DE1710662B - Vorrichtung zum Texturieren von Gam, beispielsweise von Glas-, Nylon-, Polyesterfasern, mittels eines wirbelnden Strömungsmediums - Google Patents
Vorrichtung zum Texturieren von Gam, beispielsweise von Glas-, Nylon-, Polyesterfasern, mittels eines wirbelnden StrömungsmediumsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Texturieren von Garn, beispielsweise von Glas-,
Nylon-, Polyesterfasern, mittels eines wirbelnden Strömungsmediums.
In der Textilindustrie gibt es viele Fälle, in denen texturiertes Garn, auch als massig gemachtes Garn
bezeichnet, gewünscht ist, um eine Vergrößerung der Luftzwischenräume zwischen den Fäden zu erzielen,
damit das Garn eine größere Wärmeisolationsfähigkeit, Leichtigkeit und Deckkraft erhält. In den letzten
Jahren ist ein neuartiges Verfahren zur Herstellung eines solchen texturierten Garnes entwickelt worden,
bei dem ein Fasermaterial durch ein sich schnell be-
wegendes, wirbelndes Medium, wie etwa Luft, geführt wird. Dadurch wird eine Vielzahl von Fadenschlaufen
erzeugt, die sich in willkürlichen Abständen entlang den einzelnen Fäden kreuzen. Diese
Schlaufen und das Gewirr ineinander verschlungener Schlaufen vergrößern die Masse der kontinuierlichen,
aus Fäden bestehenden Garne in beträchtlichem Maße und führen zu Geweben von verbesserter
Deckkraft, Ma^se, Griff u. dgl.
In der USA.-Patentschrift 2 994 938 ist eine Strahl-Texturiervorrichtung
beschrieben, in der das Garn durch eine Garnnadel in eine Anfüllkammer geführt und durch ein wirbelndes Medium geleitet wird, wodurch
Schlaufen und ein Schlaufengewirr in den Fasern erzeugt werden. Die bekannte Vorrichtung ist jedoch
bezüglich der erreichbaren Denierzahl oder der Stärke desjenigen Garnes begrenzt, das auf diese Art
und Weise behandelt werden soll. Die bekannten Strahl-Texturiervorrichtungen sind auch bezüglich
der Geschwindigkeit begrenzt, mit der das Garn bearbeitet werden kann.
Aufgabe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es, die genannten Nachteile der bekannten Vorrichtungen
zu beheben.
Diese Aufgabe wird durch eine wie eingangs umrissene Vorrichtung gelöst, die erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet ist, daß ein zylindrisches Gehäuse mit einem zylindrischen Kanal, der sich durch
das Gehäuse hindurch erstreckt, vorgesehen ist, daß in dem Kanal eine Garnnadel konzentrisch angeordnet
ist, die eine sich durch die Garnnadel hindurch erstreckende axiale Bohrung zum Führen des Garnes
hat und die einen Abschnitt mit einem Durchmesser aufweist, der geringer ist als der Durchmesser des Kanals,
wodurch ein ringförmiger Raum gebildet ist, daß ein Auslaßöffnungsblock in dem Kanal an dem
der Nadel entgegengesetzten Ende des Gehäuses eingepaßt ist, wobei der Auslaßöffnungsblock eine
axiale Bohrung aufweist, die zur axialen Bohrung in der Garnnadel ausgerichtet ist und eine abrupt vergrößerte
Einlaßöffnung am inneren Ende hat, die das Ende der Garnnadel umschließt und so eine ringförmige
Kammer bildet, und daß ein Lufteinlaßnippel mit einer Bohrung zum Einführen von Luft in den
ringförmigen Raum zwischen dem zylindrischen Gehäuse und der Garnnadel vorgesehen ist, wobei die
Mittelachse der Bohrung im Lufteinlaßnippe! gegen die Längsmittelachse des ringförmigen Raumes zwischen
dem zylindrischen Gehäuse und der Garnnadel versetzt ist.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist eine Düsenverlängerung vorgesehen, die mehrere Steuerungsanfüllkammern
hat, die mit einem Venturi-Kanal in Verbindung steht, um die Wirbelbildung der
Luft und des texturierten Garnes aus dem Venturi-Kanal heraus zu steuern.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Texturieren von Garn kann gegenüber dem bekannten
Stand der Technik eine erhöhte Bearbeitungsgeschwindigkeit erreicht weiden. Auch läßt sich mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung das Ausmaß der Texturierung eines kontinuierlichen Glasfasergarnes
wesentlich erhöhen. Auch läßt sich mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein hoher Grad der
Gleichmäßigkeit der texturierten Faser erreichen.
