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Weckeruhr Die Erfindung betrifft eine Weckeruhr mit einem koaxial
und benachbart zu Stundenrad und gegenüber diesem verdrehbar an= geordnetem Weckzeiteinstellrad,
wobei durch axiale Verschic=' bong entweder des Stunden= oder des Weckzeiteinstellrades
die Signalauslösung und =sperre bewirkt wird.
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Die Anordnung dient dazu, ein Signal zu einer
ganz bestimmten voreingestellten Zeit auszulösen und abzustellen, wobei zu jeder
denkbaren Uhrzeit jede nur mögliche Signalzeit leicht voreingestellt werden kann.
Weiterhin soll durch die Signal= regelung das treibende Uhrwerk möglichst gering
und gleich= förmig belastet werden.
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Zum Stand der Technik meines patentes 83a -
65 / 1265 667 auf das sich die heutige Zusatzanmeldung bezieht, folgende Ergänzung.
Es sind Weckeruhren bekannt, bei denen Beginn und Unterbrechung des Signals durch
Zusammenwirken des Weckzeiteinstellrades mit dem Stundenrad geregelt wird, wobei
das eine Rad einen Schneckenteil oder ähnliche Vorsprünge wie Halbkugeln hat und
das andere Rad dementsprechende Vertiefungen oder Aussparungen aufweist. . a) Bei
diesen Anordnungen beträgt die Zeit von der Signalaus= lösung bis zur =sperre, betrieben
durch die Fortdrehung des Stundenrades, cirka 2 Stunden. Während dieser Zeit ist
für diese Zeitspanne keine Signalvoreinetellung möglich, was diese Anord= nung für
Langschläfer ganz unbrauchbar macht. Weiterhin wird
eines der zusammenwirkenden
Räder axial gegen den Federdruck einer beaufschlagten Auslösefedex soweit verdrängt,
daß über diesen Bewegungsweg die Signalabstellung erfolgt. Die Belastung des treibenden
Uhrwerks ist während dieser Bewegungsarbeit stark vergrößert und beeinträchtigt
damit die Gangstabilität der Uhr zu merklichen Ungunsten.
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b) Ferner haben diese Bauarten mit Federzugwerken den großen Nachteil,
daß durch den Signalvorgang die Zugfeder des Signal= werken bis zur möglichen oder
konstruierten Ablaufgrenze ab= läuft und erst durch ein erneutes Spannen der treibenden
Zug=-feder eine neuerliche Signalbereitschaft erreicht werden kann. c) Es gibt Zusatzeinrichtungen,
die mit Hilfe von mehreren Wendelteilen mit Rutschkupplungen und Drehrichtungssperren
die vorbenannten Nachteile unter a
ausgleichen. Alle bekannten Vorrichtungen anderer Bauart, die diese Nachteile ausgleichen,
erreichen ihren Zweck auch nur mit vielen kompli= zierten und schwer zu fertigenden
Zusatzteilen, die zudem durch ihre zeitraubenden Montage= und Justierarbeiten für
die heutige Fließbandfertigung nicht diskutabel und daher auch nicht in der Fertigung
sind.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
die Vorein= Stellung jeder nur möglichen Signalzeit zu jeder nur denk= baren Uhrzeit
zu ermöglichen und zwar ohne Zusatzteile und Zusatzkosten, bei gleichzeitiger einfachen
Herstellungsmög= lichkeit und zudem noch einfacher Montage unter Ausschluß von Justierarbeiten,
sodaß eine Fließbandfertigung von Weckeruhren mit einem Signalwerk, das dem neuesten
Stand der Technik ent= spricht, auch möglich ist.
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Weiterhin soll die Belastung des treibenden Uhrwerkes durch die Vorrichtung
der Signalregelung möglichst auf den Gesamt= umlauf des Stundenrades gleichmäßig
verteilt sein.
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Ferner soll erreicht werden, daß bei Pederzuguhren die Funk= tionssicherheit
der Weckeruhr dadurch erhöht wird, daß die
Signalbereitschaft auch
dann noch besteht, wenn das Spannen der treibenden Zugfeder einmal vergessen
wird.
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Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß das Weckzeiteinstellrad als Scheibe ausgebildet ist und auf
seiner
Ebene eine Führungsrille aufweist, die in einem Spiralverlauf
über 360o führt und die wenige Winkelgrade vor ihrem Ende, senkrecht
zur Ebene des Weekzeiteinatellrades, auf die Anfangshöhe einer tiefer
beginnenden schiefen Bahn abfällt, die Anfang und Ende der rührungsrille
in einem radialen Verlauf verbindet.
