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J. S. Staedtler, Nürnberg, Rückertstraße 9 Kugelschreiber Die Erfindung
bezieht sich auf einen Kugelschreiber mit einer durch einen hinteren Druckbolzen
zu betätigenden Einstufenmechanik, welcher eine Rückstellfeder für die Mine und
eine Feder zum elastischen Abstützen der Mine in der Schreibstellung aufweist.
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Sie zielt darauf ab, einen Kugelschreiber zu schaffen, der bei üblichen
Abmessungen wahlweise eine Großraum-Mine oder eine Druckkugelschreiber-Mine A 3
aufnehmen kann.
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Außerdem ist sie darauf gerichtet, die sich bei der Betätigung der
Mechanik bewegenden Teile vom Druck der eingebauten Feder zu entlasten. Ferner bezweckt
sie, die Möglichkeit zu schaffen, daß der Kugelschreiber im Wechsel mit elastisch
abgestützter Schreibmine oder mit starrer bchreibmine versehen werden kann. Des
weiteren liegt ihr die Aufgabe einer möglichst einfachen Konstruktion und einer
raschen, vorzugsweise maschinellen, Montage zugrunde.
| Arfindungsgems'B ist deshalb die Ausbildung, so getroffen, |
| u |
| daßdie Abstützfeder für die Aine hint-r der Einstufen- |
mechanik angeordnet ist und sich einerseits gegen die hintere Rastkulisse der Nechanik
und andererseits gegen einen Bund des Stiftmantels anlegt. @s ist auf diese @eise
erreicht, das die chreibmine durc die Bestandteile der Einstufe@mechanik hindurchragen
kann, daß mithin eine lange Großraum-Mine einsetzbar ist. Diese ist auch ihrer Dicke
nach bequem unterzubringen, eil zwischen ihr und
| dem ztiftmantel sich nur die drei Kulissen der j... echanik |
| zubefinden brauchen. |
| ie Abstutzfeder ist nch einem weiteren Merkmal der r- |
| findun ausschaltbar, indem die hintere Aulisse der Me- |
| chanik in der ndstellung egen eitere Bewegung nach hin- |
| ten gesichert werden kann. Bei Ausschaltung der Abstütz- |
| feder hart die elastische Absttzung der bchreibmine auf. |
| C. D |
Diese wirkt wie eine starre weine.
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Das Ausschalten der Abstützfeder kann dadurch erfolgen, daß die hintere
Kulisse der @echanik um 180° umgesetzt
| wird, sodaß sie mit einem nach hinten verlängerten Vor- |
| ~, erten Vor- |
sprung sich in eine entsprechend verlängerte @ut des Stiftmantels einlegt. Dazu
können Vorsprünge und Auten herangezogen sein, welche vorgesehen sind, um die hintere
und die
vordere Kulisse der Mechanik bei deren Betätigung achsparallel
zu führen. Diese Vorsprünge sind an den Kulissen und die Nuten im Stiftmantel vorteilhafterweise
symmetrisch zu einer Längsmittelebene des Stiftes vorgesehen.
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Die weitere Erfindung geht dahin, daß beim Betätigen der Mechanik
durch den Druckbolzen zunächst die Rückstellfeder belastet und dann erst die wirksame
z. B. die mittlere Kulisse der Mechanik bewegt wird. Dies ergibt den Vorteil, daß
die Rückstellkraft der Rückholfeder sich während der Betätigung der Mechanik nicht
auf deren Teile auswirken kann. Diese unterliegen also nur einer ganz geringen Reibung.
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Vorzugsweise ist die Ausbildung so getroffen, daß der Druckzapfen
auf die Schreibmine wirkt und ein Druckbolzen-Bund nach kurzem Druckweg auf einen
die hintere Kulisse durchsetzenden Hals der mittleren Kulisse zwecks deren Verschiebung
stößt.
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Die Zeichnungveranschaulicht die Erfindung in schematischer Darstellung
an einem Ausführungsbeispiel. Es zeigt : Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Kugelschreiber,
Fig. 2 einen weiteren Längsschnitt um 1600 versetzt, Fig. 3 einen Schnitt nach A-B
der Fig. 2, Fig. 4 schaubildlich die Kulisse der Einstufenmechanik.
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Der Stiftmantel besteht aus dem vorderen Teil 1 und dem hinteren Teil
2, die mittels der Schraubhülse 3 miteinander verbunden sind. An der Stoßstelle
kann ein z. B. metallischer Zierring 4 vorgesehen sein.
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Die Schreibmine 5 ist eine Großraum-Mine in der üblichen genormten
Ausführung. Auf sie wirkt die Rückstellfeder 6, welche die Mine aus der Schreibstellung
jeweils wieder in die Ruhelage zurückschiebt.
