DE1728268A1 - Fluegelzellenpumpe oder- motor - Google Patents
Fluegelzellenpumpe oder- motorInfo
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Description
Vo/Fu I6.9.I968
Anlage zur
Patent- und
Gebrauchsmusterhilfsanmeldung
Die Erfindung betrifft eine als Pumpe oder Motor verwendbare Flügelzellenmaschine mit in etwa radialen Schlitzen eines mit
der Antriebswelle verbundenen Rotors dicht und gleitend beweglichen Flügeln, die einzelne Förderzellen voneinander abteilen
und deren Außenkanten an einer Gehäuseausnehmung, insbesondere an einem Hubring gleiten, und mit mindestens einem Arbeitsraum,
insbesondere zwei einander diametral gegenüberliegenden, zwischen der Gehäuseausnehmung und dem Rotor liegenden sichelförmigen Arbeitsräumen,
die jeder einen Niederdruck- und einen Hochdruckbereich ■ enthalten, und bei der in die von den Innenkanten der Flügel
begrenzten Räume der Schlitze unter Druck stehende Förderflüssigkeit geleitet wird, wenn die zugehörigen Flügel einen
Niederdruckbereich der Maschine durchlaufen.
Γ !'S J3 Unterlagen (Art. 7 5 l Abs. 2 Nr. l Satz 3 des ÄnderungageS. v. 4.9.19β7|
2098U/0287
Robert Bosch GmbH R. 9220
Stuttgart Vo/Fü I6.9.68
Aus der amerikanischen Patentschrift 2 631 540 ist eine Flügelzellenpumpe bekannt, bei der in die von den Innenkanten der
Flügel begrenzten Räume der Schlitze über bogenförmige Nuten an der glatten Innenseite des Deckels der Maschine unter Hochdruck
stehende FörderflUssigkeit geleitet wird, wenn die Flügel den Saugbereich der Pumpe durchlaufen, d. h. wenn die Flügel sich
in den Schlitzen nach außen bewegen. Im Druckbereich der Pumpe werden die Flügel in den Schlitzen wieder radial nach innen bewegt.
Sie verdrängen dabei die Förderflüssigkeit wieder aus den genannten Räumen. Diese gelangt über andere bogenförmige Nuten
und über eine Drosselstelle wieder in die Hochdruckkammer der Pumpe. Dadurch wird verhindert, daß die Außenkanten der Flügel
sich von der Innenwand des Förderraums abheben.
Diese Pumpe hat den Nachteil, daß die hydraulischen Kräfte, die
die Flügel im Saugbereich nach außen drücken, bei hohen Förderdrücken sehr groß werden können.
Die dadurch entstehende sehr große Reibung zwischen den Außenkanten
der Flügel und der Innenwand des Förderraums bewirkt einen erheblichen
Verschleiß - es kann sogar zu Freßerscheinungen kommen und damit eine Verminderung der Lebensdauer der Pumpe.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine als Pumpe oder
Motor verwendbare Flügelzellenmaschine der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die bei sehr hohen Förderdrücken mit verhältnismäßig
geringem Verschleiß und dabei gutem Wirkungsgrad eine hohe Lebensdauer erreicht.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß ein Druckregelventil
vorgesehen ist, das einen drosselnden Durchgang von der Hochdruckseite der Maschine zu den von den Innenkanten der Flügel
begrenzten Räumen steuert und in diesen einen Zwischendruck erzeugt, deifaiedrlger als der an der Hochdruckseite der Maschine
herrschende Druck ist.
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Robert Bosch GmbH R. 9220
Stuttgart ■ . Vo/Pu I6.9.68
Das hat den Vorteil, daß die Anpreßkraft der Flügel an die Innenwand
des Gehäuses auf den zur sicheren Abdichtung der einzelnen Förderzellen gegeneinander notwendigen Betrag begrenzt wird. Dadurch
werden weitere Vorteile gegenüber den bekannten Flügelzellenmaschinen bedingt: Eine erfindungsgemäß ausgeführte Flügelzellenmaschine
hat einen erhöhten Gesamtwirkungsgrad und läßt sich außerdem mit sehr hohen Drücken bis maximal 200 atü belasten.
