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Tierhaltevorrichtung Zur Durchführung des Pyrogen-Testes und anderer
Tierversuche wurden bisher die Tiere-in der Hauptsache Kaninchenin Holzkästen eingesetzt,
deren Vorderwand eine Aussparung enthält, durch die der Hals des Tieres hindurchragt,
wodurch dessen Kopf fixiert wird. Damit das Tier in dieser Stellung in den Kasten
eingebracht werden kann, ist die Vorderwand mit der Ausbuchtung für den Hals in
eine festmontierte, untere Plattenhälfte sowie eine aufsetzbare, an den Seitenwänden
geführte obere Plattenhälfte unterteilt, die jeweils die aufeinanderpassenden etwa
halbkreisförmigen Ausschnitte besitzen.
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Wie auf Grund von langen Versuchsreihen festgestellt wurde, hat diese
Anordnung den Nachteil, dass in den engen Boxen keine Luftzirkulation stattfinden
kann und dadurch Temperaturstauungen im Versuchstier auftreten, wodurch irreguläre
Messergebnisse zustande kommen. Auch fühlen sich die Tiere in derartigen Kästen
nicht wohl und verhalten sich unruhig, was ebenfalls zu einer Verfälschung der Versuchsergebnisse
führen kann. Ausserdem sind diese Holzkästen unhygienisch und als Bakterienbrutstätte
anzusehen, da der dem Tier während der Versuchsdauer abgehende Kot und Urin im Kasten
verbleibt und teilweise in das Holz einzieht.
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Die Neuerung stellt sich zur Aufgabe, diese Nachteile zu beseitigen.
Demgemäss wurde eine Vorrichtung konstruiert, bei der die
Tiere
in einer praktisch starren etwa ringförmigen Kopffessel festgehalten werden, die
seitlich an zumindest einem stativartigen Ständer befestigt ist und aus zwei Ringhälften
besteht, die sich gegeneinander öffnen und in beliebiger öffnungsweite verriegeln
lassen. Eine Ausführungsform der neuerungsgemässen Vorrichtung besteht darin, dass
die Ringfessel höhenverstellbare Befestisunasmittel besitzt.
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Hierdurch ist es möglich, die Vorrichtung für Tiere verschiedener
Grösse einzusetzen. Bei Vorrichtungen die auch für stärkere Versuchstiere, z. B.
Kaninchen verwendet werden sollen, sieht man zweckmässig vor, dass die Ringfessel
an zwei Station befestigt ist. Dabei ist es zweckmässig, die Vorrichtung so zu gestalten,
dass die beiden Hälften der Ringfessel auf beiden Seiten voneinander lösbar und
in beliebig gewähltem Abstand von einander verriegelbar ausgebildet sind. Auf diese
Weise kann die für den Hals des Tieres vorgesehene Ausbuchtung in erweitertem Masse
an den verschiedenen Halsumfang verschiedener Versuchstiere angepasst werden, als
dies etwa durch ein einseitiges Scharnier ähnlich einer Handschelle durch mehr oder
weniger weites Aufklaffen möglich ist.
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Da bei einer beidseitigen Ablösbarkeit der Ringhälften die in bestimmten
Abständen erforderliche gegenseitige Verriegelung besondere Verbindungsorgane zwischen
den Ringhälften notwendig machen, ist es zweckmässig, hierfür die Stative heranzuziehen
und die Vorrichtung so auszubilden, dass die Verriegelung der
Ringhälften
durch Verriegelungsorgane am Stativ vorgesehen ist.
| Dabei ist es zweckmässig, wenn als Verriegelungsvorrichtung |
| Stativmuffen mit von verschiedener Richtung her einschraubbaren |
| Klemmschrauben vorgesehen sind. 2a Br&u&sä 'Jrs |
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| Testes und anderer Tierversuche7war&n-& ? her-äre-
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| barkeit des unteren Haltebügels verzichtet werden. |
| - Dabei ist es |
| zulässig, dass die untere Ringhälfte zumindest an einer Seite
fest |
| mit dem Stativ verbunden ist. |
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Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung besteht darin, dass
die Ringhälften sichßaoben und unten verschieben lassen und vom Tier selbst in gewünschterHöhe
getragen werden. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass sich die Ringfessel
nicht verkanten kann. Dazu ist es vorteilhaft, wenn die Stativständer als U-förmige
Schienen ausgebildet sind, in denen an den Ringhälften befestigte Läufer geführt
werden.
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Durch die Anbringung der Kopffesseln an Stativen entfällt die Notwendigkeit
von Seitenwänden. Die Vorrichtung wird zweckmässig so gestaltet, dass die Stativständer
auf einer zu der Befestigungstelle der Stative hin leicht ansteigenden Grundplatte
befestigt sind, die aus abwaschbarem, desinfizierbarem und sterilisierbarem Material
geringer Wärmeleitfähigkeit, vorzugsweise aus Kunststoff besteht. Wenn man als Material
ein Metall verwenden will, eignet sich dafür am besten Aluminium. Auf einer Grundplatte
können auch die Stative für mehrere Kopffesseln nebeneinander befestigt werden.
