DE1727055U - Magnetventil. - Google Patents
Magnetventil.Info
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- DE1727055U DE1727055U DE1955B0021756 DEB0021756U DE1727055U DE 1727055 U DE1727055 U DE 1727055U DE 1955B0021756 DE1955B0021756 DE 1955B0021756 DE B0021756 U DEB0021756 U DE B0021756U DE 1727055 U DE1727055 U DE 1727055U
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- Magnetically Actuated Valves (AREA)
Description
f?A.102814*19.2.5]
Anmelders Stuttgart, den 1-8ο 20 1957
Firma ' · S-M 250 FZ!)!,
Christian Bürkert
Bau elektrischer Geräte
IngelfIngen /Württ. BGM 1 727 055
(Aas B 21756/47g Gm)
Vertreters
Patentanwalt
Dipl„-Ing. Max Bunke
Stuttgart - S
Danneckerstraße 7
Patentanwalt
Dipl„-Ing. Max Bunke
Stuttgart - S
Danneckerstraße 7
Magnetventil
Bei Solenoidventilen unterscheidet man grundsätzlich awei verschiedene
Ausführungenο Bei der einen Ausführung hebt der Magnet unmittelbar den Verschlußkegel oder eine mit Weichdichtung versehene
Verschlußplatte an? bei der anderen hingegen, die insbesondere bei
höheren Betriebsdrücken verwendet wird, öffnet und schließt das Magnetventil eine Hilfssteuerbohrung, über die das Medium normalerweise
auf einen Kolben wirkt, dessen Fläche größer ist als der Sitaguerschnitt«, Bas Medium wirkt auf den Kolben und bewegt den
mit ihm verbundenen Ventilkegel je nach Ausführung öffnend oder
schließende
Die letztere Ausführungsform muß immer dann verwendet werde», wenn
es aus räumlichen oder preislichen Gründen nicht möglich ist, den Magnet so Kugkräftig zu gestalten, daß er gegen den Druck des
Mediums den Ventilkegel direkt anheben kann*
Der Nachteil dieser sogen» vorgesteuerten oder servomotorisch betätigten Ventile besteht vor allen Dingen in einem großen konstruktiv
und fertigungsmäßig schwierigen Aufwand« Der Spalt zwischen
Kolben und Zylinder muß nämlich wesentlich enger sein als der Quer«
schnitt der Hilfssteuerbohrunge letztere kann mit Rücksicht auf die
begrenzte Zugkraft der Magnete und den auf den Hilfssteuerkegel wir-
kenden Druck des Mediums nicht beliebig groß gemacht werden.
Insbesondere bei Ventilen großer Uennweite muß der Spalt wegen des
großen Kolbendurehmessers und der damit zusammenhängenden großen
I,
Spaltlänge sehr eng gehalten werden.
Bei nicht sauberem Medium» oder wenn sich in der Rohrleitung Rostpartikel
oder dergleichen lös@n, besteht die Gefahr, daß diese
Teilchen von dem Medium in den Spalt zwischen Kolben und Zylinder
gespült werden und der Mechanismus dadurch versagte Bei warmen
Medien kann bereits die verschiedene Wärmeausdehnung zwischen dem
innenliegenden Kolben und dem der Außenluft ausgesetzten Zylinder su Klemmungen führen* Es wurde auch bereits beobachtet, daß ins=-
besondere dann, wenn die Ventile nur gelegentlich betätigt werden,
die »wischen Kolben und Zylinder auftretende Korrosion das ordnungsgemäße
funktionieren beeinträchtigtο
Bs wurde auch schon vorgeschlagen, statt der Kolben und Ventile
Membransysteme anzuordnen, die direkt oder indirekt die öffnung des
Ventilkegels bewirken. Ventil© dieser Bauweise bedingen zusätzliche
Membrankörper, besondere Verbindungsleitungen an dem Ventil und sind
bei evtle Störungen oder Reparaturen schwierig au zerlegens
Allen vorgesteuerten Konstruktionen gemeinsam haftet der sehr
empfindliehe Nachteil an, daß sie %& nach Bauweis© entweder gum
öffnen oder sum Schließen ein unter Druck stellendes Medium notwendig haben« Ebenso muß beim Offenhalten ein Druek^eriuet in Kauf
genommen werden0 Bei Medien, die starken X^e&schwankungen unterliegen, sehließt das Ventil· entgegen dem Steuerimpuls,' wenn der
Druck eine Mindestgröße unterschreitet,,
Die Erfindung bezieht sich auf eisr Magnetventil mit einer durch
eine Hilfssteuerung beeinflußbaren Membran und besteht im wesentlichen
darin, daß die in an sich bekannter Weise die Antriebskraft für das öffnen und Schließen des Ventils liefernde Membrane mit
dem Hilfssteu@rkegel gekoppelt ±sts derart, daß-.sie auch in druck«=
losem Zustand des Ventils oder bei sehr geringen Drücken bei Erregung des Magneten vom Hilfskegel mit bewegbar ist«, Vorteilhaft wird
die Membran so ausgebildet, daß-sie in ihrer Achsrichtung leicht
beweglich ist und gleichseitig große Drücke aufnehmen kann« Durch
ein besonders ausgestaltetes Kanalsystem und ein vorteilhaft am