Ein weiterer Vorteil ist der geringere Verschleiß, insbesondere in den Niederdruckbereichen, wodurch eine erhöhte Lebensdauer
der Maschine bedingt ist. Auch können für die Flügel und die Innenwand des Gehäuses, insbesondere für den Hubring, billigere ™
Werkstoffe mit- weniger guten Verschleißeigenschaften verwendet
werden.
Besonders vorteilhaft ist es, daß der Zwischendruck durch ein organisch in das Gehäuse der Flügelzellenmaschine eingebautes Druckregelventil
erzeugt wird.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Gegenstandes der Erfindung ergeben
sich aus der anschließenden Beschreibung und Zeichnung.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung
dargestellt. Jj
Diese zeigt in:,
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine Flügelzellenpumpe>
Fig. 2 einen Querschnitt nach II-II der. Fig. 1,
Fig. J5 einen Querschnitt nach III-III der Fig. 1,
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Steuerkreises für einen Flügel während eines Arbeitshubes.
Das Gehäuse der dargestellten Flügelzellenpumpe besteht aus
einem niederdruck-(oder saug-)seitigen Gehäuseteil 1 und einem
hochdruckseitigen Gehäuseteil 2, die durch nicht näher dargestellte
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Schrauben an einem Einpaß J5 unter Zwischenlage von Dichtungsmitteln
verbunden sind. Eine Zulauföffnung 4 mündet in einen Ringkanal 5
im Gehäuseteil 1.
Am Boden des topffö'rmigen Gehäuseteils 1 sitzt ein zylindrisches, in
seinen Innenraum 6 passendes Einsatzteil 7* in dem ein Druckregelventil 8 angeordnet ist. Hierfür ist im Einsetzten senkrecht zu
seiner Achse eine zylindrische Sackbohrung 8' ausgebildet, die einen
kolbenförmigen Steuerschieber 9 aufnimmt. Der Steuerschieber 9 stützt
sich auf dem einen Ende einer Feder 10 ab, deren anderes Ende auf dem Boden der Sackbohrung 8' aufsitzt. Die offene Seite der Sackbohrung
81 ist durch einen mit Dichtmitteln versehenen Stopfen 11,
an dem ein in die Bohrung gerichteter Anschlagzapfen angeordnet ist,
nach außen verschlossen, wodurch ein Druckraum 11' entsteht.
Der Steuerschieber 9 hat in der Mitte eine Ringnut 12. Die der Feder 10 abgewandte Ringfläche der Ringnut 12 weist eine Feinsteuerfase
13 auf, die zusammen mit einer Steuerbohrung 14' eine Drosselstelle
14 bildet. In den von der Ringnut 12 gebildeten Raum mündet
eine mit der Hochdruckseite verbundene Bohrung 15. Vom Boden der Sackbohrung 8' verläuft eine Drosselbohrung 16 zum Ringkanal 5·
Die Steuerbohrung 14' mündet in eine muldenartige Ausnehmung 17
im Boden des Gehäuseteils 1, welche durch einen in eine Nut im Einsatzteil 7 eingelegten Dichtring l8 gegen den Innenraum 6
abgedichtet ist. Der Raum zwischen dem. Stopfen 11 und dem Steuerschieber 9 ist Über eine Drosselbohrung I9 ebenfalls mit
der Ausnehmung 17 verbunden.
An das Einsatzteil 7 schließt sich im Innenraum 6 ein Hubring 20 mit einer inneren Bohrung 21 an. An dieser sind zwei einander
diametral gegenüberliegende, sichelförmige Hohlräume ausgebildet, die Arbeitsräume 22 bilden. Der Hubring 20 ist durch eine Stiftverbindung
25 gegen Verdrehen im Innenraum 6 gesichert.