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Auf der Grundplatte werden vorn die Stative befestigt, sie ist nach
hinten
geneigt und zum Schluss zu einer Urin-und Kotrinne ausgebildet, so dass die Exkremente
abfliessen und sich in der Rinne sammeln können. Dadurch, dass zwischen den einzelnen
Stativstangen für jede Tierhaltevorrichtung ein Abstand gegeben ist, ist eine genügende
Luftventilation zwischen den Tieren gewährleistet, so dass Wärmestauungen, wie sie
bei den Holzkästen auftreten, ausgeschlossen sind. In der neuen Konstruktion fühlen
sich die Tiere nicht beengt, so dass bei labilen Tieren eine durch die Erregung
bedingte zusätzliche Temperaturerhöhung nicht festgestellt werden konnte.
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In den beigegebenen Zeichnungen ist die Vorrichtung an einer Ausführungsform
näher erläutert, bei der mehrere Kopffesseln, die jeweils an zwei Seitenstativen
befestigt sind, nebeneinander auf einer Grundplatte angeordnet wurden, sowie an
mehreren Aufführungsformen der Verriegelung bei Vorrichtungen mit einem oder auch
zwei Stativen.
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Es zeigen : Fig. 1) Eine Skizze der Seitenansicht vom Kopfplatz des
Tieres her gesehen Fig. 2) Eine Skizze der Seitenansicht von der Flankenstellung
der Tiere her gesehen Fig. 3) Eine Seitenansicht einer im U-Schienenstativ geführten
Kopffessel Fig. 4) Eine Aufsicht auf das U-Schienenstativ von Fig. 3) Fig. 5) Eine
Seitenansicht einer höhenverstellbaren Kopffessel mit Klemmschrauben-Verriegelung
Fig.
6) Eine vergrösserte Ansicht der Klemmschraubenverriegelung von Fig. 5) mit weggebrochenem
Stativ und weggebrochenen Ringfesseln.
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Fig. 7) Eine einseitig geführte Kopffesselseitenansicht mit Scharnierverriegelung.
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Aus Fig. 1) wird ersichtlich, dass die Stative 1 auf der Grundplatte
2 derart nebeneinander befestigt sind, dass mehrere Tiere ohne Trennwände nebeneinander
in den Kopffesseln 3 festgelegt werden können. Die Ringfesseln bestehen aus einer
oberen und einer unteren Hälfte, die beiderseits mit Stativmuffen 4 an den Stativen
angebracht sind. Bei dieser Ausführungsform sind die beiden Ringhälften durch Spiralfedern
5 miteinander verriegelt.
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Durch Auseinanderziehen der Ringe kann die Öffnung so weit vergrössert
werden, dass der Kopf des Tieres hindurchzustecken ist. Das Tier hält die Kopffessel
in der ihm passenden Höhe.
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In Fig. 2) ist die gleiche Vorrichtung von der Seite her dargestellt.
Man sieht die auf dem Stativ 1 laufenden Muffen 4.
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Das in der Zeichnung sichtbare Stativ 1 ist auf der schwach geneigten
Grundplatte 2 angebracht, welche am Standort des Statives ihre höchste Lage besitzt.
Am Endpunkt des Gefälles der Grundplatte befindet sich die Fäkalienrinne. in den
Figuren 3 bis 8 sind verschiedene Ausführungsformen der Verriegelung von Kopffesseln
näher erläutert.
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Fig. 3) zeigt eine Ringfessel 3, deren beide Hälften an
ihren
Befestigungsstielen 7 in einen als U-förmige Schiene ausgebildeten Ständer 1 münden.
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Fig 4) zeigt eine Draufsicht auf den U-förmigen Ständer 1, mit dem
darin geführten Läufer 8. Der Läufer 8 stellt eine vierkantige Verstärkung des Endes
vom Ringstiel 7 dar, und gibt den Ringhälften eine sichere Halterung gegen Verkantung
sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung.
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Die Verriegelung der Ringhälften in Fig. 3 wird durch eine Spiralfeder
5 bewirkt. Selbstverständlich kann auch eine Klemmfeder oder ein Schraubversehluss
an deren Stelle treten. Man sieht, dass diese Ausführungsform für eine einseitige
Halterung einer in der Höhe gleitend angebrachten Kopffessel gut geeignet ist. Selbstverständlich
kann auch auf der Gegenseite der Ringhälfte eine entsprechende Führung an einem
zweiten Stativ vorgesehen werden.
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In Fig. 5) ist eine Verriegelung der Ringhälften nach Art der üblichen
Stativklemm-Muffen gezeigt ; hier enden die Stiele der Ringhälften in Muffen 4,
die durch Klemmschrauben 9 am Stativ festgelegt werden können.
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Fig. 6) zeigt diese Verriegelungsart in etwas vergrössertem Maßstab.
Selbstverständlich kann auch in diesem Fall die Gegenseite durch entsprechende Befestigungen
an einem weiteren Stativ fixiert werden.
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In Fig. 7) ist eine Kopffessel 3 gezeigt, welche durch einen Stiel
7 in irgendeiner der geschilderten Möglichkeiten am Stativ 1
befestigt
oder gleitend angebracht ist. Die Öffnung der beiden Ringhälften erfolgt durchs
Aufklappen des Scharnieres lo, das durch eine Rändelschraube 11 fixiert werden kann.
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Fig. 8 zeigt die gleiche Art von Kopffesseln in etwas geöffnetem
Zustand.