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DE1797291A1 - Optische Verzoegerungsvorrichtung aus ferroelektrischer Keramik - Google Patents

Optische Verzoegerungsvorrichtung aus ferroelektrischer Keramik

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Publication number
DE1797291A1
DE1797291A1 DE19681797291 DE1797291A DE1797291A1 DE 1797291 A1 DE1797291 A1 DE 1797291A1 DE 19681797291 DE19681797291 DE 19681797291 DE 1797291 A DE1797291 A DE 1797291A DE 1797291 A1 DE1797291 A1 DE 1797291A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plate
light
plane
ceramic
optical
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19681797291
Other languages
English (en)
Inventor
Mckinney Ira Dell
Land Cecil Elvin
Haertling Gene Henry
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
US Atomic Energy Commission (AEC)
Original Assignee
US Atomic Energy Commission (AEC)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by US Atomic Energy Commission (AEC) filed Critical US Atomic Energy Commission (AEC)
Priority to DE19681797291 priority Critical patent/DE1797291A1/de
Publication of DE1797291A1 publication Critical patent/DE1797291A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02FOPTICAL DEVICES OR ARRANGEMENTS FOR THE CONTROL OF LIGHT BY MODIFICATION OF THE OPTICAL PROPERTIES OF THE MEDIA OF THE ELEMENTS INVOLVED THEREIN; NON-LINEAR OPTICS; FREQUENCY-CHANGING OF LIGHT; OPTICAL LOGIC ELEMENTS; OPTICAL ANALOGUE/DIGITAL CONVERTERS
    • G02F1/00Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics
    • G02F1/01Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics for the control of the intensity, phase, polarisation or colour 
    • G02F1/03Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics for the control of the intensity, phase, polarisation or colour  based on ceramics or electro-optical crystals, e.g. exhibiting Pockels effect or Kerr effect
    • G02F1/055Devices or arrangements for the control of the intensity, colour, phase, polarisation or direction of light arriving from an independent light source, e.g. switching, gating or modulating; Non-linear optics for the control of the intensity, phase, polarisation or colour  based on ceramics or electro-optical crystals, e.g. exhibiting Pockels effect or Kerr effect the active material being a ceramic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Nonlinear Science (AREA)
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  • Optics & Photonics (AREA)
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Description

  • Optische VerzögerunzsvorrichtunS aus ferroelektrischer Keramik Die Erfindung betrifft elektrooptische VerzÖgerungsvorrichtungen. Unter optischer Verzögerung versteht man die Umwandlung in einer doppeltbrechenden optischen Vorrichtung von monochromatischem, planpolarisiertem Licht in eine andere Polarisationsform, z. B. elliptische oder kreisförmige Polarisation.
  • Ein monochromatischer, planpolarisierter, auf eine doppeltbrechende optische Vorrichtung auffallender Lichtstrahl kann in zwei orthogonale Komponenten in einer senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung liegenden Ebene aufgelöst werden. So ist z. U. die Auflösung in eine schnelle und eine langsame Komponente (d. h. bei einem negativ doppeltbrechenden Gerät in den aussergewöhnlichen und den gewöhnlichen Lichtstrahl), entsprechend dem kleineren und dem grösseren Brechungsindex entlang der c- und der a-Kristallachse der optischen Vorrichtung möglich. Da die Fortpflanzung der orthogonalen Komponenten des einfallenden planpolarisierten Lichts durch ein doppeltbrechendes optisches Gerät mit verschiedener Geschwindigkeit erfolgt, ändert sich das Phasenverhältnis der beiden Komponenten. Nach Durchgang durch das optische Gerät werden die Komponenten wieder vereinigt und bilden einen einzigen, elliptischen oder gegebenenfalls kreisförmigen, polarisierten Lichtstrahl.
  • Bekannte Vorrichtungen verwenden die Doppelbrechung eines einzelnen, ferroelektrischen Kristalls zur Veränderung des durch das Kristall gehenden wirksamen Lichts. Wird in diesen Vorrichtungen ein planpolarisierter Lichtstrahl auf eine Fläche eines den durchgehenden Lichtstrahl elliptisch polarisierenden doppeltbrechenden Kristalls gerichtet, so lässt ein mit seinen Achsen in einem Winkel von 90o zum einfallenden polarisierten Lichtstrahl angeordneter Analysator das eine Komponente auf der Analysatorachse enthaltende polarisierte Licht hindurch, so dass die Komponente durch eine photoempfindliche Vorrichtung abgetastet werden kann. Die Änderung der Lichtdurchlässigkeit dieser bekannten Vorrichtungen erfolgt durch entsprechende Änderung der doppeltbrechenden Eigenschaften des ferroelektrischen Kristalls. In einigen Anordnungen geschieht diese Veränderung durch Erhitzen des doppelbbrechenden ferroelektrischen Kristalls bis zu einer Temperatur die etwas über seiner Gurietemperatur liegt. Dadurch wird das Kristall paraelektrisch und optisch isötrop. Ein an das Kristall gelegtes elektrisches Feld verstärkt die ferroelek-Irische Phase, so dass das Kristall wieder doppeltbrechend wird. Die Doppelbrechung ist dabei dem Quadrat des elektrischen Felds proportional, so dass das Gerät den elektrooptischen Kerreffekt zeigt. Wird das elektrische Feld unterbrochen, so wird das Kristall wiederum optisch isotrop. Nachteilig bei diesen Vorrichtungen ist die erforderliche sehr genaue Temperaturregelung, sowie die Notwendigkeit, zur Aufrechterhaltung des engen Temperaturbereichs nahe dem Curiepunkt geeignete Heiz- und Kühlvorrichtungen vorzusehen.