umfang des verstärkten !Seiles der Membran angeordnetes Sieb kann
das Ventil in sehr weiten Grenzen unempfindlich gegen Verunreinigungen gemacht werden«,
Nach einer bevorzugten Bauart gemäß dem Vorschlag der Erfindung
soll das magnetisch betätigte Gestänge zuerst die HilfsSteuerung und dann über diese die Membran im öffnenden oder schließenden
Sinn bewegen ο Dabei kann erfindungsgemäß die Membran so ausgebildet
sein, daß sie in ihrer Randaone eine laibkreisförmige
Wölbung von einem Durchmesser aufweist, der fast der Hälfte des Durchmessers des verstärkten Mittelteils entspricht, wobei auf
der Innenseite des oberhalb der Membran angeordneten Deckels eine, die abgerollte Membrane aufnehmende Wölbung vorgesehen ist·
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben, sich auf der folgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels im Zusammenhang mit der Zeichnung und den Ansprüchen«
Sin als Muffenkörper ausgebildetes Gehäuse 1 ist mit einem
Deckel 2 versehen« Der Wulst der Membrane 3 dichtet das Gehäuse nach außen und gegen den Deekel abc Schrauben 4 pressen den
Deckel auf das Gehäuse 0 Die Membrane 3 ist an ihrem unteren und
zentrischen Teil wesentlich verstärkt, damit sie dem Druck des Mediums auf den Ventilsitz: 5 standhalt· Falls erforderlich, kann
die Membrane durch eine in ihr befindliche oder eine auf*· oder
untergelegte Metallscheibe von der Größe des Ventilsitzes verstärkt
werden. Der verstärkte Teil der Membrane ist an seinem Umfang mit einer Nute 6 versehen, die einerseits mit einem umlaufen«?»
den Sieb ? gegen das die Membrane umströmende Medium abgeschlossen ist; andererseits ist die Hut 6 über eine kleine Bohrung 8 mit
dem Raum über der Membrane verbunden« Der Deckel 2 hat nahe seinem
umfang eine umlaufende Auskehlung 9, gegen die sich die Wölbung
10 der Membrane 3 legt«, Die Membrane ist in ihrer Mitte mit einer
Bohrung 11 durchbrochen, deren Querschnitt größer ist als der des Kanals 8« Der Hilfssteuerkegel 12 ist geeignet, einerseits die
Bohrung 11 zu verschließen und andererseits die Membrane 3 über die an ihr befestigte Kappe 13 anzuheben. Eine Feder 14 drückt die
Membrane auf den Site 5« Bs kann vorteilhaft sein, die Feder 14 statt
unmittelbar auf die Membrane mittels eines geeigneten Zwischenstückes auf den Hilfsstöuerkegel wirken zu lassen* Sin oben geschlossenes
Rohr i 5 aus unm&gnetischem Werkstoff ist in dem
Deckel 2 druckfest befestigti-In1 ihm befindet sich der längsbewegliche
Magnetkern 16, der über eine Stange 17 den Bilfssteuerkegel
12 hält, Die Spule 18 ist vom Strom durchflossen und erzeugt in bekannter Welse die axial wirkende Zugkraft· Bin Gehäuse 19 "
mit einem Deckel 20 umschließt das gesamte Magnetsystem.
Das Ventil arbeitet folgendermaßen: in beispielsweise stromlosem
Zustand verschießt der Hilfösteuerkegel 12 mittels des Eigengewichtes dos Magnetkerns 16 die Hilfesteuerbohrung 11. Das Medium
wirkt, sofern' es mter Druck steht, über das Sieb 7 und die Bohrung
8 auf die obere pftLäohe der Membrane 3 und drückt diese auf
den Ventilsitz»' Ist kein Vordruck vorhanden, so sorgt die Feder H
für ein Anliegen der Membrane auf den-Ventilsits 5. ' '"
Bei Erregung ame "Magnetspule 18 bewegt ©ich der Kern 16 nach oben,
wodurch die Hilfssteuerbohrung 11 mit dem Haum über der Membrane
verbunden ist« Bas Medium in diesem Raum strömt durch die Hilfer
steues'holmmg 11 schneller ab als es durch die Bohrung 8 zufließe
kann« 35a die Membran© in ihrem für den Auftrieb wirksamen Außen—
durchmesser größer ist als der Ventilsits, hebt der Druchunterschied
erster© aa0 Bi©ae Bewegung nach oben wird dadurch unter»
stützt, daß des? Hilfssteuerkegel 12 an der Kappe 13 anliegt und
über difss© Si© Membran© Mit-nach ol'sen nimmt „ Ist kein unter Druck
stehendes Medium ia &<$n Rohrsystem vorhanden, so hebt der Hilfs.—
steuerkeg©! allein die M©mlbraK.@ ano
Im ersten Augenblick ä®e Öffnens, insbesondere bei Verschmutzung
öes Siebes T5 wirkt unter der Membran© &®r volle unter Umständen
große ¥®5?d2?m@ks so fiaß die Memte-sia© das Bestreben hat, nach oben
ausauweiöli©2s.o Ite@ Wb'lbnmg 10 legt sieh in diesem falle gegen die
entsprechend ausgebildet© ^'olhw&g 9 des Obert@il©s? wodurch di©
Meaiteaa© gegesi Befor-mation oder !©ißesi gescMitst ist«