Weitere Einzelheiten gehen aus den Figuren und der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
der Erfindune hervor.
Fig.] ist eine Längsschniltansicht einer bevorzugten
Ausführungsform einer Garntexturiervorrichtung, bei der die Merkmale der vorliegenden Erfindung
dargestellt sind;
S F i g, 2 ist eine Ansicht nach der Linie 11-11 der
Fig, 1, worin die versetzte Anordnung des Mediunieinlasses
im Verhältnis zur Mittelachse des Gehäuses dargestellt ist;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie ΙΙ1-1Π der
ίο Fig, I, und
F i g, 4 ist eine Längsschnittansicht einer abgewandelten Ausführungsform, die ebenfalls eine bevorzugte
Konstruktion der vorliegenden Erfindung zeigt.
In den Zeichnungen ist eine Garntexturiervorrichtung dargestellt, die aus einem zylindrischen Gehäuse
1 besteht, durch das sich ein zylindrischer Kanal 2 erstreckt. Eine Garnnadel 3 ist innerhalb des
zylindrischen Kanals mit einem engen Gleitsitz angeordnet und weist an einem Ende ein Garneinlaßteil
4 mit verringertem Querschnitt auf. Dieses Teil ragt aus dem Kanal heraus, wie dies in Fig. 1, links,
gezeigt ist. Das Garneinlaßende des Gehäuses 1 ist mit Außengewinde versehen, wie mit 5 dargestellt ist.
as Eine Mutter 6 ist auf dieses Gewinde aufgeschraubt
und liegt an der Schulter 7 der Garnnadel an. Die Schulter wird von dem Garneinlaßteil 4 gebildet. Die
Mutter 6 hält die Nadel auf ihrem Platz innerhalb des Kanals. Sie hat eine mittige, axiale durchgehende
Bohrung, die den sich nach außen erstreckenden Endgarneinlaßteil 4 aufnimmt, woran sie in geeigneter
Weise befestigt ist. Durch Drehen der Mutter 6 kann die axiale Stellung der Garnnadel verändert
werden und das Texturieren des Garns gesteuert werden.
Die Garnnadel 3 hat eine axiale Bohrung 8, die in einem trichterförmigen Einlaß 9 in dem Garneinlaßteil
4 endet. Die Garnfasern werden der Nadel durch diesen Einlaßteil hindurch zugeführt.
Die Garnnadel 3 hat über einen beträchtlichen Teil ihrer Länge an dem dem Garneinlaßteil entgegengesetzten
Ende einen verringerten Querschnitt, wobei die Verringerung des Querschnittes abrupt ist, wie
dies mit 3a in Fig. 1 gezeigt ist. Dieser verringerte Querschnitt endet in einem Abgabeende 10 der Nadel.
Das Abgabeende 10 hat einen äußeren Querschnitt der weiter abrupt verringert ist, wie mit 10 a
gezeigt ist. Es verläuft zylindrisch bis zum Abgabeende. Ganz in der Nähe des Abgabeendes 10 der
Garnnadel 3 ist ein Auslaßöffnungsblock 11 in dem zylindrischen Kanal 2 angeordnet. Der Auslaßöffnungsblock
11 hat eine axiale Bohrung 12 mit einem Durchmesser, der größer ist als derjenige der axialen
Bohrung 8 in der Garnnadel. Innerhalb des zylindrischen Kanals 2 geht die axiale Bohrung 12 in eine
Eingangsöffnung 13 über, die das Abgabeende 10 der Nadel über eine beträchtliche Strecke rückwärts von
ihrer Abgabeöffnung umgibt. Der Durchmesser der Eingangsöffnung 13 ist wesentlich größer als der
Außendurchmesser des Abgabeendes 10 der Garnnadel 3, wodurch sich zwischen den beiden ein Venturikanal
bildet. Es ist darauf hinzuweisen, daß sich die Einlaßöffnung 13 in dem Auslaßöffnungsblock 11
plötzlich vergrößert, wie dies mit 13 a stromauf von der axialen Bohrung 12 gezeigt ist.
