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DE171511C - - Google Patents

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Publication number
DE171511C
DE171511C DENDAT171511D DE171511DA DE171511C DE 171511 C DE171511 C DE 171511C DE NDAT171511 D DENDAT171511 D DE NDAT171511D DE 171511D A DE171511D A DE 171511DA DE 171511 C DE171511 C DE 171511C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
needle
hook
eye
lever
embroidery
Prior art date
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Active
Application number
DENDAT171511D
Other languages
English (en)
Publication of DE171511C publication Critical patent/DE171511C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C13/00Auxiliary devices incorporated in embroidering machines, not otherwise provided for; Ancillary apparatus for use with embroidering machines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 171511 -KLASSE 52 #. GRUPPE
in RORSCHACH, Schweiz.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. April 1905 ab.
Früher wurde das Einfädeln der Sticknadein z. B. bei Bruch eines Fadens nach Abstellen der Schiffchenstickmaschine mittels eines feinen Handhakens, ähnlich einer Hakennadel, vorgenommen, mit dem ein Faden durch das öhr der Nadel gezogen wurde. Man hat nun versucht, das Einfädeln durch eine Vorrichtung während des Ganges der Maschine zu bewirken, wobei ein unter Federdruck stehender Stößel an der Nadel anlag und, wenn er dem. öhr gegenüberstand, den Faden durch das Öhr drückte. Dieser Apparat hatte jedoch den Nachteil, daß er die horizontale Nadel, auf welche er aufgesetzt wurde, belastete und so verbog, daß dieselbe vielfach anstatt das für sie bestimmte Loch in dem ihrer Spitze gegenüberliegenden Maschinenteil zu treffen, auf letzteren selbst traf und dann zerbrach.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Vorrichtung, die ebenfalls ein Einfädeln der Sticknadeln an Schiffchenstickmaschinen während des Ganges der Maschine vollziehen soll, dabei aber die Nadeln selbst vollständig frei und unbelastet läßt und so konstruiert ist, daß sie, wenn sie in der Nähe irgend einer der vielen Nadeln lösbar aufgesetzt ist, so steht, daß die Bewegungslinie des den Faden durch das Nadelöhr bringenden Or-
gans unmittelbar durch das öhr geht. Infolge dieser Anordnung wird ein Brechen der Nadeln vermieden und die Tätigkeit des Arbeiters auf das leichte Aufsetzen der Vorrichtung dort, wo eine der Nadeln eingefädelt werden soll, beschränkt.
Auf der Zeichnung sind beispielsweise verschiedene Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι im Grundriß eine erste Ausführungsform, ■
Fig. 2 eine Seitenansicht derselben und
Fig. 3 eine um i8o° gegen die Bildebene gedrehte Vorderansicht der Vorrichtung gegen die Sticknadeln gesehen.
Fig. 4 zeigt im Grundriß eine zweite Ausführungsform, und
Fig. 5 bis 8 sind abweichende Ausführungsformen einzelner Teile der Vorrichtung.
In der Zeichnung ist mit 1 ein Teil des Stickgrundes, mit 2 ein Teil eines Nadellineals mit 3 eine auf dem letzteren befestigte Sticknadel bezeichnet; Bei der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform ist auf dem Nadellineal 2 eine zu demselben parallel laufende Führungsleiste 4 mit überstehenden Längsrändern angeordnet und mit dem Lineal fest verbunden. Auf diese Führungsleiste ist ein quer zu derselben gerichteter und längs derselben geführter, als Schlitten ausgebildeter Tragkörper 5 aufgesetzt und mittels an demselben drehbar ' gelagerter Zangenarme 6, welche unter Wirkung einer zwischen demselben angeordneten Feder 7 über die Ränder der Leiste 4 greifen, in einer gegenüber der
einzufädelnden Nadel 3 bestimmten Lage auf der Leiste festgehalten. Der Schlitten 5 ist mit einer zur Oberfläche der Leiste 4 geneigt angeordneten Oberfläche versehen, auf weleher um einen zu derselben senkrecht angeordneten Zapfen 8 ein Hebel 9 drehbar gelagert ist.
Der Hebel 9 besitzt an seinem vorderen freien, in Fig. 1 und 2 gegen den Stickgrund ι gerichteten Ende zwei zur geneigten Oberfläche des Schlittens 5 parallel angeordnete, mit einem Zwischenraum übereinanderliegende, mit Zungen versehene Platten 10, von welchen die eine mit dem Hebel fest verbunden, die andere mittels einer Klemmschraube 11 gegen die erster'e beweglich ist. An der Platte 10 ist ferner ein gebogener Pufferschild 12 befestigt, und zwischen beide Platten ist eine Hakennadel 13 eingeklemmt,
2o- welche mit ihrem Haken zwischen den Zungen der Platten 10 liegt und seitlich über dieselbe hinausragt (Fig. 1). Der Hebel 9 steht unter dem Einfluß von auf dessen hinteres Ende einwirkenden Federn 14, 15, welche bestrebt sind, denselben entgegen der Pfeilrichtung der Fig. 1 zu drehen, wobei der Hebel jedoch durch einen am Schlitten 5 vorgesehenen Stift 16 in der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Lage gehalten wird.
