DE1701175U - Trockenrasierapparat. - Google Patents
Trockenrasierapparat.Info
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Description
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Die Neuerung betrifft einen Trockenrasierapparat mit einem geschlossenem Scherkopf, der aus einem festen Scherblatt und einem darunter angeordneten, durch ein Exzenter betätigten Untermesser besteht. Solche geschlossene Scherköpfe, die nach außen durch das siebartig ausgebildete Scherblatt abgedeckt sind, durch dessen Perforation die Bartstoppeln durchtreten können, um dann durch das Zusammenwirken von Scherblatt und bewegtem Untermesser abgeschert zu werden, leiden unter dem Mangel, dass sie längere Haare nicht zu erfassen und abzuscheren vermögen. Es ist aus diesem Grunde schon vorgeschlagen worden, Trockenrasierapparate dieser Art mit einem zusätzlichen offenem Scherkopf auszustatten, der in üblicher Weise aus einem festen und einem bewegten Messerkamm besteht und infolge seiner offenen Ausbildung einen einwandfreien Schnitt langer Haare ermöglicht. Die bisher bekannten Trockenrasierapparate mit kombinierten geschlossenen und offenen Scherköpfen sind jedoch relativ kompliziert und in der Herstellung teuer.
Die Neuerung befasst sich mit der Aufgabe, Trockenrasierapparate, die einen geschlossenen und einen offenen Scherkopf aufweisen, in konstruktiv einfacher, raumsparender und billiger
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Bauart auszuführen und erreicht dieses Ziel dadurch, dass der Antrieb der beweglichen Teile der beiden Scherköpfe von der Welle eines gemeinsamen Antriebmotors über je einen Exzenter- bzw. Kurbeltrieb erfolgt. Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Neuerung ist das mit einem festen Scherblatt zusammenwirkende Untermesser des geschlossenen Scherkopfes mit dem zugehörigen Exzenter- bzw. Kurbeltrieb über eine Pleuelstange gekuppelt und führt eine hin- und hergehende Verschiebungsbewegung aus, wogegen der bewegliche Messerkamm des offenen Scherkopfes schwenkbar gelagert ist und durch den zugehörigen Exzenter- bzw. Kurbeltrieb eine Schwingbewegung erfährt.
Die beiden Scherköpfe können auf der gleichen Seite oder auf gegenüberliegenden Seiten des Antriebmotors angeordnet sein, wobei sich der geschlossene Scherkopf in der Regel an der Stirnseite des Apparates befindet und der Schneidenteil des offenen Scherkopfes seitlich am Apparat herausgeführt ist.
Die Neuerung soll nun unter Bezugnahme auf die Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen genauer erläutert werden. Das erste Ausführungsbeispiel ist in Fig. 1 und 2 teilweise geschnitten in Vorder- bzw. Seitenansicht und in den Fig. 3 und 4 von oben gesehen bei abgehobener bzw. aufgesetzter Kappe dargestellt. Das zweite Ausführungsbeispiel ist in den Fig. 5 und 6 teilweise geschnitten in Vorder- bzw. Seitenansicht veranschaulicht; Fig. 7 zeigt eine Draufsicht auf den offenen Scherkopf, gesehen in Richtung des Pfeiles VII in Fig. 6.
Der in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Trockenrasierapparat hat ein vorzugsweise aus Kunststoff hergestelltes Gehäuse 1, in dem sich ein elektrischer Antriebsmotor befindet, von dem
nur die die Oberwand des Gehäuses durchsetzende Antriebswelle 2 dargestellt ist. Auf den Oberteil des Gehäuses ist eine Kappe 3, z.B. aus Kunststoff, aufgesetzt, die mit Hilfe von Klemmfedern 4 mit hakenförmig ausgebildeten Enden am Gehäuse befestigt werden kann, indem diese Federenden zwei seitlich an einem vorspringenden Mittelteil der Gehäuseoberwand ausgebildete Nasen 5 hintergreifen. Der Oberteil der Kappe 3 ist halbzylindrisch ausgenommen und wird durch ein mit einer siebartigen Perforation versehenes Scherblatt 6 abgeschlossen, das an den Seitenwänden der Kappe z.B. mit Nieten befestigt und halbzylindrisch durchgewölbt ist. In den vom Scherblatt 6 gebildeten konkaven Raum befindet sich das Untermesser 7, das nach einem älteren Vorschlag aus einem zylindrisch gebogenen Blechteil mit einer Vielzahl von peripheren Einschnitten 8 besteht, wobei die Ränder der zwischen den Einschnitten verbleibenden Blechteile in Form von Flanschen 9 radial nach außen gebogen und nach einer gemeinsamen Zylinderfläche zugeschliffen sind, so dass sie scharfe Schneidkanten bilden. Der zylindrisch gebogene Messerkörper ist längs einer Sehnenebene mit einem flachen Blechstück 10 verbunden, z.B. verschweißt oder vernietet, in dem sich ein Rundloch zur Aufnahme eines Kupplungszapfens 11 befindet.