An dem Auslaßöffnungsblock 11 ist ein Vorderende 14 mit verringertem Querschnitt ausgebildet,
das sich aus dem Kanal 2 heraus erstreckt. Gegen die
5 6
sich ergebende ringförmige Schulter 15 drückt ein in das Ausmaß der Wirbelbildung im Raum zwischen
der Mitte offenes, becherförmiges Teil 16 den Aus- dem Gehäuse und der Nadel gesteuert, und die natürlaßöffnungsblock
11 an seine Stelle innerhalb des liehe Wirbelbildungswirkung der nördlichen bzw. der
Gehäuses 1. südlichen Hemisphäre der Erdkugel ausgenutzt.
Eine äußere Düsenverlängerung 17, die eine axiale 5 Das Medium tritt in den ringförmigen Raum zwi-
Bohrung 18 von im wesentlichen zweimal dem sehen der Wand des zylindrischen Kanals 2 und dem
Durchmesser der Bohrung 12 in dem Auslaßöff- Teil der Garnnadel 3 ein, der verringerten Quer-
nungsblock 11 und eine Gegenbohrung 19 aufweist, schnitt hat. Durch abruptes Verringern des Quer-
die eine Druckreduktionskammer am inneren Ende schnitte der Nadel, wie mit 3 α in F i g. 1 gezeigt, wird
ihrer axialen Bohrung bildet, wird eng gegen das au- io eine zusätzliche Wirbelbildung in dem Bereich ge-
ßere Ende des Auslaßöffnungsblockes 11 gehalten, schaffen, in den das Medium in der Vorrichtung ein-
wobei die Gegenbohrung direkt mit der axialen Boh- tritt. Während das Medium mit starker Wirbelbildung
rung 12 in dem Auslaßöffnungsblock in Verbindung vorwärts strömt, strömt es in diejenige Eingangsöff-
steht. nung des Auslaßöffnungsblockes 11, die den verrin-
Die Anordnung, die diese letztere Verbindung her- 15 gerten Querschnitt der Garnnadel 3 und das im Querstellt,
ist in F i g. 1 und 3 dargestellt. So greift ein mit schnitt noch mehr verringerte Abgabeende 10 umInnengewinde
versehener ringförmiger Teil 20 an gibt, und tritt weiter in die axiale Bohrung 12 des
Außengewinden an einem im Umfang verkleinerten Auslaßöffnungsblockes 11 ein. Dabei treten die
Endeteil 21 der äußeren Düsenverlängerung 17 an. Garnfasern aus der axialen Bohrung 8 aus. Beim EinBolzen
22 erstrecken sich von Tüllen 23 in dem ring- 20 tritt in den Venturi-Kanal zwischen dem Abgabeende
förmigen Bauteil 20 durch diesen Bauteil hindurch, 10 und der Eingangsöffnung 13 erhöht sich die Gedurch
den becherförmigen Teil 16 und in mit Innen- schwindigkeit des Mediums. Das Garn wird in diesen
gewinde versehene Bohrungen 24, die sich einwärts Abschnitt hineingeführt. Dadurch wird das Garn in
von der benachbarten Endfläche 25 des Gehäuses 1 einem gewissen Ausmaß flockig gemacht. Aus der
erstrecken. 35 axialen Bohrung 12 treten die Fasern und das Me-
Es ist klar, daß die Fäden in die Vorrichtung durch dium in die erweiterte Gegenbohrung 19 der äußeren
den trichterförmigen Einlaß 9 einlaufen und von dort Düsenverlängerung 17 ein, wo die plötzliche Erweite-
durch die axiale Bohrung 8 in der Garnnadel 3 zu rung des Durchmessers eine weitere Wirbelbildung
dem Raum zwischen dem Abgabeende 10 der Nadel und das Eintreten des Mediums zwischen die Fasern
und der Eingangsöffnung 13 des Auslaßöffnungs- 30 verursacht. Aus der erweiterten Gegenbohrung ver-
blockes 11. Aus diesem Bereich verlaufen die Fäden laufen die aufgelockerten Fasern in die große axiale
durch die größere axiale Bohrung 12 des Auslaßöff- Bohrung 18 der äußeren Düsenverlängerung 17, die
nungsblockes zu der Druckverringerungskammer, die das voll texturierte Garn 28 mit vergrößerter Masse
durch die Gegenbohrung 19 der äußeren Düsenver- abgibt, wie das rechts in F i g. 1 dargestellt ist.
