DE1729240A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Schlamm,insbesondere Abwasserschlamm - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Schlamm,insbesondere AbwasserschlammInfo
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Description
13. 6. 1967 N 4204/14
Dipl.Ing. Werner L u d i η , 8803 Rüschlikon, Zürich
Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen von Schlamm, insbesondere Abwasserschlamm
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Trocknen von Sohlamm, insbesondere Abwasserschlamm. Im einzelnen betrifft die Erfindung eine (|
solche Arbeitsweise und Vorrichtung:, bei der die in dem wasserdampfhaltigen Abgas einer thermischen Trocknungsanlage
für Schlamm enthaltene Wärme zur Voreindickung des Schlammes
ausgenutzt wird.
Anlagen zur Trocknung von Schlamm, insbesondere Abwasserschlamm, sind an sich bekannt. Man kann den Sohlamm entweder
auf sickerfähigen Bodenflächen ausbreiten, wobei das Wasser in den Boden versickert und eine zusätzliche Verdunstung des j
Wassers an der Oberfläche stattfindet. ■ ·
Stehen sickerfähige Bodenflachen nicht zur Verfügung, so
muß man dem Schlamm künstlioh Wärme zuführen, durch die das
Wasser verdampft wird. Diese sogenannten thermischen Abwassertrocknungeanlagen
können sehr verschiedenartig gestaltet sein. Ein besondere wirtschaftlich arbeitendes Verfahren zur ther-
mieohen Sohlammtrocknung ist in dem Patent .
(Anmeldung Kr. S 105 896 vom 16. Sept. 1966 ) beschrieben.
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N 4204/14 Dr.Fn/FN
Die vorliegende Erfindung wird apäter in Verbindung mit
einer thermiaohen Schlammtrocknungsanlage des genannten
Typs betrieben, jedoch ist die Erfindung ganz allgemein anwendbar bei allen thermischen Schlammtrocknungaanlagen,
bei denen ein wasserdampfhaltiges Abgas anfällt.
Dae erfindungsgemäsee Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
dass man die in dem wasserdampfhaltigen Abgas enthaltene
Wärme in der Trocknungeanlage selbst verwendet, und zwar daduroh, daß man das Abgas naoh Abtrennen des getrockneten
Schlammrestes zwecks Vorentwässern des zu trocknenden Schlammes in einen Partialdruck-Verdampfer leitet, dem der
zu trocknende Schlamm zugeleitet wird, bevor er in die eigentliche Trocknungsanlage eingeführt wird.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrene besteht
darin, daß man das Abgas nacheinander durch einen Heizkörper des Partialdruck-Verdampfere und einen Luftvorwärmer führt,
daß man den vorzuentwässernden Schlamm zwischen Partialdruok-Verdampfer
und Heizkörper unter Zufuhr einer zusätzlichen Menge von frischem Schlamm umwälzt und daß man die
im Vorwärmer erwärmte Luft mit dem im Partialdruok-Verdampfer
vorhandenen Sohlamm in innigen Stoff- und Wärmeaustausch bringt.
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Die Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist gekennzeichnet durch einen Partialdruok-Verdampfer mit
einem Heizkörper, der an den Peststoffabscheider der Trocknungsanlage
angeschlossen ist; durch einen ebenfalls an den Feststoffabscheider angeschlossenen Luftvorwärmer, aus dem
erwärmte Luft in den Partialdruok-Verdampfer gelangt; durch
Mittel zum Umwälzen des Schlammes zwischen Partialdruok- m Verdampfer und Heizkörper und zum Zuführen von frischem
Schlamm in den Partialdruck-Verdampfer.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel
einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt. An Hand derselben wird das Verfahren näher
erläutert. In der Zeichnung stellt der mit A bezeichnete linke Teil eine Anlage zum Trocknen von Abwasserschlamm dar,
wie sie ausführlich in dem oben genannten Patent beschrieben ist. Einem duroh einen Verbrennungsofen 1 beheizten rotie- %
renden Trommeltrockner 2 wird durch ein Fördermittel 3 ein Gemisch von Abwasserschlamm und einem saugfähigen Trägermaterial,
z.B. Sägemehl oder Torf zugeführt, das aus einem Mischer 4 stammt. Aus dem Trommeltrockner 2 gelangen die
Feststoffe zusammen mit den Verbrennungsgasen und dem Wasserdampf
über die Leitung 5 in den Zyklon-Abscheider 6. Aus
diesem treten oben das wasserdampfhaltige Abgas und unten
die Feststoffe, bestehend aus Schlammetaub und Trägermaterial, aus. Die Feststoffe fallen auf ein Vibrationssieb 7. Hier
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wird der relativ feine» trookene Sohlammstaub zusammen mit
Feinanteilen dee Trägermaterial· abgeschieden und durch
Leitung 7a aus dem Kreislauf entfernt. Bas grobe Trägermaterial wird dem Mischer 4 zugeführt, wo es von neuem mit
vorentwässertem Schlamm aua Leitung 17 vermischt und wieder
dem Trommeltrockner 2 zugeführt wird.