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Von dem Ringkanal 5 erstrecken sich zwei einander gegenüberliegende,
etwa rechteckförmige Ausnehmungen 24 bis zu dem dem Gehäuseteil 2 zugewandten Ende des Gehäuseteils 1. Das Gehäuseteil hat eine Auslaßöffnung
25, die in einen Ringkanal 26 mündet, sowie eine große Bohrung 27, deren Durchmesser dem des Innenraums 6 im Gehäuseteil 1
entspricht. Sie dient zur Aufnahme eines eingepaßten Einsatzteils 28, das einerseits bis an den Hubring 20 reicht, andererseits mit
einem Fortsatz 29 in eine sich an die Bohrung 27 anschließende Bohrung 30 mit kleinerem Durchmesser hineingreift. An der dem Hubring 20 zugekehrten Seite des Einsatzteils 28 sind zwei einander
gegenüberliegende Ausnehmungen 3I ausgebildet die achsgleich mit ™
den Ausnehmungen 24 des Gehäuseteils 1 liegen, und etwa dieselbe Breite aufweisen wie diese. Sie verlaufen radial nach innen und enden
etwasinnerhalb der Bohrung 21 des Hubrings 20.
Zur Abdichtung des Ringkanals 26 sind in um den Außenumfang des Einsatzteils 28 verlaufende Ringnuten Dichtringe 32 und 33 eingelegt.
Eine Antriebswelle 3^ ist durch eine Bohrung 35 im Gehäuseteil 2
sowie durch eine mittige Bohrung 36 im Einsatzteil 28 hindurchgeführt.
Die Antriebswelle ist zweifach gelagert. Ein durch einen Sprengring im Gehäuseteil 2 gesichertes erstes Kugellager 37 bildet ein Festlager.
Ein zweites Kugellager 38 ist in einer mittigen Bohrung 39 im M
Einsatzteil 28 angeordnet. Dieses Lager ist als Loslager ausgebildet.
Das freiliegende innere Ende der Antriebswelle 3^ ist -mit einer Keilverzahnung
40 versehen; es trägt einen Rotor 41 mit ebensolcher Innenkeil
verzahnung. Im Rotor 4l sind mehrere etwa radial verlaufende
Schlitze 42 ausgebildet, die sich über seine ganze Breite erstrecken.
An ihrem inneren Ende weisen die Schlitze 42 zylindrische Räume 43 auf. In den Schlitzen sind Flügel 44 dicht und gleitend geführt.
Die Arbeitsräume 22 im Hubring 20 bilden zusammen mit der Rotoraußenumfangsfläche
Förderräume mit je einem Saug- (bzw. Niederdruck-) und je einem Ilochdruckbereich.
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Um 90° gegenüber den Ausnehmungen J51 versetzt, sind in der dem
Hubring 20 zugewandten Seite des Einsatzteils 28 zwei ovale Hochdruckschlitze 45 angeordnet. DAe Länge der Hochdruckschlitze entspricht
etwa der Breite der Ausnehmungen JJl, ihre Breite ist etwa halb so groß. Die Hochdruckschlitze 45 sind über Bohrungen 46 mit
dem Ringkanal 26 verbunden.
Im Einsatzteil 7 sind im Durchmesserbereich der Räume 4} des Rotors
4l zwei einander diametralgegenüberliegende bogenförmige Nuten 47
und 48 angeordnet, die zum Rotor hin offen sind. Die Nuten 47, 48 erstrecken sich über einen Winkel von 45° in den Bogenbereichen,
in denen sich die sichelförmigen Arbeitsräume 22 - im Uhrzeigersinn gesehen - radial erweitern. Die Nuten 47, 48 sind über
Bohrungen 49, 50, die im Einsatzteil 7 parallel zu dessen Längsachse angeordnet sind; mit der muldenartigen Ausnehmung 17 im
Gehäuseteil 1 verbunden.
Auf dem gleichen Durchmesserbereich wie die Nuten 47, 48 befinden sich
im Einsatzteil 28 in den Bogenbereichen, in denen sich - in der gleichen Weise wie oben betrachtet - die Arbeitsräume 22 verengen,
wiederum bogenförmige Nuten 51 und 52* sie sind also um 90° gegen
die Nuten 47, 48 versetzt. Die Nuten 51, 52 erstrecken sich über
einen Winkelbereich von ca. 90°. Über schräge Drosselbohrungen 53 und
54 sind diese Nuten mit den Bohrungen 46 verbunden. Zwischen den jeweils zu einem sichelförmigen Arbeitsraum 22 gehörenden bogenförmigen
Nuten 47, 51 und 48, 52 sind an den Enden der Nuten 51 und 52 je eine spitz auslaufende, zur Nut 47 bzw. 48 hingewandte Vorsteuernut
55* 56 angebracht.