längerung 17 gebildet wird und von dort durch die 35 Bei Strahlfasertexturiervorrichtungen gemäß den
noch größere axiale Bohrung 18 und aus der Vorrich- Ausführungsformen wie in F i g. 1 bis 3 beschrieben,
tung heraus. wurde der axialen Bohrung 12 ein Durchmesser von
Um eine Vergrößerung des Luftzwischenraumes 1,905 mm gegeben, während der erweiterten Gegen-
zwischen den Fäden zu erhalten, wird ein wirbelndes bohrung ein Durchmesser von 7,62 mm gegeben
Trägermedium, wie etwa Luft den Fäden beigege- 40 wurde. Die axiale Bohrung 18 der äußeren Düse 19
ben, während sie durch dip Vorrichtung verlaufen. erhielt einen Durchmesser von 3,81 mm. Die Länge
Zu diesem Zwecke wird ein Nippel 26 vorgesehen, der axialen Bohrung 12 betrug ungefähr 10.6 mm,
um dieses Medium unter Druck durch das Gehäuse 1 während die axialen Längen der Gegenbohrung 19
und in den zylindrischen Kanal 2 einzuführen. Wie und der axialen Bohrung 18 ungefähr 0,508 mm und
hier gezeigt, ist der Nippel aus einem einzigen Stück 45 bis zu 19,05 mm waren. Diese Abmessungen wurden
mit dem Gehäuse hergestellt. bei einem zylindrischen Gehäuse angewendet, das un-
Ein erhöhtes Mediumwirbeln wird durch eine neu- gefahr 44 mm lang war, mit einem Außendurchmesartige
Bauweise und Anordnung am Nippel 26 be- ser von 25 mm und einem Innendurchmesser von unwirkt.
So ist die Bohrung 27 des Nippels exzentrisch gefähr 9,5 bis 10,16 mm. Die Bohrung 27 des Nippels
zu dessen Achse A ausgebildet und die Achse B der 50 26 betrug 6,35 mm und die seitliche Versetzung beBohrung
27 liegt exzentrisch zur Achse der axialen trug, wie bereits erwähnt 1,59 mm von der Achse der
Bohrungen 8, 12 und 13 der nachfolgenden Elemente Bohrung 2.
der Garntexturiervorrichtung. In anderen Worten lie- In der Ausführungsform der Erfindung, wie in
gen die Achse der Bohrung durch den Nippel und die F i g. 4 dargestellt sind alle Bestandteile identisch mit
Achse der axialen Bohrungen der darauffolgenden 55 der der Fig. 1, mit Ausnahme der Tatsache, daß das
Elemente der Vorrichtung nicht in einer Ebene. Vorderende 14' des Auslaßöffnungsblockes 11 mit
Demgemäß trifft das Medium unter Druck in die einer verjüngten Axialbohrung 12' versehen ist die
Vorrichtung ein, um darin eine wirbelnde Bewegung eine Verjüngung von 5° aufweist während die äu-
zu erzeugen. ßere Düsenverlängerung 17' eine Axialbohrung 18'
In der dargestellten Ausführungsform ist die Boh- 60 aufweist die ebenfalls verjüngt ist wobei diese Verrung
des Nippels 26 nach rechts (in Fig. 3 stromab jüngung 7Vt° beträgt Es hat sich gezeigt daß mit
gesehen) von der Mittelachse der axialen Bohrungen diesen Verjüngungen ein hochgradig günstiger Einversetzt
Diese Verschiebung beträgt ungefähr fluß auf das Texturieren des Garns erzielt wird.