  • Andere, bekannte Anordnungen verwenden aus einzelnen ferroelektrischen Kristallen bestehende Platten mit der kristallographischen c- oder a-Richtung parallel zu den grossen Flächen der Platte. Durch Anlegen eines elektrischen Felds geeigneter Grösse und Richtung werden kleine, örtlich begrenzte Flächen oder Stellen der Platte um 90o geschaltet und dadurch die doppeltbrechenden und verzögernden Eigenschaften des Kristalls entsprechend verändert. Wird das Kristall zwischen kreuzweise angeordnete Polarisatoren gelegt, so kann die Änderung der Doppelbrechung eine entsprechende Änderung in_der Durchlässigkeit der Polarisator- .-Analysator-Anordnung zur Folge haben. Wird die Polarisationsspannung unterbrochen, so fällt jedoch das Kristall in ziemlich kurzer Zeit wieder in den Ausgangszustand zurück. Die Zerfallszeit in einem c-Domänenkristall für eine örtlich begrenzte a-Domäne beträgt z. B. eine Mikrosekunde oder weniger, während in einem a-Domänenkristall die Zerfallszeit einer 0-Domäne nur Minuten oder allenfalls Stunden beträgst. Nachteilig ist dabei, dass den senkrecht geschalteten Domänen starke örtlich begrenzte Spannungs- bzw. Verzerrungsfelder entgegenwirken. Ungünstig ist ferner, dass die Randbreite, d. h. die Breite des Übergangsbereichs zwischen der örtlich geschalteten Fläche und der diese umgebenden ungeschalteten Fläche von. der Kristalldicke abhängt und dieser etwa entspricht. Randbreite und Kristalldicke beschränken, aber in vielen Fällen die Anzahl'der örtlich begrenzten geschalteten Stellen, die auf einenti. gegebenen. Kristall vorgesehen werden können.
  • Schliesslich liefern die bekannten optischen V'erzögerun.gsanordnungen lediglich eine EINAUS bzw: binäre "fl" - "1" Funktion. In vielen Anwendungsfällen sind. aber mehr als zwei stabile Phasen erwünscht, wie z. B. in dreizähligen oder achtzähligen Speichern, Analoggedächtnisschaltungen und entsprechenden Logikschaltungen.
  • Aufgabe der Erfindung ist demgemäss :eine optische V'eögerungevorrichtung, die auch mehr als zwei stabile V'eägerungszustände liefern kann, deren Randbreite unabhängig von. der Materialdicke ist, die bei Zimmertemperatur arbeiten: kann., und ein Bild hoher Auflösung speichern oder erzeugen kann..
  • Gelöst wird diese Aufgabe durch die erfindungsgemässe optische Verzögerungsvorrichtung für planpolarisiertes Licht, die eine heissgepresste, optisch einachsige, ferroslektrische keramische Platte mit einer Korngrösse unter 2 /u und einer gleichförmigen Ausgangsausrichtung der optischen. Achse, sowie Mittel zur Veränderung des durch örtlich begrenzte Stellen der Platte durchtretenden planpolarisierten Lichts aufweist. .Anhand der Zeichnungen sei die Erfindung näher erläutert. Es zeigen: Die Figur la eine teilweise perspektivische, schematische Ansicht einer elektrooptischen Verzögerungsanordnung mit einem optisch einachsigen, doppeltbrechenden, ferroelekt rischen Keramikelement und bestimmter Elektrodenanordnung; die Figur 1b schematisch die Ausrichtung der bevorzugten Durchgangsrichtungen von Polarisator, .Analysator und der optischen Achsen einer Fläche des ferroelektrischen Keramikelements entsprechend der Figur la; die Figur 2 ein Schaltschema einer zur Anlegung der Schaltspannung an die Elektroden der Figur la geeigneten Schaltung; die Figur 3 die Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines für die Anordnung der Figur 1 verwendbaren Keramikelements und der dazugehörigen Eelektrodenanordnung;-die Figur 4 den Querschnitt einer weiteren Ausführungsform, die ebenfalls in der Anordnung gemäss Figur 1 verwendbar ist; die Figur 5 die Seitenansicht der auf einem Keramikelement in Matrizenform angeordneten Elektroden der Figur 1; die Figur 6 eine teilweise perspektivische, schematische Ansicht einer weiteren, ebenfalls in der Anordnung der Figur 1 verwendbaren Ausführungsform; die Figur 7 in perspektivischer Ansicht eine in der Figur 6 verwandte Keramikplatte und deren Wirkungsweise. Nach dem Ausführungsbeispiel der Figur la besteht eine die erfindungsgemässe Vorrichtung verwendende optische Anordnung z. B. aus der optischen Verzögerungsvorrichtung 10, einer gewöhnlichen Lichtquelle 12, wie z. B. einer Glühlampe oder einer Quecksilber-Lichtbogenlampe, die mit einer Kollimatorlinse oder Faseroptik versehen sein kann, sowie dem linearen Polarisator 14 und dem Analysator 16, die je eine durch die Pfeile angedeutete bevorzugte Strahlendurchgangsrichtung haben, sowie einer geeigneten photoempfindlichen Vorrichtung wie z.
  • B. einem Photovervielfacher oder einer Photodiode 18, und schliesslich dem Verbraucher 19. Die optische Verzögerungsvorrichtung 10 regelt die Intensität des von der Quelle 12 auf die photoempfindliche Vorrichtung 18 auffallenden Lichts. Die optische Verzögerungsvorrichtung 10 enthält eine heissgepresste, optisch einachsige, polykristalline, ferroelektrische,keramische, dünne, polierte Platte 20 mit einer Kornvielzahl und einem Korngrössennennwert von weniger als ca.