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Unter den verschiedenen Ausführungsarten der
Neuerung, bei denen
der Verlauf der Führungsrille, je nach der Anfangslage
der schiefen Bahn -ob zur Mitte oder nach außen hin ansteigendauch spiegelbildlich
denkbar ist oder bei umgekehrter Sperr= Stellung des Stundenrades seitenverkehrt
am Weckzeiteinstellrad angebracht ist, wird eine AusführungamöglicUeit als Beispiel
in den Zeichnungen dargestellt.
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Fig. 1 kennzeiehnet.in einem teilweisen Uhrwerkszusammenbau
die Teile der Neuerung in ihrer Funktion.
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Fig. 2 zeigt das Weekzeiteinstellrad mit der Führungsrille
und der ihre Enden verbindenden schiefen Bahn.
Bezugszeichen:
1 Weckzeiteinstellrad 6 Federbein
2 Führungsrille
7 Spreizfeder 3 Signalauslösevertiefung 8 Hammer 4 schiefe Bahn 9 Zifferblatt
5
Stundenrad 10 Zeiger
11 Gehäuse
Bei der erfindungsgemäßen Neuerung ist
auf der Ebene des Weck= zeiteinstellrades (1) von der Ansicht des Zifferblattes
(9) her
eine bis zur Auslösevertiefung (3) gleichmäßig tiefe Führungs=
rille (2) angebracht, die in einem Spiralverlauf von innen
beginnend über 360o führt.
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Wenige Winkelgrade vor dem Ende der Führungsrille (2) ist eine senkrecht
zur Radebene abfallende Signalauslösevertiefung (3) angebracht, die zu dem auf gleicher
Höhe liegenden Anfang der schiefen Bahn (4) führt, die Anfang und Ende der Pfhrungs=
rille (2) in einem radialen Verlauf miteinander verbindet. Von dem Rohrteil des
Stundenrades (5), das senkrecht durch die litte des Weckzeitrades (1) führt, steht
ein Federbein (6) so ab, daB dessen freies Ende im Grund der Führungsrille (2) aufsteJit
und das Stundenrad (5) zusammen mit dem zwischen Weckzeiteinstell=
rad (1) und Stundenrad (5) wirkenden Druck der Spreizfedern (7) in dieser
Zage hält, in welcher der Hammer (8) des Signalwerkes am ungezahnten Außenrand des
Stundenrades (5) derart anliegt, daß seine freie Schwingung nicht möglich ist. In
dieser Sperr= stellung wird mit der Fortdrehung des Stundenrades (5fi durch das
treibende Uhrwerk das Federbein (6) über den Verlauf der Führungsrille (2) vom Rohrteil
des Stundenrades gleichmäßig ab= gezogen und hierdurch aufgespannt.
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Gegen Ende der Führungsrille (2) wird das Federbein (6) im
Zuge der Drehbewegung des Stundenrades (5) durch den wirkenden Druck
der
Spreizfedern (7) in die Signalauslöseverfiefung (3) gezogen, wobei das Stundenrad
(5) axial soweit verschoben wird, das der
Hammer (8) des Signalwerkes
frei schwingen Tfann.
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lach kurzzeitiger Drehung des Stundenrades durch das treibende
Uhrwerk -nach ea. 1 bis 2 Ninuten= erreicht das Federbein (6)
den
Anfang der schiefen Bahn (4), über deren, radialem Verlauf sich dann das Federbein
(6) sofort entspannt -da die Pederwir= kung der Spreizfedern
schwächer als die des Federbeins ist- und
drückt das Stundenrad in
die Sperrstellung zurück.
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---------------- Der Vorteil der Voreinstellung
jeder nur möglichen Signalzeit . $u jeder nur denkbaren Uhrzeit
wird dadurch erreicht, daß die
Rückführung des Stundenrades aus
der Signalstellung in die
Sperrstellung nicht wie bisher während
einer ca. 2 Stunden dauernden Drehbewegung des Stundenrades
mit der direkten Kraft des treibenden@Uhrwerks erfolgt, sondern
erfindungsgemäß sekun=
denschnell über die radial zum Stundenrad
angeordnete schiefe Bahn mit der Kraft des sich entspannenden Federbeins. Damit
bleibt der gesamte Vollkreis des Stundenrades für jede Zeit voreinatellungabereit
im Gegensatz zu der alten Bauart, bei der ein 2 Stunden entsprechender Drehwinkelbetrag
für die Vor= einstellung von Signalzeiten unbrauchbar ist.