Soll nun eine Sticknadel der Stickmaschine eingefädelt werden, so wird, nachdem die Vorrichtung hinter der einzufädelnden Nadel, in genau bestimmter besonders bezeichneter Lage zu derselben, auf die Leiste 4 am Nadellineal 2 aufgesetzt worden ist, der Hebel 9 in die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Lage gedreht, wobei die Zungen der Platten 10 oberhalb und unterhalb der Nadel 3 vorbeigehen, während die Hakennadel 13 mit ihrem
Haken durch das Öhr der Nadel 3 tritt. Dieses Aufsetzen des Apparates kann während des Arbeitens der Maschine, und zwar bei der Wegbewegung des Nadelwagens vom Stickgrunde vorgenommen werden. Hierauf wird über die Zungen der Platten 10 bezw. in den Haken der Nadel 13 eine Fadenschlaufe gelegt. Bei der nun erfolgenden Vorwärtsbewegung des Nadelwagens gegen den Stickgrund zu, wird der Hebel 9 infolge Auftreffens des Puffers 12 auf den Stickgrund unter Drehung in der Pfeilrichtung der Fig. 1 seitlich ausweichen und die in dieser Figur strichpunktiert gezeichnete Lage einnehmen, in welcher er durch die Feder 15 gehalten wird. Bei dieser Drehung des Hebels 9 wird der in den Haken der Nadel 13 eingelegte Faden durch das Öhr der Sticknadel 3 gezogen, die Nadel also eingefädelt. Hierauf wird die Vorrichtung, indem man die Zangenarme f 6 zusammendrückt, vom Nadellineal wieder abgehoben, um bei Einfädelung einer anderen Nadel in der gleichen Weise wieder auf die Leiste 4 des Lineals in der Nähe der Nadel aufgesetzt zu werden.
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform der Einfädelvorrichtung zeigt einen Winkelhebel 17, 18, welcher wie der Hebel 9 der ersteren Ausführungsform um einen Zapfen 8 eines auf einer Führungsleiste des Nadellineals aufsetzbaren Schlittens 5 drehbar ist. Der an seinem freien Ende ebenfalls zwischen zwei Klemmbacken 10 eine Hakennadel 13 tragende Hebelarm 17 ist jedoch kürzer als der Hebel 9 der Ausführungsform nach Fig. ι bis 3; der andere Arm 18 des Winkelhebeis 17, 18 trägt an seinem freien Ende eine Rolle 19. 20 ist eine parallel zum Nadellineal gerichtete, und in dessen Bahn liegende, in der Stickmaschine eine feste Stellung einnehmende Anschlagschiene. Der Hebel 17, 18 steht unter Wirkung einer auf der Zeichnung nicht dargestellten Feder, durch welche derselbe gewöhnlich in der in Fig. 4 strichpunktiert angedeuteten Lage gehalten wird.
Zwecks Einfädelung einer Sticknadel wird der Apparat in ähnlicher Weise wie derjenige nach Fig. 1 bis 3 auf das Nadellineal hinter der einzufädelnden Nadel und in ganz bestimmter Lage zu derselben aufgesetzt, wobei der Hebel 17, 18, wie schon erwähnt, die in Fig. 4 strichpunktierte Ruhelage einnimmt, und zwar geschieht das Aufsetzen der Vorrichtung bei Beginn der Ausfahrt des Nadelwagens. Während dieser Ausfahrt stößt der Hebelarm 18 mit Rolle 19 an die Schiene 20, wodurch der Hebel 17, 18 in die in Fig. 4 vollgezeichnete Lage gedreht wird und der Haken der Nadel 13 hierbei durch das öhr der Sticknadel 3 tritt. In diesem Augenblick wird über die Zungen der Platten 10 bezw. in den Haken der Nadel 13 eine Fadenschlaufe gelegt, welche bei der Wageneinfahrt durch den die Schiene 20 verlassenden und sich unter Wirkung seiner Feder in seine Ruhelage zurückdrehenden Hebel 17, 18 durch das Nadelöhr gezogen wird. Nach der Einfädelung wird die Vorrichtung wieder vom Nadellineal abgehoben.
Anstatt einer Führungsleiste und einem auf dieselbe aufsetzbaren, den mit Hakennadel ausgerüsteten Hebel tragenden Schlitten, können, wie dies in Fig. 5 bis 7 für eine Nadel dargestellt ist, zum Aufsetzen und Festhalten der Einfädelvorrichtung auf dem Nadellineal in, dem Rapport der Sticknadeln entsprechenden Abständen voneinander für jede Nadel zwei in der. Querrichtung des Lineals hintereinanderliegende Haltestifte 21 und 22 befestigt werden, von welchen der Stift 21 mit einer Einkerbung versehen ist. Auf diese Stifte kann ein den Schlitten 5 der Einfädelvorrichtung ersetzender, auf abge-
schrägter Oberfläche den Drehzapfen für den Hebel 9 bezw. 17, 18 tragender Tragkörper 23 aufgesetzt werden, wobei die Stifte 21 und 22 in entsprechende Bohrungen des Körpers 23 treten und der Arm 24 eines im Körper 23 drehbar gelagerten Hebels 24, 25 unter Wirkung einer Feder 26 in die Einkerbung am Stifte 21 schnappt und so den Tragkörper auf dem Nadellineal 2, festhält. Der Tragkörper 23 und der Hebel 24, 25 sind mit bügeiförmigen Verlängerungen 27 versehen, zur bequemen Handhabung der Vorrichtung beim Aufsetzen und Abheben.