  • 2 /u. In der Figur la ist die Platte 20 der Deutlichkeit halber mit übertriebener Dicke eingezeichnet. Die günstigen Lichtdurchlässigkeits- und -verzögerungseigenschaften werden erfindungsgemäss mit Platten dieser Art in einer Dicke von 20 - 250 erzielt, wobei jedes Korn bzw. Kristallit der polkristallinen Keramik eine oder mehrere ferroelektrische Domänen enthälten kann. Jede Domäne kann als eine Anordnung von parallel ausgerichteten elektrischen Dipolen aufgefasst werden, die ihre Entstehung der nicht-zentrosymmetrischen Anordnung der Atome einer Zelleinheit des Kristallgitters verdanken. Die eine Domäne bildende parallel ausgerichtete Anordnung elektrischer Dipole besitzen einen aus der vektoriellen Summierung der Elementardipole der Zelleinheit innerhalb der Domäne resultierenden elektrischen Dipol. Wird ein äusseres elektrisches Feld an die ferroelektrische Keramikplatte gelegt, so haben die resultierenden Domänendipole die Neigung, sich in Richtung des angelegten Felds parallel auszurichten. Es hat sich nun herausgestellt, dass bei Unterbrechung bzw. Entfernung des elektrischen Felds die meisten der resultierenden Domänendipole einer heissgepressten, ferroelektrischen Keramikplatte ihre neue Ausrichtung parallel zur elektrischen Feldrichtung beibehalten. Die Keramik ist dann ganz oder teilweise in Richtung des zuvor angelegten Felds gepolt. In der Regel sind die physikalischen Eigenschaften der gepolten Keramik anisotrop bei unendlicher Rotationssymmetrie in der zur Richtung des zuvor angelegten elektrischen Felds senkrecht verlaufenden Ebene. In einer optisch einachsigen, ferroelektrischen Keramik sind die einzelnen Körner oder Kristallite ebenfalls optisch einachsig, d. h. sie besitzen die Symmetrieeigenschaften eines optisch einachsigen, doppeltbrechenden Kristalls. Zu den optisch' einachsigen Kristalliten gehören u. a. solche mit tetragonaler, trigonaler (rhombohedrischer) und hexagonaler Symmetrie. Wird nun, ein in hohem Masse homogenes, optisch einachsiges ferroelektrisches Keramikelement mit gleichförmigem Korndurchmesser von weihiger als 2 lu elektrisch gepolt, so wird es in der zur Polungsrichtung parallelen Ebene optisch doppeltbrechend. Sind die einzelnen Krietallite negativ doppeltbrechend, so wird die elektrische Polrichtung die schnelle, und sind.diese positiv doppeltbrechend, so wird die elektrische Polrichtung die langsame Achse der Keramik. Der Wert der Doppelbrechung einer ferroelektrischen Keramikplatte hängt dabei von Grad bzw. Grösse der elektrischen Polung in einer gegebenen Richtung ab, d. h. entscheidend ist, ob die Keramik in einer bestimmten Richtung ganz oder nur teilweise gepolt ist. Die Ausrichtung der optischen Achse hängt dabei von der Richtung" der elektrischen Polung in der Keramik ab. Die elektrische Regelung der Lichtdurchlässigkeit der optischen VerzÖgerungsvorrichtung 10 geschieht somit durch Veränderung von Grösse oder Richtung, oder beiden zusammen, ihrer ferroelektrischen Polarisation durch Anlegung eines äusseren -elektrischen Felds. Hierdurch wird entweder die Doppelbrechung oder der Winkel p der Figur 1b, oder beide, der Verzögerungsvorrichtung verändert. Die Änderung der Lichtdurchlässigkeit der Platte 20 erfolgt durch ein erstes Elektrodenpaar 22, 24, sowie ein zweites, senkrecht zu dem ersten Paar angeordnetes Elektrodenpaar 26, 28, wobei jedes Elektrodenpaar.in der gezeigten Weise auf der gleichen Plattenfläche einander gegenüberliegen und durch die örtlich begrenzte Polarisationsfläche 25 voneinander getrennt sind. Die Elektroden 22, 24, 26, 28 können durch bekannte elektrische Mittel erregt werden, sodass zwischen jedem Elektrodenpaar getrennte und zu ihrer Anordnungsfläche parallele Polungs- oder Schaltfelder erzeugt werden. Ein hierzu geeignetes Blektrisches Mittel ist in der Figur 2 gezeigt. Die betreffenden Elektrodenpaare können über einen doppelpoligen Doppelkippschalter 30 und einen Umpolungsschalter 32 mit einer gewöhnliichen Gleichstromquelle, z. B. der Batterie 34 verbunden sein. Zur Erzeugung der erforderlichen Polungs- oder Schaltfelder können auch geeignete elektrische oder elektronische Schalt- oder Logikschaltkreise verwendet werden. Wird nun die Elektrode 22 im Verhältnis zur Elektrode 24 und den neutralen Elektroden 26, 28 positiv beauf schlagt, so werden die örtlich begrenzten Stellen 25 der Keramikplatte 20 unter Ausrichtung ihrer optischen Achsen in der Pfeilrichtung 36 gepolt bzw. geschaltet. Wird andererseits bei neutralen Elektroden 22, 24 die Elektrode 28 im Verhältnis zur Elektrode 26 positiv beaufschlagt, so erfolgt die Schaltung unter Ausrichtung der optischen Achsen in Richtung des Pfeils 38. Durch Umkehrung der Vorspannung der betreffenden Elektroden kann also die elektrische Polrichtung für jedes Elektrodenpaar umgekehrt, d. h. um 1800 geschaltet werden.. Somit kann für die gezeigte Elektrodenanordnung die Fläche 25 in vier verschiedenen Richtungen polarisiert werden.
