinten umgelegt und
auf die Außenseite derselben, die beidseitig des Aufstellers 8 sich erstreckenden
Randstreifenteile 5'des Randstreifens 5 fest, z. B. durch Kleben aufgebracht. Der
Aufsteller 8 ist im Gegensatz zu der festen Verbindung der benachbarten Randstreifenteile
5'mit den übrigen Randstreifen um die Faltkante 9 und das Verriegelungsglied 10
um die Faltkante 11 frei und unbehindert schwenkbar. Beim Einbringen des Ansatzes
13 in den Schlitz 15 liegt die Innenseite des Aufstellers 8 an die Stützflächen
14 des Verriegelungsgliedes an, wodurch unbeabsichtigtes Zurückschwenken des Aufstellers
verhindert ist.
-
Die so gebildete Rückwand zeichnet sich durch große Festigkeit aus
und hält die Frontseite 1 von Verspannungen frei. heiter wird ein olbungseffekt
an der Frontseite erzeugt, der bei Plakaten die Werbewirkung vorteilhaft erhöht.
Am Randstreifen 5 ist schließlich noch eine Öse 16 angeschnitten, die durch Schwenken
um eine Biegekante 17 ein Aufhängen des Plakates ermöglicht. Der Aufsteller 8 und
das Verriegelungsglied 10 sind beim Plakat an gegenüberliegenden Randstreifen angebracht.
-
Beim Plakat der Fig. 4 und 5 sind bei an sich gleichem Aufbau am
Randstreifen 5 zwei Aufsteller 8 angeschnitten,
die wiederum um
vorbereitete Faltkanten 9 schwenkbar sind. Am gegenüberliegenden Randstreifen 4
sind die zugehörigen Verriegelungsglieder 10 vorgesehen, die durch angeschnittene
Streifenteile gebildet sind. Die freien Enden der Verriegelungsglieder weisen wiederum
Ansätze 13 auf, In der gefalteten Stellung werden die Randstreifen 3 und 4 durch
die Randstreifenteile 5' und 5"verdeckt und fest mit diesen verbunden. Durch Schwenken
der Aufsteller 8 und der zugehörigen Verriegelungsglieder 10 und nach erfolgtem
Einbringen der Ansätze 13 in die Schlitze 15 ist das Plakat zum Aufstellen auf eine
Aufstellfläche vorbereitet. Die Anordnung von mehreren Aufstellern 8 an der Rückwand
des Plakates zeigt sich von besonderem Vorteil bei Plakaten mit großer Länge oder
aus dünnwandigen Pappzuschnitten.
-
Die Fig. 6 zeigt eine abgewandelte Form des Plakates nach der Neuerung.
Bei diesem sind wiederum an einer Frontseite 1 Randstreifen 3 angeordnet, die um
Faltkanten nach hinten umlegbar sind. Im Gegensatz zu den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen
ist an dem nunmehr seitlichen Randstreifen 5 ein Aufsteller 8 angeschnitten, und
das zugehörige Verriegelungsglied 10 an dem quer zu diesem sich erstreckenden Randstreifen
3 angeordnet. Der Aufsteller 8 ist durch Schneidkanten 7 gebildet und um eine vorbereitete
Faltkante 9 schwenkbar. Der Fig. 6 kann schließlich noch entnommen werden, daß der
Randstreifen 4 entsprechend weit über die Rückseite
des Plakates
vorgezogen ist, um mit dem den Aufsteller 8 tragenden Streifen fest, beispielsweise
durch Kleben, verbunden zu werden.
-
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 7 bis 9 sind an einer Frontseite
1 über Faltkanten 2 Randstreifen 3, 4 und 5''angebracht. Am Randstreifen 4 ist ein
Streifenteil 10 zur Bildung des Verriegelungsgliedes angeschnitten, der über eine
Faltkante 11 schwenkbar ist. Der Randstreifen 5'' ist im Gegensatz zum Ausftlhrungsbeispiel
der Fig. 1 bis 3 in geringerer Breite gehalten, da diesem nicht die Aufgabe zukommt,
gleichzeitig die Rückwand zu bilden. Als Rückwand dient vielmehr ein zusätzlicher
Zuschnitt 18, der getrennt vom übrigen Plakatzuschnitt gefertigt ist und durch Einbringen
von Schneidkanten 7 den Aufsteller 8 trägt. Der Aufsteller 8 ist um die vorbereitete
Faltkante 9 schwenkbar und mit einem Schlitz 15 zur Aufnahme des freien Endes des
Verriegelungsgliedes 10 versehen. Bei dem Plakat der Fig. 7 bis 9 sind im gefalteten
Zustand die Randstreifen 3 4 und 5" nach hinten umgebogen und an ihren Außenflächen
der Zuschnitt 18 fest, z. B. durch Kleben aufgebracht. Lediglich im Bereich des
Aufstellers 8 ist der Zuschnitt 18 nicht mit den übrigen Randstreifen verbunden,
wodurch die Ausschwenkbarkeit desselben gewährleistet ist.
-
In den Fig. 10 und 11 ist ein Pappzuschnitt gezeigt,
bei
dem in Abweichung des Neuerungsgedankens an einer
| Frontseite 1 über Faltkanten 2 Randstreifen 3,4' |
| L |
und 5''' angeordnet sind, bei dem durch entsprechende Schneidkanten 19 und 20 der
Aufsteller 8' und das Verriegelungsglied 10'angeschnitten sind. Der Aufsteller 8'
ist um die Biegekante 21 nach außen schwenkbar und durch Hintergreifen durch das
Verriegelungsglied feststellbar.
-
Auch bei dem dergestalt gebildeten Plakat ist der Randstreifen 5'''
zur Rückwand verbreitert und ausschließlich über die Randstreifen 3,41 mit der Frontseite
1 verbunden. Hierzu sind die seitlich vom Aufsteller 8' und Verriegelungsglied 10'sich
erstreckenden Teilen des Randstreifens 5'''klebend an den Randstreifen 3 und 4'gehalten.
-
Schutzansprüche :