In Fig. 8 sind die beiden Haltestifte 28 und 29 am Tragkörper 23 selbst befestigt; für jede Sticknadel sind im Nadellineal entsprechende Öffnungen vorgesehen, in welche der Körper 23 mit seinen Stiften gesteckt werden kann, wobei in einer Längsnut des Stiftes 29 eine Sperrfeder 30 beweglich ist, welche beim Aufsetzen · des Tragkörpers auf das Nadellineal 2 in die Nut zurückweichen und nach dem Durchstecken des Stiftes 29 mit ihrem unteren Ende wieder aus derselben hervortreten kann, um so den Tragkörper auf dem Nadellineal in Stellung zu halten.
Anstatt auf dem Nadellineal, können die vorbeschriebenen Ausführungsformen der Einfädelvorrichtung auch auf einer in der Maschine eine feste Stellung einnehmenden Längsschiene aufgesetzt werden, wobei ein Organ der Vorrichtung in die Bahn des Nadellineals ragt, so daß bei der Ausfahrt des Nadelwagens durch Anstoßen des' Nadellineals an dieses Organ, die Vorrichtung bewegt wird bezw. der Haken der Nadel 13 durch das Öhr einer einzufädelnden Sticknadel tritt und eine in den Haken eingelegte Fadenschlaufe bei der Einfahrt des Nadelwagens durch das Nadelöhr zieht.
Ebenso kann auch für die Ausführungs- ■ formen der Fig. 1 bis 3 und 4 der den Haken der Nadel 13 tragende Hebel, anstatt durch Anstoßen an den Stickgrund oder an eine Anschlagschiene, von Hand gedreht werden, ohne daß dadurch das Wesen der Erfindung geändert würde.'
Die vorbeschriebene Einfädelvorrichtung hat gegenüber den bereits bekannten und erwähnten Vorrichtungen den Vorteil, daß sie nicht auf die Nadel selbst aufgesetzt zu werden braucht und daß das Durchtreten des Einfädelhakens durch das öhr der einzufädelnden Sticknadel ^behufs^Durchziehens eines Fadens ohne jegliche Berührung, also ohne Belastung der Sticknadel, erfolgt.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Vorrichtung zum Einfädeln der Sticknadeln an Schifrchenstickmaschinen während des Ganges der Maschine, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einen bewegten Maschinenteil aufzusetzende Vorrichtung beim Aufsetzen die einzufädelnde Nadel nicht belastet und durch das Aufsetzen ohne weiteres eine solche Stellung einnimmt, daß die Bewegungsbahn des den Faden durch das öhr der Sticknadel (3) bringenden Organes (13) durch das Nadelöhr geht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Faden durch das Öhr der Sticknadel (3) ziehende Haken (13) mit einem drehbaren Hebel (9) so an einem an bestimmten Punkten des Maschinengestelles feststellbaren Tragkörper (5 bezw. 23) gelagert ist, daß er bei Drehung des Hebels (9) durch das öhr der Nadel (3) geht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an den zum Feststellen des Tragkörpers (23) bestimmten Stellen des Maschinengestelles zu Zapfen (28, 29) des Tragkörpers (23) passende Löcher oder zu Löchern des Tragkörpers (23) passende Zapfen (21,22) angebracht sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragkörper (5) an bestimmten besonders bezeichneten Stellen des Nadellineals aufklemmbar ist und der Hakenhebel (9) an go seinem vorderen Ende einen Puffer (12) trägt, derart, daß beim Anstoß des Puffers gegen den zu bestickenden Stoff der Hebel (9), dessen Haken (13) durch das öhr' der Nadel (3) ragt, umgelegt wird und den in den Haken (13) eingelegten Faden durch das Nadelöhr zieht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der den Einfädelhaken (13) tragende Hebel als Winkelhebel (17, 18) ausgebildet ist, dessen nicht mit dem Haken (13) versehenes Ende (18) beim Gang der Maschine von einem Maschinenteile (20) so bewegt wird, daß der am anderen Hebelarm (17) befestigte Haken (13) durch das Öhr der einzufädelnden Nadel (3) geht, während bei Freigabe des durch den Maschinenteil (20) bewegten Hebelarmes (18), der Hakenhebelarm (17) der Einwirkung einer Feder nachgebend zurückschwingt und so einen Faden durch das öhr ziehen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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