Am oberen Ende der Antriebswelle 2 ist ein exzentrischer Stift 12 vorgesehen, der in ein Querloch einer Pleuelstange 13 eingreift, welche aus zwei zusammengenieteten Hartgewebelamellen 14 besteht, zwischen denen eine schmierstoffsaugende Zwischenlage 15, z.B. aus Filterpapier, angeordnet ist. Am anderen Ende der Pleuelstange 13 ist der bereits erwähnte Kupplungszapfen 11 befestigt.
Das Untermesser wird durch zwei Schraubenfedern 16, die sich an geeigneten Sitzflächen an der Oberwand des Gehäuses 1 bzw. an der Grundplatte 10 des Untermessers abstützen, gegen das Scherblatt gedrückt, so dass es flächig an diesem anliegt. Bei einer Drehbewegung der Antriebswelle 2 wird dem Untermesser über den exzentrischen Stift 12, die Pleuelstange 13 und den Kupplungszapfen 11 eine hin- und hergehende Bewegung unter dem Scherblatt 6 erteilt, wobei die Schraubenfedern 16 entsprechend durchgebogen werden.
Um bei einer Abnahme der Kappe 3 zwecks Reinigung des Apparates das Untermesser festzuhalten, sind zu beiden Seiten des Untermessers am Gehäuse 1 befestigte hakenförmige Teile 17 vorgesehen, die mit ihren freien Enden in den Zwischenraum zwischen dem eigentlichen Messerkörper des Untermessers 7 und seiner Grundplatte 10 eingreifen, ohne diese beiden Teile normalerweise zu berühren. Sobald die Kappe 3 mit dem Scherblatt 6 abgenommen wird, wird das Untermesser 7 durch die Schraubenfedern 16 nach außen gedrückt, bis die Grundplatte 10 des Untermessers gegen die als Anschläge wirkenden Hakenteile 17 stößt. Der exzentrische Zapfen 12 greift in eine entsprechend große kreisförmige Ausnehmung der Grundplatte 10 des Untermessers ein und ist so lang, dass er auch nach der durch die Federn 16 verursachten Verschiebungsbewegung des Untermessers in dieser Ausnehmung verbleibt und dadurch die mögliche seitliche Verschiebung des Untermessers begrenzt.
Der dargestellte Trockenrasierapparat weist neben dem beschriebenen geschlossenen Scherkopf noch einen offenen Scherkopf auf, der durch einen festen Messerkamm 18 und einen
beweglichen Messerkamm 19 gebildet wird. Die Schneidteile dieser beiden Messerkämme sind durch eine Öffnung in der Kappe 3 seitlich aus dem Apparategehäuse herausgeführt. Der feste Messerkamm 18 ist z.B. mit Hilfe von Schrauben an der Oberwand des Gehäuses 1 befestigt, während der bewegliche Messerkamm 19 mit einem flachen Antriebsglied 20 verbunden und mittels diesem um den Bolzen einer in der Oberwand des Gehäuses 1 befestigten Schraube 21 schwenkbar gelagert ist. Das Antriebsglied 20 wird zweckmäßig, ähnlich wie die Pleuelstange 13, durch zwei Hartgewebelamellen gebildet, zwischen denen sich eine schmierstoffsaugende Zwischenlage befindet. Das dem Schneidenteil des offenen Scherkopfes abgekehrte Ende des Antriebsgliedes 20 ist mit einem offenen kulissenartigen Schlitz 22 versehen, in den ein Exzenter 23 eingreift, das auf der gleichen Antriebswelle 2 wie der Exzenterstift 12 des geschlossenen Scherkopfes sitzt. Durch Öffnungen in den Messerkämmen 18 und 19 ist in der Nähe des Schneidenteiles des offenen Scherkopfes ein Splint 24 geführt, gegen dessen Kopf sich ein Federteller 25 abstützt. Zwischen dem Federteller 25 und dem Messerkamm 19 ist eine Schraubenfeder 26 eingesetzt, durch welche der bewegliche Messerkamm 19 elastisch gegen den feststehenden Messerkamm 18 gedrückt wird.