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Der Kugelschreiber ist mit einer Einstufenmechanik verseheinz Solche
Mechaniken sind an sich bekannt. Ihre Betätigung erfolgt durch den hinten über den
Stiftmantel vorragenden Druckbolzen 7.
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Beim gezeichneten Ausführungsbeispiel besteht die Mechanik aus der
vorderen Kulisse 8, der mittleren Kulisse 9 und der hinteren Kulisse lo. Diese Kulissen
sind in üblicher Weise mit Rasten und Gegenrasten versehen, welche zusammenwirken.
Die wirksame Kulisse, welche wechselweise mit den Rasten der anderen beiden Kulissen
zusammenarbeitet, ist die mittlere Kulisse 9. Alle drei Kulissen sind zwar axial
verschieblich aber gegen Drehung gesichert. Sie haben deshalb radial vorragende
Vorsprünge 11, die leistenförmig sind und die in entsprechende Längsnuten 12 des
Stiftmantels eingreifen.
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Es ist bekannt, die Schreibmine elastisch abzustützen, sodaß sie in
der Schreibstellung dem jeweiligen Schreibdruck nachgeben kann. Erfindungsgemäß
ist die Stützfeder 13 hinter der Mechanik 8, 9, lo angeordnet und zwar derart, daß
sie sich einerseits gegen die hintere Kulisse lo abstützt und andererseits gegen
einen Bund 14 des Stiftmantels anlegt. Wie ein Blick auf die Zeichnung zeigt, stützt
sich die Schreibmine 5 mit ihrem hinteren Ende über den Anschlagring der Kulisse
lo gegen die Feder 13 ab, steht also während des Schreibens unter deren Wirkung.
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Der Druckbolzen 7 ist mit dem ihn überragenden Zapfen 15 fest verbunden.
Dieser ist in dem Hals 16 der mittleren Kulisse 9 verschieblich. Der Hals 16 durchsetzt
die hintere Kulisse lo und ist von der vorerwähnten Stützfeder 13 umgeben.
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Wenn der Druckbolzen 7 in Richtung des Pfeiles X verschoben wird,
so drückt der Zapfen 15 mit seinem vorderen Bund 17 gegen den rückwärtigen Ansatz
18 der Schreibmine und bewegt sie nach vorn. Der Druckbolzen selbst drückt dabei
mit seiner Stirnfläche 19 gegen den Hals 16 der mittleren Kulisse und verschiebt
diese in die nächste Raststellung. Dabei ist die Ausbildung so getroffen, daß zwischen
der Druckfläche 19 des Bolzens 7 und der Gegenfläche 2o des Kulissenhalses 16 ein
gewisser Abstand besteht. Es wird daher
beim Vorschieoen des Druckbolzens
7 zunächst die Schreibmine 5 ein Stück weit vorbewegt und dabei die Rückstellfeder
etwas unter Spannung gesetzt. Erst dann wirkt die Fläche 19 auf die Gegenfläche
20. Erst dann werden somit die Kulissenteile bewegt. Bei deren Betätigung ist infolgedessen
die Rückstellkraft der Feder 6 nicht mehr wirksam, sodaß diese Teile sehr leicht
und unter geringer Reibung beweglich sind.
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Die'Leiste 11 des hinteren Kulissenteiles lo ist über diesen Hals
etwas verlängert, wie insbes. Fig. 2 und 4 zeigen. Normalerweise liegt diese Verlängerung
21 in der entsprechenden Verlängerung 22 der Nut 12. Sie hat dann das Spiel, welches
notwendig ist, damit die hinteretulisse lo unter dem Schreibdruck gegenüber der
Stützfeder 13 ausweichen kann. Die gegenüberliegende Nut 12 besitzt die Verlängerung
22 nicht (s. Fig. 2). Es kann daher, wenn die Kulisse lo um 1800 umgesetzt wird,
sodaß die Verlängerung 21 in das normale Endteil 23 der gegenüberliegenden Nut 12
zu liegen kommt, die Bewegung der Kulisse lo nach hinten gesperrt werden. Damit
entfällt auch die elastische Abstützung der bchreibmine während des Schreibens.
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Es können dann Diejenigen, die vorziehen, mit einer starren Mine zu
schreiben, den gleichen Kugelschreiber mit den gleichen Bestandteilen bei unelastischer
Schreibmine benutzen.
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Die Möglichkeit von der elastisch abgestützten imine zu der starren
Mine überzugehen, ist nicht nur für den Benutzer sehr vorteilhaft sondern in besonderem
Maße auch für den Hersteller, der nur noch die Teile für einen KU-gelschreiber herzustellen
und auf Lager zu halten braucht, während bisher zur Erzielung des gleichen Zwecks
die Teile für zwei Kugelschreiber unterschiedlicher Ausbildung erzeugt und gelagert
werden müssen.