-
Dekorationsständer für Bekleidungsstücke Bei Dekorationsständern
für Bekleidungsstücke besteht die Aufgabe, eine beliebige Winkelstellung bzw. Neigung
des Ständers zur Lotrechten und eine beliebige Höhenlage und eine beliebige Höhenlage
des Büstenteiles des Dekorationständers über dem Boden erzielen zu können, wobei
der Dekorationsständer sich bei jeder beliebigen Neigung im Gleichgewicht befinden
muß. Ferner soll der Aufbau des Dekorationsständers einfach sein und der Ständer
wenig Teile aufweisen Bei bekannten Dekorationsständern ist diese Aufgabenstellung
nur teilweise gelöst.
-
Es ist bekannt, einen Dekorationsständer etwa in seiner Hüfthöhe an
einem hohen Ständerfuß anzulenken. Der nach oben ragende Tragstab des Ständerfußes,
der an dem eigentlichen Dekorationsständer angreift, stört beim Aufbringen des auszustellenden
Kleidungsstückes, wenn der Ständer um einen wesentlichen Betrag zur Lotrechten geneigt
an dem Ständerfuß gehalten wird. Falls es sich um größere, durchgehende Kleidungsstücke
handelt, können diese nur auf die Vorderseite des
Dekorationsständers
aufgelegt, nicht aber in der üblichen Weise über diesen aufgezogen werden. Diese
genannte Art von Dekorationsständern war daher nur für die Ausstellung von Kombinationen,
z. B. aus Rock und Bluse bestehend, vielseitig verwendbar.
-
Bei einem anderen bekannten Dekorationsständer ist an einem am Ständerfuß
befestigten, mehrteiligen Tragstab etwa in
| Hüfthöhe des Dekorationsständers eine Dekorationsbüste an- |
| gelenkt und kann in unterschiedliche Winkellagen gegenüber |
| der Lotrechten gebracht werden. Da auch der Tragstab an dem |
Ständerfuß angelenkt ist, ist mit Rücksicht auf den Gleichgewichtszustand des gesamten
Dekorationsständers eine beschränke Neigung des Dekorationsständers gegenüber der
Lotrechten möglich.
-
Die Neuerung bezweckt, eine Lösung der eingangs genannten Aufgabenstellung
in Verbindung mit einer vielseitigen Verwendbarkeit eines Dekorationsständers unter
Vermeidung der Nachteile der bekannten Dekorationeständer zu schaffen.
-
Zu diesem Zweck geht die Neuerung von einem Dekorationeständer für
Kleidungsstücke aus, an dessen Fuß in einem einstellbaren Winkel ein mehrteiliger
Tragstab gehalten ist, an dem eine Dekorationsbüste befestigbar ist und sieht vor,
daß der Tragstab ein Teilstück aufweist, das zwei V-förmig zueinander verlaufende
Schenkel und an seinem Scheitel einen Ansatz
besitzt und dessen
Schenkel und Ansatz wahlweise mit den übrigen Teilstücken des Dekorationsständers
verbindbar sind.
-
Dieses V-förmige Teilstück des Tragstabes ermöglicht durch eine vielseitige
wahlweise Verbindung mit den übrigen Teilstücken des Dekorationsständers eine vollständige
Lösung der eingangs genannten Aufgabenstellung bei vollem Gewichtsausgleich des
Dekorationsständers, wobei die Art der Verbindung dieses Teilstückes mit den übrigen
Teilen des Dekorationsständers mit der Wahl der Winkelstellung des Tragstabes relativ
zum Ständerfuß zusammenwirkt, um unterschiedliche Neigungslagen des Dekorationsständers
und unterschiedliche Höhenlagen des Büstenteiles des Ständers über dem Boden erhalten
zu können.
-
Zweckmäßig verläuft der Ansatz des V-förmigen Teilstückes in einer
zu dem einen V-Schenkel parallelen Richtung. Durch diese Maßnahme wird eine noch
weitergehende Wahl des Neigungswinkels ermöglicht. In entsprechendem Sinne wirkt
sich auch die Verwendung der Maßnahme aus, daß ein die Dekorationsbüste tragendes
Teilstück des Tragstabes gelenkig ausgebildet sein kann, z. B. mit einem biegsamen
Rohrstück oder einem Kugelgelenk oder dergleichen.
-
Die einzelnen Teilstücke des Dekorationsständers sind zweckmäßig so
gestaltet, daß jedes Teilstück an einem
anderen und beispielsweise
die Dekorationsbüste selbst an dem Ansatz oder einem der Schenkel des V-förmigen
Teilstückes befestigbar ist.
-
Das an dem Ständerfuß angelenkte Teilstück des Tragstabes kann über
eine Rastenscheibe mit dem Ständerfuß verbunden sein, die eine Anzahl von Rastbohrungen
aufweist, durch die ein am Ständerfuß federnd gehaltener Steckzapfen einsteckbar
ist. Diese Art der Anlenkung ermöglicht ein sicheres Einstellen eines geeigneten
Neigungswinkels des Tragstabes.
-
Die Neuerung ist im folgenden anhand der Zeichnungen beispielsweise
näher erläutert, und zwar zeigt : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Dekorationsständers
nach der Neuerung für stehende Dekoration, wobei die einzelnen Teilstücke des Dekorationsständers
nicht miteinander verbunden, sondern lediglich in der richtigen Einstecklage dargestellt
sind, Fig. 2 eine Seitenansicht eines Dekorationsständers nach der Neuerung in einer
Einstellung für liegende Dekoration, wobei die Einzelteile des Ständers in der richtigen
Einstecklage, aber nicht miteinander verbunden dargestellt sind, Fig. 3 und 4 eine
Vorder-und eine Seitenansicht einer zweckmäßigen Ausführungsform des Ständergelenkes.