Wird der Rotor 4l der Pumpe durch eine nicht dargestellte Antriebsmaschine
im Uhrzeigersinn (bezogen auf Fig. J>) gedreht, so bewegen
sich die Flügel 44 entlang der Bohrung 21 des Hubrings 20. Nachdem sie den konzentrischen Teil der Bohrung überstrichen haben, bewegen
sie sich dem ansteigenden Teil der Bohrung 21 folgend in den Arbeltsräumen 22 nach außen. Die zwischen je zwei Flügeln 44 abgegrenzten
Zellen erweitern sich dabei und saugen infolge der In den Zellen
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entstehenden Volumenvergrößerung und Unterdruckbildung Förderflüssigkeit
über die Ausnehmungen j51 ini Einsatz teil 28, von den Ausnehmungen 24,
dem Ringkanal 5 und letztlich der Zulauföffnung 4 nach.
Im weiteren Umlauf des Rotors werden die Zellen durch die radiale Verengung der Arbeitsräume 22 wieder verkleinert. Die eingeschlossene
Förderflüssigkeit erfährt einen Druckanstieg und wird über die Hochdruckschlitze
45 wieder ausgeschoben.Sie gelangt durch die Bohrungen
in den Ringkanal 26 und von dort zur Ablauföffnung 25. Diese Wirkungsweise ist an sich bekannt.
Unter dem Einfluß von auftretenden Massenkräften am Flügel 44, der Reibung zwischen Flügel und Rotor 41 und hydrodynamischen
Kräften am Flügelkopf können die Flügel sowohl im sich radial
erweiternden, wie auch im sich verengenden Teil, also im Saug- und
Druckbereich des Arbeitsraums 22 von der Innenwand des Hubrings abheben. Undichtigkeit der Zellen und damit eine Verringerung des
Fördervolumens wäre die Folge.
Um diesem übel abzuhelfen, werden die Räume kj>
an den Schlitzen von den bogenförmigen Nuten 47, 48 her mit unter einem geregelten
Zwischendruck stehender Förderflüssigkeit gefüllt.
Der Regelvorgang wird an der Fig. 4 erklärt, in der der Steuerkreis
eines Flügels 44 für einen Arbeitshub,.das ist der Durchlauf der Flügel durch einen Arbeitsraum 22 im Hubring 20,
schematisch dargestellt ist.
Eine mit 57 bezeichnete Pumpe stellt den eigentlichen Arbeitsteil der Flügelpumpe, der oben beschrieben ist, dar. Die Pumpe speist
einen als steuerbare Drosselstelle dargestellten Verbraucher 58·
Das im Einsatz, teil 7 angeordnete Druckregelventil ist in Fig. 4
ebenfalls mit den bereits eingeführten Bezugszahlen dargestellt.
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Die Drosselstelle 59 symbolisiert die Drosselbohrung 16; die Drosselstellev60 entspricht der Drosselbohrung 19· Das dargestellte
3/2-Wege-Ventil 61 symbolisiert in der Schaltstellung I
eine Verbindung vom Raum 43 des Rotors mit der Nut 47 im Ein<satzteil
7, in der anderen Schaltstellung II eine Verbindung vom Druckraum 43 zur Nut 51 nach Drehung des Rotors 41 um
ungefähr 45° im Uhrzeigersinn (Fig. 3)·
Das Exzenterrad 61 stellt die Bohrung 21 des Hubrings 20 dar, an der der Flügel 44 gleitet. Es rotiert ebenfalls im Uhrzeigersinn.
Die Drossel 62 entspricht einer Bohrung 53 oder 54.
Die Wirkung des Regelkreises ist folgendermaßen:
Es wird ein Flügel betrachtet, der sich am Beginn eines Arbeitsraumes 22 befindet, der also gerade in den Saugbereich eintritt.