  • Es hat sich herausgestellt, dass eine Keramikplatte mit den zuvor erläuterten Merkmalen und unter Einhaltung der weiter unten erläuterten Herstellungsbedingungen parallel zur Plattenfläche elektrisch gepolt werden kann, so dass ihre optische Achse in. eine der Pfeilrichtungen 26 oder 38 in der Fläche 25 zeigt. Ferner wurde gefunden, dass die Keramikplatte ohne Beeinträchtigung der Polung auf der einen Plattenseite auch auf der gegenüberliegenden Plattenfläche und allen übrigen Plattenflächen unabhängig entsprechend elektrisch gepolt werden kann, solange die Ausdehnung der Polungafläche in Richtung des Polungafelds die Plattendicke nicht übersteigt. Ferner ist die so erzeugte elektrische Polung zeitstabil und wird bis zur Aufhebung durch nachfolgende Anlegung eines Schaltfeldes anderer Richtung beibehalten. So kann z. B. eine zweite Elektrodengruppe 22', 24', 26', 28' auf der den Elektroden 22, 24, 26, 28 gegenüberliegenden Plattenfläche vorgesehen sein. Diese Elektrodengruppe wird dann durch eine entsprechende Schaltung gemäss Figur 2 erregt, so dass die optischen Achsen der Kristalliten an ihrer Oberfläche in der Örtlich begrenzten Fläche 25' in eine der vier oben erläuterten Richtungen, z. B. die Pfeilrichtungen 36' oder 38' zeigen. Bei zwei Elektrodengruppen entsprechend der Figur 1 steigt die Zahl der verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten äar elektrischen Polverhältnisse der Platte entlang einer durch die örtlichen Stellen 25 und 25' führenden Geraden auf aechnehn. Zur Erzielung einer maximalen Lichtdurchlässigkeitsregelung sollten der kollimierte, planpolarisierte Lichtstrahl der Lichtquelle 12, und der Polarisator so ausgerichtet sein, daee der Strahlengang durch die jeweilige Mitte der beiden Flächen 25 und 25' führt. Das auf die Keramikplatte 20 fallende plauplolarisierte Licht wird je nach dem Winkel p der Figur 1b zwischen ihrer Polarisationsebene und der bevorzugten Richtung (schnelle und langsame Achse:) der g^ramikplatte 20 verschieden beeinflusst. Verläuft das einfallende planpolarisierte Licht parallel zu einer der bevorzugten Richtungen, so läaöt die Keramikplatte 20 nur einen Lichtstrahl durch, der sodann nur parallel zu dieser bevorzugten Richtung schwingt. Ist dagegen das einfallende Licht zu keiner der bevorzugten Richtungen der Keramikplatte 20 parallel planpolarisiert, so wird es vektoriell in zwei orthogonale Strahlen oder Komponentenrach Einfall in die Keramikplatte 20 zerlegt, und jede dieser Komponenten schwingt parallel zu einer bevorzugten Richtung. Eine dieser orthogonalen Komponenten (die lanc;same Komponente) wird beim Durchgang durch die Keramikplatte hinsichtlich der anderen Komponente (der schnellen Komponente) phasenverzögert. Bei ihrem Austritt besitzen die beiden orthogonalen Komponenten in der Regel verschiedene Phasen und vereinigen sich unter Bildung eines einzigen, elliptisch polarisierten Lichtstrahls. Entspricht nach der Wiedervereinigung der Phasenunterschied zwischen der schnellen und der langsamen Komponente null oder einer geraden Zahl von Halbwellenlängen, so degeneriert die Ellipse zu einer mit der Einfallsvibrationsebene parallelen 'ZGeraden. Der austretende Lichtstrahl ist daher parallel zur Polarisationsrichtung des einfallenden Strahls planpolarisiert. Ist andererseits nach der Wiedervereinigung der Komponenten der Phasenunterschied eine ungerade Zahl von Halbwellenlängen, so degeneriert zwar auch hier die Ellipse zur Geraden, die jedoch in diesem Falle mit der Vibrationsebene des einfallenden Lichts einen Winkel 2p bildet. Entspricht die Verzögerung einer ungeraden Zahl von Viertelwellenlängen und beträgt der Winkel p = 45o, so ist das austretende Licht kreisförmig polarisiert. Enthält das durch die Verzögerungsvorrichtung 10 gehende und auf den Analysator 16 fallende Licht eine Komponente in der bevorzugter. Durchgangsrichtung des Analysators, so wird nur diese Komponente f das photoempfindliche Gerät 18 übertragen. Unter Vernachlässigung von Reflektions-, Absorptions- und Streuungsverlusten kann die spiegelnde Übertragung T durch Polarisator 14, Verzögerungsvorrichtung 10 und Analysator 16 entspprecherid den Figuren la und 1b nach der folgenden Gleichung errechnet werden: T = 1/1o s cos 2O-sin22(p-0) ' sin 2p ' sing (di ) @'" (l) Hierin bezeichnen: Io =Intensität des auf den Polarisator 14 fallenden Lichts, I =Intensität des aus dem_Analysator 16 trentenden Lichts, = Winkel zwischen der bevorzugten Durchgangsrichtung des Polarisators 14 einerseits und des Analysators 16 andererseits, p = Winkel.zwischen der bevorzugten Durchgangsrichtung des Polarisators 14 und der nächsten optischen. Achsenrichtung der Verzögerungsvorrichtung 10, Q, =Verzögerung in Wellenlängen a (n8 - nƒ) (t/.z o)' ne = Brechungsindex entlang der optischen kchae,.