1,59 mm bei einem zylindrischen Kanal 2 mit einem Weiterhin hat sich aus der Erfahrung heraus geDurchmesser von ungefähr 9,5 mm. Zur Verwendung 65 zeigt daß die erzielten Ergebnisse in beträchtlicnem η der südlichen Hemisphäre beträgt diese exzentri- Ausmaße durch die Länge der äußeren Düse 17 oder »ehe Stellung ungefähr 1,59 mm nach der linken Seite 17' beeinflußt werden. In einem Falle, in dem diese /on der Mittelachse. Auf diese Art und Weise wird Länge 19,05 mm beträgt, ergibt sich eine ausgespro-
1,59 mm bei einem zylindrischen Kanal 2 mit einem Weiterhin hat sich aus der Erfahrung heraus geDurchmesser von ungefähr 9,5 mm. Zur Verwendung 65 zeigt daß die erzielten Ergebnisse in beträchtlicnem η der südlichen Hemisphäre beträgt diese exzentri- Ausmaße durch die Länge der äußeren Düse 17 oder »ehe Stellung ungefähr 1,59 mm nach der linken Seite 17' beeinflußt werden. In einem Falle, in dem diese /on der Mittelachse. Auf diese Art und Weise wird Länge 19,05 mm beträgt, ergibt sich eine ausgespro-
chene Verbesserung in der Gleichmäßigkeit der Texturierung bei verschiedenen Größen und in einigen
Fällen belief sich diese Verbesserung auf bis zu 100 %>. Die Garnunregelmäßigkeit beim Massigmachen
und der Schlaufenbildung wurde in allen Fällen auf ein Minimum verringert, in denen diese Länge
von 19,05 mm verwendet wurde. In dem Falle beispielsweise, in dem eine Düse von 15,88 mm oder weniger
verwendet wurde, waren die Unregelmäßigkeiten wesentlich stärker bemerkbar, und die Texturierungseigenschaften
waren sehr unregelmäßig. So wird auf der Basis der Erfahrung angenommen, daß eine
Länge von 19,05 mm für die äußere Düse eine optimale Düsenlänge für das Texturieren von Garn ist,
wenn alle anderen Bedingungen gleichbleiben.
Die obenerwähnten verschiedenen Abmessungen, insbesondere die Länge 19,05 mm für die äußere
Düse, eignen sich am besten für alle Typen von zu texturierenden Garnen, das sind Glasfaser, Nylon,
Polyesterfaser usw. Düsendurchmesser und -Länge können jedoch verändert werden, um sich verschiedenen
Arten von Garnen und Denierzahlen anzupassen. Die Art der gewünschten Texturierung stellt ebenfalls
eine Richtlinie für die Bemessungen der Düsen dar. Ein kleiner Durchmesser ist für ein sehr geringes, ein
großer Durchmesser ist für ein maximales Texturieren geeignet.
Es ist darauf hinzuweisen, daß alle abrupten Veränderungen der Durchmesser in der Vorrichtung die
Wirbelbildung der Luft oder eines anderen Mediums und das Texturieren der Fasern vergrößern.
Es ist wichtig, daß die Vorrichtung solche Abmessungen hat, daß die Luft oder ein anderes verwendetes
komprimierbares Medium eine Geschwindigkeit
ίο hat, die mindestens gleich der halben Schallgeschwindigkeit
ist, und vorzugsweise dort Schallgeschwindigkeit erreicht, wo die Luft oder das Medium zuerst auf
das Garn in der Wirbelzone, direkt stromab vom Abgabeende 10 der Nadel, auftrifft.
Bei Verwendung einer Strahltexturiervorrichtung nach der Erfindung ergibt sich eine um ungefähr
100 °/o vergrößerte Texturierung von behandelten kontinuierlichen Glasfasergarnen aus Fäden. Eine
Vergrößerung um 150 bis 300 °/o kann gegenüber
ao früher verwendeten sonstigen Texturiervorrichtungen erreicht werden.