Die Erfindung besieht sich auf eine Kombination des in der * Zeiohnung mit Λ bezeichneten Teils der Trocknungsanlage
mit dem im folgenden beschriebenen und mit S bezeichneten Teil für die Schlamavorentwäseerung.
Das aus dem' Abscheider 6 oben austretende Gemisch vor Wasserdampf, Luft und Verbrennungsgas (Abgas) wird durch
Leitung 8 über einen Ventilator 9 duroh einen Luftvorwärmer 10
über Leitung 6a su einem Heizkörper 11 geführt, der mit einem
ρ Partialdruok-Verdampfer 12 duroh Leitungen 13 und 14 verbunden 1st. Der Partialdruck-Verdampfer 12 enthält bis su einem
bestimmten Kiveau 12a Abwasserschlamm. Dieser wird durch eine
Pumpe 15 über die Leitung 14, den Heizkörper 11 und die
Leitung 13 umgewälzt. In die Leitung 14 stündet eine Leitung 16, die frischen Schlamm aus einem nicht dargestellten Sammelbehälter zuführt. Der Partialdruok-Verdampfer 12 ist ferner
duroh eine Förderleitung 17 mit dem Mischer 4 verbunden. Dem Luftvorwärmer 10 wird duroh ein Gebläse 18 Luft zugeführt,
die in erwärmtes Zustand duroh eine Leitung 19 In den im
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Bas Abgas aus dem Abscheider 6 tritt mit einer Temperatur
von etwa 75— 120° σ aus und wird durch, die Leitung 8 zum
Vorwärmer 10 geleitet. Die diesem durch das Gebläse 18 zugefübrte Luft wird auf etwa 45 - 60° C erwärmt und durch
die Leitung 19 in den im Partialdruck-Verdampfer 12 vorhandenen Schlamm vorrat eingedrückt. Das im Luftvorwärmer 10
entstehende wässrige Kondensat wird durch die Leitung 20 aus dem Torwärmer 10 abgeleitet. Abgas strömt dann durch
die Leitung 8a zum Heizkörper 11, durch den der Schlamm
mittels der Leitungen 14 und 13 kontinuierlich umgewälzt
wird. Der Schlamm wird dabei*ebenfalls auf etwa 45 - 60° C
erwärmt. Die durch die Leitung 19 in äen Verdampfer 12
eingeführte Luft wird mit Wasserdampf, der dem Schlamm entzogen wird, nahezu gesättigt und verläßt aen Verdampfer
durch die Leitung 21. Die Betriebstemperatur dee Partialdruck-Verdampfers muß unter dem Wasserdampf-Taupunkt des
Abgases liegen, damit durch Kondensation des in dem Abgas enthaltenen Wasserdampfes die dabei freiwerdende Wärme
ausgenutzt werden kann. Aus dem Heizkörper 1! tritt durch
die Leitung 22 das Kondensat aus, während durch die Leitung
die Abgasreete ins Freie geleitet werden. Am Oberteil des
Verdampfers 12 kann ein Tropfenabscheider 24 angebaut sein, der das Mitreißen grober flüssigkeits- und Sohlammteile
verhindert. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Leitung 8 zu verzweigen und einen Teil des Abgases dem Vorwärmer 10 und einen anderen Teil direkt dem Heiskörper 11
euzuftihren. 109824/0368
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Durch die Leitung 25 wird frischer Schlaa» Ton e.B. 90 i»
Wassergehalt zugeführt und durch die Leitung t? vorentwäs-■erter
Schlamm von etwa 82 f* Wassergehalt über den Mischer 4
dem Trommeltrockner 2 zugeführt. Die aus der Leitung 21 austretenden
Re et gase können ist allgemeinen unmittelbar am die
Atmosphäre abgegeben werden, da sie praktisch lediglich Wasserdampf enthalten. Sie könnten aber auch in eine« besonderen
Kühler kondensiert oder einer weiteren Wlrmeverwertungsanlage
zugeführt werden*
Mit der beschriebenen Anlage kann eine wesentliche Verbesserung
des Wirkungsgrades der Trocknungsanlage erzielt werden. Zudem wird eine Verschmutzung der IMgebungeliaft
durch die aus dem Abscheider 6 austretenden Abgase, tie unter anderem auch geringe Mengen von Staub enthalten können,
weitgehend verhindert.