  • no =Brechungsindex in. jeder in der senkrecht zur optischen Achse verlaufenden Ebene liegenden Richtung, t =Plattendicke, und = Wellenlänge des von der Lichtquelle 12 erzeugten Lichts. Bei gegebenem, von der Doppelbrechung (ne - n0), der Plattendicke t, und der Wellenlänge ö abhängigem Verzögerungswert kann somit die auf die photoempfindliche Vorrichtung 18 fallende Lichtintensität I entsprechend der Winkeländerung p von 0 0 - 3600 zwischen einem oder mehreren Maximum- und Minimumwerten schwanken. Jedoch wurde gefunden, dass das auf die photoempfindliche Vorrichtung 18 fallende Licht aus zwei Komponenten besteht: 1. der oben beschriebenen Komponente mit der Intensität I, und 2. der infolge der unzusammenhängenden Streuung in der Keramikplatte 20 entstehenden Komponente mit der Intensität IS, Die resultierende Intensität IR des auf das photoempfindliche Gerät 18 fallenden Lichts ergibt sich somit aus der Zählsumme der Intensitäten I und IS nach der Formel IR I + IS . (2) Ferner hat sich herausgestellt, dass IR gesondert und verschieden von den je vier möglichen Achsenrichtungen in der Fläche 25, 25' und all deren Kombinationsmöglichkeiten sein kann. Infolgedessen kann die photoempfindliche Vorrichtung für jede der sechzehn möglichen Kombinationen von Ausrichtungen der optischen Achsen in den Flächen 25 und 25' eine verschiedene Lichtintensitätsstufe IR des aus dem Analysator 16 tretenden Lichts feststellen, und ein. dieser Lichtintensität proportionales Signal auf den Verbraucher 19 geben.
  • Wie zuvor ausgeführt, hängen die Lichtdurchlässigkeitamerkmale von dünnen, polierten Platten bestimmter, heissgepresster, feinkörniger (d. h. mit Nennwerten der von weniger als 2 /u) ferroplektrischer Keramiken von den ferroelektrischen Polarisierungszustand ab. Grad und Richtung der Domänenausrichtung, d. h. Grösse und. Richtung der elektrischen Polung bestimmen die optischen Übertragungskennzeichen, dieser Keramikplatten. In. der obigen Erläuterung der Verzögerungs-
    vorrichtung 10 ist der Einfluss auf die elektrische Polung der
    der parallel .zu ihren grösseren Flächen liegenden Ebene auf die
    Keramikplatte in'Lichtübertragung im einzelnes dargelegt. Be-
    findet sich die Platte dagegen in einem ungeordneten oder thermisch entpolten Zustand, so hängt die in. erster Linie von der Plattendicke ab. Je nach der Dicke erscheint die keramische platte opak oder nahezu durchsichtig. Das übertragene planpolarisierte licht ist je nach der Plattendicke zu 10 - 60 96, infolge der Streuung durch die ungeordneten ferroelektrischen Domänen, entpolarrieiert. Die diffuse Lichtübertragung ist dabei der in jeder der elektrisch gepolten Zustände in etwa gleich. Wird die ferroeiektrische Platte senkrecht zu ihren grösseren Plächen elektrisch gepolt, so wird sie für auf ihre grüseeren Flächen aehkrecht fallendes Licht isotrop. Dies Verhalten ist nicht =erwartet' da hier die-optische Achse der Kerikplatte mit der elektrischen Polrichtung zusameufä11t: Dae so einfallende planpolarisierte Uht wird daher unter Beibehaltung seiner larisatonsform und -richtung übertragen. (Bei nur leichter Streuung wird 9536 des Lichts in einer parallel zur polarisatoneebene des einfallenden Lichts verlaufenden, planpolarisierten Richtung übertragen). Im Vergleich zum ungeordneten Zustand erscheint die Platte daher durchsichtig. Das gestreute Licht verteilt sich dabei nahezu gleichförmig je nach der Intensität über einen grossen Winkel. Die Streuungsverluste sind auch für fast die gesamte durch die Keramikplatte bewirkte Dämpfung verantwortlich. Wird die Keramikplatte auf eine oberhalb des Guriepunktes liegende Temperatur erhitzt, so werden die einzelnen Kristallite bzw. Kornteilchen isotrop und infolgedessen wird die dünne Platte insgesamt vollständig isotrop.
  • Die Streuung wird hierbei so stark herabgesetzt, dass die Platte durchweg durchsichtig wird. Da sie in allen Richtungen isotrop ist, wird das planpolarisierte Licht praktisch unverändert und ohne Drehung der Polai@sationsebene übertragen.