Bei Verwendung einer wie oben beschriebenen Garntexturiervorrichtung wurde das Garn vorteilhafterweise
mit einer Geschwindigkeit von 215 m je Mi-
a5 nute texturiert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
209524/437
Claims (15)
1. Vorrichtung zum Texturieren von Garn, beispielsweise von Glas-, Nylon-, Polyesterfasern,
mittels eines wirbelnden Strömungsmediums, da- S durch gekennzeichnet, daß ein zylindrisches
Gehäuse (1) mit einem zylindrischen Kanal (2), der sich durch das Gehäuse (1) hindurch
erstreckt, vorgesehen ist, daß in dem Kanal (2) eine Garnnadel (3) konzentrisch angeordnet ist,
die eine sich durch die Garnnadel (3) hindurch erstreckende axiale Bohrung (8) aim Führen des
Garnes hat und die einen Abschnitt mit einem Durchmesser aufweist, der geringer ist als der
Durchmesser des Kanals (2), wodurch ein ringförmiger Raum gebildet ist, daß ein Auslaßöffnungsblock
(11) in dem Kanal (2) an dem der Nadel entgegengesetzten Ende des Gehäuses (1) eingepaßt
ist, wobei der Auslaßöffnungsblock (11) eine axiale Bohrung (12) aufweist, die zur axialen
Bohrung in der Garnnadel (3) ausgerichtet ist, und eine abrupt vergrößerte Einlaßöffnung am inneren
Ende hat, die das Ende der Garnnadel (3) umschließt und so eine ringförmige Kammer bildet,
und daß ein Lufteinlaßnippel (26) mit einer Bohrung (27) zum Einführen von Luft in den
ringförmigen Raum zwischen dem zylindrischen Gehäuse (1) und der Garnnadel (3) vorgesehen
ist, wobei die Mittelachse der Bohrung im Lufteinlaßnippel (26) gegen die Längsmittelachse des
ringförmigen Raumes zwischen dem zylindrischen Gehäuse (1) und der Garnnadel (3) versetzt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das Abgabeende (10) der
Garnnadel (3) ein Ende mit einem äußeren Querschnitt hat, der abrupt reduziert ist, wobei die
Einlaßöffnung (13) des Auslaßöffnungsblocks (11) das Abgabeende (10) der Garnnadel (3) umgibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine äußere Düsenverlängerung
(17), die am Ort des äußeren Endes des Auslaßöffnungsblockes (11) mit der axialen Bohrung
(12) befestigt ist, eine gegengebohrte Druckverringerungskammer (19), die mit der axialen
Bohrung (12) in Verbindung steht und zu ihr ausgerichtet ist, und eine axiale Bohrung (18), die mit
der Kammer (19) in Verbindung steht und koaxial zu dieser ist, vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Bohrung (18) der
äußeren Düsenverlängerung (17) einen doppelt so großen Durchmesser wie die axiale Bohrung (12)
des Auslaßöffnungsblockes (11) hat.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Druckverringerungskammer
(19) doppelt so groß wie der Durchmesser der axialen Bohrung (18) der äußeren Düsenverlängerung (17) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Bohrung (12') des
Auslaßöffnungsblocks (H') und die axiale Bohrung (18') der Düsenverlängerung (17') beide in
Richtung stromab verjüngt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verjüngung des Auslaßöffnungsblocks
(1Γ) in der Größenordnung von 5° liegt und die Verjüngung der Bohrung (18') der
äußeren Düsenverlängerung (17') in der Größenordnung von 7Vi0 liegt,
8. Vorrichtung nach Anspruch 3, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Düsenverlängerung
(17') eine Länge von 19,05 mm hat.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Einrichtung
zur Veränderung der axialen Stellung der Garnnadel (3) im Verhältnis zum inneren Ende
des Auslaßöffnungsblockes (11) aufweist, wodurch der Venturiabschnitt zwischen dem Abgabeende
(10) der Nadel (3) und dem inneren Ende des Auslaßöffnungsblockes (11) veränderbar
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung eine Mutter (6)
umfaßt, die am Einlaßende (9) der Garnnadel (3) befestigt ist und die einen Gewindeteil (5) aufweist,
das in ein Gewindeteil auf dem genannten zylindrischen Gehäuse (1) eingreift.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Einlaßende
(9) der Garnnadel (3) trichterförmig erweitert ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung
(27) des Lufteinlaßnippels (26) gegen die Mittelachse des ringförmigen Raumes, der durch die
axialen Bohrungen (8, 12 und 13) gebildet wird, versetzt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Bohrung
(27) des Lufteinlaßnippels (26) 1,59 mm groß ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (27)
des Lufteinlaßnippels (26) stromabwärts gesehen nach rechts von der Mittelachse des ringförmigen
Raumes, der durch die axialen Bohrungen (8, 12, 13) gebildet wird, versetzt ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser
der Garnnadel (3) zweimal abrupt verkleinert ist und die Eingangsöffnung (13) in
dem Auslaßöffnungsblock (11) plötzlich vergrößert ist, wodurch die Wirbelbildung des Mediums
erhöht wird.
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT396486B (de) * | 1983-09-29 | 1993-09-27 | Du Pont | Garntexturierdüse |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT396486B (de) * | 1983-09-29 | 1993-09-27 | Du Pont | Garntexturierdüse |
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