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Claims (5)
1. Verfahren zum Trocknen von Schlamm, insbesondere Abwasserschlamm,
in einer thermischen Trocknungsanlage, dadurch gekennzeichnet, daß man die in dem wasserdampfhaltigen
Abgas der Trocknungsanlage enthaltene Wärme in der Trocknungsanlage
selbst verwendet, und zwar dadurch, daß man ^ das Abgas nach Abtrennen des getrockneten Sohlammrtstee
zwecke Torentwässern des zu trocknenden Schlamme« in einen
Partialdruck-Verdampftr leitet, dem der zu trocknende
Schlamm zugeleitet wird, bevor er in die eigentliche Troek-
nungsanlage eingeführt wird.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Abgase aus dem Abscheider der Trocknungsanlage zum Teil einem Heizkörper des Partialdruek-Verdampfers und ^
zum Teil einem dazugehörigen Luftvorwärmer zuführt, daß
man den vorzuentwäseernden Schlamm zwischen Partialdruok-Yerdampfer
und Heizkörper unter Zufuhr einer zusätzlichen Menge von frischem Schlamm umwälzt und daß man die im Vorwärmer erwärmte Luft mit dem im Partialdruek-Verdampf«r
vorhandenen Schlamm in innigen Stoff- und Wärmeaustausch bringt.
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3. Verfahren naoh Fatentanepruoh 1 oder 2, daduroh gekennzeichnet, daß die aus dem Partialdruok-Verdampfer austretenden Restgaee einer Abkühlung zwecke Kondensation des
Wasserdampfes unterworfen werden.
4. Verfahren naoh Patentanspruch 1 oder 2, daduroh gekennzeichnet, daß das aus dem Fartialdruok-Verdampfer austretende wasserdampfhaltige Restgas einer weiteren Wärmeverwertung zugeführt wird.
5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens naoh Patentanspruch 1,
gekennzeichnet durch einen Partialdruck-Verdampfer in Kombination mit einem Heizkörper, der mit der Abgasleitung des
Feststoffabsoheiders der Trocknungsanlage in Verbindung
steht; duroh einen Luftvorwärmer zur Erzeugung von erwärmter Luft, die dem Fartialdruok-Verdampfer zugeführt wird,
sowie duroh Mittel zum Umwälzen des Schlammes zwischen
Partlaldruok-Verdampfer und Heizkörper und zum Zuführen
von frisohem Schlamm in den Fartialdruok-Verdampfer.
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Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1008666 | 1966-07-12 | ||
| CH1008666A CH441142A (de) | 1966-07-12 | 1966-07-12 | Verfahren zur Verwertung der Brüden-Abwärme einer thermischen Trocknungsanlage für Schlamm, insbesondere Abwasserschlamm, und Anlage zur Durchführung des Verfahrens |
| DEL0056804 | 1967-06-23 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1729240A1 true DE1729240A1 (de) | 1971-06-09 |
| DE1729240B2 DE1729240B2 (de) | 1975-12-11 |
| DE1729240C3 DE1729240C3 (de) | 1976-11-18 |
Family
ID=
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2900362A1 (de) * | 1979-01-05 | 1980-07-17 | Industrieprojekt Ag | Verfahren und anlage zum trocknen von zuckerruebenschnitzeln |
| DE3640610A1 (de) * | 1986-11-27 | 1988-06-09 | Uhde Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum konditionieren von wasserhaltigem schuettgutmaterial |
| DE4205619A1 (de) * | 1992-02-25 | 1993-08-26 | Gea Canzler Gmbh & Co | Verfahren und vorrichtung zur reduzierung des fluessigkeitsgehalts von gemischen von feststoffen und fluessigkeiten |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2900362A1 (de) * | 1979-01-05 | 1980-07-17 | Industrieprojekt Ag | Verfahren und anlage zum trocknen von zuckerruebenschnitzeln |
| DE3640610A1 (de) * | 1986-11-27 | 1988-06-09 | Uhde Gmbh | Verfahren und vorrichtung zum konditionieren von wasserhaltigem schuettgutmaterial |
| DE4205619A1 (de) * | 1992-02-25 | 1993-08-26 | Gea Canzler Gmbh & Co | Verfahren und vorrichtung zur reduzierung des fluessigkeitsgehalts von gemischen von feststoffen und fluessigkeiten |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ES342919A1 (es) | 1968-10-01 |
| NL154991B (nl) | 1977-11-15 |
| SE334581B (de) | 1971-04-26 |
| GB1127267A (en) | 1968-09-18 |
| DE1729240B2 (de) | 1975-12-11 |
| AT275435B (de) | 1969-10-27 |
| BE700989A (de) | 1967-12-18 |
| NL6709438A (de) | 1968-01-15 |
| CH441142A (de) | 1967-07-31 |
| LU53994A1 (de) | 1967-08-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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