  • Eine noch grössere Zahl von gesonderten Lichtausgangsstufen kann. durch Anordnung weiterer Keramikplatten mit entsprechenden Elektrodenanordnungen,die in einer Reihe mit der Platte 20 liegen, z. B. durch die in der Figur 1 gestrichelt angedeutete Platte 21, oder durch Erhöhung der auf jeder Plattenfläche möglichen optischen Achsenrichtungen erzielt werden. Die Platte 21 kann entsprechend der Platte 20 eine oder zwei Elektrodengruppen tragen, wobei im letzteren Falle das photoempfindliche Gerät 18 eine grössere Anzahl von gesonderten Lichtstufen abtasten kann. Entsprechend der Figur 3 kann die Zahl der möglichen optischen Achsenrichtungen durch weitere, diagonal einander gegenüberliegende Elektrodenpaare verdoppelt werden: Durch Anlegung einer entsprechenden Vorspannung an ein bestimmtes Elektrodenpaar kann die optische Achse in einer ferroelektrischen Keramikplatte 40 in jeder der Richtungen 42, 44, 46, 48 (oder der jeweils umgekehrten Richtung) polarisiert werden, wobei z. B. diese Richtungen mit der Polarisationsebene des z. B. vom Polarisator 14 der Figur 1 einfallenden Lichts einen Winkel von 900, 45o, 0° und -45o bilden kann. Eine zweite Elektrodengruppe kann auf der Rückseite der Platte 40 in der gleichen Weise wie in der Figur 1 dargestellt angebracht sein. Hierdurch wird die Zahl der gesonderten, durch den entsprechend angeordneten Analysator gehenden Lichtstufen noch weiter erhöht.
  • Die Lichtübertragungsmerkmale der Keramikplatte, z. B. der Platte 20 oder 40 der Figuren 1 oder 3 kann unter Verwendung der Stokes-Mueller-Formel vollständig in folgender Weise beschrieben werden: Hierin bedeuten: I =Intensität unabhängig von der Polarisation, Q = Intensität bei bevorzugt horizontaler,linearer Polarisation, U = Intensität bei + 450 linear bevorzugter Polarisation, und V = Intensität bei rechtsgerichtet; kreisförmiger bevorzugter Polarisation.
  • Die Komponenten des Stokes-Vektors für die einfallenden und übertragenen Lichtstrahlen können 1 o, Qo, Uo, Vo bzw. I, U, V und M sein, und die optische Transferfunktion kann vollständig durch die 4 x 4 Mueller Matrize beschrieben werden. Die Faktoren mii dieser Gleichung können dadurch geAsen werden, dass zwischen die Platte 20 und den Polarisator 14, sowie zwischen die Platte 20 und den Analysator 16 der Figur 1 Viertelwellenplatten angeordnet werden und mit dem photo-Gerät 18 in bekannter Weise für verschiedene Ausrichtungen der Viertelwellenplatten, des Polarisators, des Analysators und der Keramik-Achsen Messungen vorgenommen werden. Die Faktoren können auch in ebenfalls bekannter Weise mathematisch nach bekannten Regeln der Matrizenrechnung für verschiedene Richtungen der optischen Achse der Keramikplatte errechnet werden.
  • Die keramischen Platten 20, 40 können aus beliebigem, heissgepressten, optisch einachsigen, ferroelektrischen Material bestehen, z. B. Bariumtitanat oder Bleizirkonat-Bleititanat mit einer Korngrösse von weniger als 2 /u und einem hohen Grad von Homogenität. Ein typisches, ferroelekt risches, keramisches Material kann z. B. aus 65 Mol-% PbZr03 und 35 Mol iö PbTi03 und ca. 2 Atom-% Bi,als Bi 20 3, bestehen. Die Herstellang der festen Lösung erfolgt z. B. durch 1. Abwiegen der Oxydpulver, 2. Nassmischen in einem geeigneten flüssigen Agens,. , 3. Trocknen, 4. Brennet. bei einer Temperatur ,von, etwa 80001 C für eine Dauer von ca. 1 Stunde 5. Schroten oder Nassmahlen des. gebrannten Guts um die teilweise gesinterten Teilchenzusammeneballungen aufzubrechen, 6. Trocknen 7. Kaltpressen des Pulvers zu einem Formling, und B. Heisspressen für 1 - 24 Stunden bei einer Temperatur von ca. 800 - 1050o C und einem Druck von ca. 35 - 1400 kg,/cm 2. Die Einstellung der gewünschten Korngrösse erfolgt durch entsprechende Wahl der folgenden Massnahmen: 1. Zusatz chemischer Modifikatoren wie z. B. Bi 203 oder Nb20, die die gewünschten elektrischen Eigenschaften verbessern und gleichzeitig das Kornwachstum hemmen; 2. Wahl der als Ausgangsmaterial dienenden Oxydpulver augreichender chemischer Reinheit (i. d. R. über 99,2%) und 3. Wahl. der geeigneten Heisspressbedingungen wie Temperatur, Zeit und Druck. Nach dem Heisspressen kann der Formling in dünne Scheiben geschnitten werden, die sodann bei ca. 500 - 700o C etwa 15 Min. angelassen, auf Zimmertemperatur abgekühlt, mit den Elektroden versehen und bis zur Einstellung der gewünschten, gleichförmigen Ausgangspolarisation elektrisch polarisiert werden. Das Material zeigt die gewünschten elektrooptischen Eigenschaften bei Zimmertemperatur.
  • Ile Randbreite (d. h. die Breite der Übergangszone zwischen einer örtlich geschalteten Fläche und der diese umgebenden unge:chalteten Fläche) der Keramikplatte kann eine Funktion der gewöhnlich zwischen 5 - 10 /u Korndurchmesser liegenden Korngrösse sein. Infolgedessen kann bei einer Korngrösse von 1 /u die Randbreite 5 - 10 /u betragen. Infolge dieser Abhängigkeit kann nun aber die gewünschte Randbreite durch Auswahl der entsprechenden Heisspressbedingungen beeinflusst werden. Zur Erzielung einer Korngrösse von 1 /u kann z. B. die keramische Hasse 4 Stunden lang bei einer Temperatur von 1000 - 10500 C und einem Druck von 560 kg/cm 2 heissgepresst werden.