-
Ein aufrechtstehender Stab a des Ständerfußes ist mit einer Ausnehmung
b versehen (Fig. 4), in der eine Rastenscheibe c auf einem Zapfen c1 drehbar gelagert
ist. Die Rastenscheibe trägt eine Anzahl von Bohrungen e, durch die ein in dem Stab
a federnd gehaltener Steckzapfen f wahlweise einsteckbar ist. Mit der Rastenscheibe
c ist ein Teilstück d des aus mehreren Teilstücken bestehenden Tragstabes des Dekorationsständers
fest verbunden, z. B. durch Verschweißen. Die Neigung des Teilstückes d gegenüber
der Lotrechten ist durch die Wahl derjenigen der Bohrungen e gegeben, in die der
Steckzapfen f jeweils eingreift.
-
Das Teilstück d ist rohrförmig ausgebildet und trägt an seinem oberen
Ende eine mit einer Klemmschraube versehene Muffe d (Fig. 1).
-
Ein weiteres Teilstück des Tragstabes ist in den Zeichnungen (Fig.
1 und 2) mit h bezeichnet. Es weist zwei V-förmig zueinander verlaufende Schenkel
und an seinem Scheitel einen Ansatz h1 auf, der im wesentlichen zu der Richtung
des einen der beiden V-Schenkel parallel verläuft.
-
Ein weiteres Teilstück des Dekorationsständers nach der Neuerung ist
mit i bezeichnet und trägt über eine Gelenkverbindung (Kugelgelenk il) einen Stab
i2. Das eine Ende des Teilstückes i ist entsprechend dem Teilstück d mit einer an
sich bekannten Klemmeinrichtung versehen.
-
Der Dekorationsständer weist ferner eine eigentliche Dekorationsbüste
m auf, die in bekannter, nicht näher veranschaulichter Weise mit einem der Teilstücke
des Tragstabes des Dekorationsständers verbunden werden kann.
-
In Fig. 1 ist ein aus einem weichen, vorzugsweise elastischen Werkstoff
gefertigtes, hohles Taillenstück mit 1 bezeichnet. Ein Hüftstück k, das Rockspreizer
k1 trägt, ist mittels einer Klemmeinrichtung k2 mit dem Dekorationsständer verbindbar.
-
Für stehende Dekoration wird, wie in Fig. 1 angedeutet, das an dem
Ständerfuß angelenkte Teilstück d in eine lotrechte oder annähernd lotrechte Lage
gebracht und der eine der beiden V-Schenkel des Teilstückes h an dem vorgenannten
Teilstück festgeklemmt. Hierauf wird das Teilstück i an dem Ansatz h1 des V-förmigen
Teilstückes h festgeklemmt und an diesem das Hüftstück k befestigt. Hierauf wird
das Taillenstück 1 über das Teilstück i bis zum Aufliegen auf das Hüftstück k aufgeschoben
und die Dekorationsbüste m an dem Stab i2 des Teilstückes i befestigt. Die elastische
Ausbildung des Taillenstückes 1 und die Gelenkverbindung i1 ermöglicht es, die Dekorationsbüste
m gegenüber dem Tragstab in beliebiger Richtung zu neigen und gestattet eine beliebige"Haltung"des
Dekorationsständers.
-
Es ist ersichtlich, daß eine solche"aufgelockerte Haltung" auch bei
weggelassenem Teilstück i durch geeignete Wahl der Winkeleinstellung des Teilstückes
d und des in dieses eingesteckten V-Schenkels h darstellbar ist, wenn die Büste
m unmittelbar mit dem Ansatz h1 des V-förmigen Teilstückes h verbunden wird. Hierzu
trägt eine biegsame Ausbildung der Rockspreizer k1 in vorteilhafter Weise bei.
-
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Teile eines Dekorationsständers nach
der Neuerung für liegende oder halbliegende Dekoration.
-
Hierbei ist das untere Teilstück d des Tragstabes im wesentlich waagerecht
verlaufend angeordnet und der eine V-Schenkel des Teilstückes h an ihm festgeklemmt.
An dem anderen V-Schenkel wird das Teilstück i angeklemmt, das seinerseits die Dekorationsbüste
m trägt. Hierbei ist die Gewichtsverteilung derart, daß ein Kippen des Dekorationeständers
vermieden wird.
-
Größere, durchgehende Kleidungsstücke, wie z. B. Kleider, Mäntel und
andere, können derart auf den Dekorationsständer aufgebracht werden, daß sie das
obere Teilstück i und den oben liegenden V-Schenkel des Teilstückes h sowie den
Ansatz h1 vollständig verdecken, während das untere hintere Saumende zwischen den
beiden V-Schenkeln des Teilstückes oben zu liegen kommt, so daß eine einwandfreie
Dekoration möglich ist.
-
Es ist ersichtlich, daß außerdem die in Fig. 1 und 2 dargestellten
Anordnungen bzw. Stellungen eine Vielzahl von
Zwischenstellungen
des Dekorationsständers möglich ist, je nachdem in welcher Weise die Teilstücke
miteinander verbunden werden und welche Winkelstellung man für das untere Teilstück
b und das Gelenk des oberen Teilstückes i verwendet.