Herrscht bei 58 ein Verbraucherdruck "Null", so ist die Drosselstelle
14 vollständig geöffnet, da die Feder 10 den Steuerschieber widerstandslos ganz nach rechts drückt. Unter Neutralumlaufdruck
stehende Förderflüssigkeit gelangt widerstandslos in den Druckraum 43.
Bei zunehmender Pumpenbelastung durch den Verbraucher 58 bewegt sich der Steuerschieber 9 infolge ansteigenden Drucks im
Druckraum 11' über die Drosselstelle 14 solange gegen die· Feder 10, bis die zum Raum 43 strömende*Förderflüssigkeit wirksam
angedrosselt wird.Der Steuerschieber 9 regelt die Drosselstelle 14 nun stets auf einen solchen Querschnitt, bei dem ein
Kräftegleichgewicht am Steuerschieber 9 herrscht zwischen der
Kraft der Feder 10 und der Kraft, die vom Druckraum 11' her auf den Steuerschieber wirkt. Diese Kraft ist proportional dem
auch im Raum 43 wirkenden Zwischendruck. Steigt die Pumpenbelastung
weiterhin, so wird auch der Querschnitt der Drosselstelle 14 weiter verringert, bis sich der Zwischendruck wieder
einstellt. Bei fallender Pumpenbelastung n_
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Stuttgart Vo/Fu 16.9.68
tritt der umgekehrte Vorgang auf. Die Drosseln 59 und 60 (bzw. die Drosselbohrungen 16 und 19.) bewirken eine für das Einregeln
des Steuerschiebers notwendige Dämpfung.
Die unter dem Zwischendruck stehende Förderflüssigkeit gelangt über eine bogenförmige Nut 47, 48 in den Raum 43. Der Zwischendruck
erzeugt dort eine auf die Unterkante des Flügels 44 wirkende Kraft, die den Flügel gegen den sich im Uhrzeigersinn drehenden Exzenter
(d. h. gegen die Innenwand des Hubrings 20) preßt. Der unter dem Flügel im Raum 43 wirkende Zwischendruck muß stets größer als der
halbe auf den entsprechenden Flügelkopf wirkende Druck sein. M
Beim weiteren Umlauf des Flügels 44 im Hubring (Fig. 3) kommt der Raum 43 schließlich mit einer·der Vorsteuernuten 55, 56 in
Verbindung, die in die bogenförmigen Nuten 51, 52 münden. Sie sind mit unter Hochdruck stehender Förderflüssigkeit gefüllt,
welche nun in den Raum 42 überströmen kann. Hierdurch wird erreicht, daß sich unter dem Flügel 44 der Systemdruck (Hochdruck)
früher aufbaut als am Flügelkopf und damit auch in der vor dem betreffenden Flügel gelegenen Zelle. Der Flügel 44 wird somit
immer an die Innenwand des Hubrings 20 gedrückt, auch wenn der Druck in der Nut 47, 48 kleiner als. der halbe Systemdruck ist. Die
Vorsteuernuten 55 vermindern außerdem die Druckpulsation..
Wird nun der Flügel 44 durch den Exzenter (bzw. durch die fallende
Kurve des Hubrings 20) wieder in den Schlitz 42 eingeschoben, so wird die unter Hochdruck stehende Förderflüssigkeit über das
mittlerweile, wie oben erwähnt, in Schaltstellung II stehende 3/2-Wege-Ventil wieder aus dem Raum 43 verdrängt. Die Drossel
bzw. die Bohrung 53, 54) bewirkt, daß sich ein gegenüber dem Systemdruck etwas erhöhter Druck einstellt. Es wird also ein
federnder Widerstand gegen die Bewegung der Flügel 44 radial nach innen ausgeübt. Die Förderflüssigkeit gelangt darauf zur Hochdruckseite
der Pumpe.
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Natürlich kann die hier beschriebene Anordnung genauso vorteilhaft
auch bei Plügelzellenmaschinen mit nur einem Arbeitsraum angewendet werden. Auch die Ausbildung der Flügel ist ohne Einfluß auf die Anwendbarkeit
des Erfindungsgegenstandes..