  • In einer heissgepressten keramischen, ferroelektrischen Platte mit einer ferroelektrischen Polarisation können der örtlich geschalteten Feldrichtung des einzelnen Korns Spannungsfelder entgegenwirken, die jedoch im Vergleich zu einem einzelnen Kristall nur sehr gering sind. Infolgedessen wird ein Zurückfallen der geschalteten Stellen in den Ausgangspolezustand vermieden und diese behalten ihre Polarisierung bei, bis ein neuerliches, diese etwa aufhebendes Schaltfeld angelegt wird.
  • Die in den Figuren 1 und 3 gezeigte optische Verzögerungsvorrichtung kann z. B. als Lichtverschluss mit einer EINAUS oder "0" - "1" - Funktion in der in Figur 1 gezeigten Anordnung Verwendung finden. Bei einer Elektroden- oder Elektrodenßruppenanordnung auf einer Plattenfläche entsprechend der Figur 3 und einer Ausrichtung von Polarisator und Analysator-in einem Winkel von 900 (0 = 900) ist der Verschluss geschlossen, wenn die optische Achse der Keramik mit der Pfeilriehtung 42 oder 46 parallel verläuft. Durch Anlegen eines dek elektrischen Felds an die entsprechende Elektrode wird die optische Achse in die Richtung 44 oder 48 geschaltet und der Verschluss geöffnet, und umgekehrt. Die maximale Lichtdurchlässigkeit tritt ein, wenn die Verzögerung 3, einer integralen Zahl von Wellenlängen gleich ist.
  • Die optische Verzögerungsvorrichtung der Figur 1 kann auch zum Aufbau eines Zweiflächenverschlusses dienen. Sind die optischen Achsen beider Flächen an den Stellen 25, 25' in Richtung 36 oder 38 ausgerichtet, so ist der Verschluss geschlossen, und wird geöffnet, wenn die optische Achse einer Fläche senkrecht zur optischen Achse auf der anderen Fläche geschaltet wird, sowie durch Senkrechtschaltung der Stelle 25 oder 25' wiederum geschlossen. Bei dieser ElektAenanordnung und Arbeitsweise kann die optische Verzögerungsvorrichtung 10 auch als optische Logikschaltung oder als logische ODER oder UND Schaltung dienen. Wird eine senkrecht zu ihren grösseren Flächen elektrisch gepolte Keramikplatte mit einer für die örtliche Umschaltung parallel zu den grösseren Flächen geeigneten Elektrodenanordnung versehen, so wird ebenfalls ein Verschluss, jedoch anderer Art, erhalten. Die Figur 4 zeigt eine Keramikplatte 90 mit einer hierzu geeigneten Elektrodenanordnung. Bei senkrecht einfallendem, planpolarisiertem Licht und einer orthogonal zur Lichteinfallsebene verlaufenden bevorzugten Übertragungsrichtung des Analysators 16 (@i 900) ist der Verschluss geschlossen. Beträg die Verzögerung A durch entsprechende Einstellung der Plattendicke t und der Wellenlänge 1 0 eine integrale Zahl von Wellenlängen, und ist die Elektrodenanordnung derart, dass nach dem Umschalten p = 45o, so kann der Verschluss durch Anlegen einer Schaltspannung an die Elektroden 91, 92 (entsprechend Elektroden 22, 24 in Fig. la) geöffnet werden. Er wird durch Spannungsbeaufschlagung geeigneter durchsichtiger Elektroden 93, 94 und Rückschaltung der Platte auf die senkrecht zu ihren grossen Flächen verlaufende Polarisierung entsprechend Pfeil 95 wieder geschlossen. Die Elektroden 91, 92 können durch Isolatoren 96, 97 gegen die Elektroden 93, 94 isoliert sein.
  • Die Elektrodenanordnung, z. B. entsprechend den Figuren 1, 3, oder 4 kann auf einer grösseren Keramikplatte 50 durch Niederschlag, Photoätzen oder dergl., zusammen mit den erforderlichen Anschlüssen als Matrizengruppe gemäss Figur 5 angebracht werden. In diesem Fall kann jede örtlich polarisierte Stelle, z. B. 25, zwischen den Elektroden 22, 24, 26, 28 in bekannter Weise durch Anlegen eines elektrischen Felds an das betreffende Adressatzeilenpaar adressiert werden. Die Matrizengruppe der Fig. 5 kann z. B. als Gedächtnisgruppe oder optische Sichtvorrichtung mit sehr enger, nur durch die Korngrösse begrenzte Zeilenbreite Verwendung finden. Durch Anbringen entsprechender Elektrodenanordnungen oder der Anordnung gemäss Fig. 3 auf beiden Seiten kann die Matrizengruppe als x-y oder x-y-z adressierte Gedächtdnismatrize mit 2, 4, $, 16 oder mehr stabilen Zuständen pro Bitstelle dienen und besitzt sowohl eine Bereich von Zahlsystemen verwendbare digitale wie auch analoge Speicherfähigkeit.