Wird äi© Spul© stromloss so fällt äer Kern IS ab,"der Hilfssteuerkegel
12 ¥©i?selili@ßt die Hilfssteuerbohrung 11 s der Druck des
Mediums "bswa di@ ifeaft &®τ led©a? 14 \7irkt mit die Membrane';
wodurch das Ventil geschlossen
Durch entsprechende Bauart des Magnetsytemes ist es möglich, das
Ventil auch so auszuführen, daß es unter Strom den Durchgang des
Mediums absperrte
Claims (1)
- Bohutzaas-p-rüohe.-: ,,,.*. - ' r ■■'■■■ ''^-";"■".'■-■ ' -1,») Magnetventil mit einer durch eine Ililfssteuerung beeinflussbare ' Membrane, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane einerseits die Antriebskraft für das Offnen oder Schliessen des Ventiles
liefert und andererseits gleichzeitig den Durchfluss des
Mediums absperrt»2,) Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetisch betätigte Gestänge zuerst die Ililfssteuerung beein= flusst und alsdann die Membrane in öffnendem oder schliessendem Sinne bewegt,3«) Magnetventil nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane mit einen Sieb versehen ist, das dem strömenden
Medium ausgesetzt ist und die Hilfssteuerströraung hinter dem
Sieb abgezweigt wird,4„) Magnetventil nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rieb in einer ringförmigen Nut des Merabrankörpers unterge= bracht ist«5») Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane so geformt ist, dass sie einerseits dem grossen
Öffnungsdruck standhält und andererseits in axialer Richtung mit verhältnismässig kleinen Kräften bewegt werden kann»6») Magnetventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membrane in ihrem äusseren Hand eine halbkreisförmige Tölbung
hat, die sich bei evtl, grossen Öffnungsdrücken gegen ein ent= sprechend geformtes Oberteil des Ventils legtvMagnetventil nach Anspruch 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Membrankörper nahe seiner Peripherie mit einem oberen und unteren Diehttingswulst versehen istr welcher der Zentrierung bei der Montage und gleichzeitig der Abdichtung von Ober- und Unterteil dient»
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955B0021756 DE1727055U (de) | 1955-04-26 | 1955-04-26 | Magnetventil. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955B0021756 DE1727055U (de) | 1955-04-26 | 1955-04-26 | Magnetventil. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1727055U true DE1727055U (de) | 1956-07-26 |
Family
ID=32687383
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1955B0021756 Expired DE1727055U (de) | 1955-04-26 | 1955-04-26 | Magnetventil. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1727055U (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038856B (de) * | 1956-10-03 | 1958-09-11 | Buerkert Christian | Membranabsperrventil mit Betaetigung durch das abzusperrende Druckmittel und Steuerung durch ein elektro-magnetisches Hilfsventil |
| DE1095073B (de) * | 1958-04-30 | 1960-12-15 | Christian Buerkert | Elektromagnetisch hilfsgesteuertes Ventil |
| DE1187083B (de) * | 1957-11-08 | 1965-02-11 | Saunders Valve Co Ltd | Membranventil |
| DE1228111B (de) * | 1962-05-23 | 1966-11-03 | Helmut Baelz Ges Fuer Patentve | Membranregel- und Rueckschlagventil mit einem Hilfsventil und einem Entlastungsventil |
| DE1231516B (de) * | 1962-11-06 | 1966-12-29 | Siemens Ag | Absperrventil mit Magnetantrieb |
| DE102013103547B4 (de) * | 2012-04-17 | 2015-05-13 | Bürkert Werke GmbH | Magnetventil |
-
1955
- 1955-04-26 DE DE1955B0021756 patent/DE1727055U/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1038856B (de) * | 1956-10-03 | 1958-09-11 | Buerkert Christian | Membranabsperrventil mit Betaetigung durch das abzusperrende Druckmittel und Steuerung durch ein elektro-magnetisches Hilfsventil |
| DE1187083B (de) * | 1957-11-08 | 1965-02-11 | Saunders Valve Co Ltd | Membranventil |
| DE1095073B (de) * | 1958-04-30 | 1960-12-15 | Christian Buerkert | Elektromagnetisch hilfsgesteuertes Ventil |
| DE1228111B (de) * | 1962-05-23 | 1966-11-03 | Helmut Baelz Ges Fuer Patentve | Membranregel- und Rueckschlagventil mit einem Hilfsventil und einem Entlastungsventil |
| DE1231516B (de) * | 1962-11-06 | 1966-12-29 | Siemens Ag | Absperrventil mit Magnetantrieb |
| DE102013103547B4 (de) * | 2012-04-17 | 2015-05-13 | Bürkert Werke GmbH | Magnetventil |
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