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Claims (8)
1. Als. Pumpe oder Motor verwendbare Flügelzellenmaschine mit in etwa radialen Schlitzen eines mit der Antriebswelle verbundenen
Rotors dicht und gleitend beweglichen Flügeln, die einzelne Förderzellen voneinander abteilen und deren Außenkanten an einer ■
Gehäuseausnehmung, irisbesondere an einem Hubring gleiten, und mit
mindestens einem Arbeitsraum, insbesondere zwei einander diametral gegenüberliegenden, zwischen der Gehäuseausnehmung und dem Rotor
liegenden sichelförmigen Arbeitsräumen, die jeder einen Niederdruck- und einen Hochdruckbereich enthalten, und bei der in die
von den Innenkanten der Flügel begrenzten Räume der Schlitze unter Druck stehende Förderflüssigkeit geleitet wird, wenn die
zugehörigen Flügel einen Niederdruckbereich der Maschine durchlaufen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druekregelventil (8) vorgesehen
ist, das einen drosselnden Durchgang (14) von der Hochdruckseite der Maschine zu den von den Innenkanten der Flügel (44)
begrenzten Räumen (4j) steuert und in diesen einen Zwischendruck
erzeugt, der niedriger als der an der Hochdruckseite der Maschine herrschende Druck ist.
2. Flügelzellenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Druekregelventil (8) organisch in das Gehäuse der Flügelzellenmaschine,
insbesondere in ein Einsatzteil (7)* eingebaut ist.
Unterlagen (/"1- " * 1 Abc. 2 '.ir. I 3:'..: 3 fies Äridsrungsgea. v.
4. 9.1987) ^
2098U
Robert Bosch GmbH 11 R· 9220
Stuttgart *" . Vo/Fu I6.9.68
5. Flügelzellenmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckregelventil (8) einen in einer Bohrung gleitenden Steuerschieber (9) hat, der einerseits von einer Feder
(10) belastet ist, andererseits von dem im Raum (43) herrschenden Zwischendruck.
4. FlügelzellenmaEchine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Feder (10) aufnehmende Raum über
W eine Drossel (16) mit einem.drucklosen Raum in Verbindung steht.
5. Flügelzellenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der im Raum (43) herrschende Zwischendruck
in einem vom Steuerschieber (9) begrenzten Druckraum (II1) herrscht
und diese beiden Räume über eine Drossel (19) verbunden sind.
6. Flügelzellenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5* dadurch
gekennzeichnet, daß in den durch eine am Steuerschieber angeordnete
^ Ringnut (12) gebildeten Raum eine Bohrung (15) mündet, die mit
der Hochdruckseite der Flügelzellenmaschine verbunden ist, und daß eine zweite Bohrung (14*) in diesen Raum mündet, die zusammen
mit einer Feinsteuerfase (13) die Drosselstelle (14) bildet.
7. Flügelzellenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der dem Rotor (4l) zugewandten
Gehäuseteile im Durchmesserbereich der Räume (43) zwei bogenförmige, einander diametral gegenüberliegende Nuten (51# 52) ausgebildet
sind, deren Symmetrielinie mit derjenigen der Hochdruck-
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schlitze (45) zusammenfällt, daß. auf demselben Durchmesser bereich
zwei andere bogenförmige Nuten (47, 48) angeordnet sind, deren Symmetrielinie um 90° gegenüber der der Nuten (51, 52) versetzt
ist, und daß an den Nuten (51* 52) jeweils zwischen den Nuten
(47 und 51)'sowie (48 und 52) eine spitz auslaufende Vorsteuernut (55* 56) angeordnet ist.
8. Flügelzellenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7* dadurch gekennzeichnet,
daß die Nuten (51, 52) über Drosselbohrungen (53* 54) mit der Hochdruckseite der Flügelzellenmaschine verbunden sind./ φ
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Cited By (9)
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1968
- 1968-09-19 DE DE19681728268 patent/DE1728268A1/de active Pending
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1969
- 1969-08-25 FR FR6929071A patent/FR2018390A1/fr not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2018390A1 (de) | 1970-05-29 |
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