Bei einer Drehung der Antriebswelle 2 erteilt das Exzenter 23 dem Antriebsglied 20 und damit dem beweglichen Messerkamm 19 eine schwingende Bewegung um den Schraubenbolzen 21, wodurch die beiden Messerkämme 18 und 19 gegeneinander eine Scherbewegung ausführen. Es werden also der aus Scherblatt 6 und Untermesser 7 bestehende geschlossene Scherkopf und der
aus den beiden Messerkämmen 18 und 19 bestehende offene Scherkopf durch die beiden Exzenter 12 und 23 gleichzeitig von der gleichen Motorwelle 2 aus angetrieben.
Das in den Fig. 5 bis 7 gezeigte Ausführungsbeispiel der Neuerung unterscheidet sich von dem vorstehend beschriebenen im wesentlichen dadurch, dass der geschlossene und der offene Scherkopf an gegenüberliegenden Seiten des Antriebsmotors angeordnet sind. Der geschlossene Scherkopf ist in gleicher Weise wie beim zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel ausgebildet, wogegen der offene Scherkopf, der sich nunmehr an der gegenüberliegenden Stirnseite des Apparates befindet, nicht mehr senkrecht zur Antriebswelle 2, sondern unter einem spitzen Winkel gegen diese angeordnet ist, um so die Handhabung des Rasierapparates zu erleichtern.
Die nach unten verlängerte Antriebswelle 2 des Motors trägt an ihrem Ende wieder ein Exzenter 23, das in einen kulissenartigen Längsschlitz 22 des Antriebsgliedes 20 für den beweglichen Messerkamm 19 eingreift. Der feste Messerkamm 18 ist mit Hilfe von Schrauben 27 an der schrägen Gehäusestirnwand befestigt. Der Bolzen einer am Messerkamm 18 befestigten Niete 28 bildet den Drehzapfen für den beweglichen Messerkamm 19; zum Unterschied von der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 4 liegen in diesem Falle die Schneidenteile des offenen Messerkopfes und die mit dem Exzenter 23 zusammenwirkende Kulissennut 22 auf der gleichen Seite des Drehpunktes 28. Das Exzenter 23 durchstößt dabei in schräger Richtung die Nut 22.
Der bewegliche Messerkamm 19 wird wieder durch eine Schraubenfeder 26, welche sich an einem mit dem feststehenden
Messerkamm 18 durch einen Bolzen 24 verbundenen Federteller 25 abstützt, elastisch gegen den feststehenden Messerkamm gedrückt.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele der Neuerung lassen bezüglich der gegenseitigen Anordnung der beiden Scherköpfe verschiedene Abwandlungen zu. Beispielsweise kann der offene Scherkopf auch so angebracht werden, dass seine schneidenden Teile aus der Flachseite des Apparategehäuses herausragen.
Claims (7)
1. Trockenrasierapparat mit einem geschlossenen und einem offenen Scherkopf, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb der beweglichen Teile (7, 19) beider Scherköpfe von der Welle (2) eines gemeinsamen Antriebsmotors über je einen Exzenter- bzw. Kurbeltrieb (12, 23) erfolgt.
2. Trockenrasierapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit einem festen Scherblatt (6) zusammenwirkende Untermesser (7) des geschlossenen Scherkopfes mit dem zugehörigen Exzenter (12) über eine Pleuelstange (13) gekuppelt ist und eine Translationsbewegung ausführt, wogegen der bewegliche Messerkamm (19) des offenen Scherkopfes schwenkbar gelagert ist und durch das zugehörige Exzenter (23) eine Schwingbewegung erfährt.
3. Trockenrasierapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsglied (20) des beweglichen Messerkammes (19) des offenen Scherkopfes eine Kulisse (22) aufweist, in die das zugehörige Exzenter (23) eingreift.
4. Trockenrasierapparat nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Exzenter- bzw. Kurbeltriebe (12, 23) von einer abnehmbaren Haube (3) abgedeckt sind, die in ihrem Oberteil ein zylindrisch gewölbtes festes Scherblatt (6) trägt und an einer Schmalseite einen Schlitz aufweist, durch den der offene Messerkopf (18, 19) herausgeführt ist.
5. Trockenrasierapparat nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Scherköpfe auf entgegengesetzten Seiten des Antriebsmotors angeordnet sind, wobei die zugehörigen Exzenter (12, 23) an den beiden Wellenstummeln des Motors sitzen.
6. Trockenrasierapparat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsebene des beweglichen Messerkammes (19) des offenen Scherkopfes gegen die Achse (2) des Exzenters (23) unter einem spitzen Winkel geneigt ist.
7. Trockenrasierapparat nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Oberteil des Apparates ein zylindrisch geformter geschlossener Scherkopf (6, 7) und im Unterteil des Apparates ein um die Achse des geschlossenen Scherkopfes geneigter offener Scherkopf (18, 19) angeordnet sind.
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