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Zudem ist der schnell erfolgende Sperrvorgang, der die Hammer= schwingungen
mit dem ungezahnten Außenrand des Stundenrades blockiert, weitaus funktionssicherer
als die bislang verwende= ten Bauarten mit Auslöse= bzw. Abatellfedern aus Stahlblech,
_ da Letztere in der Sperrstellung dem Druck der auf sie einwir= kenden Kraft des
Signalwerkes -besonders nach Vollaufzug der das Signalwerk treibenden Zugfeder-
nicht immer standhalten . und somit kurzzeitige Durchbiegungen und Knickungen erfahren,
die sodann zu ungewollten und störenden Signalabgaben führen. Die Behebung dieses
Mangels und Funktionssicherung der Wecker= uhr durch die neue Anordnung wird dadurch
erzielt, daß die Hammerschwingungen des Signalwerkes über den festen und unge= zahnten
Außenrand des Stundenrades blockiert werden, der durch die senkrecht zur Druckrichtung
des gesperrten Hammers ver= laufende Lagerung auf der Minutenwelle keine Ausweichmöglich=
keiten hat.
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Die Dauer der Signalabgabe kann nunmehr auch frei durch die Drehwinkelgröße
zwischen dem Beginn der Signalauslösevertiefung und dem Beginn der radialen schiefen
Bahn bestimmt werden.
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Bei vorteilhaft gewählter Übersetzung des Signalräderwerkes und einer
angemessen geplanten Signaldauer, ergibt die neue Anord= nüng eine mehrfache Signalbereitschaft
ohne erneutes Spannen der das Signalwerk treibenden Zugfeder, was ein erneuter Vorteil
ist und die Funktionssicherheit der Weckeruhr auch in dem Fall gewährleistet, wo
das Spannen der Zugfeder einmal vergessen wird. Von besonderem Vorteil ist ferner
die geringe Belastung des treibenden Uhrwerks durch die neue Anordnung, da nicht
wie bis= lang eine aus Sicherheitsgründen überstarke Auslöse= bzw. Ab= 8tellfeder
bewegt werden muB, sondern ein Federbein, das in seiner Federkraft gerade nur so
stark zu sein braucht um die Stundenradverschiebung zu gewährleisten.
Zu
Allem wird noch ein neuer Vorteil erreicht und zwar der einer gleichmäßigen, über
den ge%Lmten Stundenradumlauf ver= teilten,Kraftanforderung des Signalregelwerkes
an das Uhrwerk. Ermöglicht wird dies durch die spiralartig mit gleichmäßiger
Steigung verlaufende Führungsrille, über die das Federbein seine Spannkraft erhält,
mit der die Rückführung,des Stunden= rades aus der Signalstellung in die Sperrstellung
betrieben wird. Durch die neue Anordnung werden alle Verbesserungen ohne
zu= sätzliche Bauelemente erreicht, was ein beachtlicher Vorteil ist. Zudem
ermöglicht die Kunststoffverarbeitung die Fertigung des Stundenrades mit
Federbein und den Spreizfedern in einem Stück, wobei also noch die Spreizfedern
in der Einzelfertigung eingespart werden.
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weiterhin ist die leichte Montage zu benennen, die hinsichtlich der
Fließbandfertigung entsprechend günstig bewertet werden muß, insbesondere, da durch
den Federbeinaneatz am oberen Rohrteil des Stundenrades der aufsitzende Stundenzeiger
seinen ausgerich= taten Sitz erhält, der mit der auf dem Weokzeiteinstellrad an=
gebrachten Weckzeitteilung durch entsprechende Konstruktion genau übereinstimmt
und dadurch kein zeitraubendes Verdrehen des Stundenzeigers zu Justierzwecken und
Überprüfen der Über= einstimmung von Weck= und voreingestellter Signal= und Uhrzeit
mehr erfordert.
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Ferner kann die Ausbildung des Weckzeiteinstellrades in Kunst= Stoff
erfolgen, was eine merkliche Fertigungsvereinfachung ist. Soll bei dieser
Ausführung die Tonqualität des Signalwerkes noch verbessert werden, so kann das
Stundenrad zur Zifferblatt= Seite hin mit einem ringförmigen Klangkörper
versehen werden, der im Durchmesser um soviel kleiner als der Außenrand des
Stundenrades gehalten ist, daß in der Signalstellung des Stunden= rades der Hammer
des Signalwerkes durch seine Schwingbewegungen den Signalton erzeugen kann. Die
Zage den ringförmigen Klang= körpers müßte konzentrisch zum Stundenrad angeordnet
sein.