  • Die Lichtintensität der polarisierten Lichtkomponente in der bevorzugten Übertragungsrichtung des Analysators 16 der FIg. 1 kann auch durch .Änderung der Plattendicke t beeinflusst werden. Entsprechend der obigen Formel (1) beeinflusst die Dickenänderung die Lichtintensität auch durch Änderung der Verzögerung sowie der Streuung durch die Platte. Es sei angenommen, dass alle optischen Achsen einer keramischen Platte 60 (Fig. 6) in einer bestimmten Richtung ausgerichtet sind, und zwar vorzugsweise senkrecht zur Fortpflanzungsrichtung des einfallenden Lichts zur Erzielung maximaler Doppelbrechung, sowie in einer urparallelen Richtung mit den bevorzugten Übertragungsrichtungen von Polarisator 14 und Analysator 16 der'Fig. 1, um für einen bestimmten Verzögerungswert A maximale Löschung zu erreichen. Bei dieser Sachlage verursacht eine Dickenänderung an jeder beliebigen Stelle der Keramikplatte eine örtliche Änderung der Verzögerung sowie der durch den Analysator gehenden Lichtintensität. Die letztere kann ,durch eine photoempfindliehe Vorrichtung 18, oder mehrere derselben in Matrizenanordnung, oder auch mit deal blossen Auge festgestellt werden. Die Änderung der Plattendicke erfolgt.durch stehende oder wandernde Oberflächenwellen, die in geeigneter Weise erzeugt werden, z. B. durch einen Signalgenerator 62, kförmige Ein- und Ausgabeelektroden 64, 66 und Ausgangsanechliisse oder eine Belastung 68. Die Oberflächenwellen, z. B. Wanderwellen 10 gemäss Fig. 7 wandern z. B. in Pfeilrichtung 71 entlang der Oberfläche der Platte 60, deren Dicke sich demgemäss entsprechend dem vom Generator 62 erzeugten Signal, z. B. simsförmig ändert. Die Elektroden 64, 66 werden auf der Platte 60 in bekannter Weise durch Niederschlagen oder Plattieren angebracht. Die Dickenänderung der Platte 60 kann gleichzeitig durch Erzeugung einer zweiten Wanderwelle auf der gegenüberliegenden Oberfläche der Platte, z. B. vermittels des Generators 72 mit den entsprechenden Elektroden und der Belastung 78, erfolgen, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass die erzeugte Oberflächenwelle 80 im rechten Winkel zur Welle 70 in Pfeilrichtung 81 wandert. Die gleichzeitig wandernden Oberflächenwellen 71 und 81 bewirken somit die horizontale und vertikale Abtastung der Keramikplatten. Durch Phasenänderung der durch die Generatoren 62 und 72 erzeugten Signale, z. B. vermittels des Phasenmodulators 82,kann -in der Platte ein Muster oder Bild erzeugt und durch den Analysator 16 beobachtet werden. Da die in der Platte 60 erzeugte Zeilenbreite nur von der Frequenz der Generatoren 62, 72 sowie dem Streuungswinkel der Oberflächenwelle abhängt, können sehr niedrige Zeilenbreiten, z. B. von ca. 5 /u erzielt werden. Bei der entsprechend guten Auflösung kann das Muster oder Bild, im Rahmen der verfügbaren Intensität der Lichtquelle, sehr stark vergrössert werden. Eine Keramikplatte mit der Abmessung 2,54 x 2,54 cm kann z. B. bei guter Auflösung mit 100-facher Vergrösserung projiziert werden. Die mit einer der Fig. 1 entsprechenden Anordnung gekoppelte Verzögerungsvorrichtung@der Fig. 5 und 6 kann für die verschiedensten Bild- und Sichtgeräte, Ablesevorrichtungen für Rechner, wie auch Fernsehempfänger Verwendung finden. Eine Reihe oder Gruppe von Kammelektroden kann an Stelle der Elektroden 64, 66 treten und so ausgerichtet werden, dass auf der Plattenfläche verschiedene Wanderwellen entstehen, deren Phasenverhältnis zur verbesserten Bildregelung durch geeignete elektrische Bauteile verändert werden kann.

Claims (7)

  1. Patentansprüche 1. Optische Verzögerungsvorrichtung für planpolarisiertes Licht, gekennzeichnet durch eine heissgepresste, optisch einachsige, ferroelektrische Keramikplatte mit Korngrössen von weniger als 2 /u mit gleichförmiger Ausgangsausrichtung der optischen Achsen, und Mittel zur Änderung der Verzögerung des durch bestimmte Stellen der Platten tretenden planpolarisierten Lichts.
  2. 2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Keramik aus einer festen Lösung von 65 Mol-96 Bleizirkonat, 35 Mol 96 Bleititanat und 2 Atom-% Wismuthoxyd besteht.
  3. 3. Vorrichtung gemäss Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Paare auf einer oder mederen Plattenflächen an einer oder mehreren der Durchtrittsstellen einander gegenüberliegend angeordnete Elektroden, an die jeweils ein elektrisches Feld gelegt werden kann.
  4. 4. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch Mittel zur Erzeugung von Oberflächenwellen auf mindestens einer Plattenoberfläche.
  5. 5. Vorrichtung gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf der gegenüberliegenden Fläche senkrecht zu den auf der ersten Fläche wandernde Wellen erzeugt werden.
  6. 6. Vorrichtung gemäss Anspruch 4 oder 5, gekennzeichnet durch Mittel zur Phasenänderung der Oberflächenwellen.
  7. 7. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben der einen Plattenseite Mittel zur Beaufschlagung der Platte mit planpolarisiertem Licht vorgesehen sind. B. Vorrichtung gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf der entgegengesetzten Seite ein. Analysator vorgesehen ist, der das durch die bestimmten Stellen der Platte tretende Licht in einer Polarisationsebene durchlässt, die mit der Polarisationsebene des auf die Keramikplatte fallenden Lichts einen Winkel bildet.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0182622A3 (en) * 1984-11-14 1987-12-16 Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. Light shutter array element

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